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Beworben, deshalb jetzt Sanktion, hilfe bitte

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Habe am 23.08.2006 ich bei einem Termin in meinem Jobcenter Kronach einen Vorschlag für einen EEJ bekommen.
Am selben Tag habe ich mich schriftlich mit meinen Bewerbungsunterlagen beworben und um einen persönlichen Vorstellungstermin gebeten.
Da ich alles gerne schriftlich abwickle wegen der Beweisbarkeit, habe ich keine Telefonnummer angegeben.

"Nun kommt heute folgendes Schreiben vom Jobcenter Kronach (Oberfranken).:

Leistung zur Sicherung des Lebensunterhalts, Anhörung nach § 24 SGB X

Sehr geehrter Herr Schröpfer,

Ihnen ist am 23.08.2006 eine Arbeitsgelegenheit als Helfer bei der Firma Diakonisches Werk angeboten worden.

Dieses Angebot war unter Berücksichtigung Ihrer Leistungsfähigkeit und persönlichen Verhältnisse zumutbar.

Trotz Belehrung über die Rechtsfolgen haben Sie durch Ihr Verhalten das Zustandekommen der o. g. Tätigkeit vereitelt.

Der Arbeitgeber hat mir dazu folgendes Mitgeteilt:
Herr Schröpfer bewirbt sich schriftlich auf eine persönlich ausgehändigte Arbeitsgelegenheit und bittet um die Vereinbarung eines persönlichen Vorstellungstermines und gibt aber dazu keine Telefonnummer an.

Die Absenkung oder der Wegfall der Leistung tritt ein, wenn Sie der o. g. gesetzlichen Verpflichtung ohne wichtigen Grund nicht nachgekommen sind."


Tja, man will mich also sanktionieren, weil ich keine Telefonnummer angegeben habe sondern das ganze auf dem Schriftwege abgewickelt wissen möchte.

Natürlich frage ich mich, welcher Verpflichtung ich nicht nachgekommen bin.

Und: Was soll ich jetzt unternehmen, wie soll ich auf die Anhörung reagieren bzw. was soll ich da reinschreiben?

Normalerweise bin ich nicht auf den Kopf/Mund gefallen aber jetzt bin ich ob dieses Vorgangs völlig ohne Worte.

Bitte um Eure Meinung und Ratschläge, vielen Dank!
 

wusel

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da sist doch nicht dein ernst oder ?
wegen nicht angabe deiner tele nummer ? oha
 

Protest

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Doch, das ist Todernst, ich werde das ganze einscannen und als Anhang hier einstellen.
 
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Re: Beworben, deshalb jetzt Santion, hilfe bitte

Protest schrieb:
Habe am 23.08.2006 ich bei einem Termin in meinem Jobcenter Kronach einen Vorschlag für einen EEJ bekommen.
Am selben Tag habe ich mich schriftlich mit meinen Bewerbungsunterlagen beworben und um einen persönlichen Vorstellungstermin gebeten.
Da ich alles gerne schriftlich abwickle wegen der Beweisbarkeit, habe ich keine Telefonnummer angegeben.

"Nun kommt heute folgendes Schreiben vom Jobcenter Kronach (Oberfranken).:

Leistung zur Sicherung des Lebensunterhalts, Anhörung nach § 24 SGB X

Sehr geehrter Herr Schröpfer,

Ihnen ist am 23.08.2006 eine Arbeitsgelegenheit als Helfer bei der Firma Diakonisches Werk angeboten worden.

Dieses Angebot war unter Berücksichtigung Ihrer Leistungsfähigkeit und persönlichen Verhältnisse zumutbar.

Trotz Belehrung über die Rechtsfolgen haben Sie durch Ihr Verhalten das Zustandekommen der o. g. Tätigkeit vereitelt.

