Bin über sechzig und mit fünfzig Prozent schwerbehindert. Habe ich "Gängelung" durch das Amt zu erwarten?

smaddl

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Hallo liebe Forenmitglieder,

es geht um meine Mutti. Meine Mutti ist 61 Jahre alt und Schwerbehindert mit einem GDB von 50%. Der Betrieb, in dem sie zuletzt beschäftigt war, will sie entlassen. Da läuft grade das Verfahren mit dem Integrationsamt und wir warten auf das Ergebnise. Sprich: ob der Betrieb sie entlassen darf, oder nicht. Nun hat meine Mutti noch 2 Jahre bis zur Rente (sie darf mit 63, weil sie Schwerbehindert ist). Nun meine Frage, wenn Sie diese 2 Jahre noch "stempeln" geht (ALG1 bezieht), muss ich dann damit rechnen, dass das Amt sie gängelt? Sprich: auf irgendwelche Bewerbungstrainings schickt, die ja nichts bringen oder sie zwingt irgendwelche Jobs zu machen oder endlos Bewerbungen zu schreiben? Wenn dem so wäre, könnten wir auch damit umgehen, aber ich habe dazu Wiedersprüchliches gehört. Deswegen wollte ich hier mal nachfragen.

Vielen Dank fürs lesen und viele Grüße
Smaddl
 

Seepferdchen 2010

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Guten Tag smaddl und :welcome:

Nun meine Frage, wenn Sie diese 2 Jahre noch "stempeln" geht (ALG1 bezieht), muss ich dann damit rechnen, dass das Amt sie gängelt? Sprich: auf irgendwelche Bewerbungstrainings schickt, die ja nichts bringen oder sie zwingt irgendwelche Jobs zu machen oder endlos Bewerbungen zu schreiben?

Wenn deine Mutter ALG I beantragen muß dann erhält sie eine Versicherungsleistung und kein Sozialgeld.

Natürlich muß sie dem Arbeitsmarkt auch zur Verfügung stehen, damit sie diese Leistung bekommt.

Dazu gehört auch sich auf Vermittlungsvorschläge zu bewerben aber mit 61 Jahren sind die Erfolgsaussichten
leider sehr gering und lies bitte auch mal hier in diesem § 140 SGB III.

(3) 1Aus personenbezogenen Gründen ist eine Beschäftigung einer arbeitslosen Person insbesondere nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Arbeitsentgelt erheblich niedriger ist als das der Bemessung des Arbeitslosengeldes zugrunde liegende Arbeitsentgelt. 2In den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit ist eine Minderung um mehr als 20 Prozent und in den folgenden drei Monaten um mehr als 30 Prozent dieses Arbeitsentgelts nicht zumutbar. 3Vom siebten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einer arbeitslosen Person eine Beschäftigung nur dann nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Nettoeinkommen unter Berücksichtigung der mit der Beschäftigung zusammenhängenden Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld.


Sprich: auf irgendwelche Bewerbungstrainings schickt,

Das kann man nicht zu 100% beantworten, die Wahrscheinlichkeit ist allerdings nicht sehr hoch und bitte darauf
achten was in der vorgelegten Eingliederungsvereinbarung steht.

Zu diesem Thema EGV hier mal zur Info ein Link aus dem Forum:


und lies bitte auch diesen § 37 SGB III

2Die besonderen Bedürfnisse behinderter und schwerbehinderter Menschen sollen angemessen berücksichtigt werden.

Hab noch etwas Geduld bestimmt kommen noch einige Hinweise.
 

Woodruff

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Nun hat meine Mutti noch 2 Jahre bis zur Rente (sie darf mit 63, weil sie Schwerbehindert ist). Nun meine Frage, wenn Sie diese 2 Jahre noch "stempeln" geht (ALG1 bezieht), muss ich dann damit rechnen, dass das Amt sie gängelt?
Dazu gehört auch sich auf Vermittlungsvorschläge zu bewerben aber mit 61 Jahren sind die Erfolgsaussichten
leider sehr gering und lies bitte auch mal hier in diesem § 140 SGB III.


