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Bewerbungen ohne Bild und Geburtsdatum

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Bestagers

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#1
Hallo Zusammen!

Hier ein paar Infos zu Bewerbungen:


Bewerbungen
Persönliche Angaben, was gehört noch dazu?
Einige Angaben, die bislang bei uns Standard waren, brauchen jetzt nicht mehr im Anschreiben oder Lebenslauf angegeben zu werden. Dazu gehört z.B. die Muttersprache. Staatsangehörigkeit und Familienstand werden noch diskutiert. Da kein Bewerber aufgrund seines Alters diskriminiert werden darf, kann man sogar auf das Geburtsdatum verzichten. Es ist aber nicht verboten, diese Dinge nach wie vor zu nennen. "Da es bislang noch keine Rechtsprechung zum AGG gibt, sollten Bewerber diese persönlichen Angaben so behandeln, wie bislang auch. Das AGG stärkt schließlich die Rechte der Bewerber und sie können somit keine "Fehler" im Bewerbungsprozess machen" sagt Anwältin Susanne Stollhoff zum Thema. "Verunsicherung bei den Bewerbern ist nicht angebracht. Die Bewerbung sollte nach wie vor alle Angaben enthalten, die für das Unternehmen und die ausgeschriebene Position wichtig sind."

Pflichtinhalte sind nach wie vor alle Angaben zu Ihrem schulischen und beruflichen Werdegang und zu jeglicher Art von Qualifikation und Ausbildung, wie Schulabschluss, EDV-Kenntnisse, u.ä. Bei der Darstellung Ihrer Sprachkenntnisse können Sie auf die Angabe der Muttersprache verzichten und diese mit akzentfrei, fließend, verhandlungssicher, etc. umschreiben. Es ist aber nicht verboten, nach wie vor die Muttersprache anzugeben.

Und auch wenn Sie sich als Person näher vorstellen, z.B. Soft Skills erläutern oder etwas zu Ihren privaten Interessen und Hobbys sagen, kann das nicht schaden. Vermeiden Sie jedoch verfängliche Themen wie Parteizugehörigkeit o.ä.

Quelle: Stepstone
 

hergau

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#2
Ich fand es immer ganz hilfreich zu erwähnen, das ich sozial und politisch tätig bin.
Gerade bei Firmen, wo ich mich bewerben mußte.
Das Interesse an meiner Person hat dann doch stark nachgelassen.
 

Arania

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#3
Bei Bewerbungen die so wahnsinnig aussagekräftig sind, das man noch nicht mal weiss wie alt der Bewerber ist, macht es auch keinen Sinn darauf zu antworten, allerdings weiss ich nicht ob man sich dann überhaupt noch bewerben sollte

Der zukünftige AG darf doch sicher wissen wie alt jemand ist, ob 65 oder 18
 

Kerstin_K

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#4
Arania,

es geht darum, dass der Arbeitgeber das Alter nicht al Auswahlkriterium heranziehen darf. Deshalb braucht er es eigentkich nicht und deshalb muss es nicht angegeben werden.

In der Praxis dürfte das aber wenig Sinn machen, den quasi auf jedem Zeignis usw. stehjt das Geburtsdatum drauf. Das müssste man dann alles schwärzen.

Ausnahme sind übrigens alle Stellen, wo das Alter eine Rolle spielt. Beispiel: (mir fällt gerade nichts besseres ein): Als Verkäufer für Zigaretten und Alkoholika muss man wohl zwingend volljährig sein.
 

Arania

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#5
Die meisten AG suchen schon Leute in einem bestimmten Alterspektrum, also macht es auch Sinn das anzugeben, sonst werden diese Bewerbungen eh schon in die Tonne gekloppt und nicht berücksichtigt

Und wenn man nichts über sich angeben möchte, dann braucht man sich - meiner Meinung nach- auch nicht zu bewerben, einen Grund wird man dafür wohl immer finden

"Ich bewerbe mich nicht, weil: Ich bin zu alt, zu jung, zu dick, zu dünn, die Nase ist zu krumm, der Po sitzt schief, mein Haar ist grau, ich habe Pickel etc. etc"
 

Kerstin_K

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#6
Die meisten AG suchen schon Leute in einem bestimmten Alterspektrum, also macht es auch Sinn das anzugeben, sonst werden diese Bewerbungen eh schon in die Tonne gekloppt und nicht berücksichtigt
Arania,

diese Arbeitgeber sollen sich aber nicht dabei erwischen lassen. Dann kann man sie wegen Verstoss geben das AGG verklagen.

Da sist genauso wie mit der Sache, das Stellenausschreibungene sich an weibliche und männliche Bewerber richeten müssen.

Das die Praxis oft anders aussieht, weiss ich auch. Aisserdem hat man bei einem Verstoss geben das AGG noch ein Beweisproblem. Aber die rechtliche Seite ist eindeutig.
 

Mario Nette

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#7
Aus dem Schul- und Ausbildungsverlauf ist das ungefähre Alter ablesbar.

Mario Nette
 

Arania

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#8
Arania,

diese Arbeitgeber sollen sich aber nicht dabei erwischen lassen. Dann kann man sie wegen Verstoss geben das AGG verklagen.

