bildung schützt nicht vor armut!

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ofra

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Macht geringe Bildung arm?

"Ebenfalls seit Jahren sinnen Politiker darüber nach, wie es gelingen kann, mehr Menschen in Arbeit zu bringen. Wie die Arbeitslosenstatistik zeigt, haben es alle Versuche nicht vermocht, die Arbeitslosigkeit in Deutschland zu senken. Einige Wissenschaftler gehen inzwischen davon aus, dass man dauerhaft mit einem Sockel von Arbeitslosen leben muss. Die Politiker halten aber nach wie vor am Ziel der Vollbeschäftigung fest. Als ein wichtiger Faktor dafür, das Risiko der Arbeitslosigkeit zu minimieren, wird immer wieder die Bildung genannt.
...
Allerdings - und diese Zahl ist ebenfalls interessant - ist die Armutsquote bei Absolventen von Fachhochschulen und Universitäten zwischen 1997 und 2004 von 2,3 auf 5,2 Prozent - also auf mehr als das Doppelte - gestiegen. Auch ein hohes Bildungsniveau schützt also nicht vor Armut, das Risiko steigt gerade bei Hochschulabsolventen stark."

quelle: tagesschau.de
 

ofra

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danke für den guten artikel!
da steckt viel wahres drin!
da sieht man wieder, wie wir für dumm verkauft werden!
ich glaub diesen mythos schon lang nicht mehr.
ich kenne meine qualitäten und fähigkeiten. ich weiß, was ich kann und was ich gelernt habe!
daran braucht niemand rumzukritisieren oder es schlechtmachen - wie ich es in den letzten jahren häufig erlebe.
alles, was früher gut und richtig war, ist heute schlecht, falsch, verkehrt oder unzureichend.
sehr gute zeugnisse, abitur, berufserfahrung, vielseitigkeit, kreativität, weiterbildung, ... das hat heute alles keinen wert mehr.
langsam frage ich mich, WOZU man sich da überhaupt noch reinkniet und zeit und kraft und auch geld investiert?? man macht sich damit nur zum affen!
das funktioniert wie gehirnwäsche und zieht uns seelisch runter.
aus dieser tretmühle bin ich schon abgesprungen!
ich lasse mich nicht verblöden.
 

Assi0815

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Bin ein schlauer "Armütiger"......*lol*

Dank meiner "Fähigkeiten" UND meiner Bildung kann ich "Armut" wesentlich besser händeln, man weiss, wie-wo ich Dinge eroieren kann UND wie ich mit Ämtern und Konsorten "kommuniziere" - ein super Vorteil denke ich mal.
 

Liebe Tweety

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passt vielleicht dazu?
https://www.streifzuege.org/texte_andere/str_autor_woelf_061108_mythos-bildung.html

wir sind ein volk von dienstboten und computeranhängsel, ob die tätigkeit, die jemand verrichtet sinnvoll ist, spielt keine rolle. welchen gesellschaftlichten nutzen hat ein versicherungsfuzzi?


Gute Frage. Keinen würde ich mal sagen, denn in erster Linie will er auch nur Geld verdienen.
Bilden macht man für sich selber, kann man auch nicht genug von bekommen. Aber das Andere macht man nur um Andere ein gefallen zu tun. Was nützt mir ein erlernter Beruf in dem ich später keine Arbeit bekomme.
 

mercator

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Hochschulabsolventen haben immer noch das geringste Risiko, was Arbeitslosigkeit und Armut betrifft. Trotzdem ist das ewige Herumgereite auf der Bildung als Ursache für Armut nur ein Ablenkungsmanöver, um das völlige Versagen der Regierung bez. der Sozialpolitik zu kaschieren. In alles Talkshows und Interviews wird dieses Argument bis zum Erbrechen widerholt. Ich vermute Taktik dahinter. Wie so oft wird versucht, ein Scheinargument so häufig herunter zu beten, bis es die Leute glauben. Nicht nur fehlende Bildung macht arm, sondern Armut führt oft zu schlechteren Bildungschancen. Die aktuellen Zahlen zur Kinderarmut sollten eigentlich ein Schlag ins Gesicht des Arbeits- und Sozialministers sein. Ebenso in den NoNo getreten fühlen sollten sich aber auch alle Anbeter des entfesselten Kapitalismus, dessen freier Markt alles regelt und für Wohlstand für alle sorgt. Leider haben diese Deppen ein reichlich dickes Fell.
 

