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Bin ich bald obdachlos?

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TotalRatlos

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#1
Hallo,

ich muss etwas weiter ausholen, damit ich mein Dilemma, hoffentlich verständlich, darstellen kann.

Ich beziehe seit 01.01.05 ALG II. Im ersten halben Jahr wurden die Mietkosten ja noch grösserer Höhe bewilligt. Meine Wohnung ist super teuer. Ich zahle 450 Euro für die Wohnung und noch ca. 45 Euro an Heizung. Ich kriege das finanziell gar nicht mehr auf die Reihe.

Nun kommt am Montag der Gerichtsvollzieher und will bei mir pfänden, weil ich einen extrem hohen Miet-Rückstand habe. Zu dieser Geschichte findet aber im März noch ein Gerichtsverfahren statt, weil meine Wohnung kleiner als angegeben ist, aber der Vermieter sehr stur ist. Ich weiss also nicht, wie das ausgeht und wieviele Schulden ich nachher unter dem Strich haben werde.

Nun hat der Vermieter bzw. sein Anwalt mich aufgefordert die Wohnung zu verlassen. Das ganze muss recht schnell gehen und ich weiss gar nicht, wie ich das anfangen soll. Ich bin idiotischerweise immer von einer Miete von ca. 380 Euro ausgegangen und wurde gestern von einer Hausverwaltung eines besseren belehrt. Ich muss von der Grundkaltmiete ausgehen, die im Nachbarkreis 255 Euro beträgt. Wie hoch sie in meinem Kreis ist, entzieht sich meiner Kenntnis und ist in meinem Bewilligungsbescheid auch nicht getrennt aufgeführt.

Nun finde ich in meinem Kreis keine Wohnung, so dass ich also woanders hin muss. Nur da ist der Satz ja überall ein bisschen anders. Muss ich also jetzt erst vom jeweiligen Amt erfragen, wie hoch die Miete sein darf? Muss ich dann im jeweiligen Amt einen Antrag stellen oder muss ich bei meinem jetzigen Amt einen Antrag stellen?

Überall werden Kautionen oder Bankbürgschaften verlangt, die ich aber gar nicht aufbringen bzw. erbringen kann. Mit dem vollstreckbaren Titel gegen mich, fühle ich mich wie ein "Verbrecher". Bekommt jemand wie ich dann gar keine Wohnung, weil ich die Kaution nicht aufbringen kann? Denn das scheint ja eine Entscheidung des jeweiligen Sachbearbeiters zu sein.

Nun habe ich in meiner Not beim zuständigen Sozialamt angerufen und bekam das dort auch so bestätigt. Man blockte aber ab als ich erwähnte, dass ich hier im Kreis kaum eine finanzierbare Wohnung finde und vielleicht woanders hinziehen muss. Vom Sozialamt habe ich dann auch erfahren, dass jetzt nicht mehr die ARGE zuständig sei sondern sie, aber wohl kein Bescheid darüber ergangen ist.

Ich fühle mich völlig in der Luft, weil ich nie weiss, wen ich wo explizit ansprechen kann. Ich hatte ein Nebengewerbe angemeldet und wollte das seinerzeit dem Amt (vor Anmeldung) mitteilen und Rat haben. Ich wurde von der ARGE an die Hotline, von der Hotline wieder an die ARGE, von dort wieder an die Hotline und wieder an die ARGE verwiesen bis ich endlich eine Dame von der ARGE dran hatte, die gar nicht wusste, wie das zu behandeln ist und mich dann aber netterweise zurückgerufen hat.

Ich bin durch diese Unwissenheit mittlerweile völlig verunsichert, weil ich gar nicht mehr weiss, wo ich ansetzen kann um meine Situation zu entspannen oder sogar zu verbessern.

Ich bin ja auch zu Eigenleistungen bereit. Ich versuche mir etwas mit dem Nebengewerbe aufzubauen, was aber nicht so einfach ist, weil ich nur beschränkt werben kann durch die finanzielle Situation. Nun habe ich durch Zufall im Internet erfahren, dass ALG II-Empfänger eine Ausbildung zur Altenpflegehelferin machen können. Das würde ich auch sehr gerne machen, wenn es denn genehmigt würde (die Frage ist nur wieder, wer ist zuständig *seufz*). Sollte ich es nicht genehmigt bekommen, würde ich gern ein Praktikum in diesem Bereich machen, damit ich evtl. so den Einstieg in eine Anstellung finde. Ich hatte schon mal die Möglichkeit ein Praktikum zu machen, erkundigte mich bei der ARGE und wurde wieder von einem zum anderen gestellt, ohne dass mir jemand Auskunft erteilte. Diese Aktion zog sich über 3 Tage und danach war alles gegessen, weil man den Praktikumsplatz anders vergeben hatte.