Da sist genauso wie mit der Sache, das Stellenausschreibungene sich an weibliche und männliche Bewerber richeten müssen.

Das die Praxis oft anders aussieht, weiss ich auch. Aisserdem hat man bei einem Verstoss geben das AGG noch ein Beweisproblem. Aber die rechtliche Seite ist eindeutig.
dann kannst Du aber jeden Tag jemanden verklagen, lies doch mal die Anzeigen n der Zeitung, suche. bis Mitte 30 etc. ist da doch üblich
 

Kerstin_K

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#9
Verklagen macht eigentlich erst dann Sinn, wenn Genau man selber wegen Alter abgeleht wurde. Und leider sind die meisten Arbeitgeber dann schlau genug, sich was anderes auszudenken.
 

Martin Behrsing

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#10
In den USA werden im Lebenslauf außer Name und der Adresse keine persönlichen Identitätsmerkmale. Alter bzw. Geburtsdatum, Nationalität bzw. Herkunft, Familienstand, Kinderzahl etc. in den Lebenslauf geschrieben. Die Antidiskrimminierungsgesetze sind dort wesentlich schäfter, wie bei uns. Und dennoch funktioniert diese Methode der Bewerbung auch. Auch Arbeitgeber können sich umstellen.
 

franzi

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#11
Ich fand es immer ganz hilfreich zu erwähnen, das ich sozial und politisch tätig bin.
Gerade bei Firmen, wo ich mich bewerben mußte.
Das Interesse an meiner Person hat dann doch stark nachgelassen.
:icon_twisted:
 

franzi

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#12
Wie ist das eigentlich mit Angabe von Religionszugehörigkeit?
Oder wenn man in der Freizeit im kirchlichen Bereich z. B. ehrenamtlich aktiv ist?

Soll man das doch eher weglassen oder nicht? :cool:
 

franzi

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#14
"Ich bewerbe mich nicht, weil: Ich bin zu alt, zu jung, zu dick, zu dünn, die Nase ist zu krumm, der Po sitzt schief, mein Haar ist grau, ich habe Pickel etc. etc"
... mit anderen Worten: das leibhaftige Grauen! :icon_party:...wobei sich die Pickel noch am ehesten entfernen ließen ...
 

Kerstin_K

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#15
Wie ist das eigentlich mit Angabe von Religionszugehörigkeit?
Oder wenn man in der Freizeit im kirchlichen Bereich z. B. ehrenamtlich aktiv ist?

Soll man das doch eher weglassen oder nicht? :cool:
Kann man weglassen, ausser man bewirbt sich beieinem kirchlichen Arbeitgeber.

Engegemant in der Frizeit kann aber auch positiv gewertet werden. Meine Nichte hat z. B. einen Ferenjob bekommen, den sie unbedingt wollte, weil sie durch ihr Engegement bei einer kirchlichen Jugendgruppe schon entsprechend Erfahrungen vorweisen konnte.
 

mucel

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#16
Verklagen macht eigentlich erst dann Sinn, wenn Genau man selber wegen Alter abgeleht wurde. Und leider sind die meisten Arbeitgeber dann schlau genug, sich was anderes auszudenken.

sollte ein potentieller arbeitgeber tatsächlich so dumm bzw. unwissend sein eine stellenanzeige so zu verfassen, daß daraus absehbar ist, daß der zukünftige arbeitnehmer doch am liebsten nicht älter als 40 sein soll, dann müßte der abgelehnte ältere bewerber nicht mal was beweisen.

in dem fall würde die beweislastumkehr eintretten. der ablehnende arbeitgeber müßte dann beweisen, daß er den bewerber nicht aufgrund seines höheren alters abgelehnt hat.

und es gibt auch tatsächlich immer noch genügend stellenanzeigen, die den wunsch nach jugend, ausreichend bekunden.

sehr gefährlich ist es auch für die arbeitgeber dynamische, belastbare und leistungsfähige mitarbeiter zu suchen, die freie stelle nicht der agentur für arbeit zu melden und anschließend einem behinderten bewerber abzusagen. das kann dann für den arbeitgeber ganz schön ins geld gehen!
 

Muzel

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#17
Hallo Mucel!
Die öffentlichen AG dürfen doch immer noch ein Eintrittsalter von unter 50 Jahren verlangen? Wenn man 25 Jahre alt und wunderschön aussieht, warum sollte man diese Chance nicht wahrnehmen, zumal man lang zeitige Berufserfahrungen sowieso nicht vorweisen kann.
 

franzi

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#18
Wie verhält es sich mit der Angabe des Geburtsortes?
War ja bisher auch üblich:

Beispiel:
Jemand hat als Muttersprache Deutsch.
weiter unten steht dann:

Geburtsdatum: xx.xx.19xx, in xx / Kasachstan

Kann man, nachdem nun die Angabe des Geburtsdatums nicht mehr zwingend erforderlich ist, auch gleich den dazugehörigen Ort weglassen?

Muss man, wenn man aus dem Ausland kommt, jedoch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, überhaupt Angaben über das Herkunftsland machen?

Also:
Staatsbürgerschaft: Deutsch
Geburtsland: Kasachstan

:confused:


Solche Angaben können ja auch vom Arbeitgeber diskriminierend "verwertet" werden ...


