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Bildungsgutschein

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Gabriele67

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#1
Hallo zusammen...
ich bin 42, lebe allein und beziehe alg 2 , bekomme 100 euro abgezogen wil meine wohnung zu groß ist. Möchte auch nicht umziehen, denn ich habe nicht vor ewig lange alg 2 zu beziehen.
Habe nun einen Bildungsgutschein erhalten für eine 3 jährige Ausbildung als Altenpflegerin. Fahrtkosten hat mein Fallmanger mir jetzt zugesichert.
Meine Wohnkosten wollte er aber weiterhin nicht in voller höhe übernehmen.
Meine Frage währe: kann ich noch einen Antrag auf monatliche Mehrkosten für Schule und Praktikum stellen. Steht mir da was zu? Weiss sonst gar nicht wie ich das alles bewältigen soll.
g.l. gabriele
 
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#2
Hallo Gabi,

3 Jahre über Bildungsgutschein? Normalerweise ist die Höchstgrenze für eine Umschulung, Aus- oder Weiterbildung auf 2 Jahre begrenzt.

Da sollte von Deiner Seite aus nochmals nachgefragt werden :icon_sad:

Die Fahrtkosten wirst Du bekommen, aber die 100 Euro im Monat wirst Du während der gesammten Maßnahme weiter tragen müssen. Außer Fahrtkosten gibt es m. e. keine weiteren Zuschüsse.

Grüßle
 

Gabriele67

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#3
Danke dür die Antwort. Schade, hatte irgendwie noch Hoffnung.

Ja normalerweis gibt es den Bildungsgutschein für 2 Jahre. Im Rahmen des Konjunkturprogramms sind es zur Zeit 3 Jahre.
So hab ich es verstanden.
Auf meinen Bildungsgutschein steht 36 Monaste.
 
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#4
Danke dür die Antwort. Schade, hatte irgendwie noch Hoffnung.

Ja normalerweis gibt es den Bildungsgutschein für 2 Jahre. Im Rahmen des Konjunkturprogramms sind es zur Zeit 3 Jahre.
So hab ich es verstanden.
Auf meinen Bildungsgutschein steht 36 Monaste.

Alles zur "Förderung der beruflichen Weiterbildung" (FbW) findest Du u. a. hier:

HEGA-09-2009-Aenderung-FbW-Anlage.pdf

und hier

HEGA-09-2009-Anderung-FbW-Anlage-1.html

und auch hier

HEGA-09-2009-Aenderung-FbW.html.

Viel Lesestoff für einen Abend.:icon_smile:

Im Rahmen des Konjunkturprogramms sind es zur Zeit 3 Jahre.
So hab ich es verstanden.
Da scheint was dran zu sein:

GA 421t.01 - 421t.61 GA V.421t.01 Aufnahme der Regelungen zum Konjunkturpaket (E-Mail-Info vom 20.2.2009)
 
E

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#5
Dann hat es seine Richtigkeit. Ich würde mir an Deiner Stelle während der Umschulung eine angemessene Wohnung suchen und den UMzug eine Fachfirma besorgen lassen. Die Aufforderung zum Umzug durch die ARGE hast Du ja. Aber erst die Zustimmung zum Umzug beim SB einholen.

Die Weiterbildung wird dich viel Kraft kosten, denn es ist nicht leicht mit über 40 nochmals so lange die Schulbank zu drücken. Kommen dann noch finanzielle Sorgen hinzu, kann es leicht zu psychischen Symptomen mit körperlichen Beschwerden kommen und Du wirst eine Krankmeldung nach der anderen abgeben.

Nach der 6 Woche wird dann die Weiterbildung vom Maßnahmeträger abgebrochen, weil das Bildungsziel nicht erreicht werden kann.

Ich habe erst selber eine 2 jährige Umschulung hinter mir und die oben beschriebenen Szenarien bei Mitschülern erlebt.

