Bin ich ein "richtiger" Aufstocker oder nicht? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Funda

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Ich habe dieses in einem anderen Forum gefunden :

Rechte und Pflichten als Hartz IV Aufstocker

Wenn man seinen eigenen Bedarf: Regelsatz + ev. Mehrbedarf + anteilige Unterkunftskosten; mit seinem anrechenbaren Einkommen (= Netto - Absetzbeträge) decken kann, unterliegt man nicht mehr allen Pflichten des SGB II, diese sind, wie u.a. BGH und BSG (BGH vom 07.07.2004 Az: XII ZR 272/02, BSG vom 07.11.2006, Az: B 7b AS 8/06 R) entschieden haben, verfassungskonform auszulegen.
Edit: von Seepferdchen Quelle zugefügt:

Rechte und Pflichten bei Hartz IV Aufstocker


Ist dies wirklich so ?
Kann man sich dies berechnen lassen bzw selber ?

Gruß Funda
 

nicefull

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Evtl. ist die Frage rhetorischer Natur und könnte mit: wann ist man Aufstocker gestellt werden, ist bestimmt für andere auch interessant.

Aus einem andren Beitrag, habe ich erfahren, dass Aufstocker oft Teilzeit- Beschäftigte sind. Für mich relevante Fragen sind:
- muss ein Aufstocker eine versicherungspflichtige Beschäftigung haben um die Voraussetzungen zu erfüllen? Also wäre ein Minijob hinderlich? Damit die erste Frage an den Beitragsersteller, falls du arbeitest wie?

Ist dies wirklich so ?
Kann man sich dies berechnen lassen bzw selber ?
Davon gehe ich stark aus. Evtl. könnten wir der Frage zusammen nachgehen. Stell doch mal ein paar Informationen bereit mit den nötigen Zahlen.

Zum Thema Rechten und Pflichten ist mein Kenntnisstand dieser:

Generell müssen Aufstocker alles tun um eine Vollzeitbeschäftigung zu realisieren bzw. finanziell unabhängig zu sein. Wenn du mit deinem Einkommen deinen Bedarf decken kannst, dann hast du verringerte Pflichten. So darf man dich nicht in Maßnahmen vermitteln oder dich in 1 € Jobs treiben. Zu Meldeterminen muss du erscheinen, wenn diese nicht in deine Arbeitszeit fallen. Bei diesen Meldeterminen könnte man wahrscheinlich Bewerbungsbemühungen fordern.


Falls ich mist geschrieben habe, bitte ich um Korrektur.

Gruß

nicefull
 
E

ExitUser

Gast
Wenn man als Aufstocker in den Arbeitsmarkt integriert aber bedürftig ist, braucht man eine OAW nicht melden und bekommt keine EGV mehr.

Es wäre ratsam, das individuell zu erfragen. Eine Quelle habe ich dafür nicht, aber meine SB schaute das auf meine Frage hin nach, also wird es in irgendeiner Arbeitshilfe zum SGB II stehen.
 
M

Madel71

Gast
Man kann als Aufstocker eine EGV kriegen. Hatte ich schon. Das Ziel war den Job zu behalten.
 

Funda

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Dieser uralt-lavendel Beitrag sollte sowieso mit Vorsicht genossen werden. Wer hilfebedürftig ist, wird in § 9 SGB II definiert. Die Aussagen zur nicht notwendigen Genehmigung einer OAW sind definitiv falsch:

sozialrechtsexperte: LSG NRW: Ortsabwesenheit im SGB II gilt auch fur sog. Aufstocker
Ich, als jahrelanger Aufstocker, teile die Ortsabwesendheit den Jobcenter mit. Letztes Jahr war dies mein Glück, Sanktion dadurch abgewälst.
siehe hier: Sanktioniert worden, nicht Einreichung Bewerbungsmappe , innerhalb einer Ortsabwesenheit

Gehe ich zB. zu einer Schulung teile ich dies auch dem Jobcenter mit.
Außerdem bin ich ab und an im Außendienst ( ohne Übernachtung) tätig . Jedesmal Fragen wäre Sinnfrei.

Hartz IV: Ihr Anspruch auf Urlaub
 

Funda

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Wenn man als Aufstocker in den Arbeitsmarkt integriert aber bedürftig ist, braucht man eine OAW nicht melden und bekommt keine EGV mehr.
Genau dies ist ja die Frage der Fragen.

