BfZ Essen:Maßnahme-Abschlussbericht enthält nachweisliche Unwahrheiten. Wie vorgehen? (1 Betrachter)

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Annkathrin

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So, der von mir bei der DRV (Rentenversicherung) angeforderte Abschlussbericht des Profil-Basis Seminar liegt mir nun vor.
Um das Problem kurz zu beschreiben: Ich nahm im Dez. 2012 an einem 14-tägigem„Seminar“ zur Abklärung der Leistungsstandards teil. Es wurde ein Abschlußbericht verfasst, der mir zum Nachteil gereichte und in dem Unwahrheiten standen. Nach Einsicht (s. die links unten) wurde ein zweiter, überarbeiteter Bericht an die DRV geschickt ohne!!! erneute, mir von der BfZ zugesicherte, Einsicht meinerseits. Dieser Bericht fällt noch katastrophaler aus als der erste. Ich habe ihn bei der DRV angefordert un halte ihn nun in meinen Händen.

Nachdem dieser Bericht, in dem ich seitens des Seminarleiters pathologisiert werde(ursprünglich ging es bei mir um ein orthopädisches!! Problem und eine beruflichen Wiedereingliederung nur mit vorausgehenden psychologischen„Maßnahmen“ erfolgen kann (dieser Seminarleiter war schon äußerst merkwürdig während dieses „Seminars“ s. links ließ der Seminarleitende PsychoLOGE wenig Professionalitätund Neutralität durchblicken, mit Kritik konnte er nicht umgehen und die Retourkutsche halte ich nun in den Händen) stellt sich mir nun die
Frage: Gibt es Möglichkeiten gegen diesen Abschlußbericht (in dem u.a.auch Testungen bewertet wurden, die definitiv nicht!! stattgefunden haben, vorzugehen???? Die für mich zuständige Reha-Beraterin der DRV scheint, ob meiner Schilderungen und Einwände nicht sehr beeindruckt zu sein. Wer ist für mich also, der nächste zuständige Ansprechpartner? Macht ein Schreiben an die Rentenversicherung Sinn? Ich möchte den Abschlußbericht, der wie von mir wiederholt geschildert, falsche Behauptungen enthält nicht in meiner Akte der Rentenversicherung haben.Hat hier jemand auch schon derlei Erfahrungen gemacht? Wie kann und soll jetzt eine weiteres Vorgehen, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten aussehen?

Vorab schonmal Danke für alle hilfreichen Hinweise

Grüße

Annkathrin

links zum Trauerspiel:
BfZ Essen:
https://www.elo-forum.org/weiterbildung-umschulung-sinnlose-massnahmen/104765-merkwuerdige-ablaeufe-massnahme.html


BfZ Essen:
https://www.elo-forum.org/weiterbildung-umschulung-sinnlose-massnahmen/104840-frist-widerspruch-entbindung-schweigepflicht-psycholog-untersuchung.html


Ergebnis des Seminars (oben):
Nach Einsicht in den zweiten Abschlussbericht des BfZ Essen emphiehlt die Reha
-Beraterin mir doch mal Gedanken über eine 9!!!-monatige Maßnahme der FAW gGmbH zu machen:


https://www.elo-forum.org/weiterbildung-umschulung-sinnlose-massnahmen/105343-dringend-erfahrungen-faw-duesseldorf-monatige-massnahme.html
 

gila

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AW: BfZ Essen:Maßnahme-Abschlussbericht enthält nachweisliche Unwahrheiten. Wie vorge

Hallo Annkathrin!

Erstmal Danke für neues Thema und Mühe in der Übersichtlichkeit :icon_daumen:

Das ist ja wirklich hammer bei dir. Kein einfaches Thema - ich habe mal nachgeschaut: das Bfz bietet als "Abschluß" ihrer Maßnahme einen "gutachterlichen Bericht" an.

War aber kein "arbeitsmedizinisches Gutachten", oder?
Nur ein Blabla von diesem seltsamen Vogel?

Nun müsste man viell. der Frage nachgehen: was genau ist das, was darf da rein, WER darf das ausstellen, darf es sich "Gutachten" schimpfen, ist es einem "Gutachten" rechtlich gleichzustellen (bezweifle ich!!! denn sonst kann langsam ja jeder EIERKOPP mit halbgarem Zeug einem was zwischen die Füße werfen ... wie man bei dir sieht!) ...

Darf die Rentenversicherung überhaupt aufgrund eines solchen Berichtes eines PRIVATEN Bildungsträgers Entscheidungen fällen?

WIE sind die Rechtsmittel hier?

Sicherlich können wir hier vieles ergründen - jedoch meine ich mal du solltest dringend einen Anwalt damit beschäftigen - zumindest auf Beratungsschein eine Erstberatung holen. Ihm auch diese Fragen und Hintergründe vorlegen, damit nicht gleich von "Gutachten" - wie bei einem ärztl. Dienst oder MDK - die Rede ist.

Mein Bauch würde mal sagen, dass das nicht gleichwertig sein KANN! Es hat auch keine ärztl. Untersuchung in dem Zusammenhang stattgefunden.

Oder auch zum Vdk oder anderem Sozialverband. Die übernehmen bei (preiswerter) Mitgliedschaft auch ggf einen Rechtsstreit mit der DRV

Hast du die Schweigepflichtsentbindungen zurück gezogen?

Ich persönlich würde SOFORT als Erstmaßnahme eine punktgenaue Gegendarstellung machen. Ganz sachlich! Besonders die offensichtlichen UNWAHRHEITEN raus stellen, dass es um einen rein orthopädischen Befund bei dir ging - als letztes dann zusätzlich mit über die merkwürdigen Verhaltensweise des "Le(e)hrkörpers" auslassen.

