Bitte helft mir: Maßnahmeträger soll mir einen Ein-Euro-Job suchen!

Tanja28

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Hallo liebe User,

ich wurde per Verwaltungsakt zu einer Maßnahme verdonnert.
Ich zitiere aus dem VA:

"Das JC unterstützt Sie bei der Suche nach einer passenden AGH-Stelle durch die Maßnahme "AGH-Suche" beim Träger (...).
In etwa 6 Wochen (abhängig von Ihren spezifischen Bedürfnissen) wird u.a. mithilfe von Workshops, Schnuppertage bei AGH-Betrieben, Praktika bei AGH-Betrieben, Einzelgesprächen usw. Ihre individuelle Situation abgeklärt und gemeinsam mit Ihnen nach einer passenden AGH-Stelle gesucht.

Bemühungen von Frau Tanja

Sie erhalten vom Träger (...) eine Einladung zu einem Termin. Sollten Sie an diesem Tag erkrankt sein, kontaktieren Sie den Träger unverzüglich telefonisch und vereinbaren einen neuen Termin."

Außerdem soll ich eine "Wegeunfähigkeitsbescheinigung" vorlegen.


Wie verhalte ich mich nun beim Träger?

Bin ich verpflichtet, mit dem Träger zusammen eine AGH zu suchen?
Muss ich mündliche/schriftliche Angaben zu meiner Person oder Lebenslauf machen?

Muss ich Dokumente ausfüllen oder etwas unterschreiben, wenn es verlangt wird?




Vielen Dank vorab


LG

Tanja
 

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Ihhhhhh das ist mies...

Zwei Sachen:
1) Dein Jobcenter schickt dich zu einem Maßnahmeträger, damit dieser die Drecksarbeit füt den 1€ Job macht.
2) Du sollt bzgl. 1) einen 1€ Job aufgehalst bekommen.

zu 1) Auch hier mus man beim Maßnahmeträger vermutlich erstmal "Verträge" unterzeichnen, "Hausordnung" unterzeichnen usw.. Diese nimmt man einfach mit. Aus der VA kann ich vermutlich ableiten, dass du zu dieser Maßnahme zugewiesen wurdest. Soweit ich in Erinnerung habe, braucht man dann beim Maßnahmeträger "nichts" unterschreiben. Also auch keine rechtlichen Sanktionen fürchten (obwohl es vermutlich angedroht wird). Also braucht man bei einer Zuweisung auch keine Verträge beim Maßnahmeträger unterzeichnen. Ergo, Maßnahmeträger bekommt "rechtliche" Schwierigkeiten und lässt dich fallen.

zu 2) Auch hier müssen 1€ Jobs den Anforderungen von Zusätzlichkeit und öffentlichem Interesse verfolgen. Dich einfach mal zu "Arbeiten" irgendwo hinschicken ist daher nicht. Selbst Jobcenter haben riesige Probleme, sich an diese Grundlagen zu halten. Bei einem Maßnahmeträger könnte ich mir vorstellen, dass die Grundlagen einfach mal nicht vorhanden sind.

Praktika bei AGH Betrieben .... Das Wort "Praktikum" ist rechtlich geschützt und bestimmt das "Schnuppern" in Betrieben, während einer Lern- und Ausbildungsphase, welches später für den eigenen Job von Interesse ist. Gerne wird das Wort "Praktikum" für "laue Jobs" verwendet, wo du mal eben für paar Tage aufkreuzt und für einen potentiellen Ausbeuter, den Hiwi spielst. Sprich, auch wenn du nur den Hof fegst, Schuppen aufräumst oder den Keller umstapelst. Das ist alles Arbeit, die bezahlt werden muss und nicht im öffentlichen Interesse steht.

Zu den Fragen:
1) Es ist eine Zuweisung. Du musst beim Maßnahmeträger nichts unterschreiben.
2) Du bist nicht verpflichtet, einen Lebenslauf vorzulegen oder darüber mit dem MT zu sprechen.
3) Lass den MT mal suchen, auch hier gibt es rechtliche Anforderungen, wie ein 1€ Job bestimmt auszusehen hat.