Ich bin mir selten dümmer und hilfloser vorgekommen als jetzt. Bis jetzt hab ich mein Leben immer irgendwie gedeichselt bekommen (ohne Wohnungsprobs, Pfändunge u.ä. schlechte Scherze). Seit ich zu dieser ARGE gehöre (vorher gehörte ich zu einem anderen Arbeitsamt und das wurde dann im Rahmen von Hartz "umgeschoben") versteh ich gar nichts mehr. Und wenn ich versuche Infos zu kriegen, habe ich nur Telefon oder Sprit bezahlt und bin genauso schlau wie vorher.

Sorry, für die Länge. Es soll auch nicht so rüber kommen als wolle ich nur jammern. Ich möchte aktiv etwas tun, nur wie?
 
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#2
Mietschulden können als Darlehen bezahlt werden, allerdings nur, wenn dadurch sowohl Obdachlosigkeit als auch Arbeitslosigkeit vermeidbar sind.

So steht es im § 22 Abs. 5 geschrieben.

Ich rate dir Anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Als erstes holst du dir beim Amtsgericht einen Beratungsschein,der koste schon mal nichts.
Damit suchst du einen Fachanwalt für Sozialrecht auf.
Dieser wird dich über alles weitere aufklären.

Hier findest du erste Informationen zur Rechtsberatung und Prozesskostenbeihilfe.

http://www.erwerbslosenforum.de/rb.htm
 
E

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#3
@TotalRatlos

Hallo!

Ich kasnn dir auch nur raten, den beratungshilfeschein zu holen und einen Anwalt zu bemühen,scheint bei dir ziemlich Verfahren und eilig.

Da kommst allein nicht raus. Du solltest auf jeden Fall noch malversuchen, mit demSozialamt zu sprechen,ob die mit dem Vermieter etwas aushandeln können, vielleicht auch die Mietschulden übernehmen können.

Der Anwalt kann Kündigungsschutzklage einreichen...damit könntest du zumindest einen Aufschub erhalten, damit du nicht obdachlos wirst.

Kaution kann von der Arge als Darlehen übernommen werden. Aber wenn du schon Probleme hast, mit dem Regelsatz hinzukommen... ich fürchte, da klappts dann bei Rückzahlung finanziell gar nicht mehr!

Wenn du nicht schnellstens das Richtige tust,wirst du bald obdachlos sein!

Was Ausbildung betrifft: das hat doch wohl Zeit,bs du das mit der Wohnsituation geklärt hast?

Gruß aus Ludwigsburg
 

TotalRatlos

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#4
Hallo,

danke für die Antworten. Ich bin schon bei einem Anwalt, wegen der Mietstreitigkeit. Er hat das jetzt so gebogen, dass ich erst zum 2.2. raus muss bzw. zum 28.2.. Wenn ich bis dahin keine Wohnung habe, wird er versuchen es weiter rauszuschieben.

Ich hätte mit dem Regelsatz sicher keine Probs, wenn meine Wohnung nicht so grauslig teuer wäre. Ich zahle ja fast 500 Euro im Monat dafür und ich bekomme gut 720 Euro. Dann zahle ich noch Strom davon und zum Leben bleibt nicht mehr wirklich viel.

An wen muss ich mich denn jetzt wegen der Wohnungen wenden? Ich hab gehört, dass ein Umzug bewilligt werden muss. Aber wie ist das, wenn ich in einen anderen Kreis ziehe? Ich blicke da gar nicht durch.

Vielleicht ist es sinnvoller, wenn ich die Ausbildung verschiebe bis die Wohnungsfrage geklärt ist. Andererseits möchte ich, wenn es klappt, so schnell als möglich von diesem Ämter-Elend weg.
 
E

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#5
Das du einen zu teure Wohnung hast, ist dir ja sicherlich schon seid gut 6 Monaten bekannt. Hast du dich denn nicht um eine neue Bleibe bemüht, nachdem die Arge die Kürzung vollzogen hat.

Jetzt wo das Kind in den Brunnen gefallen ist bist du aufgewacht? Und nun willst du auch noch deine Lehrstelle schmeissen? Nur weil du umziehen mußt? :motz: Einen gewissen Anfahrtsweg mußt du schon in Kauf nehmen.
 

