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Bin Aufstocker, aber das jobcenter ingnoriert seit Oktober meine Gehaltsnachweise

hharge

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#1
Hallo,

ich schreibe hier das erste mal und hoffe ihr könnte mir helfen.

Ich muss der Arge jeden Monat einen Gehaltsnachweis schicken, da ich einen Nebenjob ausübe und mein Gehalt ständig variiert.

Seit Oktober gab es einen Personalwechsel und seitdem bekomme ich keine Nachzahlung mehr, obwohl ich für Oktober und November zusammen 300Euro nachgezahlt bekommen müsste.

Vorher hat es immer wunderbar geklappt und nach spätestens 5 Tage war die Nachzahlung da. Ich habe bereits 2 Mal meinen Gehaltsnachweis persönlich abgegeben und stempeln lassen.
Ich wollte euch um folgenden Rat bitten:


[*]Weiss einer von euch, wie lange die Arge sich gesetzlich Zeit lassen darf, um meine Nachzahlung zu barbeiten(Nicht Antrag! da sind es 6 Monate)?


Wie gesagt ich bin euch sehr dankbar. Ich fühle mich sehr unwohl mit dem Harzen und empfinde es als eine Belastung ständig aufs Geld warten zu müssen, da ich am Essen sparen muss und mir nicht sicher bin, ob ich einen Vorschuss beantragen darf(und wie).

Viele Grüße
der hamburger
 

hharge

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#2
AW: Arge reagiert nicht auf Nachzahlung!!

ps: Frage 2: Wie lange sollte ich warten? Ich habe bis jetzt nur meine Gehaltsnachweise abgeschickt und stempeln lassen zur Beweisaufnahme. Kann es aber passieren, dass mir die Arge plötzlich mitteilt:

Ne, Sie haben jetzt die 3(oder 6) Monats Frist und haben keinen Anspruch mehr auf eine Nachzahlung??

Das wäre nämlich wirklich brutal, da ich zur Zeit im Minus bin und nicht noch weiter gehen kann (möchte).

Würde mich echt freuen, wenn mir jemand hilf.
Danke
 

hharge

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#3
AW: Arge reagiert nicht auf Nachzahlung!!

(Korrektur)*Ne, Sie haben jetzt die 3(oder 6) Monats Frist überschritten und haben keinen Anspruch mehr auf eine Nachzahlung??
 

Curt The Cat

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#4
AW: Arge reagiert nicht auf Nachzahlung!!

Moinsen hharge,

erstmal herzlich willkommen hier im Forum ...

... nun aber erst mal ein paar wohlgemeinte Tips für Dich als Newbie hier!
BITTE HIER KEINE FRAGEPOSTINGS EINSTELLEN !
Es besteht hier keine Möglichkeit diese zu beantworten!
... also erst lesen und dann erst die Tastatur bedienen.

Ich werde Dein Thema also verschieben, damits auch mit den Antworten klappt.


Auch möchte ich Dir auch die Forenregel #11 ...
11. Themen/Threads erstellen
Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit Überschriften wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder Arge reagiert nicht auf Nachzahlung!!, sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
... dringendst ans Herz legen!

Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 85 Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:


 

ladydi12

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#5
Hallo hharge,

ich hatte fast den selben "Spaß" in der Vergangenheit einmal mit einem Arbeitgeber, der mir zunächst wenig Lohn zahlen wollte und ein anderes Mal mit dem Mobbcenter.:cool:

Beide Male habe ich folgendes gemacht und damit jeweils Erfolg gehabt:

1. den Arbeitgeber bzw. das Mobbcenter schriftlich zunächst freundlich darauf aufmerksam gemacht, daß ich noch Geld von denen zu erhalten hatte und wann ich mit einer Zahlung dererseits zu rechnen hätte.

