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Bin wegen meinem Rentenbescheid und dem weiteren Vorgehen ratlos und bitte um Tips

BettyBlue

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#1
Liebe Forenteilnehmer,

jetzt mach ich doch mal ein neues Thema auf...

Mittlerweile habe ich doch noch einen Rentenbescheid für teilweise Erwer.bsminderungsrente erhalten, befristet für drei Jahre, allerdings schon seit 2013. Und das, obwohl ich nun nicht die angeordnete stationäre Reha-Maßnahme antreten konnte oder sonst irgend etwas anderes vorgefallen ist.

Da ich noch im öffentlichen Dienst als unbefristete Angestellte beschäftigt bin, muß mir dieser nun bestätigen, dass sie mich nicht für 3 - unter sechs Stunden beschäftigen können/wollen. Dann hätte ich eventuell Anspruch auf volle Erwerbsminderungsrente (Arbeitsmarktrente)?

Wie stehen meine Chancen, dass der AG mich wieder einstellen will? Ich habe dort zuletzt in 30 Std./Woche gearbeitet. Habe ich die Möglichkeit, die volle Erwerbsminderungsrente zu bekommen?

Ich wollte jetzt nächste Woche erstmal zu meinem Arzt und ein Gutachten erstellen lassen für meinen Arbeitgeber, dass ich nicht mehr arbeiten gehen kann. Und dann eventuell noch den Vdk etwas schreiben lassen. Wäre das ratsam? Ich wurde von ihm (Psychiater) seit Bezug von Krankengeld, Arbeitslosengeld II und I fast durchweg krank geschrieben (hatte nach Widerspruch dann doch noch Arbeitslosengeld I bekommen).

Dann bekomme ich wohl noch eine Rentennachzahlung in Höhe von fast 10.000 €, insgesamt für 17 Monate, die ich wohl schon berentet bin. Aber vorher bekommen natürlich erstmal Jobcenter und Krankenkasse Geld. Ich hoffe, dass wenigstens noch ein bisschen etwas übrig bleibt....

Lg von BettyBlue, würde mich über eine Antwort sehr freuen!
 

saurbier

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#2
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Hallo BettyBlue,

zuerst einmal gratuliere ich dir zu deinem erfolgreichen Kampf um die Rente.

Da ich noch im öffentlichen Dienst als unbefristete Angestellte beschäftigt bin, muß mir dieser nun bestätigen, dass sie mich nicht für 3 - unter sechs Stunden beschäftigen können/wollen. Dann hätte ich eventuell Anspruch auf volle Erwerbsminderungsrente (Arbeitsmarktrente)?
Tja wenn dir der Arbeitgeber sowas bescheinigt, dann schon. Nur leider ist es gerade der öffentliche Dienst welcher ja behinderten und von Behinderung bedrohten vorangig einen Arbeitsplatz anbietet und da dürftest du jetzt auch zu gehören.

Wie stehen meine Chancen, dass der AG mich wieder einstellen will? Ich habe dort zuletzt in 30 Std./Woche gearbeitet. Habe ich die Möglichkeit, die volle Erwerbsminderungsrente zu bekommen?
Genau hier dürfte dein Problem ja liegen. Du hast bisher schon 30Std/woche gearbeitet und bei einer Arbeitsmarktrente geht der Rententräger (DRV) davon aus, dass eben kein sozialversicherungspflichtiger Teilzeitarbeitsplatz (3-6Std./tägl.) aktuell vorhanden ist. 5 x 6Std./tägl. (deine bisherige Arbeitszeit) entsprechen dem jedoch schon.

Hier wäre allenfalls mit deinen Ärzten was zu machen, wenn diese eben auch die 6Std./tägl. als zu lange Belastung bescheinigen würden.

Dann würde es wieder von deinem Arbeitgeber abhängen, ob er dich auch für weniger Arbeitszeit beschäftigen will und davon hängt dann wieder ab ob du eine Arbeitsmarktrente erhältst und damit verbunden die volle EMR.

Bezüglich der Rentennachzahlung sei gesagt, mach dir keine allzu großen Hoffnungen auf Geld. Wenn die KK und die AfA erst einmal ihre Zahlungen zurück gefordert haben, dann bliebe eh nur minimal was übrig immer vorausgesetzt deine Rente ist Hoch genug. Dann kommt aber auch noch das Jobcenter mit einer Rückforderung und weg ist alles.

Da kannst du dich glücklich schätzen, dass da nicht noch einer was von dir fordern kann, was über die Nachzahlung der DRV hinaus geht.

Es gibt Konstellationen da gehen die Rentenempfänger dank BSG-Urteil mit Schulden raus, nämlich wenn die vorher eine Teil-EMR erhalten hatten die plötzlich rückwirkend in eine volle EMR gewandelt wird.


Gruss saurbier
 

BettyBlue

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#3
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Danke, lieber Saurbier,

vielen Dank für deine Antwort!

Dann werde ich also gleich am Montag zu meinem Arzt und ihn bitten, mir Entsprechendes als Gutachten zu bescheinigen. Ich bin leider nicht in der Lage, arbeiten zu gehen, geschweige denn bis zu sechs Stunden am Tag :-(

Ja, dann kann ich wohl nur hoffen, im nachhinein nicht noch draufzahlen zu müssen. Oh Mann, irgendwie habe ich das Gefühl, der Patient/Rentner bleibt in gewisser Weise immer auf der Strecke...

Lg von BettyBlue
 

BettyBlue

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#4
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

So, nun habe ich einen Antrag auf einen möglichen Teilzeitarbeitsplatz bei meinem AG eingereicht, zusammen mit einer ärztlichen Bescheinigung, dass ich psychisch nicht in der Lage bin, 3 bis unter 6 Stunden am Tag zu arbeiten. Nun bleibt es abzuwarten.

Was ich aber nun gerne wissen würde, wäre der künftige Leistungsbezug. Momentan beziehe ich ALG1. Ab 1.11. werde ich teilweise Erwerbsminderungsrente beziehen. Da diese natürlich nicht zum Lebensunterhalt reicht, bin ich mir nicht sicher, wer für eine mögliche "Aufstockung" zuständig ist. Ich dachte, das JobCenter. Nun telefonierte ich aber gerade mit der Afa, die sagte, dass wahrscheinlich zum Bezug der Rente auch das ALG1 weiter gezahlt wird. Ist das so richtig? Wird mich die RV darüber informieren, wieviel ich letztendlich an Geld bekommen werde? Der Betrag für die teilweise Erwerbsminderungsrente wurde mir natürlich schon genannt.

Lg, danke für eure Hilfe!
BettyBlue
 

gelibeh

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#5
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Nun telefonierte ich aber gerade mit der Afa, die sagte, dass wahrscheinlich zum Bezug der Rente auch das ALG1 weiter gezahlt wird. Ist das so richtig?
Denke ja, denn mit mindestens 15Stunden wöchentlich stehst Du dem Arbeitsmarkt ja zur Verfügung.
Wird mich die RV darüber informieren, wieviel ich letztendlich an Geld bekommen werde? Der Betrag für die teilweise Erwerbsminderungsrente wurde mir natürlich schon genannt.
Bei mir steht das im Rentenbescheid.
 

saurbier

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#6
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Also ich weiss jetzt nicht welche besonderen Regelungen für Mitarbeiter im öffentlichen Dienst bestehen.

Bei mir wurde damals die Leistung seitens der AfA von der Rentenkasse zurück gefordert.

Ein aufstockendes ALG-I zur Rente gab es nicht. Aber wie gesagt das ist schon ein paar jährchen hin.

Wäre das heute bei der AfA genauso wie bei der KK, dann dürfte deine Rente auf die ALG-I Anprüche angerechnet werden.

