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Kati

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#1
Hallo, ich bräuchte Hilfe von Experten :?:
Habe in den letzten Tagen versucht, mich schlau zu machen, aber leider werde ich immer unsicherer.
Mein Status zur Zeit:
22 Jahre alt, abgeschlossene Berufsausbildung (staatl. anerk. Erzieherin), aber im Augenblick ohne Aussicht auf eine Anstellung, wohne notgedrungen noch zu Hause.
Wir haben zwar genügend Wohnraum, aber Unterstützen können meine Eltern mich kaum.
Jetzt meine Fragen:
Was kann (sollte) ich beantragen ?
Was muß ich beim Antrag (ausfüllen) beachten ? Speziell alle Angaben über meine Eltern. Ob reine Personen oder gar Finanzielle Daten ?
(War letzte Woche beim Amt, dort sagte man mir was von Ausfüllpflicht)
Gibt es eigentlich in meinem Fall eigentlich eine unkomplizierte und abgeschwächte Version von Unterstützung ? Z.B. Übernahme der Krankenkasse (bin z.Z. nicht krankenversichert) und einen gekürzten Zuschuß " oder " gibt es nur " Alles oder Nichts " ?
Nachdem ich letzte Woche ohne Antragseingang nach Hause geschickt wurde ( die Angaben über meine Eltern würden fehlen bzw. diese " müssen sie unterstützen - Hausbesitzer) bin ich jetzt noch Unsicherer den Antrag richtig auszufüllen bzw. welche Fangfragen mich erwarten.
Über gute Tipps und Ratschläge würde ich mich nicht nur riesig freuen, sondern sie würden mir mein Leben wieder erträglicher machen.
Hoffnungsvolle Grüße im Voraus
Katja
 

Martin Behrsing

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#2
Hallo Katja,

wohnst Du noch bei Deinen Eltern?
Solltest Du da wohnen, musst Du jetzt leider Angaben über das Einkommen Deiner Eltern machen, da ihr eine Bedarfsgemeinschaft bildet.
 

Silvia V

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#3
Hallo Katja,

die Höhe des ALG II ist vom Einkommen Deiner Eltern abhängig.
Es kann durchaus sein,das Du nur anteiliges ALG II bekommst.
Übrigens besteht für erwerbslose Kinder bis zur Vollendung des 23.Lebensjahres,die Möglichkeit sich über die Eltern familienversichern zu
lassen(sofern die Eltern einer gesetzlichen Krankenversicherung angehören).

Gruß
Silvia
 

Kati

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#4
Hallo Martin, erstmal vielen Dank für Deine schnelle Antwort.
Spielt es denn keine Rolle, ob ich eine "abgeschl. Berufsausbildung" habe oder nicht ? Meine Eltern haben mir doch eine Ausbildung ermöglicht und wollen (können) mich nicht weiterhin voll untestützen. Ich meinte irgendwo gelesen zu haben, daß eine "abgeschl. ber. Ausb." ausschlaggebend wäre ? Ich könnte auch jetzt nicht mehr ausziehen ?
@ Silvia, war während meiner Schulausb. bei meinem Vater (ges. Vers.) versichert, dann während meiner Berufsausb. selbst kranken Vers.
Mein sagte, bei ihm geht es nicht mehr, ich müßte mich selbst vers. ?

Anmerkung: Meine Eltern haben zwar das 2 Fam. Haus von meinen Großeltern überschrieben bekommen, sind auch berufstätig, haben aber auch Verbindlichkeiten (Hypotheken ect.)

Gruß Kati
 

Kati

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#5
Habe gerade unter ALG II die Frage von Cristoph gelesen.
(abgeschlossene berufs Ausb. - Auszug möglich)
Was ich verstehe, (Auszug ist kaum noch möglich) wo ich unsicher bin:
Wenn ich (notgedrungen) zu Hause wohnen bleibe, ist mein Anspruch " ausschließlich" vom Einkommen meiner Eltern abhängig ? oder kann ich unabhängig davon (weil abgeschl. Berufsausb.) Leistungen beanspruchen?
Habe mit meinen Eltern zwar eine Wohngemeinschaft, die Miete können meine Eltern jetzt nicht mehr einfordern, aber ich zähle für meine Eltern nicht zu deren (Eltern und Bruder) Bedarfsgemeinschaft.
Und irgendwo hatte ich gelesen, daß ich im Antrag die Vermögensverh. meiner Eltern nicht angeben muß, weil ich ganz "alleine" für mich aufkommen muß, also keine Bedarfsgemeinschaft vorliegt.
Sorry, wenn ich mehr oder weniger immer dasselbe frage :cry: , aber ich möchte auch nichts falsch machen.

Nochmals vielen Dank im Voraus :D
Kati
 

Martin Behrsing

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#6
Hallo Kati,

nochmal. Die Regelung gilt seit Freitag: Danach müssen Deine Eltern bis zum 25. Lebensjahr für dich aufkommen, wennDu zuhause wohnst. D.H. das Einkommen Deiner Eltern wird mit berücksichtig und ihr bildet eine Bedarfsgemeinschaft (jetz auch mit abgschlossener Berufsausbildung, was vorher so nicht war).
Dabei wird bei dir ab Juli 276 EUR und für deine Eltern jeweis 311 EUR Regelleistung zugrundegelgt. Hinzukommt die Kosten der Unterkunft, die dann durch 3 geteilt werden. Sollten Deine Eltern mehr Geld haben, müssen sie für dich aufkommen.

Eventuell Zeit sich Gedanken über eine Verfassungsbeschwerde zu machen?
 

Kati

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#7
Hallo Martin, trotz des total ernüchternden Ergebnisses, besten Dank für Deine erneute schnelle Antwort. Dann kann ich meinen Eltern (mit denen normalerweise gut klar komme) keine positive Nachricht überbringen :shock:
Wahrscheinlich sind meine Abschlußfragen überflüssig und es gibt auch keine positiven Antworten, aber ich möchte alles versucht haben. :kratz:

Spielt es noch eine Rolle, daß ich mit meinem Antrag schon am 23.01.06 (Tag der Antragstellung) bei der Arge war ? Oder wäre bei einem positiven Bescheid trotzdem am Freitag (17.02.06) Schluß gewesen ? Oder gibt es da noch Hoffnung ?

Müssen meine Eltern auch meine Krankenvers. voll bezahlen (war bei der Barmer) ? Die gez. Kr.Vers. meines Vaters hat meine Aufnahme (tel. Anfrage) abgelehnt, weil ich ja eine "abgeschl." Berufsausbildung habe.

Ist der Betrag bekannt, den meine Eltern verdienen dürfen, um nicht für " a l l e s " aufkommen zu müssen ?

Ich hoffe, ich habe nicht zu sehr genervt

Viele liebe und traurige Grüße
Kati
 

Martin Behrsing

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#8
Hallo Kati,

hast Du denn am Tag der Antrgstellung schon einen Mietvertrag in Aussicht gehabt und dir von der ARGE die Wohnung genehmigen lassen. Wenn nein, dann ist es jetzt so. Allerdings solltest Du dennoch das ganze beantrgen und dies per Sozialgericht durchsetzen. Noch sehe ich, dass das Gesetzt rechtswidrig ist und wahrscheinlich von einigen ÄSozialgerichten gekippt wird.
 
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