Bin Erwerbsminderungsrentner und möchte eine Freundin/ALG2 ohne Untermietvertrag bei mir einziehen lassen. Würden wir dennoch als Bedarfsgemeinschaft beim Amt eingestuft? Wer kann einen Hinweis geben? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Thomas77

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Ich bin EU-Rentner und wohne zur Miete. Da eine sehr gute Freundin (Arbeitslosengeld 2 Bezieher und dauerhaft krankgeschrieben) ihre alte Wohnung verlassen muss und selbst keine Wohnung auf den freien Wohnungsmarkt findet, würde ich sie gerne bei mir mit einziehen lassen (entweder als Untermieterin oder Gemeldet im Haushalt und eingezogen).

Frage: würden wir beide unter Bedarfsgemeinschaft beim Amt laufen ? Bei Wikipedia habe ich dazu das hier gefunden:
“Angehöriger Bedarfsgemeinschaft:
Eine Bedarfsgemeinschaft im Sinne des SGB II besteht aus einer (trotz des Wortbestandteils -gemeinschaft) oder mehreren Personen. Zu einer Bedarfsgemeinschaft gehören nach § 7 Abs. 3 SGB II
  1. erwerbsfähige Leistungsberechtigte
  2. die im Haushalt lebenden Eltern oder ein im Haushalt lebender Elternteil eines unverheirateten, erwerbsfähigen Kindes, welches das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat (= U25) und der im Haushalt lebende Partner dieses Elternteils
  3. als Partnerder hilfebedürftigen Person
    1. der nicht dauernd getrennt lebende Ehegatte,
    2. der nicht dauernd getrennt lebende Lebenspartner
    3. eine Person, die mit dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in einem gemeinsamen Haushalt so zusammenlebt, dass nach verständiger Würdigung der wechselseitige Wille anzunehmen ist, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen (Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft),
  4. die dem Haushalt angehörenden unverheirateten Kinder von den in den Nummern 1. bis 3. genannten Personen, wenn die Kinder das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen sichern können.“

Zu Punkt 1, ich bin EU-Renter und beziehe einen Ausgleich zum Existenzminimum vom Sozialamt. Sie ist schon seit Jahren Krankgeschrieben und bekommt den Regelsatz vom Jobcenter (Arbeitslosengeld 2). Sie wird auch wohl noch längere Zeit Krankgeschrieben sein.

Wikipedia schreibt dazu:
“Erwerbsfähigkeit
Erwerbsfähig ist nach § 8 Abs. 1 SGB II, wer nicht wegen Krankheit oder Behinderung auf absehbare Zeit außerstande ist, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein. Dies schließt sowohl Personen aus, bei denen eine Minderung der Erwerbsfähigkeit auf unter 3 Stunden festgestellt wurde, als auch Personen, die nicht unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes erwerbstätig sein können (sondern z. B. nur in einer Werkstatt für behinderte Menschen).“


Da ich vom Sozialamt einen Ausgleich zur EU-Rente beziehe wollte ich nur eine Symbolische Miete von einen Euro kassieren (Mir wäre das alles viel zu kompliziert mit Einnahmen und Amt und Einnahmen, zusätzlich einahmen Finanzamt und versteuern lassen. Ich sehe da nur einen finanziellen Nachteil für mich und wieder Ärger mit dem Amt). Am liebsten würde ich keinen Miete nehmen wollen.

Die beim Jobcenter meinten das geht nicht. (Miete mit einen Euro) . Und sowieso sind wir dann eine Bedarfsgemeinschaft.


Zweite Frage: könnte ich sie auch einfach anmelden beim Vermieter ohne Mietvertrag und das Amt zahlt nur den normalen Regelsatz zum Leben (ohne Miete ) ? Ich möchte es so einfach wie möglich haben. Ihr keine Rechte fürs Wohnen geben und keinen Bedarfsgemeinschaftsregelsatz beziehen. Ohne Mietvertrag wäre mir lieber, da ich auch keine Einnahmen dann generiere würde. Würde ich und sie in dem Fall als Bedarfsgemeinschafft zählen und den kleineren Regelsatz bekommen oder würde das nicht auf uns zutreffen ?