Und was passiert mit Bewerbern, die zwar aus Deutschland kommen, sich aber das Gesicht mit brauner Farbe eincremen? :biggrin:
 

Mario Nette

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#19
Wenn der Arbeitgeber keinen Grips im Schädel hat, dann könnte er anhand des Geburtsortes irgendwelche Rückschlüsse ziehen. Meine liebe Ex-Mitbewohnerin wurde in Kasachstan geboren (welch Zufall :icon_smile:), wuchs dann in Russland einige Jahre auf. Schließlich kam die Familie nach Deutschland, da war sie kurz vor der Pubertät. Und ihrem Deutsch hört man nur noch ganz, ganz selten an, dass da vielleicht mal eine andere Sprache vorher war. Sowohl die Frage nach dem Geburtsort ist hier unsinnig als auch die nach der Muttersprache, um irgend einen Rückschluss ziehen zu können. Russisch kann sie nämlich nach eigenem Bekunden nur so gut, dass es für durchschnittliche Alltagskommunikation reicht.

Mario Nette
 

franzi

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#20
Ich fand es immer ganz hilfreich zu erwähnen, das ich sozial und politisch tätig bin.
Gerade bei Firmen, wo ich mich bewerben mußte.
Das Interesse an meiner Person hat dann doch stark nachgelassen.

Ich dachte, dass gerade soziales Engagement einen positiven Eindruck macht.
 

haef

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#21
...Es ist aber nicht verboten, diese Dinge nach wie vor zu nennen. "Da es bislang noch keine Rechtsprechung zum AGG gibt, sollten Bewerber diese persönlichen Angaben so behandeln, wie bislang auch. Das AGG stärkt schließlich die Rechte der Bewerber und sie können somit keine "Fehler" im Bewerbungsprozess machen" sagt Anwältin Susanne Stollhoff zum Thema.
Selten habe ich einen derartigen Schwachsinn, allerdings gefährlichen, gelesen.
Da machen sich also Leute Gedanken darüber was mensch in eine Bewerbung reinschreiben DARF. :icon_neutral:
Mit Sicherheit interessiert mich das nicht, ich schreibe was ich will, wem ich will, wann ich will. Dazu bedarf es weder Anwälte noch eines Gesetzgebers. :icon_twisted: :icon_party:

Gefährlich ist dieser Unsinn, weil sich offenbar schon viel zu viele Menschen daran gewöhnt haben, das sie für alle möglichen Lebenssituationen Stellvertreter haben, die ihnen "nahe legen", was das Beste für sie ist.

fG
Horst
 

franzi

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#22
Ich werde meine Bewerbungen unverändert lassen so wie bisher.

Ich glaube nicht, dass ich durch Weglassen von bestimmten Daten, die man jetzt weglassen darf, meine Chancen als Bewerber wesentlich verbessere.
Also spar ich mir den Aufwand, das jetzt alles umzumodeln.

:icon_pause:

Nächstes Jahr gibts dann wieder neue Regelungen und dann wieder neue usw ....
 

Kerstin_K

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#24
Ich habe sogar mal eine Stellenanzeige gesehen, da war der Arbeitgeber so blöd vom Bewerber eine dem AGG entsprechende Bewerbung zu verlangen. Irendwie hat der das Gestz wohl nicht so ganz verstanden.

Bei manchen Dingen bringt es auch schlicht nichts, das zu verschweigen. Ein Kollege von mir hat z. B. die deutsche Staatsangehörigkeit, spricht grammatikalisch einwandfreies Deutsch, aber er hat einen englischen Akzent. Er würde in England geboren, ist in England, Frankreich und Ägypten aufgewachsen. Seine Muter war Italienerin. Sein Vater war Diplomat und er hat in verschiedenen Ländern die Schule besucht. Er sprich fließend Englisch, Framzösisch, Deutsch, Griechisch, Italeinisch und Arabisch, ausserdem etwas Spanisch. Soll der Mann seine Herkunft verschweigen? Er hat ja nicht nur die entsprechenden Sprachkenntnisse, er kann auch internationale Teams leiten, weil er die kulturellen Unterschiede gut kennt

Genauso bin ich davon überzeugt, dass es meistens wenig Sinn macht, eine Behinderung zu verschweigen. Ich sage immer: Meine Behinderung und mich, uns gibt es nur im Doppelpack. Einzeln sind wir nicht verfügbar. Und ein Arbeitgeber, der damit ein Problem hat, der ist sowieso nicht der richtige für mich.

Ich versuche halt immer, diese vermeintlichen Minuspunkte in einer Bewerbung positiv darzustellen. Migrationshintergrung: Fremdsprachenkenntnisse, multikulturelle Erfahrung. Älter: Erfahren. Jung: bringt frischen Wind ins Team. Behindert: Geduldig, gibt nicht so schnell auf, vorausschauend ....
 

Muzel

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#25
Das Geburtsland muss man genauso wenig wie das Alter angeben, denn wegen der Heimat darf auch keiner diskriminiert werden. Zu dem Sinn dieses Weglassens haben sich die anderen Forenteilnehmer bereits geäußert und diesen Meinungen schließe ich mich an.
 

franzi

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#26
Gibt es bewerbungstechnisch einen Unterschied zwischen

a) Ausländern, die in Deutschland leben und
b) Ausländern, die in Deutschland leben und eingebürgert sind?

