BFW erlaubt keine Meldeadresse, ab jetzt ohne festen Wohnsitz? (1 Betrachter)

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Pewa

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Hallo meine Lieben,

eine Freundin von mir beginnt am 01.09.2015 mit einer Umschulung an einem BFW. Dort ist sie auch für die nächsten 2 Jahre untergebracht. Ihre alte Wohnung hat sie bereits gekündigt. Diese Woche hat sie nochmal mit dem BFW wegen Anreise und anderer Themen telefoniert.

Als sie die Abmeldung vom alten Wohnort ansprach, wurde ihr vom BFW unmißverständlich klar gemacht, dass sie das BFW nicht als Meldeadresse angeben dürfe. Dies liege daran, dass es im Sommer für mehrere Wochen geschlossen hat und daher nicht als Wohnsitz gelten darf.

Was muss sie denn jetzt machen? Nach dem Gesetz muss doch der Ort, an dem man die meiste Zeit verbringt, als Erstwohnsitz angegeben werden oder? Kann/Muss sie sich jetzt "ohne festen Wohnsitz" anmelden?
 

nik72

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Bei mir war es so, dass der Standort des BFW als Hauptwohnsitz galt und die Wohnort- Wohnung als Nebenwohnsitz angemeldet war.

Warum hat Deine Freundin ihre Wohnung gekündigt? Um Geld zu sparen?
Nach der Umschulung muss sie ja wieder aus dem BFW raus.

Ausserdem weiss man ja nicht, wie der Wohnungsmarkt in zwei Jahren aussieht.

Vielleicht kann sie mit dem Vermieter verhandeln, dass sie die Kündigung wieder zurückziehen kann.
 

Pewa

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Warum will Deine Freundin ihre Wohnung kündigen? Um Geld zu sparen?
Richtig. Sie bekommt aufgrund ihres schlechten Verdienstes früher relativ wenig Übregangsgeld, ist alleinstehend und das BFW liegt in der Nähe ihres Geburtsortes, wo sie noch viele Jugendfreunde hat (ich inklusive). Ihren alten Umzug hatte sie ja nur wegen der Arbeit auf sich genommen. Sie ist sehr froh, wieder "nach Hause zu kommen". Natürlich wird sie sich bei Gelegenheit eine Wohnung suchen. Sie hat aber keine Ahnung, wohin es sie beruflich nach der Umschulung verschlagen wird.

Fakt ist, das BFW verweigert die Erlaubnis zur Anmeldung als Wohnsitz. Ab 01.09.2015 ist ihre alte Wohnung aufgelöst. Das sieht nach einem "ohne festen Wohnsitz" im Pass dann aus, oder?
 

Sani73

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Die meisten BFW`s haben auch jedes zweite Wochenende geschlossen weil der Kostenträger 2 Familienheimfahrten im Monat zahlt.
So ist das auch in den Ferien oder auch an Feiertagen. Da müssen dann alle das BFW verlassen.

Da hat sie wohl etwas voreilig gehandelt und vorab sich nicht richtig informiert. Vielleicht lässt sich die Kündigung ja rückgängig machen.

Viel Glück
 

Pewa

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Da hat sie wohl etwas voreilig gehandelt und vorab sich nicht richtig informiert. Vielleicht lässt sich die Kündigung ja rückgängig machen.

Viel Glück
Nein nein. Wie ich oben schon geschrieben habe, in ihrer alten Wohngegend hält sie nichts mehr, ihr Geburtsort liegt nur wenige Kilometer neben dem BFW. Sie würde an den Wochenenden ihre Freunde besuchen kommen. Sie zieht quasi zur Umschulung in ihre Heimat zurück!
 

Sani73

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Nein nein. Wie ich oben schon geschrieben habe, in ihrer alten Wohngegend hält sie nichts mehr, ihr Geburtsort liegt nur wenige Kilometer neben dem BFW. Sie würde an den Wochenenden ihre Freunde besuchen kommen. Sie zieht quasi zur Umschulung in ihre Heimat zurück!
OK, dann hätte sie evtl. die Möglichkeit sich eine Wohnung in dem Ort zu suchen in dem das BFW ist. Das sollte sie unbedingt mit dem Kostenträger abklären. So weit ich weiß bekommt sie dann Wohngeld durch den Kostenträger.
Sie könnte dann dennoch die Annehmlichkeiten des BFW`s nutzen. Das einzige was sie dann nicht bekommt ist Frühstück und Abendbrot. Mittag gibt es im BFW.
 

Pewa

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OK, dann hätte sie evtl. die Möglichkeit sich eine Wohnung in dem Ort zu suchen in dem das BFW ist. Das sollte sie unbedingt mit dem Kostenträger abklären. So weit ich weiß bekommt sie dann Wohngeld durch den Kostenträger.
Sie könnte dann dennoch die Annehmlichkeiten des BFW`s nutzen. Das einzige was sie dann nicht bekommt ist Frühstück und Abendbrot. Mittag gibt es im BFW.
Die Umschulung beginnt am 02.09.
Sie kann sich natürlich eine Wohnung suchen, das wird aber im September oder gar Oktober nichts. Eine Postadresse auf dem Personaladresse, die nicht ständig von Ihr bekommt wird, ist nicht legal. Das haben wir ja schon bei der Internetsuche rausbekommen. Damit fallen Freunde und Bekannte als Meldeadresse weg.

