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Bewerbungskosten für Praktikumbewerbung abgelehnt

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

Torsten68

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#1
Bin zu zeit in einer Weiterbildung
bei der Arge schon mal Bewerbungskostenantrag (Antrag auf Gewährung einer Förderung aus dem Vermittlungsbudget)
gestellt und Bescheinigung bekommen
(5€ pauschal pro Bewerbung).

Ich habe jetzt einige Praktikumsbewerbungen per Mail und per Bewerbungsmappe abgesendet.



Habe den Antrag abgegeben für 10 Bewerbungen (Praktikum) gestern die Ablehnung

Ihr Antrag auf Gewährung einer Förderung aus dem Vermittlungsbudget gern. §16 Sozialgesetzbuch -Zweites Buch -(SGB 11) i. V. m. § 45 Sozialgesetzbuch -Drittes Buch -(SGB 111) -Ablehnungsbescheid
Sehr geehrter Herr xxx

Ihrem Antrag vom 15.07.2009 auf Förderung aus dem Vermittlungsbudget' kann nicht entsprochen werden.

Begründung:
Sie haben in Ihrem Antrag Aufwendungen für zehn Bewerbungen (Kopien und Auflistungen) geltend gemacht. Für zehn Bewerbungen wurde kein versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis angestrebt. Die Leistungen aus dem Vermittlungsbudget sollen dazu beitragen, die Aufnahme einer Beschäftigung zu ermöglichen, um Arbeitslosigkeit zu beseitigen, unmittelbar drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden oder offene Arbeitsplätze zu besetzen. Sie dürfen nur für Bewerbungen auf versicherungspflichtige Beschäftigungen gewährt werden.
Gegen diesen Bescheid ist der Widerspruch zulässig. Der Widerspruch ist schriftlich oder zur Niederschrift bei dem oben bezeichneten Träger der Grundsicherung einzureichen, und zwar innerhalb eines Monats, nachdem Ihnen der Bescheid bekannt gegeben worden ist.


Die Sache ist doch die das ich von der Arge zu einer Weiterbildung geschickt worden bin die auch ein 1 Monatiges Praktikum enthält das der Arge bekannt war.
Hätte auch lieber auf das Praktikum verzichtet aber das geht nicht (Sanktionsgefahr droht)

Also mussten Bewerbungen geschrieben werden wo natürlich auch Kosten entstehen die ich ja per Antrag gestellt hatte auf dem Antrag steht nur Bewerbung
http://www.filedealer.com/freeupload/2339afd3e000145a817e48ce8cf203b9.pdf

Die dafür anfallenden Kosten müssten doch übernommen werden oder sehe ich das falsch?
 

Torsten68

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#2
Werde wohl Widerspruch einlegen aber weiß nicht genau wie hat da Jemand eine Idee?

Da ja nirgends steht das es nur für die Arbeitsaufnahme Geld aus dem Bewerbungsantrag gibt. Ich weiß mittlerweile das ich sogar per E-Mail und Telefon Bewerbungskosten beantragen kann.

Weiß jetzt bloß nicht wie ich das alles Formulieren soll.
 
E

ExitUser

Gast
#3
Vorschlag:


Hiermit widerspreche ich Ihrem Bescheid vom...

Ihre Argumentation kann ich nicht nachvollziehen.
Eine Bewerbung für einen Praktikumsplatz verursacht genauso viel Kosten wie eine Bewerbung auf einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz.
Diese Kosten sind nicht im Regelsatz enthalten.
Außerdem soll ja ein Praktikum in eine sozialversicherungpflichtige Tätigkeit münden.
Aus diesen Gründen mache ich die Bewerbungskosten in Höhe von 50€ geltend.

Mit freundlichen Grüßen
....
 

RudiRatlos

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#4
Sie dürfen nur für Bewerbungen auf versicherungspflichtige Beschäftigungen gewährt werden.
Man lernt zu. Das wusste ich auch nicht.:icon_eek:
 

Torsten68

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#6
@ gahnsafan

Erstmal Danke für deine Vorlage die ist sehr gut (hätte ich wohl nicht so hinbekommen "schäme)

sollte ich vielleicht das auch noch mit einbringen so als schlußsatz?

[FONT=&quot]Wenn Sie meinem Antrag nicht entsprechen möchten bitte ich um den genauen Gesetzestext und § in dem Ihre Begründung steht[/FONT]
 

Natalie

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#7
Ja genau, und setze Ihnen eine angemessene Frist, um zu reagieren. Als angemessen würde ich persönlich zehn Tage betrachten.
 

Torsten68

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#8
Ist das so Okay?

[FONT=&quot]Ich bitte um ihre Rückantwort bis spätestens 07.08.2009

Der Brief geht Montag raus habe die Wochenende mal abgezogen [/FONT]
 
E

ExitUser

Gast
#10
Ist das so Okay?

[FONT=&quot]Ich bitte um ihre Rückantwort bis spätestens 07.08.2009

Der Brief geht Montag raus habe die Wochenende mal abgezogen [/FONT]
Da dieses Schreiben ja ein Widerspruch ist,(Überschrift:Widerspruch ) hat das Amt 3 Monate Zeit, dir zu antworten. Hast du nach 3 Monaten keine Antwort, kannst du beim Sozialgericht eine Untätigkeitsklage einreichen. Also lass den Satz weg, auch den mit diesen Gesetzestexten.
Gib den Widerspruch persönlich ab, Empfang unbedingt quittieren lassen oder per Post als Einschreiben mit Rückschein.
 

nightangel

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#11
Eines versteh ich jetzt gerade garnicht hier.
Du bist in einer Weiterbildung wo auch dazu gehört das ihr dort Bewerbungen schreibt, auch für ein Praktikum das im Anschluss stattfinden soll.
Warum übernimmt nicht der Massnahmeträger dafür die kosten?

