BGE: Götz Werner wird immer radikaler!

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Perestroika

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Götz Werner wird immer "radikaler"!

https://www.taz.de/pt/2006/11/27/a0146.1/text


Offenkundig hat er in den letzten zwei Jahren durch seine Vorträge und vieles andere etwas von der Praxis mitbekommen, insbesondere von der üblen Hartz4-Praxis.

Und einen "feinen" Humor hat er:
Wenn sich jemand um seine Kinder kümmert, dann ist er für die Gesellschaft doch viel wertvoller, als wenn er in einer Fabrik Deckel auf die Flaschen dreht.
Interessant, weil Götz Werner auch nach dem Inhalt der Arbeit fragt. Das ist in er heutigen Zeit recht selten. Es geht nach wie vor um "Arbeitsplätze" als solche. Völlig gleichgültig was eigentlich gearbeitet wird, Hauptsache der Lohn/das Gehalt stimmt und es werden Sozialpflichtige Leistungen (und Kirchensteuern) abgeführt.


Wirklich ein erstaunliches Interview!


fröhliche nach Mitternachtsgrüße
Perestroika
 

Marcel

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Hallo Perestroika,

ich finde es wirklich gut, dass immer mehr an die Öffentlichkeit gehen:

Bedingungsloses Grundeinkommen für alle !

Aber ob sein Modell gewinnen wird, bezweifle ich.

Ich persönlich glaube, falls, wenn, überhaupt ...

dann wird es eher ein Misch-Masch-Modell (bunter Mix)
aus den bisher bekannten bzw. vorgestellten Modellen.

In erster Linie geht es wohl auch mehr darum,
die Wirtschaft wieder anzukurbeln.

Ein Bedingungsloses Grundeinkommen fördert natürlich auch die Umsätze !

Und das funktioniert nur, wenn die Bürger auch Geld in der Tasche haben.

Mit der Anthroposophie möchte ich mich hier nicht auseinandersetzen,
also was ihn da noch so dazu bewegt haben könnte ...

Was zum Nachdenken:

Selbst in den Parteien, und zwar von ganz links bis rechts, findet das bedingungslose Grundeinkommen bereits Anhänger. Warum ist das so?

Weil es gleichzeitig die radikalste Form des Sozialismus und die radikalste Form des Kapitalismus ist. Nach einem meiner Vorträge schrieb mir ein Zuhörer: "Ihr Grundeinkommensmodell hat mein sozialistisches Herz mit meinem neoliberalen Verstand versöhnt."
Ich persönlich finde es gut, dass alle Menschen - alle Armen - damit erreicht werden würden.
 

Perestroika

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moin Marcel!

Werner ist Geschäftsmann, er hat nach und nach "seine" Drogerien (1700 Stück) aufgebaut. Da kann man wohl von ausgehen, daß er eine Art "Realist" sein wird.
Wenn er mit realistischen 300€ BGE und keiner weiteren Idee spazieren gehen würde, hätte sich kaum jemand dafür interessiert.

Es ist auch klar, in einer Welt in der Arbeit als was ganz schreckliches gilt, wo nur die Kohle interessiert, mit dem anderen Extrem aufzuwarten. Das schockt so manchen und rüttelt ihn wach, stellt nicht selten die Interviewer blos. Wie diesen taz-Deppen, der einen bombastischen politischen Anspruch im Kopf hat, sich aber sicherlich ausschließlich für die Kohle interessiert, die ihm am Monatsende gutgeschrieben wird.