Dritte Frage: könnten wir irgendwie um diesen Bedarfsgemeinschafftsregelsatz drum rum kommen ?
Was ist zwingend erforderlich ?
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Thomas77 und :welcome:

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.

Ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder "Bedarfsgemeinschaft ?"

sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!

Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 150! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

und auch im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu den Hinweis.

Schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine

aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:



Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

Larsson

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Zweite Frage: könnte ich sie auch einfach anmelden beim Vermieter ohne Mietvertrag und das Amt zahlt nur den normalen Regelsatz zum Leben (ohne Miete ) ? Ich möchte es so einfach wie möglich haben. Ihr keine Rechte fürs Wohnen geben und keinen Bedarfsgemeinschaftsregelsatz beziehen. Ohne Mietvertrag wäre mir lieber, da ich auch keine Einnahmen dann generiere würde. Würde ich und sie in dem Fall als Bedarfsgemeinschafft zählen und den kleineren Regelsatz bekommen oder würde das nicht auf uns zutreffen ?
Wie du das mit deinem Vermieter klärst mal ausgenommen.
Wenn du sie nicht im Mietvertrag haben willst und keinen Untermietvertrag mit ihr machen willst ist dass das Eine. Aber Sie wird es evtl. schwer haben beim Jobcenter. Wir hatte hier vor nicht geraumer Zeit einen User, der die Adresse von Freunden als Meldeadresse angab. Das JC unterstellte natürlich eine BG.
Und melden muss sich deine Bekannte ja, entweder unter deiner Adresse, da sie ja dann wohnt oder aber sie meldet sich obdachlos und gibt eine Meldeadresse von der Caritas beim JC an, schläft aber trotzdem bei dir.

Eine Wohngemeinschaft zu belegen ohne Miet- oder Untermietvertrag wird wohl sehr schwer.
 

Thomas77

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@Larrson:
wie sieht das im Zusammenhang mit ihrer und meiner nicht Erwerbsfähigkeit aus? Laut Wiki würde eine Bedarfsgemeinschaft doch nicht auf uns zutreffen. .....oder?
 

Larsson

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@Larrson:
wie sieht das im Zusammenhang mit ihrer und meiner nicht Erwerbsfähigkeit aus? Laut Wiki würde eine Bedarfsgemeinschaft doch nicht auf uns zutreffen. .....oder?

Wenn Person X bei Person Y mietfrei wohnt, dann wird das JC versuchen eine BG zu konstruieren. Und das kann ich sogar verstehen. Mietfrei wohnen das ist schon sehr ungewöhnlich, da muss aber jemand entweder gut gepolstert sein und kann auch für Person X sorgen, eine reine Nettigkeit ist schwer belegbar und schwer vorstellbar.
Siehe Punkt 3:
  1. eine Person, die mit dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in einem gemeinsamen Haushalt so zusammenlebt, dass nach verständiger Würdigung der wechselseitige Wille anzunehmen ist, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen (Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft),

Ich sehe nur 2 Möglichkeiten:
Ihr macht einen Miet- oder Untermietvertrag und fordert die halben KdU mit ein. Auch hier lauft ihr Gefahr als BG eingestuft zu werden. Ihr müsstest dann eine WG anmelden. Frage ist, ob die Wohnung WG tauglich ist, also hat z.B. jeder ein Zimmer?

Oder aber deine Bekannte meldet sich beim Meldeamt obdachlos, legt sich bei der Caritas eine Meldeadresse zu und schläft trotzdem bei dir.
 

Nena

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Habt Ihr jeweils Partner/Partnerin? Das wäre ein gutes Argument für das JC, dass Ihr eben keine BG sein könnt. Aber stell Dich schon mal auf "Streitereien" ein. Das JC wird Vermögens- und Einkommensauskünfte von Dir fordern. Wenn das "zu viel" ist, hat sie gar keinen Anspruch mehr auf ALG2.

