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Bewerbungsnachweise - Grundsätzliches

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E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Immer wieder liest man, dass Betroffene ihre Bewerbungsschreiben dem argen Mitarbeiter in Kopie, zusammen mit einer Aufstellung der angeschriebenen Firmen, aushändigen, weil dieser behauptet, das sei notwendig, um die Abrechnung durchführen zu können.
Oftmals versenden die Betroffenen ihre Bewerbungsschreiben auch auf dem Postweg.

Der Nachweis von Bewerbungsbemühungen fällt m. E. genauso unter
§ 60 SGB I, wie die Vorlage von Kontoauszügen. Auch Kopien, die sich verschiedene arge Mitarbeiter anfertigen wollen sollen müssen, sind m. E. unzulässig.

Von körperlichen Unzulänglichkeiten und/oder einer großen Entfernung zur zuständigen argen Behörde mal abgesehen, gibt es eigentlich keinen Grund, diese doch sehr persönlichen Schreiben einem Fremden zu überlassen. Liege ich mit meiner Meinung richtig?
 

Andrea123

Elo-User/in

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#2
Hallo Gravoche,
ich kenne es so, dass ich die Anschreiben zur Arge schicken muss, damit die es dann
abrechnen. ( Bewerbungskostenantrag).
Gruss von Andrea
 

ShankyTMW

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#4
@Gavroche
Also als NAchweise für die Bewerbungsbemühungen: die gibts nur auf Verlangen und nur vorgelegt. Sollten auch wieder zurück kommen. Der einfachheit halber reich ich diese normalerweise als separate Kopien gegen Eingangsbestätigung jeden Monat ein zusammen mit der Liste der anderen Bemühungen. Absageschreiben gibts nur bei persönlichen Gesprächen zu sehn. Punkt und fertig.

Bei der Bewerbungskostenerstattung ist es anders, da kommen die Anschreiben als neue Kopie nochmal extra als Nachweis zur Leistungsabteilung.

Original Anschreiben geht weiterhin nur an die Firmen, eine zusätzliche Kopie zwecks Vorlage und Nachweis behalt ich in meinen Ordnern für alle Fälle. (Das ist jetzt so meine Buchhaltung und Vorgehensweise)

Hier Datenschutz und andere Dinge ins Spiel zu bringen wird schwierig. Denn wie weist man gerade für die Kostenabteilung sowas sonst nach? Da bleibt nicht mehr viel außer Eingangsbestätigungen von den Firmen (was diese erstmal selten verschicken und zum anderen bei Bewerbungen eh nicht gut beim Personaler aufgenommen wird) oder die Kopie des Nachweises für Einschreiben (das wiederum auch nicht billig und für jeden per Vorkasse bezahlbar ist) und eigentlich auch nciht mehr aussagt als das man dorthin etwas geschickt hat, aber nicht was.

Ein heikles Thema, wobei man manche Dinge sicher schwärzen kann und sollte - aber was bliebe dann noch davon übrig um ein solches Schreiben als solches noch erkennen zu können?

Man entblättert sich hier ganz schön.
 

Octavius

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#5
Also bei mir ist es auch so, das die SB zu mir sagte, das meine Bewerbungen bei ihr 7 Jahre lang aufbewahrt werden.
Laut Gesetz muss sie das so machen um einen Nachweis zu haben wie ich mich bemühe. Sie würde ja auch gerne die Bewerbungen wegmachen und vieles andere aber MUSS alles behalten was ich ihr zusende.
 

dummwiebrot

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#6
Das macht wahrscheinlich wieder jede(r) SB wies ihm/ihr grad in den Kram passt.
Als Nachweis für meine Bewerbungsbemühungen reicht es meiner SB wenn ich zum Termin eine Liste vorlege, mit Firmenadresse, ggf. Ansprechpartner, Datum und als was ich mich beworben hab, ggf. noch das Ergebnis. Da schaut sie dann kurz drüber und gibt mir die Liste wieder mit.
Für die Bewerbungskosten muss ich die Kopie der Anschreiben mit vorlegen. Die vergleicht meine SB dann mit der Liste, macht Häckchen ran und ich kann die Kopien wieder mitnehmen.