TotalRatlos

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#6
bschlimme sagte :
Das du einen zu teure Wohnung hast, ist dir ja sicherlich schon seid gut 6 Monaten bekannt. Hast du dich denn nicht um eine neue Bleibe bemüht, nachdem die Arge die Kürzung vollzogen hat..
Weil ich gar nicht weiss, wo ich mich hinwenden soll, das ist mein Prob. In meiner ARGE ist irgendwie niemand zuständig und ich werde immer nur von einem zum anderen gereicht, ohne dass ich irgendwas erfahren würde. Es ist nicht so, dass ich nicht will sondern ich weiss einfach nicht wie.

bschlimme sagte :
Jetzt wo das Kind in den Brunnen gefallen ist bist du aufgewacht? Und nun willst du auch noch deine Lehrstelle schmeissen? Nur weil du umziehen mußt? :motz: Einen gewissen Anfahrtsweg mußt du schon in Kauf nehmen.
Nein, ich will nicht meine Ausbildung schmeissen. Ich hatte nur gestern via Internet erfahren, dass es die Möglichkeit für ALG II-Empfänger gibt eine Ausbildung als Altenpflegehelferin zu machen. Ich habe heute direkt bei der zuständigen Stelle angerufen und wurde grad von einer sehr, sehr netten Dame zurück gerufen. Leider konnte sie mir nicht so sehr weiterhelfen, aber ich habe die Durchwahl von dem Herren bekommen, der für diese Massnahme zuständig ist. Den rufe ich Montag direkt um 7 an. Ich habe dort erfahren, dass ich für diese Ausbildung einen zu hohen Schulabschluss habe, wenn aber noch Plätze frei sind, kann ich evtl. dennoch hinein. Zudem kann mir der Herr am Montag auch Auskunft geben, wer bei der ARGE für mich zuständig ist. Das ist endlich mal ein Lichtblick.

Ich versteh schon, wenn ich einen auf den Deckel kriege, denn ich bin sicher nicht ganz unschuldig an meiner Misere. Dennoch ist mir schleierhaft, wie ich etwas bewegen soll, wenn ich nicht weiss, woher ich Infos bekomme und wer zuständig ist.
 
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#7
Weil ich gar nicht weiss, wo ich mich hinwenden soll, das ist mein Prob. In meiner ARGE ist irgendwie niemand zuständig und ich werde immer nur von einem zum anderen gereicht, ohne dass ich irgendwas erfahren würde.
Die Arge ist ja wohl kaum für deine Wohnungssuche zuständig, das mußt du schon alleine machen. Im Internet kann man auch nach einer passenden Wohnung suchen.
Wenn du eine gefunden hast, dann kommt die Arge ins Spiel

Vor Abschluss eines neuen Mietvertrages muss der erwerbsfähige Hilfebedürftige die Zusicherung des kommunalen Trägers (Job-Center) zu den künftigen Kosten einholen. Dieser ist nur zur Zusicherung verpflichtet, wenn der Umzug erforderlich ist und die Aufwendungen für die neue Unterkunft angemessen sind (§ 22 Abs. 2 SGB II). Grundsätzlich nicht erforderlich ist ein Umzug bei Erreichen der Volljährigkeit eines Kindes in der Bedarfsgemeinschaft, wegen schlechter Ausstattung der Wohnung oder wenn lediglich der Wunsch nach einer anderen Wohngegend besteht.

Nebenbei kannst du das SGB II lesen, auch dort stehen genügend Hinweise
 
E

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#8
@TotalRatlos

Also: wir helfen dir, so gut wir können!

Zuerstmal: deieARGE ist dir zur Auskunft verpflichtet!

geh hin, laß nicht locker...nimm nen Zeugen mit,der notiert,was passiert.

Schreib dir deine Fragenvorher auf,gib das ab und setz ne Frist zur Beantwortung...laß dir die Abgabe bestätigen.

Such dir eine angemessene Wohnung...

wenn du die hast, schreib alle Infos zu der Wohnung auf, die du kriegen kannst,wenn das Amt dir kein Merkblatt aushändigen kann,wo drauf steht, was die wissen wollen (Baujahr, Größe,Ausstattung, Miethöhe, aufgeschlüsselte Nebenkosten,Name/Anschrift des vermieters usw usw)
Bitte um schriftliche bbestätigung, daß die Wohnung angemessen ist.

Da,wo du hinziehen willst.

