Bewerbungskosten laut Teamleitung im Regelbedarf enthalten (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, GĂ€ste: 1)

Privatier

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 August 2017
BeitrÀge
24
Bewertungen
0
JC lehnt alle Bewerbungskosten ab

Aktuell werden mir alle Bewerbungskosten abgelehnt. Der Hintergrund ist eine Regelung im EGV-ersetzenden Verwaltungsakt.

Die EGV-Verhandlung war laut JC gescheitert, weil ich hingewiesen habe, dass die Passagen im Hinblick auf Bewerbungskosten und die grundsĂ€tzliche Ablehnung der Online-Bewerbungs-Kosten fĂŒr mich nicht in Frage kommen und nicht nachvollziehbar sind.

Mein Antrag auf aufschiebende Wirkung wurde sowohl vom SG und LSG abgelehnt, weil der VA mit der Gesetzgebung vereinbar ist und die Verhandlungen offensichtlich gescheitert waren.
Aktuell lÀuft eine Klage gegen den VA, aber die Erfolgsaussichten sind bei der gleichen Kammer mMn sehr schlecht.

Unten habe ich zuerst die Regelung aus dem Verwaltungsakt (die mir genauso in den EGV-VorschlÀgen aufgezwungen werden sollte). Und danach habe ich ein aktuelles Beispiel einer Ablehnung der Bewerbungskosten.

Könnt ihr mir mitteilen, wie ich meine Bewerbungskosten geltend machen kann, da ich relativ viele VermittlungsvoschlĂ€ge bekomme. Sehr oft ist nur eine OnlineBewerbung möglich. Manchmal ist eine Option fĂŒr schriftliche Bewerbungen möglich.
 

AnhÀnge

G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
AW: JC lehnt alle Bewerbungskosten ab

Also.
Wenn die Übernahme abgelehnt wird, Widerspruch einlegen. Danach Klage erheben. Damit hat der staat dann auf jeden Fall minus gemacht und er sollte sich ĂŒberlegen solche Bagatellen schon in voraus zu vermeiden. Mach dem Staat Kosten wenn er dich schikaniert, er hats nicht anders verdient.
BegrĂŒndung: die 2 Postalischen Bewerbungen mĂŒssen ĂŒbernommen werden. Es sind die tatsĂ€chlich angefallenen Kosten zu ĂŒbernehmen. Das JC kann dir keinen ausschließlich Online-Bewerbungsweg vorschreiben. Schließlich kannst du ja auch plötzlich ĂŒber keinen Onlinezugang mehr verfĂŒgen. Was dann? Wer bezahlt den Onlinezugang? Du? Dann ĂŒberleg dir den zu kĂŒndigen und vorher das JC zu informieren das du keine Onlinebewerbungen mehr vornehmen kannst außer sie bewegen sich und bezahlen deine Bewerbungskosten.

Den EGV/VA mal ganz einstellen.
Vielleicht findet sich noch was fĂŒr deine Klage.
Außerdem möchte ich sehen ob du deine Bewerbungen nachweisen musst und wie und wie diese Kosten abgerechnet werden.
 

FrauStahl

Elo-User*in
Mitglied seit
21 April 2016
BeitrÀge
94
Bewertungen
45
AW: JC lehnt alle Bewerbungskosten ab

Ich wĂŒrde auch argumentieren, dass du als ELO ja immer in der Pflicht bist deine Bewerbungen, so wie Antwortschreiben und den Status dem Jobcenter gegenĂŒber schriftlich nachzuweisen und das das eben rechtssicher nur schriftlich und nicht per Mail oder gar per Online-Bewerbungstool möglich ist. Bei letzterem bekommt man ja teilweise nicht mal ne BestĂ€tigungs-Email.
 

Hannes63

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
21 MĂ€rz 2015
BeitrÀge
643
Bewertungen
753
AW: JC lehnt alle Bewerbungskosten ab

Keine verbindliche Zusage zur Erstattung von Bewerbungskosten ---> VA rechtswidrig.

Siehe BSG Urteil ---> B 14 AS 42/15 R
 
Zuletzt bearbeitet:

Privatier

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 August 2017
BeitrÀge
24
Bewertungen
0
AW: JC lehnt alle Bewerbungskosten ab

Anbei der VA. Dieser ist im Übrigen Ende Juli ausgelaufen.
Aktuell weder EGV noch VA.