Dann würde ich das wahrscheinlich an den Bildungsträger schicken und ihn auffordern, diese Scheisse umgehend zu löschen und dir Nachweis über die Löschung der Daten zu liefern, schriftliche Versicherung darüber - ansonsten androhen, dass aufgrund offensichtlicher UNWAHRHEITEN hier "betrügerische Absichten" zu unterstellen sind und mit einer Strafanzeige drohen!

Und damit drohen, dass man den Vorgang auch an den Berufsverband Deutscher Psychologen schickt.

Dann noch NACHWEIS fodern, dass Mr. X hier überhaupt gutachterliche Berichte oder Berichte mit Gutachtencharakter ausstellen DARF.

So - das ginge dann als kompletter Vorgang mit Anschreiben an die DRV und die Aufforderung, dieses "Gutachten" umgehend zu löschen - auch da eine Schweigepflichtsentbindung nicht erteilt ist.

Parallel mit dem Zeug Anwalt oder VdK und nach den Rechtsmitteln hier fragen. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass sowas von einem privaten Bildungsträger den gleichen Stellenwert hat, wie ein "richtiges" Gutachten???
 

Annkathrin

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AW: BfZ Essen:Maßnahme-Abschlussbericht enthält nachweisliche Unwahrheiten. Wie vorge

Hallo Annkathrin!

Erstmal Danke für neues Thema und Mühe in der Übersichtlichkeit :icon_daumen:

Das ist ja wirklich hammer bei dir. Kein einfaches Thema - ich habe mal nachgeschaut: das Bfz bietet als "Abschluß" ihrer Maßnahme einen "gutachterlichen Bericht" an.

Das nennt sich: "Psychologischer Abschlussbericht Profil-Basis Nr.:..."und gliedert sich wie folgt:Angaben zur Person und deren pünktliches Erscheinen/ Eingangssituation und berufliche Interessen/Zusammenfassende Empfehlung/ Vorschlag für die Eingliederungsvereinbarung!!! ( Achtung,an dieser Stelle wird als erstees der "Besuch einer gruppenbasierten Selbstreflexion" angeführt.Die Retourkutsche für die Kriik an seiner Person und den damit verbundenem Gang zum Abteilungsleiters noch während des Seminars!!!) Aktuellertheoretischer Leistungsstand/ Arbeits-und Sozialverhalten

War aber kein "arbeitsmedizinisches Gutachten", oder?
Nur ein Blabla von diesem seltsamen Vogel? Ich weiß es nicht. Bla,bla trifft es auf den Kopf. Aber dieses blabla scheint nun voerst in der Akte zu sein.

Nun müsste man viell. der Frage nachgehen: was genau ist das, was darf da rein, WER darf das ausstellen, darf es sich "Gutachten" schimpfen, ist es einem "Gutachten" rechtlich gleichzustellen (bezweifle ich!!! denn sonst kann langsam ja jeder EIERKOPP mit halbgarem Zeug einem was zwischen die Füße werfen ... wie man bei dir sieht!) ...

Darf die Rentenversicherung überhaupt aufgrund eines solchen Berichtes eines PRIVATEN Bildungsträgers Entscheidungen fällen?

WIE sind die Rechtsmittel hier?

Sicherlich können wir hier vieles ergründen - jedoch meine ich mal du solltest dringend einen Anwalt damit beschäftigen - zumindest auf Beratungsschein eine Erstberatung holen. Ihm auch diese Fragen und Hintergründe vorlegen, damit nicht gleich von "Gutachten" - wie bei einem ärztl. Dienst oder MDK - die Rede ist.

Mein Bauch würde mal sagen, dass das nicht gleichwertig sein KANN! Es hat auch keine ärztl. Untersuchung in dem Zusammenhang stattgefunden. Es gibt ein "Arztliches Gutachten für die gesetzliche Rentenversicherung auf demGebiet/Teilgebiet der Orthopädie. Und das (liegt mir, nach Antrag darauf, ebenfalls vor.

Oder auch zum Vdk oder anderem Sozialverband. Die übernehmen bei (preiswerter) Mitgliedschaft auch ggf einen Rechtsstreit mit der DRV

Hast du die Schweigepflichtsentbindungen zurück gezogen? Nein,habe ich nicht, da ich davon ausgegangen bin, daß der zweite und letzteBerichte nicht! ohne meine erneute Einsicht an die DRV rausgeht. Das hat das BfZ mich, auf gut deutsch gesagt. nach allen Regeln der Kunst beschissen!!!

Ich persönlich würde SOFORT als Erstmaßnahme eine punktgenaue Gegendarstellung machen. Ganz sachlich! Besonders die offensichtlichen UNWAHRHEITEN raus stellen, dass es ursprünglichum einen rein orthopädischen Befund bei dir ging - als letztes dann zusätzlich mit über die merkwürdigen Verhaltensweise des "Le(e)hrkörpers" auslassen.Das ist alles in Arbeit.

Dann würde ich das wahrscheinlich an den Bildungsträger schicken und ihn auffordern, diese Exkremente umgehend zu löschen und dir Nachweis über die Löschung der Daten zu liefern, schriftliche Versicherung darüber - ansonsten androhen, dass aufgrund offensichtlicher UNWAHRHEITEN hier "betrügerische Absichten" zu unterstellen sind und mit einer Strafanzeige drohen!

