Bewerbungsbemühungen, ich befürchte nun, dass man den Druck erhöht und mich auffordert Bewerbungsinitiativen nachzuweisen, wie jetzt verhalten?

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Maxdrechsler

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Hallo liebe Eloexperten.

Folgendes ist meine Situation:
Ich bin krankheitsbedingt bereits 2017 aus dem Arbeitsleben ausgeschieden und dann ins ALG und dann ins Krankengeld gerutscht.
Nun habe ich eine psychosomatische Reha wegen Depression und Angstzuständen hinter mir und wurde kurz darauf aus dem Krankengeld ausgesteuert.
Ich habe Antrag auf Nahtlosigkeit gestellt, aber die ARGE war der Ansicht, dass ich voll arbeitsfähig bin.
Das bin ich nicht.

Folgendes ist mein Problem:
Allein der Gedanke wieder eine Anstellung anzutreten löst Panik aus. Dazu sei gesagt, dass es auch an der Arbeit lag, dass ich damals ausgeschieden bin.
Die ARGE hat mich bis jetzt in Ruhe gelassen. 2 Termine sind eingegangen an denen man mit mir meine Arbeitssituation besprechen wolle. An beiden habe ich mich krank gemeldet. Allerdings nur an diesen Terminen.
Wie gesagt ist bei mir im Moment an Arbeiten nicht zu denken.
Ich befürchte nun, dass man den Druck erhöht und mich auffordert Beswerbungsinitiativen nachzuweisen. Das wollte man schon zu dem 3. Termin von mir, den ich aber aus besagten Gründen nicht wahrnehmen kann/ werde. Ich bin mit der Situation massiv überfordert und bekomme es langsam wieder erheblich mit der Angst zu tun.

Das sind meine Fragen:

Wie schätzen Sie meine Situation ein?

Wie gehe ich hier am besten mit der ARGE um? Hingehen und mit offenen Karten spielen (befürchte, dass sie mich dann ganz streichen - das wäre mein finanziaelles Aus.)? Immer wieder intermittierend krank melden wie bisher?

Mich pro forma bewerben und hoffen, dass mich keiner nimmt, auch wenn das meinen Gesundheitszustand verschlechtern würde?


Vielen Dank im Voraus für eure Zeit und Mühe,
Maximilian
 

Couchhartzer

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Gibt es unter dieser Bezeichnung schon seit Jahren nicht mehr, denn heute heißt es Jobcenter.


Allein der Gedanke wieder eine Anstellung anzutreten löst Panik aus.
Und wie soll das mit dieser Aussage:
hoffen, dass mich keiner nimmt, auch wenn das meinen Gesundheitszustand verschlechtern würde?
zusammenpassen?
Entweder man hat die Probleme wegen der Angst eine Anstellung zu bekommen, oder wegen der Angst keine Anstellung zu bekommen.
Beides zusammen ist nicht schlüssig.


Diese Beschreibungen:
2 Termine sind eingegangen an denen man mit mir meine Arbeitssituation besprechen wolle. An beiden habe ich mich krank gemeldet. Allerdings nur an diesen Terminen.
und:
Das wollte man schon zu dem 3. Termin von mir, den ich aber aus besagten Gründen nicht wahrnehmen kann/ werde.
lassen mich schon jetzt erahnen, dass diese Schilderung:
Ich befürchte nun, dass man den Druck erhöht
sicherlich nicht mehr lange auf sich warten lassen wird, denn wenn man jedesmal sich nur und direkt für die Termineinladung als krankgeschrieben abmeldet, dann ist es auch vorprogrammiert, dass das Jobcenter diese Krankmeldungen nicht mehr als hinreichenden Grund anerkennen will und eine Wegeunfähigkeitsbescheinigung abverlangen wird.

In diesem Fall lautet meine einschätzende Antwort hier drauf:
Wie schätzen Sie meine Situation ein?
= aktuell eher sehr ungünstig und nicht vorteilhaft.

