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Bildungsgutschein

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Wildkatze

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Hallo,

morgen habe ich einen Termin beim Berufsvermittler des Arbeitsamtes. Meines Wissens gibt es Bildungsgutscheine.

Als ich vor 3 Jahren mal beim Arbeitsamt (als ich "nur" arbeitssuchend gemeldet war) war, habe ich den schon auf Weiterbildung angesprochen. Damals hieß es, daß ich die Weiterbildung vom Arbeitsamt nur dann bezahlt bekomme, wenn ich nachweisen kann, daß ich dann da und dort eine Arbeit aufnehme. Wobei die Arbeitgeber mich nur unter Vertrag nehmen, wenn ich diese und jene Qualifikation aber schon habe. Das ist ein bißchen paradox.
Also den Vertrag bekomme ich nur, wenn ich die Weiterbildung habe.
Und die Weiterbildung bekomme ich nur, wenn ich einen Vertrag habe.

Kann mir da jemand hilfreiche Tipps für das Gespräch morgen geben ?
Was in meiner Position sicher gut wären, wären SAP-Grundkurs und Technisches Englisch.

Grüße, Wildkatze
 

stummelbeinchen

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Weiterbildung bzw. der Bildungsgutschein ist eine Kann-Leistung, d.h. Du hast keinen Anspruch darauf. Was sehr gut beim Vermittler ankommt, sind Beispielstellenangebote, wo die "gewünschte" Qualifizierung gefordert wird und deren restliche Anforderungen alle erfüllst. Vielleicht suchst Du ja mal im KursNet der Agentur nach passenden Weiterbildung (so kurz wie möglich und mit Maßnahmenummer). Zeig dem Vermittler einfach, dass Du das nicht nur machen willst, weil Du in der Alo gerade mal Zeit dafür hast,sondern das es unumgänglich ist, um einen neuen Job zu finden.
 

Wildkatze

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Hallo,

Stellenangebote, wo das drin steht, habe ich in Zeiten der Wirtschaftskrise keine. Bei Vorstellungsgespräche werde ich aber immer wieder mal danach gefragt. Und "Englisch in Wort und Schrift" ist bei Ingenieuren sowieso gängig. Mit den technischen Begriffen happerts bei mir allerdings etwas.
Ja, unter KursNet gibt es schon passende Kurse....

Grüße, Wildkatze
 

Mario Nette

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Es ist keine Kann-, sondern eine Ermessensleistung. Unterschied: Kann ist beliebig, Ermessen muss fallbezogen begründet werden. Fehlt die Begründung, so ist die Entscheidung anfechtbar.

Mario Nette
 

stummelbeinchen

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KannLeistung und Ermessensleistung ist das Gleiche. Das eine Entscheidung immer begründet werden muss ist klar und steht auch im SGB X.
 

Wildkatze

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Hallo,

vielen Dank für die Antwort.

Bildungsgutschein habe ich auf dem Arbeitsamt noch keinen bekommen. Die sagen, daß eine Fachkraft das nicht unbedingt braucht.
Wie ich oben schon schrieb, finde ich die Regel dazu paradox.
Ohne Bildung keinen Job und ohne Job keine Bildung.
Auf dem Arbeitsamt meinte man, daß ich es nur so empfinden würde....

Grüße, Wildkatze
 

pittiplatsch

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Hallo Wildkatze,

hier in der Gegend ist es so, daß Bildungsgutscheine seit einiger Zeit nicht mehr ausgegeben werden (Geldmangel??).

Außerdem kannste die SAP Kurse, die von verschiedenen Maßnahmeträgern angeboten werden in die Tonne kloppen - der Hersteller ist nicht so doof und bietet seine extrem teuren Schulungen für viel weniger Geld irgendwo anders an (allein die Lizenzen wären für manchen Maßnahmeträger der Ruin).

Die Aussage Deines SB ist seltsam, an Deiner Stelle würde ich - unter Zugrundelegung des infrage kommenden Kurses (z.B. Kurs-Net) - den Gutschein schriftlich beantragen.