(In einem Parallelthread habe ich den VA bereits thematisiert)
 

AnhÀnge

Couchhartzer

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 August 2007
BeitrÀge
5.550
Bewertungen
9.769

Imaginaer

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Februar 2011
BeitrÀge
2.052
Bewertungen
2.489
AW: JC lehnt alle Bewerbungskosten ab

Hallo Privatier,

die scheinen dasselbe zu versuchen wie bei mir. Ich habe hier einen Teilbewilligungsbescheid, wonach mir keine Kosten erstattet werden, da Online bzw. E-Mail Bewerbungen möglich wÀren. Dies beantwortete ich mit diesem Widerspruch. Darauf kam der Widerspruchsbescheid. Und dagegen erhob ich Klage, die noch anhÀngig ist.

Sofern Du keine E-Mail Adresse beim Amt angegeben hast, passt das auf dich. Finde es eine Frechheit...E-Mail Bewerbungen verlangen, aber die Kosten dafĂŒr nicht ĂŒbernehmen. :icon_motz:

Man sollte bei VV/RFB nur noch schriftlich sich darauf bewerben. Das die es als so selbstverstĂ€ndlich nehmen das man E-Mail Adressen hat und diese auch regelmĂ€ĂŸig abrufen kann liegt an der Masse der ELOÂŽs die dies nach dem Prinzip "ich will ja Arbeit" brav herausgeben. Die einzige Arbeit die man dadurch bekommt, sind die miesen Jobs. Ganz oben dabei ist ZAF.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
AW: JC lehnt alle Bewerbungskosten ab

Anbei der VA. Dieser ist im Übrigen Ende Juli ausgelaufen.
Aktuell weder EGV noch VA.
Kommt der nÀchste VA mit Online-Bewerbungs-Kostenverweigerung, probier mal das hier aus:
https://www.elo-forum.org/2130978-post12.html
Bewerbungskosten sind im Regelbedarf nicht enthalten!

Hier ist das Thema auch schon mal diskutiert worden, vielleicht findest du da noch einen brauchbaren Tipp.
https://www.elo-forum.org/alg-ii/144183-wegfall-erstattung-onlinebewerbungen.html
 

Hannes63

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
21 MĂ€rz 2015
BeitrÀge
643
Bewertungen
753
AW: JC lehnt alle Bewerbungskosten ab

Kann man dann wirklich mal so machen, wenn es angeblich ja alles nichts kostet.
Schriftlich beantragen und dann schriftlichen Bescheid einfordern.

Frechheit was die sich rausnehmen.
 

Privatier

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 August 2017
BeitrÀge
24
Bewertungen
0
Da ich aktuell viele VermittlungsvorschlĂ€ge bekomme, auf die man sich ausschließlich Online bewerben kann. Oder auch im Falle einer schriftl. Bewerbung (Laut EGV-VA 5 Euro, sofern keine OnlineBewerbung möglich), Kosten abgelehnt werden, indem ich auf die Möglichkeit einer Online-Bewerbung verwiesen werde, habe ich einen Antrag auf Auskunft eingereicht.

Ich habe gefragt, ob ich verpflichtet bin mich auf VermittlungsvorschlĂ€ge zu bewerben, wo es ausschließlich eine Möglichkeit der Onlinebewerbung gibt.
Dann habe ich gefragt, warum mir Kosten fĂŒr diese OnlineBewerbungen kategorisch abgelehnt werden.
Und ich habe gefragt, ob konkrete Kosten mit Nachweisen ĂŒbernommen werden .

Folgende Antwort habe ich heute von der Teamleitung bekommen
 

AnhÀnge

Holler2008

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
13 Dezember 2008
BeitrÀge
1.938
Bewertungen
1.191
Naja, Textbausteine wie immer.


Ich hÀtte da genauer gefragt, nach welchem Paragraphen eine Bewerbung per Post nicht genau so gut wÀre.


