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Bin ich mit 61 Jahren noch als Informatiker vermittelbar?

hubi1612

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#1
Hallo Leute
bin neu im Forum und dazu ein paar Daten: wie gesagt, bin 61, Informatiker (Akademiker) , wurde bis Ende des Jahres betriebsbedingt gekündigt wg Wegfall des Arbeitsplatzes mit Aufhebungsvertrag. Bin bereits arbeitslos gemeldet und ALG 1 auch schon bewilligt.
1) Mir wurde schon vor 4 Wochen ein Vermittler zugeteilt, habe aber bisher kein Vermittlungsgespräch bekommen und auch keine Vorschläge (im Stellengesuch meines Profils beim AA. Ist das normal? Ich dachte die melden sich innerhalb ein paar Tagen nach Eingang der Arbeitssuchendmeldumng bzw Arbeitslosengeldantrags?
2) Muß ich vor dem Gespräch mit dem Vermittler schon aktiv werden, will heißen, Bewerbungen losschicken?
3) Wie sehen die Chancen einer Vermittlung aus, als 61-jähriger Informatiker, mit total veraltetem Wissen. Hintergrund: Habe die letzten 10 Jahre nur die Altsysteme am Laufen gehalten.
Danke und Gruß
 

Bitas

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#2
AW: Informatiker mit 61 Jahren noch vermittelbar

Hallo,
Wenn Du einen neuen Arbeitgeber finden möchtest, solltest Du Dich selbst darum kümmern.
Die AfA wird Dir eher wenig bis keine geeigneten Stellen anbieten können. Sei denn Du möchtest für Mindestlohn als Leiharbeiter Dein Brot verdienen.
Es gibt sicherlich auch Ausnahmefälle, aber bei Ü60 sieht es her düster aus.

Viel Glück wünscht
Bitas
 

RobbiRob

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#3
AW: Informatiker mit 61 Jahren noch vermittelbar

Betriebsbedingt gekündigt mit Aufhebungsvertrag ist mir neu?

Deine Chancen auf dem Markt gehen gegen Null.
Selbst wenn Du auf dem aktuellen Stand wärst.

Der Trend geht gerade von Auslagerung in Richtung Cloud incl. Support.
Auch die ganzen Supportlevel sind bis auf Gerippe ausgelagert oder ins Ausland verlegt.

Mit 61 Jahren und langer Berufserfahrung hast Du doch Deinen Beitrag geleistet.
Sieh zu, dass Du die 24Monate Alg1 im seichten Fahrwasser mitnimmst und bereite Dich auf den Ruhestand vor.

Wenn man mit 61 das Rentenschiff nicht im Hafen hat, dann bringen 2-3 Jahre mies bezahlte Arbeit es auch nicht mehr.

Wichtig ist, dass Du rausfindest wie Dein SB so tickt.
Also ob der meint Dich noch intensiv vermitteln zu müssen, oder ob der SB Dich mitschwimmen lässt.

Just my 2 cents
 

vidar

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#4
AW: Informatiker mit 61 Jahren noch vermittelbar

Moin @hubi1612,

Von den Sozialmitarbeitern bzw. Vermittlern der AfA wirst du selten entsprechende Unterstützung erhalten. Bei der AfA wirst du ab 58 eh nicht mehr als Arbeitsloser in der Statistik geführt. Da du aber sicherlich genügend ALG Anwartschaft erzielt hast, bekommst du zumindest schon mal für 2 Jahre ALG-1 (SGB III) als Leistung ausgezahlt und hast erst einmal Ruhe vor dem JC (SGB II).

Du könntest jetzt versuchen über deinen Ansprechpartner eine Fortbildung zu erhalten, um deine fehlenden Fachkenntnisse ausgleichen zu können. Aber, obwohl du bis zum Erreichen der Regelaltersrente noch ca. 6 Jahre dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen könntest, ist es aber für einen älteren Arbeitssuchenden leider nicht so einfach hier auch eine Weiterbildung genehmigt zu bekommen. Im Endeffekt bleibt dir leider nicht anderes übrig, als dich selbst um einen Arbeitsplatz zu kümmern. Je früher du das machst, umso besser ist es. Ein längere Arbeitslosigkeit wirkt sich für dich negativ aus.

Solltest du 45 Versicherungsjahre (Rentenversicherung) nachweisen können, besteht für dich auch die Möglichkeit vorzeitig Abschlagsfrei mit 63 + 8 oder 9 Monate in Rente zu gehen. Solltest du aber keine 45 aber mindestens 35 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben, dann müsstest du aber leider mit einem Abschlag von monatlich 10,2 – 10,5 % rechnen. Dieser Abschlag gilt dann bis zum Lebensende.

Es könnte also auch durchaus sein, dass die AfA bzw. anschließend das JC von dir verlangen wird vorzeitig mit 63+ einen Rentenantrag zu stellen und dann auch in Rente zu gehen, sofern der Rentenbetrag höher als dein Hartz4 Leistungsbetrag sein sollte.

Fordere schon mal - nur für dich selbst als Info – bei der DRV deinen aktuellen Rentenverlauf an. Achte unbedingt darauf, dass die letzten zwei Arbeitsjahre auch voll mit berücksichtigt worden sind.

Nachvollziehen kann ich aber nicht, wieso dir betriebsbedingt gekündigt worden ist und gleichzeitig auch noch ein Aufhebungsvertrag mit dir geschlossen worden ist. Entweder das Eine oder das Andere, beides zusammen erschließt sich mir nicht. Oder, gab es einen Abfindungsbetrag, der deshalb zusätzlich zur betriebsbedingten Kündigung schriftlich vereinbart worden ist.

Ansonsten empfehle ich dir, dich hier in den Foren intensiv einzulesen. Verwende die Suchfunktion für die Themen, die dich interessieren.
 

hubi1612

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#5
AW: Informatiker mit 61 Jahren noch vermittelbar

Hallo zusammen
erstmal vielen Dank für für die vielen Antworten/Beiträge, die in so kurzer Zeit gemacht wurden. Ich bin total überrascht.
Zum Thema betriebsbedingt bzw Aufhebungsvertrag: Vllt war das nicht so richtig formuliert. Da mein Arbeitsplatz in der bisherigen Form weggefallen ist und auch weiterhin immer wieder irgendwelche "Säuberungsaktionen" sprich Restrukturierungen anfallen werden (das war gang und gäbe während der letzten 10 Jahre bei jedem Wechsel der GF), habe ich das Angebot der Firma angenommen; das "betriebsbedingt" und Wegfall der Stelle steht so nur in der Kündigung. Abfindung direkt habe ich keine bekommen, war eine gewisse Zeit voll bezahlt freigestellt.
Für mich ist es schon klar, dass der Zug abgefahren ist. In dem Alter und von den neuen Systemen und Methoden keine Ahnung, wird mich wohl keiner mehr wollen. Ich war hauptsächlich in der Software-Entwicklung tätig, und da ändert sich dauernd das Umfeld.
Ich wollte halt eher wissen, ob mich die AfA noch mit ständigen VV , Bewerbungen und Vermittlungsgesprächen nerven wird.
Aber das wird wohl im Ermessen meines Vermittlers beim AfA liegen.
 

