Bitte helft mir: Ist Folgendes rechtens??? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

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pulchra

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Hallo
Folgende Situation:
Ich (Studentin, Bafög erhaltend) und mein Mann (Hartz IV beziehend) wollen zusammen eine Wohnung beziehen.
Aus unserer alten Wohnung müssen wir raus da sie im 3.OG liegt und ich aufgrund eines Bandscheibenvorfalls nicht mehr raufkomme.

Nun haben wir eine Wohnung gefunden: 60 qm, 443 € warm.
Wir haben alles vorgelegt, Atteste usw die einen Umzug rechtfertigen, unsere momentane Miete beträgt € 300 warm, die vollständig vom Jobcenter getragen wird.

Nun sandte man uns folgendes Schreiben:
Jobcenter Berlin Mitte erklärt sich bereits, Kosten für die o.g Wohnung als angemessen anzusehen...(wie gnädig :icon_mad:)

Jetzt kommt der Hammer:
Die wollen allen Ernstes nur exakt die Hälfte unserer Miete übernehmen da ich Bafög beziehe und die denken, ich mache mir damit nen Fetten, obwohl ich schon im Jurastudium Probleme habe, über die Runden zu kommen! Wir haben keine andere Wohnung gefunden und wolllen nicht in so ein Ghetto mit Sozialwohnungen ziehen! War schon dort und bin schreiend wieder weg von dort.

Ist DAS rechtens für ein Ehepaar (!) die Wohnung nur zur Hälfte zu übernehmen? Wie kann ich mich wehren und mit welchen Vorschriften? Müssen wir wirklich bei jeder Demütigung zusehen?

Zudem habe ich da am Dienstag nen Termin, was kann ich da machen?

Danke vielmals!
 
R

Rounddancer

Gast
Nun, das Problem ist halt, daß Alg II und Bafög-Bezug (oder auch nur "Im Grunde Bafög-Bezugsberechtigt zu sein") sich rechtlich ausschließen.

Das bedeutet: Zwei Leute in einer Wohnung bedeutet halbe Kosten für den Alg II-Empfänger und halbe Kosten für den Bafög-Empfänger.

Das wiederum bedeutet zu prüfen:
Alg II und Wohngeld schließen sich ja aus,-
aber vielleicht kannst Du ja zum Bafög auch Wohngeld beziehen?

Da muß es doch an Eurer Uni sicher irgendwen geben, der sich mit Bafög und ggf. Wohngeld, etc. auskennt.

Ansonsten hilft nur:
1. Den Alg II-Empfänger schnell in Arbeit bekommen

Oder Euch damit abfinden, daß Ihr arm seid und keinen Hauch besser als die anderen armen Menschen, die im Ghetto leben müssen,- und auf die Ihr so herabguckt.
 

Gaestin

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es war wohl nicht rechtens, daß die ARGE die ganze Zeit
die ganze Miete bezahlt hat, es hätte nur die Hälfte zahlen dürfen.
Ob da Rückforderungen kommen?
Schön zu wissen, was die künftigen Juristen über "Ghettos mit
Sozialwohnungen" denken. Sehr "demütigend"!!!
 

Georgia

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Zum Sachverhalt kann ich leider nichts sagen, ich war bisher mit dem Problem KDU noch nicht konfrontiert (Gott sei Dank )

Was die Aussage von Pulchra zum Ghetto betrifft, so sehe ich dies nicht als verwerflich daneben an.
Ich bin auch Hartzer, also im selben Boot und fühle mich nicht besser, oder schlechter als Mensch, als andere Hartzer. Aber, in einem Gebiet mit nur Sozialwohnungen möchte ich auch auf keinen Fall wohnen, das sind Ghettos, das läßt sich nicht abstreiten und wer dahin ziehen muß, dem blühen wohl neue Schwierigkeiten, und sind es "nur" psychische Probleme. Vor allem die Kinder.......gar nicht daran zu denken.
 