Der Arbeitgeber hat mir dazu folgendes Mitgeteilt:
Herr Schröpfer bewirbt sich schriftlich auf eine persönlich ausgehändigte Arbeitsgelegenheit und bittet um die Vereinbarung eines persönlichen Vorstellungstermines und gibt aber dazu keine Telefonnummer an.

Die Absenkung oder der Wegfall der Leistung tritt ein, wenn Sie der o. g. gesetzlichen Verpflichtung ohne wichtigen Grund nicht nachgekommen sind."


Tja, man will mich also sanktionieren, weil ich keine Telefonnummer angegeben habe sondern das ganze auf dem Schriftwege abgewickelt wissen möchte.

Natürlich frage ich mich, welcher Verpflichtung ich nicht nachgekommen bin.

Und: Was soll ich jetzt unternehmen, wie soll ich auf die Anhörung reagieren bzw. was soll ich da reinschreiben?

Normalerweise bin ich nicht auf den Kopf/Mund gefallen aber jetzt bin ich ob dieses Vorgangs völlig ohne Worte.

Bitte um Eure Meinung und Ratschläge, vielen Dank!
Das ist ja (von der Arge) an den Haaren herbeigezogen!

1.) Der AG hat deine Adresse, kann dich also anschreiben und dir somit jederzeit einen Termin mitteilen. Da du telefonisch nicht erreichbar bist läge die Verantwortung für ein eventuelles Versäumnis dieses Termins bei dir.

2.) Stehst du nicht im Telefonbuch?

3.) Hat die Arge oder der AG dich dazu verpflichtet deine Tel.Nr. mitzuteilen!?

Teile der Arge mit dass du jederzeit postalisch errreichbar bist, wie dies die Erreichbarkeitsanordnung fordert.

Du ziehst den postalischen Weg, aufgrund des besseren Nachweises anhand von Schriftstücken vor, da telefonische Aussagen jederzeit bestritten werden können und du im Nachteil wärest, solltest du etwas nachweisen müssen das zwar telefonisch vereinbart, später jedoch bestritten würde.

Mit den Hartzgesetzen, bzw. den Auslegungen einiger Argen dazu, ist der "Kunde" der Behörde derart im Nachteil dass er gut daran tut, jeden auch noch so scheinbar unwichtigen Vorgang schriftlich und somit erst beweisbar, abzuwickeln.

Gruß, Anselm
 

Protest

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Der Vorgang eingescannt Teil 2

Hier die Scans:
 

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Der Vorgang eingescannt Teil 1

Hier die Scans:
 

Martin Behrsing

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Hier wirst Du es bei einem Widerspruch leicht haben. Fordere denn noch deinen Sachbearbeiter schriftlich auf, dass dieser bitte die Verhätlnismäßigkeit wahrt und sich an seine gesetzlichen Vorschriften halten soll. Dazu kannst Du ihn daran erinnern, dass er Artikel 20 GG und Artikel 1 GG im besonderen verpflichtet ist und dich nicht zum Gegenstand eines willkürlichen Verfahrens machen darf
 

Arco

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.... eine kleine Verständnisfrage

bei der Zuweisung (!!) vom 23.08.06 steht irgendwas von Vorstellung am .... Frage, wer hat das durchgestrichen ? ? ?
 

Zumutbarkeit

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Aber überhaupt die Tätigkeitszuweisung. Ich würde sagen hier wird eine Vollzeitstelle durch 1 € Jobber ersetzt. Typisch Diokanie.

Und sonst ist doch das an den Haaren herbeigezogen von der Arge.
 

Arania

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Ein Reizwort für mich, genau wie Caritas
 

Arco

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Zumutbarkeit schrieb:
Aber überhaupt die Tätigkeitszuweisung. Ich würde sagen hier wird eine Vollzeitstelle durch 1 € Jobber ersetzt. Typisch Diokanie.

Und sonst ist doch das an den Haaren herbeigezogen von der Arge.
... da kann ich dir voll und ganz RECHT geben aber in diesem Falle ist das erst mal nicht relevant.