Bitas

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#6
AW: Informatiker mit 61 Jahren noch vermittelbar

Wahrscheinlich schicken die dich erst mal in eine von den vielen Sinnlosmaßnahmen, z.B. "Bewerbungen schreiben Lernen".
Aber du hast es schon richtig erkannt, es liegt am SB wie motiviert der ist.
 

hubi1612

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#7
AW: Informatiker mit 61 Jahren noch vermittelbar

Das wäre natürlich Kappes, aber da muß man wohl mitspielen.
Aber nochmals die Frage: Ist das üblich, dass man so lange auf eine Einladung zum Vermittler warten muß? Und, es ist bereits der 2. Vermittler zuständig, und trotzdem nix passiert.
 

vidar

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#8
AW: Informatiker mit 61 Jahren noch vermittelbar

Ich wollte halt eher wissen, ob mich die AfA noch mit ständigen VV , Bewerbungen und Vermittlungsgesprächen nerven wird.
Solange du dich im Rechtskreis des SGB III befindest wirst du nicht zu sehr mit VV überschüttet. Ins Amt wirst du wohl alle 3-6 Monate eingeladen. Zum Start muss du nicht jedes Angebot aus einem VV annehmen. Wie es sich verhält, kannst du hier nachlesen: § 140 SGB III Zumutbare Beschäftigungen - dejure.org

Du bist aber trotzdem nicht davon befreit dich auch selbst um einen Job zu bemühen. Zu gegebener Zeit wird das Amt auch von dir Bewerbungsnachweise verlangen. Ob mit dir auch noch eine EGV (Eingliederungsvereinbarung) abgeschlossen wird, hängt von deinem SB ab. Sofern du aber in den Rechtskreis des SGB II (Hartz-4) gelangst, wird alles schärfer betrachtet.
 

m aus m

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#9
AW: Informatiker mit 61 Jahren noch vermittelbar

Hallo, mit 61 sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt = 0
War mit 58 bei ähnlichem Ausbildungsstand in der gleichen Situation.
Das AfA hat mich 2 Jahre wenig belästigt, Einladung vierteljährig 10 Min. Dann Jobcenter, die mich Mitte des Jahres aus der Vermittlung genommen haben. Seitdem keine EGV, keine Zwangsbewerbungen und keine Einladungen mehr. Bin jetzt 61, genieße meinen Vorruhestand und gehe mit 63 + 7 Monaten in Rente. Dann zwar mit Abschlägen, ist aber auch ein paar 100 Euro mehr als ALG II.
als ALG II.
 

noillusions

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#10
AW: Informatiker mit 61 Jahren noch vermittelbar

Einiges haben die Vorschreiber schon richtig geschrieben.

Ich war hauptsächlich in der Software-Entwicklung tätig, und da ändert sich dauernd das Umfeld.
Überleg dir ob du Bock drauf hast, das eine oder andere Neue zu lernen. Hin und wieder suchen einige diese "Saurier", die noch etwas von Cobol oder anderen "Fossilien" wie Fortran (sehr selten mittlerweile) verstehen, weil Alt-Systeme umgestellt werden sollen. Aber die Masse ist das natürlich nicht.
 

hubi1612

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#11
AW: Informatiker mit 61 Jahren noch vermittelbar

Ja daran habe ich auch schon gedacht.
Habe mich auch schon zeitweise als Freiberufler versucht und einen Auftraggeber mit Altprojekt gehabt, aber da liegt jetzt leider nichts mehr an.
 
E

ExitUser

Gast
#12
AW: Informatiker mit 61 Jahren noch vermittelbar

Einfach ruhig Blut. Spezialisten werden immer gesucht. Und Du bist einer.

ALG2 sollte für Dich kein Thema sein. Auch nicht in Deinem Alter. Ich denke nicht, daß die AfA für Dich etwas findet. Das wirst Du selbst tun müssen, eben weil Dein Beruf sehr speziell ist.

Geh' es langsam an. ALG1 läuft für Dich noch eine ganze Weile. Du wirst gewisse Zirkel haben, in denen Spezialisten wie Du gesucht werden. Das läuft nicht über die AfA.
 

Wholesaler

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#13
AW: Informatiker mit 61 Jahren noch vermittelbar

Du wirst gewisse Zirkel haben, in denen Spezialisten wie Du gesucht werden.
Ja, die werden gesucht. Allerdings 40 Jahre jünger und dann mit 10 Jahren Berufserfahrung zum Dumpinglohn.
 

Doppeloma

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#14
AW: Informatiker mit 61 Jahren noch vermittelbar

Hallo hubi1612, :welcome:

bin neu im Forum und dazu ein paar Daten: wie gesagt, bin 61, .... und ALG 1 auch schon bewilligt.
Soweit doch völlig in Ordnung, sei doch froh wenn alles reibungslos gelaufen ist und dir ALGI pünktlich überwiesen wird.

1) Mir wurde schon vor 4 Wochen ein Vermittler zugeteilt, habe aber bisher kein Vermittlungsgespräch bekommen und auch keine Vorschläge (im Stellengesuch meines Profils beim AA. Ist das normal?
Nicht unbedingt aber deine weiteren Beiträge klingen ja nicht unbedingt danach, dass du ernsthaft noch was Neues anfangen willst (was ich durchaus verstehen kann mit 61 Jahren) ... :idea:

Ich dachte die melden sich innerhalb ein paar Tagen nach Eingang der Arbeitssuchendmeldumng bzw Arbeitslosengeldantrags?
Soll durchaus auch häufiger vorkommen besonders in deiner Altersklasse, denn es ist nicht korrekt (wie schon geschrieben wurde), dass du bereits raus bist aus der Arbeitslosen-Statistik, (weil Ü 58) das gilt NUR für LE im SGB II nach § 53 a (Hartz 4) und NICHT bei der AfA ...

Und sogar dort erst wenn man dir (ab Ü 58 arbeitslos geworden) 12 Monate keine neue Stelle besorgen konnte, der Fleiß der JC-SB dabei ist allerdings "überschaubar" ...

So lange man ALG I bezieht KANN man nicht auf diese Weise aus der Statistik "entfernt" werden, es sei denn man wird (länger) krank ODER wird in einer (meist sinnfreien Ü-50) - Maßnahme "geparkt" zu diesem Zwecke.