VG, pittiplatsch
 

Wildkatze

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Hallo,

ja, das hat der Arbeitsvermittler auch gesagt, daß ich mal einen Kurs raussuchen soll und anhand davon mal einen beantragen solle, vielleicht würde es ja dann klappen.
Er notierte sich dies für ein Folgegespräch.

Grüße, Wildkatze
 
E

ExitUser

Gast
Stelle doch einfach mal einen schriftlichen, formlosen Antrag auf Weiterbildung und begründe die Notwendigkeit. Such dir auch gleich die Kurse raus und schreib sie in den Antrag rein. Teile im Antrag auch gleich mit, weswegen diese Kurse deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Wenn die Ablehnung kommt, kannst du Widerspruch einreichen und auch das einklagen.

Verwahre dir bitte als Beleg alles auf, wo diese Kenntnisse gefordert wurden und du deswegen als Bewerber nicht in Frage kamst. Am besten in Form einer schriftlichen Bescheinung des Arbeitgebers. Aber auch Stellenanzeigen oder Absagen, in denen dir gesagt wird, dass du die Qualifikation nicht bringst.

Die meisten Bildungsmaßnahmen müssen eingeklagt werden. Bei Klage sind das Belege, die ein Richter bewegen können, die ARGE zu verurteilen, für dich diese Maßnahmen zu übernehmen.
 

bulde

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Hallo Wildkatze,
Außerdem kannste die SAP Kurse, die von verschiedenen Maßnahmeträgern angeboten werden in die Tonne kloppen - der Hersteller ist nicht so doof und bietet seine extrem teuren Schulungen für viel weniger Geld irgendwo anders an (allein die Lizenzen wären für manchen Maßnahmeträger der Ruin).
VG, pittiplatsch
Vergiß SAP, es gibt Kursabsolventen bereits zum Schweinefüttern. Wenn du nicht eine entsprechende Vorbildung hast, z.B. als (echter) Informatiker oder Betriebswirt, hast auch keine realen Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Lass dir von Bildungsträgern auch nichts vormachen über Arbeitsplatzgarantie etc. "Zertifiziert" für Maßnahmen wurden übrigens auch arbeitslose Germanistinnen, die am Vorabend das aus den SAP-Manuals lernten, was sie am Folgetag in 30-40 Mann-Klassen dozierten. Ich räumte bereits am 2. Tag das Feld und machte den "Bildungsträger" darauf aufmerksam, dass er für meine Teilnahme keine Provisonen ausschütten darf...
 

Sir Turbo

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Vergiß SAP, es gibt Kursabsolventen bereits zum Schweinefüttern. Wenn du nicht eine entsprechende Vorbildung hast, z.B. als (echter) Informatiker oder Betriebswirt, hast auch keine realen Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Lass dir von Bildungsträgern auch nichts vormachen über Arbeitsplatzgarantie etc. "Zertifiziert" für Maßnahmen wurden übrigens auch arbeitslose Germanistinnen, die am Vorabend das aus den SAP-Manuals lernten, was sie am Folgetag in 30-40 Mann-Klassen dozierten. Ich räumte bereits am 2. Tag das Feld und machte den "Bildungsträger" darauf aufmerksam, dass er für meine Teilnahme keine Provisonen ausschütten darf...
Das mit den Dozenten muss aber nicht sein...
Ich habe letztes Jahr mehrere Scheine bei der DAA (nach-)gemacht. Hatte vorher schon im Beruf mit SAP in einigen Bereichen gearbeitet aber keine Scheine darüber...

Der Dozent war ein A*loch und als Dozent absolut ungeeignet - aber die fachliche Qualifikation will ich ihm nicht absprechen. War nicht völlig ohne Lücken aber insgesamt hat man gemerkt daß er schon ein paar Jährchen länger als SAP-Consuldingens sein Geld verdient hat...

Allerdings ist es richtig daß man sich mit den Scheinen die Wände pflastern kann - ich hab es halt nur gemacht weil es in meinen Lebenslauf reinpasste und damit die Bewerbungen nicht mehr so dünn ausfallen;)
 
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