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Bewerbungen: Sagt wenigstens Nein! | ZEIT ONLINE

E

ExitUser

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Habe dazu heute einen interessanten Artikel entdeckt.
Lesenswert auch die zahlreichen Kommentare.

Die meisten von uns tragen ihre Arbeitskraft regelmäßig zu Markte. "Wer will mich haben?", rufen wir in den leeren Raum und hoffen auf ein Echo. Manchmal kommt es – häufig nicht. Es gibt keine Zahlen dazu, wie viele Bewerbungen unbeantwortet bleiben. Bekannt ist aber, dass die meisten Arbeitsuchenden mit der Rückmeldung der Firmen unzufrieden sind. In einer Umfrage klagen drei Viertel von ihnen darüber, dass gar keine Antwort kommt oder aber sehr spät und so vage, dass sie die Gründe für die Ablehnung nicht verstehen.
Bewerbungen: Sagt wenigstens Nein! | ZEIT ONLINE
 

bärlin

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AW: Kennt Ihr das auch? Keine Antwort auf Bewerbungen

Oh ja, ist mir sehr bekannt.

Hatte das sogar nach einem persönlichen Bewerbungsgespräch(wir melden uns). Kam nur nicht mal eine Absage.:icon_motz:

Bei dem nächsten Bewerbungsgespräch, sagte ich dem Ag das er, auch wenn es negativ ist, doch bitte bescheid geben soll. Das tat er auch, leider negativ.
 

0zymandias

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AW: Kennt Ihr das auch? Keine Antwort auf Bewerbungen

Wegen dem galoppierenden Fachkräftemangel sind die Unternehmen dem Bewerbungsprozess vollständig entwöhnt und reagieren auf entsprechende Anschreiben komplett verblüfft.
Hier wäre der Staat gefragt, der mit den formidablen Arbeitsvermittlern der Jobcenter helfend einspringen könnte.
Und ein bisschen Geld für die Wirtschaft sollte auch immer fließen.

„Das hat uns u.a. dazu gebracht, die Unternehmen zu fragen, wie viele Bewerbungen sie denn überhaupt pro offener Stelle erhalten“, sagt Professor Tim Weitzel. „Unabhängig vom Bewerbungskanal sind dies durchschnittlich 48 Bewerbungen, wobei vier von zehn Bewerbungen intensiv geprüft werden.“ D.h. mehr als die Hälfte wird weniger intensiv betrachtet. Circa neun Prozent der Vakanzen erhalten über 100 Bewerbungen, 67,4 Prozent zwischen elf bis 50, 20,2 Prozent zwischen 51 - 100 und 3,4 Prozent zwischen fünf und zehn.
[Quelle: http://info.monster.de/Monster-Recruiting-Trends-2016-Bewerbung-der-Zukunft/article.aspx]
 

yukiko

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durchschnittlich 48 Bewerbungen
Komisch. Komische Zahlen.. "schöne" Zahlen... ich kenn das aus der Praxis so, dass ich, wenn ich beim VG frage, wie viele Bewerber es gibt, Zahlen zwischen 300 bis 800 genannt werden.

Und ich bekomme auf "gut gelaufene" Vorstellungsgespräche ala "ich freue mich schon auf Sie!" seit einigen Jahren noch nicht einmal mehr eine Absage.

Allein einer Absage muss ich inzwischen in der Regel (nach wochenlanger quälender Warterei) peinlich "höflich hinterherfragen", bis dann endlich mal die Absage kommt.

Damit ist die Bewerbungsmappe aber noch längst nicht wieder da. Dieser muss ich dann mindestens ebenso peinlich hinterherbetteln, bis sie dann mal kommt. Echt entwürdigend dieses Verhalten.
 

bärlin

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Damit ist die Bewerbungsmappe aber noch längst nicht wieder da. Dieser muss ich dann mindestens ebenso peinlich hinterherbetteln, bis sie dann mal kommt. Echt entwürdigend dieses Verhalten.
Dann leg das nächste mal ein Blatt mit rein wo du ausgeschnittene Buchstaben aus Zeitschriften draufklebst und den Satz daraus formst:

Ich möchte meine Bewerbungsmappe zurück, schicken Sie sie an Adresse Xy , und keine Bullen....oder sonst.......

Vielleicht hilft das:peace:
 

yukiko

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na dann kann ich ja gleich die Tochter entführen gegen 10 Millionen Euro und dann sinnvolle Texte aus Katalogen zusammenbasteln, damit sich so en Aufwand lohnt.

Nee beim nächsten Mal komm ich denen mit Gesetzen an. Sowas gibts dafür nämlich.

Mann das ist echt alles so anstrengend.
 

