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BGE: Götz Werner wird immer radikaler!

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Perestroika

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#1
Götz Werner wird immer "radikaler"!

http://www.taz.de/pt/2006/11/27/a0146.1/text


Offenkundig hat er in den letzten zwei Jahren durch seine Vorträge und vieles andere etwas von der Praxis mitbekommen, insbesondere von der üblen Hartz4-Praxis.

Und einen "feinen" Humor hat er:
Wenn sich jemand um seine Kinder kümmert, dann ist er für die Gesellschaft doch viel wertvoller, als wenn er in einer Fabrik Deckel auf die Flaschen dreht.
Interessant, weil Götz Werner auch nach dem Inhalt der Arbeit fragt. Das ist in er heutigen Zeit recht selten. Es geht nach wie vor um "Arbeitsplätze" als solche. Völlig gleichgültig was eigentlich gearbeitet wird, Hauptsache der Lohn/das Gehalt stimmt und es werden Sozialpflichtige Leistungen (und Kirchensteuern) abgeführt.


Wirklich ein erstaunliches Interview!


fröhliche nach Mitternachtsgrüße
Perestroika
 

Marcel

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#2
Hallo Perestroika,

ich finde es wirklich gut, dass immer mehr an die Öffentlichkeit gehen:

Bedingungsloses Grundeinkommen für alle !

Aber ob sein Modell gewinnen wird, bezweifle ich.

Ich persönlich glaube, falls, wenn, überhaupt ...

dann wird es eher ein Misch-Masch-Modell (bunter Mix)
aus den bisher bekannten bzw. vorgestellten Modellen.

In erster Linie geht es wohl auch mehr darum,
die Wirtschaft wieder anzukurbeln.

Ein Bedingungsloses Grundeinkommen fördert natürlich auch die Umsätze !

Und das funktioniert nur, wenn die Bürger auch Geld in der Tasche haben.

Mit der Anthroposophie möchte ich mich hier nicht auseinandersetzen,
also was ihn da noch so dazu bewegt haben könnte ...

Was zum Nachdenken:

Selbst in den Parteien, und zwar von ganz links bis rechts, findet das bedingungslose Grundeinkommen bereits Anhänger. Warum ist das so?

Weil es gleichzeitig die radikalste Form des Sozialismus und die radikalste Form des Kapitalismus ist. Nach einem meiner Vorträge schrieb mir ein Zuhörer: "Ihr Grundeinkommensmodell hat mein sozialistisches Herz mit meinem neoliberalen Verstand versöhnt."
Ich persönlich finde es gut, dass alle Menschen - alle Armen - damit erreicht werden würden.
 

Perestroika

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#3
moin Marcel!

Werner ist Geschäftsmann, er hat nach und nach "seine" Drogerien (1700 Stück) aufgebaut. Da kann man wohl von ausgehen, daß er eine Art "Realist" sein wird.
Wenn er mit realistischen 300€ BGE und keiner weiteren Idee spazieren gehen würde, hätte sich kaum jemand dafür interessiert.

Es ist auch klar, in einer Welt in der Arbeit als was ganz schreckliches gilt, wo nur die Kohle interessiert, mit dem anderen Extrem aufzuwarten. Das schockt so manchen und rüttelt ihn wach, stellt nicht selten die Interviewer blos. Wie diesen taz-Deppen, der einen bombastischen politischen Anspruch im Kopf hat, sich aber sicherlich ausschließlich für die Kohle interessiert, die ihm am Monatsende gutgeschrieben wird.

Werner ist Realist, d.h. ihm geht es um die ersten praktischen Schritte, die eben zwangsläufig in Richtung "seiner" Utopie zeigen. Er spricht diese Utopie frei und locker aus. Guck mal unsre Linken, ob die eigentlich noch eine Utopie haben. Ich sehe keine. Nur wirres Gestammel.
Die "marxistischen" (?) BGE-Gegner sind dabei noch die allerschärfsten, da sie sich wie die Aale winden um die Parole:
Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen! *)
Genau das ist es ja was Werner (und einige andere) aussprechen, ohne diese Worte direkt zu wählen, oder gar zu ahnen, daß dies ja mal die Utopie unsrer revolutionären Vorfahren war.
Stattdessen predigen gerade diese pseudomarxistischen Pfaffen, daß Arbeit sein muß und sich niemand drücken darf, den übelsten Spießerscheiß!


