Bewerbungsgespräch beim Arbeitgeber und mit Sachbearbeiter vom JC? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Moil

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Hallo,


ich hätte mal die ein oder andere Frage .

Darf mein Arbeitsvermittler vom Jobcenter bei einem Bewerbungsgespräch in der Firma vom Arbeitgeber anwesend sein.

Darf ein Sachbearbeiter aus dem Arbeitgeberservice der von meinem Arbeitsvermittler beauftragt worden ist, beim Bewerbungsgespräch in der Firma vom Arbeitgeber anwesend sein.

Danke

MfG
 

TazD

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Zu beiden Fragen ein eindeutiges "Nein!".

Der SB hat nichts mit dem Bewerbungsverfahren beim AG zu tun und was du mit dem AG im Vorstellungsgespräch beredest, das geht nur dich und die Firma etwas an.
 

amd_user

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Sowas hatte ich schon einmal durch. Gibt auch einen Thread hierzu im Forum. Ich rate eingehend von sowas ab, weil dann das VG nach hinten los gehen kann (nachteileig für den LeB).
 

Moil

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Sowas hatte ich schon einmal durch. Gibt auch einen Thread hierzu im Forum. Ich rate eingehend von sowas ab, weil dann das VG nach hinten los gehen kann (nachteileig für den LeB).
Hallo,

hast Du ein Link zum Beitrag ?


Wie kann ich mich dagegen wehren ?
 

0zymandias

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Mit zwei mächtigen Zauberwörtern in folgendem Ritual:

  1. Nein
  2. Datenschutz
  3. Wenn der gewünschte Erfolg ausbleibt, fängst Du bitte wieder bei 1.) an

Er müsste nach einer Rechtsgrundlage suchen, um bei Deinem Gespräch dabei zu sein und da wäre er ganz schön lange öffentlich gefördert beschäftigt.

Deine Gespräche sind tatsächlich gesetzlich geschützt.
 

Moil

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Mit zwei mächtigen Zauberwörtern in folgendem Ritual:

  1. Nein
  2. Datenschutz
  3. Wenn der gewünschte Erfolg ausbleibt, fängst Du bitte wieder bei 1.) an

Er müsste nach einer Rechtsgrundlage suchen, um bei Deinem Gespräch dabei zu sein und da wäre er ganz schön lange öffentlich gefördert beschäftigt.

Deine Gespräche sind tatsächlich gesetzlich geschützt.
Hallo,

Ist das auch unabhängig vom Status beim JC(zb REHA).

Der Sb meinte als "Unterstützung" für mich.
Ich sehe es er als ausspionieren.
Und um was festes in der Hand für eine Sanktion zu haben, da sie schon zweimal an Sanktion gescheitert sind.

MfG
 

Allimente

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Der Sb meinte als "Unterstützung" für mich.
Was dein SB meint ist dabei völlig unerheblich - meinen können die viel. Frag doch einfach mal nach der Rechtsgrundlage, nach der dein SB das mein und das lass dir dann gleich schriftlich geben. Das kann Dein SB aber nicht, weil es dafür keine Rechtsgrundlage gibt. Also lass dich nicht einschüchtern, das ist nur heiße Luft.
 
E

ExitUser

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Mit Unterstützung ist eigentlich "Druckmittel" gemeint.
Will Dir der SB aber nicht direkt ins Gesicht sagen.
 

Moil

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Hallo,

ich habe gerade die Einladung zum Bewerbungsgespräch erhalten.
Ist eine JC typische Einladung mit Rfb nur die Termindaten sind vom Arbeitgeber.

Das läuft über den Arbeitgeberservice, falls dies relevant sein sollte .

MfG
 

amd_user

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Hallo,

hast Du ein Link zum Beitrag ?


Wie kann ich mich dagegen wehren ?
Das ist ein längerer Thread, aber bei mir war meine SB, entgegen meines Wunsches bei, auch trotz ausdrücklichen Hinweises, dass ich es nicht möchte. Das Endergebnis war dann natürlich, dass das VG vorzeitig beendet wurde.

Ein VG ist was persönliches zwischen Dir und einem Arbeitgeber. Somit kann dich auch keiner zwingen, es zuzulassen, dass SB mit bei ist.
 
E

ExitUser

Gast
Ich frage mich, welcher AG so einen Zirkus mitmacht und ob ich bei dem überhaupt beschäftigt sein möchte.

Wenn besonderer Förderbedarf - etwa bei einem behindertengerechten Arbeitsplatz - nötig ist, kann der AG das mit dem Integrationsfachdienst klären.

Bei Interesse an Eingliederungshilfen kann der AG sich nach erfolgtem Vorstellungsgespräch an den Arbeitgeberservice wenden.
 