Vizekanzler

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Ein Freund von Mir hat mal bei einer Mobilfunkfirma in Düsseldorf in der HR-Abteilung gearbeitet. Das war in der Zeit bevor die Bewerbungen per Email geschickt wurden, also Bewerbungsmappen. Er hat mir erzählt, dass auf eine einfache Sachbearbeiterstelle ca. 2.500 Bewerbungen eingegeangen sind. Da die in der HR-Abteilung nicht genug Personal hatten um die ganzen Bewerbungen durch zu sehen haben sie folgendes gemacht:

1.) Bewerbungsmappen nach Farben sortieren.
2.) Bewerberadressen in die Datenbank einhacken
3.) Einen Würfel mit den Farben der Bewerbungsmappen bekleben und eine Farbe würfeln (das ist kein Scherz)
4.) Bewerbungsmappen die nicht die richtige Farbe hatten mit einem Standardanschreiben zurückschicken
5.) Verbleibende Bewerbungen durchgehen
6.) Die Top-10-Kandidaten, die am Besten zum Team passten zum VG einladen
7.) Die Bewerbungen die nicht passten mit Standardanschreiben zurückschicken

Er meint er wüsste, dass bei den Bewerbungen mit der falschen Farbe der perfekt Kandidat hätte dabei sein könne, aber sie haben halt nicht die Zeit alle Bewerbungen durchzugehen.

In der heutigen Zeit, wo immer mehr Firmen dazu über gehen die Bewerber selber ihre eigen Datensätze in die Bewerberdatenbank einzupflegen, geht die auswahl wohl noch einfacher...es werden halt ein paar Filter gesetztund schwupp hat der Kandidat sich auch schon selber rausgeschossen. :icon_kotz2:
 
E

ExitUser

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AW: Kennt Ihr das auch? Keine Antwort auf Bewerbungen

Wegen dem galoppierenden Fachkräftemangel sind die Unternehmen dem Bewerbungsprozess vollständig entwöhnt und reagieren auf entsprechende Anschreiben komplett verblüfft.
...
[Quelle: http://info.monster.de/Monster-Recruiting-Trends-2016-Bewerbung-der-Zukunft/article.aspx]
Jaja, das Monster ist bitteschön eine Marke von wem?

Randstad übernimmt US-Rivalen Monster - SPIEGEL ONLINE

Sollte man sich immer vor Augen halten, wenn man diesen Unsinn wiedergekäut in den Medien wiederfindet.
Tatsächlich erhalten die Firmen schon auf Angebote qualifizierter Stellen, die sie NICHT der Arbeitslosenverwaltung gemeldet haben, auch in "Monopolregionen" Bewerbungen in mindestens hoher zweistelliger Zahl, von denen sie nicht alle lesen können - denn keiner stellt jemanden ein, um jemanden einzustellen. Wer es sich leisten kann, schiebt die Grobauswahl an einen Dienstleister ab, der von den Anforderungen keine Ahnung hat und sich an den "altbewährten Klischees" festhält. Es ist also nirgends ein Problem, als zweiter Sieger vom Platz geschickt zu werden, wenn nur eine Stelle zu vergeben ist.

Ob das Unternehmen dann die Mappen behält, um in regelmäßigen Abständen mit theatralischen Aufzügen der Chefsekretärin den Angestellten die Stimmung zu versauen, sollte dem Bewerber, der denen das finanziert, letztlich nicht egal sein.
 
E

ExitUser

Gast
Komisch. Komische Zahlen.. "schöne" Zahlen... ich kenn das aus der Praxis so, dass ich, wenn ich beim VG frage, wie viele Bewerber es gibt, Zahlen zwischen 300 bis 800 genannt werden.
Und um was für Stellen handelt es sich dabei?

Ich war mal auf eine Stelle der einzige Bewerber. Gesucht wurde über die Tageszeitung. Die Anzeige fand sich auch in diversen Onlineportalen.

In Duisburg kommen aktuell im Schnitt auf eine Facharbeiterstelle 4 Bewerber, auf eine Helferstelle 35.

Eine Absage kann man auch mit einem Mausklick automatisch generieren. Da sollte die Zahl der Bewerber keine Ausrede sein.
 
E

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Ich war mal auf eine Stelle der einzige Bewerber.
Und hast Du sie gekriegt? Ich habe mal auf ein Stellengesuch mehr als zwei Dutzend Angebote bekommen. Ist aber schon fast zwanzig Jahre her ...

Eine Absage kann man auch mit einem Mausklick automatisch generieren. Da sollte die Zahl der Bewerber keine Ausrede sein.
Das ist sowohl Faulheit, als auch Angst, sich wegen des AAG in den Finger zu schneiden.
 

Rotten

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Ich sage NEIN: Zu Bewerbungen in einem solchen Umfeld.
 

yukiko

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en Jordi schrieb:
Und um was für Stellen handelt es sich dabei?
Sachbearbeitung / kaufm. / -techn. / GL - / Assistenz im weitesten Sinne

Ich war mal auf eine Stelle der einzige Bewerber. Gesucht wurde über die Tageszeitung. Die Anzeige fand sich auch in diversen Onlineportalen.
Na Glückwunsch, und warum hat es nicht geklappt?

In Duisburg kommen aktuell im Schnitt auf eine Facharbeiterstelle 4 Bewerber, auf eine Helferstelle 35.
Wow, woher hast du die Zahlen? Also dann auf nach Duisburg..

