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Bin nicht mit EGV einverstanden - Änderung möglich?

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nicki85

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#1
Hallo,

ich hatte vor einigen Tagen ein "tolles Entwicklungsplangespräch" mit meiner Fallmanagerin und soll jetzt eine neue Eingliederungsvereinbarung unterschreiben bis zum 19.02.
Die Eingliederungsvereinbarung ist allerdings fehlerhaft und es gibt einige Punkte, die ich gerne geändert haben möchte, bzw. soll etwas ganz raus genommen werden.
Jetzt wollte ich euch mal vorab fragen, ob ich die Änderungen so fordern kann, oder ob ich die beanstandeten Punkte so hinnehmen muss.
Ich habe die neue EGV mal als PDF Datei angefügt.
Als erstes muss die Gültigkeitsdauer geändert werden. Meine aktuelle EGV läuft noch bis zum 01.03.2009, also würde die neue EGV ja nur einen Tag lang gültig sein. Bringt also nicht wirklich viel!

Den Satz "Weiterführung der Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung" unter Ziele möchte ich in etwa so geändert haben: "Weiterführung der Arbeitsgelegenheit bei der Tafel in XXX, bis zum 22.04.2009, wie im Vertrag mit der Diakonie gGmbH vereinbart".

Ansonsten drehen die mir nach dem 22.04 mit absoluter Sicherheit irgendeine andere AGH an, die ich dann ja noch nichtmal ablehnen könnte, da eine Arbeitsgelegenheit ja Teil meiner EGV ist:icon_evil:

Außerdem möchte ich, dass der ganze Kram mit der Berufsberatung raus genommen wird.
Ich möchte mich nicht zu sämtlichen idiotischen Untersuchungen und Tests verpflichten!
Vor einigen Monaten war ich ja bereits bei einer "psychologischen Begutachtung" seitens der Berufsberatung. Rausgekommen ist dabei, dass ich "auf dem Stand eines Realschülers" bin.
Ach nee, ich habe denen ja auch nicht meine Zeugnisse der Realschule vorab gezeigt... o_O
Die Berufsberatung will mich unbedingt in ein 6 monatiges Praktikum stecken. Das war denen natürlich auch schon vor der "Begutachtung" klar, jedoch wollen die Pädagogen und Psychologen etc. dort ja auch beschäftigt werden :icon_mad:

Ich bemühe mich selbstständig um Ausbildungsplätze und das zählt ja auch zu meinen weiteren Pflichten in der EGV.
Da muss es doch echt nicht sein, dass ich noch zur Berufsberatung renne?
Ich weiß ja eh schon, dass die nichts für mich machen, außer mich in dieses 6 monatige Praktikum zu stecken.
Kann ich also darauf bestehen, dass der Teil mit der berufsberatung nicht in die EGV aufgenommen wird?
Bei dem "Entwicklungsplangespräch" hat meine Fallmanagerin gesagt, dass sie mich natürlich nicht sanktionieren kann, wenn ich nicht zur Berufsberatung gehe, bzw. Weitere Termine dort wahrnehme. Sie würde es jedoch echt gut finden....
Naja, deswegen hat sie das jetzt auch in die EGV geschrieben.
Bei dem Gespräch hat sie allerdings kein Wort darüber verloren, dass es Teil der EGV wird.

Die Begründung der jetzigen AGH sind ja auch echt toll.
"Qualifizierung und Testung der Motivation"
Als ob Gemüse putzen und schimmeliges Obst sortieren mich für den ersten Arbeitsmarkt qualifizieren würden!
Ich frage mich außerdem, was die glauben, wie motiviert man bei einem 1-Euro Job ist?!
Wenn meine Fallmanagerin nur mal halb so motiviert wäre, wie manch ein 1-Euro Jobber, würde Sie sich vielleicht auch mal was venünftiges für mich ausdenken und nicht nur Dünnsch*ss von sich geben.

Ich bin über Meinungen und Tipps, wie und ob ich die EGV ändern kann echt dankbar!


