Bewerbungskostenerstattung nur mit original Absage des AGs?

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Nimschö

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Hiho!

Mal ne Frage...
Bei meinem letzten Gespräch mit meinem S-Blabla verkaufte mir dieser, dass "hier bei uns" Bewerbungskosten im ALG-II-Rahmen nur erstattet werden, wenn eine schriftliche Absage im Original vorläge. Ich äußerte mich da kritisch zu und er antwortete, dass er das ja nicht zu entscheiden hat und man ja klagen könne...

Im gleichen Gespräch versuchte der Herr mir zu verkaufen, dass ich mich doch weniger online und mehr via Briefpost bewerben solle...

Frage 1: Ist meine Einschätzung zu seiner ersten Aussage richtig, dass Bewerbungskostenerstattung von unbeeinflußbaren Handlungen Dritter abhängig zu machen nicht korrekt ist?

Frage 2: Macht es Bewerbungstechnisch Sinn sich eher schriftlich( also, "auf Papier") zu bewerben? Oder will der mich nur künstlich verarmen?
 

elo237

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Der SB lebt noch in den 70er Jahren
da war es so üblich :)

dagegen ankämpfen, vor allem Bewerbungskosten muß es für den Aufwand geben

wenn Brief dann sind Kosten entstanden

man kann es ja nicht beeinflußen das der AG was schreibt

und Online ist bei vielen AG üblich und gewünscht
 

Nimschö

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Hmhm, ich werd die Probe aufs Exempel machen und bei der nächsten Bewerbung die schriftlich gefordert wird( sonst mach ich die eh online) mit Nachdruck Bewerbungskostenerstattung dafür fordern... Wenns sein muss mit dem Dampfhammer :icon_hihi:
 

kelebek

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Ach, beantrage Du mal einfach Deine Bewerbungskosten. Das muss ja beschieden werden. Sofern beim Bescheid bemängelt werden sollte, das Absagen im Original vorzuliegen hätten und diese Kosten deswegen nicht berücksichtigt werden konnten, trittst Du halt mit einem Widerspruch mal feste drauf. (Dein SB hat den Dir dann offenstehenden Klageweg weg eh schon angedeutet. Wenn er darauf wert legt, kannst Du ihm ja seinen Wunsch erfüllen, sofern der Bewerbungskostenerstattungsbescheid Deinen Erwartungen nicht genügen sollte.)
 

Nimschö

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Bewerbungskostenübernahmeantrag ist im Voraus (bevor Kosten entstehen, im engeren Sinne: bevor die Bewerbung erstellt wird) zu stellen, gell?
Hm, ich weiß, dass das für die Fahrtkosten zu Bewerbungsgesprächen so gilt.
Aber für die Bewerbung an sich...? Port, papier, Umschläge, Hefter, usw...? Da kenn ich bis dato nur die Regelung "Machen se mir ne Liste, wo se sich überall per Briefpost beworben ham und wir gugge ma, was wir so in der Couchritze finden..."... Also, hier kenn ich bis dato nur die nachträgliche Summierung und Abrechnung... o,O
 

kelebek

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...
Aber für die Bewerbung an sich...? Port, papier, Umschläge, Hefter, usw...? Da kenn ich bis dato nur die Regelung "Machen se mir ne Liste, wo se sich überall per Briefpost beworben ham und wir gugge ma, was wir so in der Couchritze finden..." ...
Es gibt ein hochoffizielles Bewerbungskostenerstattungsantragsformular.

Formal gesehen ist der Leistungsträger m.W. erst dann Dir ggü. erstattungspflichtig, wenn er Dir dieses von ihm datierte und unterschriebene (!+!) Formular ausgestellt und ausgehändigt hat.


Das kann man m.E. zumindest insofern umgehen, als dass man seinen Anspruch auf Bewerbungskostenerstattung schriftlich ggü. dem Leistungsträger kundtut und dafür sorgt, dass er es auch bekommt (=div. Formen der nachweisliche Zustellung; m.E. vorzugsweise per Fax, bspw. via (exemplarisch(!)) simple-fax.de).
"Hiermit beantrage ich Ihre Übernahme von Kosten, die mir für Bewerbungen entstehen."

Auch dann gilt: Erst ab Zugangsdatum gilt dieser Antrag als gestellt. Erst ab diesem Zeitpunkt müssen nachgewiesene (zumindest auf Liste aufgeführte) Bewerrbungen erstattet werden.



... Also, hier kenn ich bis dato nur die nachträgliche Summierung und Abrechnung... o,O
Insofern: Jein; bzw. korrekterweise: Nur dann, wenn (Antrag zuvor gestellt nämlich).
 
