Bielefelder Gewaltforscher Heitmeyer geht und warnt

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wolliohne

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:Der Kämpfer gegen die Menschenfeindlichkeit geht

Von Dominik Reinle
Rechtsextremismus, Jugendgewalt, soziale Ursachen – wo andere gerne wegschauen, guckt der Sozialwissenschaftler Wilhelm Heitmeyer ganz genau hin. Am Dienstag (09.04.2013) hat der wohl bekannteste Konfliktforscher Deutschlands die Leitung seines Bielefelder Instituts abgegeben.

Bild 1 vergrößern Nur noch ein paar Ordner: Nach 30 Jahren räumt Wilhelm Heitmeyer sein Uni-Zimmer
Sein Arbeitseinsatz ist enorm: "In den letzten zehn Jahren habe ich so gut wie keinen Sommerurlaub gehabt", sagt Professor Wilhelm Heitmeyer. An der Universität Bielefeld leitete er mehr als eineinhalb Jahrzehnte das "Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung" (IKG). "Ich hab immer gearbeitet, jeden Tag, von morgens um acht bis in den frühen Abend hinein." Mit bald 68 Jahren hat Heitmeyer nun die Pensionsgrenze erreicht. Am Dienstag hat sein Nachfolger Andreas Zick den Chefposten übernommen.
Zur Person



Heitmeyer hinterlässt ein international renommiertes Institut, das er initiiert und aufgebaut hat. Er gilt als Pionier der Konfliktforschung, die in Bielefeld mittlerweile von 26 Wissenschaftlern fachübergreifend betrieben wird. Das Team besteht aus Soziologen, Psychologen, Pädagogen, Historikern und Politologen. Angefangen hat Heitmeyer ganz allein: "Als Einzelkämpfer im Unibereich neue Strukturen schaffen, das ist schon richtig harte Arbeit."

Widerstände gegen Institutsgründung


Aber öffentliche Auseinandersetzungen scheue er nicht mehr: "Wenn es um die Sache geht, dann gehe ich jede Menge Konflikte ein." Und das soll auch in Zukunft so bleiben. Heitmeyer, der 2012 mit dem Göttinger Friedenspreis ausgezeichnet wurde, will weiter arbeiten - er hat unter anderem ein Angebot einer anderen deutschen Uni. Seine Forschungsfrage steht schon fest: "Kehren gewalttätige soziale Unruhen in die modernen Gesellschaften zurück?" Griechenland, Zypern und Spanien könnten Vorboten dafür sein. "Das ist ein Thema, das möglicherweise auf uns zukommt."
Bielefelder Gewaltforscher Heitmeyer - Panorama - WDR.de
 
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