Eine Absage kann man auch mit einem Mausklick automatisch generieren. Da sollte die Zahl der Bewerber keine Ausrede sein.
Versteh nicht?
 

mucel

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Ein Freund von Mir hat mal bei einer Mobilfunkfirma in Düsseldorf in der HR-Abteilung gearbeitet. Das war in der Zeit bevor die Bewerbungen per Email geschickt wurden, also Bewerbungsmappen. Er hat mir erzählt, dass auf eine einfache Sachbearbeiterstelle ca. 2.500 Bewerbungen eingegeangen sind.
Als d2 privat (damals Mannesmann Mobilfunk) seinerzeit mit einer "einfachen Anzeige" bekannt gab, dass sie demnächst als 2er Mobilfunkbetreiber an den Start gehen, hatten sie innerhalb von 4 Wochen 15000 Initiativbewerbungen auf dem Schreibtisch liegen.

Wohlgemerkt, da war noch nichts aktiv im Betrieb oder in der Vermarktung.

Ich denke, dass ein Unternehmen in dem Fall mit der Bearbeitung und Beantwortung völlig überfordert ist, dürfte ausser Frage stehen.
 

0zymandias

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Vizekanzler

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Ich hatte bisher bei Zwangsbewerbungen bei ZAF den Eindruck, die setzen nur Stellenangebot in das Jobportal des AfA um die Azubis im ersten Ausbildungsjahr zu beschäftigen. Anschreiben in denen im Adressfeld Herr bzw Frau fehlt, Tipp- und Rechtschreibfehler, Geschäftspapier ohne Pflichtangaben etc.
So eine Schreiben von solch einer ZAF zu erhalten tut schon weh. Aber zum Glück habe ich bis jetzt keinen Job bei denen bekommen...bin einfach zu alt. Gott sei dank! :bigsmile:
 
E

ExitUser

Gast
Na Glückwunsch, und warum hat es nicht geklappt?
Wow, woher hast du die Zahlen? Also dann auf nach Duisburg..
1. Das weißt du jetzt woher?
2. Statistik der BA. Ich weiß, die ist sicher gefälscht.
Man muss aber sehen, dass das eine Gegenüberstellung von offenen Stellen zu Bewerbern insgesamt ist.

Und hast Du sie gekriegt?
Nein, passte nicht von meiner Seite. Mein jetztiger AG hat mich auf ein Gesuch hin kontaktiert. Darüber habe ich immer die meisten Vorstellungsgespräche bekommen. Da kann man auch mal den Spieß umdrehen und selbst nicht antworten. :rolleyes:
 

Gehatzter

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Ich hatte bisher bei Zwangsbewerbungen bei ZAF den Eindruck, die setzen nur Stellenangebot in das Jobportal des AfA um die Azubis im ersten Ausbildungsjahr zu beschäftigen. Anschreiben in denen im Adressfeld Herr bzw Frau fehlt, Tipp- und Rechtschreibfehler, Geschäftspapier ohne Pflichtangaben etc.
So eine Schreiben von solch einer ZAF zu erhalten tut schon weh. Aber zum Glück habe ich bis jetzt keinen Job bei denen bekommen...bin einfach zu alt. Gott sei dank! :bigsmile:
Ne, um Bewerberprofile zum Abspeichern zu bekommen und da das bekannte Lohndumping der Branche sich auch bei ihrer unteren Verwaltung durchzieht, ist die Qualität des Personals und der Arbeitsweise auch entsprechend.
Die ZAF bekommen meist sowieso nur noch Aufträge von Firmen, wo es ähnlich zugeht, Qualität überhaupt keine Rolle spielt und die Leiher in Schüben rund um die Uhr fernab von Arbeitsschutzgesetzen verschlissen werden. Deshalb sind Alte gleich außen vor, die wären innerhalb von einem Monat kaputt oder würden das miese Spiel schon in der 1. Woche mit nem gelben Schein beenden.
 

Matt45

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Ich kenne selber den Bewerbungs "Dschungel".

Man macht sich Mühe und schickt Bewerbungen ab und es passiert gar nichts.
Ich habe im Januar 2017 eine Absage bekommen, allerdings habe ich mich im August auf die Stelle beworben. Ich "freue" mich über eine Absage, weil ich zumindest eine Antwort bekomme. Aber 6 Monate finde ich "lächerlich".

Meine Erfahrung: 5-10% der Firmen antworten nur noch.

Ich habe mich einmal mit Behörden(Name sollte ich nicht erwähnen darüber unterhalten.Viele schauen sich die Bewerbungen überhaupt gar nicht mehr an. Wenn bei den ersten 15 Bewerbungen drei gute dabei sind, dann wandert der Rest in den "Datenmüll".
Vorstellungsgespräche werden angeblich auch nur noch 3-5 durchgeführt für eine Stelle. Ist ein "Zeitfresser" geworden.

Die Absagen sehen alle identisch aus, da wird nur der Name ausgetascht.
 

Zeitkind

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Neue Dienstanweisung soll dem Steuerzahler jährlich bis zu 120 Millionen Euro einsparen.