Daher wäre mein Rat auf diese Fragen:
Hingehen und mit offenen Karten spielen (befürchte, dass sie mich dann ganz streichen - das wäre mein finanziaelles Aus.)? Immer wieder intermittierend krank melden wie bisher?
= es wäre zumindest eine vermutlich bessere Option als das was jetzt aktuell läuft, denn so bekommt man eine Überblick, wie man ggf. weiter vorgehen könnte und ob man vllt. Möglichkeiten für andere hilfreiche Wege finden kann.


So wie jetzt aber im Moment sollte es jedenfalls nicht weiterlaufen, denn dann ist mit Sicherheit das Chaos, Stress und Ärger vorprogrammiert.
 
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Seepferdchen 2010

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Maxdrechsler

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.

ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder "Bewerbungsbemühungen ALG 1" sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!

Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 150! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

und im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu auch den Hinweis.


schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:


Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

Maxdrechsler

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Hallo und danke für deine Antwort.

"hoffen, dass mich keiner nimmt, auch wenn das meinen Gesundheitszustand verschlechtern würde?" - Damit war der Stress gemeint der mit dieser Option einhergeht. Damit war NICHT gemeint, dass ich meine Arbeitslosigkeit als gesundheitsgefährdent betrachte. Vll irreführend formuliert.
Ferner meinte ich die Agentur für Arbeit, Jobcenter ist so weit ich informiert bin nur für ALG 2 zuständig.

Was für Optionen habe ich denn wenn ich da aufschlage? Die wissen um meine Situation. Sie haben Akteneinsicht bekommen. Die Sachbearbeiterin damals hatte sogar gesagt, dass ihr meine Situation leid tut.
Das förderlichste in der jetzigen Lage (nach Ansicht meiner Therapeutin) wäre mir erstmal meine Ruhe zu lassen.
Das ist für die Agentur für Arbeit so weit ich weiß keine Option. Laut deren Aktenlage bin ich voll vermittlungsfähig.
Ausserdem befürchte ich, dass ich dann diese Vermittlungsvereinbarung( oder wie die heißt?) unterzeichnen muss, was noch mehr Ärger durch "Vermittlungsvorschläge etc) hervorruft. Weißt du was ich meine?

Liebe Grüße
Max

PS.: Seepferdchen, vielen Dank!


-------------------------Ich habe gerade gesehen, dass ich den Beitrag versehentlich in ALG 2 gepostet habe. Kann gelöscht werden. Ich reposte in ALG1!----------------------------
 
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Doppeloma

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Hallo Maxdrechler,

Ich bin krankheitsbedingt bereits 2017 aus dem Arbeitsleben ausgeschieden und dann ins ALG und dann ins Krankengeld gerutscht.
Nun habe ich eine psychosomatische Reha wegen Depression und Angstzuständen hinter mir und wurde kurz darauf aus dem Krankengeld ausgesteuert.

Was genau heißt nun, du bist aus dem Arbeitsleben "ausgeschieden", wegen Krankheit endet ja nicht direkt das gesamte Erwerbsleben ???
In der Regel sind Krankheiten behandelbar und führen nicht zwangsläufig dazu, dass man nie wieder arbeiten kann.
Magst du uns verraten wie alt du bist, damit man sich eine realistischere Vorstellung davon machen könnte, wie die zuständigen Leistungsträger deinen "Ausstieg" so bewerten könnten ???

Ich habe Antrag auf Nahtlosigkeit gestellt, aber die ARGE war der Ansicht, dass ich voll arbeitsfähig bin.
Das bin ich nicht.

Du bist ja nicht so ganz neu hier angemeldet, zum Thema "Nahtlosigkeit" und wie dabei vorzugehen ist, kannst du schon sehr viele Beiträge finden und nachlesen ...


... nach einer Aussteuerung aus dem Krankengeld ist (von der AfA bei Anspruch darauf) IMMER ALGI zu zahlen, ganz gleich, wie man das (bei der AfA) nun gerne bezeichnen möchte ... es ist die gesetzliche Sonderregelung nach § 145 SGB III anzuwenden.