Die Frage ist doch - war/ist das eine Zuweisung für einen bestimmten EEJ oder eine "normale" Aufforderung sich für einen Job zu bewerben :pfeiff: :pfeiff:

Und auch deswegen meine Frage wer da was im Text gestrichen hat .....

Jetzt bitte nicht wieder bei mir falsch verstehen, aber ich sehe das nicht so leicht hier rauszukommen :( :(
 

alpha

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Mhh.. aber das ist doch gar keine Stelle wo man sich drauf bewerben muß.
Sieht eher nach 1€ aus, diese werden doch normalerweise nicht "vorgeschlagen", sondern man wird dem jeweiligem Träger "zugeteilt"
Dass man bei sowas auch noch schrift. Unterlagen einreichen muß, ist mir neu. Wird ja immer "schöner", man muß sich nun sogar auf 1€ mit kompletten schrift. Unterlagen bewerben. Hä?? :?
 

Arco

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alpha schrieb:
Mhh.. aber das ist doch gar keine Stelle wo man sich drauf bewerben muß.
Sieht eher nach 1€ aus, diese werden doch normalerweise nicht "vorgeschlagen", sondern man wird dem jeweiligem Träger "zugeteilt"
Dass man bei sowas auch noch schrift. Unterlagen einreichen muß, ist mir neu. Wird ja immer "schöner", man muß sich nun sogar auf 1€ mit kompletten schrift. Unterlagen bewerben. Hä?? :?
;) ;) deshalb meine Anmerkung - die Sache ist noch nicht gegessen (leider) :kinn:
 
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Gast
Wenn es nicht so ernst wäre, würde ich sagen, das ist die Lachnummer schlechthin.

Gib in dieser Stellungnahme an, dass du dich am Tag des Briefdatums (wie hast du diesen Brief bekommen, dass du dich noch am 23.8. bewerben konntest?) so wie es in der Zuweisung stand mit dem Träger der Maßnahme (nicht Arbeitgeber!!!!!) in Verbindung gesetzt hast und um einen Termin zwecks Vorstellung gebeten hast. Du bist niemandem Rechenschaft schuldig und solltest es auch nicht tun, warum du nicht telefoniert hast. Du hast nicht telefoniert und gut ist. Dein Telefon war gestört, du hast gar keins, du hast es nicht gefunden, der Akku war kaputt, du hast eine Telefonphopie, du verstehst nichts am Telefon. Du möchtest die Dinge, die mit der Arge zusammenhängen, schriftlich regeln.
Das alles hat niemanden zu interessieren. Du hast dich mit dem Diakonischen Werk in Verbindung gesetzt. Du hast sogar eine ausführliche Bewerbung hingeschickt. Was wollen die mehr.

Dass du den Vorschlag für diese MAE nicht so wie die anderen Teilnehmer bereits Anfang Juli bekommen hast, kann dir nicht angelastet werden.

Auch war auf dem Vorschlag nicht ersichtlich, dass du am nächsten Tag dort antreten solltest. Das die Maßnahme vom 24.8.-31.12.06 dauern soll, ist ja ganz gut und schön, bedeutet aber nicht, dass du dann dort - wo eigentlich - sein sollst.

Nein, du hast dich richtig verhalten.
 

Arco

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@ Barney


.... dein Wort in G eh Arges Ohr

auch wenn du wieder nicht unrecht hast, aber das wird doch leider wieder so ausgehen - Leistungskürzung - Widerspruch - Klage und dann ist mann/frau wieder auf hoher Seeeeeeee :( :( :(

(übrigens warum bist du und Q.... immer noch kopflos ;) )
 

Protest

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Alle handschriftlichen Korrekturen bis auf die Bemerkung "beworben am...." stammen von der SB.
Ich konnte so schnell auf die Zuteilung reagieren weil diese mir am 23.08.06 persönlich anlässlich eines Termins beim Jobcenter Kronach ausgehändigt wurde.
Was soll ich denn noch tun um diese Leistungskürzungsfreakin des Jobcenters zufriedenzustellen, schliesslich habe ich noch am selben Tag Kontakt aufgenommen und mich schriftlich beworben.
Davon, dass ich mich am 24,08,06 zum Arbeitsdienst einzufinden habe, ist ja nirgendwo die Rede, vor allem wann und wo?