Wurde auf die freundliche Art meinerseits von der Gegenseite (Arbeitgeber bzw. Mobbcenter) nicht reagiert bzw. gezahlt, folgte meinerseits dann Schritt 2:

2. den Arbeitgeber bzw. das Mobbcenter schriftlich diesesmal mit Fristsetzung daran erinnert, daß ich noch Geld von denen zu erhalten hatte und sie bis zum Fristablauf zu zahlen hätten, da ich ansonsten meine Ansprüche gerichtlich geltend machen würde.

Kam die Gegenseite meiner Aufforderung immer noch nicht nach, folgte meinerseits Schritt 3:

3. den Arbeitgeber bzw. das Mobbcenter vor Gericht zerren und das mir zustehende Geld einklagen.:cool:

Mit Schritt 3 hatte ich beim Arbeitgeber und beim Mobbcenter nun endlich Erfolg gehabt und megapronto das mir zustehende Geld erhalten.:cool:

Ich kann dir daher nur zu der selben Verfahrensweise raten, falls die Gegenseite meint daß sie dir zustehende Gelder nicht an dich zahlen muß.:cool:

meint ladydi12
 

hharge

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#6
Hey,

ich danke dir für deine Antwort :icon_mrgreen:

Wie lange hast du gewartet bist du die Arge verklagt hast? Mann muss doch nach der "Mahnung" 6 Monate warten oder nicht?

Und noch eine wichtige Frage: Wenn ich meine Gehaltsnachweise stempeln lasse, jedoch (angenommen) 3-4 Monate keine Rückmeldung seitens der Arge erhalte, habe ich dann immer noch anspruch auf mein Geld?

Oder kann die Arge ab einer bestimmten Frist sagen: "6Monate sind um, drum lachen wir uns dumm". ?

Einen schönen Abend und danke für alles!
 

ladydi12

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#7
Hallo hharge,

bei mir lief das mit der Klagerei bei Gericht fast immer recht zügig, außer bei meinen geplanten Wiederaufnahmeverfahren wegen der SGB2- Regelsätze, der Kosten der Unterkunft, Stromkosten und Fahrtkosten, bei denen ich das Mobbcenter seit 2007 verklagt habe. Das liegt allerdings daran, daß ich seit Wochen diverse Gutachten zu besagten Sachen, die ich vorher nicht hatte, durchgehe und in die neuen Klageschriften noch einbauen muß und das kostet entsprechend Nerven und Gesundheit.:cool:

Nun zu deiner Sache:

Das, worauf du mit den 6 Monaten Wartezeit anspielst, nennt sich Untätigkeitsklage, die du natürlich auch machen kannst.
Bei mir war es so, daß ich die Gegenseite 1 bis 2 mal schriftlich mit entsprechender Fristsetzung anmahnte und nach Ablauf der von mir festgesetzten Frist dann beim zuständigen Gericht die dementsprechende Klage eingereicht habe und dann so mein Geld erhielt.

Was die Sache bei dir noch beschleunigen könnte, ist eine handfeste Beschwerde bei der obersten Chefstelle des für dich zuständigen Mobbcenters beim Kundenreaktionsmanagement der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg, denn dann rappelt es bei dem für dich zuständigen Mobbcenter ggf. richtig derbe:icon_twisted:
Diese Variante verhalf einer Bekannten von mir Anfang November diesen Jahres zu einer seeehhhrrr schnellen Bearbeitung ihres Weiterbewilligungsantrages, den sie 6 Wochen vor ablauf des Bewilligungszeitraumes beim Mobbcenter in den Briefkasten einwarf, und, als Folge davon, zu einer plötzlichen Barauszahlung der ihr zustehenden Leistungen, nach dem man sie vorher mit Lebensmittelgutscheinen abspeisen wollte.:icon_twisted:

