Bin sehr unsicher was ich machen soll EMR, Schwerbehinderung?, Krankengeld? kein Einkommen.?Warten?

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JuJuJu

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Hallo liebes Forum,
Bin 60 Jahre alt, erhalte noch bis April 2018 ALG 1, dann nichts mehr.
Habe Anfang 2017, nach Widerspruch einen GdB von 30 bekommen. Habe vor 1 Woche von der AFA die Gleichstellung bekommen um mehr Chancen bei der Bewerbung zu haben. Werde in Zukunft von der AFA speziell zur Integration für Behinderte betreut.
War vor 2 Wochen bei der DRV zur Beratung.
Könnte mit Schwerbehinderung im November 2018 mit Abschlag in Rente gehen. Oder mit Schwerbehinderung ohne Abschlag in 11 2021.
Meine Neurologin sagte mir zu das sie mich beim Verschlimmerungsantrag unterstützen wird. Ich bezweifle das das klappt weil ich ja um GDB 30 zu bekommen schon Widerspruch einlegen musste. Habe auch Angst das man mich sogar herunter stuft.
Am 1.12.2020 könnte ich in die Rente für langjährig Versicherte gehen, mit Abschlag. Am 1.11.2023 ohne Abschlag. Auf die Rente ohne Abschlag warten lohnt bei mir nicht da meine Rente niedrig ausfällt.
Da ich eigentlich davon ausgehe dass das mit dem Verschlimmerungsantrag nicht so leicht klappt muss ich mir überlegen was ich ab Mai 2018 ohne Einkommen mache. Mein Mann ist zwar erwerbstätig aber es wird dann sehr knapp. Eine Anstellung werde ich nicht bekommen habe bis jetzt 120 Bewerbungen geschrieben und wurde noch nicht mal zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Minijobs habe ich in den letzten 5 Jahren mehrfach versucht aber nach ein paar Wochen oder Monaten war ich psychisch dann wieder noch stärker erkrankt so dass ich aufgeben musste.
Was ist denn wenn ich mich vor dem Auslaufen des ALG 1, endet April 2018, noch länger krank schreiben lassen würde? Habe PTBS und rezidivierende Depressionen, meine Neurologin musste mich schon öfter deshalb aus dem Verkehr ziehen. Bin seit 2010 immer wieder in psychotherapeutischer Behandlung, zur Zeit auch, und muss seit 1995 täglich Psychopharmaka nehmen um meinen Alltag einigermaßen zu bewältigen.
Könnte ich ab jetzt bis April durch Krankschreibungen das ALG 1 verlängern oder wie ist das mit dem Krankengeld ?
Bin mir immer unsicher was ich machen soll und habe auch Angst mir zu schaden.
Was würdet ihr mir raten ?
 


doppelhexe

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also durch KG kann man das ALG1 verlängern oder auch nur verschieben.

verschieben geht, wenn du jetzt zb. länger als 6 wochen krankgeschrieben wirst für zb. 3 monate.

dann zahlt die AfA noch 6 wochen ALG1, dann übernimmt die KK mit KG und der restanspruch ALG1 wird ab ende der krankschreibung weitergezahlt.

verlängern ist möglich, wenn man die 78 wochen KG ausschöpfen kann oder zumindest 1 jahr KG erhält. mit diesem jahr baust du einen weiteren anspruch auf ALG1 von 6 monaten auf, der dann dem restanspruch ALG1 aus vor der krankschreibung hinzugefügt wird.

es kommt also 1. auf die länge der krankschrift an und 2. auf den anspruch an KG den du (noch) hast.
um zu wissen, wie lang dein anspruch auf KG ist müsste man wissen, wann die sogenannte blockfrist für diese krankheit angefangen hat. (frag bloss nicht bei der KK nach, die riechen sofort, wo das hingehen soll)
dazu kannst du mal hier nachlesen.
Dauer des Anspruchs auf Krankengeld

es ist natürlich erst mal nötig, das der arzt dich als arbeitsunfähig einstuft, das auf längere zeit durchziehen mag und evtl. auch gegenüber der KK nachweist/begründet.

es gibt ärzte, die sich "nicht trauen" länger krankzuschreiben, weil sie ärger mit der KK befürchten. die KK versucht natürlich auch gern mal bei behandelnden ärzten druck zu machen, die AU zu beenden, damit kein KG mehr werden muss. dazu muss der arzt dann gegenüber der KK begründen, warum die AU weiter nötig ist.

das macht arbeit und es gibt ärzte, die sich das "nicht antun wollen"

ausserdem kann die KK auch den MDK einschalten und dort prüfen lassen, ob du krank genug für KG bist.
wenn der MDK dich "gesund" schreibt, stellt die KK das KG ein.
man kann dagegen vorgehen (widerspruch/klage) - ausgang ungewiss...
auf jeden fall müsste der behandelnde arzt in dem falle aber hinter einem stehen um überhaupt erfolg damit zu haben. er müsste trotz einstellung des KG weiter krank schreiben und nötigenfalls auch vor gericht stellung nehmen.

ich kann nur aus meiner erfahrung berichten.
AU während ALG1-bezug, dann KG (70 wochen) statt ALG1, iwann im KG-bezug der MDK, der aber zum glück zum selben ergebnis (AU) kam. so wurde bis zum letzten tag KG gezahlt, danach 9 monate ALG1 (3 monate restanspruch, 6 monate neuanspruch durch KG-bezug) ...
da meine rente danach immernoch nicht durch war gings für fast 2 jahre ins ALG2 und dann endlich in die rente...

das wichtigste ist wirklich, das dein arzt weiss, worauf er sich evtl. einlässt und sicher ist, das mit dir auch durchziehen zu wollen...

viel glück
 
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saurbier

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Liebe jujuju,

unterliege hier bitte keinem Irrtum.

