Bewerbungskosten laut Teamleitung im Regelbedarf enthalten

Privatier

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JC lehnt alle Bewerbungskosten ab

Aktuell werden mir alle Bewerbungskosten abgelehnt. Der Hintergrund ist eine Regelung im EGV-ersetzenden Verwaltungsakt.

Die EGV-Verhandlung war laut JC gescheitert, weil ich hingewiesen habe, dass die Passagen im Hinblick auf Bewerbungskosten und die grundsätzliche Ablehnung der Online-Bewerbungs-Kosten für mich nicht in Frage kommen und nicht nachvollziehbar sind.

Mein Antrag auf aufschiebende Wirkung wurde sowohl vom SG und LSG abgelehnt, weil der VA mit der Gesetzgebung vereinbar ist und die Verhandlungen offensichtlich gescheitert waren.
Aktuell läuft eine Klage gegen den VA, aber die Erfolgsaussichten sind bei der gleichen Kammer mMn sehr schlecht.

Unten habe ich zuerst die Regelung aus dem Verwaltungsakt (die mir genauso in den EGV-Vorschlägen aufgezwungen werden sollte). Und danach habe ich ein aktuelles Beispiel einer Ablehnung der Bewerbungskosten.

Könnt ihr mir mitteilen, wie ich meine Bewerbungskosten geltend machen kann, da ich relativ viele Vermittlungsvoschläge bekomme. Sehr oft ist nur eine OnlineBewerbung möglich. Manchmal ist eine Option für schriftliche Bewerbungen möglich.
 

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swavolt

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AW: JC lehnt alle Bewerbungskosten ab

Also.
Wenn die Übernahme abgelehnt wird, Widerspruch einlegen. Danach Klage erheben. Damit hat der staat dann auf jeden Fall minus gemacht und er sollte sich überlegen solche Bagatellen schon in voraus zu vermeiden. Mach dem Staat Kosten wenn er dich schikaniert, er hats nicht anders verdient.
Begründung: die 2 Postalischen Bewerbungen müssen übernommen werden. Es sind die tatsächlich angefallenen Kosten zu übernehmen. Das JC kann dir keinen ausschließlich Online-Bewerbungsweg vorschreiben. Schließlich kannst du ja auch plötzlich über keinen Onlinezugang mehr verfügen. Was dann? Wer bezahlt den Onlinezugang? Du? Dann überleg dir den zu kündigen und vorher das JC zu informieren das du keine Onlinebewerbungen mehr vornehmen kannst außer sie bewegen sich und bezahlen deine Bewerbungskosten.

Den EGV/VA mal ganz einstellen.
Vielleicht findet sich noch was für deine Klage.
Außerdem möchte ich sehen ob du deine Bewerbungen nachweisen musst und wie und wie diese Kosten abgerechnet werden.
 

FrauStahl

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AW: JC lehnt alle Bewerbungskosten ab

Ich würde auch argumentieren, dass du als ELO ja immer in der Pflicht bist deine Bewerbungen, so wie Antwortschreiben und den Status dem Jobcenter gegenüber schriftlich nachzuweisen und das das eben rechtssicher nur schriftlich und nicht per Mail oder gar per Online-Bewerbungstool möglich ist. Bei letzterem bekommt man ja teilweise nicht mal ne Bestätigungs-Email.
 

Hannes63

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AW: JC lehnt alle Bewerbungskosten ab

Keine verbindliche Zusage zur Erstattung von Bewerbungskosten ---> VA rechtswidrig.

Siehe BSG Urteil ---> B 14 AS 42/15 R
 
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Privatier

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AW: JC lehnt alle Bewerbungskosten ab

Anbei der VA. Dieser ist im Übrigen Ende Juli ausgelaufen.
Aktuell weder EGV noch VA.

(In einem Parallelthread habe ich den VA bereits thematisiert)
 

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Couchhartzer

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AW: JC lehnt alle Bewerbungskosten ab

Könnt ihr mir mitteilen, wie ich meine Bewerbungskosten geltend machen kann, da ich relativ viele Vermittlungsvoschläge bekomme. Sehr oft ist nur eine OnlineBewerbung möglich. Manchmal ist eine Option für schriftliche Bewerbungen möglich.
Eventuell hilft dir das hier ja etwas weiter ~> https://www.elo-forum.org/diskussion-vorlagen-hilfesuchenden-hilfesuchende/187386-mail-bewerbungen-erstattunsfaehig.html#post2230628
 

Imaginaer

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AW: JC lehnt alle Bewerbungskosten ab

Hallo Privatier,

die scheinen dasselbe zu versuchen wie bei mir. Ich habe hier einen Teilbewilligungsbescheid, wonach mir keine Kosten erstattet werden, da Online bzw. E-Mail Bewerbungen möglich wären. Dies beantwortete ich mit diesem Widerspruch. Darauf kam der Widerspruchsbescheid. Und dagegen erhob ich Klage, die noch anhängig ist.

