Bewerbungsvorschläge in Fremdjobs?

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hundnase

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liebes forum.

ich bin seit februar 09 im alg2 bezug, ein gespräch bei meiner arbeitsvermittlerin fand bislang nicht statt, die gute war krank u. die vertretung leicht überfordert.

problem ist, ich bin maskenbildnerin von beruf u. habe jahrelang in diesem gearbeitet -freiberuflich, daher kein anspruch auf alg1- die branche ist leider sehr schwierig u. einen job -geschweige denn ne festanstellung zu finden- ist unmöglich, selbst bundesweit.

ich sagte bei diesem ersten -5 minuten- gespräch dass ich mir durchaus vorstellen könnte ein umschulung in richtung bürokauffrau oder buchhaltung zu machen, seitdem bekomme ich wöchentlich jobvorschläge auf die ich mich bewerben soll.

ähm, muss ich dass tatsächlich tun? ich meine, ich hab doch keine chance auf diese jobs, ich hab NIE was mit buchhaltung zu tun gehabt, warum macht die arge das?

was bedeutet überhaupt angemessen?

lg
 

Paolo_Pinkel

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liebes forum.

ich bin seit februar 09 im alg2 bezug, ein gespräch bei meiner arbeitsvermittlerin fand bislang nicht statt, die gute war krank u. die vertretung leicht überfordert.

Das ist ein ganz normaler Dauerzustand bei der ARGE.

problem ist, ich bin maskenbildnerin von beruf u. habe jahrelang in diesem gearbeitet -freiberuflich, daher kein anspruch auf alg1- die branche ist leider sehr schwierig u. einen job -geschweige denn ne festanstellung zu finden- ist unmöglich, selbst bundesweit.

ich sagte bei diesem ersten -5 minuten- gespräch dass ich mir durchaus vorstellen könnte ein umschulung in richtung bürokauffrau oder buchhaltung zu machen, seitdem bekomme ich wöchentlich jobvorschläge auf die ich mich bewerben soll.

Da hat dein SB aber etwas falsch verstanden. Die Aussicht auf Erfolg sich in einen fremden Beruf zu bewerben ohne eine entsprechende Ausbildung sind = 0. Da du diese Vorschläge wahrscheinlich mit einer Rechtsfolgebelehrung bekommen hast bist du natürlich verpflichtet dich darauf zu bewerben. Das sind dann die sog. "Sinnlosbewerbungen" wo nur unnötig Geld und Mühe verschleudert wird.

ähm, muss ich dass tatsächlich tun? ich meine, ich hab doch keine chance auf diese jobs, ich hab NIE was mit buchhaltung zu tun gehabt, warum macht die arge das?

Siehe oben. Die haben nur Verstanden, dass du dir das in dem Bereich vorstellen kannst. Da hat es bei dem SB im Hirn "ratter, ratter" gemacht und er hat ganz vergessen, dass du garkeine Ausbildung in diesem Beruf hast.

Am besten ist, dass du den SB schriftlich darauf aufmerksam machst, dass du dich zwar gerne auf solche Stellen bewerben möchtest dir aber noch die entsprechende Ausbildung in diesem Bereich fehlt und das ohne diese Ausbildung der Erfolg - wie geschrieben - gegen Null geht. Stelle daher auch direkt schriftlich einen Antrag auf eine Umschulung.


was bedeutet überhaupt angemessen?

Für einen SB ist das ein sehr dehnbarer Begriff und wird zum grössten Teil immer zu Gunsten der ARGE ausgelegt.

lg
Gruss

Paolo
 

hundnase

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hallo u. danke für die schnelle u. ausführliche antwort.

mhm, mal angenommen die arge sieht ein dass solche stellenvorschläge sinnlos sind, was passiert dann? ich meine in meinem job gibts nix was die mir vorschlagen könnten, das ICH selbst meine bemühungen machen muss is ok, aber was könnten die mir dann aufdrücken?

lg
 

Paolo_Pinkel

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hallo u. danke für die schnelle u. ausführliche antwort.

mhm, mal angenommen die arge sieht ein dass solche stellenvorschläge sinnlos sind, was passiert dann?

generell hat man ja sowieso keinen Anspruch auf einen Wunschberuf bzw. eine feste Sparte als ALG-II bezieher. Man ist dazu verdonnert jede zumutbare Arbeit an zu nehmen. Aber selbst da gibt es Grenzen sofern bestimmte Dinge bei dir gegen eine Zumutbarkeit spricht. Das nur mal als Vorabinfo.

ich meine in meinem job gibts nix was die mir vorschlagen könnten, das ICH selbst meine bemühungen machen muss is ok, aber was könnten die mir dann aufdrücken?

- Bewerbungstrainings
- Sinnfreie Weiterbildungsmaßnahme
- 1-euro-Jobs
- usw.

Ich rate dir, sofern ein Gespräch statt finden sollte in ferner Zukunft, dass du dich ein wenig darüber informiert was du wo machen möchtest.

Schau dich mal auf der seite der Bundesagentur für Arbeit um. Unter der Rubrik "Kurs". Schau mal was bei dir im Ort so an - für dich sinnvollen - Maßnahmen statt finden damit du bei einem Gespräch evtl. Gegenvorschläge hast und der Willkür deines SB nicht ausgesetzt bist.


Das ist alles nur "worst-case-szenario". Kann auch alles ander kommen. Trotzdem wäre es sinnvoll sich a) darüber gedanken zu machen und b) sich zu informieren.

lg
Gruss

Paolo
 
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ExitUser

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Ich könnte mir auch eine Schulung zum Call-Center-Agent oder ähnliches vorstellen. Lass dich bitte nicht zu etwas überreden, das dir nicht liegt und unterschreibe bitte nichts sofort. Die meisten Leute verpflichten sich nämlich zu etwas freiwillig, das sie gar nicht wollten. Was auch immer du bekommst, steck es ein und stelle es hier ins Forum oder gehe zu einer Erwerbsloseninitiative.
 