Allerdings wird es zu Punkt 2) und 3) nicht mehr kommen, wenn man Punkt 1) nicht unterschrieben hat. Den MT Vertrag.

PS: Das ist nur meine Sicht der Dinge. Warte auf weitere Kommentare und Ansichten.

Weiterhin stellt sich folgende Frage ... und zwar nach der kausalen zeitlichen Kette:

1) Inwiefern soll deine Bedürftigkeit mit dem Besuch der Maßnahme bekämpft werden.
2) Inwiefern soll der Maßnahmeträger mit der Suche nach 1€ Jobs deine Bedürftigkeit verringern.

Daher hätte ich erstmal dem JC um Grundlage gefragt bzw. den VA widersprochen, da hier in keiner Weise erkennbar ist, was damit bezweckt werden soll. Zumal ein 1€ Job eine nachrangige Leistung und leztes Mittel darstellen muss. Du kannst doch im Vorfeld mit anderen Dingen gefördert werden.
 

Tanja28

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Vielen Dank für Deine Antwort.

Mein SB meinte nur, ein Ein-Euro-Job verbessert die Jobchancen enorm und ist das beste Mittel, um Arbeitgeber auf dem ersten Arbeitsmarkt zu überzeugen :icon_laber:

Bei der Maßnahme soll ich dem Träger auch erklären, welche Arbeiten ich "gerne" als Ein-Euro-Jobberin machen möchte, und es soll geklärt werden, weshalb ich Vorurteile gegenüber EEJ´s habe.

Muss ich mit dem Träger darüber sprechen? :icon_mad:

Vielen Dank vorab.

LG

Tanja
 

HartzVerdient

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Mein SB meinte nur, ein Ein-Euro-Job verbessert die Jobchancen enorm und ist das beste Mittel, um Arbeitgeber auf dem ersten Arbeitsmarkt zu überzeugen.
Klar! Jeder Arbeitgeber wäre überzeugt, wenn er Mitarbeiter zum Null-Tarif bekäme.

Bei der Maßnahme soll ich dem Träger auch erklären, welche Arbeiten ich "gerne" als Ein-Euro-Jobberin machen möchte, und es soll geklärt werden, weshalb ich Vorurteile gegenüber Ein-Euro-Job´s habe.
Ich will den 1€ Job nicht per-se verteufeln. Es gibt sicherlich "Angebote", die dich persönlich weiterbringen. Es kommt aber immer darauf an, was man sich selbst davon erhofft und erwartet. Sollte der 1€ Job aber fernab dessen sein, wo die eigene Zielsetzung hindeutet (Sprich, du willst ins Projektmanagement, bekommst aber nur im Altenheim etwas), dann ist klar, dass die 1€ Jobs "zusätzlich" und vom "öffentliche Interesse" sein müssen. Andernfalls wäre es wettbewerbswidrig, geförderte Schwarzarbeit. Denke daran, jede Arbeit die du für "lau" machst, macht einen regulären Arbeitsplatz kaputt. Von deinen Renteneinzahlungen für später wollen wir mal nicht reden. 1€ Jobs sind Abzocke.
 

ZynHH

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Bei der Maßnahme soll ich dem Träger auch erklären, welche Arbeiten ich "gerne" als Ein-Euro-Jobberin machen möchte, und es soll geklärt werden, weshalb ich Vorurteile gegenüber Ein-Euro-Job´s habe.
DAS ist es worum es geht, DU sollst sagen was du machen würdest, damit ist dann die Zielsetzung erreicht. Dann kannst du kaum noch gegen den 1-Job gegen angehen,weil er nicht die gesetzl. Voraussetzungen erfüllt.
 