Muss man als Ausländer, wenn man seit mehr als 5 Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, überhaupt noch irgendwo auf sein Herkunftsland hinweisen?

Ab wann wird man denn als "vollwertiger" Deutscher betrachtet?

Wenn man z. B. keinerlei persönlichen Bezug mehr zum Ursprungsland hat und auch seit Jahren dort nicht mehr war und dort auch keine Angehörigen mehr hat, finde ich es unsinnig, wenn man noch auf das Herkunftsland verweist.

Ich denke, der Sinn der Einbürgerung ist ja u. a., dass man sich voll integrieren darf und soll. Man will ja als Deutscher betrachtet und anerkannt werden und nicht immer als der, der aus XY kommt.
 

franzi

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#27
Genauso bin ich davon überzeugt, dass es meistens wenig Sinn macht, eine Behinderung zu verschweigen. Ich sage immer: Meine Behinderung und mich, uns gibt es nur im Doppelpack. Einzeln sind wir nicht verfügbar. Und ein Arbeitgeber, der damit ein Problem hat, der ist sowieso nicht der richtige für mich.

Ich versuche halt immer, diese vermeintlichen Minuspunkte in einer Bewerbung positiv darzustellen. Migrationshintergrung: Fremdsprachenkenntnisse, multikulturelle Erfahrung. Älter: Erfahren. Jung: bringt frischen Wind ins Team. Behindert: Geduldig, gibt nicht so schnell auf, vorausschauend ....

Mich gibt es auch nur im Doppelpack. Ich sehe auch keinen Sinn darin, meine Behinderung zu verschweigen, weil verbergen kann ich sie ohnehin nicht.

Leider wird diese Ehrlichkeit nicht belohnt. Bisher hatte ich damit keine guten Erfahrungen. Sogar bei öffentlichen Ausschreibungen, wo behinderte Bewerber bevorzugt eingestellt werden.
 

franzi

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#28
Ein Kollege von mir hat z. B. die deutsche Staatsangehörigkeit, spricht grammatikalisch einwandfreies Deutsch, aber er hat einen englischen Akzent. Er würde in England geboren, ist in England, Frankreich und Ägypten aufgewachsen. Seine Muter war Italienerin. Sein Vater war Diplomat und er hat in verschiedenen Ländern die Schule besucht. Er sprich fließend Englisch, Framzösisch, Deutsch, Griechisch, Italeinisch und Arabisch, ausserdem etwas Spanisch. Soll der Mann seine Herkunft verschweigen? Er hat ja nicht nur die entsprechenden Sprachkenntnisse, er kann auch internationale Teams leiten, weil er die kulturellen Unterschiede gut kennt

.
Ich denke, da muss man abwägen und unterscheiden. Manche Herkunftsländer haben ein positives Image, manche nicht.
Jemand, der aus England kommt, wird damit sicher positiver ankommen als jemand, der aus Albanien kommt.

Ebenso hat jemand, der aus Frankreich kommt, bestimmt bessere Chancen als jemand der aus Rumänien kommt.

Da gibt es in den Köpfen eine Menge Vorurteile.

Es ist auch ein Unterschied, ob man von anatolischen Bauern abstammt oder ein Diplomatenkind ist.

Selbst wenn beide Abitur haben und den gleichen Studienabschluss vorweisen können.
 

Rounddancer

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#29
Nun, Ausländer bleibt immer Ausländer,- selbst wenn er hier geboren ist und, warum auch immer den deutschen Paß hat.
Schließlich wird ein Schwein, das unter Pferden aufwächst, nicht deswegen zum Pferd,- es könnte nur denken, es wär eines.
Nicht besser, nicht schlechter als Pferde,- nur halt anders.

Allerdings: Wenn man den ausländischen Akzent wegbekommt,- dazu kann auch beitragen, daß man sich angewöhnt, in deutsch, oder von mir aus, im lokalen Dialekt zu denken,- ist schon viel geschafft, jedenfalls für die, die Europäisch aussehen.

Wenn man dann noch einen deutsch aussehenden Namen hat, oder durch Namensänderung, Adoption oder Heirat annimmt, ist es schon fast geschafft.

Dann noch die deutschen Tugenden ...

Dann isses geschafft.

Bis dahin, und generell: In den CV (Lebenslauf) gehört die Staatsangehörigkeit. Das Herkunftsland nur dann, wenn der potentielle Arbeitgeber das explizit mit wissen will.

Ach ja, Rumänien: Ist nicht unbedingt ein "No,no",- denn dort gibt es im Gebiet um Hermannstadt eine ganze Menge deutsche Familien, meist Donauschwaben, die sprechen da richtiges Deutsch. Und nicht wenige arbeiten da in Callcentern für deutsche Kunden und Auftraggeber.

Bild und Geburtsdatum wegzulassen, ist zwar möglich, aber die deutschen Personalentscheider empfinden es zumeist noch immer als ungehörig.
 

