Bildung grottenschlecht - Schülertest abseits von P.I.S.A. (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Regelsatzkämpfer

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
6 Juli 2011
Beiträge
3.464
Bewertungen
864
Schüler halten Nazi-Deutschland für Demokratie
Viele deutsche Schüler kennen nicht den Unterschied zwischen Diktatur und Demokratie, so eine Studie. Besonders schlecht schnitt NRW ab. Bei anderen Themen waren die Antworten noch abenteuerlicher.

Mit dem Nationalsozialismus haben sich die Schüler im Rahmen einer Projektwoche beschäftigt. Jetzt ist die Gruppe der Gesamtschule Weilerswist zur ehemaligen NS-"Ordensburg" Vogelsang in der Eifel gekommen.

"Nicht nur Hingucken, sondern auch Handeln ist wichtig, wenn es darum geht, rechtsextreme Tendenzen aufzuspüren", erklärt ein Referent der heutigen Gedenkstätte den Jugendlichen.

An kaum einem anderen Ort in Nordrhein-Westfalen lässt sich Zeitgeschichte so anschaulich machen wie in der ehemaligen Schulungsstätte für angehende NSDAP-Führungskräfte.

NRW ist Schlusslicht in deutscher Geschichte ...
Wissenslücken: Schüler halten Nazi-Deutschland für Demokratie - Nachrichten Regionales - Düsseldorf - WELT ONLINE

Und ja, persönliche Erfahrungen sind ebenso vernichtend und nicht nur auf dem Gebiet.
 

Ziviler Ungehorsam

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
31 Juli 2010
Beiträge
1.382
Bewertungen
24
Wen wundert's. Viele Lehrer halten die BRD für einen demokratischen Rechtsstaat und die "soziale Marktwirtschaft" für sozial. Dank Bertelsmann Stifzung und der INSM sind so ziemlich alle Schulbücher randgefüllt mit unerträglicher Staastpropaganda und neoliberaler Doktrin. Und die Umerziehung zum kapitalhörigen Untertanen wirkt.
 

Lecarior

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
18 Mai 2011
Beiträge
2.350
Bewertungen
600
Das betrifft nicht nur die Kenntnisse in Geschichte. Als Mitglied der Jugend- und Ausbildungsvertretung habe ich 2010 das Auswahlverfahren der neuen Azubis begleitet. Eine Katastrophe. Wenn Realschüler die Grundrechenarten nicht beherrschen, kann man das auch nicht mehr mit überzogenen Ansprüchen der Ausbildungsbetriebe schön reden. Seitdem halte ich die Angabe aus Wirtschaftskreisen, dass etwa ein Viertel der Schulabgänger nicht ausbildungsfähig sei, für durchaus realistisch.

Gruß,
L.
 
T

teddybear

Gast
@Lecarior

Das sollte dir doch dahingehend zu denken geben, dass dein System wohl doch gewaltig nach allen Seiten stinkt! :cool: Ich sag nur > AUFWACHEN!
 
E

ExitUser

Gast
hallo zusammen,

ist leider tatsächlich so wie es lercarior selbst erlebt.
ich mache diese erfahrung auch regelmäßig. ich denke nicht das in unserem kleinen betrieb wo ich selbst arbeite die asprüche an Azbis überzogen sind. wir schleusen über das jahr ca. 30 praktikanten durch, seien es für den beruf der MTA/ einfache sprechstundenhilfe, volontäre, oder erstsemester. letztes jahr war nicht ein einziger kandidat tauglich, dies jahr fällt das ergebnis ähnlich aus, aber wir brauchen mindestens 2. unsere letzte im dritten, nun ja wir sind im hinterkopf froh das sie fertig ist. eine andere ausbildungsstelle ist genauso nicht besetzbar, es geht um landwirtschaft.

ich bekomme manchmal sachen mit, die einfach unglaublich sind, hätte man sie nicht selbst erlebt. oft dinge, von denen man annehmen sollte, das sie selbstverständlich sind, auch ganz ohne schulbildung....weil sie einfach zum leben dazugehören?:icon_pause:

liebe grüße von barbara
 
E

ExitUser

Gast
Der Schulleiter unserer Schule sagte noch vor kurzem das ca. 60% aller Schüler an unserem Gym Nachhilfe bekommen.