Die Sprechen von einem Klageverfahren aus dem heraus ging dass die Kosten fĂŒr Onlinebewerbungen im Regelsatz wĂ€ren.
Hast du in die Richtung schon geklagt und es kam dies als Ergebnis raus von Sozialgericht begrĂŒndet?
 

bla47

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
31 Mai 2014
BeitrÀge
1.609
Bewertungen
324
Dann habe ich gefragt, warum mir Kosten fĂŒr diese OnlineBewerbungen kategorisch abgelehnt werden.
Im Regelbedarf sind Kosten fĂŒr Kommunikation und Strom enthalten. Aber keine Extras wie Papier Bewerbungen. Daher die Ablehnung fĂŒr Online.
Ja, wir wissen, das Geld ist nicht ausreichend. Leider gibt es nicht mehr.
 

obi68

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 Oktober 2011
BeitrÀge
1.517
Bewertungen
1.941
Am meisten Ă€rgert mich an der Antwort des Teamleiters, dass Privates (und dafĂŒr ist der Regelsatz ausschliesslich vorgesehen) und Forderungen des Jobcenters miteinander vermischt werden.

Das ist entweder ziemlich dreist oder ziemlich dumm.
 

Privatier

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 August 2017
BeitrÀge
24
Bewertungen
0
Ich hatte einmal OnlineBewerbungen eingeklagt. Im Erörterungsverfahren hat mich der Richter gefragt, ob ich fĂŒr jede OnlineBewerbung konkrete Kosten nachweisen kann.

Ich verwies ihn darauf, dass es mir um EntschĂ€digung fĂŒr PC, Strom, Internet, Drucker, Druckertinte, Papier gehe.

Der hat es zur Kenntnis genommen und spÀter meine Klage abgewiesen, mit dem Tenor, dass ich keine konkreten Kosten nachgewiesen habe und auf eine pauschale Erstattung kein Anspruch besteht.
 

TazD

Super-Moderation
Mitglied seit
12 MĂ€rz 2015
BeitrÀge
6.387
Bewertungen
15.273
Du gehst die Sache mMn falsch an.

Ich wĂŒrde mich darauf berufen, dass ich ausschließlich postalisch erreichbar sein muss. Von daher ist zwar ein PC vorhanden, um Bewerbungen zu schreiben, aber leider, leider, leider kein Internet und natĂŒrlich auch keine E-Mail-Adresse.
Von daher kann ich mich leider, leider, leider nicht online bewerben.
 

Privatier

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 August 2017
BeitrÀge
24
Bewertungen
0
Sie wissen, dass ich nur postalisch erreichbar bin. Ich habe nie gesagt, dass ich einen PC und Internet habe. Ich habe auch keine anderen Kontaktinformationen angegeben.

Leider ist der SG-Richter mittlerweile genervt von mir .

Und das Jobcenter sagt, dass ich 30%KĂŒrzungen bekomme, wenn ich die VermittlungsvorschlĂ€ge nicht Online tĂ€tige. Postalische Bewerbungen sind entweder nicht möglich oder werden abgewiesen, mit dem Hinweis auf die OnlineBewerbungs-Option. Auf die KĂŒrzungen will ich es nicht ankommen lassen.

Ich habe gerade eine Klage auf Erstattung von Kosten fĂŒr Übernachtung im Hotel - im Rahmen eines VorstellungsgesprĂ€chs eingereicht, wo ich die Kosten per Paypal-Bezahlung, mit meinem Namen@gmail.com belege.

Also wegen der Emailadresse- da wird der Richter doch sicherlich hinweisen, dass ich offensichtlich eine Emailadresse habe, die ich aktiv nutze.

Ich kann mich also, wie ich das sehe, nur auf fehlendes Internet berufen und fehlenden PC
 
Zuletzt bearbeitet:

Imaginaer

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Februar 2011
BeitrÀge
2.052
Bewertungen
2.489
Hallo Privatier,

der Verweis auf E-Mail bzw. Onlinebewerbungen resultiert auf die selbstverstĂ€ndliche Annahme das man heutzutage einen Internet Anschluss bzw. E-Mail besitzt. Dies resultiert nicht zuletzt durch ELOÂŽs die mental so stabil sind wie eine Salzstange. Hab ich nicht, will ich nicht. So einfach ist das? Nö, die lassen sich bequatschen. PC und Drucker kann ELO haben, muss es aber nicht. Genauso beim Internet und der E-Mail Adresse. Nur das letzteres weitere Gefahren durch Viren/Trojanern ausgesetzt ist. Dieses Risiko setze ich dem Rechner mit meinen Daten nicht aus. PC ohne Netzwerkarte soll es ĂŒbrigens auch geben. Sonne11 hat mir mal fĂŒr einen Widerspruch von mir eine super Passage zusammengestellt.