So was dient dann eher der intensiven "Vorbereitung auf einen möglichst gesunden Lebens-Abend" aber nicht unbedingt der besseren Integration am 1. Arbeitsmarkt. :icon_evil:

Im Prinzip sollen ja die so begehrten "Alten und Erfahrenen" so schnell wie möglich in neue Arbeit vermittelt werden aber man sieht wohl auch keine guten "Aussichten" trotz deiner Berufserfahrungen.
Kommt ja auch etwas auf deinen Wohnort und die umliegenden AG an, ob es da vielleicht reelle Möglichkeiten geben würde.

Eventuell liegt es aber auch einfach daran, dass jetzt zum Jahreswechsel viel SB in Urlaub sind, um Kräfte zu sammeln für das neue Jahr und darüber nachzudenken, was man dir so "Gutes antun könnte" ...

Zumindest musst du nicht gleich unruhig werden wenn man dich einfach in Ruhe lässt. :icon_evil:

Ehe man dich irgendwie "vermitteln" könnte, müsste ja erst mal ein Beratungsgespräch stattfinden, dein Online-Profil kann ja auch nicht besonders komplett sein, wenn man noch nie mit dir gesprochen hat. :icon_evil:

Das solltest du allerdings gar nicht weiter beachten was da so geschrieben steht, wenn man was von dir will hat das immer noch auf dem üblichen Postwege zu kommen, online ist NICHTS "verbindlich". :icon_evil:

2) Muß ich vor dem Gespräch mit dem Vermittler schon aktiv werden, will heißen, Bewerbungen losschicken?
Wenn sich was anbietet, was du gerne machen würdest, dann hindert dich Niemand daran dich zu bewerben.
Verbindlich wäre nur was z.B. in einer EGV festgelegt und auch von dir unterschrieben wurde, aber das gibt es ja aktuell noch gar nicht.

Dafür wäre ja wieder erst ein Meldetermin notwendig, denn so eine EGV soll ja mit dir zusammen "erarbeitet" werden ... jedenfalls "rein theoretisch" ...

In einer Einladung kann man dich zwar "bitten" getätigte Bewerbungen mitzubringen, aber eine Verpflichtung hast du ja bisher dafür noch nicht unterschrieben.
NUR auf Vermittlungs-Vorschläge (per Post mit RFB) musst du dich wirklich bewerben, jedenfalls wenn sie dir nach § 140 SGB III zumutbar sind.

3) Wie sehen die Chancen einer Vermittlung aus, als 61-jähriger Informatiker, mit total veraltetem Wissen. Hintergrund: Habe die letzten 10 Jahre nur die Altsysteme am Laufen gehalten.
Kurz und bündig = SCHLECHT ... es sei denn du findest selbst was "Geeignetes" wo du dich bewerben möchtest ... wurde dir ja schon geschrieben, da kann ich mich nur anschließen.

Für mich ist es schon klar, dass der Zug abgefahren ist. In dem Alter und von den neuen Systemen und Methoden keine Ahnung, wird mich wohl keiner mehr wollen.
Es klingt nicht danach, dass dich das besonders "traurig" macht eventuell keine neue Arbeit mehr zu finden ... dann musst du auch nicht "traurig" sein, wenn kein Vermittler mit dir sprechen möchte deswegen ... :icon_hihi:

Ich wollte halt eher wissen, ob mich die AfA noch mit ständigen VV , Bewerbungen und Vermittlungsgesprächen nerven wird.
Aber das wird wohl im Ermessen meines Vermittlers beim AfA liegen.
Scheint ja (zumindest bisher) nicht der Fall zu sein, da gibt es sehr unterschiedliche "Charaktere" bei den SB und die werden auch gerne öfter mal "ausgetauscht", damit die "Beziehungen" zu den "Kunden" nicht zu eng werden. :bigsmile:

Es gab hier schon Fälle, wo man sich noch kurz vor dem Abschied in die Altersrente (mit 63 / 64) fleißig bewerben sollte, denn in eine vorzeitige Altersrente zu gehen, darf man bei der AfA auch noch nicht verlangen, das gilt erst im SGB II.

Trotzdem kann ich mich den Hinweisen dazu nur anschließen, deine Renten-Informationen mal danach zu überprüfen oder eine Aktuelle anzufordern bei der DRV, damit du genau weißt an welchem Tag X du "den Sack freiwillig zu machen kannst" ... mit den geringsten finanziellen Verlusten durch "Abschläge".

Letztlich garantiert auch dir Niemand ein ungewöhnlich langes Leben als Rentner und da sollte man sich besser beizeiten versuchen seine verdiente RUHE zu verschaffen und das Leben noch OHNE Ämterstress zu genießen.

Spätestens wenigstens wenn das ALGI mal abgelaufen sein wird ... beim JC ist das Alles meist noch weniger "spaßig", sofern du dort überhaupt Ansprüche haben würdest (Partnereinkommen / Vermögensverhältnisse könnten das schnell verhindern).

MfG Doppeloma
 

hubi1612

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#15
AW: Informatiker mit 61 Jahren noch vermittelbar

Hallo Doppeloma
vielen Dank für deine ausgiebigen Erläuterungen, Gedanken und Vorschläge in deinem letzten Beitrag.
Ich werde deine / eure Ratschläge annehmen und den Ball schön flach halten. Bisher bin ich ja wohl noch recht verschont geblieben, aber da ich mein Glück kenne, kann sich das natürlich ändern.
An dieser Stelle noch ein VV (hier nicht als Vermittlungsvorschlag sondern Verbesserungsvorschlag!) : Ich als Neuling tue mich recht schwer hier im Forum, die Bedeutung der vielen benutzten Abkürzungen zu erahnen bzw rauszufinden. JC=Jobcenter, SB=Sachbearbeiter, VV ist klar. Aber bei EGV, LE, RFB brauchte ich schon etwas länger. Wäre es nicht möglich, eine Liste der Abkürzungen und deren Bedeutungen hier einzustellen, vllt gibt es das auch schon, aber ich hab nix gefunden. Das soll bitte keine Kritik sein, aber für Neulinge halt einfacher zu verstehen.
Und an dieser Stelle nochmals vielen dank an alle Kommentatoren.
Hubi
 

Seepferdchen

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#16
AW: Informatiker mit 61 Jahren noch vermittelbar

Hallo Hubi schau mal hier rein so ab Post 126/Beitrag da findest du so ziemlich alles.

Abkürzungswörterbuch

Und guten Rutsch in das neue Jahr 2018 vorallem Gesundheit!:cheer2:
 

vidar

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#17
AW: Informatiker mit 61 Jahren noch vermittelbar

Moin @hubi1612,

das Forummitglied @zeitkind hat zu vielen Fragen eine gute Informationsquelle als Zusammenfasung gefertigt: Leitfaden
 

hostdreamer

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#18
AW: Informatiker mit 61 Jahren noch vermittelbar

Hallo Leute
bin neu im Forum und dazu ein paar Daten: wie gesagt, bin 61, Informatiker (Akademiker)
Hallo hubi1612,

ich kann Dir zwar keinen passenden Rat in Bezug auf Deine Arbeitslosigkeit geben, aber hattest Du Dir mal Gedanken einer Selbstständigkeit gemacht ?