Und damit drohen, dass man den Vorgang auch an den Berufsverband Deutscher Psychologen schickt. DAS IST DOCH MAL EINE GUTE IDEE!!! DA werde ich Montag doch gleich schonmal anrufen um vorzufühlen wie es weitergehen könnte.

Dann noch NACHWEIS fodern, dass Mr. X hier überhaupt gutachterliche Berichte oder Berichte mit Gutachtencharakter ausstellen DARF. Auch gut!

So - das ginge dann als kompletter Vorgang mit Anschreiben an die DRV und die Aufforderung, dieses "Gutachten" umgehend zu löschen - auch da eine Schweigepflichtsentbindung nicht erteilt ist. Doch, dem BfZ gegenüber habe ich den Typen ja von der Sv entbunden.

Parallel mit dem Zeug Anwalt oder VdK und nach den Rechtsmitteln hier fragen. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass sowas von einem privaten Bildungsträger den gleichen Stellenwert hat, wie ein "richtiges" Gutachten??? Ich weiß es nicht, aber ich weiß, dass das Ding nun in meiner Akte ist und alles andere als ein gutes, was aber viel schlimmer ist, den Tatsachen entsprechendes Licht auf mich wirft.
gila, dir erst mal 1000 Dank für die Mühe die du dir gemacht hast, alles zu lesen, zu verstehen und hilfreich!! zu kommentieren.Ich werde als erstes eine schriftliche Stellungnahme vom Maßnahmeträger BfZ Essen (GESCHÄFTSFÜHRUNG) anfordern und auf jeden Fall eine schriftliche!!! Gegendarstellung an die DRV verfassen. Montagfrüh kontakte ich die Vdk und den Berufsverband Deutscher Psychologen. Und dann wollen wir doch mal weitersehen.( ..und zwischenzeitlich laufen wahrscheinlich diese Profil-Basis Seminare lustig weiter und jeder der speziell diesem PsychoLOGEN zu kritisch daherkommtt wird dann entsprechend be"gutachtet"... ZUM :icon_kotz2: daß solchen ****** derartig viel Spielraum gelassen wird.
 

Anna B.

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AW: BfZ Essen:Maßnahme-Abschlussbericht enthält nachweisliche Unwahrheiten. Wie vorge

ich hab dir in deinem anderen Thread : Widerspruch gegen chweigepflcihtnetbindung geantwortet...
 

Anna B.

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AW: BfZ Essen:Maßnahme-Abschlussbericht enthält nachweisliche Unwahrheiten. Wie vorge

hallo,

du könntest die Frage mit der Weiterleitung des 2. berichtigten Gutachtens auch mal im Forum des Bfdi stellen..

https://www.bfdi.bund.de/bfdi_forum/
 

Annkathrin

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AW: BfZ Essen:Maßnahme-Abschlussbericht enthält nachweisliche Unwahrheiten. Wie vorge

hallo,

du könntest die Frage mit der Weiterleitung des 2. berichtigten Gutachtens auch mal im Forum des Bfdi stellen..

https://www.bfdi.bund.de/bfdi_forum/
Hab deine Gedanken dazu mal hierhin kopiert:

Hallo,

mir ist auch gerade eingefallen: wenn du keine Schweigepflichentbindung für den 2. Bericht abgegeben hast, dann ist ja eine "unerlaubte" Sozialdatenweitergabe erfolgt...

darf dann dieser Bericht überhaupt bei der DRV Verwendung finden?

Du hast doch mit dem Maßnahmeleiter vereinbart, dass du den Bericht erst lesen darfst..und dann ggf. darf er weitergeleitet werden...
das hast du doch von dem Maßnahmeleiter sogar noch ein 2. mal gehört, als er meinte, die DRV hätte so gedrängt...
also weiß er doch davon, dass dieses "Gutachten" weitergeleitet wurde, ohne dein Einverständnis...könnte man denn nicht darauf rumreiten? Das stimmt so wie du es geschrieben hast. Eine gute Idee, da der 2.te Bericht erheblich verändert wurde.Somit eine wesentliche Veränderung ( und das nicht zu meinem Vorteil) sichtbar ist. Rechtlich ein wirklich bedenkliches Verhalten, denn für den 2.ten bericht habe ich keine Entbindung von der Schweigepflicht unterschrieben.

also den bfdi mit ins Boot holen? ....unerlaubte Weitergabe von Gesundheitsdaten?...????
 

gila

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AW: BfZ Essen:Maßnahme-Abschlussbericht enthält nachweisliche Unwahrheiten. Wie vorge

Also - ein Abschlussbericht ist für mein Verständnis KEIN Gutachten.
Es hat nicht einmal einen vorgeschriebenen "Gutachtencharakter".

Frage ist, da es "psychologischer Abschlussbericht" heisst, ob so etwas von einem privaten Unternehmen so angeboten werden darf, der Psychologe hier eine Qualifikation für so etwas hat (außerhalb einer eigenen Praxis!) - und dies dann auch Grundlage für eine weitere aktenkundige Verwendung bei einer BEHÖRDE oder KASSE oder Rententräger sein KANN.
Denn schließlich hat dieser "Bericht" für Dich irgendwo ja KONSEQUENZEN - hier auch NACHTEILE.

Dies könnte man mal anonymisiert den Bundesverband fragen.

Ein "psychologisches Gutachten" ist von den Anforderungen her recht gut hier beschrieben: Psychologisches Gutachten

Egal ob Gutachten oder Stellungnahme etc.: es wird immer nur von einer KONKRETEN Beantwortung einer KONKRETEN Fragestellung gesprochen. "ohne eine eigene Datenerhebung"

Also ohne ungefragten Senf und persönliche Einschätzungen.
DAS müsste man genau hinterfragen.

