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Bewerbungskosten

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Max 1981

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#1
Hallo, ich hoffe Ihr könnt mir einen Rat geben,

Ich habe im November die Übernahme von Bewerbungskosten für 14 Bewerbungen beantragt (Bewilligungsbescheid bis 30.06.2009).
Nun erhielt ich heute, nach einer Dienstaufsichtsbeschwerde einen Bewilligungsbescheid / Teilablehnung mit folgender Begründung:
- Bewerbungskosten sind durch Vorlage der Kopie vom Bewerbungsanschreiben und dazugehöriger Portoquittungen nachzuweisen
- Von 14 beantragten Bewerbungen können nur 11 anerkannt werden (3 Bewerbungsunterlagen doppelt)
Hier nun meine Fragen. Auf der Anlage zum Antrag auf Gewährung von Bewerbungskosten steht:
Vorhandene Bewerbungsnachweise (z.B. Kopien der Bewerbungsanschreiben, Antwort- oder Bestätigungsschreiben) füge ich als Anlage bei. Von Portoquittungen steht dort nichts. Angeblich hat mich die Sachbearbeiterin mündlich darauf hingewiesen dass sie diese Quittungen sehen möchte. (Ich pumpe mir die Briefmarken stellenweise, kaufe dann am Monatsanfang welche und geb sie zurück)
3 Bewerbungen waren tatsächlich doppelt, aber nur um Nachhaltigkeit zu gewährleisten (wie es auch in der EV gefordert wird).
Widerspruch ist klar, aber wie formuliere ich diesen? Vielleicht hat auch jemand ein Urteil parat (oder Paragraphen). Oder ist die Entscheidung des Job Centers rechtens???
 
E

ExitUser

Gast
#2
Hast Du eine EGV mit dem JobCenter abgeschlossen? Wenn ja, was genau steht in dieser hinsichtlich Bewerbungskostenübernahme (Art der Bewerbungen, Art des Nachweises, Höhe der Erstattung)?

Oder wurde sonst vorher irgendeine schriftliche Vereinbarung/Zusage in dieser Hinsicht getroffen?
 

Max 1981

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#3
Ja, EV ist abgeschlossen.
"er unterstützt Ihre Bewerbungsaktivitäten durch Übernahme für schriftliche Bewerbungen auf vorherige Antragstellung nach Maßgabe ....
Bewerbungskosten können bis zu einem Betrag von 260 EUR jährlich übernommen werden."

"ich habeNachweise vorzulegen: Liste der Aktivitäten mit konkreten Ansprechpartnern, Ergebnis der Bewerbungen als Zwischenstand und Sicherung der Nachhaltigkeit / Stand der Bewerbungen durch eigenständige Kontaktaufnahme mit dem Arbeitgeber."

Im letzten Bewilligungsbescheid steht: Die maßgebende Frist beginnt mit dem Tag der erstmaligen Beantragung ... und endet am 30.06.2009.

Danke für die Unterstützung

Max
 
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#4
In Zukunft würde ich das so machen:

Du schreibst 4 Bewerbungen, dann verlangst Du Dein Geld und teilst gleichzeitig mit, das wenn nicht sofort ausgezahlt wird weitere Bewerbungsbemühungen unzumutbar sind.
 

Max 1981

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#5
In Zukunft werde ich das so tun.
Aber habe ich jetzt eine Chance mein Geld zu bekommen? Kann ich im Widerspruch auf die EV verweisen? Da steht nichts von Portoquittungen? Auch nicht im Antrag auf Erstattung von Bewerbungskosten?
 
E

ExitUser

Gast
#6
Kann ich im Widerspruch auf die EV verweisen? Da steht nichts von Portoquittungen? Auch nicht im Antrag auf Erstattung von Bewerbungskosten?
Ja, genau so würde ich es machen. Die EGV ist schließlich dazu da (theoretisch), Klarheit über solche Punkte zu schaffen. Das JobCenter muß, wenn es bestimmte Nachweise haben will, von vornherein für entsprechend klare Formulierungen sorgen. Alles andere legst Du guten Glaubens so aus, wie Du es verstehst.

Mündliche Hinweise der Sachbearbeiterin sind grundsätzlich nur deren persönliche Meinung, so zumindest kann man es verstehen. Wenn es rechtsverbindlich sein soll, hätte es auch in der EGV ausdrücklich so gestanden.
 

Karma

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#7
In Zukunft werde ich das so tun.
Aber habe ich jetzt eine Chance mein Geld zu bekommen? Kann ich im Widerspruch auf die EV verweisen? Da steht nichts von Portoquittungen? Auch nicht im Antrag auf Erstattung von Bewerbungskosten?
Wenn deine SB "mündlich" mitteilt, dass Portokosten nachzuweisen sind ist das wie nicht vereinbart. Nur schriftlich!!!!!!!!! oder in der EGV festgelegt. Von nachweislichen Portokosten bei Bewerbungen habe ich noch nie etwas gehört!? Ist offensichtlich eine Hinhaltetaktik.Ich würde im Widerspruch nachfragen WO das geschrieben steht. Nichts erzählen woher du das Porto geliehen, gekauft etc.hast.Hast keine Portoquittungen, weil dies von der Arge nicht verlangt wurde.....BASTA....
Lass dich nicht verar.....:icon_evil:
Gruß Karma
 

Sissi54

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#8
Hallo Max 1981 !

In Deiner EGV steht :
Bewerbungskosten können bis zu einer Höhe von.....übernommen werden !

Dies ist keine verbindliche Zusage, deswegen ist ein Widerspruch sinnlos, weil man kann sich jederzeit auf diese Formulierung berufen !

Die Erstattung ist somit eine Ermessensleistung, wie im Gesetz geregelt.

Das gleiche gilt für Portoquittungen.
Wer will denn nachweisen, dass die gekauften Briefmarken für Bewerbungen verwendet werden ???
Das ist pure Schikane !

Auf mündliche Aussagen eines SB ist nichts zu halten, weil nicht nachzuweisen.

Also in Zukunft auf verbindliche Zusagen in der EGV achten, zwecks Bewerbungskosten.

MfG
 

Max 1981

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#9
Habt alle vielen Dank für die Info´s.
Ich werde den Widerspruch so formulieren, dass eine Vorlage von Portoquittungen in der EV nicht vereinbart waren und auch in dem Antrag nicht gefordert.
Danke

Max
 
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