Ausserdem meine ich, dass die Zuweisung nicht ausreichend bestimmt war, was die Arbeiten, Frohndienstort, Frohndienstzeit usw. angeht.
Nur die Formulierung macht mir noch zu schaffen, ich will ja der SB gleichzeitig einen Streifschuss mit DA und FA verpassen, auch wenns eventuell nicht viel hilft.

Für weitergehende (Formulierungs)Hilfe immer noch dankbar,
Protest
 

heuschrecke

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Also das Original des handschriftlich veränderten Schriebs würde ich NIEEEE wieder aus der Hand geben. Am besten im Tresor einschliessen. Dass könnte bei einem Verfahren kriminaltechnisch untersucht werden müssen, um zu beweisen, wer da was mit welchem Stift gezeichnet hat.
Eine Kopie sollte für Arge und Anwalt ja ausreichend sein.

Ich würde in einem solchen Fall wahrscheinlich einen Anwalt aufsuchen. Denn es geht immerhin um ca 300Eur im ersten Schachzug. Und so wie deine SB drauf zu sein scheint, hat die noch grosse Pläne. Denn normal ist dieses Verhalten ganz sicher nicht. Daher lieber gleich von Anfang an professionell reagieren. Muss aber jeder elbst entscheiden.

Ansonsten (wenn unbedingt ohne Fachanwalt) würde ich mir das alte Sprichwort zu Herzen nehmen: Weniger ist oft mehr. Viele schreiben in diese Fragebögen (deren Formulierung ich übrigens teilweise ziemlich unverschämt finde) ellenlange Aufsätze rein. Formulieren dann noch irgendwelche Vorwürfe gegenüber den SBs ganz spitzfindig hinein und meinen, dass das irgendwen interessieren würde... Das Gegenteil ist IMHO der Fall. Je mehr man dort labert, um so mehr Material hat der/die SB um sich daraus irgendwelche Verstösse zurechtzubiegen (zurechtzuphantasieren).

In dem Stil ist ja auch der Fragebogen "Erklärung über das Nichtzustandekommen eines Beschäftigungsverhältnisses" abgefasst: xIch war zu faul xIch war nicht da xIch wollte nicht x...

Das Freundlichste was man da im Normalfall ankreuzen kann ist: xDer Arbeitgeber hat es AUFGRUND MEINER ANGABEN abgelehnt, mir einen Vorstellungstermin zu nennen.
(Ich bin also mal wieder Schuld. Ich bin so schlecht. Ich bin unwürdig. Bitte gebt mir einen Kanten Brot. Mehr habe ich eh nicht verdient.)

So in der Richtung denken die IMHO, deswegen sind da irgendwelche persönlichen Vorwürfe in Anhörungsbögen IMHO vergebene Liebesmüh. :laber:
 

Netnetworx

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Protest schrieb:
Habe am 23.08.2006 ich bei einem Termin in meinem Jobcenter Kronach einen Vorschlag für einen EEJ bekommen.
Am selben Tag habe ich mich schriftlich mit meinen Bewerbungsunterlagen beworben und um einen persönlichen Vorstellungstermin gebeten.
Da ich alles gerne schriftlich abwickle wegen der Beweisbarkeit, habe ich keine Telefonnummer angegeben.

"Nun kommt heute folgendes Schreiben vom Jobcenter Kronach (Oberfranken).:

Leistung zur Sicherung des Lebensunterhalts, Anhörung nach § 24 SGB X

Sehr geehrter Herr Schröpfer,

Ihnen ist am 23.08.2006 eine Arbeitsgelegenheit als Helfer bei der Firma Diakonisches Werk angeboten worden.