Grüße
nicki
 

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Martin Behrsing

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#2
Du bekommst bei uns Hilfe aber nur dann, wenn die Arbeitsgelegenheit da ganz raus kommt. Wir stehen in keiner form für Ein-Euro-Jobs.
Das gilt jetzt auch für alle anderen, die meinen hier Hilfe geben zu müssen, um einen Sklavenjob zu machen
 

wolliohne

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#3
Hallo,

ich hatte vor einigen Tagen ein "tolles Entwicklungsplangespräch" mit meiner Fallmanagerin und soll jetzt eine neue Eingliederungsvereinbarung unterschreiben bis zum 19.02.
Die Eingliederungsvereinbarung ist allerdings fehlerhaft und es gibt einige Punkte, die ich gerne geändert haben möchte, bzw. soll etwas ganz raus genommen werden.
Jetzt wollte ich euch mal vorab fragen, ob ich die Änderungen so fordern kann, oder ob ich die beanstandeten Punkte so hinnehmen muss.
Ich habe die neue EGV mal als PDF Datei angefügt.
Als erstes muss die Gültigkeitsdauer geändert werden. Meine aktuelle EGV läuft noch bis zum 01.03.2009, also würde die neue EGV ja nur einen Tag lang gültig sein. Bringt also nicht wirklich viel!

Den Satz "Weiterführung der Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung" unter Ziele möchte ich in etwa so geändert haben: "Weiterführung der Arbeitsgelegenheit bei der Tafel in XXX, bis zum 22.04.2009, wie im Vertrag mit der Diakonie gGmbH vereinbart".

Ganz rausnehmen,durch Sozialversichpfl.Beschäftigung ersetzten

Ansonsten drehen die mir nach dem 22.04 mit absoluter Sicherheit irgendeine andere AGH an, die ich dann ja noch nichtmal ablehnen könnte, da eine Arbeitsgelegenheit ja Teil meiner EGV ist:icon_evil:

Außerdem möchte ich, dass der ganze Kram mit der Berufsberatung raus genommen wird.
Ich möchte mich nicht zu sämtlichen idiotischen Untersuchungen und Tests verpflichten!
Vor einigen Monaten war ich ja bereits bei einer "psychologischen Begutachtung" seitens der Berufsberatung. Rausgekommen ist dabei, dass ich "auf dem Stand eines Realschülers" bin.
Ach nee, ich habe denen ja auch nicht meine Zeugnisse der Realschule vorab gezeigt... o_O
Die Berufsberatung will mich unbedingt in ein 6 monatiges Praktikum stecken. Das war denen natürlich auch schon vor der "Begutachtung" klar, jedoch wollen die Pädagogen und Psychologen etc. dort ja auch beschäftigt werden :icon_mad:

Ich bemühe mich selbstständig um Ausbildungsplätze und das zählt ja auch zu meinen weiteren Pflichten in der EGV.
Da muss es doch echt nicht sein, dass ich noch zur Berufsberatung renne?
Ich weiß ja eh schon, dass die nichts für mich machen, außer mich in dieses 6 monatige Praktikum zu stecken.
Kann ich also darauf bestehen, dass der Teil mit der berufsberatung nicht in die EGV aufgenommen wird?

Würde ich lassen.

Bei dem "Entwicklungsplangespräch" hat meine Fallmanagerin gesagt, dass sie mich natürlich nicht sanktionieren kann, wenn ich nicht zur Berufsberatung gehe, bzw. Weitere Termine dort wahrnehme. Sie würde es jedoch echt gut finden....
Naja, deswegen hat sie das jetzt auch in die EGV geschrieben.
Bei dem Gespräch hat sie allerdings kein Wort darüber verloren, dass es Teil der EGV wird.

Die Begründung der jetzigen AGH sind ja auch echt toll.
"Qualifizierung und Testung der Motivation"
Als ob Gemüse putzen und schimmeliges Obst sortieren mich für den ersten Arbeitsmarkt qualifizieren würden!
Ich frage mich außerdem, was die glauben, wie motiviert man bei einem 1-Euro Job ist?!
Wenn meine Fallmanagerin nur mal halb so motiviert wäre, wie manch ein 1-Euro Jobber, würde Sie sich vielleicht auch mal was venünftiges für mich ausdenken und nicht nur Dünnsch*ss von sich geben.

