Bildungsgutschein mit in ein anderes Bundesland nehmen? (1 Betrachter)

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etenüte

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Hallo zusammen.
Ich hab mich kürzlich arbeitssuchend gemeldet und habe vor einen Bildungsgutschein für eine spezifische Weiterbildung bei einem spezifischen Bildungsträger zu beantragen, welche mit einem Bildungsgutschein förderbar ist und meine Chancen sollten gut dafür sein, da ich seit Jahren nicht in meinem Ausbildungsberuf gearbeitet hab.
Ich möchte gerne in ein anderes Bundesland umziehen um den Bildungsgutschein dann dort einzusetzen, denn der Bildungsträger ist exakt der gleiche wie hier vor Ort.
Ich hatte bisher noch keinen Termin bei meinem Arbeitsvermittler um zu fragen und mich wurmt die Ungewissheit (natürlich ob ich den Bildungsgutschein bekommen werde - es ist ja eine Kann-Leistung), aber auch, dass dieser eine regionale Gültigkeit haben kann und ich die Sache so schnell wie möglich klären möchte, bevor ich umziehe und dann am Ende womöglich festelle dass ich dort gar nicht die Ausbildung machen kann.
Haben die Bildungsgutscheine in der Regel eine begrenzte regionale Gültigkeit oder ist das eher eine Ausnahme?
Wie sieht das in der Praxis aus?
 

Zermürbt38

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da ich seit Jahren nicht in meinem Ausbildungsberuf gearbeitet hab.
Hallo,

ich möchte damit deine Illusionen nicht nehmen, aber nur weil du seit Jahren nicht in deinem gelernten Beruf gearbeitet hast, bekommst du noch lange keinen. Das habe ich an eigenem Leib erfahren müssen. Es ist eine Ermessensentscheidung. Ich kann beispielsweise meinen gelernten Beruf gesundheitlich nicht mehr ausüben und hätte darin auch sowieso keine Chance auf Anstellung da außerbetrieblich mit null Berufserfahrung. Bekomme aber auch keinen. Bin dort seit 16Jahren mittlerweile draußen! Lieber bezahlen die die Arbeitslosigkeit weiter, anstatt sowas wie einen Bildungsgutschein auszustellen. Für meinen Wunschberuf müsste ich auch in ein anderes Bundesland. Mittlerweile habe ich aufgegeben und kümmere mich um eine normale duale Berufsausbildung.
Bitte stelle den Anrag schriftlich und konfrontiere ihn damit! Mündlich bekommst du gleich eine Absage! Schriftlich müssen sie genauestens begründen. Aber ich bezweifele das wenn der Träger einen Kurs vor Ort hat, er dir einen bundesweiten Bildungsgutschein ausstellt.
 
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etenüte

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Jo das ist halt alles ziemlich nichtssagend für die tatsächliche Praxis.
Ich "kann" auch ganz viel, was ich in echt nicht tun würde, zum Beispiel mein Essen nur noch vom Fußboden essen.
Darum ja die Frage.
Ich kann auch noch umformulieren:
Stand bei euch eine regionale Beschränkung im Bildungsgutschein drin, als ihr den (natürlich erfolgreich) beantragt habt?
 

Texter50

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Das "kann" gilt ebenfalls für den Bildungsgutschein an sich.
Warum ziehste nicht erst um und beantragst das Teil dann?

Bei mir stand drin: "Weiterbildung" ==> "Im Tagespendelbereich"
Anders wars aber auch nicht beantragt - wozu auch?
 

etenüte

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Damit ich ihn jetzt schon beantragen kann und wenns nicht klappt, dann halt nochmal nach dem Umzug :)
 

BerndB

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Ich hab mich kürzlich arbeitssuchend gemeldet und habe vor einen Bildungsgutschein für eine spezifische Weiterbildung bei einem spezifischen Bildungsträger zu beantragen, welche mit einem Bildungsgutschein förderbar ist und meine Chancen sollten gut dafür sein, da ich seit Jahren nicht in meinem Ausbildungsberuf gearbeitet hab.
Wenn es darum geht "wieder ungelernt" zu sein, geht es nicht um Arbeit außerhalb des Ausbildungsberufes, sondern man muss 4 Jahre in an- oder ungelernter Tätigkeit gearbeitet haben.
Auch in einem nicht gelernten Beruf kann man, wenn man jahrelang tätig ist, vom Niveau als quasi "Facharbeiter" arbeiten. Dann zählt man nicht als ungelernt.[/QUOTE]
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Es ist eine Ermessensentscheidung. Ich kann beispielsweise meinen gelernten Beruf gesundheitlich nicht mehr ausüben ...
Wenn man den erlernten Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann, geht es um "berufliche Rehabilitation". Das muss durch den Arzt der AfA (oder DRV bzw. BG, falls die Träger der REHA sind) geklärt werden. Ich würde es dann nicht als Ermessensentscheidung bezeichnen.
 

BerndB

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Darf alles machen. Darf nur nicht schwer heben.
Ich kenne natürlich die Details und den Beruf nicht. Deshalb unter Vorbehalt:
Es müsste in deinem Beruf eine Richtung geben, die kein schweres Heben erfordert. Auch wenn diese Berufsrichtung vielleicht nicht allzu oft vorkommt und deshalb nur wenig Einstellungschancen bietet.

Mögliches Beispiel (nur zur Erklärung - kenne nachstehenden Beruf aber nicht so genau):
Einzelhandelskaufmann (EHK): Sitzt an der Kasse, zeichnet Ware aus, macht Büroarbeit.
Ist Kassentätigkeit nicht mehr möglich, kann er zumindest im Bürobereich arbeiten. Obwohl dies im Einzelhandel evtl. selten vorkomment.
 
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