Dieses Angebot war unter Berücksichtigung Ihrer Leistungsfähigkeit und persönlichen Verhältnisse zumutbar.

Trotz Belehrung über die Rechtsfolgen haben Sie durch Ihr Verhalten das Zustandekommen der o. g. Tätigkeit vereitelt.

Der Arbeitgeber hat mir dazu folgendes Mitgeteilt:
Herr Schröpfer bewirbt sich schriftlich auf eine persönlich ausgehändigte Arbeitsgelegenheit und bittet um die Vereinbarung eines persönlichen Vorstellungstermines und gibt aber dazu keine Telefonnummer an.

Die Absenkung oder der Wegfall der Leistung tritt ein, wenn Sie der o. g. gesetzlichen Verpflichtung ohne wichtigen Grund nicht nachgekommen sind."


Tja, man will mich also sanktionieren, weil ich keine Telefonnummer angegeben habe sondern das ganze auf dem Schriftwege abgewickelt wissen möchte.

Natürlich frage ich mich, welcher Verpflichtung ich nicht nachgekommen bin.

Und: Was soll ich jetzt unternehmen, wie soll ich auf die Anhörung reagieren bzw. was soll ich da reinschreiben?

Normalerweise bin ich nicht auf den Kopf/Mund gefallen aber jetzt bin ich ob dieses Vorgangs völlig ohne Worte.

Bitte um Eure Meinung und Ratschläge, vielen Dank!

hallo Protest

ich kann dir aus eigender erfahrung sagen das du dir da keine sorgen machen musst! wiederspruch einlegen

ich habe anfang das jahres genau den gleichen fall gehabt!
ich bewerbe mich gruntsätzlich nicht mit telefonnummer

es ging auch um einen EEJ
wo ich mich bewerben mußte
habe es auch schriftlich gemacht wie es sich ja auch gehört
da wurde das arbeitsamt auch in kentnies gesetzt das ich keine telefonnummer angegeben habe und da wollten die mich gleich sanktionieren ich hin habe den klar gemacht das ich nicht verflichtet bin meine tel nummer an zu geben und wenn sie es drauf anlegen wollen das ich meinen rechtsbeistand einschalte und es bis vors solzialgericht gehen lassen werde wenn ich sanktioniert werde!

da wurde mein fm ganz sprachlos und stammelte
das es ja nicht sein müsste das ich soweit gehe
da sagte ich noch es muss auch nicht soweit kommen
das er so ein blödsinn macht!

und das ende von lied war das ich nicht sanktioniert wurde

es gibt keine flicht das man seine telefonnummer angeben muss
das bleib immer noch jeden selbst überlassen!

ich hoffe dir geholfen zu haben

mfg

netnetworx
 
E

ExitUser

Gast
Ich muß Heuschrecke insofern zustimmen, als dieser Fragebogen wohl das letzte ist. Aber darauf ist noch genügend Platz, damit eine Richtigstellung geschrieben werden kann.

Dass dies so geht, hat Netnetworx' Erlebnis mit dieser Art der Androhung umzugehen, beschrieben.

Über das Ergebnis sind hier hier sehr gespannt.
 
E

ExitUser

Gast
Re: Beworben, deshalb jetzt Santion, hilfe bitte

Anselm Querolant schrieb:
Teile der Arge mit dass du jederzeit postalisch errreichbar bist, wie dies die Erreichbarkeitsanordnung fordert.

Du ziehst den postalischen Weg, aufgrund des besseren Nachweises anhand von Schriftstücken vor, da telefonische Aussagen jederzeit bestritten werden können und du im Nachteil wärest, solltest du etwas nachweisen müssen das zwar telefonisch vereinbart, später jedoch bestritten würde.