Demnach werden die Sachbearbeiter angewiesen, den Erwerbslosen monatlich eine Bewerbung von den Pflichten zu streichen.
Rechnet man die Erstattungskosten für Pauschalbewerbungen von 5 Euro auf 2 Millionen Erwerbslose hoch,
so kommt man monatlich auf ca.10 Millionen Euro eingesparte Kosten.
Der positive Nebeneffekt: Entlastung von Umwelt und Personalmanagements der Unternehmen.
Da ein Großteil der Erwebslosen mit monatlich bis zu zehn Bewerbungen verpflichtet werden,
läßt sich das Einsparpotential auf ungeahnte Höhen erweitern.
Es wird nun auch überlegt, bei der Anzahl der Meldetermine anzusetzen.

Mit dem eingesparten Geld sollen in den Jobcentern neue Strukturen entstehen,
welche mit der Bewertung und Verwaltung nichterfolgter Bewerbungen beauftragt werden.
Ein Teil der Mittel fließt zusätzlich in die privatwirtschaftliche Förderung.
Wenn es nicht Satire wäre, liest sich das wie ein Programm des BMAS.
 

Vizekanzler

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Phantome der Jobbörse

Scheinvakanzen Oft können Bewerber den Konkurrenzkampf um eine ausgeschriebene Vakanz gar nicht gewinnen. Einfach, weil die Stelle nicht existiert. Ergebnisse einer Internetrecherche
Link zum Artikel


Ich würde ja gerne sagen, der Artikel ist schon ein paar Jahre alt, aber leider ist er immer noch aktuell! An dem System wird sich wohl auch nichts mehr ändern...:icon_motz:
_
 
E

ExitUser

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Die Absagen sehen alle identisch aus, da wird nur der Name ausgetascht.
Dann haben sie ja was mit den Bewerbungen gemeinsam.

Was soll man da auch groß schreiben, außer dass die Stelle leider mit einem anderen Bewerber besetzt werden musste?
 

Vidya

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Was soll man da auch groß schreiben, außer dass die Stelle leider mit einem anderen Bewerber besetzt werden musste?
Bei mir treffen erstaunlicherweise doch noch noch immer eine Menge Absagen netter und vielfältiger Art auf existierende Stellen ein. Die aktuellste Absage eines AG in Laufnähe -sogar schriftlich auf Büttenpapier! -lautet so:

wir bedanken uns für ihre Bewerbung und das Vertrauen, das Sie dem xxxxxxx entgegengebracht haben.

Bei Bewerbungsverfahren ist in der Regel immer nur ein Platz zu besetzen. Auch überzeugende Bewerber müssen daher notgedrungen zurückgewiesen werden. In diesem Fall konnten wir Ihrem Einstellungswunsch leider nicht entsprechen und bitten hierfür um Ihr Verständnis.

Für Ihren weiteren persönlichen und beruflichen Weg wünschen wir Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen


Ich bekomme wenigstens noch überwiegend auf meine Bewerbungen mehr als nur 2 Worte als Reaktion der AG. Ist ja auch schon was wert.
 

XxMikexX

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Absage auf Büttenpapier, wow ich bin beeindruckt.

Ich hab früher sogar mal eine Telegramm bekommen, wurde Abends 20:30 vom Postboten überreicht.
Darauf stand aber nur ein anderer Termin für das Vorstellungsgespräch, lol.
Ist aber schon lange her.
 

0zymandias

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Guten Bewerbungen lege ich die Absage gleich bei.

Die lässt sich einfach mit einem Absagengenerator erzeugen und es muss keiner mit der Enttäuschung leben, eine Serienabsage verschicken zu müssen.

Denn merke: Es keine zweiten ersten Eindruck.
 

Stadtkatze

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Ach und ich dachte das liegt an meinem Alter... Hab' mich lange nicht bewerben müssen. Aber jetzt leider.

Früher (nein, war nicht ALLES besser) war eine Absage normal und auch die Rücksendung der Unterlagen.

Jetzt, mit 50+ bekomme ich keine Antworten mehr. Aber das scheint ja ganz normal zu sein.

Ist verdammt schwer, sich daran zu gewöhnen. Akzeptieren werd' ich's nie.
 

R8X6

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Es gibt keine Zahlen dazu, wie viele Bewerbungen unbeantwortet bleiben. In einer Umfrage klagen drei Viertel von ihnen darüber, dass gar keine Antwort kommt oder aber sehr spät
Dann mal eine Lebensweisheit für alle Kläger: Keine Antwort ist auch eine Antwort.
und so vage, dass sie die Gründe für die Ablehnung nicht verstehen.
Weil sie die Gründe nicht verstehen wollen. Wenn man jedem die wirklichen Gründe nennen würde, würde diese Welt genau so wenig funktionieren, wie wenn jeder zu jeder Zeit die Wahrheit sagt und es keine Lügen gäbe. Der Hauptgrund ist bei einer Absage immer deutlich: es besteht kein Interesse und das Unternehmen wird sich andere Leute suchen.
Bekannt ist aber, dass die meisten Arbeitsuchenden mit der Rückmeldung der Firmen unzufrieden sind.
Klar, weil sie keine positive Rückmeldung bzw. keinen Arbeitsvertrag bekommen und somit weiter suchen müssen. Das tut mir aber leid. So ist das Leben!
 