Martin Behrsing

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#30
Sag mal Heinz,

was ist denn das für ein spießiger Scheiß zudem ist das ja latent rassistisch. Was würdest Du denn unserem neuen Gesundheitsminister attestieren. Kann machen was er will, er bleibt ein ausländer?

Irgendwie solltest du mal ganz dringend von deinen neoliberalen Unternehmensplattforen (Xing oder wie die alle heißen) abkommen. Dort veramt man nur geistig.
Nun, Ausländer bleibt immer Ausländer,- selbst wenn er hier geboren ist und, warum auch immer den deutschen Paß hat.
Schließlich wird ein Schwein, das unter Pferden aufwächst, nicht deswegen zum Pferd,- es könnte nur denken, es wär eines.
Nicht besser, nicht schlechter als Pferde,- nur halt anders.

Allerdings: Wenn man den ausländischen Akzent wegbekommt,- dazu kann auch beitragen, daß man sich angewöhnt, in deutsch, oder von mir aus, im lokalen Dialekt zu denken,- ist schon viel geschafft, jedenfalls für die, die Europäisch aussehen.

Wenn man dann noch einen deutsch aussehenden Namen hat, oder durch Namensänderung, Adoption oder Heirat annimmt, ist es schon fast geschafft.

Dann noch die deutschen Tugenden ...

Dann isses geschafft.

Bis dahin, und generell: In den CV (Lebenslauf) gehört die Staatsangehörigkeit. Das Herkunftsland nur dann, wenn der potentielle Arbeitgeber das explizit mit wissen will.

Ach ja, Rumänien: Ist nicht unbedingt ein "No,no",- denn dort gibt es im Gebiet um Hermannstadt eine ganze Menge deutsche Familien, meist Donauschwaben, die sprechen da richtiges Deutsch. Und nicht wenige arbeiten da in Callcentern für deutsche Kunden und Auftraggeber.

Bild und Geburtsdatum wegzulassen, ist zwar möglich, aber die deutschen Personalentscheider empfinden es zumeist noch immer als ungehörig.
 

Muzel

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#31
Hallo Martin, Rounddancer hat nur das geschrieben, was ich auch erlebt habe. Als ich hierher gekommen bin, haben alle gelacht, nur wenn ich meinen Mund aufgemacht habe. Heute hört man meinen Dialekt nicht mehr.
 

FAR2009

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#32
@Heinz
Dein letzter Satz hätte genügt, ohne das tugendhafte und braune Bliblablub.
Was sind denn eigentlich die deutschen Tugenden, bzw. bekommt man mit denen besser einen Job?
 

franzi

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#33
Zu den deutschen Tugenden gehört, dass man sich wäscht und rasiert. Dann klappt´s auch mit dem Job :icon_party:

... irgendwo hatten wir das doch schon mal :icon_pause:
 

franzi

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#34
Hallo Martin, Rounddancer hat nur das geschrieben, was ich auch erlebt habe. Als ich hierher gekommen bin, haben alle gelacht, nur wenn ich meinen Mund aufgemacht habe. Heute hört man meinen Dialekt nicht mehr.
Ich spreche mittlerweile akzentfrei Hochdeutsch. Und Dank Mutti und Papi sehe auch mitteleuropäisch aus.
Das hat mir aber bisher nix genutzt.
 

hergau

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#35
Ich spreche mittlerweile akzentfrei Hochdeutsch. Und Dank Mutti und Papi sehe auch mitteleuropäisch aus.
Das hat mir aber bisher nix genutzt.
Du wohnst wie ich in München und sprichst aktzentfrei ?
Schäm Dich:icon_eek:
 

burki

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#36
Hi,
und was soll das Ganze bringen?
Ich weiss, wie ich mich zu bewerben habe, um einen Job garantiert nicht zu bekommen (bei den üblichen Zwangsbewerbungen durchaus hilfreich), doch all die Gesetzesregeln gehen doch absolut ins Leere, da der potentielle Arbeitgeber seine Ablehnung nicht begründen muss.
Auch das wohlmögliche Einklagen eines Jobs, ist doch von rein akademischer Natur und geht an der Realität vorbei.
Und apropos USA:
In den USA werden im Lebenslauf außer Name und der Adresse keine persönlichen Identitätsmerkmale. Alter bzw. Geburtsdatum, Nationalität bzw. Herkunft, Familienstand, Kinderzahl etc. in den Lebenslauf geschrieben. Die Antidiskrimminierungsgesetze sind dort wesentlich schäfter, wie bei uns. Und dennoch funktioniert diese Methode der Bewerbung auch. Auch Arbeitgeber können sich umstellen.
Hier hat man i.d.R. nur eine Chance, wenn man "noch mehr lügt", als der Mitbewerber (ich arbeite in einem kleinen aber sehr internationalen Unternehmen):
Wenn man hier nicht jeden geforderten Skill (angeblich) mitbringt, kann man sich die Bewerbung sparen, wobei allerdings weniger auf eine (passende) Ausbildung Wert gelegt wird, doch dafür (natürlich abhängig vom Job) noch ausführlichere Einstellungstests die Regel sind.
Gruss
burki
 

isabel

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#37
Ein Bild hat in Bewerbungsmappe nicht zu suchen.
Wollte ich schon früher schreiben, welche Erfahrung ich damit gemacht hatte.