Und das liegt nicht an den Kindern .....das Turbo Abi ....und ein nicht abgespeckter Lehrplan der kein Raum für nachfragen lässt .
Lehrer haben kaum Zeit der Stoff wird einfach durchgezogen .
Unterrichtsausfall wird nicht aufgefangen.
Keine Springer wenn mal jemand krank ist .....kommt vor das ganze Klassen zuhause bleiben müssen.
Wochen vor den Abi Prüfungen findet so gut wie kein Unterricht statt ,da alle Lehrkräfte mit den Abschlussklassen beschäftigt sind.
In den sogenanten "Projektwochen"werden die Schüler mehr oder weniger sich selber überlassen.
Es gab Zeiten da haben wir Eltern zusammen gelegt um Nachhilfe zu zahlen damit wenigstens der normal Unterrichtsstoff nicht auf der strecke bleibt.
 
E

ExitUser

Gast
Was will man erwarten, wenn man selbst schon Kindern und Jugendlichen Leistungsdruck macht. Das kann doch nur nach hinten losgehen. Manchmal ist weniger mehr, und qualitativer.

Dazu kommt eine geringere Aufmerksamkeitsspanne durch die neuen Medien. Es wird aber lieber darüber gemeckert, statt Lernmaterial an diesen Umstand anzupassen.
 
E

ExitUser

Gast
Das betrifft nicht nur die Kenntnisse in Geschichte. Als Mitglied der Jugend- und Ausbildungsvertretung habe ich 2010 das Auswahlverfahren der neuen Azubis begleitet. Eine Katastrophe. Wenn Realschüler die Grundrechenarten nicht beherrschen, kann man das auch nicht mehr mit überzogenen Ansprüchen der Ausbildungsbetriebe schön reden. Seitdem halte ich die Angabe aus Wirtschaftskreisen, dass etwa ein Viertel der Schulabgänger nicht ausbildungsfähig sei, für durchaus realistisch.

Gruß,
L.
Tja, wenn an der Bildung gespart wird, erntet man irgendwann das Ergebnis.

Und die Kinder von ärmeren Familien kriegen ja auch erst Hilfe bezahlt, wenn es um die Versetzung geht. Vorher wird es ihnen verweigert.

Und Erwerbslose, die für eine Tätigkeit eine Quali brauchen, werden mit Billigmist, den sie gar nicht brauchen (z.B. PC Grundkurs für Büroleute oder ITler), abgespeist.

Da du dieses System ja irre toll findest, solltest du aufhören, den Jugendlichen die Schuld zu geben.
 

Lecarior

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
18 Mai 2011
Beiträge
2.350
Bewertungen
600
Da du dieses System ja irre toll findest, solltest du aufhören, den Jugendlichen die Schuld zu geben.
Stimmt, die Probleme fangen früher an: Im Elternhaus. Mein Bruder studiert auf Lehramt und muss regelmäßig Praktika durchführen. Zuletzt war er an einer Grundschule. Seine Erfahrung liegt dahingehend, dass man als Lehrer jeden Tag Machtkämpfe mit den Kindern führen muss. Disziplin bekommen so einige von zu Hause nicht mehr mit und wenn man als Lehrkraft diese Verziehung ausgleichen will, kommen die Eltern an, was einem denn einfalle, das Kind zu maßregeln.

