Bildungsgutschein abgelehnt - begründet mit angeblicher Ablehnung eines Jobs (1 Betrachter)

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schneckchen-cgn

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Mir ist folgendes passiert:

Am 29.02. habe ich schriftlich bei meiner SB einen Bildungsgutschein beantragt. Heute hatte ich einen Termin dazu. Mein Antrag wurde abgelehnt. Als Begründung dafür gab sie an, ich hätte ja am Anfang des Jahres eine Stellenangebot von ihnen abgelehnt. Bei diesem Stellenangebot handelte es sich um einen Job beim Callcenter der Arbeitsagentur. Abgesehen davon, dass ich diese Stelle noch gar nicht sicher hatte (ich war lediglich beim Vorgespräch, das eigentliche Bewerbungsgespräch hätte folgen sollen), habe ich dieses Angebot ja auch nicht ohne Grund abgelehnt. Mal angenommen, ich hätte eine Zusage bekommen, dann hätte ich zunächst ein 4wöchiges Seminar mitmachen müssen, dies aber nicht im Wohnort. Unterkunft und Verpflegung wäre übernommen worden, aber mir ist es nun mal aufgrund meiner persönlichen Lebenssituation nicht möglich, mal eben 4 Wochen von zu Hause weg zu sein. Ich habe den Termin zum Vorgespräch damals wahrgenommen um anzuklären, ob es eine andere Möglichkeit gibt, habe also die Stelle nicht von vornherein abgelehnt. Eine andere Möglichkeit gab es nicht, ich hätte 4 Wochen von zu Hause weg gemusst, also habe ich dann abgelehnt.

Diese Ablehnung ist jetzt der Grund, warum ich keinen Bildungsgutschein erhalten soll.

Beantragt habe ich diese Gutschein, weil ich momentan in einer bis zum Ende des Jahres befristeten TZ-Stelle bin und dort aber zum Sommer/Herbst evtl. die Möglichkeit bekommen kann, in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen zu werden. Meine Chancen auf diese Stelle sind wesentlich höher, wenn ich im Bereich Buchführung/Rechnungswesen fit bin. Das bin ich leider nicht mehr so wirklich, weil ich in den Jahren nach meiner Ausbildung damit nicht mehr wirklich viel zu tun hatte. Also würde ich gerne einen Fernlehrgang in diesem Bereich als Weiterbildung machen.

Da meinte die gute SB dann auch: Fernlehrgänge finanzieren wir sowieso nicht

So ein Blödsinn, ich habe bereits vor 4 Jahren einen Fernlehrgang per Bildungsgutschein machen dürfen. Das habe ich ihr dann auch gesagt. Antwort: "Ja wie auch immer Frau ......"

Die SB meinte, wenn ich einen Arbeitsvertrag hätte, dann könnte ich nochmal kommen, dann könnte sie nochmal "prüfen", keine Zusage, nur eine Prüfung.
Gute Frau, wenn ich den Arbeitsvertrag in der Tasche habe, brauche ich die Weiterbildung nicht mehr. Die brauche ich ja, um denVertrag überhaupt zu bekommen!!!
Ein Zusicherung auf den Vertrag, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind, würde eventuell auch ausreichen. Das müsse man dann ebenfalls prüfen.

Zum Schluss habe ich dann gefragt, ob ich das von ihr schriftlich haben kann. Da meinte sie, das sei nicht nötig. Ich habe erwidert, ich hätte es aber gerne schriftlich. SB: "Ach wirklich Frau ....., das ist nicht nötig"
Ich habe ihr dann gesagt, dass ich einen Antrag gestellt hätte. Einen Antrag beantwortet das JC entweder mit einer Bewilligung oder mit einer Ablehnung, beides erfolgt in schriftlicher Form, und genau das möchte ich haben.
Da meinte sie, ich hätte ja keinen Antrag gestellt, das sei ja nur eine Anfrage.
Weil ich meinen Papierkram leider nicht dabei hatte, hab ich da erst mal nix mehr gesagt. Zuhause habe ich mir dann mein Schreiben vom Februar nochmal angesehen. Dort habe ich so formuliert:
Gleichzeitig möchte ich einen Bildungsgutschein beantragen. Ich möchte gerne einen Fernlehrgang im Bereich Buchhaltung/Rechnungswesen absolvieren.
Ist das kein Antrag???? Muss sowas nicht schriftlich beantwortet werden????