Ich bin fast 63 Jahre alt, habe durch einen " falsch gewählten " Beruf meine Knochen kaputt gemacht und überlege mir, obwohl ich in 10 Monaten in abschlagsfreie Rente gehen könnte auch noch was " Anderes " zu suchen.

Ich habe mehr als 20 Jahre Erfahrungen im Computerbereich " Hardware " gesammelt und anhand meines Alters kannst Du Dir sicherlich vorstellen, dass ich auch genug Wissen alter Systeme besitze.

Vielleicht kann man sich ja mal austauschen in Bezug der Computertechnik und unserer Zukunft.


Gruß
Michael


Frohes Neues Jahr !
 

Doppeloma

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#19
AW: Informatiker mit 61 Jahren noch vermittelbar

Hallo hostdreamer,

ich kann Dir zwar keinen passenden Rat in Bezug auf Deine Arbeitslosigkeit geben, aber hattest Du Dir mal Gedanken einer Selbstständigkeit gemacht ?
Finde ich Klasse, dass du hier Kontakte suchst zu Menschen (deiner Altersgruppe) in ähnlicher Situation, um zu überlegen, wie man daraus noch "das Beste" für sich selbst machen könnte ... :first:

Ich habe insgesamt nur sehr wenig Ahnung von Selbstständigkeit und schaue da also sehr "Laienhaft" mal drauf, denn so lange man im aktiven Bezug von ALG I, ist sollte man sich da besser etwas zurück halten.

Ein Zuverdienst aus (jeder) Nebentätigkeit darf nur weniger als 15 Wochenstunden in Anspruch nehmen und nicht mehr als 165 € bringen sonst wird ALGI um den übersteigenden Betrag gekürzt.

Oder auch ganz eingestellt, weil man der Arbeitsvermittlung nicht mehr ausreichend zur Verfügung steht ... sollte diese Gewerbliche Neben-Tätigkeit mehr Zeit in Anspruch nehmen (über 15 Wochenstunden), gilt das bereits als "Teilzeit-Beschäftigung".

Das ergibt sich aus dem SGB III und damit kenne ich mich ja recht gut aus, "gefördert" wird der Aufbau einer Selbstständigkeit (vermutlich) offiziell nicht mehr von der AfA ... Da sollte man solche Pläne wohl besser noch für sich behalten bis es Fakten dazu und Einkommen daraus gibt (im erlaubten Rahmen als NebenTätigkeit).

Ohne weiter ALGI zu beziehen (beziehen zu können) ist man für die nötigen Versicherungen (besonders Krankenversicherung) dann auch direkt selbst verantwortlich, eine Familienversicherung greift NUR bis 450 € Monatseinkommen, sofern das beim Ehe-Partner möglich wäre.

Ich bin fast 63 Jahre alt, habe durch einen " falsch gewählten " Beruf meine Knochen kaputt gemacht und überlege mir, obwohl ich in 10 Monaten in abschlagsfreie Rente gehen könnte auch noch was " Anderes " zu suchen.
Die Idee, aus dem was ihr könnt noch was "auf die eigenen Beine zu stellen" finde ich eigentlich ganz TOLL, das kann man aber auch noch (intensiver) neben einer vorzeitigen Altersrente beginnen soweit aufzubauen, dass man zunächst die Rente nicht gefährdet dadurch.

Ein Zuverdienst von 6300 € im Jahr ist ja inzwischen ohne monatliche Teil-Begrenzung möglich, nur der Jahresbetrag sollte nicht überschritten werden.
Soweit ich so was lese dazu, dauert es immer eine gewisse Zeit (ca. 2 - 3 Jahre) ehe man von so einer Idee dann (vielleicht) auch tatsächlich leben oder zumindest genug "Gewinn" abschöpfen kann ... bis dahin steht wohl auch eher arbeiten im Vordergund (selbst und "ständig") ...

Schon das hält mich davon zurück, dafür bin ich nicht mehr "fitt" genug und die Bürokratie die da dann auch wieder dran hängt, was dich /euch natürlich nicht abhalten soll / muss.

Ab regulärer Altersgrenze (also 65 +X) darf man sich ja wieder "dumm und dämlich" verdienen, ohne negativen Einfluß auf die Rentenzahlungen von der DRV.
Da geht die das nichts mehr an (nur noch das Finanzamt :icon_hihi:) und wer noch KANN und möchte sollte solche Träume ruhig umsetzen. :icon_daumen:

Ich habe mehr als 20 Jahre Erfahrungen im Computerbereich " Hardware " gesammelt und anhand meines Alters kannst Du Dir sicherlich vorstellen, dass ich auch genug Wissen alter Systeme besitze.
Vielleicht kann man sich ja mal austauschen in Bezug der Computertechnik und unserer Zukunft.
Berufliche Erfahrungen habe ich damit nur soweit ich nach Anweisung mit "Firmensoftware" an PC und Telefon gearbeitet habe, im Privatbereich habe ich aber auch über die Jahre das Interesse (weiter) entwickelt mehr als NUR den Knopf zum Einschalten zu kennen. :peace:

Auch an das Innenleben habe ich mich begrenzt schon heran gewagt, um z.B. DSL-Karten ein- und auszubauen oder Arbeitsspeicher zu erweitern ... auf meinem Desktop-PC läuft ein Dual-System (WIN 7 pro und WIN 10 pro), was ich selbst installiert und eingerichtet habe störungsfrei seit Jahren (davor war es WIN XP und WIN 7).

Es ist allerdings pures Hobby (vielleicht schon auf etwas höherem Niveau), trotzdem ich würde mir zutrauen (älteren) PC-Neulingen allerhand beibringen zu können, im Umgang mit dem PC.
Auch ein wenig zur "Pflege" des Systems zu vermitteln (Updates/ Systemsicherungen usw.), was ja gerne vergessen wird so lange das Ding läuft nach dem Anschalten ...

Ich würde es toll finden wenn es so für Oldys eine Art preiswerten "Notdienst" gäbe, der sich nicht zu schade ist "Pille-Palle" immer wieder zu erklären oder Kleinigkeiten (ohne "Hohn") zu korrigieren, die einen "nur Benutzer" schnell an den Rand der Verzweiflung treiben können.

Wahrscheinlich haben deine aktuellen Ideen damit weniger zu tun, aber ich lese was von "alten Systemen" und denke an Windows 95 und XP von denen sich ja Manche noch immer nicht trennen wollen oder können ... sogar wichtige Wirtschafts-Systeme sollen ja damit teilweise noch betrieben werden ... :bigsmile:

Ich weiß, das ist Software / Betriebs-System, habe aber auch noch einen älteren Desktop-PC stehen ... mit sicher nicht mehr "ganz frischer" Hard-Ware-Ausstattung ... :icon_hihi:

Sorry fürs "abdriften", hier vor Ort gibt es z.B. "PC-Kurse für Senioren" (2 Mal die Woche je 2 Stunden) aber da will man nur "Ehrenamtliche" haben, es soll eben möglichst ALLES dann "umsonst" zu haben sein.