Arania

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Und? Dein Link beweist genau das was Du wiederlegen wolltest, es wird angerechnet

Es sind Verfahren anhängig, aber noch nicht entschieden
 
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ExitUser

Gast
Hallo
Folgende Situation:
Ich (Studentin, Bafög erhaltend) und mein Mann (Hartz IV beziehend) wollen zusammen eine Wohnung beziehen.
...
Danke vielmals!
Das Vorhaben ist (Sorry) das Dümmste was ihr machen könnt! Suche für Dich alleine eine neue Bleibe.

Das "für einander einstehen" wird im Sozialrecht zu einem unabsehbaren Risikofaktor für die beteiligten Existenzen!

Gruß, Anselm
 

Mario Nette

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Anselm, bei allem Respekt, aber empfiehlst du wirklich gern einem Ehepaar, dass es sich wohnraumlich trennen soll, nachdem es auch momentan schon einen gemeinsamen Haushalt führt? Gerade hinsichtlich Wohnraum für Singles ist Berlin nun wirklich nicht mehr optimal und es käme die beiden tatsächlich teurer, zwei getrennte Wohnungen zu nehmen.

@pulchra
60 m², 443 € - eine Idee, wie diese Zahlen zustande kommen? Lies mal das und das und dir wird sich einiges erklären - auch hinsichtlich "Ghettos" Was die Miethalbierung angeht, hat dieses Verfahren seid Jahren bestand - auch bei uns wurde es so gehandhabt. Da auch beim BAföG meiner Erinnerung nach die Miete halbiert wird, hat die ARGE gar keine Möglichkeit, anders zu verfahren, sie würde sonst Geld "verschenken"

Was die Finanzverbesserung angeht: Selbst wenn es irgendwie ginge, kannst du eigentlich fast davon absehen, nebenbei arbeiten zu gehen. Geld, welches du dann zusätzlich verdienen würdest, würde auf den Anspruch eurer Bedarfsgemeinschaft angerechnet. Es ist leider so, tut mir leid. Natürlich gibt es auch hier Freibeträge, die Frage bleibt nur, ob dieser Aufwand im Studium dann wirklich noch zu stemmen ist.

Für Dienstag suchst du dir bitte einen Beistand - dort suchen/fragen (ich frage mich eh, warum du einen Termin hast - mit der ARGE hast du als Studentin nichts zu schaffen). Termin am Nachmittag? Dann schreib mir eine PN.

Mario Nette
 
E

ExitUser

Gast
Anselm, bei allem Respekt, aber empfiehlst du wirklich gern einem Ehepaar, dass es sich wohnraumlich trennen soll, nachdem es auch momentan schon einen gemeinsamen Haushalt führt? Gerade hinsichtlich Wohnraum für Singles ist Berlin nun wirklich nicht mehr optimal und es käme die beiden tatsächlich teurer, zwei getrennte Wohnungen zu nehmen.

Mario Nette
Ich folgerte aus
Folgende Situation:
Ich (Studentin, Bafög erhaltend) und mein Mann (Hartz IV beziehend) wollen zusammen eine Wohnung beziehen.
dass hier noch zwei getrennte Wohnungen vorhanden sind. Das würde ich wie bereits geschrieben und begründet auch weiterhin so beibehalten. Das "Teuerer" in im Falle des Mannes Sache des Steuerzahlers der einen solchen Gesetzgeber duldet.

Gruß, Anselm
 

Mario Nette

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Hallo
Folgende Situation:
Ich (Studentin, Bafög erhaltend) und mein Mann (Hartz IV beziehend) wollen zusammen eine Wohnung beziehen.
Aus unserer alten Wohnung müssen wir raus da sie im 3.OG liegt und ich aufgrund eines Bandscheibenvorfalls nicht mehr raufkomme.
Es geht auch gar nicht darum, es dem Steuerzahler teurer oder günstiger zu machen, sondern darum, dass man als Single und BAföG-Bezieher auf eine super-günstige Wohnung angewiesen ist. Für 222 € ist in Berlin so gut wie nix zu haben.