Ich war bisher in einigen Massnahmen und auch in einer Weiterbildung und die Kosten für Bewerbungen wurden immer von diesen Trägern übernommen, sprich man bekam von denen die Mappen, die Umschläge und Briefmarken oder es wurde über deren Post verschickt, konnten Zeugniskopien dort direkt machen usw., bei einem Träger konnten wir sogar zum Fotografen neue Bewerbungsfotos machen lassen, die dann auch vom Träger bezahlt wurden. So entstanden den Teilnehmern jedenfalls keine Kosten in der Zeit, für die Bewerbungen. Soweit ich weiß kriegen diese Träger das doch alles von den Argen bezahlt.
 

Torsten68

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#12
Da hattest Du aber einen super Träger der das alles gemacht hat.


In der Weiterbildung von mir ist kein Bewerbungstraining vorgesehen das Praktikum ist auch nicht am Ende sondern zwischendurch da die Weiterbildung noch weitergeht nach dem Praktikum
 

nightangel

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#13
Da hattest Du aber einen super Träger der das alles gemacht hat.


In der Weiterbildung von mir ist kein Bewerbungstraining vorgesehen das Praktikum ist auch nicht am Ende sondern zwischendurch da die Weiterbildung noch weitergeht nach dem Praktikum
Naja, bewerben bzw. Bewerbungstraining war jedesmal bestandteil der Massnahmen/Weiterbildung.
Ok, wenn bei dir kein Bewerbungstraining enthalten ist dann diese kosten bei der Arge geltend machen.
Aber das Praktikum ist Bestandteil der Weiterbildung also müssten die kosten dafür (wie Bewerbungen für das Praktikum) auch von denen übernommen werden. Die kriegen das doch von der Arge bezahlt.
Bei meiner letzten Trainingsmaßnahme war im Anschluss ein zweiwöchiges Praktikum und wir haben sogar die Fahrtkosten dafür vom Träger bekommen.
 

Torsten68

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#14
Der Träger übernimmt die Kosten für die Praktikumsbewerbung nicht die Fahrtkosten für das Praktikum werden ja auch von der Arge übernommen
 

lupe

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#15
Hi,

toll was hier alle so von sich geben. Nur hat leider keiner Recht. Ich habe dasselbe durchgemacht...

Ein Praktikum dient der Feststellung beruflicher Kenntnisse, zur betrieblichen Erprobung und zur Vermittlung beruflicher Kenntnisse.

Das einzige, was einem da zusteht, ist Fahrgeld. Nicht mehr und nicht weniger.

Grüße Lupe
 

LeChuck

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#16
[FONT=&quot]Wenn Sie meinem Antrag nicht entsprechen möchten bitte ich um den genauen Gesetzestext und § in dem Ihre Begründung steht[/FONT]
§ 45 Förderung aus dem Vermittlungsbudget

(1) Ausbildungsuchende, von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitsuchende und Arbeitslose können aus dem Vermittlungsbudget der Agentur für Arbeit bei der Anbahnung oder Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung gefördert werden, wenn dies für die berufliche Eingliederung notwendig ist. [...]

SGB 3 - Einzelnorm

Der Widerspruch düfte daher leider keinen Erfolg haben.
 

nightangel

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#19
Na, das sieht doch mal interessant aus.

§ 80 Lehrgangskosten
Lehrgangskosten sind Lehrgangsgebühren einschließlich der Kosten für erforderliche Lernmittel, Arbeitskleidung, Prüfungsstücke und der Prüfungsgebühren für gesetzlich geregelte oder allgemein anerkannte Zwischen und Abschlussprüfungen sowie Kosten für eine notwendige Eignungsfeststellung. Lehrgangskosten können auch für die Zeit vom Ausscheiden eines Teilnehmers bis zum planmäßigen Ende der Maßnahme übernommen werden, wenn der Teilnehmer wegen Arbeitsaufnahme vorzeitig ausgeschieden, das Arbeitsverhältnis durch Vermittlung des Trägers der Maßnahme zustande gekommen und eine Nachbesetzung des frei gewordenen Platzes in der Maßnahme nicht möglich ist.

80.01
(1) Lehrgangskosten
Zu den Lehrgangskosten zählen alle im Zusammenhang mit der Vorbereitung und Durchführung einer Bildungsmaßnahme und der Prüfung entstehenden notwendigen Kosten.

(2) Lehrgangskosten bei betrieblichen Einzelmaßnahmen
Lehrgangskosten bei betrieblichen Einzelmaßnahmen sind auch die Kosten für eine notwendige überbetriebliche Unterweisung, Berufsschulgebühren, soweit der Teilnehmer nicht kostenfrei am Berufsschulunterricht teilnehmen kann, sowie Kosten für einen notwendigen Stützunterricht.
Quelle: http://www.arbeitsagentur.de/zentra...rung/Weisungen/Publikation/GA-FbW-01-2009.pdf

Demnach müssten auch die Kosten für die Praktikumsbewerbungen dazu gehören, man beachte unter (1)

(1) Lehrgangskosten
Zu den Lehrgangskosten zählen alle im Zusammenhang mit der Vorbereitung und Durchführung einer Bildungsmaßnahme und der Prüfung entstehenden notwendigen Kosten.
Das sind also die Kosten die der Träger von den Ämtern bezahlt kriegt. Also muss er dir normal auch das Material für die Bewerbungen bereit stellen. Das Praktikum gehört ja zum Lehrgang/Weiterbildung.
 
Status
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