Habe Anfang 2017, nach Widerspruch einen GdB von 30 bekommen.
Könnte mit Schwerbehinderung im November 2018 mit Abschlag in Rente gehen. Oder mit Schwerbehinderung ohne Abschlag in 11 2021.
Nun ja, mit einem GDB 30 dürfte es leider keine Rente für SchwerB geben, da müßtest du schon einen GDB 50 vorweisen können.

Ungeachtet all deiner Probleme ist es schon sehr schwierig (so glaube ich) hier einen richtigen Rat zu geben.

Nun gut, du könntest jetzt den Versuch starten, einen GDB 50 zu erreichen, aber ich persönlich gehe mal davon aus (weil ja schon GDB 30 nur mit Widerspruch erreicht wurden) eher sehr schwierig werden dürfte - ausgenommen es würde jetzt plötzlich gesundheitlich schwerwiegendes auftreten - was ich dir natürlich nicht wünsche.

Das wäre dann nur möglich, wenn du einen Verschlechterungsantrag stellen würdest und da ist dann die Frage ob du eine entsprechende Diagnose von deinen behandelnden Ärzten erhältst und diese dann auch so vom Versorgungsamt übernommen würde.

Da bliebe eigentlich nur der Weg sich irgendwie bis 12.2020 weiter durch zu schlängeln, oder eben der Versuch über eine Erwerbsmindrungsrente (bei der du auch 10,8% verlieren würdest).

Inwieweit bei dir eine Erwerbsminderungsrente überhaupt in Frage käme, müßtest du mal mit deinen Ärzten besprechen. Auch dieser Weg ist keineswegs einfach, eben auch weil die DRV einem da meist Knüppel zwischen die Beine schmeisst womit die Hürden sehr hoch gehängt werden, aber vielleicht wäre das noch eine Möglichkeit, wenn du schon soviele Jahre in Behandlung bist (seit 1995/2010).

Bei letzterem ist es eben die Frage, ob du mit deiner Erkrankung überhaupt noch einer regulären Arbeit für die letzten 6 Jahre nachgehen kannst.

Da deine Rentenansprüche eher gering sind, könnte man so vielleicht einen Weg für dich finden. Das aber solltest du vielleicht mal in Ruhe mit deiner Psychotherapeutin ausgiebig besprechen.

Vielleicht kann dir Doppeloma ja einen noch besseren Weg aufzeigen.


Grüße saurbier
 

Doppeloma

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Hallo JuJuJu,

bitte "lockere" deine Beiträge durch einige Leerzeilen auf, es ist sehr schwierig das zu lesen ...

Habe mir gerade noch mal dein Thema vom Februar vorgenommen und muss feststellen, dass du dich nicht wirklich an die damaligen Ratschläge gehalten hast ... :icon_evil:

Bin 60 Jahre alt, erhalte noch bis April 2018 ALG 1, dann nichts mehr.
Dir wurde ja bereits im Februar dringend geraten deine AU nicht immer nur "sporadisch" schreiben zu lassen, sondern konsequent, durchgehend bis die AfA deinen Bescheid nach 6 Wochen aufheben wird ...

Und dann so lange weiter (durchgehend) AU bleiben wie es geht und die KK dabei mitmacht oder mitmachen muss.

WARUM hast du das NICHT so gemacht, du könntest noch deutlich mehr ALGI-Anspruch haben durch eine (längere) Krankengeld-Zeit, das wurde dir doch da schon alles ganz genau erklärt. :icon_neutral:

Was hast du dir denn erhofft von deiner Handlungsweise ... was hat dir denn deine Vermittlungsbereitschaft bei der AfA bisher für "Vorteile" verschafft ???

Damit hast du dir selbst "das Bein gestellt", was du nun versuchst aus dem Wege zu bekommen.

Habe Anfang 2017, nach Widerspruch einen GdB von 30 bekommen. Habe vor 1 Woche von der AFA die Gleichstellung bekommen um mehr Chancen bei der Bewerbung zu haben.
Entschuldige bitte wenn ich da "herzhaft" lachen muss, welche AG stellen denn noch kranke 60 Jährige ein, nur weil sie von der AfA als Behinderte "gleichgestellt" wurden, wer hat dir denn solchen Unsin erzählt.

Werde in Zukunft von der AFA speziell zur Integration für Behinderte betreut.
Und das solls nun bringen, was bisher NICHT gelungen ist, du kommst bis April noch in (tolle, gutbezahlte) Arbeit ... was der AfA bisher auch nicht gelungen ist, wird nun die "INGA" richten müssen ...

Glaubst du da eigentlich selber dran, WARUM zum Teufel gehst du nicht zum Arzt und lässt dich langfristig AU schreiben ???