Und was die Lernförderung angeht, habe ich im letzten Jahr auch die tollsten Dinge erlebt. Mein Lieblingsfall: Zwei Kinder, 15 (Kind 1) und 13 Jahre (Kind 2) alt. Beide versetzungsgefährdet, beiden wird die Lernförderung bewilligt. Nach der ersten Stunde geht Kind 1 nicht mehr hin, Kind 2 nach der vierten Stunde. Wenn's nach mir gegangen wäre, hätte ich die Bewilligung nach § 48 SGB X aufgehoben. Mit dem Wehrmutstropfen, dass hier tatsächlich die Eltern nichts dafür konnten. Hier waren die Kinder selbst schuld. Überflüssig zu erwähnen, dass den Kindern in naher Zukunft keine Lernförderung mehr bewilligt wird.
 
E

ExitUser

Gast
Stimmt, die Probleme fangen früher an: Im Elternhaus. Mein Bruder studiert auf Lehramt und muss regelmäßig Praktika durchführen. Zuletzt war er an einer Grundschule. Seine Erfahrung liegt dahingehend, dass man als Lehrer jeden Tag Machtkämpfe mit den Kindern führen muss. Disziplin bekommen so einige von zu Hause nicht mehr mit und wenn man als Lehrkraft diese Verziehung ausgleichen will, kommen die Eltern an, was einem denn einfalle, das Kind zu maßregeln.

Was dann natürlich auf alle Eltern zutrifft. Ja ne iss klar. Aber nicht etwa auf z.B. unfähige Lehrer, die bestimmte Kinder bevorzugen und auf den Rest abfällig herabsehen. Das habe ich beobachten können bei einer Schule.

Und was die Lernförderung angeht, habe ich im letzten Jahr auch die tollsten Dinge erlebt. Mein Lieblingsfall: Zwei Kinder, 15 (Kind 1) und 13 Jahre (Kind 2) alt. Beide versetzungsgefährdet, beiden wird die Lernförderung bewilligt. Nach der ersten Stunde geht Kind 1 nicht mehr hin, Kind 2 nach der vierten Stunde. Wenn's nach mir gegangen wäre, hätte ich die Bewilligung nach § 48 SGB X aufgehoben. Mit dem Wehrmutstropfen, dass hier tatsächlich die Eltern nichts dafür konnten. Hier waren die Kinder selbst schuld. Überflüssig zu erwähnen, dass den Kindern in naher Zukunft keine Lernförderung mehr bewilligt wird.
Es gibt Kinder, die lernen aus ihren Fehlern und du hast bereits entschieden, ihnen die gesamte Zukunft zu verbauen.

Da die Lernförderungsgelder bescheiden sind, wurden die Kinder sicher auch zu Billig-Trägern abgeschoben, bei denen man von ausgehen kann, dass die den Kindern nichts bringen, weil dort schlecht bezahlte unfähige Leute sitzen.

Schon mal daran gedacht? Ach nee, in deiner kleinen Welt ist ja alles perfekt, was vom SB kommt. Sind nur die Elos, Kinder der Elos etc. schuld.
 

Lecarior

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
18 Mai 2011
Beiträge
2.350
Bewertungen
600
Was dann natürlich auf alle Eltern zutrifft. Ja ne iss klar. Aber nicht etwa auf z.B. unfähige Lehrer, die bestimmte Kinder bevorzugen und auf den Rest abfällig herabsehen. Das habe ich beobachten können bei einer Schule.
Und deswegen trifft das auf alle Lehrer zu?

Es gibt Kinder, die lernen aus ihren Fehlern und du hast bereits entschieden, ihnen die gesamte Zukunft zu verbauen.
Das haben sie selbst entschieden. Ich betrachte das immer im Vergleich zu solventen Haushalten: Würden Eltern, die die Lernförderung selbst bezahlen müssen, nochmal einen solchen Vertrag abschließen? Vielleicht wenn sie dem Kind vorher gehörig den Kopf waschen. Diese Möglichkeit hat der Leistungsträger nicht, der soll nur zahlen. Ohne glaubwürdige Hinweise darauf, dass es diesmal anders wird, gibt's keine Neuauflage. Allenfalls unter Hinweis darauf, dass sonst konsequent § 48 SGB X angewandt.