Wenn es "nur" ein "Bericht" ist, wäre interessant zu wissen, wie die Schweigepflichtsentbindung formuliert war.

Ich würde bei meinem "Drohszenario" bleiben und versuchen die Sache auch privatrechtlich anzugreifen. Drohung Strafanzeige, Anzweifeln einen "Gutachtercharakter" der überhaupt Grundlage für weitere Verwendung sein kann.
 

gila

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AW: BfZ Essen:Maßnahme-Abschlussbericht enthält nachweisliche Unwahrheiten. Wie vorge

In den Infos der DRV ist immer die Rede von "psychologischen Berichten in der Rehabilitation" und das ist Inhalt des Entlassungsberichtes einer Rehaklinik und muss dem Stationsarzt zum Abschluss vorgelegt werden.

Ich würde alle Beteiligten mit FRAGEN bombadieren - die sie mit nachvollziehbaren Rechtsgrundlagen beantworten sollen.
 

Annkathrin

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AW: BfZ Essen:Maßnahme-Abschlussbericht enthält nachweisliche Unwahrheiten. Wie vorge

:icon_daumen: gute Idee! Müsste man nun genau wissen, wie die 1. Schweigepflichtsentbindung vom Wortlaut war Das kann ich dir gemnau sagen:( Einen Vordruck habe ich nämlich mitgenommen:

Schweigepflichtenentbindung
Name
Geburtsdatum
Erklärung
Ich entbinde hiermit Herrn Dipl. Psychologe___________ von der ihm pobliegenden Schweigepflich nach §203 Strafgesetzbuch gegenüber folgendenPersonen/:
Institutionen
___________
______________
___________
Ich bin damit einverstanden,dass alle innerhalb der Psychologischen Untersuchung erhobenen befunde und Unetrsuchungsergebnisse der o.g. Institutionen /Personen in Form eines Gutachtens oder einer Stellungnahme weitergeleitet werden. Die Entbindung von der Schweigepflicht umfasst des Weiteren alle Tasacehn und Erklärungen die ich dem Diplom-Psychologen gegenüber anvertraut habe.

Mir ist bekannt, dass die Schweigepflichentbindung freiwillig abgegebne wird und jederzeit widerufen werden kann.



und viell. gibt es Zeugen, dass du den 2.Bericht VORHER einsehen wolltest? Nein, das Gespräch verlief unter 4 Augen im BfZ Essen. Der Abteilungsleiter Herr S. und ich.
Manmüsste explizit mal raussuchen können, ob man nicht darauf einen ANSPRUCH hat, dass Daten erst weitergegeben werden, wenn man sie eingesehen hat :icon_kinn: Aber wo könnte das denn wohl stehen???
Habs mal aus dem anderen Thread rüberkopiert...
 

Annkathrin

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AW: BfZ Essen:Maßnahme-Abschlussbericht enthält nachweisliche Unwahrheiten. Wie vorge

Allgemeine Regeln zur Gutachtenerstellung:

Vor der Übernahme eines Falles muss geklärt werden, ob die Fragestellung ethisch vertretbar bzw. grundsätzlich zu beantworten ist, ob sie in den Zuständigkeitsbereich des Psychologen fällt [/COLOR]und ob genügend Wissen zur Bearbeitung vorliegt[4]. der Typ hat vorher im Bereich der Verkehrspsychologie MPU tätig , unabhängig davon, daß er das garnicht oft genug erzählen konnte kann man auch alles wunderbar im Internet nachsehen.
Vor der psychologischen Untersuchung muss die „Testbarkeit“ des Klienten festgestellt werden. Kubinger[3] empfiehlt dazu dem Gutachter bzw. Testleiter, folgende Punkte für sich zu überprüfen:

Steht die zu testende Person unter dem Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten, die die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen?
Ist die Person krank oder sehr müde bzw. erschöpft?
Befindet sich die Person in einem psychischen Schock- oder vergleichbaren Zustand, der eine Testung nicht möglich macht?
Kann die Person die Anweisungen gut lesen (Sehvermögen), verstehen und dementsprechend handeln?