Für die Gleichstellung hast du doch sicher den Ausdruck deiner KK zu deinen AU-Zeiten und Diagnosen in den letzten 3 - 4 Jahren gebraucht ???

Ich hoffe du hast dir eine eigene Kopie davon gemacht, daraus kann man nämlich die Blockfristen für die einzelnen Diagnosen ablesen und feststellen wann man wofür "ausgesteuert" wird ...

Durch deine "AU-Pausen" könntest du bereits eine Blockfrist überschritten haben, was einen neuen Anspruch auf bis zu 78 Wochen Krankengeld bedeuten könnte ...

Das Krankengeld wäre genau so hoch wie aktuell dein ALGI, auch das wurde dir im Februar schon geschrieben, ich verstehe dich einfach NICHT ... du verschleuderst sinnlos dein ALGI und könntest das gleiche Geld seit Monaten schon von der KK bekommen ... :sorry:

WANN bitte warst du zuletzt AU geschrieben ???

War vor 2 Wochen bei der DRV zur Beratung.
Könnte mit Schwerbehinderung im November 2018 mit Abschlag in Rente gehen. Oder mit Schwerbehinderung ohne Abschlag in 11 2021.
Ist aber ALLES reine Theorie ohne Schwerbehinderten-Ausweis, aber ich würde den Kampf aufnehmen, mit dem Blick auf November 2018, was hast du denn wirklich zu verlieren dabei ... eigentlich NICHTS ... :icon_evil:

Kann schwer werden wenn du schon um GdB 30 kämpfen musstest, aber einen Versuch ist es doch wert, machmal reicht schon ein anderer SB - Schreibtisch, auch beim Versorgungsamt.

Hast du die versorgungsärztliche Stellungnahme bekommen für deinen Widerspruch ???
Was konkret wurde denn berücksichtigt, für den aktuellen Gesamt-GdB und mit welchem Anteil-GdB ???

Meine Neurologin sagte mir zu das sie mich beim Verschlimmerungsantrag unterstützen wird.
Ist ja immerhin eine "Ansage", wurde sie denn angeschrieben für den letzten Antrag / Widerspruch ???
Hast du deine Einschränkungen im täglichen Leben mit den eigenen Worten beschrieben, die Arztberichte machen dazu meist keine konkreten Aussagen.

Nur Diagnosen sind zu wenig beim GdB, du musst einen "Jammerlappen" dazu schreiben ... so nennen wir das in einem anderen Forum.

Ich bezweifle das das klappt weil ich ja um GDB 30 zu bekommen schon Widerspruch einlegen musste. Habe auch Angst das man mich sogar herunter stuft.
Wenn du den Verschlimmerungs-Antrag gut vorbereitest, könnte das (vielleicht) was werden, wovor hast du denn solche Angst, mit dem GdB 30 kannst du doch auch NICHTS wirklich anfangen. :icon_evil:

Die Gleichstellung bringt dich auch nicht mehr in Arbeit, staune ohnehin, dass man dir die bewilligt hat ohne Arbeitsplatz.
Das macht die AfA in der Regel nicht, weil sie die Gleichstellung eher als (zusätzliches) "Vermittlungs-Hemmnis" ansieht und davon hast du ja auch so schon genug.

Die größten Hemmnise (lange Krankheit und besonders das aktuelle Lebensalter) wird auch die AfA-Behinderten-Betreuung nicht mehr beseitigen können ... :icon_evil:

Am 1.12.2020 könnte ich in die Rente für langjährig Versicherte gehen, mit Abschlag. Am 1.11.2023 ohne Abschlag. Auf die Rente ohne Abschlag warten lohnt bei mir nicht da meine Rente niedrig ausfällt.
Bis dahin ist ja noch ein ziemliches "Weilchen" ...

Da ich eigentlich davon ausgehe dass das mit dem Verschlimmerungsantrag nicht so leicht klappt muss ich mir überlegen was ich ab Mai 2018 ohne Einkommen mache.
NEEE, musst du eben NICHT unbedingt, wenn du endlich mal machst was man dir schreibt, du dürftest noch einigen Anspruch auf Krankengeld haben und das unterbricht nach 6 Wochen (Leistungsfortzahling nach § 146 SGB III) den Verbrauch deines ALGI ...

Je eher du dir eine AU holst (und bei der AfA auch laufend einreichst, bis der ALGI-Bescheid aufgehoben wird), umso mehr ALGI kannst du noch sparen und bekommst das gleiche Geld (im Betrag / im Monat) von der KK als Krankengeld gezahlt ...
Das KANN doch so schwer nicht zu verstehen sein... :icon_neutral:

Mein Mann ist zwar erwerbstätig aber es wird dann sehr knapp.
Dann sorge doch dafür, dass diese Knappheit wenigstens noch so lange wie möglich hinaus geschoben wird ... es liegt doch NUR AN DIR ... oder wird dich kein Arzt langfristig AU schreiben wollen ?

Eine Anstellung werde ich nicht bekommen habe bis jetzt 120 Bewerbungen geschrieben und wurde noch nicht mal zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen.
Das wird sicher mit "INGA" und Gleichstellung nicht besser werden ... also was bitte versäumst du bei der AfA wenn du AU geschrieben bist und nach 6 Wochen vorerst Krankengeld von der KK beziehen kannst ???