Damit sind wir wieder bei der Ursprungsfrage: Wenn sie jetzt erst für Oktober oder November eine Wohnung findet, muss/kann sie dann "ohne festen Wohnsitz" in den Pass eintragen lassen?
 

nik72

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Sie könnte sich auch bei Freunden in deren Mietvertrag aufnehmen lassen (zu denen sie in den BFW- freien Zeiten hin möchte), so dass sie dort "offiziell" wohnt. Das würde aber grosses Vertrauen voraussetzen.

Und dass sie zum Einwohnermeldeamt geht und sich pro forma bei z.B. einer Freundin anmeldet, geht wirklich nicht?

Ob das so einfach ist, sich ofW (ohne festen Wohnsitz) eintragen zu lassen, weiss ich nicht. War ja noch nicht obdachlos. :wink:
 

ZynHH

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Oftmals bieten auch Diakonie oder caritas die Möglichkeit einer meldefahigen Postanschrift. Einfach mal dort fragen.
 

Pewa

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So, heute morgen hat sie mit unserem Einwohnermeldeamt telefoniert.
Laut denen hätten die diesen Fall öfter. Wenn sie die Nachteile davon in Kauf nehmen möchte, kann ein "ohne festen Wohnsitz" relativ stressfrei in den Ausweis eingetragen werden. Bei Behörden soll sie dann eben ihre Postanschrift am BFW mitteilen. Klingt fast schon zu einfach o.0
 

faalk

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So, heute morgen hat sie mit unserem Einwohnermeldeamt telefoniert.
Laut denen hätten die diesen Fall öfter. Wenn sie die Nachteile davon in Kauf nehmen möchte, kann ein "ohne festen Wohnsitz" relativ stressfrei in den Ausweis eingetragen werden. Bei Behörden soll sie dann eben ihre Postanschrift am BFW mitteilen. Klingt fast schon zu einfach o.0
In dem BFW wo ich war, konnte man sich nur als Zweitwohnsitz anmelden. So konnte man sich wenigstens die Post dorthin schicken lassen. Man konnte auch die nicht offenen Wochenenden im Internat bleiben (Ohne Verpflegung ), bis auf die Feiertagswochenden wie Ostern zb. dann und besonders zu den Ferienzeiten wo das BFW komplett geschlossen ist, muss man raus.
 

Pewa

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In dem BFW wo ich war, konnte man sich nur als Zweitwohnsitz anmelden. So konnte man sich wenigstens die Post dorthin schicken lassen. Man konnte auch die nicht offenen Wochenenden im Internat bleiben (Ohne Verpflegung ), bis auf die Feiertagswochenden wie Ostern zb. dann und besonders zu den Ferienzeiten wo das BFW komplett geschlossen ist, muss man raus.
Wie schon gesagt, das ist nicht das Problem. Mir hat sie das jetzt erklärt:
Ihr BFW hat am Wochenende geöffnet, man muss sich wegen Verpflegung in eine Liste eintragen. Das liegt wohl daran, dass dieses BFW noch eine normale Fach-/Berufsschule für seltene Ausbildungsberufe mit dabei hat (Blockunterricht usw., ist wohl die einzige Berufsschule in Deutschland für bestimmte Berufe) und daher sowieso durchgehend geöffnet ist. Es gibt lediglich im August ein paar Wochen, in denen alle raus müssen und die Weihnachtswoche bis Neujahr. Da kommt sie dann eben bei ihren Freunden unter, an Weihnachten fährt sie durch die Republik zu ihren Eltern.

Ihr ist es doch völlig wurst, was in ihrem Personalausweis steht. Sie dachte nur, dass man in Deutschland ein "ohne festen Wohnsitz" nur sehr schwer eingetragen bekäme. Aber das Einwohnermeldeamt hat dafür jetzt schon grünes Licht gegeben.
 
E

ExitUser

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Melderechtlich gesehen ist der Hauptwohnsitz der Wohnsitz, an dem man sich überwiegend aufhält.
Laut Meldegesetz wäre die Freundin sogar verpflichtet, sich im BFW amtlich zu melden.
 

Pewa

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Laut Meldegesetz wäre die Freundin sogar verpflichtet, sich im BFW amtlich zu melden.
Das dachten wir alle.
Das Einwohnermeldeamt merkte sofort an, dass es bei ihnen absolut üblich wäre, Menschen "ohne festen Wohnsitz" aufzunehmen. Viele Umschüler leben in den Jahren ihrer Umschulung an diesem Ort. Eine Postadresse hätte dort ja jeder, nur melden darf man sie aus rechtlichen Gründen nicht.
 
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