Bewertung Arbeitsamt - aus Arbeitgebersicht

Fra1212

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Hallo zusammen,

habe mich kürzlich mit jemandem unterhalten, der von der Arbeitgeberseite kommt und in der Vergangenheit vergeblich versucht hat, mit dem Arbeitsamt zusammenzuarbeiten. Gerne teile ich die wesentlichen Eckpunkte dieses Gesprächs mit Euch:

Die Firma des Arbeitgebervertreters kommt aus dem mittelständischen handwerklichen Bereich. Der Arbeitgebervertreter hat selbst handwerklich gearbeitet und war im Unternehmen bis zu seiner Rente als Weiterbildungsbeauftragter eingesetzt. Zu seinen Aufgaben zählte auch, neue Mitarbeiter auszuwählen. Der „Klient“ des Arbeitsamtes (in Anführungsstrichen, weil er sich nicht wie ein Klient vorkam) schilderte, dass sich seine Firma um eine Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur bemüht hätte, da man wüsste, dass branchenbedingt geeignete Arbeitnehmer immer mal wieder arbeitslos würden und man diese dann direkt bei der Arbeitsagentur hätte anfragen wollen. Im weiteren schilderte der „Klient“, dass die Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur jedoch sehr schwierig gewesen sei, da die Ansprechpartner bei der Arbeitsagentur nicht in der Lage gewesen seien, ihm Näheres zu einzelnen Kandidaten und deren Eignung zu sagen und auch keine Fragen beantworten konnten. Es seien wiederholt aufgrund ihres Profils komplett ungeeignete Kandidaten von der Arbeitsagentur ausgewählt und zu ihm geschickt worden. Er habe es als Unverschämtheit empfunden, dass die Arbeitsagentur ihm aufgrund inkompetenter Arbeit wiederholt Zeit für Gespräche mit kompletten Fehlbesetzungen geraubt hätte (Anmerkung: er wollte damit sagen, dass die falschen Leute geschickt wurden, obwohl man davon ausgehen muss, dass Leute mit geeignetem Profil im Pool der Arbeitsagentur sind). Das Fazit des „Klienten“ über die Arbeitsagentur lautete (dieses Fazit ist ein wörtliches Zitat, das ich im Gespräch mit dem „Klienten“ mitgeschrieben habe): „Die kannst Du vergessen“.

Fazit: Mitarbeiter der Arbeitsagentur verprellen potentielle Arbeitgeber, indem sie unzureichende Arbeit machen. Damit agiert die Agentur für Arbeit als Agentur gegen Arbeit. Sie verhindert durch schlechte Arbeit ihrer Mitarbeiter, dass vorhandene Arbeitsplätze besetzt werden können.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen?
 

dagobert1

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Es seien wiederholt aufgrund ihres Profils komplett ungeeignete Kandidaten von der Arbeitsagentur ausgewählt und zu ihm geschickt worden.
Wie oft habe ich hier im Forum schon von unpassenden Vermittlungsvorschlägen gelesen?
Ich weiß es nicht, soweit kann ich nicht zählen. :icon_hihi:
 
H

hierheute

Gast
Wie oft habe ich hier im Forum schon von unpassenden Vermittlungsvorschlägen gelesen?
Ich weiß es nicht, soweit kann ich nicht zählen. :icon_hihi:
:biggrin: Jo lustig. Einige zeitlang habe ich mich auch darüber gewundert, dass mir in einem meiner derzeit langjährig praktizierten Berufsbereiche exakt dafür "Willkommenseinführungskurs in..." abgeboten wurde.

Und das wiederholt, obwohl ich wiederholt kundgetan habe, dass ich ausgerechnet DAS nicht mehr bräuchte.

Dann irgendwann nach JAHREN hab ich denen mal erklärt, was ich absolut NICHT beherrsche, und wo meine direkten SCHWÄCHEN liegen, damit sie das mal endlich zu den Akten nehmen.

Und was kommt prompt?? GENAU DAS!!!! Meine Güte, hätte ich beim Termin nicht nen Beistand dabei gehabt, wäre ein Mord passiert. Echt.

Und dann war ja zumindest dieses Ding ingendwie "ausgemerzt", dann beim nächsten Termin - wiedermal neuer SB: "ja welche Sprachen können Sie denn?" ich so: "ja dongdongdong" und sie so: "aha".

