Bin Ü50 und DRV will mich 3 Wochen zur einer Klinik schicken " Abteilung MBOR"

mckobs

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
7 Januar 2018
Beiträge
21
Bewertungen
1
Ich verstehe nicht genau warum ich das machen soll und wie mir das weiterhelfen kann auf Grund meiner Krankheiten einen Job zu finden.

Wollen die mich da beurteilen wegen der Beantragung einer EM Rente?

Bin mir sehr unsicher ob ich das widersprechen soll!

Danke im voraus für Antworten, die mir eine Entscheidung erleichtern.
 
G

Gast1

Gast
Hi mckobs,

ich musste erstmal ergooglen, was "MBOR" bedeutet, hier z. B. wird es erklärt:

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/207024/publicationFile/50641/mbor_datei.pdf

Nicht alle, die hier lesen oder antworten, kennen jede mögliche Abkürzung :wink:

Falls Du dieses Dokument noch nicht kanntest, solltest Du es vollständig durchlesen, und zwar in Hinblick auf Dein Unterfangen, weil Du schriebst

mckobs meinte:
Bin mir sehr unsicher ob ich das widersprechen soll!
Ein Widerspruch ist nur dann zulässig, wenn das Schreiben, gegen den sich der Widerspruch richtet, eine so genannte Rechtsbehelfsbelehrung enthält. Ist dies hier der Fall?

Für die Begründung Deines Widerspruchs solltest Du die o.g. Verknüpfung heranziehen und mit Deinem konkreten Fall abgleichen.

Ansonsten können medizinische Rehas über einen Arzt, ich glaube, dem Hausarzt, abgelehnt werden, wenn der Arzt kurz vor Beginn der medizinischen Reha die Rehauntauglichkeit der zu rehabilitierenden Person feststellt.
 
Zuletzt bearbeitet:

mckobs

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
7 Januar 2018
Beiträge
21
Bewertungen
1
Hi mckobs,

Ein Widerspruch ist nur dann zulässig, wenn das Schreiben, gegen den sich der Widerspruch richtet, eine so genannte Rechtsbehelfsbelehrung enthält. Ist dies hier der Fall?
Ja Belehrung ist dabei.

Und danke für die Info, hatte mich auch selber eingelesen was MBOR ist, das weiß ich soweit ( einwenig ).

Nur bin ich mir unsicher was die DRV damit bezweckt, weil ich bin arbeitslos, seit 1,5 Jahren AU geschrieben und habe erlesen das Leute wie ich ( Ü50) sowieso nix mehr von der DRV bekommen, sowie in der Art von Umschulung und der Gleichen.

Deshalb frage ich mich was das alles soll?
 
G

Gast1

Gast
Nur bin ich mir unsicher was die DRV damit bezweckt, weil ich bin arbeitslos, seit 1,5 Jahren AU geschrieben und habe erlesen das Leute wie ich ( Ü50) sowieso nix mehr von der DRV bekommen, sowie in der Art von Umschulung und der Gleichen.

Deshalb frage ich mich was das alles soll?
Willst Du eine Erwerbsminderungsrente bekommen? Falls ja, dann beachte bitte, dass die Rentenversicherung in dieser Beziehung nach dem Prinzip vorgeht "Reha vor Rente". Das bedeutet, dass eine EM-Rente in der Regel erst dann bewilligt werden kann, wenn sich später einmal herausstellt, dass die durchgeführte(n) Reha-Maßnahme(n) nicht zielführend war(en) im Hinblick auf Deine Wiedereingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Beim Erstellen des Widerspruchs (genauer gesagt: der Begründung Deines Widerspruchs) kann ich Dir nur bedingt helfen. Das musst hauptsächlich allein Du machen. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf das von mir bereits in Beitrag #2 Geschriebene:

schlaraffenland meinte:
Für die Begründung Deines Widerspruchs solltest Du die o.g. Verknüpfung heranziehen und mit Deinem konkreten Fall abgleichen.
Du musst also begründen, warum diese MBOR-Maßnahme in Deinem konkreten Fall nicht zielführend ist um Dich wieder in den allgemeinen Arbeitsmarkt einzugliedern. Dies unter dem Hintergrund des Prinzips "Reha vor Rente". Für die Rentenversicherung sind Alter und Arbeitslosigkeit kein wichtiger Grund, jemandem eine EM-Rente zu bewilligen. Deine Krankheiten (die ich nicht kenne) jedoch vielleicht doch.