Ich bin über Meinungen und Tipps, wie und ob ich die EGV ändern kann echt dankbar!

Nur die nötigtsen Bewerbungen einfügen,z.B. 5 pro Monat
unter Download findset du unsere Muster EGV

Grüße
nicki
schöne Grüße
 

nicki85

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#4
Naja Martin, jetzt ist es aber leider bereits zu spät und ich mache schon seit einigen Monat die Arbeitsgelegenheit.
Ich denke da auch nicht anders drüber und bin dafür, dass diese Sklavenjobs abgeschafft werden!
Jetzt komme ich da aber leider nicht mehr raus und eine Sanktion bei "u25" bedeutet ja gleich 100%. Das kann ich mir echt nicht erlauben....
Da die EGV mit dem 1-Euro Job ja schon lange unterschrieben ist, muss ich halt wenigstens gucken, dass die nicht auf die Idee kommen und den Schei** nochmal verlängern, da ja nichts genau definiert ist in der neuen EGV:icon_hmm:
Deswegen möchte ich halt den Satz wie bereits geschrieben ergänzen.

wolliohne, warum würdest du denn den Teil mit der Berufsberatung so drin lassen?
Ich weiß doch, dass dabei nichts venünftiges rauskommt und es mich echt nicht weiter bringt.
Mein "Ansprechpartner" bei der Berufsberatung hängt da jedes mal wie ein Schluck Wasser in der Kurve und lässt mich auch ganz offensichtlich spüren, dass er eigentlich garkein Interesse hat mir irgendwie zu helfen.
Er macht da halt sein 0815 Programm und das war's dann auch schon....
 
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#5
Also wenn deine alte EGV noch bis zum 1.3. läuft, dann brauchst du heute noch keine zu unterschreiben!

Ich rate dir mal folgendes:

1) Schreibe an deine SB ein Briefchen und gebe es nachweislich ab. Da schreibst du rein: "Am.....(Datum der alten EGV).... haben wir bereits eine Eingliederungsvereinbarung abgeschlossen, die noch bis zum 1.3.09 gültig ist. § 15 SGB II sieht währen dieser Zeit keine weitere Eingliederungsvereinbarung weder ersetzend noch ergänzend vor. Vielmehr sieht er erst nach Ablauf einer Eingliederungsvereinbarung eine weitere vor.

Aus diesem Grund sende ich Ihnen die mir übergebene Eingliederugnsverenbarung zu meiner Entlastung zurück".

Mach dir vorher eine Kopie von dieser EGV.

2) Ich wette, der sagt gar nichts mehr. Am 1.3. wird er dir aber eine neue EGV vorlegen. Was auch immer du noch bis Ende Februar gem. alter EGV machen musst (eej oder sonstiges) ist ab 1.3. nicht mehr gültig. Die neue EGV steckst du ein. Vermutlich enthält sie wieder einen EEJ. Die stellst du hier rein und wir helfen dir, diesen EEJ für eine sinnvolle Maßnahme einzutauschen.
 

nicki85

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#6
Meinst du denn, dass es wirklich sinnvoll ist, jetzt noch einige Tage vor Ablaufdatum der alten EGV darauf zu bestehen , dass noch die alte EGV gültig ist?
Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass meine Sb mir dann am 01.03 genau die selbe EGV zuschicken wird.
Eigentlich soll ich die neue EGV ja bis zum 19.02 unterschrieben zurück schicken. Das nehme ich aber nicht wirklich ernst, da ja noch meine jetzige EGV bis zum 01.03 gültig ist und (wie du schon geschrieben hast) ich vorher keine Neue unterschreiben muss.
Wäre es nicht sinnvoller jetzt direkt einen Gegenvorschlag zu machen, mit dem man dann auch zufrieden ist?
 
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#7
Es ist ein Formfehler, einfach vor Vertragsablauf etwas Neues zu vereinbaren. Du weist sie darauf hin. Sie kann dir wieder eine EGV vorlegen, aber erst ab 1.3.

