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Bin im ALG2-Bezug, habe eine Honorartätigkeit auf Provisionsbasis angeboten bekommen und jetzt einige Fragen dazu

Annarella

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#1
Hallo,

falls das Thema hier nicht richtig ist, bitte verschieben.

Ich beziehe Alg 2 und habe ein Angebot bekommen, für eine Firma in der Schweiz eine Akquisetätigkeit auf Honorarbasis auszuüben. Es handelt sich um Akquise, die erst bei erfolgreicher Vermittlung vergütet wird. Die Arbeit kann ich von Hause aus über PC und Telefon erledigen.

Jetzt meine Fragen hierzu:

1. Muss ich diese Tätigkeit vorab (also vor Beginn?) dem Jobcenter melden, auch wenn ich erst einmal nichts verdiene? Beziehungsweise kann das JC mir diese Arbeit quasi "verbieten", da zunächst kein garantiertes Einkommen bietet? Ich denke da auch daran, dass ich ja praktisch während dieser Tätigkeit dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehe. Allerdings habe ich vom JC eh keine Vermittlungsvorschläge erhalten und habe in meinem Beruf keinen Erfolg bei eigenen Bewerbungen gehabt. Daher erscheint mir diese Tätigkeit als gute Chance, wieder auf eigenen Beinen zu stehen.

2. Meine Provision ist bei einem Erfolg relativ hoch. Bis ich diese erziele bin ich aber auf die Zahlung vom JC angewiesen. Kann das JC die Leistung verrechnen und von mir zurückfordern, wenn meine Provision in einem Monat sehr hoch ist, im nächsten Monat aber nichts verdient wurde? Machen die dann so etwas wie eine Mischkalkulation? Ich denke daran, dass es durchaus sein kann, dass ich in einigen Wochen einen Monat lang durchaus ein hohes Einkommen erzielen werde, aber in drei Monaten darauf eventuell auch gar nichts. Da ich dies nicht absehen kann, wäre es schwierig, mehrere Monate ohne Einkommen oder nur mit einer Teilzahlung des JC dazustehen.

3. Wie wird mein Einkommen vom JC berechnet, wenn ich darauf ja auch noch selber Steuern bezahlen muss?

4. Gibt es möglicherweise Schwierigkeiten mit dem JC, weil diese Firma im Ausland ist?

Ich hoffe, hier kann mir jemand helfen und einen guten Rat geben, wie ich das am besten mache.
 

vidar

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#2
AW: Honorartätigkeit / Provision

... für eine Firma in der Schweiz eine Akquisetätigkeit auf Honorarbasis auszuüben..
Soll heißen, du arbeitest dann also als Freiberufler für einen (Nicht-EU) Strukturvertrieb mit allen Nachteilen eines ggf. Schneeballsystems, die dir hier entstehen könnten. Sollte es so sein, würde ich erst einmal checken, ob es über diese Firma bereits einige Bewertungen gibt, bevor ich überhaupt mit den Gedanken Spiele mich für einen Strukturvertrieb aufzureiben.
 

Annarella

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#3
AW: Honorartätigkeit / Provision

Hallo Vidar,

das Unternehmen gehört einem guten und langjährigen Freund. Es ist zunächst ein Versuch, ob diese Tätigkeit etwas für mich ist. Das möchte ich gern testen. Wie es dann weitergeht, wird man sehen. Es ist derzeit für mich auch eine Chance, aus meinen finanziellen Schwierigkeiten herauszukommen. Selbst wenn es nach zwei bis drei Monaten nichts wird, habe ich es versucht und bin schlauer.

Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass es offenbar ratsam wäre, diese Tätigkeit zunächst als Nebentätigkeit mit einer Wochenarbeitszeit von maximal 15 h dem JC zu melden, damit mir keine Nachteile entstehen.

Ich würde mich dennoch freuen, wenn mir jemand meine Fragen oben beantworten könnte. :)
 

vidar

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#4
AW: Honorartätigkeit / Provision

... Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass es offenbar ratsam wäre, diese Tätigkeit zunächst als Nebentätigkeit ...
Wie stellst du dir dies dann vor, wirst du dann von deinem Bekannten mit einem Schweizer Arbeitsvertrag eingestellt, oder willst du dich als Freiberufler (Handelsvertreter nach §84 HGB) innerhalb Deutschlands selbständig machen?
 

Nena

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#5
AW: Honorartätigkeit / Provision

Max. 15 Stunden sind bei ALG1 relevant, nicht jedoch bei ALG2. Verwechselst Du was?
 

Annarella

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#6
AW: Honorartätigkeit / Provision

Wie stellst du dir dies dann vor, wirst du dann von deinem Bekannten mit einem Schweizer Arbeitsvertrag eingestellt, oder willst du dich als Freiberufler (Handelsvertreter nach §84 HGB) innerhalb Deutschlands selbständig machen?
Ich kenne mich mit diesen Dingen kaum aus, daher meine Frage hier. Den Vertrag würden wir als eine Art Kooperationsvertrag machen, der die Vereinbarungen für die Provision regelt und festlegt. Es ist darin keine Arbeitszeit genannt und auch keine feste Vergütung. Also kein Arbeitsvertrag wie üblicherweise.