Falls du überraschend doch noch deinen Traumjob finden solltest dem du dich gewachsen fühlst und der AG will dich auch, dann kann man doch eine AU-Bescheinigung jederzeit beenden ... sorry wenn das alles etwas "angepieselt" klingt, ich verstehe wirklich nicht, was du seit Monaten von der AfA erwartest. :sorry:

Minijobs habe ich in den letzten 5 Jahren mehrfach versucht aber nach ein paar Wochen oder Monaten war ich psychisch dann wieder noch stärker erkrankt so dass ich aufgeben musste.
Dann weißt du doch eigentlich schon, dass es nichts mehr werden kann mit regelmäßig arbeiten gehen, was brauchst du denn noch als Bestätigung dafür ???

Hättest dir bei der DRV-Beratung besser gleich einen Termin für dei Antragstellung auf EM-Rente geben lassen sollen, kannst du auch parallel laufen lassen den Antrag, während du versuchst den Schwerbehinderten-Ausweis zu bekommen.

Was ist denn wenn ich mich vor dem Auslaufen des ALG 1, endet April 2018, noch länger krank schreiben lassen würde?
Mach das JETZT, UMGEHEND, die KK ist doch auch nicht blöde, wenn du erst kurz vor Ablauf des ALGI kommst, lassen die sich bestimmt auch schnell was einfallen, um dich wieder los zu werden.

So furchtbar gerne zahlen die auch inzwischen kein Krankengeld mehr aber das hängt ja dann auch etwas von der richtigen Unterstützung deiner Ärzte ab.

Könnte ich ab jetzt bis April durch Krankschreibungen das ALG 1 verlängern oder wie ist das mit dem Krankengeld ?
Dazu wurde dir doch schon im Februar geraten dich (endlich) langfristig AU schreiben zu lassen und dein Rest-ALGI besser aufzusparen, für eine spätere "Aussteuerung" aus dem Krankengeld.

Das dürfte zudem auch sehr sinnvoll sein, falls du eine EM-Rente beantragen würdest, wer der Vollzeitvermittlung bei der AfA zur Verfügung steht kann ja so krank nicht sein, dass er eine EM-Rente benötigen würde.

Bin mir immer unsicher was ich machen soll und habe auch Angst mir zu schaden.
Du hast dir doch die ganze Zeit nur geschadet mit deinem Verbleib bei der AfA oder geht es dir dadurch jetzt deutlich besser ???

Was würdet ihr mir raten ?
Mach endlich was dir schon im Februar geraten wurde, ehe von deinem ALGI überhaupt NICHTS mehr übrig bleibt, dann hast du auch nach längerer AU keinen Anspruch mehr auf Anwendung der Nahtlosigkeit, weil wohl kein ALGI-Anspruch mehr da sein wird.

Was jetzt noch übrig bleibt (nach 6 Wochen Abgabe der AU bei der AfA), das steht dir dann (mindestens) noch zu wenn du mal kein Krankengeld mehr bekommen wirst oder kannst ...

Solltest du noch genug Wochen / Monate Krankengeld bekommen (können), dann wird dein Anspruch an die AfA sogar noch wieder ansteigen dadurch (aus Krankengeld werden Beiträge an die AfA gezahlt).

Noch liegt es in deiner Hand, ob du ab Mai 2018 wirklich ohne eigenes Geld dastehen wirst ... wenn du weiter zögerst dich (langfristig) AU schreiben zu lassen, dann lässt sich das nicht mehr verhindern. :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

JuJuJu

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Liebe Doppeloma,

Vielen Dank für deine ausführlichen Zeilen.

Ich hatte deshalb noch keine neuen AU s eingereicht weil meine Neurologin mich nach 4,5 Monaten AU, das war vom Dezember 2014 bis einschließlich 14. April 2015, lt. Auflage der KK, so sagte sie mir, mich nicht mehr weiter krank schrieb. Sie hatte Angst Ärger zu bekommen.

Der Hintergrund könnte sein dass die KK mich während des KG Bezuges mehrfach zu Hause anrief. Anfangs ging ich nicht ans Telefon wegen meiner Panik und Menschenangst. Dann ging ich aber nach ein paar Wochen doch dran. Die KK Sachbearbeiterin redete mit laienhaften psychologisierenden Geschwätz auf mich ein.

Zum Schluss legte sie mir nahe eine Kur zu machen was ich, wegen meiner Panik nicht wollte.

Dummerweise sagte ich Trottel das. Ein paar Tage später wurde das KG eingestellt.

Mittlerweile habe ich der KK die Erlaubnis mich anzurufen entzogen.

Das werde ich jetzt, prophylaktisch, auch bei der AFA machen.
Die rufen mich auch gerne an.

Ich war 1 Mal wegen Grippe eine Woche krank geschrieben da rief die AFA schon am 3.Tag an.

Diesen Sommer 2017 ging es mir psychisch und körperlich so schlecht das ich so gerade noch in der Lage war das irgendwie zu verkraften. Es war mir leider nicht mehr möglich taktisch zu denken. Jetzt geht es langsam wieder.