Mit den Hartzgesetzen, bzw. den Auslegungen einiger Argen dazu, ist der "Kunde" der Behörde derart im Nachteil dass er gut daran tut, jeden auch noch so scheinbar unwichtigen Vorgang schriftlich und somit erst beweisbar, abzuwickeln.
Das würd ich auch so beantworten!

Werd ich mir schon mal merken, falls so eine Aufforderung auf mich zukommt :)

Gruß aus Ludwigsburg
 

Baerendienst

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Protest schrieb:
Habe am 23.08.2006 ich bei einem Termin in meinem Jobcenter Kronach einen Vorschlag für einen EEJ bekommen.
Am selben Tag habe ich mich schriftlich mit meinen Bewerbungsunterlagen beworben und um einen persönlichen Vorstellungstermin gebeten.
Da ich alles gerne schriftlich abwickle wegen der Beweisbarkeit, habe ich keine Telefonnummer angegeben.

"Nun kommt heute folgendes Schreiben vom Jobcenter Kronach (Oberfranken).:

Leistung zur Sicherung des Lebensunterhalts, Anhörung nach § 24 SGB X

Sehr geehrter Herr Schröpfer,

Ihnen ist am 23.08.2006 eine Arbeitsgelegenheit als Helfer bei der Firma Diakonisches Werk angeboten worden.

Dieses Angebot war unter Berücksichtigung Ihrer Leistungsfähigkeit und persönlichen Verhältnisse zumutbar.

Trotz Belehrung über die Rechtsfolgen haben Sie durch Ihr Verhalten das Zustandekommen der o. g. Tätigkeit vereitelt.

Der Arbeitgeber hat mir dazu folgendes Mitgeteilt:
Herr Schröpfer bewirbt sich schriftlich auf eine persönlich ausgehändigte Arbeitsgelegenheit und bittet um die Vereinbarung eines persönlichen Vorstellungstermines und gibt aber dazu keine Telefonnummer an.

Die Absenkung oder der Wegfall der Leistung tritt ein, wenn Sie der o. g. gesetzlichen Verpflichtung ohne wichtigen Grund nicht nachgekommen sind."


Tja, man will mich also sanktionieren, weil ich keine Telefonnummer angegeben habe sondern das ganze auf dem Schriftwege abgewickelt wissen möchte.

Natürlich frage ich mich, welcher Verpflichtung ich nicht nachgekommen bin.

Und: Was soll ich jetzt unternehmen, wie soll ich auf die Anhörung reagieren bzw. was soll ich da reinschreiben?

Normalerweise bin ich nicht auf den Kopf/Mund gefallen aber jetzt bin ich ob dieses Vorgangs völlig ohne Worte.

Bitte um Eure Meinung und Ratschläge, vielen Dank!
Ich würde einfach zurückschreiben:

Ihr Schreiben vom xx.xx.xxxx -. Anhörung nach §24 SGB X

Sehr geehrte Damen und Herren,

Einem etwaigen Absenkungsbescheid diesbezüglich werde ich widersprechen.

Mit freundlichen Grüssen

Den Bogen würde ich aufbewahren aber nicht zurückschicken. Sollen die doch
entweder die Karten auf den Tisch samt Bescheid auf den Tisch legen oder die
Verunsicherungsaktion lassen.

In jedem Fall ist so ein Anhörungsbogen nur ein Testballon um zu sehen ob Du da
Dinge reinschreibst wie:

"Ich unternehme alles um einer Vermittlung in Arbeit entgegenzuwirken und werde
daher auch in Zukunft sogar notfalls meinen Telefonanschluss abbestellen falls
ich Gefahr laufe dadurch in Arbeit vermittelt zu werden"

Sehr oft ist es nämlich erst der Anhörungsbogen selbst der dem SB Munition an die
Hand reicht.
 