Wenn sie dir am 1.3. eine EGV zuschickt, dann sollte diese 6 Monate gültig sein. Eine "zwischenzeitliche Vereinbarung" sieht das Gesetz nicht vor. Diese wäre nur gültig, wenn du sie unterschreibst.

Die neue EGV ab 1.3. stellst du hier rein. Und dann ersetzen wir den EEJ durch deine Wünsche. Bitte überlege dir, was dich in Arbeit bringen kann (Fortbildung, Gutschein, etc.). Wenn das richtig gemacht ist, trauen die sich meist nicht mit einer Sanktion, denn bei Klage im Eilverfahren erhälst du dein Geld in wenigen Wochen sofort zurück.
 

nicki85

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#8
Ok, ich werde ihr dann nachher ein Schreiben schicken mit dem von dir gennanten Grund.
Sanktionieren kann sie ja sicherlich auch nicht, weil sie ja eigentlich die neue EGV am 19.02 zurück haben wollte?
Wird dann trotzdem ein VA daraus, obwohl noch eine EGV bis zum 01.03 läuft?
 
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Gast
#9
Nicki, wenn ich im Kopf einer SB stecken würde, könnte ich dir besser sagen, was die so alles probieren wird. Ich kann dir aber mit Sicherheit sagen:

Solange eine unterschriebene EGV vorliegt, brauchst du keine neue zu unterschreiben, weil das Gesetz das nicht vorsieht. Deshalb kann sie dir das weder per VA schicken noch sanktionieren.

Sollte sie eins von beiden (oder beides) trotzdem tun, melde dich bitte sofort. Bei Sanktion würde ich dir sogar den Fachanwalt für Sozialrecht empfehlen. Der kostet dich mit einem Beratungsschein vom Amtsgericht nur 10 Euros für alles. Du hast nichts mehr zu verlieren als die 10 Euros. In 4 Wochen hast du das GEld wieder auf dem Konto und deine SB bekam eins aufs DAch. Die wird danach vorsichtiger.
 

nicki85

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#10
Hey!

Da der 01.03 so langsam näher rückt, möchte ich schon mal einen Gegenvorschlag ausarbeiten. Diesen kann ich dann meiner Fm vorlegen und gucken, was sie dazu sagt.
Ich habe dazu das Muster hier aus dem Downloadbereich genommen und auf meine Situation angepasst.
Als Ziel habe ich nur die Aufnahme einer Ausbildung im kaufmännischen Bereich angegeben und den 1 Euro-Job ganz rausgenommen.
Dazu gibt es ja einen separaten Vertrag mit der Diakonie, in welchem der Zeitraum und alles weitere festgehalten ist. Denke nicht, dass es extra nochmal in die EGV muss?!
Wie jedoch schon mal geschrieben, möchte ich den Teil mit der Berufsberatung nicht drin haben, da ich weiß, dass die eh nichts sinnvolles für mich machen!
Was kann ich da denn am besten schreiben?
Um Ausbildungsplätze bemühe ich mich ja eigenständig und das auch bundesweit.
Außerdem sind min. 4 Bewerbungen pro Monat auch Bestandteil der EGV.
Ich möchte mich nämlich auch nicht zu sämtlichen ärztlichen und/oder psychologischen Untersuchungen verpflichten!
Und der Teil mit der "Zielvereinbarung" kann doch so auch nicht korrekt sein?
Dadurch würde ja der Vertrag (die EGV) im Nachhinein geändert, bzw. "ergänzt"?!
Wäre echt nett, wenn mir jemand ein paar Tipps geben kann, wie ich den Gegenvorschlag formulieren kann.
Vielen Dank im Voraus!
 
E

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#11
Hast du denn das Briefchen abgegeben, dass deine EGV noch gültig ist?

Dann mach dir doch bitte jetzt noch keinen Kopf wegen einem Gegenvorschlag! Die lehnen erfahrugnsgemäß sowieso alles ab.