Henrik55

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Ich würde sogar noch weiter gehen. Ich bin durch "Bildung" arm geworden. Hätte ich eine brauchbare Lehre gemacht anstatt einen der längsten Studiengänge zu absolvieren hätte ich jetzt genug Geld.

Ich wíederhole mich:
Ein Abschluß allein ist oft nichts wert. Nur mit Bestnote. Wer das korrupte Bildungs- und Prüfungswesen kennt weiß, dass man dort nicht nur mit Leistung hinkommt.
Die "Zusatzqualifikationen" sind quasi das Eintrittsgeld um mitspielen zu dürfen.
Natürlich auch immer Vitamin B.

Wer also kein Geld und Verbindungen von zu Hause mitbekommt darf höchstens noch studieren. Bekommt aber keine Position danach und darf sich von denjenigen die sich haben Einkaufen können, erzählen lassen, dass er halt nicht so gut ist wie sie und deshalb keinen Job bekommt. Ein Viertel der Absolventen ist doch von vornherein chancenlos und wird nur verkaspert. Die sind dann nur noch dafür da den Bildungszirkus am laufen zu halten und den Kindern der Machthabenden einen aristokratischen Anschein zu verleihen, weil die sich halt im "freien Wettbewerb" bewiesen haben.
Diese Epoche hat also ein geschichtliches Novum zu bieten. Staatsterror durch Bildung!
In Amerika gilt das Motto vom Tellerwäscher zum Millionär. Wir haben dafür die Ausbildungslüge.
Da wird eine ganze Generation zum Narren gehalten.Wenn ich die Fratze von der Scharan sehe und ihr Gerede höre möchte ich den Abzug drücken...
 

ofra

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peng! genau zwischen die augen!

ja die sache mit dem vitamin B ... da kann ich auch ein lied von singen!

ich hatte jobs, wo ich mich mehrfach beworben habe, wo ich mich durch aufnahmsprüfungen quälen musste. und neben mir arbeiteten kollegen, die kamen einfach so rein. nur durch beziehungen.
als ich denen von aufnahmsprüfungen erzählte, haben die nur groß gekuckt ...
einmal wurde mir sogar das ergebnis der prüfung verheimlicht, nur damit ich keine chance auf die stelle bekam! dann hab ich aber druck gemacht und mit anwalt gedroht, und auf offenlegung bestanden. und dann haben sie mich zähneknirschend eingestellt. allerdings nur befristet für ein jahr ...
 

Henrik55

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Hochschulabsolventen haben immer noch das geringste Risiko, was Arbeitslosigkeit und Armut betrifft.

Das liegt aber nicht am Hochschulstudium. Das liegt wohl eher daran, dass die meisten Studenten eh von Haus aus gut situiert sind. Ich möchte mal eine Statistik sehen, wo über das Armutsrisiko der Studenten berichtet wird, die es gewagt haben, trotz schlechter Verhältnisse aus dem Elternhaus ein Studium zu absolvieren. Deren Armuts- und Arbeitslosenrisiko halte ich für sehr hoch.
 

mercator

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Das liegt aber nicht am Hochschulstudium. Das liegt wohl eher daran, dass die meisten Studenten eh von Haus aus gut situiert sind. Ich möchte mal eine Statistik sehen, wo über das Armutsrisiko der Studenten berichtet wird, die es gewagt haben, trotz schlechter Verhältnisse aus dem Elternhaus ein Studium zu absolvieren. Deren Armuts- und Arbeitslosenrisiko halte ich für sehr hoch.

Okay, aber zumindest in den Ingenieurwissenschaften hat man derzeit ganz gute Karten, auch wenn man nicht mit dem goldenen Löffel geboren wurde.

So richtig problematisch wird es für alle, die jetzt ein Studium beginnen und nicht den finanziellen Rückhalt aus dem Elternhaus haben. Denn die eingeführten Studiengebühren (die Strippen im Hintergrund hat übrigens ein Ableger der Bertelsmannstiftung, dass "Centrum für Hochschulentwicklung", gezogen) entlassen jeden Studenten mit einem Schuldenberg in die Arbeitswelt oder in die Arbeitslosigkeit.