Kerstin_K

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Ich habe in letzter Zeit viele Anzeigen gesehen, wo drinstand, dass die unterlagen nicht zurueckgeschickt, sondern vernichtet werden. In meiner Ausbildung habe ich mal gerlernt, dass die Unterlagen zumindest zur Abholung aufbewahrt werden muessen, da Eigentum des Bewerbers. Gilt das nicht mehr?

Auch beliebt: Die Aufforderung, einen frankierten Rueckumschlag beizulegen. Wenn man die Unterlagen wieder haben moechte.
 

0zymandias

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[...]
Früher (nein, war nicht ALLES besser) war eine Absage normal und auch die Rücksendung der Unterlagen.
[...]
Als noch Schreibmaschinen mit vergleichsweise viel Aufwand benutzt wurden, kam nahezu immer eine Antwort.
Es wäre nämlich eine schlechte Werbung gewesen, wenn Bewerbungen im Nichts verschwunden wären.

Heute, wo mit ein paar Klicks ein nahezu kostenloser Praktikant oder Azubi eine Standardantwort zurückmailen könnte, kommt ... nix.

Das hat mit Dir wenig bis (wahrscheinlicher) nichts zu tun, sondern eher mit der Arbeitsmarktsituation. :wink:
 

Vidya

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Heute, wo mit ein paar Klicks ein nahezu kostenloser Praktikant oder Azubi eine Standardantwort zurückmailen könnte, kommt ... nix.:
Nö- auch da gibt es an und ab Lichtblicke. Kostprobe aus Antwort auf meine Bewerbung vom 28.11.2016 bei mir:

wir danken für Ihre Bewerbung und das entgegengebrachte Interesse.
Nach eingehender Prüfung Ihrer Unterlagen müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass wir Ihnen momentan keine passende Position anbieten können.

Wir bedauern, Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt keine positive Nachricht geben zu können.
Sollten Sie in Zukunft eine interessante Stellenausschreibung auf unserer Homepage entdecken, nehmen wir Ihre erneute Bewerbung gerne entgegen.

Für Ihre Zukunft wünschen wir Ihnen weiterhin viel Erfolg und alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

XXXXX
Auszubildende - auch bekannte ZAF.

Oder -eine Antwort von Anfang Januar 2017:

wir bedanken uns für Ihre Bewerbung und das damit zum Ausdruck gebrachte Interesse an einer Mitarbeit in unserem Unternehmen.

Es ist uns nicht leicht gefallen, unter der Vielzahl qualifizierter Bewerbungen eine Auswahl zu treffen. Leider können wir im engeren Kreis der Bewerber nur diejenigen Kandidaten berücksichtigen, deren Qualifikationsprofil den spezifischen Anforderungen der ausgeschriebenen Stelle entspricht.

Bitte sehen Sie unsere Entscheidung nicht als Bewertung Ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten an. Für Ihren weiteren Berufsweg wünschen wir Ihnen viel Erfolg sowie alles Gute für Ihre persönliche Zukunft.

Mit freundlichen Grüßen
xxxxx
Praktikant einer etablierten ZAF - welche bekannterweise jüngere Kandidaten bevorzugt.

Das hat mit Dir wenig bis (wahrscheinlicher) nichts zu tun, sondern eher mit der Arbeitsmarktsituation. :wink:
Insbesondere wird der Verdrängungswettbewerb zwischen SGB III – Bewerbern und SGB II – Bewerbern, insbesondere im Helferbereich, weiterhin Bestand haben, insofern werden hier bevorzugt SGB III Bewerber Antwort auf Bewerbungen erhalten - wenn überhaupt, weil die AG die Elo als solche nicht mehr als vollwertige Bewerber wahrnehmen, woran die Arbeitsmarktpolitik nicht wirklich etwas ändern will.
 

0zymandias

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Ja, das ist aber auch eine sehr schöne Kotsprobe und man hört förmlich zwischen den Zeilen den Absagegenerator genüsslich auf dem Büttenpapier mümmeln.

Mir persönlich ging es aber jetzt eher mehr um Arbeitgeber und weniger um Arbeitnehmer, wie ZAFen es sind.
 

Vidya

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Ja, das ist aber auch eine sehr schöne Kotsprobe und man hört förmlich zwischen den Zeilen den Absagegenerator genüsslich auf dem Büttenpapier mümmeln.
Was das betrifft, dies traf nur auf #24 zu. Dieser AG war keine ZAF sondern ein Verband. Also völlig unverfänglich.

Übrigens: Die Ausübung eines Ehrenamtes kann wahrscheinlich auch die Motivation der AG bestärken, dem Bewerber eher zu antworten, so jedenfalls meine ganz persönliche Erfahrung im Vorher-Nachher-Vergleich.
Wenigstens hilft es ganz sicher, damit sich AG weniger in unnötigen Phantasien verlieren, was Lücken im Lebenslauf oder Langzeitarbeitslosigkeit betriftt. Dies sind meine ergänzenden Erfahrungen aus Vorstellungsgesprächen dazu.