Jetzt warte bitte, bis man dich ab 1.3. zu einem Gespräch einlädt. Da wird die SB dir eine neue EGV vorlegen. Hierzu sagst du erstmal nichts; auch nicht zu dem EEJ, der darin enthalten ist. Du steckst den Wisch ein und lässt das entweder von einer Erwerbsloseninitiative oder hier im Forum prüfen. Erst danach kannst du dir den Kopf machen, was du in den Gegenvorschlag reinschreiben willst. Und erzähle deiner SB bitte nichts von einem Gegenvorschlag, wenn du bei ihr bist. Da reagieren die sehr empfindlich, weil das nicht gewünscht ist. Man wünscht, dass du so schnell wie möglich deren EGV unterschreibst.
 

nicki85

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#12
Ja, den Brief habe ich abgegeben.
Wollte halt nur schon mal was fertig machen, da die Sb mir ja beim nächsten Gespräch garantiert genau die selbe EGV vorlegen wird.
So hätte ich dann schon mal was für mich :icon_kinn:
Wie lange hat man denn überhaupt Zeit, bzw. wie lange "darf" man sich Zeit nehmen um einen Gegenvorschlag zu erstellen und diesen einzureichen?
Die von der ARGE wollen ja meistens schon die unterschriebene EGV am nächsten Tag auf dem Schreibtisch haben (so in etwa auf jeden Fall)....
 
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#13
Wie lange hat man denn überhaupt Zeit, bzw. wie lange "darf" man sich Zeit nehmen um einen Gegenvorschlag zu erstellen und diesen einzureichen?
Die von der ARGE wollen ja meistens schon die unterschriebene EGV am nächsten Tag auf dem Schreibtisch haben (so in etwa auf jeden Fall)....
Nichts am nächten Tag. So 7-10 Tage Zeit sollten sie dir einräumen. Müssen sie sogar, schließlich handelt es sich um einen Vertrag dessen Inhalt weitreichende Folgen für dich hat.
Ich habe mir den Angabetermin stets schriftlich geben lassen, damit es am Ende nicht hieß, er wäre zwei, drei Tage zu spät zurückgegeben worden .....
Und: Geh´ nicht allein hin, nimm dir einen Beistand mit (§13Abs.4SGB X) hast du darauf einen Anspruch. Nach einenm neueren Urteil kannt du sogar bis zu drei Beiständen mitnehmen.

LG
 

nicki85

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#14
Gut zu wissen :wink:
Im § 15 SGB II heisst es ja auch, dass eine EGV für 6 Monate geschlossen werden soll.
Meine jetzige EGV wurde aber am 23.10.08 geschlossen und müsste somit bis April gültig sein....
Dann endet nämlich auch mein schei** Ein-Euro Job und es würde dann viel mehr Sinn machen, eine neue EGV abzuschließen.
Ich denke aber nicht, dass man da jetzt noch was im Nachhinein machen kann, da ich ja schon unterschrieben habe, oder?
 
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#15
Ja, den Brief habe ich abgegeben.
Wollte halt nur schon mal was fertig machen, da die Sb mir ja beim nächsten Gespräch garantiert genau die selbe EGV vorlegen wird.
So hätte ich dann schon mal was für mich :icon_kinn:
Wie lange hat man denn überhaupt Zeit, bzw. wie lange "darf" man sich Zeit nehmen um einen Gegenvorschlag zu erstellen und diesen einzureichen?
Die von der ARGE wollen ja meistens schon die unterschriebene EGV am nächsten Tag auf dem Schreibtisch haben (so in etwa auf jeden Fall)....
Jetzt lebe doch bitte unbeschwert, bis diese gültige EGV abgelaufen ist!

Wenn du die neue (nach Ablauf der alten) hast, stell sie hier rein. Man sollte normalerweise eine Woche zur Prüfung haben. Manche SBs können aber sehr fies sein, und fordern schon die Abgabe am nächsten Tag. Dann erkläre der SB bitte: "Aber mein Anwalt gibt mir bis morgen keinen Termin", oder ähnliches. Wenn es nicht anders geht, schafft man das mit dem Gegenvorschlag aus in einem Tag. Es ist aber schon recht knauserig, denn man muss das Ding ja erstmal auseinandernehmen und prüfen und sich ein paar Gedanken machen.
 

nicki85

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#16
Ok, dann warte ich jetzt einfach mal ab, was da demnächst kommt und hoffe mal, dass die sich nicht wieder irgendwelche Schikanen einfallen lassen :rolleyes:
 
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#17
Wie ist das eigentlich, wenn man eine 100% Sanktion erhält, dann müssten die 10 Euro Beratungsgebühr für die anwaltliche Beratung vom Staat übernommen werden, sofern kein Ansparvermögen vorhanden ist.