Ich hab öfters während meiner BU-Rentenzeit (ist heute ja eine Teil-EMR) längere Zeit KG erhalten und da wurde das KG dann auf den Verdienst des Arbeitgebers berechnet und die Rente lief parallel weiter.

ich könnte mir also vorstellen das dies bei dir jetzt genauso abläuft.

Du erhältst deinen Rentenanspruch (50%) aus der Beitragszeit und bis zur Höhe des jetzigen ALG.I stock die AfA auf.

Sollte dann dein Arbeitgeber dir keine Arbeitsmöglichkeit im Teilzeitbereich abieten, dann müsste die AfA wenn sie nicht anderes findet, dies der DRV melden (binnen einem Jahr). Dann für dich dann der allgemeine Arbeitsmarkt als verschlossen anzusehen wäre, müsstet du eine volle EM-Arbeitsmerktrente bewilligt bekommen.

Das aber bliebe leider alles noch abzuwarten, vor allem weil im öffentlichen Dienst Behinderte bevorzugt zu behandeln sind.

Ich würde mich aber auf jedenfall um einen Schwerbehinderten-Ausweis bemühen, denn damit hättest du ggf. einen kleinen Vorteil bei deinem Arbeitgeber.


Gruss saurbier
 

BettyBlue

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#7
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Ich habe leider nur 20 % Schwerbehinderung vom Versorgungsamt zugesprochen bekommen, aber ich werde nochmal einen neuen Antrag stellen.

Es gibt zwar Sonderregelungen beim öffentlichen Dienst, aber ich glaube nicht, dass man jemand haben möchte, bei dem der Psychiater feststellt, dass man diese Stundenzahl am Tag nicht bewältigt.

Ich weiss jetzt auch gar nicht, ob ich mich weiterhin krank schreiben lassen sollte, andererseits "entgehe" ich dadurch vielleicht sinnlosen Vermittlungsversuchen seitens der Afa....

Lg, BettyBlue
 

saurbier

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#8
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Hallo BettyBlue,

solange du nur eine Teil-EMR hast und "nur" 20% Schwerbehindert bist (ist leider nichts Wert, weil du damit noch nicht einmal einen Gleichstellungsantrag stellen kannst (ab 30%)) und jetzt vom Jobcenter Leistung erhältst, ist es auf jedenfall von Vorteil, wenn du weiterhin eine AU vorlegen kannst.

Damit bist du zumindest aus den Vermittlungsbemühungen raus und könntest in Ruhe abwarten wie sich dein alter Arbeitgeber entscheidet.

Also hin zum Doc und AU abholen und dem Jobcenter nachweisbar vorlegen/zuschicken.


Gruss saurbier
 

Doppeloma

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#9
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Hallo BettyBlue,

Ich habe leider nur 20 % Schwerbehinderung vom Versorgungsamt zugesprochen bekommen, aber ich werde nochmal einen neuen Antrag stellen.
Das solltest du auf jeden fall tun und wenn du eine Erhöhung auf mindestens GdB 30 bekommst direkt auch die Gleichstellung bei der AfA beantragen, damit es dein AG nicht so leicht hätte dich einfach zu entlassen.

Verstehen kann ich nicht, warum du die Klärung der Teilzeitbeschäftigung nicht der DRV überlässt und deinem AG Anträge stellst und gesundheitliche Erklärungen abgibst, das geht den gar nichts an.

Wenn der AG der DRV gegenüber erklärt, dass er keinen "leidensgerechten" Teilzeit-Arbeitsplatz zur Verfügung stellen kann/will, dann wird man die Teilweise EM-Rente "automatisch" in eine Arbeitsmarktrente umwandeln.

Es ist gar nicht deine Angelegenheit das zu klären und solange du noch Anspruch auf ALGI hast wird die AfA dir ein Teil-ALGI zahlen zusätzlich zur Teilweisen EM-Rente.

Meist ist dieser Betrag noch höher als die EM-Vollrente wegen verschlossenem Teilzeit-Arbeitsmarkt, das wird sich alles erst klären können wenn du den endgültigen Rentenbescheid vorliegen hast.

Es gibt zwar Sonderregelungen beim öffentlichen Dienst, aber ich glaube nicht, dass man jemand haben möchte, bei dem der Psychiater feststellt, dass man diese Stundenzahl am Tag nicht bewältigt.
Es ist uninteressant was dein AG "gerne" möchte, deine Krankheiten gehen den doch gar nichts an, warum lässt du dir dafür was von deinen behandelnden Ärzten schreiben, die DRV klärt das schon selber mit deinem AG ob du dort arbeiten könntest (zur Teilrente) oder nicht und wenn nicht, dann hast du spätestens nach Ablauf deines ALGI einen Anspruch auf die volle Arbeitsmarktrente.

Ich weiss jetzt auch gar nicht, ob ich mich weiterhin krank schreiben lassen sollte, andererseits "entgehe" ich dadurch vielleicht sinnlosen Vermittlungsversuchen seitens der Afa....
Wenn du noch krank bist, dann solltest du dich auch weiterhin AU schreiben lassen, denn für Teilzeit bist du sonst tatsächlich als vermittelbar anzusehen, es müssen aber bestimmte Bedingungen erfüllt sein deine Leistungsfähigkeit betreffend und deinen Job müsstest du ja auch erst kündigen, wenn du eine andere Arbeit aufnehmen willst /sollst.

Dein Arbeitsvertrag ruht ja aktuell nur, der ist ja noch immer rechtsverbindlich vorhanden ... ich hatte auch noch einen Job und bekam zunächst die Teilweise EM-Rente bewilligt (auch rückwirkend), dort war aber schon geklärt, dass ich auch Teilzeit dort nicht mehr arbeiten kann aus gesundheitlichen Gründen.

Von der betrieblichen Möglichkeit her wäre es ansonsten kein Problem gewesen, es gab viele Teilzeit-Modelle dort ... mein ALGI (Nahtlosigkeit) war zu diesem Zeitpunkt schon abgelaufen, so bekam ich direkt auch die volle Arbeitsmarktrente auf Zeit bewilligt.

Da brauchte ich mich um gar nichts kümmern für und meinen AG habe ich auch nie selbst über meine konkreten Gesundheitsprobleme informiert, schon gar nicht mit ärztlichen Bescheinigungen meiner behandelnden Ärzte ...

MfG Doppeloma
 

BettyBlue

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#10
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Liebe Doppeloma,

leider bekam ich von der DRV die Auflage, den Antrag der Teilzeitbeschäftigung meinem AG zukommen zu lassen, innerhalb von zwei Wochen, da hatte ich keine andere Wahl.

Den ärztlichen Bericht des Arztes hab ich ganz bewußt mitgeschickt, um denen ihre Entscheidung "leichter" zu machen. Da ich nicht beabsichtige, dort jemals wieder arbeiten zu gehen, ist es mir letztendlich völlig egal, was sie denken oder auch nicht.

Ich bekomme laut Bescheid der Arbeitsagentur noch bis Juni nächsten Jahres Arbeitslosengeld. Aber wenn ich mich weiterhin krank schreiben lasse, werde ich doch früher oder später in HartzIV fallen, oder? Wobei mir das inzwischen auch egal ist. Und dass die Afa der DRV mitteilt, dass ich nicht vermittelbar bin, das kann sich doch bis zu einem Jahr hinziehen? Dann muss ich ja schon fast wieder die Verlängerung der Rente beantragen...

Lg und danke euch, BettyBlue
 

BettyBlue

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#11
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Nun lese ich gerade in einem anderen Beitrag:

"Das ist doch Unsinn, das JC kann auch nichts von dir zurück verlangen wenn du nichts zahlen kannst, dann gibt es die Möglichkeit die Forderung "niederschlagen zu lassen" ... allgemein soll auch eine "Beihilfe" gezahlt werden (für diesen Übergang) die nicht zurückzuzahlen ist." Zitiert von Doppeloma.