Ich hatte auch im Sommer versucht den Neurologen / Psychiater zu wechseln, bin aber nicht angenommen worden, weil lange Wartelisten.

Den Antrag auf EM Rente hatte ich noch nicht gestellt um das ALG 1 nicht zu verlieren.

Ich bin wohl oder übel auf die Kooperation meiner Neurologin angewiesen.

Am besten gehe ich wohl nächste Woche zu ihr, es muss ja jetzt mal was passieren.

Ich befürchte wenn ich mich AU schreiben lasse und ein paar Wochen KG bekomme das ich dann wieder in Reha soll.

Diesen Sommer bekam ich mehrfach ohne das ich AU war den Antrag zur Reha von der KK geschickt. Das hatte meine Neurologin veranlasst, auf Grund eines Missverständnisses.

Erst konnte ich nicht drauf reagieren, nach dem der Antrag mehrfach gekommen war sagte ich der Neurologin das ich mich auf Grund meiner körperlichen und psychischen Erkrankungen nicht in der Verfassung sehe eine Reha zu machen.

Da stornierte sie es.

Wenn ich mich ab jetzt AU schreiben lasse und KG beziehe macht die KK bestimmt wieder Druck.

Ich krieg schon wieder Panik, weiß im Moment wieder nicht mehr was ich machen soll.
 

Doppeloma

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Hallo JuJuJu,

Ich hatte deshalb noch keine neuen AU s eingereicht weil meine Neurologin mich nach 4,5 Monaten AU, das war vom Dezember 2014 bis einschließlich 14. April 2015, lt. Auflage der KK, so sagte sie mir, mich nicht mehr weiter krank schrieb. Sie hatte Angst Ärger zu bekommen.
Und ich dachte die steht wirklich hinter dir, letztlich hätte NUR der MDK zu entscheiden, ob deine AU wirklich beendet werden kann / soll oder nicht.

Die KK-SB sind keine Ärzte, die das beurteilen könnten, ich kann zwar deine Angst verstehen aber NICHT die von Ärzten wenn sie überzeugt sind, dass ihr Patient krank ist.

Es geht dir doch nicht wirklich besser, merkt sie das nicht ... was bringt dir denn der Verbleib bei der AfA zur (eigentlichen) Arbeitsvermittlung, wenn du gar nicht Arbeits-FÄHIG sein wirst wenn es darauf ankommt ???

Dass bisher NICHTS weiter dazu passiert ist, liegt doch auch nur daran, dass die AfA auch keine ernsthaften Arbeits-Angebote für dich hat, trotzdem bewirbst du dich ja offenbar selber fleißig, obwohl es doch total SINNLOS ist weil du sowieso nicht arbeiten könntest.

Der Hintergrund könnte sein dass die KK mich während des KG Bezuges mehrfach zu Hause anrief. Anfangs ging ich nicht ans Telefon wegen meiner Panik und Menschenangst. Dann ging ich aber nach ein paar Wochen doch dran. Die KK Sachbearbeiterin redete mit laienhaften psychologisierenden Geschwätz auf mich ein.
Nun hast du ja inzwischen verstanden dass man sich NICHT anrufen lassen muss, wenn man das nicht will und, dass telefonische Aussagen nichts wert sind weil sie Niemand beweisen kann.

Zum Schluss legte sie mir nahe eine Kur zu machen was ich, wegen meiner Panik nicht wollte.
Dummerweise sagte ich Trottel das. Ein paar Tage später wurde das KG eingestellt.
Mal abgesehen davon, dass eine KK-SB gar nicht genug medizinische Kenntnisse hat, um zu entscheiden "ob du wohl eine Kur brauchst", gilt ja jetzt (bei erneuter AU) nicht mehr das, was mal zur letzten AU so "besprochen wurde" ...

Mittlerweile habe ich der KK die Erlaubnis mich anzurufen entzogen.
Das hättest du viel früher tun sollen, trotzdem ist es nicht ungewöhnlich, dass die KK versuchen die Krankengeld-Bezieher möglichst bald in eine Reha zu schicken ... das KANN aber auch eine Chance für dich sein.

Gerade weil du ja schon nachweislich so viel gemacht hast, um dir selber zu beweisen, dass du "nicht krank bist" könnte so eine Reha auch eine "Überaschung" bringen.

Ganz ehrlich hätte ich damals noch mehr ANGST davor gehabt bald ohne eigenes Geld dazustehen, besonders wenn sich das noch vermeiden, wenigstens aufschieben lässt, durch den Gang zu Arzt und Ausstellung einer neuen (langfristigen !!!) AU.

Das werde ich jetzt, prophylaktisch, auch bei der AFA machen.
Die rufen mich auch gerne an.
Wahrscheinlich hatte die auch gehofft, es würde länger dauern und sie kann bald den Aufhebungsbescheid beauftragen, denn sonst kann es ja nicht so dringend gewesen sein, dass du wieder gesund werden musstest, für die weitere Betreuung bei der AfA. :icon_evil:

Ich war 1 Mal wegen Grippe eine Woche krank geschrieben da rief die AFA schon am 3.Tag an.
Wofür hast du dich denn überhaupt AU schreiben lassen, hattest du gerade einen Termin bei denen, ansonsten brauchst du doch nicht parallel zum ALGI auch noch deinen Krankengeld-Anspruch "sinnlos zu verplempern" ...