Werner ist Realist, d.h. ihm geht es um die ersten praktischen Schritte, die eben zwangsläufig in Richtung "seiner" Utopie zeigen. Er spricht diese Utopie frei und locker aus. Guck mal unsre Linken, ob die eigentlich noch eine Utopie haben. Ich sehe keine. Nur wirres Gestammel.
Die "marxistischen" (?) BGE-Gegner sind dabei noch die allerschärfsten, da sie sich wie die Aale winden um die Parole:
Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen! *)
Genau das ist es ja was Werner (und einige andere) aussprechen, ohne diese Worte direkt zu wählen, oder gar zu ahnen, daß dies ja mal die Utopie unsrer revolutionären Vorfahren war.
Stattdessen predigen gerade diese pseudomarxistischen Pfaffen, daß Arbeit sein muß und sich niemand drücken darf, den übelsten Spießerscheiß!


Morgengrüße
Perestroika

----------------------
*)
In einer höheren Phase der kommunistischen Gesellschaft, nachdem die knechtende Unterordnung der Individuen unter die Teilung der Arbeit, damit auch der Gegensatz geistiger und körperlicher Arbeit verschwunden ist; nachdem die Arbeit nicht nur Mittel zum Leben, sondern selbst das erste Lebensbedürfnis geworden; nachdem mit der allseitigen Entwicklung der Individuen auch ihre Produktivkräfte gewachsen und alle Springquellen des genossenschaftlichen Reichtums voller fließen - erst dann kann der (damalige!) enge bürgerliche Rechtshorizont ganz überschritten werden und die Gesellschaft auf ihre Fahne schreiben: Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!

Aus: Karl Marx (1818-1883): Kritik des Gothaer Programms. (1875)
 

dickpi

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Götz Werner ließ in der heutigen ZDF-Sendung, Nachtstudio,
die Katze aus dem Sack!
Beispiel wörtlich: bei Einkommen 2500€ und einem Bürgergeld von 1000€,
werden die 1000€, von dem Einkommen 2500€, abgezogen.
Verbleiben also nur noch 1500€ von dem Einkommen, und der Arbeitgeber
hat 1000€ gespart,prima!!!

Götz Werner, ist meiner Meinung nach, ein Pharisäer!
https://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,1872,5386775,00.html
 

wolfgang52

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Hallo dickpi,
Götz Werner ließ in der heutigen ZDF-Sendung, Nachtstudio,
die Katze aus dem Sack!
Beispiel wörtlich: bei Einkommen 2500€ und einem Bürgergeld von 1000€,
werden die 1000€, von dem Einkommen 2500€, abgezogen.
Verbleiben also nur noch 1500€ von dem Einkommen, und der Arbeitgeber
hat 1000€ gespart,prima!!!

Götz Werner, ist meiner Meinung nach, ein Pharisäer!
https://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,1872,5386775,00.html
irgenwie hast Du den Gedanken Grundeinkommen noch nicht richtig zu Ende gedacht.
Wenn ich ein Grundeinkommen beziehe (von dem ich schon mal überleben könnte) dann muß ich für das Rasenmähen beim Nachbarn doch nicht 10 Euro die Stunde verlangen, dann genügen auch 2 Euro die Stunde als Anerkennung der Leistung.
Das war Nummer Eins.
Nummer Zwei ist:
Alle Kosten der Unternehmer (Arbeitgeber) schlagen sich auf den Preis des Endproduktes nieder, wenn also Lohnkosten drastisch sinken werden auch Preise für das Endprodukt sinken.

Ist jedenfalls meine Überzeugung.
 

ofra

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ja, wenn die profitgier der unternehmer sich in grenzen hält ...
 
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das ist das eigentliche Problem am Grundeinkommen, diese grenzenlose Profitgier,
alle anderen Probleme scheinen mir lösbar zu sein.
... eben nicht nur das Problem am Grundeinkommen, sondern am gesamten aktuellen Gesellschaftssystem. Die Propaganda der Wirtschaft und ihrer Knechte, der Medien und Politiker, haben da ganze Arbeit geleistet.

