Bewerbungskosten - Online-Bewerbung lt. JC nicht mehr förderfähig (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Nick

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Das JC hat in einer vorgelegten Eingliederungsvereinbarung (https://www.elo-forum.org/attachmen...389418-egv-bezug-alg-pflichttermin-jc-egv.pdf) folgenden Satz unter den Leistungen des Jobcenters aufgeführt:

"Onlinebewerbungen sind nicht förderfähig"


Auf Nachfrage erklärte der JC-Berater, dass dies alles über den Regelsatz abgedeckt wäre.

Ist diese Auskunft richtig?
Wenn ja, wo kann man das nachlesen?
Wenn nein, was kann man tun, wenn man im Rahmen der Erstattung auf Bewerbungskosten die Online-Bewerbungen nicht miterstattet bekommt?
Erstattungen von Bewerbungskosten sind doch nur eine Kann-Leistung. Oder?
 

Birgit26

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Bewerbungskosten sind nicht in der Regelleistung enthalten

Verlangt das JC/ARGE von dir Bewerbungen müssen sie dir die Kosten dafür im Voraus zahlen.
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Nick,

im Regelsatz wurde dieser Posten angegeben Nachrichtenübermittlung 31,96 Euro
also Telefon usw.

Manche JC zahlen noch die E-Mail-Bewerbungen.

Was mir auffällt deine 12 Bewerbungen im Monat!?

Ja das ist eine Kann-Leistung, Vermittlungsbuget.

Und lies hier bitte noch nach!

https://www.elo-forum.org/allgemeine-fragen/31696-wieviele-bewerbungen-monat-angemessen.html

Und das noch!

Laut BSG Urteil vom 6.12.2007, B 14/7b AS 50/06 R

22 bb)Der Leistungsträger hat weiter bei der Ausübung seines Ermessens die Höhe der Belastung einerseits und die Vermögensverhältnisse des Betroffenen andererseits zu berücksichtigen (Blüggel in Eicher/Spellbrink, SGB II, 2005, § 59 RdNr 19).

Eine Ablehnung der Kostenübernahme wird danach gegenüber Leistungsempfängern nach dem SGB II regelmäßig nicht in Betracht kommen. Die von der Beklagten angeführten Gesichtspunkte der unverhältnismäßigen Verwaltungskosten und der Verwaltungsvereinfachung können angesichts der wirtschaftlichen Verhältnisse der Leistungsempfänger nach dem SGB II grundsätzlich kein Absehen von der Kostenerstattung rechtfertigen.

Gruß Seepferdchen:icon_pause:
 

Seepferdchen 2010

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Birgit26

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Nur soweit die Kosten erstattet werden, können Bewerbungen verlangt werden. Die in der Eingliederungsvereinbarung aufgegebene Zahl der Bewerbungen muss mit dem Höchstbetrag der Bewerbungskostenerstattung nach § 46 Abs. 1 SGB III (derzeit 260 €) übereinstimmen (DA 16 zu § 15).
Soweit schriftliche Bewerbungen in dem maßgeblichen Arbeitsbereich üblich oder aus anderen Gründen im Einzelfall notwendig sind, können nur 4,33 Bewerbungen im Monat (260 : 12) verlangt werden. In der Regelleistung sind nach § 20 Abs. 1 Satz 1 SGB II Bewerbungskosten nicht enthalten.
Ist die Regelleistung wegen einer Sanktion gekürzt oder der ganze Anspruch wegen eines wiederholten Pflichtenverstoßes versagt oder entzogen worden, können Kosten verursachende Erwerbsbemühungen keinesfalls verlangt werden. Für fehlende Bewerbungen usw. hat der Hilfebedürftige in diesen Fällen einen wichtigen Grund.
 