Pauschal kann man nicht wirklich etwas dazu sagen, allerdings hat mir hat der Vermittler vor einiger Zeit wortwörtlich gesagt:

Wir lassen sie jetzt in Ruhe.

Bewerbungen müssen Sie auch nicht mehr schreiben.

Maßnahmen wird es auch nicht mehr geben.

Bis jetzt hält das JC sich auch daran. Das ich die jetzige Situation als angenehmer empfinde, kann sicher jeder nachvollziehen.
 

Babbe

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Liegt das eigentlich im Ermessen des Sachbearbeiters, dass man in Ruhe gelassen wird,
oder haben die ihre Vorgaben.
Bin Feb. 20 auch davon betroffen.
 

Woodruff

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Hallo Babbe,

Liegt das eigentlich im Ermessen des Sachbearbeiters, dass man in Ruhe gelassen wird,
oder haben die ihre Vorgaben.

Es gab davor schon mal ein Vorgespräch wo ausgelotet wurde, ob ich nicht vorzeitig in Rente gehen kann. Das ist aber nicht der Fall. Sonst ist es sozusagen ein Verschiebe- Bahnhof. Es wird eben versucht in die Rente abzuschieben.

So muss dann das JC nicht mehr zahlen.
 

saurbier

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Also wenn die Mutti einen GDB 50 hat, dann dürfte sie zu einer SchwerB SB kommen und die dürfte wohl bei einer 61 jährigen kaum noch einen geeigneten Arbeitsplatz finden, es denn sie würde einer extrem stark nachgefragten Beschäftigung nachgehen.

Also ich hab vor kurzem ja das Spiel selbst miterlebt (allerdings aus einer bereits bestehen befristeten EMR heraus was es der AfA etwas leichter machte). Die AfA SB sah für mich bereits bei der Antragsabgabe keine Vermittlungsmöglichkeit mehr und schüttelte nur den Kopf, weil mir die DRV meine Rente nicht einfach nahtlos weiter führen wollte.

Beim ALG-I dürfte es in solch einer Situation weit ruhiger ablaufen als im ALG-II.

Allerdings könnte man auch hier seitens der AfA darauf aus sein, daß deine Mutti ggf. einen vorzeitigen Antrag auf SchwerB-Rente stellt, denn das würde der AfA natürlich viel Geld sparen.

Bei einer vorgezogenen SchwerB-Rente würde deine Mutti dann aber 10,8% Rente dauerhaft (Lebenslang) verlieren, neben dem Umstand das durch die vorzeitige Rente mit 63 Jahren ja auch noch die Beitragsjahre bis zur Regelaltersrente fehlen (die Rentenkasse ist eben auch nicht dumm und weiß wie man Geld spart) und das darf man dabei nicht außer Acht lassen, egal wie schmackhaft man ihr ggf. ein solches Angebot machen würde.

Also Vorsicht, was man da beim Beratungsgespräch so alles von sich gibt und auf gar keinen Fall irgendwas auf die schnelle vor Ort unterschreiben. Die SB sind inzwischen alle retorisch gut geschult und verkaufen im Gespräch alles als positives Ergebnis, selbst wenn der Betroffene dabei Nachteile erleidet. Meist versucht man sogar den Betroffenen einzureden die Arbeitzeit doch zu reduzieren (man könne ja nicht mehr so etc.), denn dadurch spart die AfA beim ALG-I, der leidtragende ist der betroffene.

Für deine Mutti sollte gelten, sie will wieder in eine Arbeitsstelle wie zuvor, ganz egal was die SB ggf. erzählen, zumindest solange wie sie Anspruch auf ALG-I (hier 2 Jahre) hat. Sollte die/der SB meinen sie müsse dazu Massnahmen durchführen, dann bitte immerhin ist sie damit ja beschäftig und hat somit auch Kontakt zu anderen Menschen, was meist besser ist als alleine zuhause zu sitzen.