Letztendlich sind wir alle mehr oder weniger von "Profitgier" betroffen. Schau Dir nur mal all die glücklichen Aktionäre an. Sobald ein Unternehmen an die Börse geht, geht´s nur noch um Shareholder Value, die Befriedigung der Aktionäre. Alles andere (Löhne, Arbeitsbedingungen etc.) wird von dem Zeitpunkt an dem Willen der Aktionäre untergeordnet.

Wir alle - zumindest die, die ihr Geld in Aktien oder sonstwie gewinnträchtig anlegen - tragen mit dazu bei, dass die Profitgier bleibt.
 

Syndrom

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Gute Idee der Profiteure!

Es ist doch klar, dass Durch ein bedingungsloses Grundeinkommen eine Lawine ausgelöst würde.
Nur als Gedankenanstoß sei mal erwähnt, was z.B. mit den Mieten passieren würde, wenn jeder "genügend" Geld zur Verfügung hätte.

Anders als so mancher Forist hier, sehe ich hier einen gewaltigen Preisanstieg auf uns zukommen, der den Vorteil eines bedingungslosen Grundeinkommens wieder egalisieren würde. Es sei denn, man griffe massiv in die "freie Marktwirtschaft" ein und würde dies auf irgendeine Weise beeinflussen können.
Aber dazu müsste man einen Wirtschaftswissenschaftler (nur bitte nicht vom neoliberalen IFO-Institut) befragen...
 

wolfgang52

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Hallo Wölfin,

was Du schreibst ist gut und richtig, hier ging es aber um das Grundeinkommen.
Dieses wird einzig und allein daran scheitern und nicht, wie von sehr vielen gedacht, daran daß niemand mehr arbeiten will.
(Dafür sorgt die Profitgier dann auch daß die meisten arbeiten wollen weil sie den Hals nicht voll genug kriegen.)
 

wolfgang52

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Hi Syndrom,

richtig, aber alles was Du anführst zähle ich unter "Profitgier".
Ist Dir eigendlich klar wie nahe wir dem Kommunismus sein müssten um ein solches Grundeinkommen einzuführen?
Solange jeder mehr haben muß als er auch verbrauchen kann, solange ist an ein vernünftiges Leben auf der Erde nicht zu denken, glaub's oder glaub's nicht.
 

Syndrom

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Hi Syndrom,

richtig, aber alles was Du anführst zähle ich unter "Profitgier".
Ist Dir eigendlich klar wie nahe wir dem Kommunismus sein müssten um ein solches Grundeinkommen einzuführen?
Solange jeder mehr haben muß als er auch verbrauchen kann, solange ist an ein vernünftiges Leben auf der Erde nicht zu denken, glaub's oder glaub's nicht.
Danke für Deinen Hinweis. Selbstverständlich sind alle Systeme in denen "alle gleich" gemacht werden sollen, eine Illusion.
Denn es gibt immer Leute, die mehr haben wollen.
Mehr Geld, mehr Erfolg, mehr Macht, mehr Land, mehr Schönheit, mehr Stil, mehr Niveau, Mehr Bildung... usw.
 

dickpi

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Hallo dickpi,

irgenwie hast Du den Gedanken Grundeinkommen noch nicht richtig zu Ende gedacht.
Wenn ich ein Grundeinkommen beziehe (von dem ich schon mal überleben könnte) dann muß ich für das Rasenmähen beim Nachbarn doch nicht 10 Euro die Stunde verlangen, dann genügen auch 2 Euro die Stunde als Anerkennung der Leistung.
Das war Nummer Eins.
Nummer Zwei ist:
Alle Kosten der Unternehmer (Arbeitgeber) schlagen sich auf den Preis des Endproduktes nieder, wenn also Lohnkosten drastisch sinken werden auch Preise für das Endprodukt sinken.