Das würde jedenfalls dem Grundgesetz entsprechen.
 

nicki85

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#18
Hey!

Ich habe vorgestern einen neuen Termin gehabt, bei dem mir dann auch eine neue EGV vorgelegt wurde.
Der Kram mit dem Ein-Euro Job (AGH) gefällt mir so aber nicht.
Die neue EGV ist ja gültig bis zum 03.09.2009 und meine AGH geht noch bis April.
Natürlich hat meine Sb schon wieder was von Verlängerung gefaselt, wenn ich bis dahin keinen Ausbildungsplatz bekomme. Dazu habe ich nichts weiter gesagt.
Aber so wie die EGV jetzt formuliert ist, können die mich ja quasi bis zum Auslaufen der EGV zu der AGH zwingen/nötigen.
Meine Sb versteht garnicht, warum ich mich immer so weigere etwas zu unterschreiben etc.
Sie will doch nur das Beste für mich... :icon_klatsch: :icon_party: :icon_neutral::icon_kotz:
 

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#19
Hast du zusätzlich zu dieser EGV noch eine Zuweisung für die Verlängerung des Ein-Euro-Jobobs bei der Tafel bekommen? Diese müsste nämlich abgewiesen werden.

Wenn du einen Stundenzettel oder irgend einen Nachweis von der Tafel, dass du dort schimmeliges Gemüse und Obst raussortiert hast, könnte man eine Feststellungsklage machen, ob dieser Job zusätzlich ist. Zur Motivation dient er sowieso nicht.

Nun ist das ja ausregerechnet eine Arbeit, die den Arbeitslosen dient, deshalb würde ich hier nicht gerne eine Feststellungsklage zur Prüfung, ob der Job zusätzlich ist, machen lassen. Wenn das aber gemacht wird und sich herausstellt, dass der Job normale Arbeitsplätze verdrängt, kannst du einen Lohn einfordern. Eigentlich ist es eine Tätigkeit, die ehrenamtlich gemacht werden sollte.

Die EGV muss ich noch durchackern.
 
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#20
Weitere Frage: Gehst du diesem EEJ seit Ablauf deiner EGV noch nach? Bitte gehe dort ohne gültiger EGV und ohne Zuweisung nicht hin!!! Dazu besteht kein Anlass.
 
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#21
Bitte reiche doch nachweislich folgenden Gegenvorschlag ein:







Eingliederungsvereinbarung


Zwischen Frau
Und ….
Gültigkeitsdauer: 4.3.2009 – 4.9.2009

Ziel: Ausbildung im kaufmännischen Bereich / Aushilfsjob zur Überbrückung bis zur Aufnahme einer Ausbildung







1.[FONT=&quot] [/FONT]Ihr Träger für Grundsicherung ARGE……unterstützt Sie mit folgenden Leistungen zur Eingliederung:

- Er unterbreitet Ihnen geeignete Vermittlungsvorschläge für eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich


- Er unterbreitet Ihnen für die Überbrückung der Zeit bis zur Aufnahme einer Ausbildung geeignete Aushilfsjobs im orts- und zeitnahen Bereich.

- Er unterstützt die Bewerbungsbemühungen durch Übernahme der Kosten für schriftliche Bewerbungen nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. 45 SGB III. Die Kosten werden bis zu 300 Euros jährlich übernommen.


[FONT=&quot]-[FONT=&quot] [/FONT][/FONT]Er unterstützt Ihre Bewerbungsaktivitäten nach Maßgabe des § 16 SGB Abs. 1 II i.V.m. § 45ff SGB III durch Übernahme von Fahrtkosten zu Vorstellungsgesprächen auf vorherige Antragsstellung.