Bedenke die Zeit die sie ALG-I bezieht - auf der sie einen Anspruch hat -, erhöht ihr im Endeffekt die spätere Altersrente.

Am besten ist eh, wenn du oder jemand anderes sie bei Terminen als Beistand gem. § 13 SGB X begleitet, denn in Anwesenheit eines Beistandes erzählen die SB´s weit weniger Unsinn.


Grüße saurbier
 

Doppeloma

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Hallo Woodruff,

Es gab davor schon mal ein Vorgespräch wo ausgelotet wurde, ob ich nicht vorzeitig in Rente gehen kann. Das ist aber nicht der Fall. Sonst ist es sozusagen ein Verschiebe- Bahnhof. Es wird eben versucht in die Rente abzuschieben.

Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass es hier um ALGI geht, das ist nicht mit Hartz 4 zu vergleichen wenn es um die "Abschiebung" in eine (mögliche) vorzeitige Rente geht. :icon_evil:
Im SGB III (ALGI) ist das nicht gesetzlich erlaubt (wie im SGB II), das geht erst wenn man das Alter für die Regel-Altersrente (65 + X) erreicht hat, dann braucht die AfA nicht mehr zu zahlen.
Meist werden die Betroffenen aber schon arbeitslos wenn sie noch den vollen Anspruch auf ALGI haben und möchten (in der Regel) dann auch noch 24 Monate das (meist höhere) ALGI beziehen, bis es abgelaufen ist, selbst wenn sie schon eher in eine vorzeitige Altersrente gehen könnten.

Da gibt es durchaus auch sehr unterschiedliche SB-Charaktere bei der AfA, die bis zum letzten Tag des Bezuges Bewerbungen und Bemühungen verlangen, denn sie dürfen eben NICHT verlangen, dass man eine vorzeitige Rente schon in Anspruch nimmt, auch nicht von Schwerbehinderten ... :icon_evil:

Aber vielleicht geht der genervte Arbeitslose (Ü 60) dann doch irgendwann freiwillig (vor Ablauf seines Anspruches an die AfA), wenn er keine Lust mehr auf die ewige Gängelei der AfA hat. :icon_kinn:

So muss dann das JC nicht mehr zahlen.

Im SGB II ist das ja gesetzlich so abgesichert, dass man ab 63 eine vorzeitige Altersrente in Anspruch nehmen muss wenn bestimmte Bedingungen dafür erfüllt sind.
Wer keinen Anspruch auf eine solche vorzeitige Altersrente hat, der hat auch weiter Anspruch auf ALGII, jedenfalls wenn sich keine Möglichkeiten ergeben ihn (aus gesundheitlichen Gründen) wenigstens in EM-Rente oder zum Sozial-AMT abschieben zu können.

ALGI ist eben eine Lohnersatz-Leistung (Versicherungsleistung aus eigenen Beiträgen), da kann man nicht viel machen wenn der ältere Arbeitslose noch nicht vorzeitig in Rente gehen möchte ... und erst noch sein ALGI voll ausschöpfen will.

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

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Hallo smaddl, :welcome:

es geht um meine Mutti. Meine Mutti ist 61 Jahre alt und Schwerbehindert mit einem GDB von 50%.

Nur zur Info gibt es beim GdB (Grad der Behinderung) keine Prozente ... sie hat den Schwerbehinderten - Ausweis mit GdB 50 und damit natürlich den erhöhten Kündigungsschutz bei ihrem AG.

Der Betrieb, in dem sie zuletzt beschäftigt war, will sie entlassen. Da läuft grade das Verfahren mit dem Integrationsamt und wir warten auf das Ergebnise. Sprich: ob der Betrieb sie entlassen darf, oder nicht.