Grüßle
 

minzee

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#6
Die Weiterbildung wird dich viel Kraft kosten, denn es ist nicht leicht mit über 40 nochmals so lange die Schulbank zu drücken. Kommen dann noch finanzielle Sorgen hinzu, kann es leicht zu psychischen Symptomen mit körperlichen Beschwerden kommen und Du wirst eine Krankmeldung nach der anderen abgeben.
Man sollte das aber auch nicht verallgemeinern.
Es gibt auch Ü 40, die ALG II beziehen und kognitiv sehr fit sind.

Wenn man´s verallgemeinert, heisst es nur wieder alle älteren ALG II - Empfänger seien ja ach so bildungsfern.

@ gabriele

Naja, Du hast Dich ja jetzt für eine dreijährige Ausbildung über ALG II entschieden. Damit bist Du ja drei Jahre an ALG II gebunden und Du wirst die größere Wohnung wohl aufgeben müssen.
 
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#7
Man sollte das aber auch nicht verallgemeinern.
Es gibt auch Ü 40, die ALG II beziehen und kognitiv sehr fit sind.

Wenn man´s verallgemeinert, heisst es nur wieder alle älteren ALG II - Empfänger seien ja ach so bildungsfern.
Quark,

ich bin 48 und habe die Schule mit ,,sehr gut" abgeschlossen.

Das ist keine Verallgemeinerung. Wie schon oben erwähnt habe ich während der 2 Jahre sehr viele Schicksale mitbekommen.

Grüßle
 

minzee

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#8
Quark,

ich bin 48 und habe die Schule mit ,,sehr gut" abgeschlossen.
Ja eben, deswegen spreche ich mich ja gegen eine Verallgemeinerung aus ;)

Wegen dieser Verallgemeinerung gibt es ja auch diese neuen Kurse "Heranführung an den Arbeits- und Ausbildungsmarkt".
Diese gehen von geringer Fitness in vielen Bereichen der Arbeitslosen aus. Ergebnis: Viele fühlen sich dort unterfordert, sollen die Teilnahme dort aber aushalten, weil sie doch langzeitarbeitslos seien.
 
E

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#9
Ja eben, deswegen spreche ich mich ja gegen eine Verallgemeinerung aus ;)

Wegen dieser Verallgemeinerung gibt es ja auch diese neuen Kurse "Heranführung an den Arbeits- und Ausbildungsmarkt".
Diese gehen von geringer Fitness in vielen Bereichen der Arbeitslosen aus. Ergebnis: Viele fühlen sich dort unterfordert, sollen die Teilnahme dort aber aushalten, weil sie doch langzeitarbeitslos seien.

Wenn sich jemand gegen seinen Willen in eine solche Maßnahme zwängen lässt, dann gehört er wohl auch dahin. :icon_smile:

Außerdem hat das ganze nichts mit den berechtigten Zukunftsängsten der Threaderöffnerin zu tun.

Grüßle
 

minzee

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#10
Wenn sich jemand gegen seinen Willen in eine solche Maßnahme zwängen lässt, dann gehört er wohl auch dahin. :icon_smile:
Oh, wenn man einen rigiden SB hat und in der falschen Region lebt, ist das nicht so einfach.
Die Schuld ist da nicht im Betroffenen zu suchen, sondern im System.

Genaugenommen könnte man nach Deinem Satz ja auch sagen, die Threaderöffnerin ist an ihren Zukunftsängsten selbst schuld, wenn sie sich vor Annahme des Bildungsgutschein für eine dreijährige Maßnahme nicht darüber informiert hat, dass sie dann für diese Zeit an die ALG II - Restriktionen gebunden bleibt.
Bzw. sie hätte ja einfach die SB fragen können, ob es einen Mehrbedarf während einer Umschulung gibt oder ob jetzt die 100 Euro mehr pro Monat für die individuellen Wohnkosten übernommen werden. (Das wären in drei Jahren 3600 Euro).
Ich wundere mich schon ein bisschen, dass Du dies für "berechtigt" hälst, aber dann pauschal ALG II - Empfängern die Schuld gibst, die in einer "Allgemeinen Heranführungs-Maßnahme" (fürs Sytsem übrigens discount-billig) landen.

