Bis wann spätestens bei der AfA abmelden? (1 Betrachter)

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Atakeks

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Grüßt euch!

Ich werde zum 22.03. eine neue Stelle antreten. Ich wurde heute angerufen und man teilte mir mit, dass man mir die Vertragsunterlagen vorab zur Ansicht per email schicken wird. Vertragsunterzeichnung wäre am 22., dem ersten Arbeitstag also. Da ich eigentlich keine bedenken habe, dass der Arbeitgeber einen Rückzieher machen wird, stellt sich mir jetzt die Frage wann und wie ich mich beim Amt abmelden muss. Um auch das letzte Restrisiko auszuschließen, müsste man das ja am 22. tun, was aber vermutlich von Amtsseite nicht zulässig ist oder irre ich mich?
Jetzt denke ich mir, dass ich am 20. dort anrufen werde um die Veränderung mitzuteilen. Gutes oder eher schlechtes Vorgehen?

Grüße
 

steinfisch

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Hallo,

ich würde eine Veränderung wirklich erst dann mitteilen, wenn sie 100% sicher ist. Vorher nicht. Warum auch?

Also erst, wenn der Vertrag unterschrieben ist, vorher nicht.

Viele Grüße vom Steinfisch.
 

Atakeks

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Hallo,

ich würde eine Veränderung wirklich erst dann mitteilen, wenn sie 100% sicher ist. Vorher nicht. Warum auch?

Also erst, wenn der Vertrag unterschrieben ist, vorher nicht.

Viele Grüße vom Steinfisch.
Ja, aber das wird von der AfA sicherlich als unangemeldete Arbeitsaufnahme angesehn oder? Am ende darf ich noch mein Alg zurückzahlen...
 

Atakeks

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Weiß jemand Rat? Wie würde es sich verhalten, wenn ich erst nach dem ersten Arbeitstag die Arbeitsaufnahme melden würde?
 
G

Gast1

Gast
Weiß jemand Rat? Wie würde es sich verhalten, wenn ich erst nach dem ersten Arbeitstag die Arbeitsaufnahme melden würde?
Du kannst die AfA ja am Tag der Vertragsunterzeichnung anrufen und denen mitteilen, dass Du mit heutigen Datum in einem Beschäftigungsverhältnis stehst, und dass Du erst heute den Arbeitsvertrag unterschreiben konntest.

Ich sehe da keine Probleme mit der AfA. Weil vor Deinem ersten Arbeitstag hast Du ja nicht in einem Beschäftigungsverhältnis gestanden, und der Arbeitsvertrag wird ja erst am 1. Arbeitsvertrag von Dir unterschrieben.
 

Doppeloma

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Hallo Atakeks,

Ich werde zum 22.03. eine neue Stelle antreten. Ich wurde heute angerufen und man teilte mir mit, dass man mir die Vertragsunterlagen vorab zur Ansicht per email schicken wird. Vertragsunterzeichnung wäre am 22., dem ersten Arbeitstag also.
Na dann mal herzlichen Glückwunsch, mit der aktiven Aufnahme der Tätigkeit am vereinbarten Tag / Uhrzeit besteht bereits ein verbindlicher Arbeitsvertrag, die schriftliche Bekräftigung ist eigentlich nur noch "Formsache", denn Arbeitsverträge dürfen durchaus noch mündlich geschlossen werden. :first:

Da ich eigentlich keine bedenken habe, dass der Arbeitgeber einen Rückzieher machen wird, stellt sich mir jetzt die Frage wann und wie ich mich beim Amt abmelden muss.
Der AG KANN also gar keinen Rückzieher mehr machen wenn der 23.03. bereits für die Arbeitsaufnahme festgelegt wurde, selbst dann nicht wenn es noch keinen schriftlichen Arbeitsvertrag geben sollte und / oder sich die schriftliche Abfassung noch verzögern sollte, das Arbeitsverhältnis besteht bereits rechtsverbindlich für BEIDE Seiten.

Das hat also rechtlich keine Bedeutung mehr, wann der Vertrag mal unterschrieben wird, auch du bist zunächst an die mündlichen Vereinbarungen schon gebunden, kannst also auch nicht einfach weg bleiben ... :icon_evil:

Um auch das letzte Restrisiko auszuschließen, müsste man das ja am 22. tun, was aber vermutlich von Amtsseite nicht zulässig ist oder irre ich mich?
Wenn es (nur) um die AfA geht musst du dir nicht zu viele Gedanken darum machen, man wird in jedem Falle ab Tag der Arbeits-Aufnahme die Leistungen dann einstellen und was bitte soll man dir noch "antun" können, es gibt keine Sperrtatbestände (nach § 159 SGB III), weil du "zu spät" eine Arbeitsaufnahme gemeldet hast. :icon_evil:

Erstattungen kann es nur geben wenn du weiter ALGI beziehst / bekommst, obwohl du bereits Arbeitseinkommen erwirtschaftest ... in deinem Falle wird bestimmt noch rechtzeitig eingestellt, du bekommst die Restzahlung überwiesen (bis 22.03.) und fertig.

§ 159 SGB III Ruhen bei Sperrzeit

Jetzt denke ich mir, dass ich am 20. dort anrufen werde um die Veränderung mitzuteilen. Gutes oder eher schlechtes Vorgehen?
Das ist allerdings ein sehr schlechtes Vorgehen, solche wichtigen Infos erledigt man besser niemals telefonisch, dafür gibt es die Veränderungs-Mitteilung und die sendest du bitte nachweislich (mach dir vorher noch eine eigene Kopie davon) per FAX und / oder per Übergabe-Einschreiben an die AfA.