Der Eingangstempel des Mobbcenters auf deinen Gehaltsnachweisen bestätigt nur, daß das Mobbcenter diese auch erhalten hat. Den Geldanspruch hast du nach 3 bis 4 Monaten immer noch, allerdings empfiehlt es sich dann, immer wieder mal nach dem Stand der Dinge schriftlich nachzufragen.:cool:

meint ladydi12
 

biddy

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#8
Seit wann läuft denn Dein aktueller Bescheid? Gerade eben erst, also seitdem das so anderes läuft als früher (anderer SB), also diese zwei Monate? Kann es sein, dass Dein Bescheid vorläufig ist und irgendwo auf Seite 1 oder 2 des Bescheids steht, dass ein bestimmter, immer gleich bleibender Betrag vorläufig als Einkommen angerechnet wird und nach Ende des Bewilligungsabschnitt unter Heranziehung der gesamten Lohnabrechnungen erst nach-/neuberechnet wird und die Leistungen nach diesen 6 Monaten des Bewilligungsabschnitts erst endgültig bewilligt werden?
 

hharge

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#9
Hallo hharge,

bei mir lief das mit der Klagerei bei Gericht fast immer recht zügig, außer bei meinen geplanten Wiederaufnahmeverfahren wegen der SGB2- Regelsätze, der Kosten der Unterkunft, Stromkosten und Fahrtkosten, bei denen ich das Mobbcenter seit 2007 verklagt habe. Das liegt allerdings daran, daß ich seit Wochen diverse Gutachten zu besagten Sachen, die ich vorher nicht hatte, durchgehe und in die neuen Klageschriften noch einbauen muß und das kostet entsprechend Nerven und Gesundheit.:cool:

Nun zu deiner Sache:

Das, worauf du mit den 6 Monaten Wartezeit anspielst, nennt sich Untätigkeitsklage, die du natürlich auch machen kannst.
Bei mir war es so, daß ich die Gegenseite 1 bis 2 mal schriftlich mit entsprechender Fristsetzung anmahnte und nach Ablauf der von mir festgesetzten Frist dann beim zuständigen Gericht die dementsprechende Klage eingereicht habe und dann so mein Geld erhielt.

Der Eingangstempel des Mobbcenters auf deinen Gehaltsnachweisen bestätigt nur, daß das Mobbcenter diese auch erhalten hat. Den Geldanspruch hast du nach 3 bis 4 Monaten immer noch, allerdings empfiehlt es sich dann, immer wieder mal nach dem Stand der Dinge schriftlich nachzufragen.:cool:

meint ladydi12

Hallo, ich wollte da noch etwas nachhacken,

wie genau läuft das nun ab wenn man eine "Fristsetzung" abschickt? Ich habe das so verstanden:

- Man schickt zuerst eine normale Aufforderung ohne Fristsetzung, man möge doch meine mitgeschickte Gehaltsabrechnung ansehen und das Geld Nachzahlen das ich zu wenig erhalten habe.

-Falls dann keine Antwort kommt(wie lange soll ich warten? 1 Monat?) eine Fristsetzung mit 2 Wochen (mit Eingangsstempel)

-Wenn immernoch nichts passiert, dann Klagen ? (Wie viele Monate muss ich nach Fistsetzung warten um zu klagen? Wo muss ich klagen? 6 Monate finde ich etwas zu viel gibt es da eine andere Stelle auch früher zu klagen? Damit meine ich die Untätigkeitsklage, solange möchte ich eigendlich nicht warten, ist doch total nervig wenn dieses Spielchen jeden Monat von vorne beginnt).
 

hharge

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#10
Wie viel Zeit darf sich das Jobcenter für eine Nachberechnung meines Einkommens nehmen?

Guten Abend an Alle,

sorri, dass ich erneut ein thread eröffnen muss aber irgendwie gehen meine Fragen im anderen thread unter und noch hat niemand geantwortet.
Ich hoffe sehr, dass ihr mir helfen könnt.

- Wenn das Jobcenter auf mein Schreiben zur Nachberechnung meines Einkommens nicht reagiert, wie lange sollte ich warten bis ich ein erneutes Schreiben mit einer 2 wöchigen Fristsetzung schreibe und zusende?