2. Bemühungen von Frau….. zur Eingliederung in Arbeit.

Sie unternehmen vom 4.3.2009 bis 4.9.2009 mindestens 4 Bewerbungen pro Monat um Ausbildungsstellen und Aushilfsjobs zur Überbrückung bis zur Aufnahme einer Ausbildung und legen hierüber folgende Nachweise vor: Kopien der Bewerbungsschreiben und wenn vorhanden Kopien der Antwortschreiben.








Der gesamte Text bis hin zu den Rechtsfolgebelehrungen muss entfernt werden,. Auch der SAtz der mit "Sollte aufgrund von wesentlichen Änderungen....." muss weg. Du erhälst noch eine PN.




In dieser EGV verpflichtest du dich, dir zusätzlich einen Job im orts- und zeitnahen Bereich zu suchen, bis du einen Ausbildungsplatz gefunden hast. Dieser Job schützt dich auch ein wenig vor EEJobs. Kannst ja in den Geschäften mal nachfragen; die zahlen meist nur 5 Euros die Stunde. DAs ist aber immernoch besser als der EEJob.



Die ARGE soll dir mit Ausbildungsplatz und Aushilfsjob dabei mit Vermittlungen helfen.



Das wird deiner SB leider nicht passen, aber nach Einreichung eines Gegenvorschlages kann sie dich zumindest nicht sanktionieren. Sie kann es dir nur recht schwer machen, denn sie hat sich ja schon über "einer Dummen" gefreut, die die Arbeit bei der Tafel für einen Job pro Stunde macht. Soll sie sich eine andere Dumme suchen.



Wenn du Glück hast, schläft die Geschichte nach Einreichung des Gegenvorschlages mit einem Text, den ich dir per PN schicke, ein. Dann hörst du nichts mehr.


Vermutlich wird sie dich aber nach ERhalt des Gegenvorschlages rufen. Dann gehe bitte nicht alleine hin. Nehme einen Beistand nach § 13 SGB X mit (irgend jemand aus deinem Bekanntenkreis), denn die wird einen riesigen Druck machen, damit du doch noch ihre EGV unterschreibst und zum EEJ zur Tafel gehst. Mit einem Beistand, der danach auch bezeugen kann, bleiben zumindest die Nötigungen aus. Was auch immer sie dir in diesem Gespräch gibt (vermutlich eine verbesserte EGV, aber mit dem EEJ) unterschreibe das nicht sofort! Diesem Druck musst du standhalten! Mitnehmen, zwecks Prüfung, und hier nochmal ins Forum stellen!


Die 3. Möglichkeit ist, dass du diese EGV direkt per Verwaltungsakt erhälst. Das ist auch nicht schlimm, denn den stellst du hier rein. Da müsste ein Widerspruch und ein Antrag auf aufschiebende Wirkung des Widerspruches geschrieben werden. Alles nicht tragisch.


Und bitte keine Angst vor Sanktionen! Solange du nichts falsch machst, kann man dich nicht sanktionieren! Jede Sanktion wäre nicht gerechtfertigt und lässt sich leicht im Eilverfahren (dauert ca. 4 Wochen) einklagen. Dafür bekommst du auch einen Anwalt für 10 Euros.
 

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#22
Hey!

Ich habe den Gegenvorschlag von Mobydick eingereicht (auch an dieser Stelle nochmal vielen Dank dafür!!) und dann war erstmal Ruhe.
Am Mittwoch hatte ich dann ein Gespräch mit meiner Sb, welches diesmal relativ kurz ausgefallen ist.
Meine Sb war wohl ziemlich angefressen wegen dem Gegenvorschlag und am meisten hat sie wohl geärgert, dass sie keine Möglichkeit hatte, mir deswegen mit Sanktionen zu drohen etc.
Sie hat mir dann eine neue EGV vorgelegt, weil sie meinen Gegenvorschlag SO nicht unterschreiben konnte und das angeblich auch nicht durfte.
Die Rechtsabteilung der ARGE hat sich den Gegenvorschlag angeblich durchgelesen und hat jetzt die neue EGV bzw. die Rechtsfolgenbelehrung erstellt.