In der Regel ist das Formular mal bei deinen Antragsformularen dabei gewesen, du kannst die Arbeitsaufnahme aber auch genz einfach formlos mitteilen (Kunden-Nummer nicht vergessen).

" Ab dem 23.03.2017 nehme ich wieder eine versicherungspflichtige Tätigkeit auf", mehr hat die AfA (eigentlich) nicht zu interessieren oder eben "Am 23.03.2017 habe ich eine versicherungspflichtige Tätigkeit aufgenommen", ob du den AG nennen möchtest, bleibt dir überlassen.

Das erfahren die letztlich wenn der AG dich für die Beiträge zur ALO-Versicherung bei der AfA anmeldet, Anspruch auf die Vorlage des Arbeitsvertrages hat die AfA jedenfalls NICHT, man wird dir dann umgehend den Aufhebungs-Bescheid zusenden und das war es auch schon.

Das bewahrst du dir alles ordentlich auf und hast deine Pflichten der AfA gegenüber "umgehend" erfüllt, wie es immer so schön heißt. :icon_daumen:

MfG Doppeloma
 

Atakeks

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Hallo Atakeks,

Na dann mal herzlichen Glückwunsch, ............................................
Vielen Dank für deine umfassende Antwort! Das mit den mündlichen Arbeitsverträgen ist ja immer so eine Sache. Wie will ich das beweisen, dass ich angerufen wurde und der 22. scon als erster Arbeitstag festgehalten wure? Man sagt ja immer, dass mündl. Zusagen das Papier nicht wert sind, auf dem sie nicht geschrieben stehen. Wie gesagt, ich vertraue der Firma und werde mich abmelden.
Wäre es auch noch eine Möglichkeit ein formloses Schreiben, wie von dir vorgeschlagen, persönlich abzugeben?
 

Doppeloma

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Hallo Atakeks,

soweit richtig deine Argumente, darum sollte man ja auch letztlich einen schriftlichen Arbeitsvertrag einfordern, aber so ganz "ohne Zeugen" läuft es ja vermutlich auch nicht ab, wenn du dort vereinbarungsgemäß erscheinst und fragst was du jetzt machen sollst. :idea:

In der Regel kann man ja nicht einfach an einen Arbeitsplatz "marschieren" wenn es dazu vorher KEINE Absprachen gegeben hat mit dem AG, dürfte wohl eher selten wirklich so "unbemerkt" laufen.

Wäre es auch noch eine Möglichkeit ein formloses Schreiben, wie von dir vorgeschlagen, persönlich abzugeben?
Ja, natürlich ist das auch möglich, bitte eine Kopie davon abstempeln / abzeichnen lassen (kann / muss der Empfang machen) und dann bist du auch auf der sicheren Seite.

Dann hast du es ganz eilig, irgendwelche tieferen Gespräche dazu mit der AfA sind überflüssig, das kannst du natürlich am Besten auf dem Postwege vermeiden.

Es ist leider nicht ausgeschlossen, dass man versucht sich mit "fremden Federn" zu schmücken (die AfA hat dich "erfolgreich" vermittelt :first:) obwohl es alleine deinen eigenen Bemühungen zu verdanken ist, dass du wieder eine Stelle gefunden hast.

Du brauchst kein ALGI mehr weil du ab XX wieder arbeitest und das hat der AfA zu genügen, denn "abzurechnen" gibt es ja nichts mehr, wenn dein Bezug zeitgerecht beendet wird.

Viel Erfolg und bleibe dir die "Arbeitsvermittlung" nun wieder auf lange Sicht erspart !!!

MfG Doppeloma
 

Atakeks

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Hallo ich bins nochmal.

Es ging natürlich alles schief was schief gehen konnte...
Ich hatte mit einem anderen Arbeitgeber abgemacht, man solle mir mal Vertragsunterlagen zur Ansicht schicken und als möglichen Antrittstermin den 27.03. nennen. Das war am 13.03. Mein jetztiger Arbeitgeber rief am nächsten Tag an und ich sagte fest zu. Dem anderen gesagt, dass man mir keine Unterlagen schicken müsse, es hätte sich erledigt. Das wurde auch zur Kenntnis genommen. Ich habe mich direkt am 22.03. (erster Arbeitstag wie oben besprochen) per Einschreiben Rückschein unter zuhilfenahme des Veränderungsformulars abgemeldet.
Heute liegt ein Schreiben der AfA im Briefkasten, welches die Einstellung meines ALG nennt. Am 27.03... Diese Firma, der ich abgesagt hatte, meldete einfach eine Arbeitsaufnahme zum gennanten Datum und mein Sachbearbeiter hat mich abgemeldet. Wie kann ein solches Vorgehen rechtens sein? Ich hab natürlich sofort angerufen um Infos einzuholen. Es ist schon ein erneuter Aufhebungsbescheid mit dem richtigen Antrittsdatum in Zustellung, welches dann auch aktuell sein soll. Aber man wird mir wohl für die differenz der fünf Tage zuviel ALG überweisen, da es schon angewiesen wurde... Ich werde es zurücküberweisen müssen. Soweit ist mir das klar, aber kann man mir das jetzt irgendwie als Sozialbetrug etc auslegen? Ich bin ja meiner Mitteilungspflicht umgehend nachgekommen. Wie kann eine Firma, bei der man noch nicht einmal einen Vertrag unterschrieben hat, einfach eine Meldung machen, sodass mein ALG eingestellt wird? Manchmal weiss man einfach nicht mehr weiter...
 
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