Die Akzeptanz der Begutachtung von Seiten des Adressaten zeigt sich, wenn er die gutachterlichen Aussagen und Maßnahmen(-vorschläge) selbst zu erklären und begründen vermag[5] Hat ja garnicht stattgefunden!!
Der Adressat muss die Argumentationskette des Gutachtens nachvollziehen können[5].
Dem Lebensentwurf des Klienten muss vom Psychologen mit Achtung begegnet werden; die Sprache ist taktvoll zu halten[5].Na wunderbar! Der Psychologe hat sich , wie ich bereits beschrieb der Fäkalsprache reichlich bedient!!!!
Die Begutachtung soll sowohl schriftlich als auch mündlich so vermittelt werden, dass sie für den Adressaten nachvollziehbar ist [5][3].
Während nicht jede Situation zwingend schriftliche Gutachten fordert, muss bedacht werden, dass gemäß den Grundsätzen der Berufsordnung des BDP der Psychologe verpflichtet ist, über Beratungen und Behandlungen aussagefähige Aufzeichnungen zu erstellen[6]. SO; SO, DIE WÜRDEN MICH JA AUCH SEHR INTERESSIEREN!!!
Die Fachkenntnis des Adressaten des Gutachtens muss bedacht werden[7], wobei Kubinger [3] darauf hinweist, dass prinzipiell als Adressaten nur psychologisch vorgebildete Personen vorzusehen sind.
Im Gutachten sollen nur jene Fragen beantwortet werden, die vom Auftraggeber gestellt wurden [7]. Meine GÜTE! WAS HAT DIE DRV DENN DA GEFRAGT???
Alle eingesetzten psychologisch-diagnostischen Verfahren müssen namentlich erwähnt werden [7]. SIND SIE ABER NICHT!!!
Die Beschreibung der Ergebnisse und deren Interpretation muss deutlich voneinander abgegrenzt werden [7].
Im Gutachten muss die psychologisch-diagnostische Fragestellung durch Erläuterung der gewonnenen Resultate dezidiert beantwortet werden [7].
Wertende Aussagen sollen vermieden werden, notwendige Einfühlung und kritische Distanz gegenüber dem Klienten müssen Hand in Hand gehen [7]. NICHT GESCHEHEN! IM GEGENTEIL!!!
Die Ergebnisse der psychologischen Untersuchung sowie deren Bedeutung müssen dem Klienten in einer nachfolgenden Besprechung dargelegt werden.NICHT GESCHEHEN! DER "2.te BERICHT GING OHNE BESPRECHUNG AN DIE DRV Dies ist auch der Fall, wenn es sich bei den begutachteten Personen um Kinder handelt. Genaue Zahlenangaben (wie z.B. ein Intelligenzquotient) sollen dabei jedoch vermieden werden [7].
Ebenso ist nach Abschluss der psychologischen Untersuchung ein Beratungsgespräch mit dem Klienten zu führen. Die Aushändigung des schriftlichen Gutachtens ist dabei jedoch nicht selbstverständlich, da hier nicht gewährleistet werden kann, dass es in Zukunft nicht für (ungeeignete) Zwecke verwendet werden wird. Allerdings sollen dem Klienten keine Informationen vorenthalten werden [7]. WURDEN ABER VORENTHALTEN! DENN DIVERSE AUSSAGEN KONNTE ICH ERST NACH ANTRAG AUF EINSICHT L E S E N
Eine Zusammenfassung am Ende des Gutachtens soll Fragestellung, eingesetzte Verfahren, die wesentlichen Ergebnisse in interpretierter Form und den daraus resultierende Maßnahmenvorschlag noch einmal in wenigen Sätzen wiedergeben[8].
Als Seriositätsbescheinigung kann die Unterschrift des Psychologen unter dem psychologischen Gutachten noch mit einem Hinweis auf die berufsethischen Richtlinien qualifiziert werden:

„Ich versichere, dieses Gutachten nach sorgfältiger psychologischer Testung und nach genauer Erhebung der im Gutachten zu beurteilenden Tatsachen nach bestem Wissen und Gewissen im Sinne der berufsethisch festgeschriebenen Richtlinien für die Erstellung psychologischer Gutachten abgefasst zu haben.“ [9] bzw. bei Durchführung durch einen nach DIN 33430 zertifizierten Psychologen auch noch mit einem entsprechenden Vermerk, etwa „Darüber hinaus erfüllt das Gutachten die in der DIN 33430 (berufsbezogene Eignungsbeurteilung) festgelegten Qualitätsansprüche.“ [9]. BEIDES NATÜRLICH NICHT ERFOLGT. ...aber wen wundert das in diesem Fall?

Im Sinne einer Positiven Psychologie, in welcher der Fokus der Aufmerksamkeit weniger auf Defizite als vielmehr auf Ressourcen gerichtet wird, sollen auch im Gutachten nicht nur negative Eigenschaften genannt werden, sondern auf kompensatorische Aspekte und Möglichkeiten der Intervention geachtet werden [10].
 

gila

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AW: BfZ Essen:Maßnahme-Abschlussbericht enthält nachweisliche Unwahrheiten. Wie vorge

innerhalb der Psychologischen Untersuchung erhobenen befunde und Unetrsuchungsergebnisse

DU wurdest da UNTERSUCHT? Es wurden Befunde erhoben?
Ich denke es war ein "SEMINAR"?
:eek:

Wurdest du über diese Unterschiede aufgeklärt?
Wie gehen andere damti um? Hast du noch Kontakt zu Teilnehmern?

Mit dem
in Form eines Gutachtens oder einer Stellungnahme ... da bin ICH der Meinung, man hätte das deutlich auseinander halten und Dich rechtlich über Unterschied (wenns einen gibt :)) und FOLGEN aufklären müssen!


 

gila

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AW: BfZ Essen:Maßnahme-Abschlussbericht enthält nachweisliche Unwahrheiten. Wie vorge

Ich denke, da ist in allem jetzt genug "Stoff" um dagegen zu schießen.
 

Annkathrin

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AW: BfZ Essen:Maßnahme-Abschlussbericht enthält nachweisliche Unwahrheiten. Wie vorge

innerhalb der Psychologischen Untersuchung erhobenen befunde und Unetrsuchungsergebnisse

DU wurdest da UNTERSUCHT? Es wurden Befunde erhoben?
Ich denke es war ein "SEMINAR"? Ich bin ursprünglich davon ausgegangen, daß in diesem Profil-Basis Seminar abgeklärt werden sollte, wo meine Möglichkeiten der beruflichen Wiederingliederung auf Grund des Antrags auf Teilhabe am Arbeitsleben( dem die DRV stattgegebne hat). Da ein vormals, ebenfalls von der DRV in Auftrag gegebenes Fachgutachten eines Orthopäden ergab, daß nicht mehr in Berufen arbeiten kann in denen viel gestanden oder gelaufen werden muß. Aber durch dieses Gutacheten, Bericht, was auch immer habe ich es jetzt nicht mehr nur in den Füßen sondern auch noch in /an der Psyche. So schnell kann es gehen.
:eek:

Wurdest du über diese Unterschiede aufgeklärt? NEIN!
Wie gehen andere damti um? Hast du noch Kontakt zu Teilnehmern? Nein, und die meisten haben alles still erduldet, frei nach dem Motto: "Ich habe eh keinen Bock auf die Exkremente hier und bin froh, wenn das alles vorbei ist!"