-Wenn das Jocenter auch nach der Fristsetzung nicht reagiert, wie gehe ich dann vor? Ich weiss, dass ich vor Gericht gehen kann aber ab WANN? Muss ich 6 Monate warten und dann auf Untätigkeit klagen? Kann man auch schon früher vor Gericht ziehen ohne Monatelang warten zu müssen?

Bei der Nachberechnung handelt es sich um ca 100€ die mir fehlen. Ich bekomme meinen kompletten Hartz4 satz ausbezahlt, allerdings statt meinen zusätzlichen 170€ Freibetrag nur noch 70€ da das Amt zu viel berechnet hat. Es fehlen also 100€ aber nicht vom Grundsatz, sodass ich befürchte, dass ich kein Recht auf Vorschuss habe.

Apropos Vorschuss, habe ich in meinem Fall vielleicht doch Recht auf Vorschuss? Das Amt ignoriert ja anscheinend meine Anfragen und das Geld steht mir nun mal im jeweiligen Monat zu.

Vielen Dank im vorraus.
 

Helga40

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#11
Beantworte doch erstmal biddys Frage, ob die Bewilligung lediglich vorläufig ist.
 

Helga40

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#12
AW: Wie viel Zeit darf sich das Jobcenter für eine Nachberechnung meines Einkommens nehmen?

Dein alter Thread ist keineswegs untergegangen. Im Gegenteil, auf wichtige Fragen wie z. B. von biddy hast du nicht geantwortet.
 

Curt The Cat

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#13
AW: Wie viel Zeit darf sich das Jobcenter für eine Nachberechnung meines Einkommens nehmen?

Dein alter Thread ist keineswegs untergegangen. Im Gegenteil, auf wichtige Fragen wie z. B. von biddy hast du nicht geantwortet.
... und deswegen habe ich, der Übersicht wegen, die beiden Fäden mal zusammengeführt.


:icon_wink:
 

hharge

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#14
Seit wann läuft denn Dein aktueller Bescheid? Gerade eben erst, also seitdem das so anderes läuft als früher (anderer SB), also diese zwei Monate? Kann es sein, dass Dein Bescheid vorläufig ist und irgendwo auf Seite 1 oder 2 des Bescheids steht, dass ein bestimmter, immer gleich bleibender Betrag vorläufig als Einkommen angerechnet wird und nach Ende des Bewilligungsabschnitt unter Heranziehung der gesamten Lohnabrechnungen erst nach-/neuberechnet wird und die Leistungen nach diesen 6 Monaten des Bewilligungsabschnitts erst endgültig bewilligt werden?
Hallo,

damals war ich nicht sicher aber es ist folgendermaßen:

Ich stelle alle 6 Monate einen Weiterbewilligungsantrag und trage dort meinen Gehalt ein. Es wird also nichts geschätzt oder nach Ablauf der 6 Monate erst gezahlt. Ich sollte lediglich bei variirenden Gehälten meine Gehaltsabrechnung dahinschicken und bekam auch das Geld spätestens nach 2 Wochen gezahlt.

Ich hoffe ich konnte euch weiterhelfen und freue mich sehr, falls jemand auf meine Fragen eingehen könnte (bezüglich "wie lange auf Jobcenter warten und vor Gericht gehen).

Kurzgefasst, es ist nicht vorläufig.

Wäre sehr Dankbar wenn jemand bereit ist, sein Wissen mit mir zu teilen.
 

Helga40

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#15
Hast du überhaupt in den Bescheid geguckt? Es wäre ungewöhnlich, wenn bei Einkommen in wechselnder Höhe gleich ein endgültiger Bescheid erlassen wird, denn, wenn du mal mehr verdienst, kann das JC dann nicht zurückfordern! Der Normalfall wäre eine vorläufige Bewilligung. Und irgendwie klingt dein Beitrag so nach "Das war schon immer so und da brauch ich gar nicht schauen...".