Aschenputtel

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problem ist, ich bin maskenbildnerin von beruf
lg
Ist Dein "erlernter" Beruf staatlich anerkannt? Ich hatte das Problem, dass mein zuerst erlernter Beruf Kosmetikerin "nicht" staatlich anerkannt ist, sondern nur vom Deutschen Kosmetikverband. Dementsprechend konnte ich bei der ARGE eine Umschulung einer "staatlich anerkannten Erstausbildung" zur Kauffrau im Einzelhandel durchsetzen... Es gelang mir jedoch nur mit Beistand und am Ende hatte meine SB gar nix mehr zu sagen, sondern nur noch ihr Vorgesetzter...

Warum versuchst Du es denn eigentlich nicht als Friseurin, einem artverwandten Beruf? Die Grundkenntnisse als Friseurin hast Du doch sicher. Du könntest erstmal die Ausbildung bzw. Umschulung zur Friseurin machen, anschließend den Friseurmeister und wenn Du danach noch Lust hast, den Betriebswirt. :icon_smile:

Ich bereue es mittlerweile zutiefst, dass ich meinen Beruf als Kosmetikerin aufgegeben habe. Meine Haut erkrankte erst "nach der Ausbildung". Die Berufsgenossenschaft hatte damals die Umschulung abgelehnt. Heute wünschte ich, ich hätte meinen Arbeitsplatz niemals aufgegeben und wenn die Schmerzen noch so groß waren, beruflich war ich glücklich. :frown:

Überlege es Dir gut, liebe hundnase, ob Du die Zukunft wirklich lieber in einem Büro verbringen möchtest oder doch besser weiterhin an einem kreativen Ort. Viel Glück wünsche ich Dir! :icon_daumen:
 

Fotoz

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Warum versuchst Du es denn eigentlich nicht als Friseurin, einem artverwandten Beruf? Die Grundkenntnisse als Friseurin hast Du doch sicher. Du könntest erstmal die Ausbildung bzw. Umschulung zur Friseurin machen, anschließend den Friseurmeister und wenn Du danach noch Lust hast, den Betriebswirt. :icon_smile:
Hallo Aschenputtel,

du machst Vorschläge, an die sicherlich schon gedacht wurden, aber auch nicht weiter helfen.
Denn wer wird wohl eine angelernte Friseurin, oder besser gesagt eine umgeschulte Friseurin nehmen, ohne nicht den so wie so schon niedrigen Lohn in diesem Bereich noch weiter runter zu schrauben.

Wir haben einfach das Problem, dass es nicht genug Stellen und Arbeit für alle gibt und auch durche hin und her geschulte Leute sich daran nichts ändern wird.
Oder einfach, eine Fachkraft mit Berufserfahrung wird in eine Hilfskraft ohne Berufserfahrung heruntergeschult um dann eine Tätigkeit auszuüben die weder Berufsausbildung noch Erfahrung benötigt.

Das Problem ist doch, dass man nicht auf Erfahrungen aufbaut, sondern den Arbeitslosen in die Wüste schickt um Wasser zu suchen.

Oder was hat dir dein Umschulung gebracht?

Leider hat hundnase recht. Die Bewerbungsvorschläge sind weder in Bezug zur bisherigen Tätigkeit noch zur Berufserfahrung.
Ich meine jetzt nicht, dass es einfachere Tätigkeiten sind, als die man vorher ausgeübt hat und mit kurzem Anlernen zu erledigen sind.
Vielmehr sind es Stellenangebote mit Berufsabschluss und vorausgesetzten Erfahrungen, welche von dem Bewerber gar nicht vorhanden sind.
So nach dem Motto, "Sie sind doch Krankenschwester, da haben Sie doch Grundkenntnisse in der Medizin und können sich die weiteren Kenntnisse als Facharzt ja in der Tätigkeit aneignen". Und wenn Sie sich nicht bewerben, dann haben Sie Ihre Mitwirkungspflicht verletzt...

Gut, es ist ein bisschen übertrieben, aber wenn ihr eine Tätigkeit in der Buchhaltung angeboten wird, dann ist wohl klar, wie weltfremd die MA der ARGE ist.
Leider kenne diesen Unfug der ARGE auch.

Grüße
 

hundnase

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hallo leute,

also als friseurin gehe ich ganz sicher nicht arbeiten, weisst du was man da verdient?

diese arbeitsvorschläge sind einfach lächerlich, selbst die ausgeschriebenen bedingungen treffen nicht im entferntesten zu, so habe ich zb. keine kenntnisse in sap buchführung was aber grundvoraussetzung ist, bitte, ich bewerbe mich natürlich auf den job.

habe ende des monats ein gespräch mit meiner vermittlerin, suche mal bei kursnet was raus, bin mal gespannt was da auf mich wartet, werde jedenfalls nicht alleine hingehen u. auch nichts vor ort unterschreiben.

fg
 

Aschenputtel

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also als friseurin gehe ich ganz sicher nicht arbeiten, weisst du was man da verdient?
Zählt zu den wohl schlecht bezahltesten Knochenarbeit, ich weiss. :frown: Aufgrund Deiner Vorbildung als Maskenbildnerin könnte ich mir aber vorstellen, dass es Dir als Friseurin gelingt, sehr gutes Geld zu verdienen. Es gibt auch sehr gut bezahlte Friseure...

Ich entschuldige mich für meinen Vorschlag. Was zählt ist, was DU willst.

Viel Glück!
 
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