Dein Vermieter könnte übrigens nichts dagegen sagen, würdest Du Deine Lebensgefährtin bei Dir einziehen lassen (wenn die Wohnung das her gibt).
 

gila

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Du schreibst, es ist lediglich eine gute Freundin und wahrscheinlich von dem was Du hier äußerst eine vorübergehende Angelegenheit, weil sie zurzeit in einer Notlage ist?

Ihr seid weder verwandt, verschwägert, noch Elternteile oder Kinder zueinander, noch habt ihr eine partnerschaftliche Beziehung oder seid verheiratet und keiner unterstützt den anderen finanziell , jeder wirtschaftet für sich allein.

Folglich seid ihr auch keine Bedarfsgemeinschaft im Sinne des Paragraphen 7 SGB II. Da jeder seinen eigenen Kram macht, seid ihr auch keine Haushaltsgemeinschaft.
Im SGB XII gibt es auch nicht die klassische Bedarfsgemeinschaft sowie im SGB II.

Für mein Verständnis wäre sie dann bei dir zunächst einmal ein "Gast" , der kostenfrei wohnen kann, noch nicht einmal ein offizieller Untermieter, wenn du dieses Verhältnis nicht legitimieren möchtest. Also hat sie bei dir eine Wohn- und Meldeadresse und das müsste das Jobcenter so auch akzeptieren und könnte im Grunde froh sein, dass es nur den Regelsatz zahlen muss und nicht auch noch die Kosten einer Unterkunft.

Was anderes wäre es unter Umständen wenn du vom Sozialamt auch noch die Kosten der Unterkunft bekommst zusätzlich zu einem deine Rente aufstockenden Regelsatzbetrag. Da könnte sich die Frage ergeben, wenn du von staatlicher Stelle die Kosten der Unterkunft erhältst, ob du dann jemand anderen einfach kostenfrei wohnen lassen dürftest.
Diese andere Person kann ja deinen Mietbeitrag, den du von staatlicher Seite erhältst, durch einen eigenen Mietbeitrag senken.
Dabei dürfte es wohl egal sein, ob es sich um einen Arbeitnehmer handelt, der nicht abhängig ist vom Jobcenter oder wie hier um eine Person die Leistungen bekommt.
Da würde zwar dann der Betrag von der Tasche des SGB II in die Tasche des SGB XII wandern, aber Papa Staat will es ja unbedingt kompliziert haben.

So wie ich es momentan überblicke ist die Auskunft des Jobcenters nicht richtig.
Wenn du keine KdU vom Sozialamt bekommst und eine Person, mit der du bekannt oder befreundet bist in einer Notlage ein Obdach anbietest, und keine Mietbeteiligung verlangst, dann dürfte das deine ureigene Angelegenheit sein.
SIE müsste halt nur klar machen dass SIE eine zeitweilige Wohngemeinschaft bildet so lange sie auf Wohnungssuche ist und sie daher aufgrund deiner Großzügigkeit lediglich den Regelsatz des Jobcenters beansprucht.

Meines Wissens kann bis zu mindestens sechs Wochen jemand auch völlig unbehelligt als Gast in einer Mietwohnung aufgenommen werden, danach sollte man jedoch, wenn sich daraus eine Mitbewohnergeschichte entwickelt, dem Vermieter Bescheid geben, der unter Umständen dann entscheiden muss, ob in seiner Betriebskostenabrechnung eine Person mehr zu berücksichtigen wäre.

Das ist aber eine privatrechtliche Geschichte zwischen euch und dem Vermieter und tangiert das Jobcenter nicht.

Für Leistungen vom Jobcenter braucht es eine Meldebestätigung und Anschrift, will man Kosten der Unterkunft beanspruchen, braucht man einen Mietvertrag oder Untermietvertrag, wenn man keine KdU hat, hat man keine.
 