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Kommt auf dem Job an,bei einen den man unbedingt haben will schriftlich ansonsten Tel.oder Mail.
 

jockel

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Hiho!

Mal ne Frage...
Bei meinem letzten Gespräch mit meinem S-Blabla verkaufte mir dieser, dass "hier bei uns" Bewerbungskosten im ALG-II-Rahmen nur erstattet werden, wenn eine schriftliche Absage im Original vorläge. Ich äußerte mich da kritisch zu und er antwortete, dass er das ja nicht zu entscheiden hat und man ja klagen könne...

Im gleichen Gespräch versuchte der Herr mir zu verkaufen, dass ich mich doch weniger online und mehr via Briefpost bewerben solle...

Frage 1: Ist meine Einschätzung zu seiner ersten Aussage richtig, dass Bewerbungskostenerstattung von unbeeinflußbaren Handlungen Dritter abhängig zu machen nicht korrekt ist?

Frage 2: Macht es Bewerbungstechnisch Sinn sich eher schriftlich( also, "auf Papier") zu bewerben? Oder will der mich nur künstlich verarmen?
Hat der Sachbearbeiter Zweifel, daß eine Bewerbungsabsage vorliegt, dann soll er gefälligst in die Liste nachsehen, ob, wann, zu wem Bewerbungsanschreiben rausgingen und wie die darauf mit Antworten reagierten.

Die Antwortschreiben müssen nicht zwingend selbst vorgelegt werden, sondern aus der vorgelegten Bewerbungsliste ist der Bewerbsablauf schlüssig nachvollziehbar darzustellen, ohne auf den Inhalt jedes Schreibens eingehen zu müssen.

Angeblich soll mit Einführung der EDV das papierlose Büro einziehen. Also muß man Sorge dafür tragen, daß zur Not der elektronische Schriftverkehr sicher auf Datenträger archiviert wird und wiederaufrufbar ist - so lange wie es die Archivierungsvorschriften in Unternehmen abverlangen. Leiten diese Archivierungsvorschriften die Verjährung ein, dann kann man die Archive auch durch Löschorgien ausmisten und den frei werdenden Speicherplatz wiederverwenden.

Gut is!!! - In Unternehmen, aber wohl kaum bindend für jobsuchende Erwerbslose.

Natürlich kann man vom Otto Normalbürger keine revisionssichere Langzeitarchivierung mit professioneller Dokumentenverwaltung abverlangen, z.B. wie mit Docuware.

Wenn man PDF verwendet, dann könnte ein versierter Bürokrat auf ein Abspeichern nach einem speziellen Archivierungs-PDF-Format bestehen - sollte man z.B. von Adobe den Acrobat haben dann kann man genau so eine Archivierungs-PDF erzeugen. Gemeint ist die PDF/A. Ich bezweifle, daß es solche pfiffige Bürokraten gibt. Die vorgeschriebene Lebensdauer von ca. 50 Jahren einer solchen PDF/A ist in einer speziellen ISO-Norm - ISO 19005-1:2005 - seit 2005 geregelt. Darauf bauen sich weitere Folge-ISO-Normen auf.

Diese erste ISO verlangt die Lesbarkeit solcher PDFs bis 50 Jahre, egal wie sich die EDV-Technik und die Lesehard- und -software entwickeln wird.
 

ZynHH

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Diese erste ISO verlangt die Lesbarkeit solcher PDFs bis 50 Jahre,
Mag ja sein, ist aber völlig unerheblich. ausschlaggebend ist, auf welchem Datenträger du die PDF ablegst und ob der in 50 Jahren noch lesbar ist.

Hast du noch ein 360 kb- 5 1/4" Floppy-Laufwerk das funktioniert?

Oder ein 14" Wechselfestplattenlaufwerk?

Ausserdem muss es dokumentenecht gespeichert sein, d.h. eine Änderungsmöglichkeit darf nicht gegeben sein.
 

obi68

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Bei meinem letzten Gespräch mit meinem S-Blabla verkaufte mir dieser, dass "hier bei uns" Bewerbungskosten im ALG-II-Rahmen nur erstattet werden, wenn eine schriftliche Absage im Original vorläge. Ich äußerte mich da kritisch zu und er antwortete, dass er das ja nicht zu entscheiden hat und man ja klagen könne...

Im gleichen Gespräch versuchte der Herr mir zu verkaufen, dass ich mich doch weniger online und mehr via Briefpost bewerben solle...
Zum ersten Punkt würde ich ihn darauf hinweisen, daß du in diesem Punkt gegen den Datenschutz gegenüber Dritten verstossen würdest, wenn du ihm einfach an dich adressierte Post vorlegen würdest.
Gerne würdest du dies jedoch tun, sofern er im Vorhinein die Genehmigung dafür beim potentiellen Arbeitgeber einholt und dir diese Genehmigung im Original vorlegt.