Sofern Du keine E-Mail Adresse beim Amt angegeben hast, passt das auf dich. Finde es eine Frechheit...E-Mail Bewerbungen verlangen, aber die Kosten dafür nicht übernehmen. :icon_motz:

Man sollte bei VV/RFB nur noch schriftlich sich darauf bewerben. Das die es als so selbstverständlich nehmen das man E-Mail Adressen hat und diese auch regelmäßig abrufen kann liegt an der Masse der ELO´s die dies nach dem Prinzip "ich will ja Arbeit" brav herausgeben. Die einzige Arbeit die man dadurch bekommt, sind die miesen Jobs. Ganz oben dabei ist ZAF.
 

dagobert1

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AW: JC lehnt alle Bewerbungskosten ab

Anbei der VA. Dieser ist im Übrigen Ende Juli ausgelaufen.
Aktuell weder EGV noch VA.
Kommt der nächste VA mit Online-Bewerbungs-Kostenverweigerung, probier mal das hier aus:
https://www.elo-forum.org/2130978-post12.html
Bewerbungskosten sind im Regelbedarf nicht enthalten!

Hier ist das Thema auch schon mal diskutiert worden, vielleicht findest du da noch einen brauchbaren Tipp.
https://www.elo-forum.org/alg-ii/144183-wegfall-erstattung-onlinebewerbungen.html
 

Hannes63

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AW: JC lehnt alle Bewerbungskosten ab

Kann man dann wirklich mal so machen, wenn es angeblich ja alles nichts kostet.
Schriftlich beantragen und dann schriftlichen Bescheid einfordern.

Frechheit was die sich rausnehmen.
 

Privatier

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Da ich aktuell viele Vermittlungsvorschläge bekomme, auf die man sich ausschließlich Online bewerben kann. Oder auch im Falle einer schriftl. Bewerbung (Laut EGV-VA 5 Euro, sofern keine OnlineBewerbung möglich), Kosten abgelehnt werden, indem ich auf die Möglichkeit einer Online-Bewerbung verwiesen werde, habe ich einen Antrag auf Auskunft eingereicht.

Ich habe gefragt, ob ich verpflichtet bin mich auf Vermittlungsvorschläge zu bewerben, wo es ausschließlich eine Möglichkeit der Onlinebewerbung gibt.
Dann habe ich gefragt, warum mir Kosten für diese OnlineBewerbungen kategorisch abgelehnt werden.
Und ich habe gefragt, ob konkrete Kosten mit Nachweisen übernommen werden .

Folgende Antwort habe ich heute von der Teamleitung bekommen
 

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Holler2008

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Naja, Textbausteine wie immer.


Ich hätte da genauer gefragt, nach welchem Paragraphen eine Bewerbung per Post nicht genau so gut wäre.


Die Sprechen von einem Klageverfahren aus dem heraus ging dass die Kosten für Onlinebewerbungen im Regelsatz wären.
Hast du in die Richtung schon geklagt und es kam dies als Ergebnis raus von Sozialgericht begründet?
 

bla47

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Dann habe ich gefragt, warum mir Kosten für diese OnlineBewerbungen kategorisch abgelehnt werden.
Im Regelbedarf sind Kosten für Kommunikation und Strom enthalten. Aber keine Extras wie Papier Bewerbungen. Daher die Ablehnung für Online.
Ja, wir wissen, das Geld ist nicht ausreichend. Leider gibt es nicht mehr.
 

obi68

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Am meisten ärgert mich an der Antwort des Teamleiters, dass Privates (und dafür ist der Regelsatz ausschliesslich vorgesehen) und Forderungen des Jobcenters miteinander vermischt werden.

Das ist entweder ziemlich dreist oder ziemlich dumm.
 

Privatier

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Ich hatte einmal OnlineBewerbungen eingeklagt. Im Erörterungsverfahren hat mich der Richter gefragt, ob ich für jede OnlineBewerbung konkrete Kosten nachweisen kann.

Ich verwies ihn darauf, dass es mir um Entschädigung für PC, Strom, Internet, Drucker, Druckertinte, Papier gehe.

Der hat es zur Kenntnis genommen und später meine Klage abgewiesen, mit dem Tenor, dass ich keine konkreten Kosten nachgewiesen habe und auf eine pauschale Erstattung kein Anspruch besteht.
 

