Bildungsgutschein (Umschulung) zugesagt, trotzdem Sinnlosmaßnahme ?

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bernhard81

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Hallo liebe Gemeinde,

habe ein Anliegen was meine Frau betrifft und wäre sehr dankbar wie man sich da verhalten soll?

Meine Frau ist 36 und ist nach sehr langen Krankengeldbezug wirder arbeitslos mit vollen 12 Monaten ALG 1
Inerhalb 3 Wochen hatte sie bisher 2 Termine beim SB.

Sie ist gelernte Pharmazeutisch kaufmännische Angestellte aber schon lange nicht mehr in Ihrem Beruf tätig


Schon beim ersten Gespräch mit dem SB wurde ihr zugestimmt das sie Anspruch auf eine Umschulung hätte.
Da zu diesem Zeitpunkt nicht sicher war, ob die Umschulung zertifiziert ist verließen wir die Agentur für Arbeit wieder.
Auch wollte die SB die Bewerbungsunterlagen nicht sehen und sagte sie sieht schon von Weitem, dass diese sehr gut sind.
Die Sb meint auch wenn die Umschulung genehmigt wird , müsse man ja die Zeit bis zum September irgendwie überbrücken.
Da gingen bei mir schon die Lichter an.

Heute war der neue Termin wo leider die Absage für den gewünschten Umschulungsberuf bekannt gegeben wurde.
Meine Frau hatte aber einen alternativ "Umschulungsberuf" als medizinische Fachangestellte.

Dies wurde Ihr auch mündlich zugesichert also sozusagen bestätigt, dass dies in diesem Bereich möglich sei.
Ihre SB sagte dann gleich sie hätte da eine super begleitende Unterstützung zur Umschulung und diese könne sie schon am Montag beginnen.
Meine Frau meinte dann das dies ziemlich knapp sei.
Daraufhin meint die SB am 1. März wäre auch kein Problem..
Ich sagte dann ob denn so ein Kus unbedingt sein muss weil ich selber schon eine Umschulung gemacht habe aber mei mir lief das Über bbU Reha.
Mir hat das rein gar nix gebracht sondern war mir nur ein Hindernis für die Umschulung.
Daraufhin meinte die SB man darf nicht alles schlecht reden und dies sei was ganz anderes wie bei mir. Meine Frau soll sich einen Termin dort geben lassen und es sich erklären lassen ob das was für sie ist als vorher schon zu verneinen. Danach soll sich meine Frau wieder bei ihrer SB melden.

Als ich dann sagte was meine Frau machen soll wenn es doch nicht so Ihr Fall ist wenn sie die Maßnahme begonnen hat?

Ihre Antwort: Dann wird sie wieder aus der Maßnahme genommen.
Spätere Antwort auf die gleiche Frage: Krankschreiben lassen.

Sie gab uns dann einen Flyer und markierte die Module wo Bestandteil der Maßnahme wären.
Ich zähle mal die Module auf:

Basismodul: 160 Unterrichtseinheiten

Berufseignungstest
Bewerbungstraining
Lernhilfen
Praktikumsplanung
Berufliche Grundqualifizierung im aufmännischen und gewerblich- /technischen Bereich

Zusatzmodule:

Berufspraktikum: Berufsspezifische Praxis (160 Unterrichtseinheiten)

Betriebspraktikum: Berufliche Einarbeitungsmöglichkeit
Zeil der Beschäftigung


Ich sehe da irgendwie keinen Zusammenhang, sei es mit der bevorstehenden Umschulung, weder noch das es Ihr fachlich was bringt.

Jetzt die Frage:

Muss sie an solch einen Kurs (Maßnahme) teilnehmen wenn sie schon die Zusage zur Umschulung hat? Ich glaube kaum das Ihr das in irgendeiner Weise für den neuen Umschulungsberuf behilflich sein wird.
Meine Frau hat bereits einen kaufmännischen Beruf erlernt und war mehrere Jahre selbstständig mit Angestellten. Danach Mitarbeiterin auf einer Bank.
Von daher hat sie genug Quilifikationen bzw Erfahrung, sei es angefangen vom Bewerbungsschreiben bis hin zur Buchhaltung.......
Auch denke ich es handelt sich hier um eine 0815 Maßnahme für Arbeitssuchende. Auch die Praktikas werden sicherlich nicht auf medizinische Fachangestellte zugeschnitten sein, und sich somit sicher nicht Bestandteil der bevorstehende Umschulung sein.

Sie weiß ja in welche Umschulung sie machen will, für war also Bewerbungseignungstest, Bewerbungstraining, Praktika usw.....)
Wie kann man diese Maßnahme umgehen ?

Auch will sie sich nicht irgendwie die Umschulung verscherzen.

Sie hat noch nix schriftliches zur Maßnahme und Umschulung..
Sie hat noch keine EGV.

Vielen lieben Dank schon mal im Vorraus.
 

BerndB

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Nur meine Meinung

Die Sb meint auch wenn die Umschulung genehmigt wird , müsse man ja die Zeit bis zum September irgendwie überbrücken.
Das sind 7 Monate. Das ist das Problem der SB.
Ihre SB sagte dann gleich sie hätte da eine super begleitende Unterstützung zur Umschulung und diese könne sie schon am Montag beginnen.
Meine Frau meinte dann das dies ziemlich knapp sei.
Daraufhin meint die SB am 1. März wäre auch kein Problem..
Womöglich halbvolle Maßnahme, die gefüllt werden muss.