Für Umzugskosten ist deine alte ARGE zuständig,wenn du ne Wohnung hast, mußt da die Umzugskosten beantragen.

Was willst noch wissen?

Gruß aus Ludwigsburg
 
E

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#9
Bist du von deiner Arge zum Umzug aufgefordert worden und wenn ja,warum wirst du erst jetzt tätig? :uebel:
 

TotalRatlos

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#10
@bschlimme

Das ist klar, dass ich für die Wohnungssuche allein zuständig bin. Ich schaue mir ja auch Wohnungen an und habe erst dort von einem Hausverwalter erfahren, dass ich eine gewisse Kaltmiete nicht überschreiten darf. Sorry, aber das wusste ich vorher nicht. Ich bin von meiner bewilligten Warmmiete ausgegangen. Nach dieser Info gehe ich bei der Wohnungssuche jetzt ganz anders vor. Und jetzt, wo ich weiss, dass ich das Amt der Kommune aufsuchen muss, wo ich hinziehe, kann ich auch dort entsprechend antreten. Ich wäre nämlich erst hier bei meinem Amt aufgetaucht. Wie schon gesagt, ich WILL, ich bin AKTIV, leider bin ich bisher ewig von falschen Voraussetzungen ausgegangen. Und ich werde mir das SGB II zulegen, in der Hoffnung, dass ich etwas mehr als jetzt verstehe.

@Ludwigsburg

Danke schön. Ich bin sehr froh, dass ich hier Hilfe bekomme und langsam werde ich ja schon schlauer. Ich glaub, ich muss einfach energischer beim Amt sein und mich nicht immer abkanzeln und direkt den Kopf hängen lassen. Ich würde gern noch wissen, wie das mit der Kaution ausschaut. Ist das eine willkürliche Entscheidung des Sachbearbeiters? Also, wenn der sagt, dass ich nix kriege, hab ich dann Pech gehabt? (Bin froh, dass mir sehr liebe Freunde für den Notfall ein Obdach geben, aber das kann ja kein Dauerzustand sein.)

@ Lusjena
Nein, ich bin von meiner ARGE nicht aufgefordert worden. Ich bekomme meine Anträge zugeschickt und man fragt jetzt etwas wegen des Nebengewerbes an, aber sonst hab ich von den Herrschaften nichts gesehen oder gehört. Es sei denn, ich habe selber Fragen und melde mich dort. Aber wie schon erwähnt, ich werde weiter gereicht und kurz abgefertigt, ohne die entsprechenden Infos wirklich zu erhalten.

@all
Ich hoffe sehr, dass mir der Herr am Montag eine positive Zusage erteilt und ich in diese Ausbildung kann. Für mich wäre das einfach ein Lichtblick und ich hoffe, dass ich nach dem Jahr Ausbildung eine Festanstellung bekommen kann. Dann muss ich zwar noch für meine jetztige Dummheit und Ämterängstlichkeit bluten, aber ich hab wenigstens wieder eine Perspektive *hoffundbet*
 
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#11
Ich beziehe seit 01.01.05 ALG II. Im ersten halben Jahr wurden die Mietkosten ja noch grösserer Höhe bewilligt. Meine Wohnung ist super teuer. Ich zahle 450 Euro für die Wohnung und noch ca. 45 Euro an Heizung. Ich kriege das finanziell gar nicht mehr auf die Reihe
Daraus schließe ich,dass deine Tatsächlichen Unterkunftskosten für die ersten 6 Monate voll vom Amt übernommen wurden und danach nur noch die angemessenen Kosten,das heißt für mich,du müßtest eigentlich schon im Mai oder Juni 2005 ein Schreiben deiner Arge erhalten haben,dass deine KdU zu hoch sind.Gab es solch ein Schreiben seitens der Arge?
 
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#12
Aber wie schon erwähnt, ich werde weiter gereicht und kurz abgefertigt, ohne die entsprechenden Infos wirklich zu erhalten.
... ich glaube, dein Problem liegt in der Formsache. Dies solltest du schnellstens ändern und anfordern.

;)
 

TotalRatlos

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#13
Lusjena sagte :
Daraus schließe ich,dass deine Tatsächlichen Unterkunftskosten für die ersten 6 Monate voll vom Amt übernommen wurden und danach nur noch die angemessenen Kosten,das heißt für mich,du müßtest eigentlich schon im Mai oder Juni 2005 ein Schreiben deiner Arge erhalten haben,dass deine KdU zu hoch sind.Gab es solch ein Schreiben seitens der Arge?
Nein.
 