Ja, als ich erst Hartz IV bekam und dann Widerspruch einlag, bekam ich das mir zustehende Arbeitslosengeld I. Aber für welchen Preis! Ich hatte einen Monat keine Einkünfte, da das JobCenter im voraus, die Afa aber erst im nachhinein zahlt. Also musste ich ein Darlehen des JC in Anspruch nehmen, um einen Monat überbrücken zu können :-( Sehr ärgerlich, somit kommt man wirklich nicht auf die Beine.....

Lg, BettyBlue
 

saurbier

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#12
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Hallo BettyBlue,

Und dass die Afa der DRV mitteilt, dass ich nicht vermittelbar bin, das kann sich doch bis zu einem Jahr hinziehen?
Wer sagt denn das.

Die AfA hat der DRV binnen 1 Jahres gegenüber mitzuteilen das kein sozialversicherungspflichtiger Teilzeitarbeitsplatz vorhanden ist. Das bedeutet aber nicht, dass dies nicht auch sofort geschehen kann.

laut Richterspruch (Urteil) muss dies innerhalb eines Jahres geschehen. Das kommt daher, dass die AfA im Regelfall ja auch mindestens 12 Monate ALG-I leistet.

Bei meinem EMR-Antrag geschah dies z.B. beim ersten Mal innerhalb 3 Monate und bei zweiten Mal offenbar unmittelbar.

Da würde ich mir keine Gedanken machen.

Die DRV hat dich ja schon aufgefordert bei deinem Arbeitgeber anzufragen, also geht man dort bereits davon aus, dass sofern der Arbeitgeber einer Teilzeitstelle nicht zustimmt, keine anderweitige sozialversicherungspflichtige Teilzeitstelle vorhanden ist.

Es ist immer noch Zeit genug für die DRV, wenn dein AfA erst im Juli 2015 ausläuft.

Da würde ich mir jetzt über Hartz IV noch keine Gedanken machen.

Warte erst einmal ab wie die DRV sich jetzt entscheidet.


Gruss saubier
 

BettyBlue

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#13
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Ein Anruf bei der DRV ergab, dass mein AG nicht in der Lage ist, mir einen entsprechenden Teilzeitplatz zur Verfügung zu stellen. Nun wird es wohl weiter bearbeitet....

LG, BettyBlue
 

BettyBlue

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#14
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Wie verhält es sich eigentlich mit den Krankmeldungen?

Ich werde ja nach wie vor von meinem Arzt (Psychiater) krank geschrieben. Die Originalausfertigung bekommt mein AG, bei dem ich ja noch angestellt bin, eine Kopie das Arbeitsamt, weil ich ja ALG1 erhalte. Bekommt die Krankenkasse auch noch ihr Expemplar?

Lg, danke, BB
 

Doppeloma

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#15
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Hallo BettyBlue,

Wie verhält es sich eigentlich mit den Krankmeldungen?

Ich werde ja nach wie vor von meinem Arzt (Psychiater) krank geschrieben. Die Originalausfertigung bekommt mein AG, bei dem ich ja noch angestellt bin, eine Kopie das Arbeitsamt, weil ich ja ALG1 erhalte. Bekommt die Krankenkasse auch noch ihr Expemplar?
Wenn du aktuell wegen Aussteuerung aus dem Krankengeld bei der AfA bist und ALGI beziehst, dann darfst du dort keine AU-Bescheinigungen mehr abgeben ... die können dir sonst nach 6 Wochen das ALGI aufheben und dich an die KK verweisen, dort hast du aber (bei Aussteuerung) auch keinen Anspruch mehr.

Wenn dein AG bereits bestätigt hat, dass du dort nicht mehr arbeiten kannst sollte wohl bald eine Entscheidung wegen Arbeitsmarktrente getroffen werden ... das machen AfA und DRV nun "unter sich aus" ...

Die AU-Bescheinigung geht (wenn vom AG gewünscht) an deinen AG und an die KK, die AfA bekommt dazu auch keinerlei Informationen von der KK ... allgemein wissen die auch so, dass man nach der Aussteuerung weiterhin AU geschrieben ist besonders wenn man noch einen Arbeitsvertrag hat geht das ja gar nicht anders.

Mein AG hat nur 1 - 2 Mal im Jahr den Nachweis zur weiteren AU verlangt nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld und der Bescheid zur vollen EM-Rente (wegen der Lage am Teilzeit-Arbeitsmarkt) kam bei mir sehr bald nach dem Bescheid zur teilweisen EM-Rente.

Allerdings bekam ich zu der Zeit schon lange kein ALGI mehr sondern ALGII, darum kann ich dir dazu für deine Konstellation ansonsten nicht viel schreiben ...

Du kannst im Moment nur abwarten was man weiter mit dir vor haben könnte bei der AfA, denn Teilzeit bist du weiterhin "Erwerbsfähig" aber nur für einen "leidensgerechten/versicherungspflichtigen" Teilzeit- Job ... es geht nicht mehr darum, wie viele Stunden du vorher zuletzt gearbeitet hast, die Bewertung der DRV geht immer von Vollzeit-Arbeit aus.

Die beginnt bei denen zwar schon bei 6 Stunden und mehr aber im "normalen" Arbeitsleben ist das ja eher deutlich "mehr" als 6 Stunden ... wenn man Vollzeit arbeitet.

MfG Doppeloma
 

BettyBlue

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#16
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Danke Doppeloma!

Also dann keine AU an die Arbeitsagentur..... Obwohl ich dabei kein so gutes Gefühl hab, aber ich kann ja später immer noch nachweisen, dass ich durchgehend krank geschrieben war....

LG, BettyBlue

(der als Sekretärin/Bürokraft sicher bald etwas "Geeignetes" vermittelt werden wird.... :-()

Noch etwas:

Kann ich den mir zugesandten VBL Antrag (Betriebsrente öffentlicher Dienst) auch vom VDK ausfüllen lassen ? Man sagte mir, den würde auch die Personalabteilung meines AG's ausfüllen müssen, da ich ja im öffentlichen Dienst bin.... Ist es überhaupt ratsam, ihn schon zu stellen, da ich ja auch noch ALG I erhalte? Entstehen mir dadurch Nachteile?

Danke nochmal...... :)
 

Doppeloma

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#17
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Hallo BettyBlue,

Also dann keine AU an die Arbeitsagentur..... Obwohl ich dabei kein so gutes Gefühl hab, aber ich kann ja später immer noch nachweisen, dass ich durchgehend krank geschrieben war....
Darum brauchst du dir wirklich keine Gedanken machen, mir hat man damals (2009) sogar direkt von der AfA mitgeteilt, dass ich AU-Bescheinigungen nicht mehr abgeben soll/brauche ... es sei denn es würde um eine andere als die "ausgesteuerte" Krankheit gehen dabei.

Aber auch in diesem Falle wäre davon abzuraten, denn die KK weiß ja, dass du von der ausgesteuerten Krankheit noch nicht genesen bist ... jede andere Krankheit würde also als "hinzugetretene" Krankheit gelten und somit auch keinen neuen Anspruch auf Krankengeld bewirken können.

Aktuell hat man durchaus schon Ausgesteuerten das ALGI nach 6 Wochen eingestellt (gemäß § 146 SGB III), wenn sie weiter AU-Bescheinigungen abgegeben haben ... das soll zwar nicht sein, in diesem Falle aber auch die AfA versucht "zu sparen" wo sie eine Möglichkeit dafür sieht ... :icon_neutral:

(der als Sekretärin/Bürokraft sicher bald etwas "Geeignetes" vermittelt werden wird.... :-()
Das ist aber aktuell nicht dein Problem, die AfA muss dir was gesundheitlich "Geeignetes" (in Teilzeit) anbieten/vermitteln können und ansonsten die Umwandlung in die volle "Arbeitsmarkt-Rente" mit der DRV in Gang bringen.