Larsson

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Da ich vom Sozialamt einen Ausgleich zur EU-Rente beziehe wollte ich nur eine Symbolische Miete von einen Euro kassieren (Mir wäre das alles viel zu kompliziert mit Einnahmen und Amt und Einnahmen, zusätzlich einahmen Finanzamt und versteuern lassen. Ich sehe da nur einen finanziellen Nachteil für mich und wieder Ärger mit dem Amt). Am liebsten würde ich keinen Miete nehmen wollen.
Wie kommst du darauf den Mietanteil deiner Freundin zu versteuern? Du müsstest halt beim Sozialamt melden und bekommst dann auch nur noch die halbe KdU. Wenn du dann überhaupt beim Sozialamt bleibst.
Denn wenn auch das eine BG sieht, dann seit ihr meines Wissens bei bei JC, solltet ihr das nicht widerlegen können.
 

gila

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Wie kommst du darauf den Mietanteil deiner Freundin zu versteuern? Du müsstest halt beim Sozialamt melden und bekommst dann auch nur noch die halbe KdU.
Versteuern müsste er das wenn er eine Eigentumswohnung hat z.b. oder wenn er eine Steuererklärung aus sonstigen Gründen machen muss, auch als Rentner, und Mieteinnahmen hätte.
Sprich also keine KdU durch das Sozialamt bekommt, denn vorläufig habe ich es so verstanden, dass er EU-Rentner ist und seine Rente über das Sozialamt aufgestockt wird, wobei er noch nicht erzählt hat ob seine Rente ausreichend ist die KdU selber zu tragen
 

Larsson

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Sprich also keine KdU durch das Sozialamt bekommt, denn vorläufig habe ich es so verstanden, dass er EU-Rentner ist und seine Rente über das Sozialamt aufgestockt wird, wobei er noch nicht erzählt hat ob seine Rente ausreichend ist die KdU selber zu tragen
Spielt das eine Rolle?
Wenn er meldet, das eine Person einzieht, die die Hälfte der KdU trägt, dann werden ihm auch nur die hälftigem Kosten angerechnet, evtl. bekommt er dann vom Sozialamt nix mehr.
Kommt ja auf die Gesamtsumme an. Die Rente wird als Einkommen gerechnet.
Sprich, es wird nicht nach KdU und Regelbedarf gerechnet, sondern nach Gesamtbedarf die sich aus KdU und Regelsatz zusammensetzen.
 
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gila

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Der Gesamtbedarf wird aus dem berechnet, was durch fehlendes Einkommen "ungedeckt" ist.
Wenn er die KdU durch seine Rente decken kann, kriegt er nur das, was an Regelsatz fehlt. Wenn er hier Einkünfte erzielt müsste er sie so angeben wie sie tatsächlich sind, dann ist das Einkommen, aber es ist nicht zwingend so, dass automatisch die hälftigen Kosten der Miete berechnet werden, nur weil einer eingezogen ist. Wenn er einen Untermietvertrag macht, dann ist das der Betrag, der hier vereinbart wurde.

Kommt ja auf die Gesamtsumme an. Die Rente wird als Einkommen gerechnet.
Sprich, es wird nicht nach KdU und Regelbedarf gerechnet, sondern nach Gesamtbedarf die sich aus KdU und Regelsatz zusammensetzen.
Dieses hattest du wohl nachgetragen und ich habe es vor meinem Beitrag nicht lesen können
 

Larsson

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Der Gesamtbedarf wird aus dem berechnet, was durch fehlendes Einkommen "ungedeckt" ist.
Wenn er die KdU durch seine Rente decken kann, kriegt er nur das, was an Regelsatz fehlt. Wenn er hier Einkünfte erzielt müsste er sie so angeben wie sie tatsächlich sind, dann ist das Einkommen, aber es ist nicht zwingend so, dass automatisch die hälftigen Kosten der Miete berechnet werden, nur weil einer eingezogen ist. Wenn er einen Untermietvertrag macht, dann ist das der Betrag, der hier vereinbart wurde.
Mal eine Beispielrechnung:
KDU 400€
Regelsatz 426€
Gesamtbetrag 826€
Rente 400€
Somit bekommt er 426€ vom Sozialamt

