BIT mit unbezahltem 5-monatigem Praktikum

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Versatile

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Hallööchen,

nach längerer Krankheit wurde ich letzten Herbst als arbeitsfähig aus einer Reha entlassen und beziehe seitdem ALG I . Da ich mich jedoch noch immer nicht in der Lage fühle, Vollzeit zu arbeiten, wurde mein Fall im November an einen Gutachter des MD weitergereicht.
Anfang Januar war ich bei der AfA wo mir mitgeteilt wurde, daß ich als voll arbeitsfähig eingestuft wurde (entschieden nach Aktenlage).

Aus verschiedenen Gründen möchte ich mich nun selbstständig machen, benötige aber noch eine gewisse Rekonvaleszenz- und Vorbereitungszeit (voraussichtlich etwa 3-4 Monate) und möchte dann gerne einen Gründungszuschuß beantragen.
Ich habe meiner SB noch nichts von meinen Plänen erzählt, weil ich noch nicht mit Gewißheit sagen kann, wann ich werde starten können.

Nun habe ich bei diesem Termin eine EGV unterschreiben müssen und gleichzeitig einen "Bildungsgutschein" für eine BIT bekommen, also eine berufspraktische Integrationsmaßnahme mit tätigkeitsbezogener Teilqualifizierung.
Das heißt also: Vier Wochen Trockenübungen und Berufsvorbereitung, anschließend ein unbezahltes Praktikum in einer Firma für die Dauer von fünf Monaten.

Da ich ja sowieso die Selbstständigkeit anstrebe und nur noch Zeit brauche, ist diese Maßnahme m.E. völlig überflüssig.
Und die sechs Monate, die ich jetzt mit diesem Gedöns verbringen muß, fehlen mir für die nötigen Vorbereitungen meines Gewerbes.

Diese Sache mit dem Praktikum widerstrebt mir ganz gewaltig ... was man so mitbekommt ... da ist die Wahrscheinlichkeit hoch, daß man nur billige und willige Arbeitskraft ist für Firmen, die die momentane Arbeitsmarktlage ausnutzen.
Außerdem bin ich über vierzig Jahre alt und habe die letzten 25 Jahre gearbeitet ..... ich muß also nicht lernen, wie man das macht, sondern habe bereits umfangreiche Berufserfahrung.

Tja, jetzt hab ich ja leider diese EGV unterschrieben, und Ende Februar soll ich dann bei dieser Maßnahme antanzen.
Gibt's eine Chance, aus der Nummer wieder rauszukommen ohne Repressalien befürchten zu müssen?

Ob es vielleicht Sinn macht wenn ich mit der SB einen Termin vereinbare, ihr von meinem Vorhaben zu erzählen und einfach zu sagen, daß ich mich im Frühjahr/Sommer selbständig mache und keine Integrationsmaßnahme möchte/brauche?! Ich hab schon drüber nachgedacht, bin aber sehr skeptisch, ob das gut ist. :icon_kinn:

Würde mich sehr über Eure Meinungen oder Erfahrungen freuen.

Viele Grüße
Versatile
 
T

trama417

Gast
Oh Mann, oh mann..!!!
KEINER MUSS EINE EGV SOFORT UNTERSCHREIBEN !!!!

Warum fragt denn keiner vor so einem Unsinn mal hier nach??

Dein SB hat den Passus nicht reingenommen, damit er dich dann fragt, "ja möchten Sie denn??"
Deine Erklärung wird wohl nicht auf fruchtbaren Boden fallen.. Es sei denn, du kannst dein Konzept sofort vorlegen.
5 Monate ohne Gehalt arbeiten - das ist wirklich FEIN für eine Firma!!!

Hast du denn schon eine konkrete Zuweisung bekommen?

Unter Umständen, wenn du ja solange krank warst, kann es dir ja wieder mal etwas schlechter gehen.. das kann der MD ja auch nicht vorhersagen..

Es kann wohl nicht schaden, mit deinem SB zu reden, nimm dir aber auf jeden Fall einen Beistand mit.
 