Die Prozedur war bei meinen beiden vorangegangenen SB die gleiche.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#7
Welche gesetzliche Grundlage gibt es dafür, dass ein SB diese Schreiben an einen Arbeitgeber einkassiert?

Genau genommen könnte die BA sogar auf dieser Grundlage Statistiken zu den Arbeitgebern führen.

Was ist mit dem Urhebrrecht?

@dumwiebrot
Das kenne ich übrigens auch so. Neuerdings will dieses perfide Exemplar eines Esbe die Anschreiben einkassieren.
 

Martin Behrsing

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#8
Im Prinzip muss für die Überlassung der Bewerbungsschreiben eine Genehmigung des Arbeitgbers vorliegen. Es gibt duchaus genügend Menschen, die nichts mit diesen Behörden zu tun haben wollen und erst Recht nicht, dass ihre Anschriften oder sontige Daten in diese Behörden gelangen. Deshalb reicht eine Einsichtnahme völlig aus. Also kruz anschauen lassen und dann wieder mitnehmen.
 

Mario Nette

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#9
Mindestens einige ARGEn vernichten außerdem nach Bescheidung des Antrags auf Übernahme der Bewerbungskosten und Einreichen der Nachweise diese Bewerbungsschreiben. Sagen sie zumindest.

Mario Nette
 
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Gast
  Th.Starter/in  
#10
Im Prinzip muss für die Überlassung der Bewerbungsschreiben eine Genehmigung des Arbeitgbers vorliegen. Es gibt duchaus genügend Menschen, die nichts mit diesen Behörden zu tun haben wollen und erst Recht nicht, dass ihre Anschriften oder sontige Daten in diese Behörden gelangen. Deshalb reicht eine Einsichtnahme völlig aus. Also kruz anschauen lassen und dann wieder mitnehmen.
Danke! Gleich kriegst Du Deinen ersten Danke-Punkt.:icon_wink:

Ist das durch § 60 SGB I abgedeckt? Wie sieht es dann mit den Listen aus, die immer zusammen mit dem Antragsformular ausgegeben werden? Da sind ja in der Regel auch die Anschriften, Ansprechpartner, Telefonnummer etc. aufgelistet.
 

Arania

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#11
Selbst wenn man die Schreiben nur vorlegt kann SB doch Anschrift etc. abschreiben, also mit dem Datenschutz wird man da nicht punkten können
 
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  Th.Starter/in  
#12
Im Prinzip muss für die Überlassung der Bewerbungsschreiben eine Genehmigung des Arbeitgebers vorliegen. Es gibt duchaus genügend Menschen, die nichts mit diesen Behörden zu tun haben wollen und erst Recht nicht, dass ihre Anschriften oder sonstige Daten in diese Behörden gelangen. Deshalb reicht eine Einsichtnahme völlig aus. Also kruz anschauen lassen und dann wieder mitnehmen.
Ist hier tatsächlich das Bewerbungsschreiben des Arbeitslosen gemeint oder nicht vielmehr das Bestätigungs-, Einladungs- oder Absageschreiben des Arbeitgebers?

Hintergrund, so wie er mir geläufig ist: Briefe unterliegen auch nach ihrer Absendung dem Urheberrecht des Verfassers. Sie sind also für den vorgesehenen Empfänger bestimmt und für niemanden sonst. Der Empfänger darf ihren Inhalt nicht ohne Genehmigung des Absenders einfach an Dritte weiterleiten.

Von daher denke ich, daß man so bezüglich der Mitteilungen argumentieren kann, die vom Arbeitgeber kommen, aber nicht hinsichtlich der vom Arbeitslosen selbst verfaßten Bewerbung.
 

ShankyTMW

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#13
Gibts dazu auch eine Gesetzliche Grundlage Martin? Das würde auch bei den Bewerbungskostenanträgen dann hilfreich sein.

Allgemein verkompliziert sich damit dieser Vorgang ein wenig, da man dazu wieder eien Termin zwecks Vorlage haben muß (ich vertrau nicht darauf das man mir die Unterlagen dann immer zurück sendet). Und das abgleichen wie bei "dummwiebrot" machen leider auch nicht alle für diesen Antrag, leider.