Ich habe von arge eine Einladung zu Vorstellungsgespräch bekommen, auf Grund meines Profils und Fotos bei arge Seiten (anonimisiert). Das war vor ca. 2 Jahren. Ich habe mich tierisch gefreut, habe tel Kontakt sofort aufgenommen und, obwohl (denke ich) unerwünscht, noch meine Bewerbungsmappe hingeschickt. Wieder mit meinen Bewerbungsfoto, aufgenommen und retuschiert ca 2 Jahre davor (mein Avatar, zur unkenntlichkeit bearbeitet).
Die erste Bemerkung: "Sie sehen doch ganz ander aus, als auf dem Foto". Das war doch zumindest in diesen Sinne selbstverständlich, dass ich wegen den Wetter meine Haare zurückgebunden hatte und, wegen mangelnden Geld für Taxi, ziemlich abgeschaft da erschien war.
Mein Lebenslauf war, nach meiner Meinung, bekannt. (Wahrscheinlich hatte sich keiner die Mühe gegeben, richtig zu lesen).
Nun, ja, da ich anders aussah, als auf dem Foto, musste man mir beweisen, dass ich unqualifiziert bin (was auch auf dem Wisch für arge stand).
Es war eine Kränkung für mich, die gar nicht statt finden sollte, wäre es nicht mein Bewerbungsbild. Dazu ( ein retuschiertes Bild machen zu lassen) - war ich schon von arge mehr oder weniger gezwungen worden - Mitwirkungspflicht oder so...
Man hat mir fachliche Fragen gestellt, die ich unmöglich antworten konnte - absichtlich. Es war schon von meinen Lebenslauf ganz klar, welche Bereiche ich kenne und wann ich zuletzt in meinem Beruf gearbeitet hatte.
Wegen meinen Bild hat sich mein Lebenslauf auch nicht geändert....
Die Hoffnung mit der nachfolgender Kränkung habe ich mit weiteren Depriss bezahlt.
Es war vor 2 Jahren und bis jetzt kann ich es nicht so richtig verstehen. Meine Bewerbungsmappe war lückenlos vorhanden.
Ging es tatsächlich nur um das Aussehen? (Im Arztberuf?????).

MfG
Isabell
 

franzi

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#38
@Isabel

Offenbar wollten die dich nicht einstellen und haben als Grund dafür an deinem Foto rumgenörgelt. Das sind so Pseudo-Begründungen.

Dass man auf dem Foto anders aussieht als real, ist wohl klar. Auf dem Foto ist man perfekt beleuchtet, die Frisur sitzt, der Gesichtsausdruck ideal.
Wenn man zu einem Vorstellungsgespräch geht, wo es draußen stürmt und schneit - bin auch schon des öfteren mit vom Winde verwehter Frisur und vom Regen durchnässt angekommen - ist es völlig dumm, wenn man dann am Foto rummäkelt.

Ebenso die Diskussion über fachliche Kompetenzen kann ein Pseudo-Grund sein, warum man nicht eingestellt wird. Oder manchmal werden absichtlich Fragen gestellt, die man nicht beantworten kann. Dann haben die einen Grund, dich nicht einzustellen.

Mir passierte einmal der folgende Fall: Habe mich im Textilbereich beworben (Stoffe etc.). Im Vorstellungsgespräch wurde ich dann gefragt, welche Ausbildung ich habe. Ich sagte: Damenkleidermacher. Darauf entstand eine völlig sinnlose Diskussion, weil der Arbeitgeber meinte, er stelle nur Schneiderinnen ein.

Da mir der Unterschied der Ausbildungsinhalte von Schneiderinnen im Vergleich zu Damenkleidermacherinnen nicht im Detail bekannt war, wurde das als Grund genommen, mich nicht einzustellen. Obwohl das fachlich die gleiche Qualifikation ist, nur die Berufsbezeichnung ist etwas anders.

Ergo: wenn dich der Chef nicht einstellen will, findet er immer tausend Gründe, auch wenn sie noch so dümmlich sind. Da wird an Spitzfindigkeiten herumdiskutiert, das grenzt schon an Schildbürgertum.

Ein Arbeitgeber, der echtes Interesse an dir hat, wird dir nie solche Fragen stellen, warum du auf dem Foto den Scheitel links trägst und in der Realität aber rechts.

:icon_knutsch:
 

Muzel

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#39
Wenn ich mich z. Z. bewerbe, dann nur mit E-Mail und sonst ohne alles. Naja ich bin in Eu, aber da nur zeitlich befristet, bewerbe ich mich halt schon einmal, wenn die Stelle mir unter den Nägeln juckt.
 

Kallemann

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#40
Nun, Ausländer bleibt immer Ausländer,- selbst wenn er hier geboren ist und, warum auch immer den deutschen Paß hat.
Schließlich wird ein Schwein, das unter Pferden aufwächst, nicht deswegen zum Pferd,- es könnte nur denken, es wär eines.
Nicht besser, nicht schlechter als Pferde,- nur halt anders.

Allerdings: Wenn man den ausländischen Akzent wegbekommt,- dazu kann auch beitragen, daß man sich angewöhnt, in deutsch, oder von mir aus, im lokalen Dialekt zu denken,- ist schon viel geschafft, jedenfalls für die, die Europäisch aussehen.