Wäre wohl etwa das was ich mir vielleicht vorstellen könnte (auch vom Zeitrahmen her) allerdings NUR mit Bezahlung, um meine schmale Rente aufzubessern.
Sonst bleibe ich lieber zu Hause und schreibe "ehrenamtlich" Foren-Beiträge ... da habe ich wenigstens "freie Zeiteinteilung" und keinen "Erfolgsdruck" ... :icon_hihi:

MfG und ein gesundes und ideenreiches NEUES JAHR

von der Doppeloma :wink:
 

Kerstin_K

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#20
AW: Informatiker mit 61 Jahren noch vermittelbar

Ich glaube, hier soind eher Grosssysteme gemeint, MVS, vielleicht AS/400 oder die ganz alten S/34, 36 oder 38.
 

hubi1612

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#21
AW: Informatiker mit 61 Jahren noch vermittelbar

Hallo und Prost Neujahr
mit Altsystemen meinte ich eher Software, nicht diese alten Hobel, die in Assembler und Cobol programmiert sind. Diese Software war in einem Produktionsbetrieb eingesetzt, war in Borland Pascal programmiert und lief ausschließlich unter DOS. Das ging ja noch relativ gut bis Windows XP, da gab's noch eine sog. DOS-Box, aber ab Win7 war da Schluß. Deshalb wurde dieses ganze MES (Manufacturing Execution System, also Produktionssteuerung) in einer neueren Programmiersprache (Java) nachgeschrieben. Da hatte ich aber weniger mit zu tun, das wurde nämlich "outgesourced", und ich war "nur" noch zuständig für das "Füttern" der Externen mit Prozesswissen. Tja, und als ich mein Grab ausgehoben hatte, sprich neues System endlich fertig programmiert und auch im letzten Werk in Mexiko eingeführt, konnte ich mich getrost in genanntes Grab legen.
Das ganze jetzt nur für diejenigen unter euch zum Werdegang meiner derzeitigen Situation.
Letztes Jahr hatte ich auch für ein paar Monate eine freiberufliche Tätigkeit aufgenommen (ich hatte das schon erwähnt?!), aber da läuft jetzt nichts mehr. Ich könnte mir schon vorstellen, noch kleinere Projekte zu übernehmen, wie zB halt Altsysteme in was neueres umzusetzen. Von seiten der Arbeitslosigkeit wäre das auch kein Problem, man kann sich ja zwischenzeitlich abmelden. Aber wie kommt man an solche Aufträge dran?
Ehrlich gesagt, noch großartig die Werbetrommel rühren, dazu fehlt mir im Moment die Energie. Zuerst muß ich mal mit AfA klar kommen.
 

Kerstin_K

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#22
AW: Informatiker mit 61 Jahren noch vermittelbar

Ach, dasgute alte Turbo Pascal. Ich wusste gar nicht, dass damit auch professionelle Anwendungen geschrieben wirden. Kenne das nur aus dem Privatbereich.

DAs Dürfte dehr schwer werden, da noch was zu finden, siw Altsysteme, die da noch existieren, kann man wahrscheinlich an einer Hand abzählen.
 

Gaestin

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#23
AW: Informatiker mit 61 Jahren noch vermittelbar

hier im Ort gibt es einen älteren Herrn, der
einen Computer-Notdienst anbietet und oft gerufen
wird. Er macht auch Privatunterricht für Ältere, die
in ihrem Tempo lernen möchten, mit einem Computer
umzugehen. Er fühlt sich wohl dabei und verdient
einiges dazu.
 

hubi1612

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#24
Hallo
heute habe ich meine 1. Einladung zu Termin bei der Betreuerin erhalten.
"Ich möchte mit Ihnen Ihre aktuelle berufliche Situation besprechen" : Ist das der Standard-Spruch oder was besagt das?
Außerdem soll ich Bewerbungsunterlagen, Lebenslauf und Gesundheitsfragebogen mitbringen. Ist wohl auch normal, oder.
Das ganze sieht mir wie eine Standardeinladung aus, wo nur noch der Name und Termin eingesetzt wurde. Wahrscheinlich besagt das alles garnichts.
Gruß
Hubi
 

Kerstin_K

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#25
Der Gesundheitsfragebogen geht Deine SB nichts an. Ausserdem ist er freiwillig. Wenn Du den ausfüllst bekommt ihn nur ein Arzt des ÄD und sonst niemand.
 

hubi1612

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#26
Tja, und was muß ich wirklich an Unterlagen mitbringen? An anderer Stelle hier im Forum wurde u.a. auch erwähnt, dass Zeugnisse die auch nichts angingen, aber das sind doch gerade die Bewerbungsunterlagen!
Und ist das nicht schon gleich eine Kriegserklärung, wenn ich beim Termin sage, dass der Gesundsbogen den SB nichts angeht!?
 

Bitas

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#27
Ja es ist eine Kriegserklärung, aber eine die Du 100%tig gewinnst, weil die SB sich letztendlich an die Gesetze halten muss.
Wenn es dir egal ist, wer alles über deine Krankheiten bescheid weiß, kannst du auch alles abgeben....dann wärst du der nächste Duckmäuser über den sich AfA und Co freuen.
 

Doppeloma

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#28
Hallo hubi1612,

heute habe ich meine 1. Einladung zu Termin bei der Betreuerin erhalten.
Das ist deine "Vermittlungs-Fachkraft" (einfacher als SB= Sachbearbeiterin bezeichnet hier im Forum), "Betreuer" gibt es im "Seniorenheim" ... :icon_hihi:

"Ich möchte mit Ihnen Ihre aktuelle berufliche Situation besprechen" : Ist das der Standard-Spruch oder was besagt das?
Ja, das ist der Standardspruch aus dem Reservoir der AfA-Textbausteine, das bedeutet Alles oder Nichts deine Arbeits-Vermittlung betreffend. :bigsmile:

Außerdem soll ich Bewerbungsunterlagen, Lebenslauf und Gesundheitsfragebogen mitbringen.
Was genau versteht sie unter "Bewerbungs-Unterlagen", da würde ich erst mal nachfragen, nimm ein fiktives Anschreiben mit und der Lebenslauf darf auch gerne "fiktiv" sein, damit sie sehen kann, wie du das so aufsetzen würdest ...

Das erspart dir (hoffendlich) einen Bewerbungs-Kurs, echte Anschreiben fertigt man immer passend zum Stellen-Angebot, die sind dann für den potentiellen AG und nicht für die SB gedacht.

