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Bildungsgutschein - Ende des Leistungsbezuges - Nebenerwerb

Dhuljannah

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Ich hätte da mal 'ne Frage...

Ich habe mein Studium abgebrochen und bin nun schon eine Weile auf Jobsuche (seit Januar arbeitslos/-suchend gemeldet). Leider scheitert es immer an den Zeiten, da die sogenannten "Mama-Schichten" eher rar gesät sind. Mit Kindern ist es leider etwas schwierig, morgens um 6 anzufangen oder bis abends um 8 zu arbeiten.

Ich würde gern eine Ausbildung machen, um einen Berufsabschluss vorweisen zu können. Leider geht ja auch das nur in Vollzeit, und im nächsten Ausbildungsjahr wäre ich schon 29 und für viele vielleicht "zu alt".

Nun habe ich eine Teilzeitumschulung gefunden (kaufmännischer Bereich, ich möchte speziell in den Bereich Groß- und Außenhandel), die super in die Kitazeiten passt, und nach 2 Jahren wäre ich fertig und IHK-geprüft.
Sogar die IHK würde mich zulassen, obwohl ich noch nicht 14 Monate Vollzeit gearbeitet habe.

Nun steht das Thema Bildungsgutschein an. Muss ich da mit großen Hürden beim Jobcenter rechnen?
Plus: Die Umschulung begänne am 1.12., mein Leistungsbescheid läuft am 30.11. aus und ehrlich gesagt will ich keinen Folgeantrag stellen (mein Mann ist voll berufstätig und wir stocken auf, bzw. haben aufgestockt - wegen Nachtschichten hatte er im Sommer etwas mehr Einkommen, dementsprechend wurde gekürzt, so dass jetzt recht kleine Beträge rumkommen). Mal angenommen, der Bildungsgutschein wird erteilt - bleibt er auch dann aufrecht erhalten, wenn ich aus dem Leistungsbezug ausscheide?

Und wenn das alles so läuft, wie ich es mir wünsche *man darf ja noch träumen* - darf ich mich trotzdem weiter um einen Nebenjob (Wochenende oder Lektorat in Heimarbeit oder so) bemühen, um die Haushaltskasse aufzubessern, ohne dass die Umschulung gefährdet ist?

Danke schon mal für eure Hilfe :)

Liebe Grüße
 

Hainbuche

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Nun steht das Thema Bildungsgutschein an. Muss ich da mit großen Hürden beim Jobcenter rechnen?
Läßt sich pauschal nicht sagen.

Grundsätzlich ist anzunehmen: Je länger (und damit teurer) die Maßnahme, desto höher die Ablehnungswahrscheinlichkeit.

Als Pro-Argumente könntest du anführen: Keinerlei abgeschlossene Ausbildung (da sagt fast jeder: das ist nicht gut); außerdem scheint es bei dir ja keine Zweifel an der fachlichen und persönlichen Eignung zu geben.

Mal angenommen, der Bildungsgutschein wird erteilt - bleibt er auch dann aufrecht erhalten, wenn ich aus dem Leistungsbezug ausscheide?
Gute Frage. Ich vermute, es macht Sinn, im Leistungsbezug zu bleiben, bis die Maßnahme begonnen hat. Ganz einfach, weil ich die Motivation, jemanden mittelfristig aus dem Leistungsbezug "wegzufördern" höher einschätze als jemandem etwas zu geben, den man gar nicht als Leistungsbezieher "an der Backe" hat.

Wenn die Sache dann mal begonnen hat:

"Wenn Sie als Kundin oder Kunde des Jobcenters keine Leistungen zurSicherung des Lebensunterhaltes (Arbeitslosengeld II)mehr benötigen - z. B. wegen ausreichenden EinkommenIhrer Partnerin/Ihres Partners - können Sie dennoch biszum Ende an Ihrer Weiterbildungsmaßnahme teilnehmen;diese wird weiter bezahlt."

Siehe Merkblatt 6, Seite 15: http://www.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mdk1/~edisp/l6019022dstbai378487.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI378490
 
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