Morgengrüße
Perestroika

----------------------
*)
In einer höheren Phase der kommunistischen Gesellschaft, nachdem die knechtende Unterordnung der Individuen unter die Teilung der Arbeit, damit auch der Gegensatz geistiger und körperlicher Arbeit verschwunden ist; nachdem die Arbeit nicht nur Mittel zum Leben, sondern selbst das erste Lebensbedürfnis geworden; nachdem mit der allseitigen Entwicklung der Individuen auch ihre Produktivkräfte gewachsen und alle Springquellen des genossenschaftlichen Reichtums voller fließen - erst dann kann der (damalige!) enge bürgerliche Rechtshorizont ganz überschritten werden und die Gesellschaft auf ihre Fahne schreiben: Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!

Aus: Karl Marx (1818-1883): Kritik des Gothaer Programms. (1875)
 

dickpi

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#4
Götz Werner ließ in der heutigen ZDF-Sendung, Nachtstudio,
die Katze aus dem Sack!
Beispiel wörtlich: bei Einkommen 2500€ und einem Bürgergeld von 1000€,
werden die 1000€, von dem Einkommen 2500€, abgezogen.
Verbleiben also nur noch 1500€ von dem Einkommen, und der Arbeitgeber
hat 1000€ gespart,prima!!!

Götz Werner, ist meiner Meinung nach, ein Pharisäer!
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,1872,5386775,00.html
 

wolfgang52

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#5
Hallo dickpi,
Götz Werner ließ in der heutigen ZDF-Sendung, Nachtstudio,
die Katze aus dem Sack!
Beispiel wörtlich: bei Einkommen 2500€ und einem Bürgergeld von 1000€,
werden die 1000€, von dem Einkommen 2500€, abgezogen.
Verbleiben also nur noch 1500€ von dem Einkommen, und der Arbeitgeber
hat 1000€ gespart,prima!!!

Götz Werner, ist meiner Meinung nach, ein Pharisäer!
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,1872,5386775,00.html
irgenwie hast Du den Gedanken Grundeinkommen noch nicht richtig zu Ende gedacht.
Wenn ich ein Grundeinkommen beziehe (von dem ich schon mal überleben könnte) dann muß ich für das Rasenmähen beim Nachbarn doch nicht 10 Euro die Stunde verlangen, dann genügen auch 2 Euro die Stunde als Anerkennung der Leistung.
Das war Nummer Eins.
Nummer Zwei ist:
Alle Kosten der Unternehmer (Arbeitgeber) schlagen sich auf den Preis des Endproduktes nieder, wenn also Lohnkosten drastisch sinken werden auch Preise für das Endprodukt sinken.

Ist jedenfalls meine Überzeugung.
 

ofra

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#6
ja, wenn die profitgier der unternehmer sich in grenzen hält ...
 

wolfgang52

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#7
hallo ofra,
ja, wenn die profitgier der unternehmer sich in grenzen hält ...
das ist das eigentliche Problem am Grundeinkommen, diese grenzenlose Profitgier,
alle anderen Probleme scheinen mir lösbar zu sein.
 
E

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#8
das ist das eigentliche Problem am Grundeinkommen, diese grenzenlose Profitgier,
alle anderen Probleme scheinen mir lösbar zu sein.
... eben nicht nur das Problem am Grundeinkommen, sondern am gesamten aktuellen Gesellschaftssystem. Die Propaganda der Wirtschaft und ihrer Knechte, der Medien und Politiker, haben da ganze Arbeit geleistet.

Letztendlich sind wir alle mehr oder weniger von "Profitgier" betroffen. Schau Dir nur mal all die glücklichen Aktionäre an. Sobald ein Unternehmen an die Börse geht, geht´s nur noch um Shareholder Value, die Befriedigung der Aktionäre. Alles andere (Löhne, Arbeitsbedingungen etc.) wird von dem Zeitpunkt an dem Willen der Aktionäre untergeordnet.

Wir alle - zumindest die, die ihr Geld in Aktien oder sonstwie gewinnträchtig anlegen - tragen mit dazu bei, dass die Profitgier bleibt.
 

Syndrom

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#9
Gute Idee der Profiteure!