Seepferdchen 2010

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https://www.elo-forum.org/antraege/59601-onlinebewerbungen-kostenfrei-erstattungsfaehig.html

BSG, Urt. v. 02.09.2004 - B 7 AL 62/03 R

Rn 12
"Eine Übernahme von Telefonkosten kommt danach allenfalls in Betracht, wenn diese bei der Erstellung und/oder Versendung von Bewerbungsunterlagen unter Nutzung moderner Informationstechnologien (zB PC, Internet, Email) entstanden sind (vgl jetzt hierzu: § 4 Anordnung des Verwaltungsrates der Bundesanstalt für Arbeit zur Unterstützung der Beratung und Vermittlung <Anordnung UBV> vom 10. April 2003, ANBA 2003, 731). Nicht erfasst werden von der Legaldefinition "Erstellung und Versendung von Bewerbungsunterlagen" die Kosten für Telefongespräche, die lediglich darauf abzielen, nach Absenden der Bewerbung das Interesse an der Stelle zu bekräftigen oder Vorstellungsgespräche zu vereinbaren."

bitte lies die ganze Ausführung von WillyV

Gruß
 
E

ExitUser

Gast
Heutzutage werden doch überall Bewerbungen per eMail angeboten bzw. dazu aufgefordert. Dann müssen doch auch 5 Euro für Bewerbungen per eMail gezahlt werden.
Vom Konzept her ist eine Kostenerstattung eine Erstattung tatsächlich entstandener Kosten und kein "Arbeitslohn" für die Erstellung von Bewerbungen.

Mal ganz offen gefragt: welche Kosten entstehen dir denn bei einer Online-Bewerbung, die über die auch sonst anfallenden Kosten einer PC-Nutzung hinausgehen? Dein Provider wird dir sicher kein Entgelt pro versandter E-Mail berechnen, beim Transfervolumen wird meist pauschal abgerechnet, und die zusätzlichen Stromkosten sowie Abnutzung des PCs werden vermutlich im einstelligen Cent-Bereich pro Bewerbung liegen.

Auf diese Frage mußt du schon (falls sie gestellt wird) eine gute Antwort wissen.
 
E

ExitUser

Gast
Das mag in einigen Fällen durchaus so sein, aber vermutlich werden die meisten die Bewerbungen vom zu Hause sowieso vorhandenen PC aus schreiben und nicht in an einem öffentlichen Ort. Wenn man das so begründen kann und es auch stimmt, spricht nichts gegen eine Erstattungsforderung.

Nur liegt es nahe, daß das JC dann früher oder später auf die Idee kommt, man könne seine Bewerbungen doch (ohne Nutzungskosten) auch in einer der beliebten Bewerbungsmaßnahmen oder in den Räumen des JC schreiben. Das würde ich auch bedenken.
 

Seepferdchen 2010

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Richtig die Option ist auch gegeben, aber selbst wenn PC vorhanden ist, bleibt
der Fakt nicht jeder kann sich eine Flat für das Net leisten, kostet zur Zeit so ca. 13 Euro!

Auch ein Gesichtspunkt, abgesehen davon sollte man sich das auch ausdrucken oder sichern!(CD oder Stick und nicht zu vergessen Druckpatrone)

Aber diese Diskussion hatten wir schon mal.

Gruß:icon_pause:
 

Nick

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Vom Konzept her ist eine Kostenerstattung eine Erstattung tatsächlich entstandener Kosten und kein "Arbeitslohn" für die Erstellung von Bewerbungen.

Mal ganz offen gefragt: welche Kosten entstehen dir denn bei einer Online-Bewerbung, die über die auch sonst anfallenden Kosten einer PC-Nutzung hinausgehen? Dein Provider wird dir sicher kein Entgelt pro versandter E-Mail berechnen, beim Transfervolumen wird meist pauschal abgerechnet, und die zusätzlichen Stromkosten sowie Abnutzung des PCs werden vermutlich im einstelligen Cent-Bereich pro Bewerbung liegen.

Auf diese Frage mußt du schon (falls sie gestellt wird) eine gute Antwort wissen.
Jaja wenn es mal so einfach wäre.

Da wir die Bewerbungen beim JC belegen und nachweisen müssen, muss man alles ausdrucken und unsinnig abheften. Zudem muss man auch noch alles kopieren und abstempeln lassen, wenn man es am Empfang abgiebt. Das gleiche gilt dann für absagen oder sonstige Reaktionen auf die Bewerbung. Unser JC will alles belegt haben.

