Bezugszeit Krankengeld als Pflichtzeit - wie wird gerechnet? (1 Betrachter)

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Jens2010

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Hallo zusammen,

ich beziehe seit einiger Zeit Krankengeld von der Krankenkasse, das Ende der Arbeitsunfähigkeit ist aber schon abzusehen. Ich bin während des (ehemaligen) Beschäftigungsverhältnisses krank geworden und dann gekündigt worden und direkt ins Krankengeld übergegangen. Ich bin also nicht arbeitslos gemeldet.
Wenn ich richtig informiert bin, zählen meine Zeiten des Krankengeldbezugs als Pflichtzeiten beim Arbeitslosengeld.
Die Krankenkasse berechnet das Krankengeld bei vollen Monaten grundsätzlich mit 30 Tagen, unabhängig von der tatsächlichen Tagzahl nach Kalender (28,31,30).
Sind das auch die Tage, die mir als Pflichtzeiten angerechnet werden, also 30 pro vollem Monat? Oder zählen hierfür die tatsächlichen Kalendertage?

Gruß
Jens
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Jens,

Bemessungsentgelt/ -zeitraum - www.arbeitsagentur.de

Zur Bemessung wird nur auf Arbeitsentgelt aus versicherungspflichtigen Beschäftigungen im Bemessungszeitraum zurückgegriffen. Andere Zahlungen oder Leistungen (zum Beispiel Krankengeld) werden nicht zur Bemessung herangezogen.
Zur Berechnung der Zeiten schau bitte hier rein:

§ 339 Berechnung von Zeiten
Für die Berechnung von Leistungen wird ein Monat mit 30 Tagen und eine Woche mit sieben Tagen berechnet. Bei der Anwendung der Vorschriften über die Erfüllung der für einen Anspruch auf Arbeitslosengeld erforderlichen Anwartschaftszeit sowie der Vorschriften über die Dauer eines Anspruchs auf Arbeitslosengeld nach dem Ersten Abschnitt des Vierten Kapitels dieses Buches entspricht ein Monat 30 Kalendertagen. Satz 2 gilt entsprechend bei der Anwendung der Vorschriften über die Erfüllung der erforderlichen Vorbeschäftigungszeiten sowie der Vorschrift über die Dauer des Anspruchs auf Übergangsgeld im Anschluß an eine abgeschlossene Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben.
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Jens2010

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Ich kann da jetzt leider keine Antwort auf meine Frage erkennen. Außer, dass meine Verwirrung noch größer geworden ist. Ich hoffe nicht, dass das Deine Absicht war ;-)

Soweit ich die Sache mit der Anwartschaftzeit verstanden habe (Anwartschaftszeit - www.arbeitsagentur.de) zählt der Bezug von Krankengeld sehr wohl zur Anwartschaftzeit. Dass das Krankengeld für die Höhe des ALG I nicht relevant ist, mag sein, Das wollte ich auch gar nicht wissen. Es geht mir rein um die Zeiten und den Anspruch dem Grunde nach. Denn ich lese
"Die Zeit, für die Sie Arbeitslosengeld erhalten können, ist abhängig von Ihrem Lebensalter und davon, wie lange Sie in den letzten fünf Jahren arbeitslosenversicherungspflichtig waren."
Wobei ich "arbeitslosenversicherungspflichtig" zu sein jetzt als Ansammeln von Versicherungszeiten betrachtet habe, kurz gesagt als die Anwartschaftszeit. Und bei der Anwartschaftszeit wiederum finde ich
Auch durch folgende Zeiten kann die Anwartschaftszeit erfüllt werden:
  • Zeiten, in denen Sie als Wehr- oder Zivildienstleistender in einem Versicherungspflichtverhältnis gestanden haben,
  • Zeiten, für die wegen des Bezuges von Mutterschaftsgeld, Krankengeld, Versorgungskrankengeld, Verletztengeld, Übergangsgeld wegen medizinischer Rehabilitation oder Krankentagegeld eines Unternehmens der privaten Krankenversicherung Beiträge zur Bundesagentur für Arbeit zu zahlen waren,
Also glaube ich, dass die Antwort auf meine Frage lautet: Ja, die Bezugsdauer von Krankengeld zählt zur Anwartschaftszeit.


Den Link mit den Tagen pro Monat habe ich verstanden. Danke dafür! :)


Gruß
Jens
 
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