Da mir keine Email Adresse und keine uneingeschrĂ€nkte Möglichkeit zur Nutzung, Verarbeitung, PrĂŒfung und Antwortmöglichkeit zur VerfĂŒgung steht, bewerbe ich mich schriftlich und nachweissicher. Der Gesetzgeber verlangt keine Email- Adresse bereitzuhalten. Teilen Sie mir in Ihrer BegrĂŒndung die rechtliche Grundlage mit.
Die E-Mail Adresse bei Paypal Sache wird Fragen aufwerfen. E-Mail Adresse bedeutet nicht gleich erreichbar, da dazu ein Internetanschluss benötigt wird. Ein Briefkasten ist offline jederzeit verfĂŒgbar.:biggrin: Wenn ich eine E-Mail versende geht der EmpfĂ€nger auch davon aus, das ich auf seine E-Mails reagieren kann. Wenn ich also per Post mich bewerbe, weiß der EmpfĂ€nger das er auch nur per Post antworten kann. Faire Sache. Postversand Absender<->Postversand EmpfĂ€nger. Oder E-Mail Kontakt<-> E-Mail Kontakt Wenn der Absender allerdings per E-Mail schreibt und Antworten nur per Postversand zulĂ€sst, wĂŒrde ich bei Empfang mir verĂ€ppelt vorkommen und diese nur dem Papierkorb zufĂŒgen. Also vorab die Kommunikation auf einen Weg fixieren und damit klare VerhĂ€ltnisse schaffen.

GrundsĂ€tzlich sind die derzeitigen 409 Euro Eckregelsatz fĂŒr private Ausgaben. Dies sieht das Gesetz und die Rechtsprechung (sogar das höchste deutsche Gericht) genauso, siehe hier nĂ€her ausgefĂŒhrt. Scheint nur bei dem SG/Richter nicht angekommen zu sein. NĂ€chste Instanz könnte da eine Lehrstunde dem SG Richter geben!? :icon_kinn:
 

TazD

Super-Moderation
Mitglied seit
12 MĂ€rz 2015
BeitrÀge
6.387
Bewertungen
15.273
Da du es weder auf die KĂŒrzungen ankommen lassen willst, noch konsequent die Schiene mit "Kein Internet, kein E-Mail" fahren willst, bleibt dir nichts anderes ĂŒbrig als die Kröte zu schlucken, die da heißt: "Keine Erstattung fĂŒr Online-Bewerbungen".
 

AnonNemo

Super-Moderation
Mitglied seit
28 April 2013
BeitrÀge
3.642
Bewertungen
6.716
Kleine, aber sehr wichtige ErgÀnzung (fett markiert) direkt im Zitat.
bla47 meinte:
Im Regelbedarf sind Kosten fĂŒr private Kommunikation und Strom enthalten.
Privatier meinte:
Also wegen der Emailadresse- da wird der Richter doch sicherlich hinweisen, dass ich offensichtlich eine Emailadresse habe, die ich aktiv nutze.
Wenn du permanent nach Argumenten suchst, bzw. diese vorbringst, WARUM du eine aktive eMail-Adresse hast ... kann ich dir nicht helfen.

Brauchst du plausible GrĂŒnde, warum du zwar eine eMail-Adresse hast, diese aber nicht fĂŒr Bewerbungen genutzt werden kann ... musst du zuerst etwas an deiner Einstellung und deinem Verhalten (gegenĂŒber dem JC) Ă€ndern :wink:

Privatier meinte:
Ich kann mich also, wie ich das sehe, nur auf fehlendes Internet berufen
Ah, ein Schritt in die richtige Richtung :icon_klatsch:
Und wegen dem angeblich fehlenden PC ~> der fehlt nicht, der ist nur nicht (mehr) Internettauglich ... wegen z. B. nicht mehr vorhandenem Internetzugang.
Dann solltest du es aber unterlassen, Bewerbungsrechnungen ĂŒber Paypal zu bezahlen :wink:
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Das kann man weiter machen.
Man beruft sich auf Familie, Freunde usw. wo man mal den PC und deren Internet benutzen kann. Aber eben nicht tĂ€glich und rund um die Uhr. Außerdem fallen vielleicht noch Fahrkosten an.
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
BeitrÀge
21.793
Bewertungen
23.184
Es kommt sicher auch darauf an, in welchem Bereich man sich bewirbt. Einem Informatiker wird man kaum abnehmen, dass er keinen Internetzugang hat, bei einem Handwerker sieht das anders aus.
 
Oben Unten