Ansonsten soll sie erst mal klarstellen was konkret sie haben will, Zeugnisse (aller Art) gibt es NICHT, höchstens Nachweise über Berufsabschlüsse = FERTIG ...

Und alles NUR vorlegen wenn sie das beim Termin dann auch noch sehen will ... die sind manchmal sehr vergesslich ... :bigsmile:

Ist wohl auch normal, oder.
Wozu bitte sollst du einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen, das ist eher NICHT "normal", wenn man wegen Arbeitslosigkeit zur AfA kommt. :icon_evil:

In der Regel ist das nur erforderlich wenn du (im Gespräch) gesundheitliche Einschränkungen für die Vermittlung "andeutest" und deswegen der ÄD beauftragt werden soll, die SB sind keine Ärzte und haben daher keinen Anspruch auf konkrete gesundheitliche Problem-Informationen.

Das würde ich also erst mal hinterfragen, warum du das überhaupt ausfüllen und abgeben sollst, Routine-mäßig wird man bei Arbeitslosigkeit jedenfalls NICHT zum Arzt geschickt.
Ein Vermittler - SB braucht keinen Gesundheitsfragebogen, um dich in Arbeit zu bringen. :icon_evil:

Das ganze sieht mir wie eine Standardeinladung aus, wo nur noch der Name und Termin eingesetzt wurde. Wahrscheinlich besagt das alles garnichts.
Höre dir doch einfach an bei dem Termin was dir das sagen soll, schließlich hat man dich eingeladen, dann soll man dir auch erklären wofür genau. :idea:

Achte darauf, dass du eine vorgelegte Eingliederungs-Vereinbarung (EGV) direkt zur Prüfung (zu Hause) in die Tasche verschwinden lässt, nach einem kurzen Blick auf dieses "Vertragswerk", es gibt keinen Grund das ungeprüft zu unterschreiben. :icon_evil:

Machst du sonst bei Verträgen sicher auch nicht, dann soll sie dich erst mal zur örtlichen Arbeitsmarktlage informieren, da sollte sie ja "auf dem Laufenden" sein, welche AG was mit dir und deinen Kenntnissen und Erfahrungen anfangen könnten. :icon_hihi:

Die "Alten Hasen" werden doch (angeblich) überall gebraucht und gesucht, lass dich auch informieren welche Bedeutung der § 140 SGB III im Bezug auf deine Vermittlung hat und wenn ihr dann "die Tränen der Verzweiflung in die Augen treten sollten", dann verabschiedest du dich freundlich bis zum nächsten Mal.

Zum Arzt (ÄD der AfA) musst du nur wenn es auch plausible Gründe dafür gibt und dann nimmst du ALLE medizinischen Unterlagen besser nur DIREKT dort mit zum Termin ...

Sollte sie vor haben dich erst medizinisch "prüfen" zu lassen, hat sie das zu begründen und über deine berufliche Situation lohnt es sich dann auch erst DANACH zu sprechen, wenn deine gesundheitlichen "Leistungsgrenzen" vom ÄD geklärt sind ...

Gut wäre wenn du einen Beistand (§ 13 SGB X) als Begleitung mitnehmen kannst, das sorgt meist für die nötige Ruhe und Sachlichkeit in den Gesprächen zur "beruflichen Situation" ... :wink:

MfG Doppeloma
 

hubi1612

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#29
Moin Doppeloma
werde deinen Rat befolgen und "nur" fiktives Anschreiben und Lebenslauf mitnehmen zum 1. Termin. Wenn der SB das nicht genügt, stell ich mich halt dumm (das fällt mir nicht schwer!), dass ich nicht genau weiß, was genau mit Bewerbungsunterlagen" gemeint sei.
Das mit dem Gesundheitsfragebogen ist schon richtig, denn als ich mich persönlich arbeitslos gemeldet habe, habe ich angegeben, dass ich gesundheitliche Probleme habe und einen (Schwer)behinderungsgrad von 40%. Damals wurde mir gesagt, ich solle den Fragebogen ausfüllen und verschlossen zum Termin im JC zwecks Weiterleitung an ÄD mitbringen.
Und das mit der EGV ist schon klar, ich habe noch nie einen Vertrag direkt unterschrieben.
Und die Bedeutung des § 140 SGB III zu hinterfragen finde ich auch gut. Dann wird mir vllt auch klar, welches Gehalt überhaupt zumutbar für mich ist. Das habe ich nämlich immer noch nicht so genau verstanden, wenn man zB über BBG (Beitragsbemessungsgrenze) gelegen hat.Da muß ich wohl mal zu Beiträgen in der Richtung suchen.
Danke nochmals für die Tipps.
 

Doppeloma

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#30
Hallo hubi1612,

werde deinen Rat befolgen und "nur" fiktives Anschreiben und Lebenslauf mitnehmen zum 1. Termin. Wenn der SB das nicht genügt, stell ich mich halt dumm (das fällt mir nicht schwer!), dass ich nicht genau weiß, was genau mit Bewerbungsunterlagen" gemeint sei.
Sehr gut, genau so machst du das, denn Bewerbungs-Unterlagen stellt man generell immer passend zum Stellen-Angebot zusammen, so ist dir das zumindest bisher bekannt gewesen. :bigsmile:

Da braucht man mit 61 Jahren bestimmt keine Schulzeugnisse mehr beizulegen ... :icon_evil:

Auch ein AG muss bei einer Bewerbung nicht dein ganzes Leben kennen lernen, wenn es um eine ganz konkrete Aufgabenstellung geht, genügt es eine zielgerichtete Bewerbung dafür zusammenzustellen.

Ich habe manches "Unwichtige" dabei gerne mal weg gelassen, was für die vakante Stelle keine Bedeutung gehabt hätte, auch mein Lebenslauf wurde gelegentlich etwas "angepasst", um das übersichtlicher zu halten. :icon_hihi:

Das mit dem Gesundheitsfragebogen ist schon richtig, denn als ich mich persönlich arbeitslos gemeldet habe, habe ich angegeben, dass ich gesundheitliche Probleme habe und einen (Schwer)behinderungsgrad von 40%.
Es ist ein Grad der Behinderung (GdB 40), Schwerbehinderung beginnt erst bei GdB 50 ...

Warum hast du dich noch nicht (mit einem Schwerbehinderten) gleichstellen lassen für höheren Kündigungsschutz, dann wäre dein AG dich wahrscheinlich gar nicht so "leicht" los geworden ... :icon_kinn:

Aktuell bringt der Antrag aber nicht mehr viel, Arbeitslosen gibt die AfA nur ungerne eine "Gleichstellung" (zusätzliches Vermittlungshemmnis)...

Damals wurde mir gesagt, ich solle den Fragebogen ausfüllen und verschlossen zum Termin im JC zwecks Weiterleitung an ÄD mitbringen.
Was die dazu so "sagen" ist uninteressant, medizinische Unterlagen gehen NUR medizinisches Personal was an und darum solltest du auch dafür Sorge tragen, dass solche Sachen NUR DIREKT von dir zum ÄD der AfA gegeben werden.