Wenn man dann noch einen deutsch aussehenden Namen hat, oder durch Namensänderung, Adoption oder Heirat annimmt, ist es schon fast geschafft.

Dann noch die deutschen Tugenden ...

Dann isses geschafft.

Bis dahin, und generell: In den CV (Lebenslauf) gehört die Staatsangehörigkeit. Das Herkunftsland nur dann, wenn der potentielle Arbeitgeber das explizit mit wissen will.

Ach ja, Rumänien: Ist nicht unbedingt ein "No,no",- denn dort gibt es im Gebiet um Hermannstadt eine ganze Menge deutsche Familien, meist Donauschwaben, die sprechen da richtiges Deutsch. Und nicht wenige arbeiten da in Callcentern für deutsche Kunden und Auftraggeber.

Bild und Geburtsdatum wegzulassen, ist zwar möglich, aber die deutschen Personalentscheider empfinden es zumeist noch immer als ungehörig.
Sonen Driss sollte man löschen!
Ansonsten ist die ganze Diskussion hier ziemlich sinnfrei. Fehlt nicht mehr viel und einer schreibt, dass er bei Bewerbungen nur noch Name und Wohnort angibt. Kann man ja machen. Man sollte nur nicht auf Antwort hoffen. Arbeitgeber kriegen in der Regel Unmengen an Bewerbungen, da laden die nur den ein, von dem sie sich anhand der schriftlichen Bewerbung ein positives Bild machen konnten! Name und Beruf der Eltern interessiert allerdings nur bei 15jährigen, nicht bei Erwachsenen. Und Reli interessiert auch nur kirchliche AG.
Man sollte wissen, was im Rahmen eines Vorstellungsgespräches vom AG gefragt werden darf und worauf man wahrheitsgemäß antworten muss. Schwerbehinderung verschweigen geht schon mal meines Wissens überhaupt nicht.
Grüße
Kalle
 

Rounddancer

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#42
Wenn es Dir nicht paßt, was ich aus meiner Erfahrung aus drei Jahrzehnten Arbeit auch als Personalentscheider und unzähligen Kontakten und Schulungen mit anderen Entscheidern weiß,- dann belohne mich doch nicht auch noch mit einem Fullquote ...
(siehe auch: The WebAlias Network presents: FAQ: Wie zitiere ich im Usenet? at learn.to/quote/)

Übrigens: Bei weiblichen Entscheidern haben Frauen häufig dann ein Problem, wenn die Entscheiderin meint, die Bewerberin sei attraktiver oder fachlich qualifizierter, als sie selbst.

Große, schlanke Männer haben hingegen einen deutlichen Vorteil.
Auch schon auf dem Bild.
 
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#44
selbstverständlich kann mann auf einem Paßbild erkennen ob jemand schlank ist oder nicht.

Ich glaube Rounddancer hat hier beschrieben wie es in Wirklichkeit im Arbeitsleben ist.

Das bedeutet nicht unbedingt das er der Meinung ist das es gut ist.

Leider haben hier nur viele Leute ein Wirklichkeitsproblem.

Ich möchte es Anhand eines Beispiels erläutern.

Vor circa 15 Jahren bekammen wir den Auftrag bei einem großen Postdienstleister in einer norddeutschen Region die Sicherheit in einer Logistiksparte sicherzustellen.
Alle Auslieferer waren Subunternehmer und es gab einen massiven Schwund gerade an Wertsendungen.
Wir machten dann teilweise morgens Kontrollen von ausfahrenden Transportern und beobachteten die Arbeitsabläufe und arbeiteten an den Sortierlinien mit.
Wir machten massive Aufgriffe mit Diebstahl und Unterschlagungen.
Nun war es aber mein Job herauszufinden wer, wie und warum hier klaut.
Bei der Befragung der Ertappten stellte sich heraus das die einzelnen Fahrer (meist Familienväter) seit mehreren Monaten schon kein Geld von den Subunternehmen bekommen hatten.
Mann muß die Leute nicht anschreien oder ähnliches, die Fronten sind klar und mann erfährt am meisten wenn mann ruhig ,sachlich und fair bleibt.

Ich trug also der örtlichen Geschäftsleitung dann die Problematiken vor die zu der hohen Verlustquote führten.
Ich sagte auch das die Subunternehmer ihre fahrer nicht ordentlich bezahlen würden.
das wichtigste wäre das wir dort den Hebel ansetzen und Subunternehmer die ihre Leute nicht korekt bezahlen sofort entfernt werden müssen.
Daraufhin hat mann mich fast gelyncht.
Das wäre nicht unser Problem,die Subunternehmer müßten ihre Leute bezahlen usw.Was ich mich in Fremde betriebsabläufe einmischen würde usw.
Wieso ich so etwas vorbringen würde ob ich auch noch Verständnis für so etwas hatte und und und.

Ich vertrat nochmal meine Analyse, das eine Firma die ihre Leute gut und vor allem regelmäßig bezahlt einfach extrem weniger verlustquote hätte und die Fahrer den Kunden auch freundlicher gegenübertreten würden .