TazD

Super-Moderation
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Du gehst die Sache mMn falsch an.

Ich würde mich darauf berufen, dass ich ausschließlich postalisch erreichbar sein muss. Von daher ist zwar ein PC vorhanden, um Bewerbungen zu schreiben, aber leider, leider, leider kein Internet und natürlich auch keine E-Mail-Adresse.
Von daher kann ich mich leider, leider, leider nicht online bewerben.
 

Privatier

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Sie wissen, dass ich nur postalisch erreichbar bin. Ich habe nie gesagt, dass ich einen PC und Internet habe. Ich habe auch keine anderen Kontaktinformationen angegeben.

Leider ist der SG-Richter mittlerweile genervt von mir .

Und das Jobcenter sagt, dass ich 30%Kürzungen bekomme, wenn ich die Vermittlungsvorschläge nicht Online tätige. Postalische Bewerbungen sind entweder nicht möglich oder werden abgewiesen, mit dem Hinweis auf die OnlineBewerbungs-Option. Auf die Kürzungen will ich es nicht ankommen lassen.

Ich habe gerade eine Klage auf Erstattung von Kosten für Übernachtung im Hotel - im Rahmen eines Vorstellungsgesprächs eingereicht, wo ich die Kosten per Paypal-Bezahlung, mit meinem Namen@gmail.com belege.

Also wegen der Emailadresse- da wird der Richter doch sicherlich hinweisen, dass ich offensichtlich eine Emailadresse habe, die ich aktiv nutze.

Ich kann mich also, wie ich das sehe, nur auf fehlendes Internet berufen und fehlenden PC
 
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Imaginaer

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Hallo Privatier,

der Verweis auf E-Mail bzw. Onlinebewerbungen resultiert auf die selbstverständliche Annahme das man heutzutage einen Internet Anschluss bzw. E-Mail besitzt. Dies resultiert nicht zuletzt durch ELO´s die mental so stabil sind wie eine Salzstange. Hab ich nicht, will ich nicht. So einfach ist das? Nö, die lassen sich bequatschen. PC und Drucker kann ELO haben, muss es aber nicht. Genauso beim Internet und der E-Mail Adresse. Nur das letzteres weitere Gefahren durch Viren/Trojanern ausgesetzt ist. Dieses Risiko setze ich dem Rechner mit meinen Daten nicht aus. PC ohne Netzwerkarte soll es übrigens auch geben. Sonne11 hat mir mal für einen Widerspruch von mir eine super Passage zusammengestellt.

Da mir keine Email Adresse und keine uneingeschränkte Möglichkeit zur Nutzung, Verarbeitung, Prüfung und Antwortmöglichkeit zur Verfügung steht, bewerbe ich mich schriftlich und nachweissicher. Der Gesetzgeber verlangt keine Email- Adresse bereitzuhalten. Teilen Sie mir in Ihrer Begründung die rechtliche Grundlage mit.
Die E-Mail Adresse bei Paypal Sache wird Fragen aufwerfen. E-Mail Adresse bedeutet nicht gleich erreichbar, da dazu ein Internetanschluss benötigt wird. Ein Briefkasten ist offline jederzeit verfügbar.:biggrin: Wenn ich eine E-Mail versende geht der Empfänger auch davon aus, das ich auf seine E-Mails reagieren kann. Wenn ich also per Post mich bewerbe, weiß der Empfänger das er auch nur per Post antworten kann. Faire Sache. Postversand Absender<->Postversand Empfänger. Oder E-Mail Kontakt<-> E-Mail Kontakt Wenn der Absender allerdings per E-Mail schreibt und Antworten nur per Postversand zulässt, würde ich bei Empfang mir veräppelt vorkommen und diese nur dem Papierkorb zufügen. Also vorab die Kommunikation auf einen Weg fixieren und damit klare Verhältnisse schaffen.

Grundsätzlich sind die derzeitigen 409 Euro Eckregelsatz für private Ausgaben. Dies sieht das Gesetz und die Rechtsprechung (sogar das höchste deutsche Gericht) genauso, siehe hier näher ausgeführt. Scheint nur bei dem SG/Richter nicht angekommen zu sein. Nächste Instanz könnte da eine Lehrstunde dem SG Richter geben!? :icon_kinn:
 

TazD

Super-Moderation
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Da du es weder auf die Kürzungen ankommen lassen willst, noch konsequent die Schiene mit "Kein Internet, kein E-Mail" fahren willst, bleibt dir nichts anderes übrig als die Kröte zu schlucken, die da heißt: "Keine Erstattung für Online-Bewerbungen".
 
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