Du bist NICHT beim JC (JobCenter) die sind NUR für Hartz 4 / ALG II zuständig ...

Wann hast du denn den Termin ?

Wenn die Zeit noch reicht, solltest du dir einige relevante (aktuelle) Unterlagen vom Arzt ausdrucken lassen und dann zusammen mit dem Fragebogen (Kopie für dich selbst machen) besser DIREKT beim ÄD (gegen Eingangsbestätigung) abgeben.

Üblicherweise sitzen die im gleichen Gebäude und die Mitarbeiter der AfA sind auch verpflichtet dir Auskunft zu geben wo du die findest und wann da Jemand anzutreffen ist.

Nur aus deinen eigenen Angaben im Fragebogen wird nämlich KEIN Arzt beurteilen wollen, welche Arbeiten du noch machen könntest und welche nicht. :icon_evil:

Die Eingangsbestätigung (vom ÄD) nimmst du dann mit (auch Kopie für dich sichern) zum Beratungstermin, das hat der SB zu genügen und sie kann den ÄD beauftragen.

Damit ist der Termin eigentlich schon gelaufen, denn zur "beruflichen Situation" gibt es nicht mehr viel zu besprechen, ehe das ÄD-"Gutachten" dann fertig ist. :idea:

Die SB bekommt dann den Teil B (Leistungs-Einschätzung) vom ÄD und den Teil A (medizinischer Teil) solltest du dir bei Gelegenheit dann auch mal dort abholen gehen, der unterliegt nämlich der ärztlichen Schweigepflicht und bleibt beim ÄD "unter Verschluss".

Und das mit der EGV ist schon klar, ich habe noch nie einen Vertrag direkt unterschrieben.
Das ist eine sehr gute Einstellung und ist von den SB auch zu akzeptieren, im ALGI / AfA -Bereich gibt es aber auch teilweise bei den SB die Ansicht, so ein Vertrag wäre auch ohne deine Unterschrift verbindlich ... :icon_hihi:

Lass sie dann in dem Glauben ... es lohnt sich nicht darüber diskutieren zu wollen, dass ein Vertrag IMMER die Unterschriften beider / aller Vertragspartner benötigt, um irgendeine Bedeutung zu erlangen.

Auch zum Ende deiner Prüfungszeit musst du selbst keine Angaben / Vorschläge machen ... das kommt von der SB oder es bleibt eben völlig offen ...

Und die Bedeutung des § 140 SGB III zu hinterfragen finde ich auch gut. Dann wird mir vllt auch klar, welches Gehalt überhaupt zumutbar für mich ist.
Der SB wird vor Allem schnell klar, dass du zumindest marginale Kenntnisse zu deinen Rechten aus dem SGB III hast und z.B. "Pförtner" kaum eine (finanziell) zumutbare Tätigkeit darstellen dürfte. :icon_evil:

Das habe ich nämlich immer noch nicht so genau verstanden, wenn man zB über BBG (Beitragsbemessungsgrenze) gelegen hat.
Das wird sie dir auch nicht konkret berechnen und erklären können, als "Faustregel" gilt Minimum dein ALGI-Betrag als NETTO-Einkommen muss wieder erreicht werden können (mit Stundenlohn ohne "Extras").

Eigentlich gilt das erst nach 6 Monaten Arbeitslosigkeit, davor ist das sogar noch höher angesetzt, aber machen wir das mal nicht komplizierter als es schon ist.

Dabei ist aber zu beachten, dass die Kosten für diese Tätigkeit (also die täglichen Fahrtkosten und sonstige Aufwendungen) erst abzuziehen sind ehe der Betrag noch mindestens so hoch wie dein ALGI sein muss. :wink:

Ich denke eher NICHT, dass man für dich noch eine finanziell zumutbare Arbeit finden wird, die weiteren Bedingungen (Pendelzeiten usw.) sind dann wohl schon als nebensächlich zu betrachten.

Deine Bewerbungen dürfen sich natürlich auch auf den "zumutbaren" Stellenmarkt beschränken, hier hat sie hoffendlich sehr gute Kenntnisse zur örtlichen Arbeitsmarktlage. :icon_hihi:

Denn es muss auch realistisch bleiben (für die Vorgabe in einer EGV) wie oft du dich so berwerben sollst (im Monat z.B.) das hängt ja von der Nachfrage nach deinen speziellen Kenntnissen am Arbeitsmarkt mit ab ... wird aber von den SB meist NICHT beachtet.

Sozialrichter sehen das aber gar nicht gerne wenn man sich in einer seltenen Sparte unrealistisch oft bewerben musste und dann mal wegen mangelnder Berwerbungsaktivitäten gesperrt werden soll.
Denn Sinnlos-Bewerbungen, NUR um "Zahlen" zu erfüllen sehen sie auch nicht als den Zweck der staatlichen Arbeitsvermittlung an. :icon_evil:

So wäre es schon angebracht über zu hohe Bewerbungsforderungen verhandeln zu wollen, zumal sich die AfA meist auf: "Wir senden Ihnen VV zu, soweit es geeignete Stellen gibt" zurück zieht, als sehr nebulöse Verpflichtung.

Immerhin wird auf dem genau gleichen Arbeitsmarkt nach Stellen gesucht, also sollte hier auch "Angebot und Nachfrage" beachtet werden.

Entweder nimmt die AfA auch die Verpflichtung auf sich, dir (im Monat z.B.) mindestens X "passende / zumutbare" VV zu schicken ODER du bewirbst dich auch nur dann wenn es "passende / zumutbare" Stellen-Angebote tatsächlich gibt ... OHNE feste Bewerbungs-Zahl.

Finde ich richtig FAIR diesen Verhandlungs-Vorschlag für die EGV ... das wird deine SB aber (vermutlich) ganz anders sehen wollen. :bigsmile:

Lass dich nicht aus der Ruhe bringen, es lohnt sich nicht. :icon_evil:
Wenn die Arbeit für dich hätten wäre dein Briefkasten schon voll jeden Tag, seit du dich "Arbeitsuchend" gemeldet hast.