Es entstehen also reichlich Kosten für eine poplige Bewerbung per eMail oder Online-Bewerbung!!!!
 

druide65

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Wurde ja schon oft hier diskutiert.Ich gebe da noch mal meine Erfahrungswerte und Meinung wieder.

Wegen Ablehnung der Onlinebewerbungskosten bin ich vor ca. 3 Jahren vors SG gezogen.Klage abgelehnt.Da der I Net Anschluß auch privat genutzt wird.
Es kam zu einem Vergleich:Für ca 3 Jahre bekam ich 30 €.

Sagte mir die Richterin:Wenn sie ins I Net Cafe gehen müssen sie natürlich alle Kosten erstattet bekommen.
Tja...

Meine Meinung dazu die ich auch vor Gericht vertreten habe:Wer die Musik bestellt muss sie auch bezahlen......
 

DeppvomDienst

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Wieso kosten Onlinebewerbungen kein Geld?
Wer bezahlt denn die Infrastruktur?
Dazu braucht es einen lauffähigen Computer mit idealerweise lizensierter Software, die meist (nicht immer, aber man kann von einem Normalanwender nicht erwarten, dass er OpenSource Software beherrscht und sich damit auskennt) Geld kostet.
Außerdem eine vorhandene Internetleitung und ggf. auch ein Telefon, da man sich selbst bei Onlinebewerbungen per Telefon noch einmal melden sollte.
Selbst wenn diese in Form einer Flatrate vorhanden sind, kostet auch eine Flatrate Geld.
Stromkosten fallen auch an.

Hinzu kommt, dass die Dokumente ausgedruckt und verwahrt werden müssen. Schon alleine für das Jobcenter. Außerdem sollten diese Dokumente auch halbwegs sicher aufbewahrt (gespeichert + Backup) werden, auch das ist nicht kostenfrei.

Und noch wüsste ich nicht, dass das Vorhandensein eines Computer zur Grundausstattung gehört, die einklagbar wäre.
Auch entsprechende Abnutzung des Gerätes kommt in Betracht, egal ob nun eine Privatnutzung stattfindet oder nicht.

Alleine das Vorhalten der Geräte und die Instandhaltung kosten Geld, das nicht im Regelsatz vorgesehen ist.

Wenn das Jobcenter also eine Verpflichtung zur Onlinebewerbung herleitet, dann möge es auch die 5 Euro Bewerbungskostenpauschale pro Bewerbung berücksichtigen - oder die "Onlinebewerbung" ersatzlos aus dem Forderungskatalog streichen.

Fordern: ja, dafür aber aufkommen wollen: nein

Und wenn man jetzt noch ganz böse ist, könnte man sogar noch "Miete" für den für den Computer genutzten Platz in der Wohnung geltend machen, denn ich könnte anstelle des Computers auch gut ein Bücherregal aufstellen oder auch wahlweise gar nichts und die "Freifläche" genießen.

Sollten Bewerbungen ggf. unterwegs erstellt werden (Internetcafé), dann sind wir noch bei ganz anderen Kosten, und da ist es bei 5 Euro meist nicht einmal im Ansatz getan! Alleine die Fahrtkosten erreichen diesen Betrag meist recht locker.

Zumal es auch bei einer Printbewerbung mit 5 Euro meist nicht getan ist. Die meisten Firmen senden Unterlagen heute nur dann zurück, wenn man einen frankierten Rückumschlag beifügt. Das erhöht das Porto schonmal schlagartig auf 2,90 Euro pro Versand.
Dazu die zahlreichen gedruckten Seiten, das Foto (egal ob aufgedruckt oder angeheftet, Druckertinte kostet ordentlich Geld) und eine Mappe (denn Bewerbungen ohne Mappen werden meist ungesehen zurückgesendet, der Arbeitgeber erwartet die Unterlagen in entsprechender Form).
Eine ordentlich aussehende Bewerbung für 5 Euro ist also an sich schon schwierig, deswegen nennt man es auch PAUSCHALE, da Telefon- und Internetbewerbungen ggf. zwar günstiger sind, aber sich die Kosten mit den weiteren Bewerbungen gegenseitig aufrechnen.

Es wird immer absurder in Dunkeldeutschland.