Trotzdem: mit einem Hochschulabschluß ist das Armutsrisiko geringer.
 
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Dank meiner "Fähigkeiten" UND meiner Bildung kann ich "Armut" wesentlich besser händeln, man weiss, wie-wo ich Dinge eroieren kann UND wie ich mit Ämtern und Konsorten "kommuniziere" - ein super Vorteil denke ich mal.

Ich führe das sogar noch weiter. Wenn man es erfolgreich händelt, fühlt man sich nicht nur nicht arm, sondern ist es auch nicht.

Auch wenn mir jetzt wieder einige einreden wollen, dass ich wegen Hartz IV arm bin.
 
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Gute Frage. Keinen würde ich mal sagen, denn in erster Linie will er auch nur Geld verdienen. Bilden macht man für sich selber, kann man auch nicht genug von bekommen. Aber das Andere macht man nur um Andere ein gefallen zu tun. Was nützt mir ein erlernter Beruf in dem ich später keine Arbeit bekomme.

Das mit dem "selber Bilden" ist dann vielleicht das nächste Problem, denn heute braucht man für jeden Mist einen Abschluss oder ein "Zertifikat".

Sich das selbst bei zu bringen ist zwar gut, aber ohne irgend einen Schein hilft es bei Bewerbungen nicht, so wird das dann zum "Privatvergnügen".

Bei einigen "Studierten" habe ich aber selbst schon gemerkt, das es eher "Fachidioten" sind, die können einem zwar genauestens erklären, wie was abläuft, aber dann haben die bei anderen Dingen (die eigentlich einfach sind) sehr große Probleme.

Bildung ist zwar gut, auch Allgemeinbildung, aber langsam nützt auch die beste Ausbildung nichts.

Ich glaube ich habe irgendwo mal gelesen, das man selbst für die Müllabfuhr schon mittlere Reife braucht. :icon_pfeiff:
 

Henrik55

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Noch. Wenn die Scharan erst knapp 50 % eines Jahrgangs an die Uni locken will braucht man für den Job auch ein Diplom für Abfallwirtschaft.
 

Assi0815

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So isses.

Ich führe das sogar noch weiter. Wenn man es erfolgreich händelt, fühlt man sich nicht nur nicht arm, sondern ist es auch nicht.

Auch wenn mir jetzt wieder einige einreden wollen, dass ich wegen Hartz IV arm bin.


Arm sind die Leute in z.B. Indien oder Rumänien; WIR haben hier NUR zuwenig Geld.....*!
 

Liebe Tweety

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Ich führe das sogar noch weiter. Wenn man es erfolgreich händelt, fühlt man sich nicht nur nicht arm, sondern ist es auch nicht.

Auch wenn mir jetzt wieder einige einreden wollen, dass ich wegen Hartz IV arm bin.

Dafür sind wir Reich an Erfahrung. Wir wissen mit was für Fachidioten wir zu tun haben.-))
 

Liebe Tweety

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Das mit dem "selber Bilden" ist dann vielleicht das nächste Problem, denn heute braucht man für jeden Mist einen Abschluss oder ein "Zertifikat".

Sich das selbst bei zu bringen ist zwar gut, aber ohne irgend einen Schein hilft es bei Bewerbungen nicht, so wird das dann zum "Privatvergnügen".

Bei einigen "Studierten" habe ich aber selbst schon gemerkt, das es eher "Fachidioten" sind, die können einem zwar genauestens erklären, wie was abläuft, aber dann haben die bei anderen Dingen (die eigentlich einfach sind) sehr große Probleme.

Bildung ist zwar gut, auch Allgemeinbildung, aber langsam nützt auch die beste Ausbildung nichts.

Ich glaube ich habe irgendwo mal gelesen, das man selbst für die Müllabfuhr schon mittlere Reife braucht. :icon_pfeiff:

Stimmt
 

Liebe Tweety

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Okay, aber zumindest in den Ingenieurwissenschaften hat man derzeit ganz gute Karten, auch wenn man nicht mit dem goldenen Löffel geboren wurde.