Da die Lernförderungsgelder bescheiden sind, wurden die Kinder sicher auch zu Billig-Trägern abgeschoben, bei denen man von ausgehen kann, dass die den Kindern nichts bringen, weil dort schlecht bezahlte unfähige Leute sitzen.
Ich merke, du hast keinerlei Ahnung von der Materie. Übernommen werden alle Gebühren in den ortsüblichen Sätzen (BT-Drucks. 17/3404, S. 105). Welcher Anbieter den Zuschlag bekommt, entscheiden die Eltern bzw. das Kind selbst. Voraussetzung ist lediglich, dass der Anbieter geeignet ist. Sowohl die Angemessenheit der Vergütung, als auch die Geeignetheit des Anbieters sind als unbestimmte Rechtsbegriffe voll gerichtlich überprüfbar.

Schon mal daran gedacht? Ach nee, in deiner kleinen Welt ist ja alles perfekt, was vom SB kommt. Sind nur die Elos, Kinder der Elos etc. schuld.
Nein, noch nicht daran gedacht, da auch - wie beschrieben - vollkommener Blödsinn.
 
E

ExitUser

Gast
Und deswegen trifft das auf alle Lehrer zu?

Hab ich nicht behauptet. Aber ebensowenig trifft das auf alle Eltern und alle Kinder zu.

Das haben sie selbst entschieden. Ich betrachte das immer im Vergleich zu solventen Haushalten: Würden Eltern, die die Lernförderung selbst bezahlen müssen, nochmal einen solchen Vertrag abschließen? Vielleicht wenn sie dem Kind vorher gehörig den Kopf waschen. Diese Möglichkeit hat der Leistungsträger nicht, der soll nur zahlen. Ohne glaubwürdige Hinweise darauf, dass es diesmal anders wird, gibt's keine Neuauflage. Allenfalls unter Hinweis darauf, dass sonst konsequent § 48 SGB X angewandt.

Ach Gottchen. Leistungsträger muss das und das tun... Also wirklich.

Ich merke, du hast keinerlei Ahnung von der Materie. Übernommen werden alle Gebühren in den ortsüblichen Sätzen (BT-Drucks. 17/3404, S. 105). Welcher Anbieter den Zuschlag bekommt, entscheiden die Eltern bzw. das Kind selbst. Voraussetzung ist lediglich, dass der Anbieter geeignet ist. Sowohl die Angemessenheit der Vergütung, als auch die Geeignetheit des Anbieters sind als unbestimmte Rechtsbegriffe voll gerichtlich überprüfbar.

Eben, in begrenzter Höhe. Aber richtig gute Nachhilfe Institute kosten leider sehr viel mehr, als das JC bezahlt und daher haben die Eltern auch nur eine begrenzte Auswahl. Hab schon einige Billiganbieter kennenlernen "dürfen". Das ist unter aller Sau. Aber natürlich werden die als geeignet angesehen, weil sie billig sind.

Und wenn das Kind nicht versetzungsgefährdet ist, kriegt es die nötige Nachhilfe, um sich zu verbessern und vielleicht von einer 4 auf eine 2 zu verbessern, erst gar nicht vom Amt bezahlt.


Nein, noch nicht daran gedacht, da auch - wie beschrieben - vollkommener Blödsinn.
Wenn man sich die Lügenpropaganda von Regierung, einschlägigen Medien und JC Mitarbeitern zu Gemüte führt, ist es leider kein Blödsinn, sondern traurige Realität.

Ich kenne einiger solcher Tests von Unternehmen und die sind schon teils echt heftig und gar nicht auf den oftmals schlecht bezahlten Beruf, den die Jugendlichen wählen wollen, abgestimmt. Was braucht z.B. ein Büromensch sowas hier:

Wenn Anna rote Schuhe trägt und Klaus blaue Socken, in welchem Verhältnis stehen dann die roten Schuhe zu den blauen Socken.
 