Das ist aber eklatant wichtig für dein Problem, denn, wenn der Bescheid vorläufig ist, kann das JC erst nach Ablauf des Bewilligungsabschnittes endgültig festsetzen.
 

hharge

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#16
AW: Wie viel Zeit darf sich das Jobcenter für eine Nachberechnung meines Einkommens nehm

Dein alter Thread ist keineswegs untergegangen. Im Gegenteil, auf wichtige Fragen wie z. B. von biddy hast du nicht geantwortet.
Ich habe mal meine Unterlagen hochgeladen und hoffe, dass sie euch weiterhelfen.

Wie gesagt, ich bekomme nach wie vor unregelmäßig Geld und habe den aktuellen Bescheid bis Juni mal gepostet.

Muss ich nun bis Ablauf der First warten, um mein Geld zurück zu erhalten(zb, wenn ich März zu wenig bekomme)?

Das entscheidende Problem:
Ich habe auf dem Konto noch ca 1000€ vom Amt, welche ich zurückzahlen muss(die wollen es aber irgendwie noch nicht zurück). Es ist also NICHT mein Geld.
Genau darum kann das Jobcenter doch argumentieren, dass ich genug Geld auf dem Konto habe und darum evtl beim Sozialgericht abgelehnt werde, da doch keine Dringlichkeit bei mir besteht.

Ja, könnte ich machen und das Geld einfach von den 1000 Euro abziehen, aber ich habe schi**, dass ich dann zb nach 6 Monaten meinen Anspruch auf das Geld verliere oder schlimmer das Geld alles zusammen in einem Monat erhalte, wodurch es dann für nur ein Monat als Gehalt angerechnet wird und ich dadurch für 1 Monat kein ALG2 mehr erhalte.


Und ist das so richtig? :
1. Gehaltsabrechnung schicken, 1 Monat warten
2. Dann Schreiben mit 2 Wochen Fristsetzung
3. Wenn dann nichts kommt sofort Sozialgericht, Einstweilige Verfügung?

Bitte bitte helft mir :(
Falls manche genervt sind, kann ich das verstehen, aber ich kämpfe nun mal um meine Existenz, da ich eben nicht so stark bin wie manch anderer und durch das ewige Warten und trampelm vom Amt immer schwächer werde :(
 

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hharge

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#17
Schade, dass niemand bereit ist zu helfen :( Sind alle im Urlaub oder hat einfach keiner Lust ?:S
 
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#18
bin verwundert
Hier gibt es für jeden Kunden mit Einkommen vorläufige Bewilligungen.

Für EA oder Eilverfahren reicht es leider nicht. Das Gericht sieht den Grundbedarf gedeckt. Werbungskosten werden nicht berücksichtigt.

Sozialleistungen sind baldmöglichst auszukehren. § 40 SGB I.
Ich würde mich nicht um die Vorgaben des SGG kümmern, und gleich Klage beim SG einreichen. Egal was passiert, JC wird zurr Stellungnahme aufgefordert.
 
E

ExitUser

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#19
Helga40:

das hier:

Das ist aber eklatant wichtig für dein Problem, denn, wenn der Bescheid vorläufig ist, kann das JC erst nach Ablauf des Bewilligungsabschnittes endgültig festsetzen.

ist nicht ganz richtig (keine Kritik, da sonst von Dir viele gute Ratschläge kommen)
Begründung:
WENN eine gravierende Änderungeintritt, ist SOFORT eine Veränderungsmitteilung zu machen UND der vorläufige Bescheid wird abgeändert!
Beispiel:
Bisher monatlich 200€ Einkünfte, Anrechnung 80€, Neu monatlich 1000€ Einkünfte, 700€ Anrechnung.
Ergebnis über 4.000€ würde zuviel ausgezahlt (in 6 Monaten)
anderes Beispiel
Bisher monatlich 400€ Einkünfte, Anrechnung 240€, Neu monatlich NICHTS mehr, keine Anrechnung
Ergebnis: mehr als 1400€ würde zuwenig gezahlt (in 6 Monaten) und über Monate wäre eine gigantische Unterdeckung des Bedarfes vorhanden
BEIDES ist rechtlich NICHT möglich UND eine SOFORTIGE Bescheidsänderung ist erforderlich!!!