Ich weiß ja aktuell nicht was für dich günstiger ist (finanziell gesehen), daher vermute ich mal die werden noch abwarten bis dein ALGI abgelaufen ist, in meinem Falle war das schon vorbei mit ALGI, darum bekam ich auch direkt den Bescheid zur "vollen" Arbeitsmarktrente.

Mein ALGI war geringfügig höher als meine Rente jetzt ist aber mit diesen Sachen kenne ich mich wirklich nicht aus, das kannst du nur direkt mit der AfA klären wie man das jetzt weiter machen wird.

Meist ruht wohl die bewilligte Teilweise EM-Rente dann bis zum Ende der ALGI-Zahlungen, aber das ist wirklich nur "geraten" von mir ... ich weiß auch nicht, wo man das genau nachlesen könnte ...

MfG Doppeloma
 

BettyBlue

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#18
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Nur ein kurzer Zwischenbericht....

Nachdem mein AG mir keinen entsprechenden Teilzeitplatz anbieten konnte, teilte mir gestern die DRV am Telefon mit, dass der Bescheid mit voller Erwerbsminderungsrente rückwirkend ausgestellt werden würde.... Oh, das ging aber schnell, so schnell hatte ich nicht mit gerechnet... Nun warte ich auf den schriftlichen Bescheid....

VG, BettyBlue
 

BettyBlue

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#19
Rente wegen voller Erwerbsminderung bewilligt....

Den schriftlichen Bescheid habe ich zwar noch immer nicht in der Hand, aber vom VDK wurde mir mitgeteilt, dass mir rückwirkend zum April 2013 bis Anfang 2016 volle Erwerbsminderung bewilligt wurde.

Nun ist es so, dass trotz meines "jungen" Alters (44) meine Tochter und ich von der Rente als alleinige Einnahme (zuzüglich Kinder- und Unterhaltsgeld, bin alleinerziehend) leben werden können und ich daher auch keinen Anspruch auf zusätzliche Leistungen haben werde.

Da es sich in meinem Fall nur um eine Arbeitsmarktrente handelt, habe ich ein bisschen die Angst, dass mir das Jobcenter oder wer auch immer weiterhin irgendwelche Sanktionen erteilen könnten. Wird das der Fall sein, auch wenn ich keine Leistungen in Anspruch nehmen werde?

Meinen bestehenden Arbeitsvertrag würde ich auch gerne weiterhin ruhen lassen, bis dann vielleicht doch einmal eine unbefristete Rente bewilligt werden wird. Mein Psychiater steht voll und ganz hinter mir und wird mich auch weiterhin AU schreiben.

Liebe Grüße von BB
 

gelibeh

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#20
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Da es sich in meinem Fall nur um eine Arbeitsmarktrente handelt, habe ich ein bisschen die Angst, dass mir das Jobcenter oder wer auch immer weiterhin irgendwelche Sanktionen erteilen könnten. Wird das der Fall sein, auch wenn ich keine Leistungen in Anspruch nehmen werde?
Wenn Du Deinen bedarf und den Deiner Tochter so decken kannst, dann hast Du doch mit dem JC nichts mehr zu tun. Dann kannst Du auch nicht sanktioniert werden.
 

BettyBlue

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#21
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Danke gelibeh,

ja, ich denke mal, dass ich keinen Anspruch auf zusätzliche Leistungen mehr habe. Meine Rente beträgt ca. 1000 €, dazu kommen Kindergeld, Unterhaltsgeld und VBL-Rente....

Lg, BB
 

Doppeloma

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#22
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Hallo BettyBlue,


dann habe ich ja richtig vermutet, dass die Bewilligung der "Arbeitsmarktrente" bald folgen dürfte ...

Nun ist es so, dass trotz meines "jungen" Alters (44) meine Tochter und ich von der Rente als alleinige Einnahme (zuzüglich Kinder- und Unterhaltsgeld, bin alleinerziehend) leben werden können und ich daher auch keinen Anspruch auf zusätzliche Leistungen haben werde.
Das ist doch prima, dann meldest du dich wegen Bezug einer vollen EM-Rente ab dem Monat X ab, der Zahlmonat wird ja in deinem Rentenbescheid dann drin stehen und auch ob du noch eine Nachzahlung zu erwarten hast.

Halt mal, du bekommst doch ALGI im Zuge der Nahtlosigkeit soweit ich mich erinnere, da hast du doch mit dem JC (JobCenter /Hartz 4) noch gar nichts zu tun gehabt ...

Bitte nicht die Agentur für Arbeit (ALGI) und das JC (für ALGII /SGB II zuständig) in einem Atemzug nennen ... :icon_stop:

Die AfA wird die Zahlung von ALGI ohnehin sofort einstellen, wenn du dort den bescheid vorgelegt hast, denen ist es egal ob das nun eine Volle EM-Rente wegen Arbeitsmarktlage oder eine "echte volle EM-Rente ist" ... bei denen bist du nicht mehr vermittelbar und hast keinen Anspruch mehr ab Vorliegen des Bescheides von der DRV.

Da es sich in meinem Fall nur um eine Arbeitsmarktrente handelt, habe ich ein bisschen die Angst, dass mir das Jobcenter oder wer auch immer weiterhin irgendwelche Sanktionen erteilen könnten. Wird das der Fall sein, auch wenn ich keine Leistungen in Anspruch nehmen werde?
Mit dem JobCenter (SGB II /Hartz 4) hast du doch gar nichts zu tun wenn du mit deiner EM-Rente und den sonstigen Einkommen leben kannst, da bist du denen auch keinerlei Informationen dazu schuldig ... was für "Sanktionen" fürchtest du da ???

Die können nur was verlangen und vielleicht sanktionieren, wenn man dort auch Geld bekommt, mit deinem Geld hast du dort ganz sicher keine Ansprüche, also geht die auch dein Leben nichts an.

Meinen bestehenden Arbeitsvertrag würde ich auch gerne weiterhin ruhen lassen, bis dann vielleicht doch einmal eine unbefristete Rente bewilligt werden wird. Mein Psychiater steht voll und ganz hinter mir und wird mich auch weiterhin AU schreiben.
Der bleibt doch bestehen, wenn er aktuell schon ruht, du informierst deinen AG auch kurz über die Bewilligung der befristeten EM-Rente (erste Seite vom Bescheid genügt, den brauchst du auch nicht wegen "Arbeitsmarktrente" aufzuklären) und dann passiert da auch nichts weiter, es sei denn der AG will dich loswerden, dann kann er das natürlich jederzeit per Kündigung versuchen.

Deinen Arzt solltest du natürlich weiterhin regelmäßig aufsuchen aber eine AU-Bescheinigung brauchst du nicht mehr mit einer EM-Vollrente, die besagt ja bereits dass du auch "Arbeits-Unfähig" bist ...
Dafür spielt die "theoretische" Teilzeit -Erwerbsfähigkeit im Moment keine Rolle ... es verlangt ja niemand von dir, dass du die am Arbeitsmarkt anbieten sollst ...weil es dort keine machbaren Stellen gibt für dich.

Wenn die DRV mal was "Nettes" für dich hätte (als Teilzeit-Arbeitsplatz) dann werden die sich schon melden, ansonsten wäre eine AU erst wieder bei Ablauf deiner aktuellen Befristung nötig, wenn du nicht rechtzeitig die Verlängerung von der DRV erhalten hast.