Da darfst du gerne mal die direkte Frage danach stellen wann die AfA ihrer Vermittlungspflicht mal nachkommen wird ... anstatt nur (meist sehr einseitig) Forderungen an dich zu stellen ... von einem Vertrags-Inhalt sollten ja eigentlich beide Seiten ihre Vorteile haben können ... :icon_kinn:

MfG Doppeloma
 

hubi1612

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#31
Moin Doppeloma
vielen Dank für die ausführlichen Erläuterungen.
Zu GdB : Jaja, ich finde nicht immer die richtigen Begriffe.
2016 war ich bei einer Rentenberatung, hatte meine damalige Firma mal für alle angeboten. Und da kam auch das Thema Schwerbehinderung und früher in Rente auf ohne Abschläge. Habe ich dann mal beantragt. Aber noch bevor ich den Bescheid hatte, kam halt die Kündigung. Ehrlich gesagt, hätte mir auch nichts genutzt von wegen Kündigungsschutz bzw schwerer kündigen. 2 Jahre vorher wurde einer Kollegin mit hochgradig Zucker(> 50% GdB) trotzdem gekündigt, und das ganz regulär mit Anhörung bei Amt für Gleichstellung(?).
BTW, der Termin ist in einer Woche, und zwar bei der AfA Saarbrücken. Hat schon jmd Erfahrung mit den SBlern im Saarland? Aber da wird es wohl solche und solche geben.
Schönen Tag noch
 
E

ExitUser

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#32
AW: Informatiker mit 61 Jahren noch vermittelbar

....mit Altsystemen meinte ich eher Software, nicht diese alten Hobel, die in Assembler und Cobol programmiert sind. Diese Software war in einem Produktionsbetrieb eingesetzt, war in Borland Pascal programmiert und lief ausschließlich unter DOS. Das ging ja noch relativ gut bis Windows XP, da gab's noch eine sog. DOS-Box, aber ab Win7 war da Schluß.
Hallo Hubi162,
ich bin vorhin per Zufall auf dieses Forum gestossen, habe mich gleich registriert, mich mal in der Senioren-Abtlg umgesehen und bin dann hier gelandet.

Ich bin auch schön längere Zeit im Ruhestand, war allerdings seit Beginn meines Berufslebens selbständig und konnte mich bis vor ca. 2 Jahren auch nicht beklagen.

Dann habe ich einen schweren Unfall durchlebt und seitdem krebse ich ein bißchen mit Sozialhilfe rum, weil ich auch viel mit meiner Wiederherstellung beschäftigt war. Jetzt geht es gesundheitlich langsam wieder aufwärts und ich überlege, was ich beruflich noch anfangen könnte, denn das Geld reicht hinten und vorn nicht und ich fühle mich noch zu fit, um nur Enten im Stadtpark zu füttern. :icon_evil:

Wenn ich Dich richtig verstehe, dann bist Du mehr oder weniger bei DOS (TurboPascal) stehen geblieben und hast die visuellen Betriebssysteme (Apple, Windows, Android, Linux), sowie die visuelle Weiterentwicklung von T-Pascal (Delphi) nicht durch eigene Programmierung kennengelernt.

Delphi halten nicht wenige SW-Entwickler immer noch für eine der besten Prog.sprachen und fast gleichwertig mit C++, obwohl es darum ziemlich still geworden ist. Ich habe jahrelang in Delphi entwickelt, darunter eine Videotext-Börsen-SW.

Ich habe, ausser C++, fast alle üblichen Win-Prog.Sprachen ausprobiert, inkl. Web- und DB-Programmierung und kenne mich auch sonst mit allen-Win-Versionen, angefangen von W95 bis Win10 und mittlerweile auch mit Linux ganz gut aus, habe auch schon mehrfach als Kursleiter gearbeitet, zeitweise für die Arb.agentur über einen Sub-Unternehmer. Zuletzt ehrenamtlich bei der Senioren-Weiterbildung.

So viel zum Hintergrund.

Mein Ansatz ist natürlich ein etwas anderer als bei jemandem, der sein Leben lang abhängig war und es ist fast unmöglich, da Ratschläge zu erteilen, weil das zwei vollkommen verschiedene Welten sind. Aber wenn ich richtig verstehe, leidest Du nicht unter dem Druck, woher Du morgen das Geld herbekommst, um Deinen Kühlschrank zu füllen.

Da könntest Dir also in aller Ruhe überlegen, wozu Du Dich noch imstande fühlst und worauf Du Bock hast. Das ist das Allerwichtigste, dass Du etwas für Dich Interessantes machst, was Dir eine gewisse Lebensfreude vermittelt und was Dich morgens neugierig auf den Tag aus dem Bett springen lässt. Zunächst mal vollkommen unabhängig davon, ob und wieviel Du damit verdienst. Das kommt später. Denn nur das, was man gern macht, macht man auch gut.

Ganz oben steht dabei, dass Du nicht allein zuhaus hockst und grübelst. Das bringt nichts. Sieh zu, dass Du unter Leute kommst, egal ob beim Bund Naturschutz, bei der Unterstützung von Flüchtlingen, z.B. beim Deutsch-Unterricht oder Nachhilfe oder sonstwas. Es gibt Tausende Möglichkeiten, sich ehrenamtlich irgendwo nützlich zu machen, besonders, wenn man gewohnt ist, seinen verstand zu benutzen und sich mit Computern auskennt. Das wird an jeder Strassenecke verlangt.


Du lernst dann neue Leute, neue Ideen und vielleicht auch vollkommen neue Seiten und Fähigkeiten an Dir selbst kennen und an diesem Faden entlang kannst Du auch wieder einen ganz neuen Einstieg in ein bezahltes Berufsleben finden, egal ob freiberuflich oder angestellt.

Das wäre mein Rat.

Und noch eins!
Wenn Du den ganzen Tag an Dein Alter denkst und was Du alles nicht kannst in diesem Alter, dann macht Dich das automatisch alt! Denk nicht dran, was Du nicht kannst, sondern überlege, was Du alles noch kannst oder können möchtest und dann tu etwas dafür.
 

hubi1612

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#33
Hallo workohol
Danke für deinen Beitrag. Aber ich bin nicht zu Tode betrübt, dass ich keinen Job im Moment habe. Bin auch rundherum sehr beschäftigt mit Renovierung des Hauses (da hat man ja die ganzen Jahre keine Zeit dazu gehabt), auch in einem Verein (> 500 Mitglieder) als Schriftführer tätig, als Vater von 3 erwachsenen Kindern und Opa mit der Familie schon eingespannt, als Betreuer einer dementen Mutter von fast 98 ! Jahren und einer kranken Schwiegermutter und ... Also bestimmt keine Langeweile und nicht keine sozialen Kontakte.
Aber die alten Zeiten der aktiven Programmierung vermisse ich schon etwas. Obwohl, als einer der wenigen technisch versierten Mitglieder im Verein habe ich ständig noch mit Computern und OSen zu tun, mal ein XP durch Ubuntu ersetzen oder eine defekte Platte tauschen und neu aufsetzen. Manchmal überkommst mich und ich verbessere noch etwas mein Java-Programm, das eine PV-Anlage mitloggt und für eine eigene Homepage die Daten/Grafiken aufbereitet.
War mal schön von einem Kollegen was zu hören, obwohl ich bis auf letztes Jahr eigentlich immer angestellt war, und nur eine kurze Zeit (5 Monate) als Freiberufler tätig war.
Viele Grüße, Hubi
 
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