Mit dem
in Form eines Gutachtens oder einer Stellungnahme ... da bin ICH der Meinung, man hätte das deutlich auseinander halten und Dich rechtlich über Unterschied (wenns einen gibt :)) und FOLGEN aufklären müssen!



..und sehr interessant war ja auch die Aussage, des Abteilungsleiters der BfZ Essen: Auf meine Empörung hin, daß der 2.te Bericht doch nicht für mich einsehbar war, weil er bereits auf dem Weg zur DRV war: " Frau....., sie können sich jetzt darüber aufregen, aber sie sollten doch vbesser ihre Energie in ihr berufliches Weiterkommen stecken."
SO, geht man mit kritischen Nachfragen und berechtigter Empörung, daß zugesicherte Möglichkeiten einem doch verwehrt werden um.
 

gila

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AW: BfZ Essen:Maßnahme-Abschlussbericht enthält nachweisliche Unwahrheiten. Wie vorge

..und sehr interessant war ja auch die Aussage, des Abteilungsleiters der BfZ Essen: Auf meine Empörung hin, daß der 2.te Bericht doch nicht für mich einsehbar war, weil er bereits auf dem Weg zur DRV war: " Frau....., sie können sich jetzt darüber aufregen, aber sie sollten doch vbesser ihre Energie in ihr berufliches Weiterkommen stecken."
SO, geht man mit kritischen Nachfragen und berechtigter Empörung, daß zugesicherte Möglichkeiten einem doch verwehrt werden um.

Annkathrin: das ist ja wohl der HAMMER. Gut: dieses Thema ist durch die verschiedenen Überschriften bereits bei google zu sehen und wird einige Leute sicher etwas aufhorchen lassen!

Ich würde den Menschen mal rückfragen, wie ER sich denn fühlen würde, wenn quer durch die Republik und zur Vorlage bei einer Behörde unwahre und auch diskreditierende Inhalte verschickt werden, wenn ER in die "Psychoecke" gestellt würde - ob ihm das gefällt.

Also ne - sortier mal das Ganze argumentativ, denke in Ruhe über einen Schlachtplan nach, ganz strategisch aufbauen und dann los.
Wir werden hier sicher gern querlesen - sowas kann ja morgen JEDEN treffen.

Ich würde da ansetzen, dass man dich über das alles nicht aufgeklärt hat, so in der Art, wie du oben in Rot bereits geschrieben hast... wovon du ausgegangen bist ... alles rechtlich anzweifeln - sofortige Löschung dieses Pseudogutachtens verlangen, auch von der DRV - da angezweifelt wird, ob es sich hier um ein "legitimes Mittel" handelt und du dich durch die Inhalte diskriminiert fühlst - das Ganze Folgen für dein Weiterkommen hat und mit Strafanzeige, Gericht und weiteren Untersuchungen drohen. Auch Gutachterverband und sonstige... Datenschutz.

Termin setzen der Erledigung und schriftlichen Erklärung.
 

hartaber4

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AW: BfZ Essen:Maßnahme-Abschlussbericht enthält nachweisliche Unwahrheiten. Wie vorge

Frage: Gibt es Möglichkeiten gegen diesen Abschlußbericht (in dem u.a.auch Testungen bewertet wurden, die definitiv nicht!! stattgefunden haben, vorzugehen????
Nein.

Gegen einen möglichen Verwaltungsakt, der darauf Bezug nimmt, besteht die Möglichkeit des Widerspruchs (Vorverfahren).

Ggf. dann der weitere Rechtsweg mittels Klage.
 

gila

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Hallo?? Und warum nicht?
Das wurde von einem privaten Bildungsträger erstellt.
Und das auf fragwürdige Weise. Es ist kein ärztliches Gutachten.
 
F

Ferdinand456

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AW: BfZ Essen:Maßnahme-Abschlussbericht enthält nachweisliche Unwahrheiten. Wie vorge

Hallo?? Und warum nicht?
Das wurde von einem privaten Bildungsträger erstellt.
Und das auf fragwürdige Weise. Es ist kein ärztliches Gutachten.
Es war auch in meinem Fall die BFZ gGmbH. Diese grauenhafte 8-monatige "Aktivierungsmaßnahme" Jahr 2010, von der ich hier immer wieder berichte. Die Aktivierungsmaßnahme, die darin endete, dass alle Kursteilnehmer für "depressiv", oder aber "querulatorisch rebellisch" oder aber "posttraumatisch gestört" erklärt wurden und zum Psychiater geschickt. "Geschützter Rahmen", wie du es in einem anderen Thread nennst, war dort auch Lieblingswort von denen. "Wir befinden uns hier in geschütztem Raum".

Weiter wurde damit gedroht, die Polizei würde uns zu Hause abholen, wenn wir nicht zum Kurs erscheinen. Als ich die Polizei anrief und nachfragte, fiel die aus allen Wolken und versicherte, dass sie niemanden abholen würde. Im Gegenteil, der Polizist war ziemlich neugierig, von wem denn solche Behauptungen kamen.