Man ist allerdings auch verpflichtet, sich mit seinem "Restleistungsvermögen" der Arbeitsvermittlung zur Verfügung zu stellen und dieses "Restleistungsvermögen" hat der ärztliche Dienst der AfA festzustellen ...

Dass es die "Arge" gar nicht mehr gibt (und wofür die mal zuständig waren) hast du ja inzwischen schon erkannt, in welcher Weise wurde denn nun bei der AfA (bzw. beim ÄD) festgestellt, dass du voll Leistungsfähig für den Arbeitsmarkt sein sollst ?
Ist dir dieses ÄD-Gutachten bekannt, wurdest du untersucht oder wurde nach "Aktenlage" entschieden und wenn "Aktenlage" welche ist das gewesen ???

Also was hast du für diese "Begutachtung" dem ÄD der AfA zur Verfügung gestellt ... Reha-Berichte / Arztberichte oder nur Schweigepflicht-Entbindungen unterschrieben ???

Wie wurdest du nach diesem Ergebnis zu deinen Möglichkeiten am umliegenden Arbeitsmarkt beraten und informiert, gab es solche Gespräche überhaupt schon, hast du vielleicht auch eine Eingliederungs-Vereinbarung (EGV) unterschrieben ?

Etwas mehr Hintergrund als "Hilfe ich soll mich bewerben und sehe das selbst als unmöglich an" wird schon nötig sein, um dir was dazu schreiben und raten zu können ...

"hoffen, dass mich keiner nimmt, auch wenn das meinen Gesundheitszustand verschlechtern würde?" - Damit war der Stress gemeint der mit dieser Option einhergeht. Damit war NICHT gemeint, dass ich meine Arbeitslosigkeit als gesundheitsgefährdent betrachte. Vll irreführend formuliert.

Egal wie du das formulierst ist deine "Verfügbarkeit" (dein WILLE arbeiten zu gehen) eine grundlegende Voraussetzung für deinen Anspruch auf ALGI, das gilt auch nach der Aussteuerung, denn ALGI ist KEIN "Ersatzkrankengeld".

Was für Optionen habe ich denn wenn ich da aufschlage?

Du hast die Option umfassende Beratung einzufordern, was du mit deiner "Restleistungsfähigkeit" noch so machen könntest und dabei haben die Arbeitsberater auch den § 140 SGB III im Auge zu behalten ...


Die wissen um meine Situation. Sie haben Akteneinsicht bekommen. Die Sachbearbeiterin damals hatte sogar gesagt, dass ihr meine Situation leid tut.

Die SB geht deine konkrete gesundheitliche Situation aber gar nichts an (in medizinische Daten bekommen die auch KEINE "Akteneinsicht", das ist gar nicht erlaubt), das bespricht man nur mit Ärzten aber nicht mit Arbeitsvermittlern und für ihr "Mitleid" kannst du dir auch NIX kaufen wenn dein Geld wegen Verstoß gegen deine Pflichten nach SGB III gesperrt oder eingestellt wird. :icon_evil:

Das förderlichste in der jetzigen Lage (nach Ansicht meiner Therapeutin) wäre mir erstmal meine Ruhe zu lassen.
Das ist für die Agentur für Arbeit so weit ich weiß keine Option.

Das siehst du allerdings völlig richtig, die AfA ist kein "Sanatorium" und die SB werden nicht dafür bezahlt, dich zu verschonen und in Ruhe zu lassen.
Das passiert höchstens (in Grenzen) wenn du einen Reha- oder EM-Renten-Antrag an die DRV gestellt hast ... bis dort zu Reha oder deiner Erwerbsfähigkeit entschieden wurde.

Was konkret stellst du dir denn selber vor wie es weitergehen könnte, ALGI wird ja auch nicht ewig gezahlt und dann kommt nur noch Hartz 4 in Frage wenn du sonst keine finanziellen Mittel für deinen Lebensunterhalt hast ???
Dort erwartet man aber auch, dass du dich um Arbeit bemühst, damit diese Sozial-Leistung nicht langfristig gezahlt werden muss ...