Ist jedenfalls meine Überzeugung.
Hallo,
die Preise für die Produkte werden drastisch steigen, da die Mehrwertsteuer,laut Werner´s Modell,
auf ca. 50% erhöht werden soll!
Dem Unternehmer fallen keine höheren Kosten an, der gibt die MwSt ja
an den Endverbraucher weiter!
MwSt sind kostenneutral!
Viele Grüße
 

wolfgang52

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Siehste dickpi,

Hallo,
die Preise für die Produkte werden drastisch steigen, da die Mehrwertsteuer,laut Werner´s Modell,
auf ca. 50% erhöht werden soll!
Dem Unternehmer fallen keine höheren Kosten an, der gibt die MwSt ja
an den Endverbraucher weiter!
MwSt sind kostenneutral!
Viele Grüße
genau da biste nicht richtig informiert.
In den Preis des Endprduktes gehen alle Ausgaben ein die der Unternehmer hat, auch die Lohnkosten und die tausend veschiedenen Steuern und sogar die Privatentnahme des Unternehmers.
Faktisch zahlen Unternehmer keine Steuern, die sind im Preis der Produkte enthalten - sagt Götz Werner.
So - alle diese tausend Steuern fallen weg und es gibt nur noch die Konsumsteuer.
Damit sinkt der Preis der Prudukte soweit das sich, im schlimmsten Falle, die Preisenkung und die erhobene Mehrwertsteuer gegenseitig neutralisieren - sagt Götz Werner und ich traue ihm dieses Wissen durchaus zu.
 

dickpi

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Siehste dickpi,


genau da biste nicht richtig informiert.
In den Preis des Endprduktes gehen alle Ausgaben ein die der Unternehmer hat, auch die Lohnkosten und die tausend veschiedenen Steuern und sogar die Privatentnahme des Unternehmers.
Faktisch zahlen Unternehmer keine Steuern, die sind im Preis der Produkte enthalten - sagt Götz Werner.
So - alle diese tausend Steuern fallen weg und es gibt nur noch die Konsumsteuer.
Damit sinkt der Preis der Prudukte soweit das sich, im schlimmsten Falle, die Preisenkung und die erhobene Mehrwertsteuer gegenseitig neutralisieren - sagt Götz Werner und ich traue ihm dieses Wissen durchaus zu.
Der Endverbraucher, also Du und Ich, zahlen doch die Zeche!
Bei einer Umsatzsteuer von 50%,werden die Produkte doch teurer!?! Oder?
https://www.keine-mehrwertsteuer-erhoehung.de/category/allgemein/wesen-der-umsatzsteuer/
 
E

ExitUser

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Hallo Wölfin,

was Du schreibst ist gut und richtig, hier ging es aber um das Grundeinkommen.
Dieses wird einzig und allein daran scheitern und nicht, wie von sehr vielen gedacht, daran daß niemand mehr arbeiten will.
(Dafür sorgt die Profitgier dann auch daß die meisten arbeiten wollen weil sie den Hals nicht voll genug kriegen.)
Hallo Wolfgang,

ja, ich wollte Dir mit meinem Beitrag ja auch beipflichten. Und ebenso sehe ich es auch so wie Du, dass die meisten Menschen wohl immer arbeiten wollen werden. Dies allerdings nicht nur aus Profithier, sondern auch, weil die meisten nicht viel mit ihrer Zeit anzufangen wissen, das nichts mit Arbeit und Fremdsteuerung zu tun hat.

Profitgier und eine Ur-Angst vor Freiheit und Selbstverantwortung, das sind m.E. die Gründe, warum das Grundeinkommen niemals kommen wird.
 

wolfgang52

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wolfgang52

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Hallo Wölfin,

ich denke daß die Sache mit dem Grundeinkommen funktionieren könnte, die Menschen müssten sich aber dazu von ihren jahrtausendalten Denkstruckturen verabschieden.
Solange jeder mehr haben will als er verbrauchen kann wird das nichts.
 