Aber darüber solltest du jetzt noch gar nicht nachdenken, üblicherweise ändert sich da am Arbeitsmarkt nichts für die "Arbeitsmarktrentner" ... genieße die Zeit und versuche dich zu regenerieren ... :icon_daumen:

Alles Gute für dich!

MfG Doppeloma
 

BettyBlue

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#23
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Danke Doppeloma! :smile:
(Um Himmels Willen, du scheinst die Nacht zum Tag zu machen....)

Eigentlich müsste ich endlich einmal zur Ruhe kommen und mir endlich nicht mehr so viele Gedanken machen, auch im Hinblick, dass es sich letztendlich doch zum Guten gewendet hat. Aber ich bin leider meist eher "unentspannt"...

Meinst du nicht, dass der AG auch weiterhin AU-Bescheinigungen fordern kann, solange dort noch mein Arbeitsvertrag ruht? Obwohl ich dort voraussichtlich nie wieder arbeiten möchte/kann, ist es mir wichtig, dass der Vertrag nicht gekündigt wird.

Liebe Grüße, BB
 

gelibeh

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#24
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Der braucht keine AU-Bescheinigung wenn Du dem den Rentenbezug mitteilst. EM beinhaltet auch AU.
 

Doppeloma

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#25
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Hallo BettyBlue,

Eigentlich müsste ich endlich einmal zur Ruhe kommen und mir endlich nicht mehr so viele Gedanken machen, auch im Hinblick, dass es sich letztendlich doch zum Guten gewendet hat. Aber ich bin leider meist eher "unentspannt"...
das wird schon noch, es braucht alles seine Zeit.
Zunächst muss erst mal der Bescheid ankommen zur vollen EM-Rente, dann wirst du erst wissen ab wann die Rente überhaupt regelmäßig gezahlt werden soll.

Da steht dann auch drin ob du noch eine Nachzahlung bekommen wirst und ob davon noch "Erstattungsansprüche" (an die AfA z.B.) zu bedienen sind.

Dann musst du alle notwendigen Stellen (AfA und AG z.B.) dazu informieren, dass du von - bis eine EM-Rente bewilligt bekommen hast, mach das bitte unbedingt nachweislich, per Fax und/oder Übergabe-Einschreiben.

Bei deinem AG kannst du eine eventuelle Nachzahlungssumme und den Betrag deiner Rente ruhig unkenntlich machen, das geht den nichts an, den hat nur zu interessieren bis wann du jetzt EM-Rente erhalten wirst.

Meinst du nicht, dass der AG auch weiterhin AU-Bescheinigungen fordern kann, solange dort noch mein Arbeitsvertrag ruht? Obwohl ich dort voraussichtlich nie wieder arbeiten möchte/kann, ist es mir wichtig, dass der Vertrag nicht gekündigt wird.
Wie dir @gelibeh schon mitgeteilt hat, genügt bereits die Tatsache, der vollen EM-Rente, um zu dokumentieren, dass du (mindestens bis zum Ablauf) nicht arbeiten kommen wirst ... ich bekam auch zunächst eine Zeitrente, das war ausreichend und meinem AG hat das auch genügt.

Der Arbeitsvertrag "ruht" automatisch weiter, ob dein AG dich auch nicht kündigen möchte, ist eine ganz andere Frage, daran kann ihm keiner hindern, sofern er sich dabei an die Regelungen in deinem Arbeitsvertrag hält.

Wenn das alles erledigt ist und die erste EM-Rente auf dem Konto eingeht, dann kannst (und wirst) du langsam beginnen etwas "abzuschalten", der Rest kommt mit der Zeit von alleine, wenn diese ganzen Probleme vorerst "abgefallen" sind. :icon_daumen:

MfG Doppeloma
 

BettyBlue

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#26
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Hallo Ihr Lieben!

Inzwischen habe ich nun endlich den Bescheid in den Händen, nachdem der VDK unnötigerweise fast 2 Wochen "drauf saß"....

Rückwirkend zum April 2013 Rente wegen voller Erwerbsminderung, befristet bis Ende März 2016 mit dem Zusatz:

"Sie haben Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbsminderung auf Zeit. Zeitlich begrenzt, da die volle Erwerbsminderung nicht ausschließlich auf Ihren Gesundheitszustand, sondern auch auf den Arbeitsmarktverhältnissen beruht." Also "leider" nur die Arbeitsmarktrente.

Soweit so gut. Nun hat inzwischen das JobCenter ihre Erstattungsansprüche angezeigt, nun folgen noch Krankenkasse und Arbeitsamt und hoffentlich bleibt dann noch ein bisschen etwas aus der Nachzahung übrig...

Aber weshalb ich hier auch schreibe. Ich überlege, ob ich doch noch einmal einen Verschlechterungsantrag bezüglich SB stellen sollte. Hatte ja damals nur GDB 20 bekommen, inzwischen sind meine gesundheitlichen Einschränkungen aber doch um einiges größer geworden. Meine Sorge wäre nur, ob ich dann bei einer möglichen Begutachtung, die dann zu meinen Ungunsten ausfallen könnte, Nachteile gegenüber der DRV haben könnte? Und lohnt es sich wirklich, auch wenn man schon eine (vorübergehende) Rente bewilligt bekommen hat?

Wäre lieb, wenn ihr mir etwas dazu sagen/schreiben könntet....

Lg, BettyBlue
 

BettyBlue

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#27
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Eine neue Frage an euch:

Inzwischen haben KK, Afa und Jobcenter ihre Erstattungsansprüche gegenüber der DRV angemeldet.

Für mich sind aber die Ansprüche seitens der Afa und Jobcenter überhaupt nicht nachvollziehbar. Für mich sieht es so aus, als hätten beide zum Teil doppelte Beträge zurückgefordert.

Bei wem kann ich das prüfen lassen? Hab mir schon eine entsprechende Tabelle erstellt und Überweisungen verglichen, aber ich blicke da einfach nicht durch :icon_frown:

Würd mich sehr freuen, wenn ihr wüsstet, wer sowas (unentgeltlich) macht. Hab schon an die Diakonie gedacht, aber die listen sowas in ihren Severiceleistungen nicht auf... Einen Anwalt kann ich mir nicht leisten :icon_mued:

VG, BettyBlue
 

mathias74

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#28
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Bei wem kann ich das prüfen lassen? Hab mir schon eine entsprechende Tabelle erstellt und Überweisungen verglichen, aber ich blicke da einfach nicht durch :icon_frown:

Hab schon an die Diakonie gedacht, aber die listen sowas in ihren Severiceleistungen nicht auf...
Eine Sozialarbeiterin von der Diakonie kann sowas machen - meinen ganzen Behördenkram hab ich dort machen lassen - alleine blickt man da nicht durch.
 

saurbier

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#29
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Hallo BettyBlue,

herzlichen Glückwunsch zur Rente.

Na da bist du leider auch von der DRV herein gelegt worden, indem man dir zwar die volle EMR als Arbeitsmarktrente bewilligt hat, aber auf einen weit zurück liegenden Zeitraum, damit die anderen Sozialkassen ihr Geld zurück bekommen.

Bei mir war es noch viel schlimmer, ich habe sogar eine rote Zahl stehen, also eine offene Forderung gleich über mehrere tausend Euro. Wohlgemerkt dies ist ein etwas anderer Fall, weil hier eine alte Teil-EMR in eine volle EMR gewandelt wurde.

Ich kann dir nur raten, die alten Zahlungsbelege der Krankenkasse/AfA und sofern überhaupt vorhanden des Jobcenters Monat für Monat der Rentenzahlung gegenüber zu stellen.

Kommt da dann heraus, dass die Rente höher war als die entsprechende Lohnersatzleistung dann wäre dies ein Erstattungsanspruch gegenüber dem jeweiligen Träger. Aber nur in Höhe des geleisteten Betrages.