Protest

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Thematiker*in
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Entwurf einer Antwort, bitte Meinungen dazu

Ich habe ein Schreiben an das Jobcenter verfasst und stelle das hier mal ein mit der Bitte um eventuelle Verbesserungsvorschläge oder Meinungen.

Für die bisherigen Antworten möchte ich mich herzlich bedanken.

"Sehr geehrte Frau XXX,

Ihr Schreiben vom 31.08.2006, in dem Sie eine Absenkung meines Arbeitslosengeldes II androhen, ist bei mir eingegangen.

Um eine Stellungnahme nch § 24 SGB X abgeben zu können, bitte ich Sie um schriftliche Auskunft, welcher Verpflichtung ich im Zusammenhng mit dem Vorschlag einer Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung vom 23.08.2006 bei der Diakonie Kronach nicht nachgekommen sein soll.
Die beabsichtigte Absenkung mit der Begründung, ich hätte keine Telefonnummer angegeben, ist sicherlich nur ein Versehen Ihrerseits.

Für den Fall, daß Sie die beabsichtigte Absenkung weiter betreiben wollen, beantrage ich hiermit vor Abgabe meiner Stellungnahme Akteneinsicht und bitte hierzu um eine schriftliche Terminvereinbarung.
Der Termin für die Anhörung ist aus diesem Grund entsprechend zu verlängern.

Ich darf Sie außer auf die §§ des SGB ausdrücklich auf Artikel 1 und Artikel 20 GG hinweisen und stelle Ihnen anheim, Ihre Absicht noch einmal zu überdenken und schriftlich auf eine Absenkung aus diesem Vorgang zu verzichten.
Sollten Sie dazu nicht bereit sein, werde ich selbstverständlich mit allen rechtlichen Mitteln gegen eine Absenkung vorgen, u. A. auch mit einem Eilantrag beim SG Bayreuth.

Ich weise ausdrücklich darauf hin, daß dieses Schreiben keine Stellungnahme meinerseits auf die Anhörung darstellt und ich diese ggf. noch abgeben werde.

Ihre schriftliche Antwort erwarte ich bis zum 12.09.2006.


Mit freundlichen Grüßen"
 

hoppel

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ihr schreibt denen immer recht freundlich...

Ich würde denen kurz schreiben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihrer Absenkungsandrohung mit der Begründung ich habe bei meiner Bewerbung keine Telefonnummer genannt sehe ich verbundenmit dem Gedanken an einen Eilantrag beim SG Bayreuth gegen Sie in dieser Sache mit absoluter Gelassenheit entgegen. Ich fordere Sie auf mir die gesetzlichen Grundlagen für die Nennung meiner Telefonnummer zu nennen.

Gruß

xy
 

heuschrecke

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Ich weise ausdrücklich darauf hin, daß dieses Schreiben keine Stellungnahme meinerseits auf die Anhörung darstellt und ich diese ggf. noch abgeben werde.
Mein Alternativvorschlag:
Ich weise ausdrücklich darauf hin, daß dieses Schreiben keine abschliessende Stellungnahme meinerseits auf die Anhörung darstellt, da ich diese erst nach Einsicht der oben angeforderten Unterlagen abgeben kann und werde.
Ich würde aber weiter zum Gang zu einem Fachanwalt raten. Aber Du scheinst ja zu glauben, dass die nur Spass machen und das ein blosses Versehen war. Ich glaube das nicht. Ein Anwalt würde wahrscheinlich angesichts deines Briefes die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Ging mir jedenfalls in der Vergangenheit regelmässig so...

@SB's:
Vielleicht kann ja auch der eine oder andere SB hier noch den einen oder anderen sachdienlichen Hinweis posten... :x :lol: :p
 

Baerendienst

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heuschrecke schrieb:
Ein Anwalt würde wahrscheinlich angesichts deines Briefes die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Ging mir jedenfalls in der Vergangenheit regelmässig so...
Weniger ist oft mehr, gerade wenn es um so eine Anhörung geht (die neuerdings ja auch
noch optional ist wenn sie zeitlich einem Verwaltungsakt im Wege steht).