Es ist doch klar, dass Durch ein bedingungsloses Grundeinkommen eine Lawine ausgelöst würde.
Nur als Gedankenanstoß sei mal erwähnt, was z.B. mit den Mieten passieren würde, wenn jeder "genügend" Geld zur Verfügung hätte.

Anders als so mancher Forist hier, sehe ich hier einen gewaltigen Preisanstieg auf uns zukommen, der den Vorteil eines bedingungslosen Grundeinkommens wieder egalisieren würde. Es sei denn, man griffe massiv in die "freie Marktwirtschaft" ein und würde dies auf irgendeine Weise beeinflussen können.
Aber dazu müsste man einen Wirtschaftswissenschaftler (nur bitte nicht vom neoliberalen IFO-Institut) befragen...
 

wolfgang52

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#10
Hallo Wölfin,

was Du schreibst ist gut und richtig, hier ging es aber um das Grundeinkommen.
Dieses wird einzig und allein daran scheitern und nicht, wie von sehr vielen gedacht, daran daß niemand mehr arbeiten will.
(Dafür sorgt die Profitgier dann auch daß die meisten arbeiten wollen weil sie den Hals nicht voll genug kriegen.)
 

wolfgang52

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#11
Hi Syndrom,

richtig, aber alles was Du anführst zähle ich unter "Profitgier".
Ist Dir eigendlich klar wie nahe wir dem Kommunismus sein müssten um ein solches Grundeinkommen einzuführen?
Solange jeder mehr haben muß als er auch verbrauchen kann, solange ist an ein vernünftiges Leben auf der Erde nicht zu denken, glaub's oder glaub's nicht.
 

Syndrom

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#12
Hi Syndrom,

richtig, aber alles was Du anführst zähle ich unter "Profitgier".
Ist Dir eigendlich klar wie nahe wir dem Kommunismus sein müssten um ein solches Grundeinkommen einzuführen?
Solange jeder mehr haben muß als er auch verbrauchen kann, solange ist an ein vernünftiges Leben auf der Erde nicht zu denken, glaub's oder glaub's nicht.
Danke für Deinen Hinweis. Selbstverständlich sind alle Systeme in denen "alle gleich" gemacht werden sollen, eine Illusion.
Denn es gibt immer Leute, die mehr haben wollen.
Mehr Geld, mehr Erfolg, mehr Macht, mehr Land, mehr Schönheit, mehr Stil, mehr Niveau, Mehr Bildung... usw.
 

dickpi

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#13
Hallo dickpi,

irgenwie hast Du den Gedanken Grundeinkommen noch nicht richtig zu Ende gedacht.
Wenn ich ein Grundeinkommen beziehe (von dem ich schon mal überleben könnte) dann muß ich für das Rasenmähen beim Nachbarn doch nicht 10 Euro die Stunde verlangen, dann genügen auch 2 Euro die Stunde als Anerkennung der Leistung.
Das war Nummer Eins.
Nummer Zwei ist:
Alle Kosten der Unternehmer (Arbeitgeber) schlagen sich auf den Preis des Endproduktes nieder, wenn also Lohnkosten drastisch sinken werden auch Preise für das Endprodukt sinken.

Ist jedenfalls meine Überzeugung.
Hallo,
die Preise für die Produkte werden drastisch steigen, da die Mehrwertsteuer,laut Werner´s Modell,
auf ca. 50% erhöht werden soll!
Dem Unternehmer fallen keine höheren Kosten an, der gibt die MwSt ja
an den Endverbraucher weiter!
MwSt sind kostenneutral!
Viele Grüße
 

wolfgang52

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#14
Siehste dickpi,

Hallo,
die Preise für die Produkte werden drastisch steigen, da die Mehrwertsteuer,laut Werner´s Modell,
auf ca. 50% erhöht werden soll!
Dem Unternehmer fallen keine höheren Kosten an, der gibt die MwSt ja
an den Endverbraucher weiter!
MwSt sind kostenneutral!
Viele Grüße
genau da biste nicht richtig informiert.
In den Preis des Endprduktes gehen alle Ausgaben ein die der Unternehmer hat, auch die Lohnkosten und die tausend veschiedenen Steuern und sogar die Privatentnahme des Unternehmers.
Faktisch zahlen Unternehmer keine Steuern, die sind im Preis der Produkte enthalten - sagt Götz Werner.
So - alle diese tausend Steuern fallen weg und es gibt nur noch die Konsumsteuer.
Damit sinkt der Preis der Prudukte soweit das sich, im schlimmsten Falle, die Preisenkung und die erhobene Mehrwertsteuer gegenseitig neutralisieren - sagt Götz Werner und ich traue ihm dieses Wissen durchaus zu.
 