Bei der KV und der AfA geht dies ja ganz einfach, da die Tagessätze haben welche für den Monat nur mit 30 zu multiplizieren sind.

Solltest du wirklich in dem Zeitraum von 2013 bis jetzt vom Jobcenter eine Leistung erhalten haben, dann musst du leider ganz besonders aufpassen. Meines bisherigen wissens gibt es beim Jobcenter nicht einfach einen Erstattungsanspruch gegenüber der DRV, hier kann sicherlich Doppeloma genaueres zu schreiben. Da sollte man also sehr vorsichtig sein und notfalls einen Anwalt einschalten.

Ansonsten muss auch da Monat für Monat gegenüber gestellt werden, denn von dort hört man immer wieder das die mehr fordern als sie je gezahlt haben, im besonderen weil sie sehr schnell die Leistung einstellen.

Zum Thema Arbeitsmarktrente noch ein kleines Wort. Da du diese erhältst weil aktuell ja kein sozialversicherungspflichtiger Teilzeitarbeitsplatz vorhanden ist, musst du dich leider von Gesetzes wegen um solch einen selbst kümmern, so steht das z.B. in meinem Rentenbescheid sogar drin.

Ich bin aktuell bei einigen ZAF´s gemeldet, die mich alle paar Monate mal anrufen, wenn ich denen dann sage das ich nur halbtags arbeiten kann und dazu noch SchwerB bin, dann war es das auch. Da kommt dann der Standartspruch wir melden uns wieder, müssen das erst mit dem Arbeitgeber besprechen und aus ists.

Die AfA hat mich nach meiner damaligen Meldung (nachdem der neue Rentenbescheid mit Verlängerung vorlag) auch bis kurz vorm Ablauf der Rente aus dem System genommen.

Noch ein kleiner Tipp, versuch über einen neuen Antrag beim Versorgungsamt zumindest mal auf 30% zu kommen, kannst ja alle Jahre wieder mit neuen ärztlichen Befunden einen Antrag dazu stellen.

Das hätte den Vorteil, dass du ggf. mit 30% SchwerB und einem Gleichstellungsantrag zumindest als 50% SchwerB bewertet würdest und dann von der AfA entsprechende Lohnzuschüsse für einen eventuellen Arbeitgeber geben würde, aber auch mehr Erholungsurlaub und eine erschwerte Kündigung, was dann wieder potenzielle Arbeitgeber abschreckt. Also ein Vermittlungshindernis, was die AfA gar nicht mag, aber für dich sofern du mit der Rente Leben kannst vielleicht von Vorteil ist.

Übrigens mit der vollen EMR-Arbeitsmarktrente darfst du doch sicherlich einem Minijob (450,-€) nachgehen, oder. Das steht in den weiteren Verdienstmöglichkeiten im Anhang zum Rentenbescheid, schau mal nach.

Vielleicht kannst du dir damit ja das Leben etwas freundlicher gestalten, zumindest aber deinen Kindern etwas mehr leisten.

Nur müsstest du da unbedingt darauf achten, das 1) nicht mehr als 3 Std./tägl. (am besten 2 3/4) gearbeitet wird und 2) die Arbeit nicht gegen deine Gesundheit steht, denn alles was deiner Genessung/Gesundheit schadet könnte von der DRV negativ aufgefasst werden und einer eventuellen Rentenverlängerung im Wege stehen.

Wichtig ist auf jeden Fall auch weiterhin regelmäßig in ärztlicher Behandlung zu bleiben und alle Arztberichte zu sammeln, denn damit hättest du alle notwenigen Unterlagen für einen späteren Verlängerungsantrag, im besonderen wenn es gesundheitlich nicht besser wird.


Gruss saurbier
 

BettyBlue

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#30
AW: Bitte um Hilfe - bin etwas ratlos...

Na da bist du leider auch von der DRV herein gelegt worden, indem man dir zwar die volle EMR als Arbeitsmarktrente bewilligt hat, aber auf einen weit zurück liegenden Zeitraum, damit die anderen Sozialkassen ihr Geld zurück bekommen.
Das verstehe ich nicht. was hat die DRV davon, wenn sie den Ämtern so viel Geld zurückerstatten muss?

Bei mir war es noch viel schlimmer, ich habe sogar eine rote Zahl stehen, also eine offene Forderung gleich über mehrere tausend Euro. Wohlgemerkt dies ist ein etwas anderer Fall, weil hier eine alte Teil-EMR in eine volle EMR gewandelt wurde.
Ich habe das Glück, doch einiges zurückzubekommen.... Das hat mir die nette Dame von der DRV schon verraten. Bei mir wurde zwar auch die Teil- in Vollrente umgewandelt, jedoch hatte ich von der teilweisen Erwerbsminderungsrente noch nichts bekommen...

Ich kann dir nur raten, die alten Zahlungsbelege der Krankenkasse/AfA und sofern überhaupt vorhanden des Jobcenters Monat für Monat der Rentenzahlung gegenüber zu stellen.
Das habe ich getan, hatte mir weniger Nachzahlung ausgerechnet, nachprüfen lasse ich es nicht mehr, habe dafür auch nicht so recht die Kraft...

Zum Thema Arbeitsmarktrente noch ein kleines Wort. Da du diese erhältst weil aktuell ja kein sozialversicherungspflichtiger Teilzeitarbeitsplatz vorhanden ist, musst du dich leider von Gesetzes wegen um solch einen selbst kümmern, so steht das z.B. in meinem Rentenbescheid sogar drin.
Also bei mir steht davon nichts im Bescheid. Und ich werde mich auch um keine (neue) Arbeitsstelle bemühen. Das würde ich gesundheitlich momentan gar nicht schaffen, was mir mein Arzt auch jederzeit bestätigen kann. Mein bestehender Arbeitsplatz ruht vorerst, zunächst bis zum Ende der Rentenbefristung, spätestens bis Beginn der Altersrente.

Noch ein kleiner Tipp, versuch über einen neuen Antrag beim Versorgungsamt zumindest mal auf 30% zu kommen, kannst ja alle Jahre wieder mit neuen ärztlichen Befunden einen Antrag dazu stellen.
Ja, ich werde im Januar, wenn ich einige Arzttermine hinter mir haben, einen Verschlechterungsantrag stellen. Versuchen kann ich es ja.

Übrigens mit der vollen EMR-Arbeitsmarktrente darfst du doch sicherlich einem Minijob (450,-€) nachgehen, oder. Das steht in den weiteren Verdienstmöglichkeiten im Anhang zum Rentenbescheid, schau mal nach.
Ja, steht dort. Aber wie gesagt, momentan kann ich leider gar keiner Beschäftigung nachgehen. Vielleicht später einmal, wenn eine eventuelle Verlängerung genehmigt wurde.

Wichtig ist auf jeden Fall auch weiterhin regelmäßig in ärztlicher Behandlung zu bleiben und alle Arztberichte zu sammeln, denn damit hättest du alle notwenigen Unterlagen für einen späteren Verlängerungsantrag, im besonderen wenn es gesundheitlich nicht besser wird.
Ja, das mache ich auf alle Fälle. Aber auch schon deshalb, weil ich die ärztliche Versorgung ja aufgrund meiner schlechten Gesundheit benötige... Zusätzlich werde ich vorerst eine Psychoanalyse in Anspruch nehmen, die hoffentlich etwas Licht ins Dunkel bringt und mir dann zu einer passenden Therapie verhilft...

Vielen Dank nochmal, Sauerbier!

LG, BettyBlue
 

saurbier

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#31
AW: Bin wegen meinem Rentenbescheid und dem weiteren Vorgehen ratlos und bitte um Tip

Hallo BettyBlue,

ja das ist immer so eine Sache mit den Sozialkassen. Die schieben nicht nur uns zwischen der Zuständigkeit gerne hin und her, nein auch das liebe Geld.