Apropos Ko(s)tsprobe?:icon_confused:: Die SB finden die immer ganz toll. Denn dann haben sie was zum Vorzeigen beim TL. Nur bekommen die jene von mir aktuell nicht mehr vorgelegt, weil die mir ja auch nichts mehr erstatten, was meine Bewerbungen angeht. Gespeichert sind sie aber alle - für den Fall der Fälle, wenn ein SB doch mal wegen Entzugserscheinungen austicken sollte.
 

XxMikexX

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Seien wir mal fair, diese Diskriminierungsgesetze machen es Arbeitgebern nahezu unmöglich eine Absage zu begründen!
Es gibt aber noch einige die das noch nicht so richtig gecheckt haben, sogar in Behörden.
Eine Absage mit einer Begründung ist juristisch tödlich, deshalb schreibt man auch nur bla bla Absagen oder schenkt sich das gänzlich.
Auf der Strecke bleiben natürlich die Bewerber, die kein vernünftiges Feedback bekommen und verständlicherweise frustriert sind.
 

Vidya

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Eine Absage mit einer Begründung ist juristisch tödlich, deshalb schreibt man auch nur bla bla Absagen oder schenkt sich das gänzlich.
Umso besser für den Elo gegenüber den Behörden. Und wenn dann weigstens noch eine persönliche Abschlussformel das bla bla abrundet, dann kann kein SB sagen, dass dem AG die Bewerbung nicht gefallen hat oder nicht ernsthaft war.

Zudem kann man Absagen , welche man permanent erhält, als Argument dafür verwenden, dass man eben nicht arbeitsmarktfern ist -eben weil die AG einem überhaupt noch antworten und/oder einladen..

Auf der Strecke bleiben natürlich die Bewerber, die kein vernünftiges Feedback bekommen und verständlicherweise frustriert sind.
Wenn die Absagen - zusammen mit Vorstellungsgesprächen - immer noch dazu beitragen können Marktnähe gegenüber den JC zu belegen -dann ist das durchaus nicht (immer) frustierend.
 
E

ExitUser

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Ich würde mich hüten, den SB Absagen vorzulegen. Die bekommen eine Tabelle mit Kotaktdaten der AG, Datum und Ergebniss, meist im mündlichen Vortrag oder zum Drüberschauen.

Arbeitsmarktnähe belegt man wohl am Besten mit einer Anstellung.
 

Kerstin_K

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WIe soll man mit Absageschreiben Arbeitsmarktnähe belegen?:icon_kinn::confused::icon_kratz:

Mit Vorstellungsgesprächen schon eher.

Ic glaube, Du deitest in die Absagescheiben etwas viel rein Vidya. Das sind Standardbriefe.
 

Vidya

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WIe soll man mit Absageschreiben Arbeitsmarktnähe belegen?:icon_kinn::confused::icon_kratz:. Das sind Standardbriefe.
EBEN -Standard -wie sie alle anderen auch bekommen sollten - alle, die ernsthaft eine Stelle suchen!:first:

Und genau deshalb kann ich auch damit belegen, dass meine Bewerbungen standardgemäß sind und waren. Nur das hat mich auch bislang vor Bewerbungstrainings -jeglicher Art - bewahrt. Das ist keine Interpretation sondern FAKT. Und es ist der Inhalt der Schreiben, der zählt -nicht die Anzahl. Denn der ist immer noch nicht anders, als er es am Anfang meiner Arbeitslosigkeit war, dies könnte ich auch noch jederzeit belegen.

Übrigens Du wiederholst Du Dich mal wieder -und hast den Wert dieser Schreiben immer noch nicht erkannt. Weshalb wohl sonst beschweren sich Bewerber über ausbleibende Antworten oder geben Anlass für dieses Thema?
 

Kerstin_K

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Vidya,

Standard heisst, dass jeder, der sich beworben hat, genau dieses Schreiben bekommt, egal wie die Bewerbung aussah, ab er arbeitsmarktnah oder -fern ist. Und genau deahlb kannst Du damit gar nichts belegen. Ichahbe vor Jahren selber solche Schreiben verschickt. Wiesst Du, wie das bei uns ging? Alle Bewerber in ne Exel-Liste,Serienbrief und ab die Post. Dass Du bisher nict zum Bewerbungstraining musstest ist Zufall oder Glück gehabt oder nen vernünftigen SB, mit den Absageschreiben hat das ganz sicher nichts zu tun.

Und Beschweren tun sich die Bewerber, weil viele Betriebe eben gar nicht mehr antworten. DAs hat einerseits mit der Bewerbungsschwemme zu tun, aber andererseits mit dem allgemeien Verfall der Sitten.
 

Vidya

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Vidya, Ichahbe vor Jahren selber solche Schreiben verschickt. Wiesst Du, wie das bei uns ging? Alle Bewerber in ne Exel-Liste,Serienbrief und ab die Post.
Du musst mir nichts erzählen, denn auch ich habe mal lange in der Personalabteilung im Bewerbermanagement gearbeitet. Nur war das Niveau ersichtlich höher -nicht wie bei Dir. Denn die Bewerber - besonders aus verschiedenen Bereichen, mit verschiedenen Anforderungen - haben in meiner Firma eben nicht die selben Texte in den Absagen erhalten. Es kam eben doch auf die Bewerbung und den Gesamteindruck an.

