Bis 2022 soll der Mindestlohn in vier Stufen auf 10,45€ steigen.

samuraji

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
8 Februar 2013
Beiträge
931
Bewertungen
1.152
Was genau bringt denn diese Erhöhung auf 10,45€? Zu wenig zum Leben, zu wenig für den Rentenaufbau, zu wenig, um damit etwas sinnvoll anzusparen. Aber interessant gelösst, die paar Cent hätten doch in enem durchgezogen werden können, stattdessen haben sie die Diskussionen erstmal bis 2022 weggeschoben.
 
Zuletzt bearbeitet:

Elgaucho

Elo-User*in
Mitglied seit
15 September 2017
Beiträge
359
Bewertungen
1.016
Die denken nur an sich. Wenn man die 10,45 Euro brutto noch versteuern soll - das ist doch ein Witz. Sich selbst als Abgeordnete nach höchstrichterlicher Besoldung entlohnen und den Mindestlohn mehr als mickrig ansetzen.
 

samuraji

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
8 Februar 2013
Beiträge
931
Bewertungen
1.152
Man könnte doch einfach den Erhöhung des Mindestlohn an die Diäten knüpfen...:)
 

samuraji

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
8 Februar 2013
Beiträge
931
Bewertungen
1.152
Oder die prozentuale Erhöhung der Diäten auf den Mindestlohn anwenden.

Ja so meinte ich das auch, für den Anfang würde ich aber auch den H4-SAtz anpassen, ebenso die Bezüge und diese ins richtige Verhältnis setzen. zb 1 :10 (zb 500,- zu 5000,-€) dann eben jährlich die Anpassen im gleichen %Satz wie die Diäten.
 

Elgaucho

Elo-User*in
Mitglied seit
15 September 2017
Beiträge
359
Bewertungen
1.016
Das wäre ja auch mal ne faire sozial ausgewogene Maßnahme...den Mindestlohn prozentual vernünftig an die Diäten-Entwicklung unserer
Abgeordneten zu koppeln. Aber wenn schon die Bundestagsgruppe zur Reduzierung des Personals im Bundestag nichts erreicht - dann wird
das auch nix.
 

Uhus

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
18 August 2018
Beiträge
1.155
Bewertungen
2.947
Was ein Mindestlohn in Höhe von 10,45 EUR ab dem 01. Juli 2022 real noch wert ist, wird die Entwicklung der Inflationsrate zeigen. Insgesamt finde ich es fragwürdig, für Zeiträume, die mehr als zwei Jahre in der Zukunft liegen, die Mindestlöhne bereits heute festzulegen - gerade in solch unsicheren Zeiten, wo Prognosen noch schwieriger als üblich sind.
 
Zuletzt bearbeitet:

Maximus Decimus

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
7 August 2014
Beiträge
638
Bewertungen
903
Hier ist mal eine Auflistung der prozentualen Erhöhungen der Diäten.

20107.668 €Nullrunde
20117.668 €Nullrunde
20127.938 €3,5 %
20138.252 €3,9 %
20148.667 €5,0 %
20159.082 €4,8 %
20169.327 €2,7 %
20179.542 €2,3 %
20189.780 €2,5 %
201910.083 €3,1 %

Quelle: Diäten der Abgeordneten

Die jetzige Erhöhung des Mindestlohn von 9,35 Euro auf 10,50 in einem Zeitraum von zwei Jahren entspricht insgesamt 12,30 Prozent. Das bekommen Abgeordnete nicht...
 

Uhus

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
18 August 2018
Beiträge
1.155
Bewertungen
2.947
@Maximus Decimus: Der seit dem 01.01.2020 geltende Mindestlohn in Höhe von 9,35 EUR wird zum 01.01.2021 auf 9,50 EUR angehoben. Das sind 1,6 % mehr auf Jahresbasis. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

Uhus

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
18 August 2018
Beiträge
1.155
Bewertungen
2.947
Das bekommen Abgeordnete nicht...
Du vergleichst die Steigerung der Abgeordnetendiäten bis 2019 pro Jahr (Vergangenheit) mit einer zukünftigen Erhöhung des Mindestlohnes zwischen dem 01. Januar 2020 und 01. Juli 2022 (30 Monate). Ein schiefer Vergleich.

Der seit dem 01.01.2020 geltende Mindestlohn in Höhe von 9,35 EUR wird zum 01.01.2021 auf 9,50 EUR angehoben. Das sind 1,6 % mehr brutto auf Jahresbasis. :cool:
 
Zuletzt bearbeitet:

Maximus Decimus

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
7 August 2014
Beiträge
638
Bewertungen
903
Du vergleichst die Steigerung der Abgeordnetendiäten bis 2019 pro Jahr (Vergangenheit) mit einer zukünftigen Erhöhung des Mindestlohnes zwischen dem 01. Januar 2020 und 01. Juli 2022 (30 Monate). Ein schiefer Vergleich.
Ich habe lediglich den Gedanken aufgegriffen den ein User hier in das Thema eingebracht hat und entsprechende Zahlen präsentiert.
 