E

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ich denke daß die Sache mit dem Grundeinkommen funktionieren könnte, die Menschen müssten sich aber dazu von ihren jahrtausendalten Denkstruckturen verabschieden.
Solange jeder mehr haben will als er verbrauchen kann wird das nichts.
Geb Dir da völlig Recht, aber es diese Profitgier und der nicht notwendige Über-Verbrauch, den wir haben, das sind ja - wie der Zwang zu Arbeiten auch - nur Kompensationen dafür, dass das Leben - durch die erfolgreiche Gehirnwäsche - ansonsten für die meisten keinen gefühlten Sinn mehr hat.

Wie der zurückzuholen ist, das ist, für mich jedenfalls, die dringendste Frage, weil sie auch beinhaltet, wofür es sich zu leben lohnt und wie der Mensch erreichen kann, dass er (außerhalb des Profitmachens, des Konsumierens, des Besinnungslos-Fernsehens und des Besinnungslos-Arbeitens) sich Gefühle von Zugehörigkeit, Anerkennung, Selbstwirksamkeit, Sinn und Bedeutung beschaffen kann. Für mich geht das ganze tiefer als nur bis zum Grundeinkommen.
 

wolfgang52

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wolfgang52

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Hi Wölfin,
Geb Dir da völlig Recht, aber es diese Profitgier und der nicht notwendige Über-Verbrauch, den wir haben, das sind ja - wie der Zwang zu Arbeiten auch - nur Kompensationen dafür, dass das Leben - durch die erfolgreiche Gehirnwäsche - ansonsten für die meisten keinen gefühlten Sinn mehr hat.
offensichtlich ist es viel bequemer sich völlig verblöden zu lassen als für sich selbst den Sinn zu finden.

Wie der zurückzuholen ist, das ist, für mich jedenfalls, die dringendste Frage, weil sie auch beinhaltet, wofür es sich zu leben lohnt und wie der Mensch erreichen kann, dass er (außerhalb des Profitmachens, des Konsumierens, des Besinnungslos-Fernsehens und des Besinnungslos-Arbeitens) sich Gefühle von Zugehörigkeit, Anerkennung, Selbstwirksamkeit, Sinn und Bedeutung beschaffen kann. Für mich geht das ganze tiefer als nur bis zum Grundeinkommen.
Wenn ich so darüber nachdenke dann komme ich zu dem Schluß daß wir da schon den Zug verpasst haben.
Dazu muß, meiner Meinung nach, eine "Gegengehirnwäsche" durchgeführt werden und diese muß in der Erziehung im frühesten Kindesalter ansetzen.
Da müssen all die Werte, die vermittelt werden sollen, vorgelebt werden und dann im Kindergarten und in der Schule gefestigt werden.
Wie gesagt, vorleben muß man diese Werte.
Aber das mit dem "Vorleben" haben wir wohl alle schon verlernt bzw. wir leben den Kindern die falschen, weil egoistischen, Werte vor.

Dieses "Gespräch" könnten wir nun unendlich fortführen, wir sehen die Fehler die wir machen aber wir sind nicht in der Lage zu verhindern daß sie gemacht werden.
Warum? Weil wir nicht über unseren eigenen Schatten springen können/wollen?
Eher wohl "wollen" weil nicht über den eigenen Schatten springen ist ja viel bequemer.
Noch ist die Masse wohl nicht bereit die Bequemlichkeit aufzugeben und für eine bessere Welt zu kämpfen.
 

Hartzer Knaller

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Das Wernersche schon. Ist klar.
Aber egal wie man es nennt:
Kommt bzgl. seiner Sinnfälligkeit sicher aber auch auf die Höhe an, zu wessen Lasten dies alles geht bzw. mind. darauf wie das im europ.- sozialpol. Rahmen eingebunden wird.
Auch klar- Sozialnostalgie/utopie. Aber seis drum.
 

dickpi

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Das eingesparte Geld, müßten die Arbeitgeber wieder zurückzahlen!
Doch bei Unserer neoliberalen Regierung,
kann man dies wohl ausschließen!
 
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