dickpi

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#15
Siehste dickpi,


genau da biste nicht richtig informiert.
In den Preis des Endprduktes gehen alle Ausgaben ein die der Unternehmer hat, auch die Lohnkosten und die tausend veschiedenen Steuern und sogar die Privatentnahme des Unternehmers.
Faktisch zahlen Unternehmer keine Steuern, die sind im Preis der Produkte enthalten - sagt Götz Werner.
So - alle diese tausend Steuern fallen weg und es gibt nur noch die Konsumsteuer.
Damit sinkt der Preis der Prudukte soweit das sich, im schlimmsten Falle, die Preisenkung und die erhobene Mehrwertsteuer gegenseitig neutralisieren - sagt Götz Werner und ich traue ihm dieses Wissen durchaus zu.
Der Endverbraucher, also Du und Ich, zahlen doch die Zeche!
Bei einer Umsatzsteuer von 50%,werden die Produkte doch teurer!?! Oder?
http://www.keine-mehrwertsteuer-erhoehung.de/category/allgemein/wesen-der-umsatzsteuer/
 
E

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#16
Hallo Wölfin,

was Du schreibst ist gut und richtig, hier ging es aber um das Grundeinkommen.
Dieses wird einzig und allein daran scheitern und nicht, wie von sehr vielen gedacht, daran daß niemand mehr arbeiten will.
(Dafür sorgt die Profitgier dann auch daß die meisten arbeiten wollen weil sie den Hals nicht voll genug kriegen.)
Hallo Wolfgang,

ja, ich wollte Dir mit meinem Beitrag ja auch beipflichten. Und ebenso sehe ich es auch so wie Du, dass die meisten Menschen wohl immer arbeiten wollen werden. Dies allerdings nicht nur aus Profithier, sondern auch, weil die meisten nicht viel mit ihrer Zeit anzufangen wissen, das nichts mit Arbeit und Fremdsteuerung zu tun hat.

Profitgier und eine Ur-Angst vor Freiheit und Selbstverantwortung, das sind m.E. die Gründe, warum das Grundeinkommen niemals kommen wird.
 

wolfgang52

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#18
Hallo Wölfin,

ich denke daß die Sache mit dem Grundeinkommen funktionieren könnte, die Menschen müssten sich aber dazu von ihren jahrtausendalten Denkstruckturen verabschieden.
Solange jeder mehr haben will als er verbrauchen kann wird das nichts.
 
E

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Gast
#20
ich denke daß die Sache mit dem Grundeinkommen funktionieren könnte, die Menschen müssten sich aber dazu von ihren jahrtausendalten Denkstruckturen verabschieden.
Solange jeder mehr haben will als er verbrauchen kann wird das nichts.
Geb Dir da völlig Recht, aber es diese Profitgier und der nicht notwendige Über-Verbrauch, den wir haben, das sind ja - wie der Zwang zu Arbeiten auch - nur Kompensationen dafür, dass das Leben - durch die erfolgreiche Gehirnwäsche - ansonsten für die meisten keinen gefühlten Sinn mehr hat.

Wie der zurückzuholen ist, das ist, für mich jedenfalls, die dringendste Frage, weil sie auch beinhaltet, wofür es sich zu leben lohnt und wie der Mensch erreichen kann, dass er (außerhalb des Profitmachens, des Konsumierens, des Besinnungslos-Fernsehens und des Besinnungslos-Arbeitens) sich Gefühle von Zugehörigkeit, Anerkennung, Selbstwirksamkeit, Sinn und Bedeutung beschaffen kann. Für mich geht das ganze tiefer als nur bis zum Grundeinkommen.
 

