Bildungsgutschein, Fahrtkosten etc.

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Daniel81

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Guten Tag,

ich habe eine Frage die meine Lebensgefährtin betrifft. Sie hatte im November letzten Jahres mit ihrer Arbeitsvermittlerin besprochen, eine Weiterbildungsmaßnahme (Altenpflegerhelfer) beginnen zu wollen.

Sie hat zwar eine Ausbildung aber es gibt nicht genug Stellen. Daraufhin wurde ihr nach einen zweiwöchigen Praktikum (ob sie es wirklich kann und auch will) dieser Bildungsgutschein ausgehändigt und man sagte ihr sie solle sich nach geeigneten Bildungsmaßnahmen umsehen. Soweit so gut.

Sie hatte denn auch einen Bildungsanbieter gefunden, alles klar gemacht und die Unterlagen ihrer Arbeitsvermittlerin eingereicht. Diese hatte mitgeteilt, die Gelder zu überweisen (Maßnahmebeitrag, Fahrgeld, Betreuungskosten fürs Kind) aber wegen der Feiertage (Weihnachten, Silvester) müsse meine Lebensgefährtin das Fahrgeld erstmal vorschiessen, weil sie die Bearbeitung nicht pünktlich zum Maßnahmebeginn schaffen würde, dass Geld bekäme sie denn natürlich zurückerstattet. Dies tat sie im Endeffekt denn auch.

Nun passierte folgendes:

Meine Lebensgefährtin fuhr am ersten Tag der Maßnahme früh morgens hin und stand vor verschlossenen Türen. Die Sekretärin des Bildungsanbieters teilte ihr mit, dass der Kurs ausfällt wegen zu geringer Beteiligung. Auf die Frage, wieso sie nicht informiert wurde, sagte man ihr, dass man eigentlich alle Teilnehmer schriftlich informiert habe. Bei uns ist nie was angekommen, schien auch eine Ausrede zu sein.

Daraufhin fuhrt sie sofort zum Job Center und teilte dies der AV mit. Dieses wiederum meinte nun, sie müsse alles stornieren da der Kurs ja nun abgesagt wurde. Meine Lebensgefährtin fragte nun was mit den Fahrtkosten sei, die sie vorgestreckt habe. Es handelt sich um eine Monatskarte. Die AV sagte, sie wisse jetzt garnicht so richtig wie das storniert würde und sicherte zu sich darum zu kümmern.

Zwei Stunden später erhielten wir eine Mail von der AV das dass Job Center nur Kosten übernehmen kann, die auch wirklich angefallen sind. Da der Kurs abgesagt wurde, können sie die Fahrtkosten nicht erstatten und verwies stattdessen darauf, dass sich der Anbieter Schadensersatzpflichtig gemacht habe. Wir sollen uns das Geld von denen holen!

Ist das richtig so ???
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Daniel,

hier macht das JC sich sehr einfach.

Was genau steht im Bildungsgutschein und im Kostenvoranschlag vom Bildungsträger?

Welche Unterlagen wurden noch mitgegeben,Pflichten und Rechte der Teilnehmer bzw.
vom Maßnahmeträger?(Fahrkosten, Schadenersatz vom Träger)

Diese Dinge müßen eigendlich zwischen dem JC und dem Träger vertraglich geregelt sein auch für "Ausfälle" .

Du als "Kunde" bist da völlig außen vor.

Ich würde das JC schriftlich um eine Stellungnahme zu der Kostenübernahme/Ausfall auffordern und um einen rechtsfähigen Bescheid.

:icon_pause:
 

Claus.

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Schnapp dir mal als erstes die Monatskarte und bringe die zu eurem Verkehrsverbund. Mache dir nur am besten vorher noch schnell eine Kopie von der.
Der Verkehrsverbund müsste die eigentlich zurücknehmen und zumindest den größten Teil der Kosten dafür zurückerstatten.
Die Fahrkarten für die Fahrt zur Fahrkartenrückgabe ect. hebst du natürlich auch auf um sie später geltend zu machen.

Lasse anschließend die Emailschreiberei; dabei ist (soweit mir bekannt) noch nie etwas vernünftiges rausgekommen. Schon weil eine Email keinerlei rechtlichen Wert hat.

Schreibe dem JC dafür ein nettes Brieflein, indem du die Erstattung aller deiner Kosten beantragst und auf einen schriftlichen rechtsmittelfähigen Bescheid bestehst.
In dem Zusammenhang kannst du gleich darauf hinweisen, daß für Fahrtkosten das JC aufzukommen hat und keinesfalls ein Bildungsträger. Der Umstand, daß der Bildungsträger evtl. vom JC mit der Auszahlung der Fahrtkostenerstattung beauftragt worden ist, ändert gar nichts an der Sache.
Sprich, der JC soll gefälligst dir die Fahrtkosten erstatten, und wenn er will sein Geld vom Bildungsträger wieder zurückfordern. Der ist m.M.n. in erster Linie mal gegenüber dem JC Schadensersatzpflichtig.

Dazu kommt, daß deine Lebensgefährtin auf Weisung des JC zu dem Bildungsträger gefahren ist. Denn sie musste erstmal annehmen, daß der Kurs stattfindet; entsprechend wäre sie bei einem Nichterscheinen sanktioniert worden. Auch hat das JC hier lediglich von seinem Recht Gebrauch gemacht, einen Dritten hinzuzuziehen. Der eigentliche Veranstalter dieser Maßnahme ist genaugenommen das JC.
Dieser Umstand, daß der Bildungsträger warscheinlich sowieso der völlig falsche Gegner wäre, führt dazu daß dir eine zivilrechtliche Durchsetzung eventueller Ansprüche gegen den Bildungsträger nicht zugemutet werden kann und du dich an den JC halten kannst/musst.
 
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