Versatile

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Hi Trama,

dankeschön für Deinen Beitrag.

Janüü .... was soll ich sagen .... Hinterher ist man immer schlauer. Die hat mich da einfach eiskalt erwischt und überfahren, ich hab gar nicht richtig gepeilt was los ist.
Ich war bisher bzw. bin mit so viel anderen Dingen beschäftigt, daß ich leider nicht auf die Idee kam, mich bis dahin mal mit sowas bösartigem wie EGVs zu befassen. Schon gar nicht hätte ich damit gerechnet, daß die mich so schnell in eine Maßnahme stecken.
Ja, ich weiß, grenzenlose Naivität .... :icon_mad:

Tja, mal sehen was mein gesundheitlicher Zustand so sagt bis dahin ..... lieber wäre mir allerdings, fit zu sein, und den Zirkus in einem vernünftigen Gespräch irgendwie abwenden zu können.

Schönen Abend,
Versatile

P.S.: eine Konkrete Zuweisung zu einer Firma? Nein, die hab ich noch nicht. Der Mensch von dieser "Anstalt" äußerte sich aber zuversichtlich, daß sich da was für mich findet.
Fein. I frei mi. :icon_neutral:
 

hergau

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Mache die Firma aber darauf aufmerksam, das Du für evtl Schäden nicht haftest, da Du keine Haftpflichtversicherung hast.
 
E

ExitUser

Gast
Hallööchen,


Das heißt also: Vier Wochen Trockenübungen und Berufsvorbereitung, anschließend ein unbezahltes Praktikum in einer Firma für die Dauer von fünf Monaten.

Einen Tipp kann ich dir leider nicht geben aber ich hoffe, dass dir ein anderer User hier helfen kann!

Fünf Monate kostenlos arbeiten das ist mehr als abartig!

Hast du einen guten Arzt?

Viel Glück
 

Versatile

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Hallo, Felicitas,

dankeschön. :icon_smile:

Tja, mit meinem neuen Arzt werde ich nächste Woche mal sprechen.
Problem ist, daß ich damals so lange von einem Neurologen auf "Psyche" krank geschrieben war. De facto ist meine Erkrankung aber körperlicher Natur, wie ein Spezialist mittlerweile (nachdem die Rehaklinik mich als arbeitsfähig entlassen hatte :icon_dampf:) festgestellt hat und von dem ich nun endlich entsprechend therapiert werde.
Ich bin tatsächlich noch überhaupt nicht fit, weder für einen angestellten Beruf noch für die Selbständigkeit, aber immerhin ist schon eine Besserung zu spüren. Daher denke ich, werde ich bis zum Sommer wohl endlich meine Selbständigkeit aufnehmen können und ich hatte gehofft, während dieser paar Monate noch verschont zu werden von solchen Maßnahmen.

Der Neurologe würde mich evtl. wieder AU schreiben, aber ich will endlich raus aus dieser Psychoschiene, wo ich einfach nicht reingehöre mit meiner Erkrankung. Wenn man diesen Stempel einmal hat schiebt jeder andere Arzt sämtliche Krankheiten vom Schnupfen bis zu Schweißfüßen auf die Psyche ... :icon_party:

Nächste Woche habe ich einen Termin bei dem neuen Doc, dann werde ich mich mit ihm mal unterhalten über meinen Zustand.

Viele Grüße,
Versatile
 

hergau

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:confused: Sorry, aber das versteh ich jetzt ehrlich gesagt nicht.

Was ist denn, wenn Du unbeabsichtigt etwas bei dem Praktikum beschädigst.
Dann mußt Du für den Schaden aufkommen.
Deshalb mache des Praktikumschef klar, das Du für evtl Schäden nicht haftest.
Am besten schriftlich und lasse Dir das bestätigen.
 

Versatile

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Was ist denn, wenn Du unbeabsichtigt etwas bei dem Praktikum beschädigst.
Dann mußt Du für den Schaden aufkommen.
Deshalb mache des Praktikumschef klar, das Du für evtl Schäden nicht haftest.
Am besten schriftlich und lasse Dir das bestätigen.