#HIV#

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Bei der Maßnahme soll ich dem Träger auch erklären, welche Arbeiten ich "gerne" als Ein-Euro-Jobberin machen möchte, und es soll geklärt werden, weshalb ich Vorurteile gegenüber Ein-Euro-Job´s habe.
Wieso du Vorurteile gegenüber einem 1€ Job hast soll geklärt werden? Frag ihn mal ob er dich verarschen will, oder was so eine bescheuerte Frage soll. Entweder begegnet man sich auf Augenhöhe oder lässt man es gleich bleiben. Selbst Kinderarbeit in Bangladesch wird besser bezahlt als ein 1€ Job in Deutschland :icon_evil:

Man wie ich solche Menschen angefangen habe zu hassen, die einen behandeln wollen als wäre man zu blöd bis drei zu zählen.
 
E

ExitUser

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Es gibt ja schon viele bekloppte Maßnahmen. Aber sowas hab ich noch nie gehört, dass es nun schon Maßnahmen gibt, die einen in eine weitere bekloppte Maßnahme vermitteln sollen.
Würd ich glasklar nicht machen.
Das ist ja wohl Aufgabe Deines JC-Vermittlers, herauszufinden welche AGH Dich evtl. weiter bringen könnte. Dann weist der Dich zu und fertig. Warum sollen da noch weitere Schmarotzer vorgeschaltet werden und das machen, was gefälligst der SB zu machen hat?
 

#HIV#

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" wird u.a. mithilfe von Workshops, Schnuppertage bei AGH-Betrieben, Praktika bei AGH-Betrieben"

Zudem muss man niemals im Leben einem Praktikum zu einer AGH zustimmen. Wo gibt es denn so was? Ich soll einem 1€ Job Anbieter-Abzocker mit kostenloser Arbeit beweisen, dass ich geeignet bin rechtswidrige 1€ Job arbeiten zu leisten? Was denken sich solche Untermenschen eigentlich? Ich würde mich wenn ich ein solche Anbieter wäre so schämen, dass ich es nicht mal fertig bringen würde, dem Elo in die Augen zu schauen bei einem vorherigen Gespräch.
 

Tanja28

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Genau, und diese Maßnahme wird auch noch von der Stadt gefördert :icon_frown:

Aber das habe ich schon richtig verstanden, ich muss da nichts unterschreiben oder ausfüllen?

Und auch mündlich muss ich keine Angaben zu meiner Person oder zur berufl. Laufbahn machen?
 

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@Tanja28

Eigentlich müsste das Jobcenter bereits alles geklärt haben, sodass du nur noch gesagt bekommen müsstest, wann genau du anfangen sollst und eventuell welche Kleidung du dazu benötigst. Da Jobcenter allerdings in der Regel keine solchen Vorkehrungen getroffen haben, müsstest du dort erst einen Vertrag unterschreiben oder ähnliches. Dazu bist du allerdings nicht verpflichtet und es gibt auch keine gesetzliche Grundlage nach der dich das Jobcenter dazu verpflichten könnte.

Meistens hat es sich damit auch schon erledigt. Die Unterlagen, falls du welche unterschreiben solltest, mitnehmen und darum bitten diese rechtliche Prüfen zu lassen. In der Regel bist du dann schneller aus dem 1€ Job als dir lieb sein dürfte. :wink:
 

Texter50

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Da sind aber doch erst mal einige Regularien zu klären: :icon_stop:

Wer zahlt mir das Fahrgeld?
Warum schreibt mich der Träger an? Ich würde nicht wollen, dass der mich anschreibt, denn das JC hat sich doch um den Termin zu kümmern?
In etwa 6 Wochen, abhängig von meinen Bedürfnissen - das kann dann auch ein Jahr dauern, wenn ich nix finde? Das klingt sehr unbestimmt....
Wieso ist es meine Bemühung, wenn mich ein Hempel anschreibt?
Ich könnte da höchstens hin müssen, aber schicken sollte mich das JC - auch wegen des Fahrgelds?

Wenn ich da wirklich hin ginge, dann würd ich wirklich nur schnuppern.
Allerdings: nen Lebenslauf würd ich denen nicht aushändigen.
Was unterschreiben würde ich auch nicht, denn eine Bemühungen sind doch schon erfüllt, wenn der Hempel ein Schreiben, das ich von ihm nicht will, an mich abschickt?

