Bildungsanbieter drängt auf Vertragsabschluss - Ablauf Bildungsgutscheinverfahren

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G

Gelöschtes Mitglied 34264

Gast
Hallo, Ihr Lieben,

Ich habe einen Bildungsanbieter gefunden, bei dem ich eine mehrmonatige Weiterbildung mit Bildungsgutschein machen möchte.

Dieser legte mir kein Angebot vor, sondern einen Vertrag über die Weiterbildung, in dem die Kurstitel sowie deren Kosten aufgelistet sind mit der Forderung um sofortige Unterschrift. Eindeutig ist das ein privatrechtlicher Vertrag, mit dem ich für 8.000 € gerade stehe, ob ich Bildungsgutschein habe, steht da gar nicht.

Auch das schmalzfreundliche Gesäusel, ich hätte ja einen Bildungsgutschein, mit dem würde ich "auf der sicheren Seite sein". Meine Gegenargumente, der Start der Weiterbildung liegt außerhalb des Gültigkeitszeitraumes des Bildungsgutscheines wurden nicht beachtet.

Wie war das bei Euren Bildungsgutschein-Weiterbildungen: Wann habt ihr den Vertrag geschlossen? Habt ihr eine Abtretungserklärung unterzeichnen müssen? Ich dachte immer, das JC zahlt die Lehrgangsgebühren für WB nach § 180 SGB II direkt an den WB-Träger?

Kann ich den Satz über meine Unterschrift schreiben, dass der Vertrag nur unter dem Vorbehalt zustande kommt, dass die Lehrgangskosten vom JC mittels Bildungsgutschein übernommen werden?
 
E

ExitUser

Gast
ganz klar wenn in diesen vertrag nicht drin steht
das die kosten durch einen bildungsgutschein begliechen werden oder ähnlich
finger weg
oder willst du dich verschulden ?

hier sollte erwähnt werden was für eine Weiterbildung es ist
und welcher träger so ein mist verzapft
 
G

Gelöschtes Mitglied 34264

Gast
Es handelt sich um eine Weiterbildung im kaufmännischen Bereich; ich habe mir mehrere Anbieter angesehen. Eigentlich alles nicht gerade aufbauend, von den Bildungsträgern wird man als "doofes Objekt" angesehen, mit dem man nicht auf gleicher Ebene kommuniziert. Die sind nicht viel besser als Maßnahmeträger.

Also hatte ich mich für das geringste Übel entschieden, sehr negativ war ich dementsprechend überrascht vom Verlauf des Beratungsgesprächs. Bin jetzt auch ein bisschen ratlos. Eine richtige Alternative gibt es eigentlich nicht.

Ich bin jetzt am überlegen, ob ich auf dem Vertragsformular einen Satz einfüge, daß der Vertragsabschluß meinerseits vorbehaltlich einer vollständigen Kostenübernahme durch das JC erfolgt.

Ich weiß nicht, wie der Vertragsabschluss bei anderen Anbietern aussieht?
 
G

Gelöschtes Mitglied 34264

Gast
Sorry, habe keinen Scanner.

Aber ich tippe das mal ab.

Weiterbildungsvertrag

Wir bestätigen, dass wir sie über unser Angebot eingehend informiert haben.

Der Vertrag wird geschlossen zwischen

Firma X GmbH und

Frau Fluoxetina
Kd-Nr. (vom JC)

1. Ausbildungsort X-Stadt
2. Lehrgangsbez.
3. Lehrgangsschwerpunkte: Finanzbuchhaltung, Controlling
4. Vertragsbeginn/Ende 26.8.13 /07.02.13
5. Lehrgangsgebühr: 8.000 €

...
(Auflistung aller Module mit Preisen)
...
Der Gesamtpreis beträgt: 8.000 €



Unterschrift Kunde GF der Firma



So das ist der Vertrag, passt bequem auf ein DIN A4-Blatt.
 