Vincet

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
26 Juni 2009
Beiträge
547
Bewertungen
65
Nicht nur Kinder auch Erwachsene haben Probleme selbst mit dem kleinen Einmaleins. Was ich schon alles miterlebt habe, Jungejunge. Und Kenntnisse in anderen Bereichen sind auch katastrophal.
Rechtschreibung und Grammatik scheint auch nicht mehr so wichtig zu sein. Mittlerweile entdecke ich in jedem Amtsschreiben Rechtschreib- und Grammatikfehler (man sieht sofort, wann ein Standardtext verwendet wurde und wann der Beamte selbst Hand angelegt hat).
Ich durfte miterleben, wie Büroleute, die kaufmännisch ausgebildet sind und schon jahrelang am Computer arbeiten, immer noch Probleme mit dem Computer haben. Einfachste Sachen muss man immer wieder erklären.
Mir scheint es oft so, dass man eine Ausbildung macht und mehr als die Hälfte irgendwann vergisst, weil man ja sowieso nicht alles wissen muss und andere Menschen ja immer aushelfen können.

Diktatur - Demokratie: Auf EU-Ebene sehen wir doch schon, dass zwar Demokratie vorgegaukelt wird, aber in Wirklichkeit schon diktatorische Elemente zu erkennen sind. Da werden Volksentscheide wiederholt, weil das Ergebnis nicht passt. Da werden Technokraten in andere Länder eingesetzt komplett ohne eine Wahl. Da werden am laufenden Band verfassungswidrige Gesetze verabschiedet. Da wird Propaganda betrieben im "Staatsfernsehen" ganz wie in einer lupenreinen Diktatur. Da werden gewisse Parteien und deren Parteiangehörige von allen Medien unisono stigmatisiert ; sie werden überwacht, weil sie angeblich gegen das Grundgesetz verstoßen, obwohl das nicht stimmt. Die NSU wütet in Deutschland, obwohl doch der Verfassungsschutz genug V-Leute im rechtsradikalen Milieu infiltriert hat. Es wird alles, was links ist, dämonisiert und die eigene neoliberale Politik als alternativlos hingestellt (nur in Diktaturen gibt es keine Alternativen).
Also ehrlich, wie soll ein Kind da noch einen Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur sehen können?

Und außerdem, wenn man sich tatsächlich mit dem Aufkommen der Nazis in den 20er und 30er beschäftigt, wird man zahlreiche Parallelen zu heute feststellen. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass man diese Zeit in die Vergessenheit verabschieden will. In Spielen und Comics verbannt man alles, was mit Nationalsozialismus zu tun hat. Ja, diese Spiele, die ich hier meine, sind gewalttätig, aber die komplette deutsche Geschichte so zu verfälschen, halte ich für falsch. Da werden in Cut-Scenes sogar Namen verändert. Kein Adolf Hitler führt Krieg gegen die Alliierten; und Nazis dürfen sie auch nicht genannt werden.
Vielleicht bin ich da eine Ausnahme, aber wenn ich in Filmen, Büchern, Spielen oder anderen Medien von Dingen höre, die ich nicht kenne, informiere ich mich darüber. Da lese ich im Internet nach, ich studiere Bücher über diese Themen oder schaue Dokumentationen. Nur als Beispiel, nachdem ich den Film "Bonnie und Clyde" geschaut habe, habe ich mich ausführlich über das Gaunerpärchen informiert, weil mich nicht bloß der reine Film interessiert sondern auch, wie nah der Film an der Wirklichkeit dran ist, wie die Zeit damals war und weil ich einfach neugierig bin.
Wie will man aber Kinder und Teens neugierig machen, wenn man alles, was auf die Nazi-Zeit hindeutet, aus Spielen und Comics verbannt, welche die Kinder doch sowieso spielen, selbst wenn sie nicht für sie geeignet sind?

Ich empfinde daher diese Aussagen als bloße Heuchelei.
 