Wenn jemand einzieht und die Hälfte der KdU übernimmt
KdU 200€
Regelsatz 426€
Gesamtbedarf 626€
Rente 400€
Er bekommt also nur noch 226€

Oder wir rechnen so:
KdU 400€
Regelsatz 426€
Gesamtbedarf 826€
Rente 400€ + Einnahmen von der Freundin 200€
Er bekommt also auch nur 226€
 

gila

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Darum geht es doch jetzt gar nicht.
Natürlich erhöht eine Einnahme aus einer Untervermietung das Einkommen.
Aber es wird nicht automatisch dann die Wohnkosten durch zwei geteilt. Kopfteil Methode funktioniert nur unter gewissen Voraussetzungen, vor allen Dingen nicht dann, wenn ein konkreter und anders lautender Untermietvertrag gemacht wird für eine hinzuziehende Person.

Der TE muss mal hier erstmal seine tatsächlichen Verhältnisse aufklären, damit man weiter denken kann und nicht wieder stundenlang herum spekuliert bis der ganze Kram wieder unübersichtlich ist.
Nach seinen Angaben handelt es sich nicht um eine Freundin im Sinne einer partnerschaftlichen Beziehung ... da geht es schon mal los.
 

Larsson

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Dieses hattest du wohl nachgetragen und ich habe es vor meinem Beitrag nicht lesen könne
Jepp, hatte ich. Manchmal bin ich nicht so gut um mich ausdrücken zu können. Alles in Allem glaube ich auch, wir meinen schon das Gleiche.
Warten wir mal ab, was der TE noch schreibt.
Input hat er ja bekommen.
 

Thomas77

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Danke für die vielen und echt guten Beiträge!

Hier noch ein paar sehr wichtige und weitere gewünschte Eckdaten:

- Mit meiner EU-Rente kann ich leicht die Warmmiete abdecken (Miete ist mit dem Renteneinkommen gut gedeckt), allerdings reicht die EU-Rente nicht ganz zum Existenzminimum aus. Diesen Ausgleichbetrag bekomme ich vom Sozialamt.
- die Wohnung hat ein (1)Schlafzimmer und einen (1) großen Wohnraum mit offener Küche. Wir würden auch in getrennten Zimmern schlafen. Ich würde im Wohnraum mit offener Küche auf einen Schlafsofa schlafen , meine gute Freundin im jetzigen Schlafzimmer nächtigen.
- Derzeit habe ich einen 450 Euro Job, damit liege ich nur knapp über dem Regelsatz mit Zuverdienstgrenze. Allerdings fällt diese Stelle bald auch wieder weg und ich wäre wieder Stützenempfänger beim Sozialamt. Die Mietwohnung hat für das Amt eine angemessene Miete (= Wohnung ist definitiv nicht zu teuer, wurde auch schonmal geprüft).
- meine gute Freundin ist eine Freundin, mehr nicht und soll es auch bleiben. Wir haben keine Intimitäten! Wir beide sind leider Single, können somit keinen Partner beim Amt anführen.
- eine Prüfung der Finanzen würden wir beide locker standhalten, wir haben kein Vermögen und keine großen Einkommen.
- wir haben getrennte Konten, getrennte Versicherungen. Im dem Fall nur eine Gemeinschafftsküche und Waschmaschine.

Gehen wir besser davon aus das ich Stützenempfänger jetzt schon bin.

Falls noch ein wichtiger Eckpunkt fehlt bitte sagen
.

Was würdet ihr mir jetzt raten wie ich eine Bedarfsgemeinschaft verhindern kann.