Bei mir war es so, dass meine bisherige BU-Rente (2/3 Rente) rückwirkend aufgehoben und in die volle EMR-Arbeitsmarktrente gewandelt wurde.

Da es ein schönes Urteil des BSG was sich die DRV natürlich gerne zu nutzen macht, soll ich nun der DRV einige tausend Euro zurück zahlen. Eben weil vorangig die anderen Leistungsträger aus der Rentennachzahlung zu bedienen sind, bevor die DRV ihre eigene Forderung verrechnen darf.

Mit diesem irrsinnigen BSG Urteil wird dann die Gesetzeslage bei der KV natürlich ausgehebelt, weil diese dem Gesetz nach von der DRV nur soviel erstattet bekommen darf, wie die Nachzahlung maximal hergibt.

Wird nun die KV und die AfA zuerst bedient, na dann geht natürlich alles für die beiden drauf, womit der DRV nichts mehr für ihre eigene Aufrechnung (Teil-EMR gegen volle EMR) übrig bleibt. der Dumme ist dann der Rentner, in meinem Fall also ich. Aber das Verfahren läuft ja noch, also abwarten was der Anwalt da raus holen wird.

Also nochmals zu deiner volle EMR-Arbeitsmarktrente.

Bitte vergiss nicht, dass du mit dieser Rente immer noch als Teilzeitarbeitskraft angesehen wirst. Du erhältst die volle EMR-Arbeitsmarktrente nur, weil derzeit kein sozialversicherungspflichtiger Teilzeitarbeitsplatz vorhanden ist.

Wäre seitens der AfA einer vorhanden, dann würdest du eben nur die Teil-EMR von der DRV gezahlt bekommen.

Vor diesem Hintergrund bist du (und mit der Arbeitsmarktrente) verpflichtet, die auch weiterhin auf für dich mögliche sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeitsstelle zu bewerben.

Nun gut ich weiss das klinkt alles irgendwie blöd, aber so steht es nun mal im Gesetz.

Was du dazu meinst gesundheitlich aktuell zu können, bzw. dein behandelnder Arzt, das steht auf einem ganz anderen Blatt und ist für die DRV absolut zweitrangig, denn nach deren Auffassung kannst du ja 3-6Std./tägl. einer Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nachgehen.

Ich weis um dieses Problem, glaub mir, denn ich bin davon selbst betroffen und als ich mich nach Vorlage meiner neuerlichen Rentenbewilligung (volle EMR-Arbeitsmarktrente auf Zeit) bei der SB der AfA pflichtgemäß meldetet, meinte diese nur zu mir, ach toll in ihrem Berufsfeld werden ja händeringend Leute gesucht und zu alt sind sie ja auch noch nicht. Toll, dachte ich mir daraufhin, als ich dann sagte das ich bereits seit 1998 SchwerB bin und zwischenzeitlich gar zu 100% mit diversen Merkzeichen und eben seit 1998 auch nur noch halbtags arbeiten kann weshalb ich ja bereits die BU-Rente erhalte und auf meine Bewerbungen bei diversen ZAF´s vor Ort nur Absagen erhalte, kam nur die Antwort - o.k. dann nehme ich sie bis kurz vor Rentenablauf aus dem System -, dass wars dann bei der AfA bis 2017.

Nun schau ich ab und zu ins Internet bzw. Wochenblatt und wenn was passendes ist bewerbe ich mich und leg die Unterlagen in Kopie zu den Akten, für den Fall der Fälle.

Ich kann dir nur empfehlen die Rückforderungen aus der Rentennachzahlung genau nachzuprüfen, letztendlich geht es hier um dein Geld, von dem du als Rentner sicherlich nichts zu verschenken hast, oder.


Gruss saurbier
 
E

ExitUser

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#32
AW: Bin wegen meinem Rentenbescheid und dem weiteren Vorgehen ratlos und bitte um Tip

Hallo BettyBlue,
wenn ich das richtig verstanden habe, beziehst du jetzt eine befristete EM-Rente (Arbeitsmarkt-Rente).
Ich beziehe mich jetzt in meinen Ausführungen konkret auf das Ruhen des Arbeitsverhältnisses: Mindestens 3 Monate vor Ablauf der Befristung solltest du einen Weitergewährungs-Antrag stellen. Ggf. wird die Befristung dann sogar aufgehoben und in eine unbefristete volle EM-Rente umgewandelt.
In diesem Fall – und nur in diesem Fall - scheidest du automatisch aus dem Arbeitsverhältnis aus, dies teilt dir dein AG dann auch schriftlich mit. Und auch erst dann kannst du evtl. Urlaubsansprüche geltend machen (dazu hier der Link zu meinem Thread).

LG Daggi
 

saurbier

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#33
AW: Bin wegen meinem Rentenbescheid und dem weiteren Vorgehen ratlos und bitte um Tip

Hallo Daggi66,

ich glaub das eher mal nicht.

Vergiss bei BettyBlue bitte nicht, dass diese die volle EM-Arbeitsmarktrente auf Zeit nur deshalb erhält, weil es aktuell eben keine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeitsstelle gibt.

Bei dieser besonderen Form der Rente wird sich die DRV schwer tun sie einfach in eine unbefristete zu wandeln, zumal man das Spiel ja eh 3 mal wiederholen darf (also auf Antrag verlängern).

Gut wenn jemand jetzt eh schon zu den ü55 gehört, wo es so gut wie keine Möglichkeit mehr gibt, könnte dies eventuell so seitens der DRV gehandhabt werden, aber dazu gibt es auch hier keinerlei zwingende Veranlassung.

Und wer sagt dir, dass dein alter Arbeitgeber dich nach 3 Jahren Rentenbezug wieder einstellen muss, nur weil er dir nicht mit dem Rentenbezug der vollen EMR gekündigt hat. Letztendlich ist man ja durch den Rentenbezug aus dem Arbeitsverhältnis ausgetreten.

Einzig der Urlaubsanspruch aus dem alten Arbeitsverhältnis bestünde dann noch so lange bis die Verjährungsfrist auch dafür abgelaufen ist.


Gruss saurbier
 

Doppeloma

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#34
AW: Bin wegen meinem Rentenbescheid und dem weiteren Vorgehen ratlos und bitte um Tip

Hallo saurbier,

versuche mal ein wenig zu sortieren, vielleicht kann ja @BettyBlue auch was damit anfangen.

Vergiss bei BettyBlue bitte nicht, dass diese die volle EM-Arbeitsmarktrente auf Zeit nur deshalb erhält, weil es aktuell eben keine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeitsstelle gibt.
Das ist korrekt, allerdings kann ich deiner Angabe nicht folgen, dass man sich selber eine solche Teilzeitstelle suchen soll ... hatte diese Rentenform auch und das hat Niemand verlangt, stand auch nicht in der Weise im Rentenbescheid.

Die DRV prüft selber (über die AfA) ob sich der Teilzeitarbeitsmarkt entsprechend gebessert hat und wenn das mal der Fall wäre bekommt man schon die notwendigen Informationen.

Aktuell ist dieser Arbeitsmarkt ja als "verschlossen" anzusehen und daher wird die volle EM-Rente gezahlt, wonach soll man denn da auf die Jobsuche gehen ???

Bei dieser besonderen Form der Rente wird sich die DRV schwer tun sie einfach in eine unbefristete zu wandeln, zumal man das Spiel ja eh 3 mal wiederholen darf (also auf Antrag verlängern).
Das die sich damit "schwer tun" eine Zeitrente überhaupt in eine Dauerhafte EM-Rente zu verlängern, ist sicher auch korrekt, allerdings bist du falsch informiert, wenn du meinst, dass es bei der Arbeitsmarktrente nur 3 Mal möglich wäre zu verlängern ...