Würd den Leuten dahingehend gern auf die Finger klopfen, aber ich find dazu grad nichts passendes. :icon_twisted:

@Gavroche
Bewerbungsschreiben sind zwar dein eigen geistig Eigentum - um es mal eigentümlich auszudrücken :wink:.
Aber ich glaube das Urheberrecht greift hier kaum. Das regelt nur, das niemand Dein Geistiges Eigentum kopiert und als sein eigenes ausgibt. Das macht die ARGE definitiv nicht mit Deinen Unterlagen wenn es sie zwecks Abrechnung aufbewahrt.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#14
Gibts dazu auch eine Gesetzliche Grundlage Martin? Das würde auch bei den Bewerbungskostenanträgen dann hilfreich sein.

Allgemein verkompliziert sich damit dieser Vorgang ein wenig, da man dazu wieder eien Termin zwecks Vorlage haben muß (ich vertrau nicht darauf das man mir die Unterlagen dann immer zurück sendet). Und das abgleichen wie bei "dummwiebrot" machen leider auch nicht alle für diesen Antrag, leider.

Würd den Leuten dahingehend gern auf die Finger klopfen, aber ich find dazu grad nichts passendes. :icon_twisted:

@Gavroche
Bewerbungsschreiben sind zwar dein eigen geistig Eigentum - um es mal eigentümlich auszudrücken :wink:.
Aber ich glaube das Urheberrecht greift hier kaum. Das regelt nur, das niemand Dein Geistiges Eigentum kopiert und als sein eigenes ausgibt. Das macht die ARGE definitiv nicht mit Deinen Unterlagen wenn es sie zwecks Abrechnung aufbewahrt.
Es soll wohl Fälle gegeben haben, bei denen sich Bewerbungsschreiben in diversen Trainingsmaßnahmen als Anschauungsmaterial für die Teilnehmer wiedergefunden haben und dabei als positive/negative Beispiele zerpflückt wurden.

Vielleicht hilft das Bemühen diverser Suchmaschinen bei der Recherche...
 

ShankyTMW

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#15
Es soll wohl Fälle gegeben haben, bei denen sich Bewerbungsschreiben in diversen Trainingsmaßnahmen als Anschauungsmaterial für die Teilnehmer wiedergefunden haben und dabei als positive/negative Beispiele zerpflückt wurden.

Vielleicht hilft das Bemühen diverser Suchmaschinen bei der Recherche...
Ja das wäre Eindeutig dann ein Verstoß de Urheberrechte und zusätzlich ncoh gegen den Datenschutz. Vor allem wenn das noch Schreiben sind, die von der ARGE an solche Träger weiter gereicht werden und keine solchen die innerhalb einer solchen Maßnahme geschrieben wurden.

Danke für den SuFu Verweis - versuch ich doch schon, aber entweder ich verwende dei falschen Begriffe oder es gibt da nichts (ich such nebenher allerdings weiter).

Mir schwebte da vor allem auch ein Löschantrag in dieser Form vor, der solche Anschreiben generell gegen bestätigung aus den Akten entfernt, bzw. den Antrag für die Löschung unnötiger Adressdaten auch auf dieses zu erweitern. Da das aber anscheinend eine andere Gesetzeslage ist, wäre die Angabe solcher Quellen sicher hilfreich.
 
E

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  Th.Starter/in  
#16
Wenn das AA Kopien der Bewerbungsschreiben von mir will ...
... wer bezahlt meine Kopierkosten?
Und wer bezahlt das Papier und die Tinte, wenn ich E-Mail-Bewerbungen für's AA ausdrucken muss?

Das geht bei den Mengen an Bewerbungen die ein Arbeitsloser heutzutage verschicken muss, ganz schön ins Geld!

Okay, das AA gibt einen Bewerbungskostenzuschuss von 5 Euro pro Bewerbung, bis zu einer gewissen Summe im Jahr, aber meistens schreibt man doch mehr Bewerbungen als bezuschusst werden.

Und wenn ich eine komplette Bewerbungsmappe an den potenziellen Arbeitgeber schicken muss, reichen 5 Euro nicht mal aus.