Und versteckt sich - vor sich hinmurmelnd - mindestens 10 Minuten lang hinter ihrem Monitor, um mir dann freudestrahlend zu präsentieren "JA, ich hab was passendes für Sie gefunden!!" und mir dann 2 VVs ausdruckt....

Ich habe mich während dieser Arbeitsorgie des SBs dann nicht mehr weiter bewegt, vor lauter Schreck.

Dann - Übergabe des Ergebnisses - und OH Wunder. Wer hätte das gedacht. Einer von den beiden Ausdrucken aus der JOBBÖRSE war Zaf aber immerhin nicht VOLL daneben, und der andere war halt VOLL DANEBEN, weil eine Sprache, die ich mangels Kenntnis NICHT in meinem Repertoire habe - was ich ihr ja auch Minuten ZUVOR bereits mitgeteilt hatte - ZWINGEND erforderlich war.

Also, egal, wir haben hier allesamt unsere kuriosen Erfahrungen mit dem "Amt". :biggrin:



Nachtrag:

Wie ich in dem anderen Thread schon gesagt habe: es geht im Großen und Ganzen um DE-Qualifikation mit allen Mitteln und um jeden Preis:

Im Vermittlungsbereich auf Jobs/Arbeitsplätze der AfAs/Jc werden Leute "vermittelt", die aus ihrem Lebenslauf heraus möglichst WENIG mit dem jeweiligen Job/Arbeitsplatz zu tun hatten, um sie möglichst billig einstufen zu können.

Im sog. "Weiterbildungsbereich" werden die Leute möglichst dort eingesetzt, wo sie "möglichst effektiv" wieder auf gegen NULL derangiert werden können. Sprich dem Systemadministrator wird der Kurs "Neuland kennenlernen - oder was ist eine Maus?" "angeboten" oder - alternativ dazu - zugewiesen. Die rechtliche Variante wird jeweils jenachdem ausklamüsert, für wie blöd die einen halten...:icon_stop:
 

iSlave

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Der Arbeitgeber kann dem Amt untersagen für sein Stellenangebot in der Jobbörse VVs und evtl. sogar Stelleninformationen zu verteilen. So taucht das Angebot in der Jobbörse auf, jedoch bekommt er weniger Zwangsbewerber. Natürlich müssen auch Arbeitslose ihre Bewerbungsquoten erfüllen, auch wenn sie keine ordentlichen Arbeitgeber finden.

Auch ein Satz wie "KEINE ANRUFE VON LEIHHÜTTEN!!!!!!!" kann Wunder bewirken :wink:
 

arbeitslos in holland

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jobbörse ??

wer ist nur so bescheuert und meldet sich da an ?

ich habe kein internet
ich habe keine email-adresse
ich habe kein telefon

draussen hängt ein briefkasten

ende der durchsage !

:biggrin:
 
R

RedHotChili

Gast
@Fra1212: glaub ich sofort. Aber warum zur Hölle inseriert der AG nicht einfach so wie früher in der Zeitung? In der Zeitung findet man heute doch nur noch Mist - Tanzdame im Puff z.B., ich bin begeistert. Und tausend Callcenterleute, wo man dann die Leute abzocken soll. Natürlich ist das mit dem Arbeitsamt Mist. Aber warum lernen die AG nix daraus und inserieren einfach wieder in der Zeitung? Dann melden sich ja vielleicht die passenden Kandidaten.

Ich bekomme zum Glück wenig VV, aber wenn, dann immer unpassend. Z.B. als LKW-Fahrer. Jo. Ich hab zwar den Führerschein gar nicht, aber da muss man wohl nicht so kleinlich sein, AG fordern ja oft viel in ihren Stellengesuchen und wenn man die Hälfte davon dann kann, dann wirds schon passen.:icon_mrgreen:
 

götzb

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Frustrierte Arbeitgeber kann das Jobcenter vermindern, in den es kompatible Mitarbeiter vermittelt.
Stellenangebote an Arbeitslose grundsätzlich als Angebote darstellen, d.h. ohne Rechtsfolgebelehrung.
Und keine Vorgaben machen wie 5 Bewerbungen pro Monat, sonst Sanktion.
So das sich beide Parteien als gleichwertige Vertragspartner fühlen.

Sonst kann man Arbeitgebern nur raten, andere kompetentere Vermittlungsfirmen zu nutzen, denn die Vermittlung des AA/JC ist zwar gratis, aber was nichts kostet, muss auch was taugen.
 
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