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#15
Du schreibst doch selber,dass deine Wohnung ungefähr 500 Euro kostet an Miete,was wird dir davon seitens der Arge erstattet?Übernehmen sie die volle Miete ja oder nein?
 
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#16
TotalRatlos

wie jetzt, du bekommst weniger Geld von der Arge und hast dir das gefallen lassen? Oder hast du Widerspruch eingelegt? Immerhin bekommt man ja einen Bescheid, indem zumindestens sichtbar ist, was der Regelsatz und die Unterkunftkosten sind.
 
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#17
Darauf will ich ja hinaus,wenn man ihm nur die angemessenen Kosten der kdu bezahlt,ohne daß vorher ein Verwaltungsakt erlassen wurde,denn ist das rechtswidrig und hier sollte schnell gehandelt werden.

Also was sind deine Tatsächlichen KDU und was zahlt die Arge an KDU seit Jan. 2005 für dich,nur so kommem wir weiter.
 

TotalRatlos

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#18
In meinem ersten Bescheid steht drin, dass die vollen Kosten nur für die ersten 6 Monate übernommen werden. Und so war es auch. Nach den 6 Monaten wurde mir der Regelsatz bezahlt. Ich bin davon ausgegangen, dass das mein persönliches Pech ist und ich sehen muss, wie ich zurecht komme. Leider komme ich nicht zurecht.

Nun kommt auch noch die Auseinandersetzung mit meinem Vermieter, die ich völlig falsch angefangen habe. Mir war nicht bekannt, dass ich Beratungshilfe beantragen und einen Anwalt aufsuchen kann. Also hab ich mich mit seinem Anwalt selber auseinander gesetzt. Wie man sehen kann, ohne Erfolg. Als sich die Situation zuspitzte, bin ich zur Diakonie gegangen, weil es dort eine Infostelle für Leute gibt, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind. Dort habe ich erfahren, dass ich BH beantragen kann. Daraufhin hab ich einen Anwalt angerufen und der hat mich aufs Amtsgericht geschickt. Dort habe ich den Antrag gestellt und bin mit meinen kompletten Unterlagen dort hin gegangen. Wenn ich weiss, wie ich was machen kann, reagiere ich schnell und zögere nicht lang.

Ich glaub, ich bin einfach zu doof.
 
E

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#19
In meinem ersten Bescheid steht drin, dass die vollen Kosten nur für die ersten 6 Monate übernommen werden. Und so war es auch. Nach den 6 Monaten wurde mir der Regelsatz bezahlt. Ich bin davon ausgegangen, dass das mein persönliches Pech ist und ich sehen muss, wie ich zurecht komme. Leider komme ich nicht zurecht.
du hast also keine Umzugsaufforderung erhalten und das Amt hat dich auch nicht aufgefordert deine Mietkosten zu senken? Man hat dich auch nicht darauf hingewiesen, wie du eventuell die Mietkosten senken könntest.

Aber die Arge hat hat 6 Monaten einfach weniger für die Miete bezahlt bezahlt?
Ist das so richtig?

Dann würde ich in deiner Stelle sofort einen Antrag gemäß § 44 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB X) stellen. Die Abgabe immer schriftlich bestätigen lassen oder per Einschreiben an die Arge senden. Setze denen gleich eine Bearbeitungsfrist
zu finden hier

http://www.erwerbslosenforum.de/widerspruch/w_ueberpruefung.doc
 

TotalRatlos

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#20
bschlimme sagte :
du hast also keine Umzugsaufforderung erhalten und das Amt hat dich auch nicht aufgefordert deine Mietkosten zu senken? Man hat dich auch nicht darauf hingewiesen, wie du eventuell die Mietkosten senken könntest.

Aber die Arge hat hat 6 Monaten einfach weniger für die Miete bezahlt bezahlt?
Ist das so richtig?
Ja, das ist so richtig. Ich habe keine Umzugsaufforderung erhalten, keine Mitteilung, dass ich meine Mietkosten senken soll und auch nicht, wie ich das anstellen könnte.

Danke für Deine Hilfe und die Links *freeeeu*
 
E

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#21
Wenn das so ist wie du sagst und ich denke mal ,du sagst die Wahrheit,denn gehe so vor wie bschlimme sagte,nämlich § 44 SGBX Überprüfungsantrag stellen.