Hauptsache ein Wulff bekommt seine gut 500.000 im Jahr, da meckert faktisch keiner - zumindest nich an der Stelle, wo man eigentlich meckern sollte.
Die meckern gegen jemanden, der volle 5 Euro verlangt!
 
E

ExitUser

Gast
Mit Dunkeldeutschland hat das nichts zu tun!

Hier in meinem Wohnort haben nur 1/3 der Haushalte einen PC + Internetanschluß!

Es gibt deshalb Bewerbungszentren, die nur mit dem Bus erreichbar sind. Diese Kosten müssen von den JCs getragen werden.

Somit ist eine Pauschale von nur 5 Euronen irrelevant!
 

druide65

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Wieso kosten Onlinebewerbungen kein Geld?
Wer bezahlt denn die Infrastruktur?
Dazu braucht es einen lauffähigen Computer mit idealerweise lizensierter Software, die meist (nicht immer, aber man kann von einem Normalanwender nicht erwarten, dass er OpenSource Software beherrscht und sich damit auskennt) Geld kostet.
Außerdem eine vorhandene Internetleitung und ggf. auch ein Telefon, da man sich selbst bei Onlinebewerbungen per Telefon noch einmal melden sollte.
Selbst wenn diese in Form einer Flatrate vorhanden sind, kostet auch eine Flatrate Geld.
Stromkosten fallen auch an.

Hinzu kommt, dass die Dokumente ausgedruckt und verwahrt werden müssen. Schon alleine für das Jobcenter. Außerdem sollten diese Dokumente auch halbwegs sicher aufbewahrt (gespeichert + Backup) werden, auch das ist nicht kostenfrei.

Und noch wüsste ich nicht, dass das Vorhandensein eines Computer zur Grundausstattung gehört, die einklagbar wäre.
Auch entsprechende Abnutzung des Gerätes kommt in Betracht, egal ob nun eine Privatnutzung stattfindet oder nicht.

Alleine das Vorhalten der Geräte und die Instandhaltung kosten Geld, das nicht im Regelsatz vorgesehen ist.

Wenn das Jobcenter also eine Verpflichtung zur Onlinebewerbung herleitet, dann möge es auch die 5 Euro Bewerbungskostenpauschale pro Bewerbung berücksichtigen - oder die "Onlinebewerbung" ersatzlos aus dem Forderungskatalog streichen.

Fordern: ja, dafür aber aufkommen wollen: nein

Und wenn man jetzt noch ganz böse ist, könnte man sogar noch "Miete" für den für den Computer genutzten Platz in der Wohnung geltend machen, denn ich könnte anstelle des Computers auch gut ein Bücherregal aufstellen oder auch wahlweise gar nichts und die "Freifläche" genießen.

Sollten Bewerbungen ggf. unterwegs erstellt werden (Internetcafé), dann sind wir noch bei ganz anderen Kosten, und da ist es bei 5 Euro meist nicht einmal im Ansatz getan! Alleine die Fahrtkosten erreichen diesen Betrag meist recht locker.

Zumal es auch bei einer Printbewerbung mit 5 Euro meist nicht getan ist. Die meisten Firmen senden Unterlagen heute nur dann zurück, wenn man einen frankierten Rückumschlag beifügt. Das erhöht das Porto schonmal schlagartig auf 2,90 Euro pro Versand.
Dazu die zahlreichen gedruckten Seiten, das Foto (egal ob aufgedruckt oder angeheftet, Druckertinte kostet ordentlich Geld) und eine Mappe (denn Bewerbungen ohne Mappen werden meist ungesehen zurückgesendet, der Arbeitgeber erwartet die Unterlagen in entsprechender Form).
Eine ordentlich aussehende Bewerbung für 5 Euro ist also an sich schon schwierig, deswegen nennt man es auch PAUSCHALE, da Telefon- und Internetbewerbungen ggf. zwar günstiger sind, aber sich die Kosten mit den weiteren Bewerbungen gegenseitig aufrechnen.

Es wird immer absurder in Dunkeldeutschland.