Du musst nicht denken, dass HR-Abteilungen aller Firmen nur auf dem Niveau arbeiten, wie Du das erlebt hast. Deine Erfahrungen und Einschätzungen sind nicht der Weisheit letzter Ratschluss und Deine Argumentation deshalb auch nicht, denn was bei mir bisher wie gewirkt hat, das kannst Du bestimmt nicht besser beurteilen wie ich. Soviel Anmassung ist dann doch schon lächerlich.

Dass Du bisher nict zum Bewerbungstraining musstest ist Zufall oder Glück gehabt oder nen vernünftigen SB, mit den Absageschreiben hat das ganz sicher nichts zu tun.
Weder noch. Auch damit liegst Du voll daneben. Aber das interessiert Dich sicher auch genauso wenig, wie die Bewerber damals in Deiner Firma.

Du hast den Sinn und die Wertigkeit dessen immer noch nicht verstanden oder -noch nicht erlebt. Vielleicht resultiert Deine Einstellung und absurde Wertung auch daher.
 

0zymandias

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Genau genommen waren es auch gar keine Absagen mehr, sondern jeweils ein Stück Weltliteratur.

(BTW: Nach langem Vokal "ß", Komparativ nie mit "wie" bilden, "dieselbe" hätte die Tante Duden gerne zusammengeschrieben. Danke sehr für Niveau und Nettigkeiten.)
 

iSlave

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Standard heisst, dass jeder, der sich beworben hat, genau dieses Schreiben bekommt, egal wie die Bewerbung aussah, ab er arbeitsmarktnah oder -fern ist. Und genau deahlb kannst Du damit gar nichts belegen.
1) Die Quote steigt, je besser bezahlt der Job ist
2) Steht in manchen Absagesschreiben indirekt, dass meine Bewerbung "nicht optimal" war. Gerade Zeitarbeitsfirmen dürften ihre Absage-Codes haben, mit denen Sie indirekt mit dem SB kommunizieren :bigsmile:
3) Ich durfte schon mehrfach meine Bewerbungsunterlagen vorzeigen. Natürlich die guten :cheer2:
 

XxMikexX

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Wenn die Absagen - zusammen mit Vorstellungsgesprächen - immer noch dazu beitragen können Marktnähe gegenüber den JC zu belegen -dann ist das durchaus nicht (immer) frustierend.
Seit wann muß man "Marktnähe" belegen?
Mußte ich noch nie, und ich bin schon sehr lange dabei.
Wie soll das überhaupt definiert sein?
Und wenn man das nicht ist, ist man dann Mensch 3. Klasse?

Wahrscheinlich bekommt man dann einen Ein-Euro-Job und wird zum Sklaven bestimmt.:biggrin:
 

Vidya

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Seit wann muß man "Marktnähe" belegen?:
Ich durfte mal 2 MAE besuchen -grauenhafter Albtraum -und durfte 22 weitere Versuche dessen kraftraubend abwehren -vor Jahren, bei meinem ersten SB. Der hatte das damit begründet, dass ich definitiv nicht marktnah sei, weil er nicht "erkennen" könne, dass AG an mir oder meiner Bewerbung ein Interesse hätten. Damals hätte ich schon die Anzahl der Absagen und Vorstellungsgespräche gebraucht , um da eher raus zu kommen.

Damals hatte ich auch noch eher einfache Bewerbungsunterlagen, welche nicht besonders individuell waren, weil auch mein damaliger PC nicht viel Spielraum lies.

Die Wahrheit war aber, dass der SB meine Daten unvollständig im PC stehen hatte -gewollt, weil der nur MAE vermitteln konnte. Erst nach Klagen -über 2 Jahre -hatte das dann ein Ende, weil der SB dann gewechselt wurde und der neue SB mich zu den komischen Daten in seinem PC befragte, die ja gar nicht zu meinem Lebenslauf passen würden. Da musste ich dann alle meine Zeugnisse und Abschlüsse vorlegen, weil die ohne Vorlage nicht glaubhaft bewiesen seien -so der SB. Obwohl ich jahrelange Erfahrung in Betrieben dazu vorweisen konnte. Was eigentlich auch eine Frechheit war.

In der Zwischenzeit übernahm ich privat die Grafikvorlage einer Prüfungsaufgabe bei einem AG -in Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch und verwendete die -leicht verändert - als Bewerbungsvorlage, welche ich bis heute verwende, allerdings mit individuellem Layout aufgepeppt.

Seitdem erhielt ich mehr Reaktionen der AG, Vorstellungsgespräche und auch umfangreichere Absagen , welche ich nach Übernahme des Ehrenamtes vermehrt auch vertraulich erhielt - dann vermehrt ergänzt mit positiver Abschlussformel darin .

Sämtliche SB danach legten Wert auf den Nachweis von Absagen oder Vorstellungsgesprächen oder dessen Erwähnung in meinen Listen, da ich so unter Beweis stelle, dass ich für Arbeitgeber auch noch in Frage käme - trotz meines Alters -weil ich ja immer so viele Antworten und. nette Absagen bekäme.