In diesem Fall hätte die Arge rechtswidrig gehandelt,denn es wurde kein Verwaltungsakt zur Senkung der KDU erlassen,somit kannst du gemäß § 44 SGBX dass Amt verpflichten,dir von Jan. 2005 bis heute die Tatsächlichen Kosten deiner Unterkunft zu zahlen,plus Regelsatz 345 Euro.
Desweiteren wäre die Arge verpflichtet,dir für weitere 6 Monate die Tatsächl. Unterkunftskosten zu zahlen.

Genauso verhielt es sich bei Bekannten von mir,bin auch so vorgegangen,zu diesem Thema gibt es auch schon Entscheidungen von Sozialgerichten,welche meine Aussagen noch untermauern.

Wird dein Antrag § 44 SGBX abgelehnt,kannst du Widerspruch und Klage erheben,wozu ich dir dringend rate,vorausgesetzt,du hast die Wahrheit gesagt.
 

TotalRatlos

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#22
So, ich hab noch mal geschaut und hab ein Schreiben vom 20.01.05 gefunden:

"Die unagemessenen hohen Unterkunftskosten können nach §22 SGB II nur solange anerkannt werden, als es Ihnen nich tmöglich oder nicht zuzumuten ist, durch Vermieten, durch einen Wohnungswechsel oder auf andere Weise die Aufwendungen zu senken, in der Regel jedoch für längstens 6 Monate. Ihre Unterkunftskosten werde ich daher spätestens nach Ablauf von 6 Monaten in der Bedarfsberechnung nur noch mit dem angemessenen Betrag berücksichtigen können.

Zur Vermeidung von Nachteilen empfehle ich Ihnen daher, Ihre Unterkunftskosten auf das angemessene Maß zu reduzieren."

Gelogen hab ich nicht, das Schreiben hatte ich total vergessen. Na ja, damit ist klar, dass ich der absolute Oberidiot bin. Dummheit wird eben bestraft.
 
E

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#24
Wir haben die ganze Zeit umsonst geredet,denn solche Schreiben solltest du besser aufheben und vor allem nicht vergessen. :evil:
 
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#25
So, ich hab noch mal geschaut und hab ein Schreiben vom 20.01.05 gefunden
was so plötzlich ist doch ein Schreiben aufgetaucht. Willst du uns verscheissern oder für dumm verkaufen?


Bleibt der Leistungsempfänger untätig und reagiert er nicht auf den Verwaltungsakt, mit dem ihm die Anpassung der Wohnungskosten hoheitlich aufgegeben wird, werden die Leistungen für die Unterkunft auf das angemessene Maß reduziert. Der Leistungsempfänger muss dann die Differenz zwischen den tatsächlichen und den angemessenen Unterkunftskosten selbst finanzieren. Aber: Da monatliche Regelleistung hierfür keinen Spielraum eröffnet, drohen Mietrückstände, Kündigung, Wohnungsverlust und Räumung. Die Kommune muss dann für die Unterbringung des Betroffenen sorgen, schlimmstenfalls droht hier Obdachlosigkeit.

Somit bist du selber Schuld. Allerdings hast du deine Glaubwürdigkeit bei mir nun verspielt!
 

TotalRatlos

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#27
bschlimme sagte :
Somit bist du selber Schuld. Allerdings hast du deine Glaubwürdigkeit bei mir nun verspielt!
Stimmt, jetzt wo ich den kompletten Vorgang durchgelesen habe, sehe ich, dass ich selber schuld bin. Den Schuh ziehe ich mir auch voll an. Das war wohl unbewusste Verdrängung oder was auch immer. Aber weshalb ich deshalb unglaubwürdig bin, versteh ich nicht. Als ich hier geschrieben hab, habe ich das aus dem Kopf gemacht, so wie ich es verstanden habe. Erst auf Eure Hinweise hin, hab ich mal das "Kleingedruckte" gelesen und auch sofort mitgeteilt, dass da doch etwas war. Aber wenn Doofheit (weil ungenau widergegegen und zu unbedarft mit dieser Sache umgegangen) unglaubwürdig ist, dann akzeptier ich das auch.
 

Silvia V

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#28
Hallo TotalRatlos,

Du hast ganz sicher so einiges selbst verbockt,aber das ist nun nicht mehr zu ändern.
Versuche jetzt klar zu denken,ordne Deine Unterlagen und mit Hilfe Deines Anwaltes und der zahlreichen Hinweise,die Du hier erhalten hast,wird es Dir gelingen Deine derzeitige Situation zu entschärfen.
Ich nehme an,Du hast gelernt und wirst in Zukunft nichts mehr schleifen lassen.

Gruß
Silvia
 
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