Hauptsache ein Wulff bekommt seine gut 500.000 im Jahr, da meckert faktisch keiner - zumindest nich an der Stelle, wo man eigentlich meckern sollte.
Die meckern gegen jemanden, der volle 5 Euro verlangt!
Stimme ich dir zu.Nur sagte das SG in meinem Falle "ist nicht" da privates und Argetechnisches nicht auseinander gehalten werden kann.Daher der Wink mit dem Zaunpfahl der Richterin ins I Net Cafe zu gehen.Dann müßten die Kosten erstattet werden(Obwohl ich im I Net Cafe genauso auf Pornoseiten surfen könnte und mir dafür eine Quittung geben lasse)

Aber es war eine Einzelfallentscheidung.Sollte jeder für sich ruhig mal selber durchklagen....
 

michel73

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Hallo,
absurd ist nur dein Post.
Wieviel Lebenszeit hat dich dieser geistige Erguss denn gekostet?:icon_neutral:
Nichts im Leben ist umsonst.

Spar dir dein Geschwurbel, hab mal deine Kommentare gelesen und scheinst mir eher aus einer anderen Fraktion zu sein.
 
E

ExitUser

Gast
Vom Konzept her ist eine Kostenerstattung eine Erstattung tatsächlich entstandener Kosten und kein "Arbeitslohn" für die Erstellung von Bewerbungen.

Mal ganz offen gefragt: welche Kosten entstehen dir denn bei einer Online-Bewerbung, die über die auch sonst anfallenden Kosten einer PC-Nutzung hinausgehen? Dein Provider wird dir sicher kein Entgelt pro versandter E-Mail berechnen, beim Transfervolumen wird meist pauschal abgerechnet, und die zusätzlichen Stromkosten sowie Abnutzung des PCs werden vermutlich im einstelligen Cent-Bereich pro Bewerbung liegen.

Auf diese Frage mußt du schon (falls sie gestellt wird) eine gute Antwort wissen.
dann müsste man aber auch sagen, dass 5 Euro für eine schriftliche Bewerbung viel zu wenig sind:

Druckerpatronen sind teuer
Papier sollte gutes sein
Umschläge
Bewerbungsmappen
Zeugniskopien
evtl noch Bewerbungsfoto
Briefmarke

Das alles ist weit über 5 Euro.
 

Regelsatzkämpfer

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Im Zusammenhang mit "Kann"- und "Soll"-Leistungen bitte immer daran denken, dass hier NICHT der allgemeine Sprachgebrauch zählt. Im juristischen Fall bedeutet es vielmehr, dass diese Leistungen zu erbringen sind, wenn keine juristisch relevanten Gründe dagegen sprechen. Es geht hier also keineswegs um die Tageslaune des Sachbearbeiters wie vielfach vermutet, oder irgendwelche obskuren Dienstanweisungen einer Jobcenterleitung.
 

Regelsatzkämpfer

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dann müsste man aber auch sagen, dass 5 Euro für eine schriftliche Bewerbung viel zu wenig sind:

Druckerpatronen sind teuer
Papier sollte gutes sein
Umschläge
Bewerbungsmappen
Zeugniskopien
evtl noch Bewerbungsfoto
Briefmarke

Das alles ist weit über 5 Euro.
Druckerpatronen teuer? Muß nicht sein.
Beispielsweise Druckerzubehoer.de.
Ich zahle für die schwarze Pigmenttintenpatrone nicht einmal einen Euro.

Gutes Papier. 80g reicht. Beispielsweise in vielen Poststellen für unter 4 Euro pro 500 Blatt.

Umschläge und Mappen gibt es in billigen Großpackungen oft spottbillig bei diversen Onlinehändler bzw. Versteigerungsplattformen. Hier sollte man sich zusammentun, denn die Packungen können durchaus schon deutlich größer ausfallen.

Zeugniskopien sind billig, wenn man sie selbst ausdruckt und billige Tinte nimmt.

Bewerbungsfoto: Es gibt auch talentierte erwerbslose Fototalente mit digitalen Fotoapparaten brauchbarer Qualität und einem fototauglichen Drucker. Ausgedruckt auf Fotopapier ist die Qualität nicht schlechter als ein teuerer Paßbild. Habe selbst für etliche Leute schon Aufnahmen gemacht.