Dann ist denen bei der AfA doch völlig egal, ob du gerade gesund oder krank bist, das hat doch nur Bedeutung bei einem Meldetermin (als Entschuldigung) oder wenn du ein Vorstellungsgespräch deswegen "platzen lassen müsstest" ...

Diesen Sommer 2017 ging es mir psychisch und körperlich so schlecht das ich so gerade noch in der Lage war das irgendwie zu verkraften. Es war mir leider nicht mehr möglich taktisch zu denken. Jetzt geht es langsam wieder.
Das ist kein "taktisches Denken" sondern es wäre LOGISCH gewesen, dass du AU geschrieben bist wenn du KRANK bist und es dir gerade besonders schlecht geht, dann stellt man sich doch nicht als "gesund" der Arbeitsvermittlung zur Verfügung und schreibt über 100 Bewerbungen.

Nun wird die Zeit langsam knapp noch vernünftige Entscheidungen zu treffen, zu spät ist es zum Glück aktuell noch nicht dafür, die "finanzielle Durststrecke" wenigstens noch etwas zu verkürzen.

Ist das denn gar keine Motivation für dich "über deinen Schatten zu springen" und es einfach zu versuchen, über eine (möglichst lange) AU noch länger Geld bekommen zu können, als ohne ??? :icon_kinn:

Ich hatte auch im Sommer versucht den Neurologen / Psychiater zu wechseln, bin aber nicht angenommen worden, weil lange Wartelisten.
Na-Ja, auch lange Wartezeiten sind irgendwann vorbei wenn man das Warten zunächst mal in Kauf nimmt, ein ganz neuer Arzt wird dich allerdings kaum direkt langfristig AU schreiben wollen.
Der muss dich ja auch erst mal kennen lernen und sich ein eigenes Bild verschaffen, was mit dir los ist.

Den Antrag auf EM Rente hatte ich noch nicht gestellt um das ALG 1 nicht zu verlieren.
Schon wieder falsch gedacht, mit dem Antrag auf EM-Rente verlierst du doch deinen Anspruch auf ALGI nicht sofort, wie kommst du denn darauf ???

So eilig hat es die DRV bestimmt NICHT dir eine EM-Rente auch zu bewilligen, der Antrag alleine hat doch für ALGI (oder Krankengeld) noch gar keine Bedeutung. :icon_evil:

OHNE wenigstens AU geschrieben zu sein (also offiziell gesund und Arbeits-FÄHIG) kannst du dir allerdings auch sparen den Antrag überhaupt zu stellen, dazu hatte ich dir ja oben schon was geschrieben.

Ich bin wohl oder übel auf die Kooperation meiner Neurologin angewiesen.
Am besten gehe ich wohl nächste Woche zu ihr, es muss ja jetzt mal was passieren.
Da stimme ich dir zu, wenn sie meint, dass du krank bist und gar nicht Arbeits-FÄHIG, dann soll sie auch dazu stehen und nicht selber schon aus Angst vor der KK "schlottern" ...

Meinen Psychiater hat es damals nicht im Geringsten interessiert was die KK sonst so "wollte" ... die Reha konnte er zwar auch nicht verhindern (da musste ich eben DURCH) aber danach hat mich die KK dann in Ruhe "weiter krank sein lassen" ...

Ich befürchte wenn ich mich AU schreiben lasse und ein paar Wochen KG bekomme das ich dann wieder in Reha soll.
Das kann durchaus passieren, aber auch dann musst du nicht sofort in eine Reha, du hast 10 Wochen Zeit den Antrag zu stellen, wenn die KK dich schriftlich (!!!) nach § 51 SGB V dazu aufgefordert hat.

Also NICHT am Telefon und auch NICHT durch bloße Zusendung von Papier-Anträgen bist du schon verpflichtet den Antrag zu stellen ... :icon_evil:

Diesen Sommer bekam ich mehrfach ohne das ich AU war den Antrag zur Reha von der KK geschickt. Das hatte meine Neurologin veranlasst, auf Grund eines Missverständnisses.
Dann sollte deine Neurologin streng darauf achten, dass es solche "Missverständnisse" nicht wieder geben wird, erst wenn die KK dich (auf dem Postwege) schriftlich aufgefordert hat, beginnt diese 10-Wochen-Frist zu laufen.

Dann stellt man den Antrag gegen ENDE der Frist und NUR DIREKT bei der DRV, denn die soll das ja auch bezahlen, damit die KK Geld sparen kann. :idea:

Die KK kann derweil drängeln so viel sie will, du darfst diese Zeit voll ausnutzen und musst diesen Antrag auch nicht über die KK laufen lassen. :icon_evil:

Denk mal selber nach, wie lange du damit schon Krankengeld beziehen kannst und dein Rest-ALGI ist dann immer noch da.

Vielleicht gibt es ja bei dir in der Nähe eine geeignete Reha-Klinik, dann kannst du versuchen "ambulant" zu beantragen (diese Klinik als Wunschklinik angeben) ODER (bei stationär) hast du trotzdem die Möglichkeit öfter mal Zeit zu Hause zu verbringen.