Weiter wurde mir als Abbrecher eine Sanktion vom Jobcenter verpasst, dazu (natürlich) wieder eine Einladung zum Psychiater. Dieses Mal unter Sanktionsdrohung und zum Amtspsychiater. Als ich nach einer Begründung für diese Einladung fragte, wurde die Einladung wieder zurückgezogen.

Kursleiter dieser BFZ gGmbH waren übrigens teils Diplom-Psychologen und andere Dozenten, die versuchten uns klar zu machen, dass wir nur deswegen keinen Job haben, weil wir unter irgendwelchen Persönlichkeitsstörungen oder anderweitig psychischen Erkrankungen leiden.

Die psychologischen Tests haben wir boykottiert. Wir mussten uns permanent dagegen wehren, alle unsere persönlichen Daten offen zu legen und unser Innerstes nach außen zu kehren. Die Tests wollten sie erst einsammeln, aber wir durften sie behalten, nachdem wir Krach geschlagen hatten.

Das waren auch die Kursleiter, die uns sagten, sie würden mit unseren "Hausärzten zusammenarbeiten". Seitdem versucht meine Hausärztin an meine Blutwerte heran zu kommen und erwähnte beim letzten Telefonat "naja, Ihr Gamma-GT war ja bisher immer in Ordnung". Gamma-GT ist ein Leberwert des Blutes, an dem man den Alkoholkonsum einschätzen kann.

Ich vermute, diese BFZ gGmbH oder das Jobcenter hat mich bei meiner Hausärztin als "Alkoholiker" gemeldet und diffamiert, womit sie aber keine Chance haben, ich trinke so gut wie keinen Tropfen. Meine Hausärztin hatte irgendwann meine Aufklärung darüber auf dem Schreibtisch liegen, dass ich sie polizeilich anzeige, wenn sie mit anderen Personen (Arbeitgebern, Sachbearbeitern, Dozenten und Psychologen irgendwelcher Maßnahmen, etc.) über mich spricht und ich das je heraus finden sollte.

Tja. Was nun? Das ist ein Psycho-Laden ohne Gleichen, der schon fast ins Sektierertum übergeht. Ich sagte damals immer "Scientology ist ein Furz dagegen". Es geht all diesen Maßnahmeträgern letztendlich nur darum, den Teilnehmern klar zu machen, dass sie ein Problem darstellen, eine Persönlichkeitsstörung haben, bisher alles falsch gemacht haben, nicht ordentlich kommunizieren können, psychisch krank sind, etc. Weiter sammeln sie Daten, Daten. Ein Kursleiter steckte uns in der Pause, dass sie verpflichtet seien, permanent Bericht über uns zu erstatten und eine Akte anzulegen.

Du wirst in der Folge-Maßnahme über 9 Monate lernen, wie man aufrecht geht und sitzt, wie man die Mimik und Gestik des Gegenübers interpretiert, wie man selbst Mimik und Gestik zu seinem Vorteil einsetzt. Du wirst die anderen Kursteilnehmer beurteilen müssen und dich selbst beurteilen lassen, und so weiter. Du wirst Rollenspiele machen müssen, in denen es nicht nur um Bewerbungen geht. Du wirst in diesen Rollenspielen auch spielen müssen, wie man als Frau einen Mann anbaggert und umgekehrt. Du wirst irgendwie diese 9 Monate herumbringen und sollst als neuer, anderer Mensch wieder hervorgehen, der angeblich sofort auf dem Arbeitsmarkt vermittelbar sein wird.

In Wahrheit geht es nur darum, Steuergelder einzustreichen, die Teilnehmer in Praktika und 1-Euro-Jobs, Zeitarbeit oder Bürgerarbeit weiter zu leiten. Du sollst, um es kurz zu sagen, für alle Zeiten aus der Arbeitslosenstatistik verschwinden. Ob mit einem Job oder einer Maßnahme nach der anderen, ist egal. Zur Not erklärt man dich für lebenslang psychiatrisch auffällig, so ist ein "Überflüssiger" weniger auf dem Arbeitsmarkt.

Da ich ja selbst seit 16 Jahren auf dem Landratsamt als chronisch geisteskrank bewertet werde (das habe ich aber einem Psychiater zu verdanken, zu dem ich im Zuge eines Rechtsstreits vom Anwalt der Gegenseite geschickt wurde), bin ich anbetracht solcher Machenschaften ratlos. Ich hatte damals die Sanktion geschluckt, zumal es wahnsinnig schwer ist, einen Anwalt zu finden, wenn man als "psychisch gestört" diagnostiziert wurde oder einfach nur "betitelt".

Als ich die Maßnahme abgebrochen hatte, half mir nur, diese Briefe von der BFZ gGmbH komplett zu ignorieren. Die Diplom-Psychologin, die immer "gewaltfreie Kommunikation" predigte, "brüllte" mich in der Betreffzeile auf einmal mit Großbuchstaben an "EINLADUNG ZUM EINZELGESPRÄCH AM [DATUM]!!!!!!" und drohte damit, jemand wie ich würde keine gute Zukunft haben, etc. Mir blieb nichts anderes, als zu ignorieren und nicht mehr hinzugehen.

Das Beste war: Als ich bei meiner Gewerkschaft anrief, um einen Anwalt zu bekommen, hörte ich als erstes "also, nach solchen Maßnahmen braucht man erst einmal eine THERAPIE!". Am Ende stellte sich heraus, dass die Gewerkschafterin, die das sagte, ebenfalls Diplom-Psychologin war und gut befreundet mit Kursleiter und Psychologen der BFZ gGmbH war. (Später stellte sich heraus: Alles Mitglieder der Linkspartei. Ob das Zufall ist oder "Unterwanderung", weiß ich nicht). Wie nun Hilfe erwarten, wenn meine eigene Gewerkschaft ins selbe Horn bläst, wie die BFZ gGmbH? Ich wollte keine Diagnose und keine Therapie, ich wollte eigentlich nur Arbeit.