Als ich dann sagte was meine Frau machen soll wenn es doch nicht so Ihr Fall ist wenn sie die Maßnahme begonnen hat?
Ihre Antwort: Dann wird sie wieder aus der Maßnahme genommen.
Spätere Antwort auf die gleiche Frage: Krankschreiben lassen.
1.) geht nicht 2.) geht gar nicht.

Sie gab uns dann einen Flyer und markierte die Module wo Bestandteil der Maßnahme wären.
Ich zähle mal die Module auf:
Module hören sich so schlecht nicht an, werden aber vermutlich schlecht umgesetzt.

Ich sehe da irgendwie keinen Zusammenhang, sei es mit der bevorstehenden Umschulung, weder noch das es Ihr fachlich was bringt.
Der muss nicht unbedingt sein. Solche Maßnahmen laufen ja nicht unter "Weiterbildung", sondern unter "Aktivierung und berufliche Eingliederung"
Muss sie an solch einen Kurs (Maßnahme) teilnehmen wenn sie schon die Zusage zur Umschulung hat? Ich glaube kaum das Ihr das in irgendeiner Weise für den neuen Umschulungsberuf behilflich sein wird.
Meine Frau hat bereits einen kaufmännischen Beruf erlernt und war mehrere Jahre selbstständig mit Angestellten. Danach Mitarbeiterin auf einer Bank.
Von daher hat sie genug Quilifikationen bzw Erfahrung, sei es angefangen vom Bewerbungsschreiben bis hin zur Buchhaltung.......
Ja sie muss teilnehmen wenn Sie zugewiesen wird, obwohl ich es auch eher für überzogen halte. Man kann natürlich positiv sehen, dass sie in der Maßnahme wieder ins Lernen kommt, was in den letzten Jahren nicht mehr ganz so gefordert wurde.

Auch denke ich es handelt sich hier um eine 0815 Maßnahme für Arbeitssuchende. Auch die Praktikas werden sicherlich nicht auf medizinische Fachangestellte zugeschnitten sein, und sich somit sicher nicht Bestandteil der bevorstehende Umschulung sein.
Sehe ich ebenso. Aber das mit dem Praktikum hat sie selbst in der Hand. Vermutlich soll sie auch mithelfen eine entsprechende Stelle zu finden.
Sie weiß ja in welche Umschulung sie machen will, für war also Bewerbungseignungstest, Bewerbungstraining, Praktika usw.....)
Positiv kann man sagen, dass sie da vielleicht schon den Praktikumsbetrieb findet, den sie für die Umschulung braucht. Und wer ist schon perfekt, beim Schreiben von Bewerbungen. Leider gibt es halt über solche Maßnahmen, wenn sie schlecht durchgeführt werden, wesentlich mehr Negatives zu sagen.
Wie kann man diese Maßnahme umgehen ?
Andere in diesem Forum werden dir eher sagen können, wie die Maßnahme zu vermeiden ist. Führt halt evtl. zu Differenzen mit der SB, die den Bildungsgutschein noch ausstellen muss.

Sie hat noch nix schriftliches zur Maßnahme und Umschulung..
Der Bildungsgutschein hat eine Dauer von max. 3 Monaten. In dieser Zeit muss die Maßnahme beginnen. Sie muss also mindestens noch 4 Monate auf schriftliche Zusage warten.
Sie hat noch keine EGV.
Pkt. 45.06 des Links: ... Die erforderliche Maßnahme und das strategische Vorgehen sind mit der Kundin/dem Kunden in der Eingliederungsvereinbarung festzulegen.
Das ist nicht das Gesetz, sondern nur die interne Weisung. Aber die SB darauf hinzuweisen? Wie wird ihre Reaktion sein?
 

Makale

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Wenn die gewollte Umschulung zur Eingliederung in Arbeit erforderlich ist und eine "vorbereitende Maßnahme" nur den Zweck verfolgt die Zeit bis Umschulungsbeginn zu überbrücken, dann ist dies ermessensfehlerhaft. Sämtliche geförderte Eingliederungsmaßnahmen sind Ermessensleistungen und wo das Gesetz Ermessensausübung anordnet, müssen die im Gesetz definierten Ermessenskriterien beachtet werden und diese müssen zudem in einer Ermessensbegründung Einfluss finden.

Bereinigung der Arbeitslosenstatistik ist kein Ermessenskriterium. Ich denke darum geht es nämlich, sonst wären nachvollziehbare Gründe genannt worden.
 

bernhard81

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Vielen lieben Dank schon mal für die Ausführungen.
Ich melde mich am besten einfach mal wenn die Maßnahme schriftlich vorliegt, weil dann kann ich diese auch einscannen.

Gründe waren halt nur das noch Zeit ist und man irgendwas machen muss. Und das es angeblich eine Maßnahme ist die Ihr in Ihren Umschulberuf bzw Ihrer Berufsfindung weiterhilft. Was sie ja eh schon weiß.

Vielleicht kommt man ja auch irgendwie mit guten Argumentationen herum diesen "Blödsinn" anzutreten. was ich bezweifle. Statistik geht ja vor.
Würde keiner was sagen wenn es was Sinnvolles wäre.
 
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