G

Gelöschtes Mitglied 34264

Gast
Das Vorgehen dieses Bildungsanbieters zeigt, welchen Wert sie ihren Teilnehmern beimessen, wie sie innerhalb der Organisationskultur angesehen werden. Da muss ich mich wohl nach einer Alternative umsehen, sonst könnte ich nicht schlafen, das ist m.E. ein rechtliches Konstrukt, wo ich Angst haben muss, mich zu verschulden. :icon_sad:

Also gibt es nur einen möglichen Schluss, Finger weg. Und zu dem Anbieter, bei dem ich schon mal eine WB gemacht habe; leider machen die nur noch Distance Learning.
 

pepe

Elo-User*in
Mitglied seit
2 Juni 2013
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118
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55
@ Fluoxetina

ich habe letztes Jahr im Kursnet die Suche eingeschränkt mit der Option " mit Bildungsgutschein".

Da findet man schnell raus, ob es gefördert wird.

Ich mußte auch beim Bildungsträger einen Vertrag unterschreiben, aber die AfA hat umgehend den Bildungsgutschein dorthin versandt und es ist alles gutgegangen. :icon_klatsch:

Habe mir allerdings letztes Jahr noch gar nicht soviele Gedanken gemacht (blond, blauäugig) und hatte eine wirklich gute SB ( ist jetzt in Elternzeit).

Lg
pepe
 

gary66

Elo-User*in
Mitglied seit
16 August 2010
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141
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Hallo,
Sei bitte sehr vorsichtig mit diesem Bildungsträger !!!
Grundsätzlich muss der Massnahmebeginn innerhalb der Gültigkeit des Bildungsgutschein liegen. Darauf hat mein letzter Bildungsträger sehr genau geachtet. Abweichungen sollten ggf. vorher schriftlich abgeklärt sein. Über das Kursnet der Arbeitsagentur kannst Du sehr schnell sehen ob eine Teilnahmemöglichkeit mit Bildungsgutschein besteht. Es gibt eigentlich nur 2 Möglichkeiten:
1. Möglichkeit: Privater Bildungsträger ohne Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur, Privatvertrag, Bezahlung ist Deine Sache.
2. Möglichkeit: Bildungsträger der mit der Arbeitsagentur zusammen arbeitet. Bei meiner letzten Weiterbildung musste ich zwar auch einen Vertrag beim Anbieter unterschreiben. Es war aber alles kein Problem weil unter anderem auch Beendigung bei Job, oder Kostenübernahme durch Arbeitsagentur vorgesehen war. Anbieter die Bildungsgutschein akzeptieren achten in der Regel sehr genau auf die Vorgaben der Arbeitsagenturen.
In Deinem Fall tippe ich auf Fall 1.
P.S. Frage doch einfach welche Teilnehmer im Kurs sitzen (Arbeitslose, oder ?) und schaue im Kursnet ob Du diesen Anbieter findest.
Gruß
 
G

Gelöschtes Mitglied 34264

Gast
Es ist bei diesem Anbieter beides möglich. Wer gerne sein Erspartes in kaufmännische Weiterbildungen investieren möchte, um einen Kurs zu besuchen, der aber auch von TN besucht wird, die einen Bildungsgutschein zur Verfügung haben, kann auch gerne mehrere 1.000 @ ausgeben. Wie sinnvoll das wäre, das steht auf einem anderen Blatt.

Mir geht es aber darum, daß man mit einem Bildungsanbieter einen privatrechtlichen Vertrag, der den Bestimmungen des BGB unterliegt, abschließen muss, wenn man eine bildungsgutscheingeförderte WB machen möchte.

Was mich irritiert, ist die konkrete Ausgestaltung des Vertragsdokumentes, das in der vorliegenden Form es ermöglicht, die Lehrgangsgebühren auch von mir einzufordern. Theoretisch weist die Formulierung diese Möglichkeit auf; es ist in diesem privatrechtlichen Vertrag nicht die Rede davon, dass die Lehrgangsgebühren von einer Dritten Stelle (Bildungsgutschein, § 180 SGB II) übernommen werden.
 

HimbeerTony

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
25 April 2010
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Die normale Vorgehensweise ist, dass zuerst der Bildungsgutschein vom JC für eine ganz konkrete Maßnahme ausgestellt wird.

Hat man den erhalten, kann man sich überlegen, ob man an der Maßnahme teilnehmen möchte, oder nicht.

Hier scheint tatsächlich etwas dubios zu sein, daher Vorsicht !

Einen Vertrag, wo man persönlich haftbar gemacht werden kann, würde ich jetzt nicht unbedingt unterschreiben !

Grüße !
 
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