Ich glaube eher, dass die gute Frau nicht gut auf mich zu sprechen ist. Ich hatte vor ca. 3 Wochen mal an ihrer Tür geklopft - ohne Termin - weil ich sie tagelang telefonisch nicht erreichen konnte. Ich wollte nur von ihr wissen, ob sie meinen Antrag wg. Bildungsgutschein erhalten hat. Sie pampte mich an, sie könne mir gerne einen Termin geben, sie hätte jetzt keine Zeit. Ich wäre ja zum letzten Termin einfach nicht erschienen. Habe dann nochmal gesagt, ich brauche eigentlich erstmal keinen Termin, ich wollte doch nur wissen, ob mein Schreiben bei ihr angekommen ist. Da pampte sie wieder: ja das kann schon sein, ich schicke ihnen einen Termin.
Rumms, da hab ich dann "aus Versehen" die Tür ein wenig zu laut geschlossen.
Ich habe ihr dann einen Brief geschrieben, in dem ich mich halt etwas beschwert hab. Das hier habe ich u.a. geschrieben:
Heute Morgen wollte ich lediglich von Ihnen wissen, ob meine Schreiben bezüglich eines Bildungsgutscheins bei Ihnen angekommen ist. Sie haben mir meine Frage mit einem „kann schon sein“ beantwortet. Bei allem Verständnis für den Stress, den Ihre Tätigkeit mit sich bringt, halte ich eine solche Antwort für ziemlich unangemessen. Oder was würden Sie sagen, wenn ich Ihre Frage nach dem Erhalt einer Termineinladung mit „kann schon sein“ beantworte?
Ihre Aussage, ich sei zu dem Termin am 04.03. ‚einfach nicht erschienen‘ stimmt so auch nicht. Wie Sie der in der Anlage beigefügten Kopie meines Schreibens an Sie vom 29.02.2016 entnehmen können, hatte ich diesen Termin zeitig abgesagt.


Ist wie gesagt nur ne Vermutung, aber ich denke schon, dass ihr das nicht gepasst hat.

Habe ich nun irgendwelche Möglichkeiten?? Mein Plan wäre, dass ich mich schriftlich an die Teamleitung wende. Ist nur fraglich, ob mein Schreiben dann auch wirklich dort landet, oder?
 

ZynHH

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AW: Bildungsgutschein abgelehnt

Ich würde den Antrag schriftlich nachweislich an die Teamleitung wiederholen und im Antrag darauf hinweisen, das der letzte Antrag nicht als Antrag gewertet wurde um nicht schriftlich Beschieden werden zu müssen. Hier würde ich natürlich auf einem schriftlichen Bescheid bestehen.
 

schneckchen-cgn

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AW: Bildungsgutschein abgelehnt

Meine zweiten Antrag (selbstverständlich mit exakter Schilderung des gesamten Vorgangs) habe ich dem Herrn Teamleiter persönlich in sein Büro getragen. Er hat es auch angenommen.
Ein paar Tage später bekam ich Post von meiner SB. Termin am Montag, den 02. Mai um 9:30 Uhr.
Die gute Frau SB weiß ganz genau, dass ich um diese Zeit nicht kann, weil ich arbeite! Sie weiß genauso, dass ich Freitags frei habe und hätte mir ja durchaus (wie auch schon die Male zuvor) eben für einen Freitag einen Termin schicken können.
Habe dann angerufen (Service-Center) und der Dame am anderen Ende erklärt, warum ich den Termin nicht wahrnehmen kann und habe um einen neuen gebeten. Die Dame meinte dann, ich soll den Zettel (der bei der Einladung immer dabei ist) ausfüllen und vom Arbeitgeber abstempeln lassen. Hab ihr dann erklärt, dass ich das sicherlich nicht machen werde. Meine Frau SB weiß, dass ich arbeite und sie möge mir einen neuen Termin schicken, basta!
Das ganze habe ich dann auch noch mal per Email geschickt. Nun habe ich einen Termin am Freitag, den 13. Mai (wenn das mal kein schlechtes Zeichen ist *grins*.

Nun bin ich gespannt, was passiert. Gibt ja nur zwei Möglichkeiten: entweder bekomme ich den Bildungsgutschein nun doch - das wäre klasse!
Oder sie zitiert mich nur hin um mir dann doch noch die Ablehnung in Papierform in die Hand zu drücken. Das wäre natürlich nicht toll. Abgesehen davon, das könnte sie ja auch per Post erledigen.

Da fällt mir gerade auch noch ein, dass ich schon seit Herbst letzten Jahres keine Eingliederungsvereinbarung mehr unterschrieben habe. In der letzten Einladung stand drin, ich solle die unterschriebene EV mitbringen, aber da war keine dabei. Und beim Termin selbst hat sie nix gesagt. Na ja, soll nicht mein Problem sein.

Ich werde weiter berichten.
 

Sebi1988

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AW: Bildungsgutschein abgelehnt

wenn du einen termin nicht wahrnehmen kannst, teile das dem jobcenter IMMER schriftlich und nachweisbar mit, niemals am telefon ... mit der aktion hättest du auch schon ins offene messer laufen können.
da die frau dich ja anscheinend ohnehin nicht soooo gut leiden kann, rate ich dir da in zukunft auf jeden fall besser aufzupassen. bevor die da noch auf die idee kommt, dir dann mit einer solchen aktion, erstmal eins auszuwischen.
 