T

teddybear

Gast
Welcher Anbieter den Zuschlag bekommt, entscheiden die Eltern bzw. das Kind selbst. Voraussetzung ist lediglich, dass der Anbieter geeignet ist. Sowohl die Angemessenheit der Vergütung, als auch die Geeignetheit des Anbieters sind als unbestimmte Rechtsbegriffe voll gerichtlich überprüfbar.
Und genau hier kommt mal wieder voll der Unterschlagungsgedanke zum Einsatz, weil der Leistungsträger zum einen nicht mitteilt wer geeignet ist weil er selbst keinen geeigneten Träger kennt und, wenn man es wagte selbst was geeignet zu finden, die Kosten mit der Begründung nach Untätigkeitsklage abgelehnt werden, dass das, was man sich da suchte, ja angeblich nicht geeignet wäre! Genauso eine verwerfliche Praxis wendet man auch bei §28 Abs. 7 an! :icon_kotz:

Die Realität zur Inanspruchnahme zu den Bedarfsleistungen der Kinder aus dem "Bildungspaket" sieht doch so aus, dass diese Bedarfsleistungen aufgrund der Bedingungen doch meist gar nicht in Anspruch genommen werden können. Oftmals scheitet auch schon die Inanspruchnahme nur allein daran, dass der Leistungsträger hier überhaupt nicht im Vorfeld aufklärt, wie denn die Kinder genau an diese Leistungen herankommen sollen?

Offenbar hat man daher auch in §28 SGB II ganz bewusst nicht auf §29 SGB II zur Erbringung der Leistungen für Bildung und Teilhabe verweisen. Denn dann könnte man ja sogar als Nichtjurist sehr schnell feststellen, was für ein verfassungswidriger Misst §28 i.V.m. §29 SGB II doch in Wahrheit ist! Egal bis das BVerfG das feststellen muss, sind wieder Jahre vergangen und wir konnten den bedürftigen Kindern die Bedarfsleistungen unterschlagen. Juhu Frau Ursula!

Zudem sparen wir – die Diktatur - uns auch noch dahingehend für die Finanzmärkte gesund, weil wir ja die theoretisch zu gewährenden Bedarfsleistungen der Kinder auch noch aus den Regelsätzen dieser herausgestrichen haben, damit Papi und Mami die Kohle nicht etwa versaufen , verrauchen oder für Drogen,- oder für monatelange Urlaube in Florida, -oder für einen Hubschrauber, - oder eine Villa am Tegernsee, - oder einem Bentley, - oder mehre Rennpferde, - oder gar für Prostituierte bzw. Callboys, - oder für mehrere Kroko Schuhe und Handtaschen ausgeben. :icon_party:

Man muss schon mächtig was an der Waffel haben, um die abartige Praxis des "Gestzgebers" zur Leistungsunterschlagung gegenüber den bedürftigen Kindern, hier nicht durchschauen zu können!
 

pinguin

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
22 September 2008
Beiträge
4.119
Bewertungen
804
Erkennt doch mal Zusammenhänge und Kreisläufe.

Nicht genügend gebildete Schüler werden später Lehrkräfte; glaubt jemand, daß diese genügend gebildet sind, um ihrerseits andere Schüler kompetent bilden zu können?

Wenn es an der Bildung hapert, geht das doch über Generationen hinweg und liegt an allen; an den Eltern, an den Schülern, an den Lehrkräften, an den Firmen, etc. jeder, der mit Bildung anderer Mitmenschen zu tun hat, steht hier direkt in der Verantwortung, wenn er nicht gewillt ist, sowohl Zeit als auch Mittel einzubringen.

@Teelicht
Dein sog. Turboabi kann ja nun wohl so gar nicht Grund sein; das 12 Jahres Abi war bei uns im Osten die Regel. Allerdings bekamen auch die Lehrkräfte regelmäßige Schulungen; die Schüler durften Schüler sein, die Betriebe hatten sich nahezu alle in die Ausbildung integriert, sei es dadurch, daß Schüler Betriebe besichtigen durften, sei es dadurch, daß Schüler via Ferienarbeit in den Betrieben selber kurzzeitig tätig waren.