Zudem ist ein solcher Antrag auch noch KEINE Bewilligung, da kann deine Ärztin auch passende Berichte beifügen und schon mal schreiben, dass sie dich selbst aktuell auch nicht für Reha-Fähig halten würde ...
Kann sein der Antrag wird dann sogar abgelehnt, dagegen kann dann auch die KK nichts machen. :icon_evil:

Wenn ich mich ab jetzt AU schreiben lasse und KG beziehe macht die KK bestimmt wieder Druck.
Viel Druck können die ja nicht mehr machen wenn sie nicht mehr anrufen dürfen, was passiert wenn man dich schriftlich auffordert habe ich dir gerade geschrieben, die glauben auch nicht daran, dass eine Reha dich wieder gesund machen wird.

Es ist eine gute Möglichkeit (für die KK) Geld zu sparen wenn du in einer DRV-Reha bist und merkwürdigerweise kenne ich sogar einige Fälle wo genau solche Menschen wie du, dann als baldige "EM-Rentner" aus so einer Reha entlassen wurden ...

Jedenfalls wurde die Reha dann ziemlich schnell "umgedeutet", weil man auch in der Klinik schnell gemerkt hat, das wird NIX mehr, ist zwar ziemlich selten aber diese Möglichkeit sollte man auch nicht ganz vergessen, vor lauter "Reha-Panik".

Zum Teil kann ich deine Angst durchaus verstehen und nachvollziehen aber wenn es um das zukünftige Einkommen geht, sollte man schon noch versuchen, auch mal praktisch und logisch zu denken ...

MfG Doppeloma
 

JuJuJu

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Guten Morgen liebe Doppeloma und auch an Alle die diesem Thema folgen.

Das ist jetzt der aktuelle Stand bei mir:

hatte vorgestern wieder einen Termin bei meiner Neurolgin/Psychiaterin. Als sie mir vor 4 Wochen die Au ausstellte trug sie auf dem Attest unter anderem die Empfehlung Tagesklinik ein.

Jetzt fragte sie mich wie es denn damit aussähe. Ich antwortete ihr das die KK sich dazu noch nicht geäußert hätte. KG würde ich ja voraussichtlich erst ab Ende Januar bekommen. Sie schüttelte den Kopf und sagte verwundert das ich mich doch hätte schon anmelden können.

Das wusste ich nicht und ich könnte auch selber schlecht beurteilen welche Klinik für mich am Besten sei. Sie ging und kam mit einer Einweisung zurück dazu sagte sie dass sie das auch nicht beurteilen könne und ich mich mal im Internet informieren solle.

Dann erhielt ich auf Nachfrage die 1. FolgeAU . Das letzte Mal KG hatte ich vor
Ca. 2.5 Jahren.

Habe jetzt selber recherchiert welche TK für mich evtl. in Frage kämen und habe jetzt dort einen Vorbesprechungstermin Mitte April.

Also in 3 Monaten. Nach dem Vorgespräch geht dann die Wartezeit auf den Behandlungsbeginn los. Das wird dann auch noch dauern.

Mir geht es ziemlich schlecht und das den ganzen Tag alleine sein zieht mich runter.

Ist der Ablauf mit meiner Neurologin/Psychiaterin und die Wartezeit auf die Behandlung in der TK normal?

Bekomme dann so wie es aussieht bis Ende Januar ALG 1, dann geht das KG los.

Habe dann noch einen ALG 1 Restanspruch von 3 Monaten.

Meine Ärztin sagte mir das die Voraussetzungen dann gut sind Verschlimmerungsantrag zu stellen und auch alternativ die EM-Rente zu planen.

Wie seht ihr das denn?

Ich grübel wie üblich darüber herum.

LG
 

Doppeloma

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Hallo JuJuJu,

hatte vorgestern wieder einen Termin bei meiner Neurolgin/Psychiaterin. Als sie mir vor 4 Wochen die Au ausstellte trug sie auf dem Attest unter anderem die Empfehlung Tagesklinik ein.
Na siehst du es geht doch mit der AU-Bescheinigung, offenbar sieht sie dich ja zunächst mal als dringend Behandlungs- und Therapiebedürftig an.
Da sollte sich auch die KK mit Reha-Ideen besser erst mal zurück halten.

Ich hoffe du hast die Bescheinigungen auch immer zügig und nachweislich an die AfA geleitet. :idea:

Jetzt fragte sie mich wie es denn damit aussähe. Ich antwortete ihr das die KK sich dazu noch nicht geäußert hätte.
Die KK wird sich dazu auch nicht äußern so lange du dich nicht für eine Tagesklinik anmeldest, soweit meine ich das jedenfalls verstanden zu haben, selber war ich noch nie in einer Tagesklinik.

KG würde ich ja voraussichtlich erst ab Ende Januar bekommen. Sie schüttelte den Kopf und sagte verwundert das ich mich doch hätte schon anmelden können.
So ganz verstehst du es immer noch nicht, es genügt doch, dass du die AU-Bescheinigung jetzt hast und offiziell Arbeits-Unfähig bist.
Das ALGI läuft doch nur für 6 Wochen weiter (ähnlich wie die Lohnfortzahlung früher beim AG), falls du vorher schon wieder gesund sein würdest, dass man nicht wegen weniger Tage AU jedes Mal neu ALGI beantragen muss.