Selber beschließen, dass man das Arbeitsleben nun "zu den Akten legen" möchte, kann man nur wenn man sich das auch aus eigenen finanziellen Mitteln erlauben kann ...

Laut deren Aktenlage bin ich voll vermittlungsfähig.

Wenn du lt. Aktenlage des AfA-ÄD nicht Vermittlungsfähig wärst würde das aktuell auch nicht viel ändern, man hätte dich dann schriftlich aufgefordert eine Leistung bei der DRV zu beantragen.
Eine ernsthafte Vermittlung wird auch so nicht stattfinden, bisher suchen sich die AG ihre Mitarbeiter immer noch selber aus und an gesundheitlich Eingeschränkten (lange AU lässt ja darauf schließen) sind die eher weniger interessiert.

Ausserdem befürchte ich, dass ich dann diese Vermittlungsvereinbarung( oder wie die heißt?) unterzeichnen muss, was noch mehr Ärger durch "Vermittlungsvorschläge etc) hervorruft. Weißt du was ich meine?

Dafür, dass du schon länger hier angemeldet bist weißt du aber ziemlich wenig, das Ding heißt EGV und ist ein Vertrag mit deinem SB, wenn du nicht willst musst du niemals einen Vertrag unterschreiben ... auch keine EGV bei der AfA ... :icon_evil:

Verlange die Rechtsgrundlagen wenn man dir dazu was anderes erzählen möchte ... ALGI ist davon nicht abhängig ob du diesen Vertrag unterschreibst oder nicht.

Vermittlungs-Vorschläge (VV) kannst du trotzdem bekommen ganz unabhängig von einer EGV bist du verpflichtet dich darauf zu bewerben, jedenfalls wenn sie RFB (Rechts-Folgen_Belehrungen) haben und die vorgeschlagene Stelle nach § 140 SGB III zumutbar wäre.
Wenn es da was gäbe für dich hätte man dir bestimmt schon öfter was zugeschickt, das ist also meist auch nur "heiße Luft" ... wo die AfA keine Angebote für dich findet, ist wohl für dich auch nicht viel zu holen ...
Deinen "guten WILLEN" musst du trotzdem immer betonen ... mit deinem "Restleistungsvermögen" musst du dich der Vermittlung zur Verfügung stellen (wollen), das hast du schon auf dem ALGI-Antrag unterschrieben.

-------------------------Ich habe gerade gesehen, dass ich den Beitrag versehentlich in ALG 2 gepostet habe. Kann gelöscht werden. Ich reposte in ALG1!----------------------------

In der Zukunft genügt es den Beitrag / das Thema zu "Melden" und dann wird das verlegt, es ist überflüssig deswegen in einem anderen Foren-Bereich von vorne anzufangen ...

MfG Doppeloma
 

Maxdrechsler

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Hallo Doppeloma, vielen Dank für deinen ausführlichen Post.
Ausscheiden heißt keineswegs ein ade auf nimmer wiedersehen. Aber zu dem Zeitpunkt war gesundheitsbedingt einfach nichts mehr möglich.
Ich bin noch weit vom Rentenalter entfernt und muss über kurz oder lang mir über eine gangbare Alternative Gedanken machen.
Im Moment aber geht es erstmal darum wieder voll belastbar und arbeitsfähig zu werden.
Natürlich hast du recht, dass die AfA kein Sanatorium ist, nur habe ich im Moment keine andere Wahl. Eine echte Alternative fällt mir nicht ein. Ich muss meine Rechnungen irgendwie zahlen.
Daher war im Moment mein Plan: Kopf unten halten und hoffen, dass es bald besser geht. Bis dahin aber bin ich nach wie vor auf ALG1 angewiesen.
Vermittlungsvorschläge habe ich bislang keine bekommen. Nur immer wieder die Einladung.
Ich kann mir nur nicht vorstellen was es bringen soll dort aufzuschlagen. Im Gegenteil ich fürchte nur, dass mir dann ALG1 eingestellt wird oder stark gekürzt. Damit könnte ich nicht überleben.
Viele Grüße
Maximilian
 
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