schneckchen-cgn

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AW: Bildungsgutschein abgelehnt

wenn du einen termin nicht wahrnehmen kannst, teile das dem jobcenter IMMER schriftlich und nachweisbar mit, niemals am telefon ... mit der aktion hättest du auch schon ins offene messer laufen können.
da die frau dich ja anscheinend ohnehin nicht soooo gut leiden kann, rate ich dir da in zukunft auf jeden fall besser aufzupassen. bevor die da noch auf die idee kommt, dir dann mit einer solchen aktion, erstmal eins auszuwischen.
Ich mache immer und alles (auch) schriftlich. Da bin ich ein gebranntes Kind :icon_mrgreen:
Mittlerweile sogar in doppelter Ausführung, einmal als Email und einmal in Papierform. Letzteres entweder in Hausbriefkasten oder, wenn es mir möglich ist, persönlich in die Hand gedrückt.
Wie Du schon sagst, nur mündlich geht gar nicht. Ich traue den Sesselpupsern da keinen Milimeter über den Weg :icon_hihi:
 

Echogamer

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AW: Bildungsgutschein abgelehnt

Hallo schneckchen-cgn,

Ich mache immer und alles (auch) schriftlich. Da bin ich ein gebranntes Kind :icon_mrgreen:
Mittlerweile sogar in doppelter Ausführung, einmal als Email und einmal in Papierform. Letzteres entweder in Hausbriefkasten oder, wenn es mir möglich ist, persönlich in die Hand gedrückt.
völlig richtig, am besten immer ALLES schriftlich und nachweisbar (z.B per Fax mit qualifiziertem Sendebericht oder persönliche Abgabe gegen Empfangsbestätigung) kommunizieren.

Vom Hausbriefkasten des Jobcenters würde ich eher abraten, weil die Post dann oftmals "angeblich" nicht angekommen sein soll. Oder anders gesagt: Wenn Hausbriefkasten vom JC, dann nur mit Zeugen, der notfalls den Einwurf in den Briefkasten bestätigen kann.
 

schneckchen-cgn

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Sodella, ich trage heute - zum zweiten Mal in dieser Woche - ein sehr breites Grinsen durch die Gegend :icon_mrgreen:

Heute Morgen war Termin bei meiner Lieblings-SB. Schon beim Anmelden schien sie nicht wirklich erfreut, mich zu sehen. Hab den Kopf durch die Tür gesteckt um ihr zu sagen, dass ich schon da sei. Als Antwort bekam ich ein "brummen" und "dauert aber noch nen Moment". - Kein Problem.

Dann rief sie mich rein und fing damit an, dass ich ja nochmal beim Arbeitgeber nachfragen sollte, ob man mir eine Zusicherung auf eine Festeinstellung geben könne. Habe ihr dann erklärt, dass der Arbeitgeber das nicht macht.

Dann hat sie mir was zu Fernlehrgängen im Allgemeinen erzählt, dass sie sich mit der Controlling-Abteilung des JC in Verbindung gesetzt und man ihr dort auch bestätigt hätte, dass die Erfolgsquoten der Fernlehrgänge für die Kunden des JC doch sehr gering seien.

Hab dann gefragt, was ich für eine Alternative hätte. Da iss sie mir schon gleich wieder über den Mund gefahren: "Nu lassen sie mich doch mal ausreden und sie bekommen doch ihren Gutschein, ich stelle ihnen ja den Bildungsgutschein aus. Ich sage ihnen das ja nur, damit sie vielleicht mal drüber nachdenken. Aber das machen sie ja sowieso nicht."

Dann druckste sie so rum: "ich weiß nicht, wie ich das jetzt ausdrücken soll, aber für unsere Kunden ist doch eine Weiterbildung mit direkten Ansprechpartnern besser geeignet als so ein nicht kontrollierter Fernlehrgang."
Ich musste kurz die Luft anhalten und hab echt um Fassung gerungen.

Habe ihr dann erklärt, dass ich entgegen ihrer Annahme sehr wohl bereits im Vorfeld darüber nachgedacht habe und es aber leider für mich keine wirkliche Alternative gäbe.
Ich habe dann noch mal explizit nachgefragt, ob sie die schlechte Erfolgsquote nun auf den Fernlehrgang (inhaltlich) bezieht oder nur auf die Person, die den Lehrgang macht.

Letzteres hat sie gemeint. Also im Klartext ist sie der Meinung, dass die meisten Kunden des JC einen Fernlehrgang nicht erfolgreich abschließen.
Daraufhin hab ich ihr dann gesagt, das käme ja wohl auf den jeweiligen Lehrgangsteilnehmer und dessen Beweggrund an.

Mit der Frau werd ich nicht mehr grün. Die mag mich nicht, das beruht wohl auf Gegenseitigkeit. Und sie meint immer noch, nur weil sie hinter dem Schreibtisch hockt, hat sie die Macht oder was auch immer sie denkt.
Die Art und Weise wie sie mit den Kunden (macht sie sicherlich nicht nur bei mir) spricht, ist einfach unterirdisch. Sie warf irgendwas in den Raum und sobald ich mich geäußert habe, hieß es nur: "das brauchen wir jetzt nicht mehr diskutieren" oder "was auch immer" oder irgendwas in der Art. Sowas geht gar nicht. Die gute Frau sollte entweder selbst mal ein paar entsprechende Fortbildungen besuchen oder sich vielleicht mal generell neu orientieren. Sitzt ja an der Quelle.
 
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