So wie ich das verstehe, wäre das dann so etwas wie eine freiberufliche Tätigkeit, oder?
 

Annarella

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#7
AW: Honorartätigkeit / Provision

Max. 15 Stunden sind bei ALG1 relevant, nicht jedoch bei ALG2. Verwechselst Du was?
Ich weiß nicht genau, aber das sind die Infos, die ich jetzt aus den alten Beiträgen hier im Forum zusammenkramte. Ob das nur für Alg 1 gilt, weiß ich nicht. Wo kann ich diese Info bekommen, ohne dafür beim JC schon für ungelegte Eier während der Klärung alle Pferde scheu zu machen?
 

Curt The Cat

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#8
Moinsen Annarella ...!

Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
[FONT=Arial,Wide Latin]11. Themen/Threads erstellen
[/FONT]
[FONT=Arial,Wide Latin]Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder [/FONT]Honorartätigkeit / Provision[FONT=Arial,Wide Latin], sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt![/FONT]
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 

vidar

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#9
AW: Honorartätigkeit / Provision

... Den Vertrag würden wir als eine Art Kooperationsvertrag machen, der die Vereinbarungen für die Provision regelt und festlegt. Es ist darin keine Arbeitszeit genannt und auch keine feste Vergütung ... wäre das dann so etwas wie eine freiberufliche Tätigkeit, oder?
Eine freiberufliche Tätigkeit setzt eine Selbständigkeit voraus und muss als Gewerbe angemeldet werden. Ich möchte dir empfehlen, dich über die Tragweite entsprechend zu informieren. Über Gockel wirst du hierüber genügend Antworten finden. Nutze die Infoquelle auch dafür dich über die Systematik der Strukturvertriebe zu informieren

... Ob das nur für Alg 1 gilt, weiß ich nicht. Wo kann ich diese Info bekommen
Schaue mal hier beim Beitrag #4: Leitfaden
 
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#10
AW: Honorartätigkeit / Provision

Eine freiberufliche Tätigkeit setzt eine Selbständigkeit voraus und muss als Gewerbe angemeldet werden.
Das ist so schon mal falsch!!

Freiberufler brauchen kein Gewerbe anmelden, kann man nachlesen wer Freiberufler ist, die melden ihre Freiberuflichkeit einfach nur dem Finanzamt.
Es gibt ebenso eine Festlegung wer als Selbständiger definiert ist und Gewerbe anmelden muss.

Die TE muss Gewerbe an melden, sie fällt nicht unter den Status Freiberuflich!!

Kann man übrigens auch im WWW ergoogln was freiberuflich ist und selbständig (Gewerbe) aber auch Finanzämter geben darüber Auskunft
 
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#11
t meine Fragen hierzu:
Ich hoffe, hier kann mir jemand helfen und einen guten Rat geben, wie ich das am besten mache.
Grundsätzliche Frage an Dich: bist du ausgebildeter Profi im Telemarketing/Telesales?
Wenn nämlich nicht: dann wirst Du erfolgreich untergehen!
Das ist nämlich keine Tätigkeit, die nur voraussetzt das man Headset und Telefon bedienen kann.

Falls Du Profi bist in Sachen Telemarketing und auch die dazu gehörige Kommunikation beherrscht, dann sind deine Fragen dahingehend einfach zu beantworten:
- Du meldest Gewerbe an, die Meldung ans Finanzamt machen die, du musst nur steuerrechtlich beachten, es handelt sich um Provisionen aus dem Ausland (wegen der Umsatzsteuer)
- Du meldest dem JC dein Gewerbe, die werden dich dann mit Unterlagen zu werfen (das musste dann können)
- soweit ich weiß, werden beim JC die Provisionen auf einen Bemessungszeitraum verteilt

Grundsätzlich frage ich mich aber auch, warum zahlt die Das unternehmen keine Office Pauschale zzgl. Provision
 

Kerstin_K

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#12
Was mir gerade auffälllt:

Wenn man mit Gewerbe nur einen Auftraggeber hat, könnte das Thema Scheinselbständigkeit noch akut werden.
 

Linuxfan

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#13
Ich beziehe Alg 2 und habe ein Angebot bekommen, für eine Firma in der Schweiz eine Akquisetätigkeit auf Honorarbasis auszuüben. Es handelt sich um Akquise, die erst bei erfolgreicher Vermittlung vergütet wird. Die Arbeit kann ich von Hause aus über PC und Telefon erledigen.
Ich habe auch in meiner Selbständigkeit mit "Pick up the phone and start dialling" für eine Fotoagentur angefangen. Es ging darum, neue Kunden auf die Webseite der Agentur aufmerksam zu machen.

Allerdings habe ich da schon einen Stundensatz genommen und nicht alleine auf Provisionsbasis gearbeitet.

Sachen, die rein auf Provisionsbasis (oder schöngefärbt formuliert "leistungsorientiertes Einkommen bieten") laufen findest Du wie Sand am Meer. Strukturvertriebe sind da ein Beispiel, wo man dann als Tippgeber oder Vertrauensmann arbeitet. Produkte wollen verkauft und angeprisen werden. Wenn jemand das auch noch ohne Lohnforderungen macht - umso besser für den Auftraggeber aber nicht unbedingt für dich.
 
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