Merse

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Es gehört nicht den Mitwirkungspflichten, Dritte bei einem vertraulichen Gespräch zu dulden.

ich habe gerade die Einladung zum Bewerbungsgespräch erhalten.
Ist eine JC typische Einladung mit Rfb nur die Termindaten sind vom Arbeitgeber.
Also nach §309 SGB III. Dort heißt es:

Arbeitslose haben sich während der Zeit, für die sie einen Anspruch auf Arbeitslosengeld erheben, bei der Agentur für Arbeit oder einer sonstigen Dienststelle der Bundesagentur persönlich zu melden oder zu einem ärztlichen oder psychologischen Untersuchungstermin zu erscheinen, wenn die Agentur für Arbeit sie dazu auffordert (allgemeine Meldepflicht).
Ich bezweifle, dass ein Arbeitgeber eine "sonstige Dienststelle der Bundesagentur" ist. Irgendein LSG hat das mal bei einer Zeitarbeitsmesse bejaht, weil sich dort ein Infostand vom JC befand, dürfte hier aber kaum der Fall sein.

Aber mal was anderes: Laut Einladung ist das ein also ganz gewöhnlicher Meldetermin. Wie schauts denn da mit dem Datenschutz aus, wenn nun plötzlich ein Dritter anwesend ist? "Tut mir Leid, Herr Arbeitgeber, aber Sie müssten bitte den Raum verlassen, ich habe jetzt einen vertraulichen Meldetermin bei meinem SB, Datenschutz, Sie verstehen das ja" - kommt sicher gut.
 

bärlin

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Sowas habe ich noch nie gelesen/gehört.

Man müsste direkt mal beim Vorstellungsgespräch den Jc Heini(sofern anwesend sein sollte) des Zimmers verweisen und wenn der nicht geht, eine riesen Szene machen:bigsmile:.
 

amd_user

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Und daraus kann sich keine Sanktion ergeben "Mitwirkungspflicht"?
Es wurde mir nach Abbruch des Gesprächs eine Anhörung zugeschickt, SB wollte mich sanktionieren (es war von vornherein ein "abgekartetes" Spiel). Aber da ich in der Anhörung alles gut wiederlegen konnte, kam es letztendlich nicht zur Sanktion. In dem Bogen hiess es laut AG nur, dass ich mich ablehnend verhielt, was nicht stimmte. Ich begründete mein Verhalten einfach nur mit dem Beisein des SB und dass dies nicht von mir gestattet war etc. Danach hatte sich alles erledigt. Wäre ja schlimm, wenn man sowas mit einer Sanktion ahnden könnte.
 

0zymandias

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Wenn es eine Meldeaufforderung ist, hat es schon einmal einen unzulässigen Meldezweck:
Weder Jobmessen noch Vorstellungsgespräche sind zulässige Meldezwecke
Was sich unter der Überschrift in der Einladung vom 9. Mai 2012: "Arbeitgebertag - Vorstellungsgespräch bei Firma Activ GmbH" verbirgt, ist dem Senat unbekannt und anhand der Verwaltungsakten nicht zu klären. Eine Fa. Activ GmbH konnte nicht ermittelt werden. Sollte es sich bei dem Besuch in den Diensträumen des Jobcenters - wie der Kläger behauptet - um eine Arbeitgebermesse handeln, in der sich Verleihunternehmer vorstellen und der Kläger sich dann dort auf bis dahin ihm unbekannte Arbeitsangebote bewerben müsste, gehört diese Veranstaltung nicht zu den zulässigen Meldezwecken nach § 309 Abs. 2 SGB III. Das ergibt sich unmittelbar aus dem Gesetzestext des § 32 SGB II, der Meldeversäumnisse beim Grundsicherungsträger bzw. bei einem ärztlichen oder psychologischen Untersuchungstermin sanktioniert, nicht aber eine unterbliebene Meldung bei potentiellen Arbeitgebern. Zwar kann der Besuch einer Arbeitgebermesse als Information über den aktuellen Arbeitsmarkt für Empfänger von Grundsicherungsleistungen durchaus sinnvoll sein. Diese muss aber im Rahmen einer Eingliederungsvereinbarung nach § 15 SGB II geregelt bzw. durch einen diese ersetzenden Verwaltungsakt durchgesetzt werden. §§ 59 SGB II, 309 SGB III eignen sich dafür nicht.
Der Senat sieht sich bei diesem Informationsstand nicht in der Lage, eine abschließende Entscheidung über die Wirksamkeit der Meldeaufforderung zu treffen. Um Berufsberatung (Abs. 2 Nr. 1) dürfte es sich dabei nicht handeln, weil hierzu allein die professionelle Arbeitsvermittlung des Beklagten zuständig ist, nicht aber Verleihunternehmer. Theoretisch könnte der Meldezweck der Vermittlung (Abs. 2 Nr. 2) gemeint sein. Dieser erfasst in der Regel Vorbereitungshandlungen für einen Vermittlungsvorschlag nach § 35 SGB III (Voelzke in: Hauck/Noftz, SGB III-Kommentar, 2. Aufl., § 309 Rdnr. 25). Hierzu könnte es passen, dass der Kläger aufgefordert wurde, Bewerbungsunterlagen mitzubringen. Dafür ist allerdings ein Besuch von Arbeitgeberinfoständen nicht erforderlich, weil der Vermittlungsvorschlag und das Arbeitsangebot nur von der Behörde, nicht aber durch Dritte erfolgen dürfen (BSG, SozR 3-4100 § 119 Nr. 21). Ferner muss der Leistungsberechtigte die Möglichkeit erhalten, vor der Vorstellung beim Arbeitgeber die Zumutbarkeit des Arbeitsangebots zu überprüfen. Sollte es sich bei der Firma Activ GmbH um einen Maßnahmeträger handeln, scheitert der Meldezweck nach Abs. 2 Nr. 3 daran, dass die Meldeaufforderung diesbezüglich nicht hinreichend bestimmt war (§ 33 SGB X). Anhaltspunkte dafür, dass die Meldezwecke nach Abs. 2 Nr. 4 u. 5 einschlägig sein könnten, sind nicht ersichtlich. Näheres über die Veranstaltung vom 15. Mai 2012 müsste nunmehr das SG durch unmittelbare Kontaktaufnahme mit den sachkundigen Mitarbeitern des Beklagten ermitteln.
Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, L 7 AS 1058/13 B, 10.02.2014
https://www.elo-forum.org/news-disk...leihunternehmen-unzulaessiger-meldezweck.html
§ 32 SGB II Tilt :wink:

Für § 31 SGB II muss das Angebot als VV mit RFB vom JC kommen und bestimmt sein. Nochmal Tilt . :wink:

Das Beharren darauf, nur mit dem potentiellen Arbeitgeber und mit seinen mit der Einstellung befassten Mitarbeiter
das Bewerbungsgespräch zu führen, ist ein rein (datenschutz-)rechtewahrendes Verhalten und kein subjektiv vorwerfbares
der Verweigerung der Arbeit bzw. der Anbahnung eines Arbeitsverhältnis.
"Selbstverständlich können wir ohne SB ein bilateral nutzbringendes Gespräch über unsere gemeinsame Zukunft führen,
auch wenn dieser Lackmustest für Ihre Unternehmenskultur schon im Vorfeld ein eher verhaltensoriginelles
Ergebnis zeitigt. Ne." - :flame::biggrin:

Tilt again. :wink:
 

AnonNemo

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en Jordi meinte:
Ich frage mich, welcher AG so einen Zirkus mitmacht und ob ich bei dem überhaupt beschäftigt sein möchte.
Da würde ich auf ZAFen und sonstige Ausbeuterfirmen tippen ... die zweite Hälfte deines Satzes war eh rhetorisch, nech? :icon_mrgreen:

bärlin meinte:
und wenn der [SB] nicht geht, eine riesen Szene machen
Dann kommt (m)ein ebenfalls anwesender Beistand bestimmt sehr gut an :icon_twisted: ~> ist doch ein Meldetermin nach 59/309?
 

Moil

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Für § 31 SGB II muss das Angebot als VV mit RFB vom JC kommen und bestimmt sein. Nochmal

Das Angebot ist mir beim Termin im JC als VVs mit Rfb übergeben worden, die Bewerbung sollte von mir angefertigt und zum Jobcenter geschickt werden(da es über den Arbeitgeberservice läuft) .

Nach Erhalt meiner Bewerbungsunterlagen bekam ich einen Termin zum AG mit Rfb vom Jobcenter.

ändert sich jetzt dadurch etwas ?

@AnonNemo

Ist keine Zeitarbeitsfirma
 
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Sonne11

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So wie Du das jetzt aber schreibst, bedeutet es, Du hast "nur" eine Vorladung beim AG bekommen? Das ist ein anderer Sachverhalt! Steht da, dass jemand vom JC oder AfA dabei sein wird? Hat man Dir das so gesagt, oder gehst Du einfach davon aus, weil der Termin vom JC kam?

Gegen die Vorladung kannst Du so Widerspruch einlegen. Würde es auch dem Datenschützer melden und Nürnberg vielleicht auch! Denn hier wird eine Vorladung missbraucht!
 
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flandry

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Das ist rethorisch gemeint, zeigt das Problem aber von ein er ganz anderen Seite:
Bist du noch nicht alt und groß genug, dass du nicht alleine zu so etwas gehen kannst?

Im übrigen bin ich auch der Meinung, dass Druck aufgebaut werden soll und nach einem Vorwand für eine Sanktion gesucht wird. Wobei du wahrscheinlich schon genug Druck von einer/m missgünstigen SB bekommst.
 

0zymandias

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[...]]
ändert sich jetzt dadurch etwas ?
[...]
Nö. Bleibt Tilt 3.
(Zur Erinnerung: Das Bewerbungsgespräch kann gerne stattfinden, nur halt ohne den komischen Onkel da.)

Eine Rechtsfolgenbelehrung, in der eine Sanktionsfolge dafür angekündigt wird, dass Uncle Fester, also der fantastisch hilfreiche Arbeitgeberservice-Mensch, draußen bleiben muss, hast Du nicht erwähnt.
Also gibt es sie nicht, also kann es so dafür auch keine Sanktion geben.

Wenn Du sicher gehen willst, solltest Du Deine Schreiben einstellen, anonymisiert natürlich.
Hier haben die wenigsten Leute Löcher in den Händen und unsichtbare Schreiben sind generell schwer zu lesen, auch wenn Posting für Posting laaangsam mehr klar wird. :wink:

habe ich noch nie was von gehört
Watten?
 
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