Porto: Ok, hier wird es mit dem Sparen schwierig. Allerdings haben Jobcenter eine Versendepflicht für Bewerbungen die man dort abgibt. Also das Jobcenter für das Porto bezahlen lassen. Schon spart man jede Menge Geld.

Am Ende bleibt man deutlicher unter 5 Euro...
 

rslg

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Druckerpatronen teuer? Muß nicht sein.
Beispielsweise Druckerzubehoer.de.
Ich zahle für die schwarze Pigmenttintenpatrone nicht einmal einen Euro.

Was wenn der Drucker nur Originaltintenpatronen akzeptiert???
Für einen anderen aber kein Geld vorhanden ist?
Unser Drucker braucht bei halbwegs wirtschaftlichem Gebrauch (von EKS mal abgesehen) so ca 18 € im Monat für Patronen.


Gutes Papier. 80g reicht. Beispielsweise in vielen Poststellen für unter 4 Euro pro 500 Blatt.

Sieht meistens scheixxe aus!

Umschläge und Mappen gibt es in billigen Großpackungen oft spottbillig bei diversen Onlinehändler bzw. Versteigerungsplattformen. Hier sollte man sich zusammentun, denn die Packungen können durchaus schon deutlich größer ausfallen.

Zeugniskopien sind billig, wenn man sie selbst ausdruckt und billige Tinte nimmt.

Immer auf gutem Papier kopieren lassen.

Bewerbungsfoto: Es gibt auch talentierte erwerbslose Fototalente mit digitalen Fotoapparaten brauchbarer Qualität und einem fototauglichen Drucker. Ausgedruckt auf Fotopapier ist die Qualität nicht schlechter als ein teuerer Paßbild. Habe selbst für etliche Leute schon Aufnahmen gemacht.

Fotos aus dem heimischen Drucker kosten extrem viel Tinte.
Außerdem kann man das Foto auch in den Lebenslauf als Scan einfügen.

Porto: Ok, hier wird es mit dem Sparen schwierig. Allerdings haben Jobcenter eine Versendepflicht für Bewerbungen die man dort abgibt. Also das Jobcenter für das Porto bezahlen lassen. Schon spart man jede Menge Geld.

Fahrkosten zum JC mitrechnen.


Am Ende bleibt man deutlicher unter 5 Euro...
Wenn man jedesmal eine neue Mappe braucht, mit neuen Kopien kommt man grade so eben hin (mit gescantem Foto, mit Originalfoto nicht).
 

Regelsatzkämpfer

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Wenn man jedesmal eine neue Mappe braucht, mit neuen Kopien kommt man grade so eben hin (mit gescantem Foto, mit Originalfoto nicht).
Die Meister im alles miesmachen sind wieder unterwegs.

Wer einen Drucker kauft der nur teuere Patronen akzeptiert ist freundlich gesagt selbst schuld. So etwas prüft man vorher.

Es könnte immer sein, dass .... Aber man sollte vielleicht doch erst einmal gucken ob es für den Drucker entsprechende Patronen oder Auffüllmöglichkeiten gibt. In manchen Städten gibt es Auffüllfirmen. Ist zwar nicht so billig wie selber machen, aber immer noch günstiger als teuere Originalpatronen.

Würden sich Leute zusammentun und nicht als Einzelkämpfer arbeiten, dann wäre das Thema Porto und Jobcenter auch keines. Dann bringt nämlich immer mal einer die gesammelten Werke für alle hin.

Was an dem hochwertigen Papier der Postcenter "Exkrement" aussehen soll ist mir nicht klar. Ich rede hier nicht von Recyclingpapier. Ist ein ganz normales glattes 80g Papier, das sowohl für Laser, Tintenstrahler als auch Schreibmaschine und Handbeschriftung gut geeignet ist. Schreibst Du Deine Bewerbungen normalerweise auf handgeschöpftem Büttenpapier?