Wie will man die Entlassung denn begründen ?
War sie oft und länger AU geschrieben (weil du schon schreibst "sie war beschäftigt") ... wenn sie noch immer aktiv arbeitet und nur gelegentlich mal wegen Krankheit ausgefallen ist, dürfte es keine Zustimmung vom Integrationsamt geben. :icon_evil:
Eine allgemeine "Minderleistung" und gelegentliche AU-Zeiten sind bei einem Schwerbehinderten zu akzeptieren, der Ausweis soll ja gerade davor schützen, wegen der behinderungsbedingten Einschränkungen entlassen zu werden.

Wenn sie schon sehr lange in der Firma war sollte auch mal eine Entlassungs-Entschädigung (Abfindung) angesprochen werden, darauf gibt es zwar keinen Rechtsanspruch aber das könnte auch vom I-Amt mal "eingeworfen" werden wie es damit aussieht.
Die sollen ja (eigentlich) die Interessen deiner Mutter dabei vertreten, wenn der AG sie los werden will.

Nun hat meine Mutti noch 2 Jahre bis zur Rente (sie darf mit 63, weil sie Schwerbehindert ist). Nun meine Frage, wenn Sie diese 2 Jahre noch "stempeln" geht (ALG1 bezieht), muss ich dann damit rechnen, dass das Amt sie gängelt?

Zunächst mal sollte sie bei der AfA in die Reha-Abteilung einsortiert werden (wegen der Schwerbehinderung), dort sollen (angeblich) besonders geschulte Arbeitsvermittler sein, die allerdings (in der Regel) auch nicht in der Lage sind Ü 60 (und zudem schwerbehindert) wieder in zumutbare Arbeit (gemäß § 140 SGB III) zu bringen.

Trotzdem kann es zur "Intensiv-Betreuung" kommen, dafür werden diese Leute ja bezahlt ... und sie haben durchaus ihre "Vorgaben" dafür "von oben" ... wie sie das persönlich umsetzen, kann allerdings sehr verschieden sein.
Das wird deine Mutter wohl erst selbst herausfinden können wenn sie dort (bei ihrer zuständigen AfA) im Leistungsbezug ist ... und ihre persönliche Arbeitsvermittlung kennengelernt hat.

Sie sollte in keinem Falle zu vertrauensselig werden, über konkrete gesundheitliche Probleme spricht man nur mit Ärzten und nicht mit Arbeitsvermittlern. :icon_evil:

Sprich: auf irgendwelche Bewerbungstrainings schickt, die ja nichts bringen oder sie zwingt irgendwelche Jobs zu machen oder endlos Bewerbungen zu schreiben?

In irgendwelche (kostspieligen) Maßnahmen wird man sie eher nicht schicken wollen, allerdings mehr um die Finanzen der AfA zu schonen und nicht deine Mutter.
Es ist schon sehr gut, dass du als Beistand fungieren möchtest, da solltest du dich auch hier noch gut einlesen z.B. zum Thema EGV (Eingliederungs-Vereinbarung), achte bitte darauf im Bereich des ALGI zu bleiben, denn es gibt durchaus relevante Unterschiede welche Wirkung eine solche EGV entfalten kann.

Auch im ALGI sollte man die in der Regel NICHT ohne gründliche Prüfung (zu Hause bzw. hier im ELO) unterschreiben ... dann hat man sich "freiwillig" verpflichtet ALLES zu machen, was da drin steht ... bei Unsicherheiten lieber hier nachfragen und besser auf die Unterschrift ganz verzichten.