Und, übrigens, kein Schüler oder Student war genötigt, nebenbei Jobben gehen zu müssen, um letztlich was zu futtern zu haben, denn das hindert ihn wieder am Studieren bzw. Lernen etc.

Denkt mal an Eure eigene Jugend zurück.
 
E

ExitUser

Gast
@Teelicht
Dein sog. Turboabi kann ja nun wohl so gar nicht Grund sein; das 12 Jahres Abi war bei uns im Osten die Regel.
Es liegt ja auch nicht an den 12 Jahren sondern das der Lehrplan nicht abgespeckt wurde.
Wir in Deutschland haben den Dicksten Lehrplan der Welt .
Wie das damals im Osten war weiß ich nicht ...aber ich nehme an eurer Lehrplan war auch an den 12 Jahren angepasst .
 
E

ExitUser

Gast
Man muss schon mächtig was an der Waffel haben, um die abartige Praxis des "Gestzgebers" zur Leistungsunterschlagung gegenüber den bedürftigen Kindern, hier nicht durchschauen zu können!
Und die wirklich guten Bildungseinrichtungen werden vom Amt abgelehnt, weil sie zu gut und zu teuer sind. Wo kämen wir denn dahin, wenn Alg II Kinder eine vernünftige Bildung bekommen würden.
 
T

teddybear

Gast
Wenn es an der Bildung hapert, geht das doch über Generationen hinweg und liegt an allen; an den Eltern, an den Schülern, an den Lehrkräften, an den Firmen, etc. jeder, der mit Bildung anderer Mitmenschen zu tun hat, steht hier direkt in der Verantwortung, wenn er nicht gewillt ist, sowohl Zeit als auch Mittel einzubringen.
.
Na ob es an den Eltern hier liegt bezweifle ich mal! Man schickt seine Kinder in die Schule damit die dort was lernen. Wäre dem nicht so, könnte man auf die Schulpflicht ja verzichten! Und extra Bildung kostet auch extra Geld, welches die Eltern oft und immer mehr nicht haben!

Aber egal, mit einer guten Bewerbungstrainingsmaßnahme vom Jobcenter bekommt nach deren Auffassung ja in jedem einen Job.

Insbesondere werden ja auch von den ZAFs genügend Dummbrote gesucht, die als Qualifikation ja nur zwei gesunder Hände und einem leeren Kopf bedürfen. Also ist die Welt doch in Ordnung! :icon_party:


Und bedarf es doch mal der Intelligenz, so holt man sich halt einen billigen Polen zum arbeiten hierher! Man muss sich ja nicht nur die billigeren Dummbrote aus Osteuropa über das Entsendegesetz legal zum arbeiten nach Deutschland holen! Es kann auch ruhig einmal ein intelligenter Billiglöhner hierher kommen!
 
E

ExitUser

Gast
Ich bin kein Lehrer, ich habe aber viele Bekannte + Freunde in diesem Beruf.

Deren Konsenz ist: In der Regel kommt kein Kind mehr ohne Nachhilfe aus, denn das ist den Umständen des Schulsystems geschuldet!

Meist wird dies auch rechtzeitig von den Eltern + Lehrern erkannt. Wird es nicht erkannt, oder aus anderen Gründen verzögert erkannt, dann benötigt das Kind sehr lange um diese Lücken aufzuholen!

Gründe sind vielfältiger Natur, alle sind sich aber darüber klar, dass der Hauptgrund im Schulsystem selbst liegt, resp. Bürokratismus, lange Wege, also im Grunde auch ein organisatorisches Problem.

Das Bildungssystem hier liegt am Boden und muß dringend erneuert werden. In Skandinavien wird gezeigt wie!

Ganz schlecht schneiden dabei aber wieder Kinder von Eltern ab, die HIV beziehen, denn die Anträge werden nicht zeitnah bearbeitet und die Mittel sind so bemessen, dass eine intensive Nachhilfe auf hohem Niveau zur Unmöglichkeit wird!
 
Oben Unten