Bezug von Kinderzuschlag und gleichzeitig einmalige Bedarfe nach SGB II möglich? (1 Betrachter)

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ChinW

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Meine Frage ergibt sich bereits aus der Überschrift. (Ich bin nicht der Bezieher, ich helfe der Familie nur.)

Die Familie besteht jetzt aus vier Kindern und Eheleute. Der Mann geht Vollzeit arbeiten, benötigen aber noch ergänzend Kinderzuschlag und Wohngeld, welches sie auch beziehen.
Im Mai 2016 kam das vierte Kind zur Welt. Dazu riet ich der Familie aufgrund dieser Information des BMFSFJ: https://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/Merkblatt-Kinderzuschlag.pdf
einmalige Bedarfe nach § 24 Abs. 3 SGB II zu beantragen (Erstausstattung für Bekleidung bei Schwangerschaft und
Erstausstattung bei Geburt), Zitat aus dem Merkblatt -Punkt 1.4:

"Einmalige Bedarfe nach § 24 Abs. 3 SGB II (z. B. Erstausstattung
für Wohnung, Bekleidung, Schwangerschaft und Geburt oder Reparatur
von therapeutischen Geräten) sowie einmalige Leistungen
für Unterkunft und Heizung in Höhe der Aufwendungen für die Beschaffung
von Brennstoffen werden bei der Prüfung, ob der Bedarf
der Familie mit Kinderzuschlag und evtl. zustehendem Wohngeld
gedeckt ist, nicht berücksichtigt. Leistungen für diese Sonderbedarfe
können aber, zusätzlich zu Kinderzuschlag und Wohngeld, vom Träger
der Grundsicherung gewährt werden
.
"

Nun erhielt die Familie ein Schreiben vom Jobcenter, worin aufgegeben wird, einen kompletten Antrag auf ALG II zu stellen, was sehr umfangreich für einen einmaligen Bedarf ist.
Nach meiner Meinung auch überflüssig, da bereits Kinderzuschlag und Wohngeld bezogen wird und folgerichtig der Antrag abgelehnt werden würde (vielleicht ist dies Taktik).
Ich dachte eher an eine Antragstellung wie beim Bildungs- und Teilhabepaket, einfacher Antrag mit Kopie des Bescheids für Kinderzuschlag, Mutterpass und Geburtsurkunde. Genau diese Sachen wurden auch eingereicht.

Hat von euch jemand dazu Informationen oder solche Mehrbedarfe zu Kinderzuschlag beantragt, mit welchem Ergebnis.
Oder liege ich hier vielleicht völlig falsch?

Mein weiteres Vorgehen wären jetzt Anfragen bei der BA und Bundesministerium. Ob die Antworten -mal sehen.
Ferner wäre natürlich noch ein Feststellungsklage möglich oder gar ein Hauptsacheverfahren bei Ablehnung.

Für hilfreiche Antworten wäre ich dankbar.

MfG
 
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