Gesetzlich gesehen gibt es keine bestimmte Anzahl an Bewerbungen (es heißt nur, dass man sich um Arbeit bemühen muss, um wieder aus dem Leistungsbezug zu kommen), in einer EGV wird das aber (meist) festgelegt, dass man eine bestimmte Anzahl zu liefern hat, je nach SB kann das für wöchentlich oder für monatlich festgelegt sein.
Da sollte man schon genauer hinsehen ... manche SB verzichten auch auf solche festen Zahlen, das sieht dann schon ganz freundlich aus ... aber es könnte dafür andere "Tücken" geben.

Wenn dem so wäre, könnten wir auch damit umgehen, aber ich habe dazu Wiedersprüchliches gehört. Deswegen wollte ich hier mal nachfragen.

Dazu werdet ihr auch weiterhin viel Widersprüchliches lesen und hören, denn es gibt eben keinen "roten Faden", wie man in den AfAs mit den älteren Arbeitslosen bis zur Rente umgehen wird ... :icon_evil:
Bei Unklarheiten also weiterhin hier nachfragen, besonders wenn deine Mutter irgendwas unterschreiben soll ...
Normal muss sie NUR den Formular-Antrag ausfüllen und unterschreiben, um ALGI zu bekommen und die ausgefüllte Arbeitsbescheinigung (das Formular bekommt sie von der AfA) vom AG einreichen, damit es berechnet werden kann.

Auf keinen Fall Telefon-Nummern oder Mail-Adressen bei der AfA angeben, diese Angaben sind freiwillig und für die Arbeit der AfA nicht erforderlich (was die sicher anders sehen werden aber das kann euch egal sein).
Man muss NUR auf dem Postwege an der Meldeadresse erreichbar sein ... und es ist IMMER besser von der AfA ALLES schriftlich zu bekommen ...

Vermittlungs-Vorschläge (mit RFB) sind ohnehin NUR verbindlich wenn sie auf dem Postwege kommen oder direkt im Meldetermin übergeben werden ... da wird auch nicht viel kommen, was zumutbar wäre und erfordert überhaupt eine Bewerbung zu schreiben.

Kommt natürlich auch etwas auf den Wohnort an, in einer Großstadt wird es eventuell mehr VV geben (können) als in Gegenden wo es für alle schwer ist überhaupt Arbeit zu finden.

Soweit mal ein kleiner Überblick, bleibe bitte mit weiteren Fragen dazu hier in diesem Thema.

MfG Doppeloma
 

smaddl

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Hallo liebe Antworter!

Ich möchte mich herzlich für eure Ideen bedanken, da waren viele gute Denkansätze dabei.
Ich gebe euch gerne mal ein Update:

Das Integrationsamt ja das Verfahren wie gesagt eröffnet und es zieht sich bis jetzt. Die Firma hat auf keine Anfrage des Integrationsamtes reagiert, bis das Integrationsamt drohte, der Kündigung nicht zuzustimmen. Dann hat sich die Firma gerührt. Morgen gibt es ein Gespräch in der Firma. Wir pochen darauf, einen geeigneten Arbeitsplatz zu bekommen, da meine Mutti ja grundsätzlich noch geeignete Arbeiten durchführen kann. Die Firma hat auch mittlerweile wieder Leiharbeiter und Festangestellte Mitarbeiter aufgebaut, sodass unsere Chancen laut dem Mann vom Integrationsamt gar nicht so schlecht sind.

Mal schauen. Wenn das nicht klappt, dann lässt sich meine Mutti bis August Krank schreiben und macht dann 2 Jahre ALG 1 und dann Rente. Nach allem was ich mittlerweile an Informationen habe, dürfte da mit dem SB auch nichts anbrennen.

Danke noch einmal an Alle die mich unterstützt haben!
 

gila

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Krankschreiben lassen, sechs Wochen muss der Arbeitgeber zahlen, dann kommt deine Mutter ins Krankengeld, was in etwa so hoch ist wie ihr ALG1, und wenn sie ganz viel Glück hat kann sie bis zu 78 Wochen im Krankengeld hinausziehen, bevor sie überhaupt zur Agentur für Arbeit müsste.

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