AU-krank ist doch trotzdem schon AU-krank und die Behandlungen müssen auch JETZT schon alle von der KK bezahlt werden, das beginnt doch nicht erst wenn du kein ALGI mehr bekommst, weil dann (nach 6 Wochen) die KK mit Krankengeld zuständig wird. :icon_evil:

Du wirst dann bald den Aufhebungsbescheid bekommen und das weitere Geld muss dann die KK zahlen, würdest du arbeiten gehen, könntest du ja auch nicht gleichzeitig in einer Tagesklinik behandelt werden.

Das wusste ich nicht und ich könnte auch selber schlecht beurteilen welche Klinik für mich am Besten sei.
Das ist schon ein wenig merkwürdig, ich würde das auch meinen behandelnden Arzt fragen, woher soll denn der Patient das wissen können ... die Diagnosen stellt doch der Arzt und sollte auch geeignete Kliniken nennen können.

Habe jetzt selber recherchiert welche TK für mich evtl. in Frage kämen und habe jetzt dort einen Vorbesprechungstermin Mitte April.
Das ist ja schon mal ein guter Anfang auch wenn das noch lange hin ist, da wird die KK eben warten und zahlen müssen.

Dann erhielt ich auf Nachfrage die 1. FolgeAU . Das letzte Mal KG hatte ich vor Ca. 2.5 Jahren.
War das für die gleiche Krankheit, das klingt ja ganz gut für einen längeren Krankengeld-Anspruch.

Jedenfalls wenn du sonst nicht weiter AU gewesen bist, denn es zählt nicht nur das Krankengeld von der KK, auch Lohnfortzahlung (beim AG) und deine "Kurz-AU"s bei der AfA werden an die KK gemeldet.

Es geht jetzt NUR darum wann genau die erste AU mit genau dieser Diagnose wirklich vom Arzt ausgestellt wurde, wer da gerade gezahlt hat ist eigentlich egal, das zählt alles mit für die möglichen 78 Wochen Krankengeld-Anspruch.

Du hast ja oben geschrieben, dass du schon sehr häufig (seit letztes Jahr) kurze Zeiten (also unter 6 Wochen Dauer) bei der AfA AU geschrieben warst, das "fällt ja nicht einfach unter den Tisch" dabei.

Also in 3 Monaten. Nach dem Vorgespräch geht dann die Wartezeit auf den Behandlungsbeginn los. Das wird dann auch noch dauern.
Das wird sicher auch mit davon abhängen, wie dringend man das bei dem Vorgespräch einschätzen wird, du darfst dann selbst (aus Angst vor dem was auf dich zukommen könnte) nicht den Eindruck erwecken wollen, dass es "noch Zeit" hat, bis du dort behandelt werden kannst. :icon_evil:

Mir geht es ziemlich schlecht und das den ganzen Tag alleine sein zieht mich runter.
Ist der Ablauf mit meiner Neurologin/Psychiaterin und die Wartezeit auf die Behandlung in der TK normal?
Soweit ich das beurteilen kann (aus dem was andere User dazu geschrieben haben) ist das wohl "normal" dieser Ablauf ...

Wenn du so lange nicht warten kannst oder willst, dann bleibt dir nur der Weg stationär in eine Akutklinik zu gehen, dort muss man dich im Notfall SOFORT aufnehmen (sogar ohne Einweisung).

Bekomme dann so wie es aussieht bis Ende Januar ALG 1, dann geht das KG los.
Vermutlich, wenn du jetzt seit 4 Wochen AU geschrieben bist.

Habe dann noch einen ALG 1 Restanspruch von 3 Monaten.
Das kann sich ja bei längerer AU noch wieder weiter "aufbauen" da solltest du dir aktuell noch keine Gedanken drüber machen.

Meine Ärztin sagte mir das die Voraussetzungen dann gut sind Verschlimmerungsantrag zu stellen und auch alternativ die EM-Rente zu planen.
Wann soll das ihrer Meinung nach "gut" sein, von der Tagesklinik solltest du dir dann unbedingt auch den Bericht geben lassen, das kann sehr wertvoll sein für das Versorgungsamt und auch für die DRV bei einem Antrag auf EM-Rente.

Jetzt versuche erst mal etwas zur Ruhe zu kommen und lass dich nicht wieder von der KK telefonisch ärgern, dazu haben die KEIN Recht, dein Telefon zu Hause gehört NUR DIR und du alleine hast zu bestimmen, wer dich anrufen darf und wer nicht.

Alles Gute für dich und , dass es irgendwann ein besseres Neues Jahr für dich werden wird.

MfG Doppeloma
 

JuJuJu

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Liebe Doppeloma,
vielen Dank für deine Nachricht. Ich finde es so toll wie du uns hier mit deinem Engagement weiterhilfst und Licht in den " Dschungel" bringst. Das es Menschen wie dich gibt die sich ehrenamtlich für andere einsetzen wie du gibt mir Hoffnung. Nachdem ich diesen Post von dir zu meiner Fragestellung gelesen habe kehrte auch wieder etwas Ordnung in meinen Gedanken ein. Danke dir herzlich.
 
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