Sollte man da nicht erst mal viele Fragen stellen, so an das SBchen vom JC?
Man will ja alles machen, aber nur, wenns auch richtich erklärt wird. Sonst könnte man ja Fehler machen, und das möchte man dann doch nicht?

Was ist das überhaupt für ein MT-Hempel, hat der nen Namen, gibt es da irgend welche Infos? :biggrin:
 

0zymandias

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Nichts unterschreiben, nichts ausfüllen, keine Kontaktdaten außer Name und Postanschrift.
Bessere Hilfe könnte möglich sein, wenn Du den VA anonymisiert hier einstellst.
[...]
Mein SB meinte nur, ein Ein-Euro-Job verbessert die Jobchancen enorm und ist das beste Mittel, um Arbeitgeber auf dem ersten Arbeitsmarkt zu überzeugen :icon_laber:
[...]
Dann könntest Du ihn fragen, warum er andere Informationen als der Bundesrechnungshof hat.
Enorm ist da leider nichts auf Elo-Seiten, auf der anderen Seite aber die Gewinne für die MTs und die Verbesserung der Arbeitslosenzahlen.
[...]Bei der Maßnahme soll ich dem Träger auch erklären, welche Arbeiten ich "gerne" als Ein-Euro-Jobberin machen möchte, und es soll geklärt werden, weshalb ich Vorurteile gegenüber Ein-Euro-Job´s habe.

Muss ich mit dem Träger darüber sprechen?[...]
Du solltest mit dem MT unbedingt reden.

Wirklich.

Er sollte ganz sicher Wörter wie Wertersatz, Schwarzarbeit, Zoll und Krankenkasse in einen sehr engen Zusammenhang mit Eurer Zusammenarbeit bringen können, ohne nachdenken zu müssen,
auch dass Arbeitsmittel und Arbeitskleidung (hygienisch einwandfrei) vom Arbeitgeber gestellt werden müssen, sollte ihm wirklich kein Geheimnis bleiben.
Und überhaupt, Schwarzarbeit und so: Da gibt es eine Bundestagsdrucksache unter https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/083/1708374.pdf mit den goldenen Worten ...
Der Bundesrechnungshof kritisiert seit geraumer Zeit regelmäßig, dass die ge- setzlichen Fördervoraussetzungen bei einer erheblichen Anzahl von Ein-Euro- Jobs nicht erfüllt seien.
Schätzungen des Bundesrechnungshofs schwanken hierbei zwischen der Hälfte bis zu zwei Dritteln aller Ein-Euro-Jobs (vgl. Thie, Kommentar zu § 16d des Zweiten Buches
Sozialgesetzbuch – SGB II, in: LPK SGB II m. w. N.). Nach diesen Kalkulationen müsste in einer erheb- lichen Anzahl von Fällen ein Anspruch auf Wertersatz bestehen.
Öffentliche Informationen hierzu liegen allerdings nicht vor.
Auch Googeln mit den Suchbegriffen "Bundesrechnungshof Arbeitsgelegenheit" bringt da so Einiges.
 

Tanja28

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Da sind aber doch erst mal einige Regularien zu klären: :icon_stop:

Wer zahlt mir das Fahrgeld?

"Wird vom Jobcenter übernommen und vom Bildungsträger ausbezahlt"

Was ist das überhaupt für ein MT-Hempel, hat der nen Namen, gibt es da irgend welche Infos? :biggrin:
Der Hempel ist unsere geliebte DAA :wink:
 
C

Christof

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Ich bin schockiert.

Also wenn das Mode wird dass ein Maßnahmeträger einen EEJ suchen darf...

Anstatt AGH-Maßnahmen wie eigentlich geplant abzuschaffen werden diese eher weiter ausgebaut, fürchte ich.
 