Zeugnisse Immer auf gutem Papier kopieren lassen...also Urkundenkarton bzw. Büttenpapier gleich? Oder war das eigentlich nur eine spaßige Übertreibung Deinerseits. Also ein 80g Papier reinweiß reicht völlig. Die wenigsten Copyshops werden den Fehler machen üblen Mist als Papier zu verwenden, weil der die Kopierer ruiniert. Aber das Recycling Copy sollte man natürlich dennoch hier nicht nehmen.

Und für daheim reicht das 3,49 Euro Papier der Postcenter bei weitem aus. Das selbe Papier wird übrigens von anderen Firmen bis zu rund 10 Euro pro Packung gehandelt. Nur so als kleiner Hinweis für Leute die meinen preiswert sei automatisch Müll.

Fotos aus dem heimischen Drucker kosten extrem viel Tinte? Klar das Foto vom Fotografen ist ja billiger. Nehmen wir ein Beispiel:

Billigstes Fotopapier im normalen Fotoformat kostet ca. 2.50 Euro für 25 Blatt derzeit. Für Bilder bei Bewerbungen reicht ein Bruchteil des Fotokartons aus. Also passen da locker je nach persönlicher Preferenz 2-8 Bilder drauf.

Mit einer Tintenladung beispielsweise Pixma Druckerreihe drucke ich Dir davon locker mal 150 Blatt und mehr. Und wie viel kostet die Tinte? Ungefähr 10 Euro. Dreht man die Sättigung etwas runter ist die Qualität nicht sichtbar schlechter, aber es werden locker 200 Blatt.

Nimmt man vom selben Hersteller die Nachfülltinte, die identisch mit der in den Patronen ist, dann kosten je 150 ml für die Farben rund 3 Euro je Farbe und für die Pigmenttinte schwarz dann rund 5 Euro. Das reicht für über 15x Nachfüllen. Also 15x komplett alle Farben für 17 Euro.

Was ist da jetzt teuerer als Fotos?

Ein Foto in den Lebenslauf gedruckt ist von deutlich schlechterer Qualität als auf Fotopapier. Nur so als kleiner Hinweis.

Übrigens bei Deinem Patronenverbrauch wäre dann wohl eher ein preiswerter gebrauchter Laser zu empfehlen. Ca. 50 Euro für einen Laserjet 5. Ersatzkartuschen für 6000 Seiten kosten ab 9,95 Euro.

Und Mappen in der Großpackung kosten wie empfohlen im Durchschnitt gerade mal ein Zehntel vom normalen Ladenpreis oder sogar noch weniger. Selbiges gilt für Umschläge.

Man kann Geld sparen, wenn man nur will.
 
E

ExitUser

Gast
Einspruch! Die Billig-Klitschen, wo man so Ausschuss-Zeugs für zu viel Geld ganz billig kaufen kann, bieten 80er Papier an, bei dem auf der Rückseite (sofern ein Tintenstrahler verwendet wird) die Tinte durchsuppt. Kein Scheixx, vergangene Woche erst gesehen. Das ist dermaßen dünn, dass Du schon beim Anfassen vorsichtig sein musst. Preis: 3,49 €. Und gleich noch einen drauf: Staubbeutel der "Marke" Itaso (4,99) für Staubsauger dasselbe. Dünne wie sonstwas.

Neee, ich wollte / will da gar nix mies machen.
 

rslg

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Die Meister im alles miesmachen sind wieder unterwegs.

Wer einen Drucker kauft der nur teuere Patronen akzeptiert ist freundlich gesagt selbst schuld. So etwas prüft man vorher.

Es könnte immer sein, dass .... Aber man sollte vielleicht doch erst einmal gucken ob es für den Drucker entsprechende Patronen oder Auffüllmöglichkeiten gibt. In manchen Städten gibt es Auffüllfirmen. Ist zwar nicht so billig wie selber machen, aber immer noch günstiger als teuere Originalpatronen.
Alles probiert, er will es nicht.
Sieht dann voll sch..... aus

Und ja, der Drucker war günstig, den konnten wir uns zu dem Zeitpunkt aber leider nur leisten.

Und ja, es hieß dass er auch mit wiederbefüllten Patronen zurecht kommt.

Übrigens: mit guten Patronen sieht auch der Scan des Bildes gut aus, mit wiederbefüllten eben nicht.
 
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