Admin2

Administrator
Mitglied seit
1 Juli 2007
Beiträge
3.785
Bewertungen
10.453
Der Mindestlohn soll bis 2022 in vier Stufen auf 10,45€ steigen.
meiner Meinung nach immer noch viel zu wenig.

Mindestlohn soll bis 2022 auf 10,45 Euro steigen - in vier Stufen

Das MindestLOHN zu nennen ist reiner Hohn. Ein MindestLOHN wäre es wenn man davon - bei Vollzeiterwerb - auch eine Rente erarbeiten würde die einen von Sozialleistungen unabhängig macht. Du also im Alter nicht beim Staat regelrecht betteln gehen müsstest. Daher ist ALGII und der darauf aufbauende Mindestlohn nichts anderes als

 

Mutter Beimer

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
9 Oktober 2013
Beiträge
501
Bewertungen
1.551
Das MindestLOHN zu nennen ist reiner Hohn. Ein MindestLOHN wäre es wenn man davon - bei Vollzeiterwerb - auch eine Rente erarbeiten würde die einen von Sozialleistungen unabhängig macht. Du also im Alter nicht beim Staat regelrecht betteln gehen müsstest. Daher ist ALGII und der darauf aufbauende Mindestlohn nichts anderes als


Dazu wird es nie kommen.
Ich frage mich immer nur, warum nicht?
Der Politik muss doch klar sein, dass in den nächsten Jahren die Sozialkassen immer mehr belastet werden wenn die Rente nicht mehr zum leben reicht.

Und dann noch, wenn der "Mindestlohn" Im Jahr 2022 bei 10,45€ angekommen ist, dann läge er ja über der EG 1 der Zeitarbeitsfirmen.
Werden die Gewerkschaften da wohl für einen ordentlichen Zuschlag sorgen?
 

AsbachUralt

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2008
Beiträge
2.576
Bewertungen
3.222
Ein Mindestlohn sollte den Menschen ermöglichen, ein Bescheidenes Leben ohne staatlich Unterstützung zu leben, alles andere ist eine Subvention von Arbeitsplätzen durch den Staat. Das würde in meinen Augen bedeuten, dass der Mindestlohn bei 15,00 € liegen sollte.
Wer seinen Mitarbeitern keinen anständigen Lohn zahlen kann, sollte seine Klitsche schließen.
 

Schmerzgrenze

Super-Moderation
Mitglied seit
30 Januar 2015
Beiträge
4.602
Bewertungen
15.086
Werden die Gewerkschaften da wohl für einen ordentlichen Zuschlag sorgen?
:icon_hihi: :icon_lol: ... der war wirklich gut. Ich erinnere mal an die vertanen Chancen 2017:

Missbrauch regulieren? Per Tarifvertrag zum equal pay? Oder Leiharbeits-Tarifverträge ersatzlos kündigen? » LabourNet Germany

Die 35h Woche ist bei denen genauso heiße Luft, wie equal pay oder angemessener Mindestlohn.
Gewerkschaften sind längst zu Dealern zwischen Politik und Wirtschaft verkommen.
Und so kann der bekannte Reim zukunftsweisend von Leihsklaven und Niedriglöhnern ergänzt werden;
Wer hat uns verraten ... Gewerkschaften und Sozialdemokraten ...
 

Manni1976

Elo-User*in
Mitglied seit
21 Mai 2020
Beiträge
299
Bewertungen
261
Du hast Recht, es ist eine direkte Subventionierung der Unternehmensgewinne, da die Unternehmen keine auskömmlichen, leistungsorientierten Gehälter zahlen brauchen, weil der Staat das übernimmt.
Die Unternehmen bräuchten auch ohne staatliche Grundsicherung keine "auskömmlichen" Gehälter für Hilfstätigkeiten zahlen.
 

hansklein

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
10 Februar 2006
Beiträge
1.706
Bewertungen
3.076
Auf den Monat gerechnet macht der Bruttolohn bei 10.45€ monatlich 1811.43€ gegenüber den jetzigen monatlichen 1.620,67€
Was macht das, wenn sich die Besteuerung etc. nicht ändert Netto in 2 Jahren aus, also was hab ich - ohne Inflation - theoretisch mehr übrig?
Bei 1811.43€ erhalte ich als Junggeselle Netto 1.296,42 €
Bei 1620,67€ erhalte ich als Junggeselle Netto 1.193,98 €
Differenz Brutto 190,76€-88,31€ davon werden von den Mehreinnahmen fällig als Steuer, SV-Beiträge...
Differenz in 2 Jahren - 102,45€ monatlich Netto, alles errechnet mit Nettolohnrechner. Jetzt müsste ich allerdings in die Glaskugel schaun, um zu sehen, was das nach diversen Steigerungen der Kosten in 2 Jahren real mehr - oder weniger - ausmacht.
 
Oben Unten