Genau die kann unendlich immer wieder befristet gegeben werden (Höchstdauer am Stück 3 Jahre) und braucht auch nach 9 Jahren nicht unbefristet verlängert werden.

Da sind also schon zwei falsche Auskünfte drin ...

Es geht nicht um die Anzahl der Verlängerungen sondern um die Rentenart (nur echte volle EM-Rente auf Zeit) und um die Gesamtdauer des Bezuges ohne Unterbrechung, die Verlängerungen können ja auch kürzer bewilligt werden, aber nach 9 Jahren muss diese Rente dann ohne erneute Befristung bewilligt werden.

Darum werden ja oft EM-Voll-Rentner plötzlich nach 7/8 Jahren Rente für wieder Erwerbsfähig erklärt ... damit die DRV diesen Schritt nicht vollziehen muss ...

Bereits eine Unterbrechung lässt diese 9 Jahre wieder von vorne beginnen, oder man bekam zwischendurch mal die "Arbeitsmarktrente" und hat den Bescheid nicht so genau gelesen, wird ja seinen Grund haben, warum man diese wichtige Information erst auf Seite 2 - 3 im Bescheid findet. :icon_kinn:

Und vorne steht immer drauf "Sie erhalten Rente wegen voller Erwerbsminderung ... längstens bis ...", der "Pferdefuß" (dass es nicht aus rein gesundheitlichen Gründen, die Volle EM-Rente ist) folgt dann erst später ... :icon_neutral:

Ich hatte/habe ja beide Varianten, darum kenne ich diese kleinen "feinen Unterschiede" in den Bescheiden ...

Gut wenn jemand jetzt eh schon zu den ü55 gehört, wo es so gut wie keine Möglichkeit mehr gibt, könnte dies eventuell so seitens der DRV gehandhabt werden, aber dazu gibt es auch hier keinerlei zwingende Veranlassung.
Schwer einzuschätzen welche Gründe die DRV dafür sehen möchte, dass eine "Arbeitsmarktrente" dann doch mal überraschend in eine EM-Voll-Rente ohne Befristung (oder eher mit Befristung bis zum Eintritt in die Altersrente) bewilligt wird ...

Wenn es nach dem Alter ginge hätte man sich das schon bei Gericht sparen können, am "Eintritt der EM" herumzubasteln, nur um noch eine EM-Rente (Arbeitsmarktrente) mit Befristung auf 3 Jahre hinzubekommen ...

Ein gutes halbes Jahr später bekam ich dann nach knapp 2 Wochen den Verlängerungsbescheid auf volle EM-Rente bis zum Eintritt in die Altersrente ... keine Rede mehr von "Arbeitsmarktrente" ... :wink:

Und wer sagt dir, dass dein alter Arbeitgeber dich nach 3 Jahren Rentenbezug wieder einstellen muss, nur weil er dir nicht mit dem Rentenbezug der vollen EMR gekündigt hat. Letztendlich ist man ja durch den Rentenbezug aus dem Arbeitsverhältnis ausgetreten.
Was verstehst du darunter, der Arbeitsvertrag "ruht" aktuell, man ist nicht aus dem Arbeitsverhältnis "ausgetreten", wie definierst du diesen Zustand ???

Sollte die Rente mal komplett nicht weiterbewilligt werden, hat sie zunächst mal Anspruch bei ihren AG wieder lt. bestehendem Arbeitsvertrag beschäftigt zu werden, jedenfalls wenn er bis dahin den Vertrag nicht offiziell gekündigt hat ...

Einzig der Urlaubsanspruch aus dem alten Arbeitsverhältnis bestünde dann noch so lange bis die Verjährungsfrist auch dafür abgelaufen ist.
Wie ist das zu verstehen ???

Wen der AG (jetzt während der Zeitrente) kündigt, dann hat er den Urlaubsanspruch abzugelten, da man als EM-Vollrentner (auch mit Arbeitsmarktrente) keinen bezahlten Urlaub nehmen kann...

Wir die EM-Rente doch mal in "unbefristet" verlängert, wie das bei mir war, dann endet das Arbeitsverhältnis im Regelfall (lt. den meisten Arbeitsverträgen) ohne Kündigung zum Folgemonat der (aktuellen) Berentung.

Auch in diesem Falle ist der Urlaubsanspruch in Geld abzugelten, die Regelungen sprechen aktuell von Urlaub für 15 Monate in solchen Fällen.

Der verfällt übrigens nicht, weil er jährlich neu aufläuft, es verfallen immer nur die Ansprüche aus den Vorjahren.

Es wurde also geregelt, dass Urlaub nicht mehr endlos "gesammelt" werden kann bei längerer Krankheit /Zeitrente aber diesen grundlegenden Anspruch sollte jeder einfordern, wenn sein Arbeitsverhältnis erst wegen Berentung auf Dauer (EM-Rente !!!) endet.

Mir wollte man auch erst erzählen, dass mein gesamter Urlaub verfallen sei, als ich das schriftlich haben wollte bekam ich wenige Tage später die Überweisung einer hübschen Summe für 15 Monate Urlaubsabgeltung.

MfG Doppeloma
 
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#35
AW: Bin wegen meinem Rentenbescheid und dem weiteren Vorgehen ratlos und bitte um Tip

Hallo ihr Lieben,
wenn ich Betty Blue lese erkenne ich viel gleiches wieder mit meinem fall und ich danke Doppeloma und Saurbier für die antworten die mir schon sehr geholfen haben.

Ich bin seit Januar 11 erkrankt.

Inzwischen wurde mir auch zum 1.1.15 befristet bis 30.6.16 aber rückwirkend zum August 11 eine Teil erwerbsminderungsrente bewilligt.

So weit so gut.

Entschieden wurde das wohl von der rehabilitationsabteilung die dann zur weiteren Entscheidung die Akte in die widerspruchsabteilung gegeben hat.

Gestern bekam ich nun eine Ablehnung zu einem angeblichen widerspruch gegen einen Bescheid vom April 2012.
wie kommen die auf sowas.
Meinem Begehren auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation kann nicht entsprochen werden.

Begründung:
Bei der Art und Schwere ihrer gesundheitlichen Einschränkungen ist leider nicht zu erwarten, dass durch die beantragte Leistung zur medizinischen Rehabilitation ihre Erwerbsfähigkeit wesentlich gebessert oder wiederhergestellt oder hierdurch deren wesentliche Verschlechterung abgewendet werden kann.

Mhhhh. Ich habe von keinem rehaantrag oder widerspruch gewusst.
Dachte es ist in der widerspruchsabteilung um wegen voller em oder Arbeitsmarktrente zu entscheiden.
Was sagt das jetzt. Das ich nicht mehr gesund werde auch mit Reha nicht??

War von august bis Oktober 11 in einer erfolglosen Reha.

Der letzte gutachter wegen em rente hatte auch angekreuzt keine Reha und keine Umschulung.

Ansonsten alles wie bei Betty Blue. Nur das ich alg2 beziehe seit 06.2012 (Aufstockung zur nahtlosigkeitsregelung alg1)

Arbeitsvertrag ruht im Einzelhandel. Leidensgerechter Arbeitsplatz wird es da sicher nicht geben.
Ich bin gespannt wie das nun weiter geht.

Klage wegen Reha könnte ich machen aber es ist ja rente bewilligt und Reha kann man immer noch mal einen Antrag stellen oder was meint ihr??

Gruß und danke für eure immer tollen und hilfreichen antworten. Es macht einen alles total fertig und man hat gar keine Kraft mehr. Man ist ja schließlich krank und das was jahre mit einem gemacht wird trägt nicht gerade zur Gesundung bei.
 
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