Mario Nette
 

Gaestin

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Das Ehepaar wohnt zusammen und fühlt sich durch die Nachbarn gestört.
Die Studentin hat Probleme mit der Bandscheibe (3 OG schwierig).
Meines Erachtens würde die ARGE die Hälfte der 443 Euro für die neue
Wohnung tragen, für den Ehemann (ALGII Empfänger). Die Studentin
hat von ihrem Einkommen für die andere Hälfte aufzukommen.
Bitte um Aufklärung, wenn ich mich irre.
 
P

pulchra

Gast
Das Vorhaben ist (Sorry) das Dümmste was ihr machen könnt! Suche für Dich alleine eine neue Bleibe.

Das "für einander einstehen" wird im Sozialrecht zu einem unabsehbaren Risikofaktor für die beteiligten Existenzen!

Gruß, Anselm
Hallo
Nicht gelesen? Wir sind VERHEIRATET also haben wir ja wohl ein recht zusammen zu wohnen oder wie sehe ich das?
 

Gaestin

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wurde ja längst geklärt. Nur mußt Du die Hälfte der Kosten tragen,
nicht die ARGE.
 
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ExitUser

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Zum Sachverhalt kann ich leider nichts sagen, ich war bisher mit dem Problem KDU noch nicht konfrontiert (Gott sei Dank )

Was die Aussage von Pulchra zum Ghetto betrifft, so sehe ich dies nicht als verwerflich daneben an.
Ich bin auch Hartzer, also im selben Boot und fühle mich nicht besser, oder schlechter als Mensch, als andere Hartzer. Aber, in einem Gebiet mit nur Sozialwohnungen möchte ich auch auf keinen Fall wohnen, das sind Ghettos, das läßt sich nicht abstreiten und wer dahin ziehen muß, dem blühen wohl neue Schwierigkeiten, und sind es "nur" psychische Probleme. Vor allem die Kinder.......gar nicht daran zu denken.
genauso ist es... wer nicht da wohnen muß, kann doch froh drüber sein - ist das schon verwerflich?
 

marty

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was ich nicht verstehe

eure Lebensumständebsind gleich und Arge hat vorher die ganze Miete übernommen?

sollte das aber nicht rechtens sein, kann die Arge euch nicht zum Rückzahlung verdonnern, falls dort jemand ein Fehler gemacht hat.


marty
 

Seelenstaub

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die Entscheidung zusammen ziehen oder nicht trefft ihr allein. ( nebenbei ists euer gutes Recht). das die arge beide mieten zahlt ist weil ihr sogesehen noch keine bedarfsgemeinschaft seid (lebt net räumlich zusammen) ... kann euch keiner zwingen könnte zusammen zu ziehen....( würd ie arge sicherlich gern tun wenns ginge - wegen billger...)

in dem moment wo ihr aber jetzt entschieden habt wir ziehen zusammen , sorry wenn ichs jetzt so sage, könnt ihr euch kaum aussuchen ob ins ghetto oder net. es steht euch nunmal nur nen gewisser geldbetrag zu... ( ob gerecht oder net lass ich mal dahingestellt...)

und soweit ich informiert bin ( und ich bin übrigens auch verhairatet) sind 443 eus miete nicht drinne

Beispielrechnungen findest du im buch SGB 2 - Grundsicherung für Arbeitssuchende vom Bundesamt für arbeit & soziales (Ehepaare seite 84 )demnach sind bis 412 € möglich - wobei ich net weiss ob das von bundesland zu bundesland noch anders ist. ( im buch steht *** die tatsächlichen Leistungen können deshalb- je nach Region und situation im einzelfall - auch etwas höher oder niedrieger liegen ***

ich kann dir da keine abschliesende hilfe bieten zumahl da nix von bafög gesagt ist- Vorschlag ---telefonier doch mal mit denen

gruss Seelenstaub
 

Arania

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öhm, der Thread ist fast ein Jahr alt, ich glaube das Problem hat sich längst geklärt:icon_pause:
 
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