Ich kann dir nur raten, dir einen Anwalt zu nehmen oder einmal zu versuchen, bei der Staatsanwaltschaft Anzeige wegen des Ausstellens falscher Gesundheitszeugnisse § 278 StGB zu erstatten.

§ 278 StGB Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse - dejure.org

Mir hat vor Kurzem hier ein Forenteilnehmer erzählt, dass das bei ihm gewirkt habe, beim Amt nur mit dieser Anzeige zu "drohen". Diesen Tipp gab ich vor einigen Monaten hier im Forum. Das Problem ist nämlich: Das ist ein riesiges Netzwerk aus Arbeitgebern, die Praktikanten und Bürgerarbeiter brauchen, Jobcentern und Maßnahmeträgern, die überall ihre Zweigstellen haben.

Dein Vorteil ist: Die anerkannten psychologischen Testverfahren, die für Gutachter in gutachterlicher Tätigkeit entwickelt wurden, werden in solchen Seminaren nicht angewendet. Das bedeutet, es handelt sich um kein "Gutachten", somit musst du auch kein "Gegengutachten" erstellen lassen, sondern es handelt sich um Betrug. "Blabla-Habbela-Habbela" ohne Hand und Fuß. Manchmal knicken sie ein, wenn sie das Wort "Strafanzeige" oder "Staatsanwalt" hören.

Wie ich mitbekam, geht es in deinem Fall auch darum, eine Umschulung genehmigt zu bekommen. Die wurde nun aufgrund deiner angeblich psychischen Probleme abgelehnt. Das ist normal. Das passiert fast jedem Arbeitslosen. Sie möchten vermeiden, Gelder auszugeben, die sie eigentlich ausgeben müssten ("Fördern und Fordern"), indem sie vorgeben, derjenige habe einen an der Klatsche.

Also: Langer Rede, kurzer Sinn: Nimm dir einen Anwalt und zeig ihm am Besten mein Geschreibsel hier. Damit er weiß, dass sehr viele Leute dieses Stigma auferlegt bekommen, um die Arbeitslosenstatistik zu frisieren und auch, um Steuergelder zu sparen, bzw. keine Umschulungen zahlen zu müssen. Problem nur: Wenn der anfängt, dass du erst einmal ein Gegengutachten liefern musst, dann hast du schlechte Karten, dann hat er nicht verstanden, dass in deinem Fall kein "Gutachten" erstellt wurde, sondern nur Blabla verfasst.

Das sind recht dubiose Methoden, die auch das "Gruppenverhalten" bewerten, usw. Alles, was daraus folgen kann, sind keine "Gutachten", sondern nur "Einschätzungen". Alles, was aus diesen "Einschätzungen" folgen kann, sind keine Weisungen, sondern Leitlinien, "Empfehlungen". Du musst es also irgendwie schaffen, zunächst einen Anwalt davon zu überzeugen, dass du in der Lage sein wirst, eine Umschulung zu absolvieren, dann einen Richter. Viel Erfolg. Aber alleine schaffst du das nicht.
 

gila

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AW: BfZ Essen:Maßnahme-Abschlussbericht enthält nachweisliche Unwahrheiten. Wie vorge

Meinen BESTEN DANK an dich - du bestätigst hier meinen Verdacht von Anfang an, dass hier schon die Tatsache angezweifelt werden muss, dass es sich überhaupt um ein "Gutachten" im rechtlichen Sinne handelt, welches auch in der Hinsicht einmal angezweifelt werden darf und sollte, dass so etwas die Grundlage für einen Sozialträger sein kann und dürfte und somit auch schwere Folgen im Leben eines Leistungsberechtigten haben kann!

Dies sollte mal an- und aufgegriffen werden und anhand klar zu benennder Rechtsgrundlagen von den Bildungsträgern, den entsprechenden Berufsverbänden sowie den Sozialträgern BENANNT werden.

Es kann für mein Verständnis eine derartige "gutachterliche Aussage", die ja NICHT von einem neutralen Arzt oder Psychiater/Dipl. Psych. ausgestellt wurde, sondern von einem bezahlten Angestellten oder Freiberufler mit Honorar für seine Tätigkeit im Rahmen eines SEMINARS, das ja eindeutig KOMMERZIELLE ZWECKE verfolgt - nämlich privaten Bildungsinstituten DAS Geld in den Ar... zu schaufeln, was sie UNS nicht gönnen!

Ich verfolge deine Angelegenheiten hier ja auch schon lange und bin immer wieder entsetzt ...
 

Annkathrin

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AW: BfZ Essen:Maßnahme-Abschlussbericht enthält nachweisliche Unwahrheiten. Wie vorge

Hallo Ferdinand456,
vielen Dank für deinen "Erfahrungsbericht und die Hinweise zum weiteren Vorgehen bzgl. der "Sachlage".
 

Muzel

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AW: BfZ Essen:Maßnahme-Abschlussbericht enthält nachweisliche Unwahrheiten. Wie vorge

Gila, ich habe in einem Urteil gelesen, dass sogar Heilpraktiker, Menschen ohne Studium, ein gleichwertiges Gutachten wie ein Arzt oder Psychologe erstellen kann. Gutachter sowie Sachverständiger ist überhaupt kein rechtlich geschützter Begriff.
 
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