So richtig problematisch wird es für alle, die jetzt ein Studium beginnen und nicht den finanziellen Rückhalt aus dem Elternhaus haben. Denn die eingeführten Studiengebühren (die Strippen im Hintergrund hat übrigens ein Ableger der Bertelsmannstiftung, dass "Centrum für Hochschulentwicklung", gezogen) entlassen jeden Studenten mit einem Schuldenberg in die Arbeitswelt oder in die Arbeitslosigkeit.

Trotzdem: mit einem Hochschulabschluß ist das Armutsrisiko geringer.

Bei der letzten These wäre ich mir nicht so sicher, denn das es Arbeitslose gibt ist schon Jahre bekannt und es wird auch schon Jahre mit geschönten Zahlen gearbeitet.
 
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Es gibt keine Verlierer im Lebensspiel. Es gibt nur das Verhalten eines Verlierers.

Das meine ich jetzt rein subjektiv betrachtet, ich muss mich ja nicht wie ein Verlierer oder arm fühlen, auch wenn es objektiv von anderen so gesehen wird!

Ich konnte mich bis jetzt in allen sozialen Bereichen bewegen und habe nie einen Hehl aus meiner Situation gemacht, ob ich nun arbeitslos war und jetzt Hartz IV, oder nur eine Arbeit hatte bei der ich nicht soviel Geld bekommen habe, das war mir völlig egal, für mich steht kein Mensch über mir und ich nicht über andere (ausser auf dem Friedhof), egal was dem Menschen für eine "Stellung" in der Gesellschaft zugesprochen wird.

Ich versuche so gut es geht immer meine Würde zu behalten und dem Leben so viel wie möglich abzugewinnen, egal in welcher Position ich mich gerade befinde.

Das bedeutet aber nicht, das mir die Ungerechtigkeiten gleichgültig sind! :-D
 
E

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Gast
Es gibt keine Verlierer im Lebensspiel. Es gibt nur das Verhalten eines Verlierers.

Das meine ich jetzt rein subjektiv betrachtet, ich muss mich ja nicht wie ein Verlierer oder arm fühlen, auch wenn es objektiv von anderen so gesehen wird!

Ich konnte mich bis jetzt in allen sozialen Bereichen bewegen und habe nie einen Hehl aus meiner Situation gemacht, ob ich nun arbeitslos war und jetzt Hartz IV, oder nur eine Arbeit hatte bei der ich nicht soviel Geld bekommen habe, das war mir völlig egal, für mich steht kein Mensch über mir und ich nicht über andere (ausser auf dem Friedhof), egal was dem Menschen für eine "Stellung" in der Gesellschaft zugesprochen wird.

Ich versuche so gut es geht immer meine Würde zu behalten und dem Leben so viel wie möglich abzugewinnen, egal in welcher Position ich mich gerade befinde.

Das bedeutet aber nicht, das mir die Ungerechtigkeiten gleichgültig sind! :-D

Alles schön und gut: aber was machst Du, wenn Du Kinder hast? Wie verklickerst Du Ihnen ihre Würde, wenn sie mit Turnschuhen im Schnee rumlaufen müssen, weil kein Cent mehr für Winterschuhe da ist?

Viele Grüße,
angel
 
E

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Lieber Arm an Geld und dafür Reich im Geiste, als reich an Geld, dafür arm im Geist.

Denn die, die bisher mit sehr wenig Geld leben mussten, werden sich auch am Besten in Krisen zurecht finden.

(In Anlehnung an die evtl. bevorstehende Bankenkrise.)

:icon_smile: :icon_wink:
 
E

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Angel,

deshalb habe ich ja auch von rein subjektiven Empfinden gesprochen.

Das liegt bei mir aber auch daran, dass ich in meinem Leben von Kindheit an schon mit wenig auskommen musste, das mit den Schuhen und Klamotten kenne ich zur Genüge!

Nicht selten bin ich mir wie ein Trottel in der Schule vorgekommen, weil ich nicht das hatte was sonst üblich war. Ich kann mich noch gut erinnern, in meinem ersten Schuljahr sollten wir alle als Schneemänner zum Karneval kommen!