Selbstverständlich ist eine Durchschnittsrechnung möglich (und wird auch oft angewandt), sofern keine gravierenden Änderungen eintreten = Überzahlung/Unterdeckung des Regelsatzes!

hharge:
Ohne jetzt auf die Verrechnung (das Du zuviel = rund 1.000€) einzugehen, Antwort auf Deine Befürchtungen:
Auch nach 6 Monaten kannst Du Deinen Anspruch NIE!!! verlieren
WENN alles Geld in einem Monat nachgezahlt wird ist es KEIN anrechenbares Einkommen!!!
WEGEN der Vergangenheit = unterschiedlicher Anrechnung kann kein Monat ALGII verloren gehen!

Auch WENN ansich eine Aufrechnung von PLUS/ALGII durch Überzahlung und MINUS/ALGII durch Unterzahlung gesetzlich NICHT erlaubt ist, wird allerdings das SG bei Bekanntwerden dieser Situation und dadurch Feststellung keiner gesamt-Unterdeckung keine Eilbedürftigkeit sehen. Ehe also eine Klage erfolgreich werden kann, kann es lange dauern. d.h. eine einstweilige Anordnung wird meines Erachtens keinen Erfolg haben (WÜRDE NUR Dein Fehlbetrag = wegen Unterzahlung vorliegen, sähe ich die einstweilige Anordnung als erfolgreich an (sofern soviel weniger gezahlt würde, das Dein Regelsatz unterschritten ist
JEDOCH:
Solange das Geld des Jobcenters nicht zurückgefordert wird, würde ich die Füße stillhalten, da unter dem Strich nichts herauskommt

Gruß
Wanda
 

Helga40

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#20
Ich habe auch nie geschrieben, dass es während des laufenden BWAs nicht Änderungsbescheide erlassen kann, weil sich was geändert hat (z. B. Geburt des Kindes, Mieterhöhung etc.). Aber ENDGÜLTIG geht eben erst nach Ende des BWA. Sieht man z. B. an dem am 29.4.2015 vom BSG entschiedenen Fall, in dem das BSG geurteilt hat, dass ein Änderungsbescheid keine endgültige Festsetzung darstellt.
 

TM30

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#21
Vielleicht bin ich von reichlich Unkenntnis getrübt,
aber Ihren Beitrag verstehe ich kaum.

1.) Nebenjob mit monatlich variierendem Einkommen - aber keine Selbstständigkeit?
2.) Monatlicher Gehaltsnachweis? Obwohl Bescheide für ein halbes Jahr ausgestellt werden
3.) Nachzahlung monatlich?

Was sind genau die Hintergründe für diese Art des Umgangs, dass obwohl Sie zwar variierendes aber dennoch regelmäßiges Einkommen haben, dies monatlich vorlegen müssen? Und das, obwohl dem Bescheid nach zu urteilen, ein durchschnittliches Monatseinkommen zu Grunde gelegt wird (wie bei Selbständigkeit)
Was genau ist hier mit 'Nachzahlung' gemeint und wieso werden diese monatlich vorgenommen? Meinten Sie vielleicht das grundsolide ALGII, dass Ihnen monatlich nach Berechnung des Einkommens überwiesen wird?

Jedenfalls würde ich zunächst den Weg zum Teamleiter statt zum SG nehmen und einfach mal nachfragen und ein Schreiben hinterlassen, dass die Bearbeitung und Aufklärung fordert. Meine Nachfrage brachte z.B. interessante Antworten hervor, die zwar mir persönlich die Situation in dem Moment nicht erleichterten, aber dennoch nachvollziehbar waren.
 
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