Und zu Punkt 2: es geht ihn einen feuchten Kericht an, wie du dich bewirbst.

Was sich diese nichtsnutzigen Unrechtsstaats-Schergen herausnehmen, passt auf keine Kuhhaut.
 
E

ExitUser

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Ach, beantrage Du mal einfach Deine Bewerbungskosten. Das muss ja beschieden werden. ...
Nicht vergessen, einen schriftlichen Bescheid zu fordern. Einplanen sollte man vielleicht auch, dass versucht werden könnte, einen schriftlichen Bescheid zu umgehen: "Bringen Sie mir die Originale, sonst kann ich keinen Bescheid erlassen." Das lässt sich dann bis zu einer Dauer von sechs Monaten ausdehnen.
 
G

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Es gibt ein hochoffizielles Bewerbungskostenerstattungsantragsformular.

Formal gesehen ist der Leistungsträger m.W. erst dann Dir ggü. erstattungspflichtig, wenn er Dir dieses von ihm datierte und unterschriebene (!+!) Formular ausgestellt und ausgehändigt hat.
Das muss du dir vom JC abholen.
Heißen tut das:
Antrag auf Gewährung einer Förderung aus dem Vermittlungsbudget

Und dann kannst du Quittungen sammeln über Sachen die du für deine Bewerbungen brauchst wie Papier und Tintenpatronen.
 

Jenna S

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Ich gehe mal davon aus, dass du eine EGV hast.
Darin MÜSSEN die Bewerbungskosten, die erstattet werden aufgeführt sein.
Sollte das nicht der Fall sein, wäre m.E. die EGV selbst zu beanstanden..bzw. unzureichend und somit viell. anfechtbar.

Die Kostenerstattung muss transparent ersichtlich sein und darf nicht aus Hirngespinsten eines einzelnen Vermittlers heraus zusammengesetzt werden.
 

Nimschö

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Joa, ich hab ne EGV...
Die ist aber, sagen wir "sehr knapp gehalten", sonst hätte ich sie nicht unterschrieben :D

Da steht drin "Nimschö bemüht sich um eine sozialversicherungspflichtige Arbeitsstelle" und "unser Saftladen unterstützt Nimschö". Und das wars...

Also, keine festgelegte Anzahl an Bewerbungen, keine Vorlage von irgendwas, keine Maßnahme, aber leider auch keine Regelungen zur Bewerbungskostenerstattung...
 

obi68

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Warum hat dein SB überhaupt eine solche Aussage bezüglich der Erstattung gemacht? Der hat doch damit gar nix am Hut und vermutlich auch gar keine Ahnung davon. Aber hauptsache ein wenig dumm dahergeschwätzt.

Bewerbungskostenerstattung ist Sache der Leistungsabteilung und da reichst du deinen Antrag erst mal ein und schaust, was dann passiert.
 
E

ExitUser

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... Bewerbungskostenerstattung ist Sache der Leistungsabteilung und da reichst du deinen Antrag erst mal ein und schaust, was dann passiert.
Falsch geraten. Das VB läuft über die zuständige, persönliche Pappnase, die ihr OK für die Anweisung/Überweisung gibt.
 

Nimschö

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Nimschö

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Und schon wieder was dazugelernt.
Und schwubs! Hat das Forum wieder Wissen verbreitet :)

Hm, aber wie gesagt: Wenn ich mal ne Bewerbung hier hab, die per Briefpost raus muss werd ich die Bewerbungskostenerstattung fordern und wenn die sich schräg stellen wird das Amt mit dem Flammenwerfer geföhnt :icon_biggrin:
Ist doch das Motto der Tage: "Immer auf die Kleinen"... Ich nehm mir halt die geistig und moralisch Kleineren vor ;)
 

jockel

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Mag ja sein, ist aber völlig unerheblich. ausschlaggebend ist, auf welchem Datenträger du die PDF ablegst und ob der in 50 Jahren noch lesbar ist.

Hast du noch ein 360 kb- 5 1/4" Floppy-Laufwerk das funktioniert?

Oder ein 14" Wechselfestplattenlaufwerk?

Ausserdem muss es dokumentenecht gespeichert sein, d.h. eine Änderungsmöglichkeit darf nicht gegeben sein.
Das 1,44"-Disketten-LW ist da, ansonsten DVD- und BD-LW und USB-2.0-Anschlüsse.

Die ISO verlangt zwingend die Auslesbarkeit der PDF/A und das Vorhandensein passender Datenträger und Lesegeräte. Das haben die Hersteller zu garantieren.
 
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