Hallo Hergau,

danke für den Hinweis - sprichst Du da etwa aus eigener schlechter Erfahrung?
Bin zwar haftpflichtversichert, aber ich hab mir nie Gedanken darum gemacht, ob ich einem Betrieb, in dem ich arbeite, etwas ersetzen müßte im Schadensfall.
 

hergau

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Wenn Du irgendwo fest angestellt bist, dann hat die Firma eine Betriebshaftpflicht für die Angestellten.

Aber als Praktikant bist Du ja nicht angestellt.
Deshalb diese Erklärung.
 
E

ExitUser

Gast
Der Neurologe würde mich evtl. wieder AU schreiben, aber ich will endlich raus aus dieser Psychoschiene, wo ich einfach nicht reingehöre mit meiner Erkrankung. Wenn man diesen Stempel einmal hat schiebt jeder andere Arzt sämtliche Krankheiten vom Schnupfen bis zu Schweißfüßen auf die Psyche ... :icon_party:

Nächste Woche habe ich einen Termin bei dem neuen Doc, dann werde ich mich mit ihm mal unterhalten über meinen Zustand.

Viele Grüße,
Versatile

Das mit der Psychoschiene kenne ich zur genüge, kann dich da voll verstehen.
Aber vielleicht bleibst du für die Dauer der Massnahme noch ein wenig in der Schiene.

Tip von mir: Mußt du mal wieder zu einem neuen Arzt, dann lege nie die Berichte der anderen Ärzte vor.
Denn die meissten Ärzte lesen diese Berichte und übernehmen einfach deren Diagnose anstatt selber mal zu überlegen und genau nachzuschauen.
 

Versatile

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Das mit der Psychoschiene kenne ich zur genüge, kann dich da voll verstehen.
Aber vielleicht bleibst du für die Dauer der Massnahme noch ein wenig in der Schiene.

Tip von mir: Mußt du mal wieder zu einem neuen Arzt, dann lege nie die Berichte der anderen Ärzte vor.
Denn die meissten Ärzte lesen diese Berichte und übernehmen einfach deren Diagnose anstatt selber mal zu überlegen und genau nachzuschauen.

Ja, da sagst Du was, das ist genau das, was ich tue. Also, nicht tue - neuen Ärzten alte Akten vorzulegen oder von meiner Diagnose zu erzählen.
Genau diese Erfahrung hab ich nämlich auch schon gemacht, daß man da abgeurteilt wird ohne weitere Anamnese.
Hätte mal jemand vorher ausführliche Untersuchungen gemacht anstatt immer auf der Psyche rumzureiten, dann könnte es mir schon seit Jahren besser gehen. Naja, ist ein anderes Thema.

Einerseits wär's für diesen Zeitraum vielleicht sogar günstig, weiter auf der Psychowelle zu reiten, wäre für diesen Zweck sicher von Vorteil.
Aber da ich für mein Vorhaben gerne einen Gründungszuschuß beantragen möchte hab ich Bedenken. Nachher heißt es, ich sei zwar fachlich geeignet aufgrund meiner Ausbildung und Erfahrung, aber da ich psychisch so labil wäre würden sie meinen Schritt in die Selbstständigkeit nicht unterstützen oder so ... Bin da seeehr vorsichtig.
 

Versatile

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Tja, ich frage mich, ob durch solche Aktionen nicht eher Arbeitsplätze vernichtet als geschaffen werden. :confused:

Wenn dieser Bildungsträger mit Firmen zusammenarbeitet, die immer wieder Praktikanten nehmen, dann ist es doch logisch, daß diese niemanden fest einstellen sondern ihren Nachschub an billigen Arbeitskräften gewährleistet haben.
Angeblich liegt die Vermittlungsquote von Praktikanten an die Firmen, in denen sie das Praktikum ausüben, bei ca. 20%.
Soll man's wirklich glauben?!? Ich halte das für stark übertrieben.
 
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