Denn in einigen (seltenen?) Fällen deutet die Rentenversicherung einen Antrag auf medizinische Reha sofort um in einen Antrag auf EM-Rente.

Um eine EM-Rente bewilligt zu bekommen, musst Du aus Sicht der Rentenversicherung mindestens weniger als 6 h täglich erwerbsfähig sein auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Hier Informationen zum Thema Erwerbsminderungsrente:

https://www.bpb.de/politik/innenpolitik/rentenpolitik/222884/voll-oder-teilweise
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
15.654
Bewertungen
9.985
Ein Widerspruch ist nur dann zulässig, wenn das Schreiben, gegen den sich der Widerspruch richtet, eine so genannte Rechtsbehelfsbelehrung enthält.
Das stimmt so nicht. Wenn die Rechtsbehelfsbelehrung fehlt, verlaengertsich die Frist fuer den Widerspruch auf ein Jahr.
 
G

Gast1

Gast
Das stimmt so nicht. Wenn die Rechtsbehelfsbelehrung fehlt, verlaengertsich die Frist fuer den Widerspruch auf ein Jahr.
Kerstin, Du hast nur zur Hälfte Recht, ich aber auch.

Wenn ein behördliches Schreiben keine Rechtsbehelfsbelehrung (RBB) enthält, kann dies 2 Gründe haben:

a) Der Ersteller des Schreibens hat vergessen, die RBB in dem Schreiben anzugeben, und es handelt sich bei dem Schreiben tatsächlich um einen Verwaltungsakt. Dann beträgt die Widerspruchsfrist offensichtlich in der Tat 1 Jahr, so wie ich immer wieder in den Erwerbslosenforen lesen kann (die entsprechende Primärquelle, die dies festgestellt hat, ist mir aber nicht bekannt).

b) bei dem Schreiben handelt es sich nicht um einen Verwaltungsakt, sondern um einen => Realakt. Dann wird der Widerspruch dagegen als unzulässig verworfen. Kerstin, Beispiele für Realakte findest Du im Unterforum für Sinnlosmaßnahmen. Realakte, jedenfalls aus Sicht der Arbeitsverwaltung, sind Angebote für bzw. Zuweisungen in Aktivierungsmaßnahmen.

Zerberus X, ich habe bewusst nicht diesen Link in meiner Antwort in Beitrag #2 angegeben, weil es sich bei Deinem Link nicht um eine Primär-, sondern um eine Sekundärquelle handelt.

Die oder eine Primärquelle in Bezug auf MBOR ist die Quelle, die ich in Beitrag #2 angegeben habe. Sie stammt von der Deutschen Rentenversicherung.

Sekundärquellen beschreiben, vereinfachen und/oder interpretieren Primärquellen. Sekundärquellen sind also nicht so genau wie Primärquellen, Sekundärquellen können auch fehlerhaft sein und/oder Lücken aufweisen im Vergleich zu der jeweiligen Primärquelle.

Und deswegen sollte @mckobs nicht die von Zerberus X genannte Quelle heranziehen um die Begründung für seinen oder ihren Widerspruch zu schreiben, sondern die von mir genannte Primärquelle der Rentenversicherung.
 

AsbachUralt

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2008
Beiträge
1.906
Bewertungen
970
Wollen die mich da beurteilen wegen der Beantragung einer EM Rente?
Hast Du denn eine EM-Rente beantragt?

Wenn Ja, dann ist das vollkommen normal, denn das Prinzip der DRV lautet, Reha vor Rente.
Wenn Du aus gesundheitlichen Gründen, die Dein Arzt bestätigt, nicht Rehafähig sein solltest, kannst Du ablehnen. Ansonsten wäre das eine fehlende Mitwirkung und würde sich negativ auf Deinen Rentenantrag auswirken.
 
Oben Unten