wolfgang52

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#21
Hi dickpi,
Wo sollen denn da tausend Steuern abgeschafft werden,wohl doch nur die
Einkommenssteuer!
http://de.wikipedia.org/wiki/Bürgergeld
so wie ich Götz Werner verstanden habe sollen ALLE Steuern abgeschafft werden.
Die Seite von Götz Werner gibt Dir darüber sicher mehr Auskunft als Wikipedia.
Schau mal rein, Götz Werner kann sein bGe viel besser erklären als ich. :biggrin:
 

wolfgang52

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#22
Hi Wölfin,
Geb Dir da völlig Recht, aber es diese Profitgier und der nicht notwendige Über-Verbrauch, den wir haben, das sind ja - wie der Zwang zu Arbeiten auch - nur Kompensationen dafür, dass das Leben - durch die erfolgreiche Gehirnwäsche - ansonsten für die meisten keinen gefühlten Sinn mehr hat.
offensichtlich ist es viel bequemer sich völlig verblöden zu lassen als für sich selbst den Sinn zu finden.

Wie der zurückzuholen ist, das ist, für mich jedenfalls, die dringendste Frage, weil sie auch beinhaltet, wofür es sich zu leben lohnt und wie der Mensch erreichen kann, dass er (außerhalb des Profitmachens, des Konsumierens, des Besinnungslos-Fernsehens und des Besinnungslos-Arbeitens) sich Gefühle von Zugehörigkeit, Anerkennung, Selbstwirksamkeit, Sinn und Bedeutung beschaffen kann. Für mich geht das ganze tiefer als nur bis zum Grundeinkommen.
Wenn ich so darüber nachdenke dann komme ich zu dem Schluß daß wir da schon den Zug verpasst haben.
Dazu muß, meiner Meinung nach, eine "Gegengehirnwäsche" durchgeführt werden und diese muß in der Erziehung im frühesten Kindesalter ansetzen.
Da müssen all die Werte, die vermittelt werden sollen, vorgelebt werden und dann im Kindergarten und in der Schule gefestigt werden.
Wie gesagt, vorleben muß man diese Werte.
Aber das mit dem "Vorleben" haben wir wohl alle schon verlernt bzw. wir leben den Kindern die falschen, weil egoistischen, Werte vor.

Dieses "Gespräch" könnten wir nun unendlich fortführen, wir sehen die Fehler die wir machen aber wir sind nicht in der Lage zu verhindern daß sie gemacht werden.
Warum? Weil wir nicht über unseren eigenen Schatten springen können/wollen?
Eher wohl "wollen" weil nicht über den eigenen Schatten springen ist ja viel bequemer.
Noch ist die Masse wohl nicht bereit die Bequemlichkeit aufzugeben und für eine bessere Welt zu kämpfen.
 
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#24
Das Wernersche schon. Ist klar.
Aber egal wie man es nennt:
Kommt bzgl. seiner Sinnfälligkeit sicher aber auch auf die Höhe an, zu wessen Lasten dies alles geht bzw. mind. darauf wie das im europ.- sozialpol. Rahmen eingebunden wird.
Auch klar- Sozialnostalgie/utopie. Aber seis drum.
 

dickpi

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#25
Das eingesparte Geld, müßten die Arbeitgeber wieder zurückzahlen!
Doch bei Unserer neoliberalen Regierung,
kann man dies wohl ausschließen!
 
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#26
Jo, leider.
Auch die Obergrenzen, vor allem relevante, für Managergehälter etc. und anderes mehr kann man wohl bis zum Klimatod ausschließen, um dieses Problem mal global zu regeln.
Aber Europa hätte eine kleine Chance, dort mal erste Schritte zu machen.
 
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#28
Zitat: "Das Märchen vom gerechten Staat (ARD)

1. Teil: Wie er uns mit Steuern abkassiert
2. Teil: Wie er uns mit Subventionen schmiert"

http://www.google.de/search?hl=de&q=Das+Märchen+vom+gerechten+Staat&btnG=Google-Suche&meta=

Ich persönlich halte ein richtiges echtes Grundeinkommen auch ohne Mehrwertsteuer-Erhöhung möglich.

Aber warum sollte man jeden Menschen 600 - 1000 (1500) Euro freiwillig geben ?

Zitat: "Macht und Wahn"

http://www.google.de/search?hl=de&q=Macht+und+Wahn&meta=

Die Mehrwertsteuer wird sich so oder so erhöhen (müssen?),
wenn sich nichts ändert und alles so bleibt wie es ist ?