Wie bin ich zur Schule gegangen?, als "CLOWN" verkleidet, als einziger, weil meine Grosseltern kein Geld hatten oder warum auch immer mir kein Schneemanskostüm besorgt haben, das war schon peinlich, aber das und anderes hat mich aber nicht davon abgehalten, gleichwertig mit den anderen auf einer Stufe zu stehen, habe das halt oft mit Humor oder anders kompesiert und kam so auch meistens klar.

Ich habe mir immer gesagt, ist halt mein Leben, kann ich auch nix zu.

Trotzdem habe ich für dich und deine Kinder und alle anderen Betroffenen vollstes Verständnis, weil es sowas in heutiger Zeit in einem Staat in dem wir leben, einfach nicht geben darf!
 
E

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Von diesem subjektiven Empfinden sprach ich.
Wir haben das etwas anders gelernt, schön für uns - oder doch nicht?
Warum sollen meine Kinder frieren müssen, weil kein Geld für richtige Kleidung da ist? Warum sollten sie so wie ich als Kind von Brot mit Zucker drauf leben müssen?
Warum soll der Junge auf dem Gymnasium sein 12.Klass-Praktikum in einer kleinen Dorf-Schreiner-Klitsche machen, nur weil da die Fahrtkosten für uns nicht so hoch sind: er will Programmierer werden und hats drauf, er will in die großen Firmen, wo er Kontakte fürs Studium und die Zeit danach knüpfen kann: ABER ICH KANNS NICHT BEZAHLEN!

Das ist alles kein subjektives Empfinden mehr, das ist heutzutage eine üble, unbeschreibliche Benachteiligung armer Kinder.
Mal davon abgesehen, daß er mit seinen abgerissenen Klamotten inclusive vergammelter Turnschuhe eh in keine seriöse Firma kommt.

Als ich jung war, sah das alles noch ganz anders aus. Wobei die Gesundheitsgefahren (und das ist für die Witterung unpassende Kleidung nunmal) auch damals Gültigkeit hatten. Es hat nur niemanden interessiert, warum ich schon wieder Blasen-, Lungenentzündung hatte. Gute alte Zeit war das nicht!

Viele Grüße,
angel
 

Liebe Tweety

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Alles schön und gut: aber was machst Du, wenn Du Kinder hast? Wie verklickerst Du Ihnen ihre Würde, wenn sie mit Turnschuhen im Schnee rumlaufen müssen, weil kein Cent mehr für Winterschuhe da ist?

Viele Grüße,
angel

Das Loch in der Kasse läßt Grüssen man macht es möglich obwohl man es nicht kann und spart an anderer Stelle. Lässt man sich vielleicht noch dumm anmachen, wie H.IV haben weniger auf den Tisch.
 
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Alles schön und gut: aber was machst Du, wenn Du Kinder hast? Wie verklickerst Du Ihnen ihre Würde, wenn sie mit Turnschuhen im Schnee rumlaufen müssen, weil kein Cent mehr für Winterschuhe da ist?

Viele Grüße,
angel

Der große bekommt seine Winterschuhe, wenn sie irgendwo im Angebot sind (Globus, Lidl oder so). Die Kleine braucht noch keine.

Ich haushalte immer so, dass am Ende des Monats noch ein Polster da ist. Das kostet Überwindung, spart aber wahnsinnig viel Geld. So kann ich halt am 24. die Winterschuhe kaufen, wenn sie im Angebot sind. Hätte ich das Polster nicht, wäre ich gezwungen die Schuhe am 01. zu kaufen, wenn das Angebot längst über alle Berge ist. Dann wird es richtig teuer. Und weil es so teuer wird, ist am nächsten Monatsende wieder kein Geld für mögliche Schnäppchen da. Also wird es teurer und teurer und teurer. Das mit den Schuhen lässt sich natürlich auf alles verallgemeinern.
Kurz ausgedrückt, arm sein ist teuer.

Wer jetzt sagt, das mit dem Polster funktioniert mit dem Hartz IV Regelsatz nicht, dem sei gesagt, Raucher z.B. haben (abzüglich verpaffte Euros) viel weniger Geld zur Verfügung und kommen auch irgendwie über die Runden. Das was der Raucher verraucht, könnte also auf jeden Fall bei Nichtrauchern übrig bleiben.
 
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