Abseits davon etwas Gejammer :
Ich hab echt sorge das wir beide den Bedarfsgemeinschafftsregelsatz bekommen. Ich hab Jahrelang mit den normalen Regelsatzleben ohne hinzuverdienst schon leben müssen, das war schon ein richtiger Horror. Harz 4 Normalregelsatz ist nicht zum Leben auf Dauer ausgelegt, sondern soll nur zum kurzen überbrücken. Auf Dauer geht man daran echt psychisch kaputt. Man ist komplett vom sozialen Leben und von der Gesellschaft abisoliert.
Ich hab keine Ahnung wie ich mit ca. 50 Euro noch weniger vom normalen Regelsatz dauerhaft auskommen soll. Meine gute Freundin kann kein Stück mit Geld umgehen, mit dem Regelsatz kommt sie schon garnicht klar. Früher hab ich das immer für sie geregelt. Bei den Bedarfsgemeinschafftsregelsatz würde ich das aber nicht mehr hinbekommen, da ich selbst nicht weiß wie ich mich selbst finanzieren soll. Sie bräuchte dann einen Berufsbetreuer für Finanzen. Meine gute Freundin dreht schon am Rad wenn sie nur daran denken muss das sie im Bereich Finanzen entmündigt werden müsste und wie ein kleines Kind um Taschengeld fragen müsste.
Schlimm genug das wir selbst nicht, aufgrund unserer Erkrankungen an diesen Umstand nichts ändern können. Wir haben keine Verwandten oder so gute Freunde die uns immer finanziell bezuschussen oder wo wir mal mitessen könnten. Ohne solche externen Hilfen ist man echt aufgeschmissen.

Am liebsten wäre es mir wenn sie eine eigene Wohnung bekommen würde, aber der Wohnungsmarkt ist dicht und sie muss raus. Ich bin ihre letze Möglichkeit um nicht Obdachlos zu werden. Ich kann doch da nich einfach nein sagen.
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gila

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Am liebsten wäre es mir wenn sie eine eigene Wohnung bekommen würde, aber der Wohnungsmarkt ist dicht und sie muss raus. Ich bin ihre letze Möglichkeit um nicht Obdachlos zu werden. Ich kann doch da nich einfach nein sagen.
Daher würde ich vorerst von einer "vorübergehenden" Situation sprechen - wie gesagt: bis 6 Wochen kann man einen "Gast" haben ohne dem Vermieter Bescheid zu geben ...

In diesem Thema hier ALG II Antrag - Unterstellung eheähnlicher Partnerschaft - Bitte um Hilfe.

findest du erstmal alles über das vertrackte und nicht wenig komplizierte Thema "Bedarfsgemeinschaft".
Wichtig, dass du dir da mal die rechtlichen Hintergründe anliest - und dann sicher unterscheiden kannst, warum Ihr KEINE "BG" seid, auch keine "HG" - und was da UNBEDINGT zu beachten ist!
 

Larsson

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Am liebsten wäre es mir wenn sie eine eigene Wohnung bekommen würde, aber der Wohnungsmarkt ist dicht und sie muss raus. Ich bin ihre letze Möglichkeit um nicht Obdachlos zu werden. Ich kann doch da nich einfach nein sage
Das ehrt dich natürlich. Wenn sie innerhalb von 4-6 Wochen eine Wohnung findet, dann sehe ich da auch kein Problem und würde da auch garnicht erst ein Fass aufmachen nach außen. Gäste darf man ja haben.
Aber wenn der Zustand länger ist, dann wird es schwierig. Da ist Stress einfach vorprogrammiert, weil man euch vermutlich eine BG unterstellen wird. Wenn du keine Miete verlangst wirkt es noch wahrscheinlicher. Die Wohnung nicht WG „tauglich“ auch wenn ihr getrennt schlaft.
Ich würde Gilas verlinkten Thread lesen, um Stolperfallen von Beginn an zu kennen. Glaube aber trotzdem, ihr werdet einen langen Atem haben müssen. Und da solltest du auch an dich selbst denken, ob du dem gewachsen bist, zumal du ja auch schreibst, am liebsten wäre Dir vorübergehend. Und in eurer Stadt/Gemeinde gibt es sicherlich auch Notunterkünfte, auf der Straße muss sie sicher nicht schlafen. Auch wenn etwas anderes sicher wünschenswerter für deine Freundin wäre.
 
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