E

ExitUser

Gast
Natürlich sind AGHs Abzocke, wenn nicht sogar teilweise Schwarzarbeit. Auf jeden Fall werden damit reguläre Stellen vernichtet, das ist sonnenklar. Ich selbst bin eigentlich ein Feind von diesen AGHs und halte sie für Schwachsinn hoch zehn.
Nur wenn man überhaupt nichts anderes hat macht man sie halt mit, auch wenn man sie größtenteils für Zeitverschwendung und Verarsche hält. Aber andere Sachen sind auch Verarsche. Was in so manchen Altersheimen jobmäßig an Ausnutzerei und Ausbeutung abläuft zum Beispiel schreit zum Himmel, aber das war immer schon so. Ändert ja auch keiner...
 

#HIV#

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Nur wenn man überhaupt nichts anderes hat macht man sie halt mit.....
Nein macht man nicht, weil den Ausbeutern somit indirekt eine Bestätigung zukommt, dass sie alles richtig machen und Leute froh sind über solche Jobs. Ich habe noch nie von einem Fall gehört, wo ein 1€ Job in einen Versicherungspflichtigen Job verholfen hat.
 

gelibeh

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Also wenn das Mode wird dass ein Maßnahmeträger einen Ein-Euro-Job suchen darf...

Anstatt AGH-Maßnahmen wie eigentlich geplant abzuschaffen werden diese eher weiter ausgebaut, fürchte ich.
Hier in Hamburg hat das mal die HAB gemacht. Das wurde als unzulässig gekippt. Ich kenne aber die Begründung nicht. Das ganze dürfte aber rechtswidrig sein, das einem Träger zu überlassen.
https://www.abendblatt.de/hamburg/article107135531/Vergabe-von-Ein-Euro-Jobs-unrechtmaessig.html
ich wurde per Verwaltungsakt zu einer Maßnahme verdonnert.
Ich zitiere aus dem VA:
Ist das eine Eingliederungsvereinbarung als Verwaltungsakt? Falls ja, hat man Dir vorher eine EGV angeboten bzw. hast Du noch eine gültige EGV?
 
E

ExitUser

Gast
Nein macht man nicht, weil den Ausbeutern somit indirekt eine Bestätigung zukommt, dass sie alles richtig machen und Leute froh sind über solche Jobs. Ich habe noch nie von einem Fall gehört, wo ein 1€ Job in einen Versicherungspflichtigen Job verholfen hat.
Was soll ich da sagen, ich war vorübergehend auch in einem Altenheim "beschäftigt". Denkst du, da war es viel besser als in dem 1€-Job, den ich momentan machen muss? Das war genauso ne Verarsche. 1 €-Job ist eigentlich schlimmer, aber was willst du machen, wenn du jobmäßig von einer Ver... in die andere "geschickt wirst?" Denkst du ich habe es mir so vorgestellt? Ganz sicher nicht... im 1 € job kriegst du wenigstens die Mehraufwandsentschädigung, auch wenn es kein richtiges Gehalt ist...aber immerhin.

Ich habe ein abgeschlossenes Studium hinter mir. Alles was ich bisher für meine Leistungen "zurückbekommen" habe, waren solche Prekärjobs, bei denen ich sogar noch froh sein muss, dass ich sie überhaupt noch habe. Sonst wäre nämlich überhaupt nichts. Ich finde es ziemlich traurig. Ich schreibe Bewerbungen noch und noch, immer werden mir andere vorgezogen. Es ist sogar für mich quasi noch Glück, dass ich derzeit diese AGH habe, sonst hätte ich wie gesagt...gar nichts. Außerdem ist es ja tatsächlich eine Zwangszuweisung. Auch das scheinen manche zu vergessen...
wenn man nicht hingeht, wird das bißchen ALG II auch noch sanktioniert. Na dann Prost...

ALGII-Empfänger zu sein (und alle dazugehörigen Schikanen zu erdulden) ist weiß Gott keine freiwillige Entscheidung. Wer sowas behauptet ist ein riesengroßes ***** .
 

gelibeh

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wenn man nicht hingeht, wird das bißchen ALG II auch noch sanktioniert. Na dann Prost...
Wenn man es richtig macht, dann nicht. Aber das haben wir Dir ja schon erklärt in Deinen Threads. Du solltest nicht jammern, Du machst das doch freiwillig. Die Möglichkeit Dich zu wehren hättest Du doch gehabt.
 
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