Also ... Strategie vielleicht folgendermaßen:
Für die Bewerbungen auf die es Zuschuss gibt, drucke ich meinetwegen die Sachen alle aus. Danach nicht mehr. Dann würde ich allenfalls die Briefe und Mails per E-Mail ans AA weiterleiten, damit mir keine zusätzlichen Kosten entstehen.

Grüße
Arbeitssuchend
 

Martin Behrsing

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#17
wer sagt denn, das solche Sachen in den Besitz der Behörden gehen. Es ist denen zumutbar, dass die sich die Mühe machen, die Sachen einzusehen. Es steht nirgendwo im Gesetz, dass man etwas überlassen muss. Auch solche Listen würde ich nur zur ansicht vorlegen bzw. die Sachen ansonsten verschlüsseln.
Danke! Gleich kriegst Du Deinen ersten Danke-Punkt.:icon_wink:

Ist das durch § 60 SGB I abgedeckt? Wie sieht es dann mit den Listen aus, die immer zusammen mit dem Antragsformular ausgegeben werden? Da sind ja in der Regel auch die Anschriften, Ansprechpartner, Telefonnummer etc. aufgelistet.
 

nightangel

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#18
Das würde mich jetzt aber auch interessieren.
Meine SB wollte beim Antrag auf Bewerbungskosten auch die Auflistung plus sätmlicher Anschreiben und bis dahin vorhandene Absagen. Antrag wurde auch mittlerweile bewilligt und Kosten erstattet.
Allerdings hat sie die Auflistung, sämtliche Anschreiben und die Absagen noch immer in einem Ordner.
Kann ich die, da ja alles bewilligt wurde, jetzt zurück verlangen? Oder zumindest verlangen das die vernichtet werden? :icon_kinn:

Die Anschreiben habe ich ja immer auf meinem Rechner noch gespeichert und bevor ich die, als Nachweis, nochmal ausgedruckt habe lediglich meine Telefonnummer raus genommen, da ich die vor einiger Zeit bei der Arge löchen lassen habe. Kann ja nicht sein das die dann auf diesem Wege wieder da dran kommen.
 
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ExitUser

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  Th.Starter/in  
#19
wer sagt denn, das solche Sachen in den Besitz der Behörden gehen. Es ist denen zumutbar, dass die sich die Mühe machen, die Sachen einzusehen. Es steht nirgendwo im Gesetz, dass man etwas überlassen muss. Auch solche Listen würde ich nur zur ansicht vorlegen bzw. die Sachen ansonsten verschlüsseln.
Genau das war meine Argumentation der argen Mitarbeiterin gegenüber. Ergebnis: Verweigerung der Antragsannahme, Verweigerung der Einsichtnahme in die Bewerbungsnachweise. Jetzt suche ich nach einer hieb- und stichfesten gesetzlichen Grundlage. Eingefallen dazu ist mir § 60 SGB I Angabe von Tatsachen. Die Frage ist, ist der hierfür zutreffend/ausreichend?
 

Martin Behrsing

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#20
Dann bist Du deinen Mitwirkungspflichten nachgekommen. Was kannst Du dafür, wenn sich die ARGE weigert zu arbeiten. Dann haben die sich das selbst zu zuschreiben.
Genau das war meine Argumentation der argen Mitarbeiterin gegenüber. Ergebnis: Verweigerung der Antragsannahme, Verweigerung der Einsichtnahme in die Bewerbungsnachweise. Jetzt suche ich nach einer hieb- und stichfesten gesetzlichen Grundlage. Eingefallen dazu ist mir § 60 SGB I Angabe von Tatsachen. Die Frage ist, ist der hierfür zutreffend/ausreichend?
 
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#21
Dann bist Du deinen Mitwirkungspflichten nachgekommen. Was kannst Du dafür, wenn sich die ARGE weigert zu arbeiten. Dann haben die sich das selbst zu zuschreiben.
Mit anderen Worten: Den Antrag gebe ich dann einfach bei einer anderen Behörde ab. Auf Nachweise wurde von der Arge verzichtet.

Nachtrag:
Es geht mir nicht um's Geld, sondern um's Prinzip. Ich treibe das auch gerne mal auf die Spitze, wenn die Aussicht bestens ist.
 
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