Schau doch mal in diesem Beirag und achte insbesondere auf den letzten Satz:
http://www.elo-forum.org/alg/47444-ganzil-job-job-alg1.html#post504531
 
E

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#11
Ich wundere mich schon ein bisschen, dass Du dies für "berechtigt" hälst, aber dann pauschal ALG II - Empfängern die Schuld gibst, die in einer "Allgemeinen Heranführungs-Maßnahme" (fürs Sytsem übrigens discount-billig) landen.

Hallo minzee,

ich wollte niemanden auf den Schlips treten. Ich habe Gabriele nur einen Tip für ihre 3 jährige Umschulung geben wollen.

Ohne Sorgen (oder weniger Sorgen) lebt und lernt es sich leichter.

Wenn es hier im Forum aber unerwünscht ist wenn man von der Front berichtet, dann lass ich das in Zukunft.

Genauso das man angegangen wird, wenn man von der ARGE etwas mehr bekommt. Da kommt in einem der Verdacht auf, dass einige hier sehr neidisch sind.

Ich bin einer, der fast jeden Tag den Kontakt mit der ARGE (ob telefonisch oder ohne Termin auf der Matte stehen) gesucht hat. Habe mir im Kursnet Weiterbildungen rausgesucht, hier im Forum auch um Hilfe gebeten und zum guten Schluss meine Weiterbildung auch bekommen.

Wiederum sehe ich aber auch Hartz IV Empfänger, die echt keinen Bock haben und sich alles gefallen lassen. Ich habe schon vielen auf die Frage hin ,, wie machst du das, dass die dir schon wieder eine Weiterbildung genehmigen oder die und die Geldleistungen übernehmen" einige Tips gegeben und auf Nachfrage die Antwort bekommen ,,habe ich mich nicht drum gekümmert, bekomme ich sowieso nicht, der SB kann mich nicht leiden usw.

Da muss ich wieder den Satz anbringen:

Wer sich zu was zwingen lässt und unmotiviert handelt, hat selber Schuld.

Soll auch nicht heißen das mir alles in den Schoß fällt. Ich habe auch harte Zeiten mit dem Amt hinter mir und bin froh wenn ich wieder eine geregelte Arbeit habe und mir meinen Lebensunterhalt selber verdienen darf.

Grüßle
 

minzee

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#12
Genauso das man angegangen wird, wenn man von der ARGE etwas mehr bekommt. Da kommt in einem der Verdacht auf, dass einige hier sehr neidisch sind.
hi siska,

na, Kern ist doch, dass Gabriele gar nicht mehr bekommen wird.
Aber Du hast Sie da ja gut beraten, dass sie umziehen muss, das stimmt auf jeden Fall ;)

Ich finde aber halt, dass es bei der Arge im Grunde in der Tat nicht gerecht zugeht.
Hier im Forum und sonst wird doch auch klar, dass die SBs sehr unterschiedlich drauf sind. Da ist es doch Pech, wenn man an einen schlechten SB gerät und so schnell wird man heutzutage von dem nicht wegggelassen. Da hat doch dann niemand selbst schuld dran.

Und die Maßnahmen werden immer komischer, es gibt immer weniger sinnvolle Weiterbildungen für ALG II´ler.
Diese "Heranführungs"-Maßnahmen sind doch Programm seit neuem. Und da muss man meines Erachtens genau hingucken, und nicht sagen, selbst schuld.
Bzw. das so beschreiben. Weil sonst in der Öffentlichkeit der Eindruck gefüttert wird, ALG II´ler sind wirklich geringqualifiziert und müssen "hart rangenommen" werden.

Neuster Gag ist, dass bei längeren Weiterbildungen/Umschulungen erst ein Umsonst-Praktikum in der Privatwirtschaft gemacht werden soll oder ein EEJ. Und warum? Weil einige ALG II´ler ja in den Weiterbildungen gefloppt sind. Aber diese pauschale Herangehensweise halte ich nun mal für grundlegend falsch.
 
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