Einhelliger Tenor aller bisherigen SB -anhand meiner erhaltenen Absagen . Zudem kann ich auch Referenzen vorweisen. - von AG , die meine Bewerbungsunterlagen als "top" gelobt haben.

Seit ich dies mithin vorweisen bzw. in den Listen erwähnen kann -ist meine Position eine bessere gegenüber dem JC. Dazu haben sich auch private Vorstellungsgespräche bewährt, wo ich auch damit punkten kann, dass sich andere AG oft bei mir melden. -auch für Vorstellungsgespräche.

Aber - Die Arbeitssuche ist nun mal ein Lottospiel geworden und in diesem habe ich auch sonst in den letzten Jahren nicht mehr gewonnen. Genau deshalb habe ich wahrscheinlich auch noch lein Glück bei der Arbeitssuche gehabt. Dies ist aber den SB nicht zu vermitteln. Die brauchen was auf Papier -sagte mir die letzte SB auch wieder. Von mir aus:bigsmile: -aber aus vorgenannten Gründen nunmehr in einer Liste vermerkt.

In meinem Jobcenter wird nur das anerkannt, was von AG kommt oder sonstwo auf dem Papier steht - nichts anderes - nur dann hören die halbwegs oder überhaupt zu und können mich dazu eben nicht mehr verwursten , wie sie es am Anfang versuchten . Das war blanker Horror. Dieser Stress hatte mithin dazu geführt, dass ich damals in der Notaufnahme gelandet war .mit einem Gallenblasenriss . Damals erfuhr ich dann so nebenbei, dass ich "enorm"steinreich gewesen sei.

Ist mir bis heute eine Mahnung . Lieber dem JC die Absagen auflisten -anstatt wieder in die Notaufnahme oder sonstwas in Richtung Gesundheit weiter zu riskieren. Alles kann man damit auch nicht immer verhindern, dies ist mir auch klar.

Die Reaktionen der AG haben sich aber - in meinem Fall - als bisher sehr hilfreich erwiesen.Also warum soll ich die da künstlich abwerten . Sie enthalten zum Teil auch wirklich indirekte Aussagen zu meiner Bewerbung, die ich aber nicht zu fürchten brauche, jedenfalls bisher nicht.
 

dellir

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Was soll man noch diskutieren -selbst ein VV auf eine Stelle beim Arbeitsamt wird nicht mal beantwortet. Obwohl sie das besser hätten wissen müssen...:icon_cry:
 

Bananenbieger

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Seien wir mal fair, diese Diskriminierungsgesetze machen es Arbeitgebern nahezu unmöglich eine Absage zu begründen!
Es gibt aber noch einige die das noch nicht so richtig gecheckt haben, sogar in Behörden.
Eine Absage mit einer Begründung ist juristisch tödlich, deshalb schreibt man auch nur bla bla Absagen oder schenkt sich das gänzlich.
Auf der Strecke bleiben natürlich die Bewerber, die kein vernünftiges Feedback bekommen und verständlicherweise frustriert sind.

Genau. Das AAG soll "eigentlich" den Bewerber schützen, aber...

Da sucht eine Firma eine Frau. Die Stellenanzeige muß aber Unisex sein.
Es werden dann alle Männer sofort aussortiert.
Man bekommt eine Absage (ohne Grund) und weiß nicht warum.
Man denkt alles stimmt doch mit der Stellenanzeige überein.

'
 

dellir

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Dass fehlende Absagen einen juristischen Hintergrund hätten bezweifle ich sehr stark -vielmehr haben die Firmen keine Lust an Leute zu schreiben, die nicht mal in die engere Wahl gekommen sind.
 
E

ExitUser

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Bei der Flut von unpassenden Bewerbungen, die nicht zuletzt auch durch verfehlte VV oder Zwangspensen der JC zustande kommen, irgendwie verständlich, oder?
 

Bananenbieger

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Sowohl als auch.

Einen juristischen Grund hat es auch.
Es dürfte doch klar sein, dass bei der Vielzahl von Bewerbungen keine Zeit für Absagen in großen Mengen da ist.

Bei einer kleinen Firma macht dies eine Büroangestellte nebenbei.
Bei großen Firmen/Konzernen macht dies eine HR-Mitarbeiterin, die auch andere Stellenanzeigen bearbeitet. In beiden Fällen muß sich Zeit genommen werden, Absagen zu machen (Eintrag des Namens in Datenbank/Tabellenkalkulation, Ausdruck usw. - im Falle von email: Füttern des Email-Programmes. Nicht immer gelingt dies zeitnah).
Naja, der Druck geht von oben nach unten.
 

Vizekanzler

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Guten Bewerbungen lege ich die Absage gleich bei.

Die lässt sich einfach mit einem Absagengenerator erzeugen und es muss keiner mit der Enttäuschung leben, eine Serienabsage verschicken zu müssen.

Denn merke: Es keine zweiten ersten Eindruck.
Vielleicht läßt sich der gute erste Eindruck dadurch erzeugen, dass man der Bewerbung einen ausreichend frankierten Umschlag mit der fertiggeschriebenen Absage beilegt. Das dürfte auffallen!
 
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