Beispiel:

Was nutzen die subventionierten Löhne im Tagebau, wenn dadurch die Umwelt zerstört wird, z. B. große Riße in der Erde und Häusern, dann könnten sie mit ihrem Lohn oder einem Grundeinkommen auch zu Haus bleiben ? Der Import ist günstiger. Das kostet doch im Endeffekt mehr ? z. B. Schäden beheben und und und ?

Für mich klingt das nach """Beschäftigungs-Therapie""".

Siehe auch manche ABM, manche Kurse für Alg2-Empfänger.

Für die Gelder könnte man ebenso jedem ein Grundeinkommen zahlen und sich mehr auf die Pflege und Schulen (Bildung) konzentrieren ?

Man könnte eventuell sogar für jeden ein richtiges echtes Grundeinkommen zahlen und zusätzlich Bürgerarbeit bei freier Auswahl z. B. Pflege-Bereich mit zusätzlicher Bezahlung zum Grundeinkommen dazu ? einführen ? Wer Lust hat und mehr Geld braucht, der könnt dann dort arbeiten ??? Ist nur ein Beispiel.

Gruß Heike
 
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#29
Widersprüche wird es wohl immer geben.
Das ändert nichts daran, dass man Vorschläge für einen gerechteren Staat machen kann oder gravierende Widerspüche bzw. nationale u. weltweite soziale Ungerechtigkeiten mildern bzw. vllt. sogar ganz verhindern kann.

Da kann man jetzt eventuell bei Tausend Kleine Dinge einkaufen wie z.B. die Mehrwertsteuer.
Die ist u.U. in der heutigen Form überhaupt nicht relevant dafür.

Ich stell mir das sehr "einfach" vor.
Grund- u. Obergrenzen an Vermögen und Einkommen. Gestaffelte Einkommen, einfach mal pauschal- der Topverdienst ist 10 oder 20 oder 30 mal höher als das Grundeinkommen. Aber niemals 10000 mal mehr.
Alles was sonst erwirtschaftet wird, wird in Umwelt, Soziales u. Entwicklung etc. gesteckt.

Pers. Initiative behindernd, weil niemand mehr privat sinnlos zig Millionen umschaufeln kann?
Ich glaube nicht. Wenn jemand am obersten Vermögenslevel angekommen ist, kann er "faul" werden bzw. "ideenlos".
Da gibt es z.B. genug junge Wissenschaftler, die nachrücken und forschen wollen, ja sogar alte am obersten Vermögenslevel angekommene.
Vieles andere ist denkbar.

Utopie, Primitivität? Seis drum.
Was wichtiges vergessen, nicht bedacht? Was?
Nicht realisierbar? Warum?
 

Ü40

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#30
Machgeilheit des Kapitals

Es wird sich solange nichts ändern, solang es uns nicht gelingt, uns von den Einfluß der so genannten Oberen zu entziehen.
Das bedingslose Grundeinkommen, schafft die Grundlage, uns dem Einfluss der Oberen zu entziehen.
Die BRD hat mit ihrer Demokratie versagt. Sie ist eine indirekte Demokratie, in der die Lobyisten und das Großkapital, die Fäden ziehen.
Den Rest geben uns die Beamten. Vor alledem die der ARGE, fettärschig, faul, arogant und selbstgerecht, pisacken sie die, die sich nicht wehren können; und verwalten sich dabei noch selbst.
Hartz 4 ist ein Instrument um die breite Masse Mundtot zu machen. Wer aufmuckt dem wird die Lebengrundlage entzogen.


Götz Werner zeigt uns den richtigen Weg, nur einschlagen müssen wir ihn.


Berichtet Euren Bekannten von Götz Werner, geht wählen, wählt die richtige Partei.
Noch immer über fünf Millionen Arbeitslose ( Last Euch nicht verarschen, die Statistiken sind gefälscht !), dass müsste reichen um in den Bundestag zu kommen !!!
 

eAlex79

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#31
Ich kann mich Ü40's Beitrag nur anschliessen was das ALG II betrifft. Aufmüpfig? Raus aus dem Bezug. Passiert mir ja gerade.
 
E

ExitUser

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#32
Nicht nur Dir, Alex. Wenn Du wüsstest, was wir alles schon durch haben ...