EGV bekommen oder nicht- oder es kann drauf verzichtet werden ab eine "bestimmten" Summe ( Bruttoeinkommen/ Nettoeinkommen) .
 
E

ExitUser

Gast
oder es kann drauf verzichtet werden ab eine "bestimmten" Summe ( Bruttoeinkommen/ Nettoeinkommen) .
Das hat mit dem Verdienst nichts zu tun. Grundsätzlich ist man erst vollständig in den Arbeitsmarkt integriert, wenn man nicht mehr bedürftig ist.

Es gibt Ausnahmen z.Bsp. bei Erwerbsminderung wenn der Arbeitsmarkt keine Stelle hergibt, die die Bedürftigkeit weiter verringern könnten oder wenn auf gutachterliche Empfehlung ein Stellenwechsel nicht förderlich ist.

Es bringt ja nichts, dass man auf Teufel komm raus eine Stelle sucht, die zwar bedarfsdeckend ist, aber leider nicht von Dauer ...
 

Matt45

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Der Satz"Es bringt ja nichts, dass man auf Teufel komm raus eine Stelle sucht, die zwar bedarfsdeckend ist, aber leider nicht von Dauer" ist komplett richtig.

Dieses "Problem" betrifft viele Aufstocker.

Wenn jemand wegen 300,-€ mehr Brutto(Beispiel) einen Jobwechsel macht und nach 2 Wochen wieder auf der "Straße" ist, dann ist der finanzielle Schaden für den Aufstocker oder das JC deutlich größer.

Es gab auch schon Gerichtsurteile womit Aufstocker auch Stellen ablehnen dürfen, die genau diese Problematik beinhalten. Gerade für langjährige Aufstocker in einer Firma ist ein Wechsel durchaus "gefährlich".

Weiß aber auch nicht welches AZ vom Gericht es war.
 

Funda

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Das hat mit dem Verdienst nichts zu tun. Grundsätzlich ist man erst vollständig in den Arbeitsmarkt integriert, wenn man nicht mehr bedürftig ist.
Wenn man nicht mehr bedürftig ist, ist dies klar. Aber dann wäre doch dieses Rechte und Pflichten bei Hartz IV Aufstocker sinnfrei.

Gut zu wissen,aber mit was hat es denn nun zu tun?

Wenn ich meinen Bescheid von 2018 sehe bekomme ich als Summe 456,00 Euro monatlich vom Jobcenter.

Einkommen Netto 445,00 Euro.

Dann steht dort: Anzurechnendes EInkommen deckt zunächst die Bedarfe zur Sicherung des Lebensunterhalt. Das nach dieser Anrechnung verbleibende Einkommen deckt die Bedarfe für Unterkunft und Heizung.

Wenn ich nun wußte ab wann dass o.g. zählt könnte ich evtl Überzeugungsarbeit beim Arbeitgeber leisten.

Blöde gesagt 150,00 Euro Brutto mehr und ich bin teilweise "befreit"?!

Kein Plan eben mppfff
 

Funda

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Der Satz"Es bringt ja nichts, dass man auf Teufel komm raus eine Stelle sucht, die zwar bedarfsdeckend ist, aber leider nicht von Dauer" ist komplett richtig.

Gerade für langjährige Aufstocker in einer Firma ist ein Wechsel durchaus "gefährlich".
Dieses sehe ich genau so.
Ich arbeite seit 2003 bei "meiner" Firma.

Thema Kündigungsschutz

Fange ich jetzt wegen 300,00 Euro mehr, irgendwo an dann wars das mit der "alten" Firma.
Probezeit bestehe ich nicht und zack ist man kein Aufstocker mehr.
 
E

ExitUser

Gast
Blöde gesagt 150,00 Euro Brutto mehr und ich bin teilweise "befreit"?!

Kein Plan eben mppfff
Das geht unabhängig vom Einkommen nur in besonderen Fällen.
Bei mir hieß es in der Kündigung der EGV: in den Arbeitsmarkt integriert, maximale Stundenanzahl erreicht

Das wird bei Gesunden nicht zutreffen. Keine Ahnung ob es noch andere Kriterien gibt, wie Pflege, Erziehung o.ä.
 
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