Zu dem Satz "Bewerbungskosten werden bis zu..." hat sie nur gemeint, dass sie bisher ja noch keine Bewerbung von mir abgelehnt hat, also weiß sie garnicht warum ich da so einen Aufstand mache.
Also mit dem Inhalt der EGV kann ich eigentlich leben, jedoch hat sich an der Rechtsfolgenbelehrung meiner Meinung nach nicht viel geändert?!
Soll ich sie jetzt trotzdem unterschreiben, oder nochmal einen Gegenvorschlag einreichen?

Meine Sb meinte noch, dass ich mir jetzt gerne wieder irgendwelche Gesetzestexte aud dem Internet zusammen kopieren kann wenn mir danach ist.
Außerdem können wir das Spielchen auch noch spielen bis ich 25 bin.
Danach wäre der Zug für mich aber abgefahren und sie könnten nichts mehr für mich machen, was eine Ausbildung betrifft.

Ich frage mich ehrlich gesagt, was sie bisher für mich gemacht haben, ausser mich direkt beim Erstgespräch zu einem 1-Euro-Job zu nötigen :icon_neutral:

Naja, ich habe die neue EGV mal angehängt als PDF.
 

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#23
Super, :icon_party:da hat sie aber lang gekaut! Mir fällt einiges schwer zu glauben:

1) Hat sie dir auch separat keinen EEJ zugewiesen? Evtl. als "Angebot" oder "Vermitttlungsvorschlag"???

2) Fehlt in der EGV evtl. eine Seite? Es fällt mir extrem schwer zu glauben, dass man die Mitwirkungs- und Meldepflichten und die Ortsabwesenheit entfernt hat, und den Satz, dass man dir jederzeit diese EGV ändern kann. So etwas gibts ja gar nicht!


Die EGV ist nicht so ganz in Ordnung, weil sie die Bewerbungskostenerstattung nicht verbindlich zusagt. Außerdem steht der Satz mit den Leistungen nach § 45 SGB III nochmal drin.

Also Nicki, Ich rechne mal damit, dass die dich mit den 300 Euros Bewerbungskostenerstattung nicht hängen lassen werden. Wenn du jetzt noch groß etwas bemängelst, machen die dir wieder Stress. Ich würde das hinnehmen und unterschreiben. Du bist unter 25 Jahre alt, und das kann dann problematisch werden.
 

nicki85

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#24
Nein, sie hat mir nur die EGV vorgelegt.
Sie hat mich lediglich ungefähr 5000 mal darauf hingewiesen, dass sie mir jetzt Stellenangebote zuschicken wird, auf die ich mich dann bewerben muss, da ich das ja ausdrücklich so wollte.
Es fehlt auch keine Seite.
Also ich habe auf jeden Fall nur diese 3 Seiten bekommen.
Dein Gegenvorschlag hat die Herrschaften vielleicht echt vom Hocker gehauen :icon_party:
Also werde ich die EGV so unterschreiben und sie abgeben.
Dank deiner Hilfe habe ich ja scheinbar schon einiges erreicht :icon_daumen:
 
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#25
@Mobydick
Eine Frage. Unter 5. auf Seite 3 der EV von Nicki85 steht, dass man auch bei 100%iger Sanktion seinen Grund- und Meldepflichten nachkommen muss.

Ist das so?
 
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#26
Ja, denn auch bei Sanktion kannst du vermittelt werden. Du bist ja nicht aus dem Leistungsbezug raus.

Außerdem wird deine KdU bei Sanktion weiterbezahlt.
 
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#27
Sie hat mich lediglich ungefähr 5000 mal darauf hingewiesen, dass sie mir jetzt Stellenangebote zuschicken wird, auf die ich mich dann bewerben muss, da ich das ja ausdrücklich so wollte.
Hat sie in die EGV aber nicht reingeschrieben.

Ich halte es für möglich, dass sie dir lauter Stellenangebote schicken wird, die du nicht machen willst. Da wirst du geschickt umgehen müssen. Kannst ja hier nachfragen.
 
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