Aber wir lassen uns nicht unterkriegen. Unrecht (Hartz IV) bleibt Unrecht.
 

commie

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#35
Es wird sich solange nichts ändern, solang es uns nicht gelingt, uns von den Einfluß der so genannten Oberen zu entziehen.
Das bedingslose Grundeinkommen, schafft die Grundlage, uns dem Einfluss der Oberen zu entziehen.
Die BRD hat mit ihrer Demokratie versagt. Sie ist eine indirekte Demokratie, in der die Lobyisten und das Großkapital, die Fäden ziehen.

Das widerspricht sich doch: Einerseits haben in der BRD Lobbyisten und das "Großkapital" die Macht, doch gleichzeit soll das bedingungslose Grundeinkommen die Grundlage schaffen, sich eben deren Einfluß zu entziehen - wenn dem so wäre, was für ein Interesse sollten dann diese Mächten haben, das BGE einzuführen? Denn wenn diese die politische Macht innehaben, könnten auch nur sie dieses zulassen...
 

wolfgang52

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#36
Hi commi,
(...)was für ein Interesse sollten dann diese Mächten haben, das BGE einzuführen?
sie haben kein Interesse daran, jedenfalls nicht aus sich heraus.

Denn wenn diese die politische Macht innehaben, könnten auch nur sie dieses zulassen...
Sie werden es auch nicht freiwillig zulassen. Wir müssten sie schon dazu zwingen.
Das wiederum würde dann zum Blutvergießen führen, alle Bestrebungen von Schäuble und Konsorten laufen genau darauf hinaus.

An einen "weichgespülten Kapitalismus" kann ich allerdings auch nicht glauben.
Von daher sehe ich eher das Blutvergießen auf uns zukommen.
 
E

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#38
sie haben kein Interesse daran, jedenfalls nicht aus sich heraus.

Sie werden es auch nicht freiwillig zulassen. Wir müssten sie schon dazu zwingen.
Das wiederum würde dann zum Blutvergießen führen, alle Bestrebungen von Schäuble und Konsorten laufen genau darauf hinaus.

An einen "weichgespülten Kapitalismus" kann ich allerdings auch nicht glauben.
Von daher sehe ich eher das Blutvergießen auf uns zukommen.
Vielleicht haben Sie doch ein Interesse aus sich heraus.
Ein bGe suggeriert dem Patienten doch wieder die Freiheit das ER allein ENTSCHEIDET. Werner hausiert ja immer mit dem "die Menschen arbeiten dann FREIWILLIG aus Ihrem eigenen Antrieb heraus". Etwas besseres kann einem UNTERNEHMEN doch nicht passieren.
Dazu noch die ganzen Vergünstigungen für die Unternehmen, da Sie ja kaum noch Löhne bezahlen müssen, weil ja kaum jemand mehr als 1.200,- Euro Netto verdient, in einer Dienstleistungs-Gesellschaft.

Ich habe das Vergnügen gehabt, Werner vor dem RWE Business reden zu hören. Als die 35 Manager mal verstanden haben, was für Möglichkeiten ein bGe eröffnet, waren ALLE KRITIKEN ad akta und Ihr Geist wurde hellhörig...



Zum Blutvergießen habe ich heute eine Idee gehabt...
Wollen uns die Entscheidungsträger eigentlich dazu provozieren?
Wir werden mit Preiserhöhungen überhäuft und das Geld zum Leben wird immer weniger...
Der Bürger hat sich an Worte wie "Balkonienen" oder
Sätze wie "Geiz ist Geil" gewöhnt...

D.h.
Luxus ist doch für viele Bürger schon, am 29. des Monats noch Nahrung zu haben.
Neuanschaffungen in Form von Kleidung, Kulturgegenständen, Elektroartikel gehören doch längst der Vergangenheit an.
Wir reden doch nur noch von einem Überleben...
Ein Monat ist wie der andere...

Ein Blutvergießen kann und darf es nicht geben, da wir, wie gesagt wurde, den Menschen in die Karten spielen, die genau das u.U. planen.
Einigen wird das wohl wieder zu Verschwörerisch vorkommen, aber Sinn macht es allemal...


Einen schönen Abend
morph
 

Zap

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#39
Ich will jeden Monat....

15 Scheine aufem Tisch liegen haben, den REST besorg ich selbst.

Ich arbeite ausschliesslich, um zu Leben.....POINT; kreative Einnahmequellen hätte ich dann mehr als genug.

Her mit dem Cash, meine Zeit läuft......*gg*
 
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