Ich bleibe bei meiner Empfehlung:

Ihr Schreiben vom.........
Sgdh
Ich werde einem etwaigen Absenkungsbescheid diesbezüglich widersprechen.
mfg
und den Bogen zu den Unterlagen zu nehmen aber nicht zurückschicken.

Die Herrschaften sind wohl eher davon beeindruckt wenn man mit einem kurzen
Satz ihnen den Handschuh hinwirft als mit pseudo-juristischer Prosa "das hier ist
keine Entgegnung auf ihr Schreiben i.S.d. §24 SGB X" (bitte nicht persönlich
wer das vorgeschlagen hat).

Mit jedem Satz der mehr als notwendig ist kann man sogar am Ende wichtige
Positionen verschenken und das ist zumeist was bei Anhörungen und auch sonstigen
"Vorladung zur Klärung eines Sachverhalts" rauskommt: Munition für den Ankläger.

Die können die Dir ohnehin _immer_ erstmal Kürzung bescheiden auch wenn Du wie
hier so offensichtlich im Recht bist, das kostet sie herzlich wenig. Rein nach dem
Motto mal schauen ob der widerspricht. Erst mit einem abschlägig beschiedenen
Widerspruchsbescheid wird es für die ARGE kostenmässig interessant wenn Du
dann vor dem SG klagst.
 

Protest

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Thematiker*in
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Ich habe jetzt genug überlegt und werde mich in dieser Sache dem Vorschlag von Baerendienst anschliessen, folgende Stellungnahme gebe ich ab, natürlich erst am Sonntag den 17. durch persönlichen Einwurf.

"Sehr geehrte Damen und Herren,


ich habe mich umgehend mit dem Träger der Maßnahme schriftlich in Form einer Bewerbung in Verbindung gesetzt, deshalb werde ich einem etwaigen Absenkungsbescheid diesbezüglich widersprechen.



Mit freundlichen Grüßen"

Ich werde dann hier weiter berichten, sobald ich etwas neues in Händen habe.

Nochmals danke für die Antworten!
 
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@ Protest, das Schreiben, welches zu in deinem ersten Beitrag zitierst, ist doch die Anhörung. Jedenfalls steht es so drin:

Leistung zur Sicherung des Lebensunterhalts, Anhörung nach § 24 SGB X
Auch der Vorwurf, den dir das Amt macht, fehlt nicht:

Ihnen ist am 23.08.2006 eine Arbeitsgelegenheit als Helfer bei der Firma Diakonisches Werk angeboten worden.

Dieses Angebot war unter Berücksichtigung Ihrer Leistungsfähigkeit und persönlichen Verhältnisse zumutbar.

Trotz Belehrung über die Rechtsfolgen haben Sie durch Ihr Verhalten das Zustandekommen der o. g. Tätigkeit vereitelt.

Der Arbeitgeber hat mir dazu folgendes Mitgeteilt:
Herr Schröpfer bewirbt sich schriftlich auf eine persönlich ausgehändigte Arbeitsgelegenheit und bittet um die Vereinbarung eines persönlichen Vorstellungstermines und gibt aber dazu keine Telefonnummer an.
Und zuguter Letzt schreiben sie noch, dass bei Verstoß gegen gesetzliche Vorschriften, eine Leistungskürzung erfolgt:

Die Absenkung oder der Wegfall der Leistung tritt ein, wenn Sie der o. g. gesetzlichen Verpflichtung ohne wichtigen Grund nicht nachgekommen sind."
Deine Antwort, die du jetzt geschrieben hast, könnte noch einen kleinen Nachsatz vertragen. Falls du es noch nicht abgeschickt hast, kannst du ihn noch einfügen.

Ich habe somit alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten. Die Angabe einer Telefon-Nr. sieht der Gesetzgeber nicht vor.
 
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