Nun ja wir verloren den Auftrag da der AG meinte er könne das Problem mit einer totalen Kameraüberwachung besser lösen.
Klappte natürlich nicht und das Bundesarbeitsgericht fällte dann ja auch ein Urteil was die totalüberwachung am Arbeitsplatz betraf.

Also nicht immer den Boten bestrafen nur weil die nachricht nicht in eigene Konzept passt.

klaus
 

franzi

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#45
Wenn es Dir nicht paßt, was ich aus meiner Erfahrung aus drei Jahrzehnten Arbeit auch als Personalentscheider und unzähligen Kontakten und Schulungen mit anderen Entscheidern weiß,- dann belohne mich doch nicht auch noch mit einem Fullquote ...
(siehe auch: The WebAlias Network presents: FAQ: Wie zitiere ich im Usenet? at learn.to/quote/)

Übrigens: Bei weiblichen Entscheidern haben Frauen häufig dann ein Problem, wenn die Entscheiderin meint, die Bewerberin sei attraktiver oder fachlich qualifizierter, als sie selbst.

Große, schlanke Männer haben hingegen einen deutlichen Vorteil.
Auch schon auf dem Bild.
Lieber Heinz,
natürlich klingen deine Ausführungen stellenweise ziemlich hart, aber ich denke auch, dass du nur das aussprichst, was vielerorts in den Köpfen herumschwirrt.

Dies bestätigen auch meine bisherigen Erfahrungen im Arbeitsleben.
Das Sich-Bewähren in der Arbeitswelt ist kein Zuckerschlecken.
Wenn man allerdings nicht dazu geboren ist, mit Ellbogen-Manier zu kämpfen, dann hat man es natürlich ungleich schwerer.

Oft geht es gar nicht um fachliche Kompetenzen oder Qualifikationen. In erster Linie handelt es sich doch um zwischenmenschliche Probleme. Neid, Ausgrenzung, Konkurrenzdenken etc.

Mit diesen Dingen umzugehen, lernt man weder in der Schule noch in irgendeiner Berufsausbildung.
Vielleicht sollte man diesbezüglich "Coaching"-Kurse anbieten :icon_party:
 

franzi

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#46
Übrigens: Bei weiblichen Entscheidern haben Frauen häufig dann ein Problem, wenn die Entscheiderin meint, die Bewerberin sei attraktiver oder fachlich qualifizierter, als sie selbst.
Kann ich nur bestätigen. Sieh meinen Thread zum Thema Neid.
Also spielt die Optik doch eine wesentliche Rolle.
 

ela1953

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#47
nur noch Name und Wohnort angibt
Wenn dann nur noch diese beiden Dinge entscheidend sind, sind die eben ein Ausschlussgrund

Wie? der heißt Otto? Nene, den nehmen wir aber nicht. Der ist mindestens 60

Und Kevin? Nene, der macht nur Scheiß.

Und Schakeline und Schantalle kommen schon mal gar nicht in Frage.

Das selbe trifft dann auf Wohnorte und speziell auf die Straße zu. Da wird dann gnadenlos aussortiert.

Und was das Auswahlkriterium Alter betrifft. Das darf ja nicht mehr im Stellenangebot stehen.

Aber jeder weiß Bescheid, wenn da gesucht wird für ein junges Team oder "angeblich" noch unverfänglicher: gern Berufsanfänger

Und geschlechtsneutral sind die Stellenausschreibungen auch nicht alle, denn sonst dürfte keine Verkäuferin oder junge Frau für die Kasse gesucht werden.
 

isabel

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#48
Offenbar wollten die dich nicht einstellen und haben als Grund dafür an deinem Foto rumgenörgelt. Das sind so Pseudo-Begründungen.
Mich - nicht. Aber die Frau auf dem Foto.

Wie viele andere stehe ich anonym, mit Bild, Lebenslauf, s.g. Profiling mit einem Nummer versehen, auf einer Seite von arge, wo potenzielle Arbeigeber sich "passenden" AN suchen darf.
Meine alle Daten, wie z.B. Geburstort und Datum, Herkunft, Muttersprache, wo und wie lange ich gearbeitet hatte, Ausbildung und alle Qualifikationen, meine letzte Arbeitsstelle usw., sogar Behinderungsgrad, ein Kind, geschieden, - sind in meiner Bewerbungsmappe enthalten.
Also: dem AG von Anfang an alles bekannt!

Er musste mich keineswegs zum Vorstellungsgespräch einladen - die arge hat mich nicht vorgeschlagen: der AG hat sich mein Nr. selbst ausgesucht. Da war doch auch klar, dass mit ev. Einstellung ein Umzug folgen müßte.
Wahrscheinlich auf Grund des Bildes hat er sich ganz falschen "Bild" von mir gemacht, ohne weiter zu lesen.

Ich war schon vorher gegen ein Bild in Bewerbungsmappe, vor allem, wenn es seitens der arge als Voraussetzung gab: ein Bild muss sein und zwar - vorteilhaft (sonst könnte man mangelnde Interresse an Arbeit unterstellen:biggrin:).

Ich kann mir auch vorstellen, dass ganz nette, sehr gut qualifizierte Menschen auf Grund eines nicht vorteilhaftes Bildes gar nicht zum ersten Gespräch eingeladen wurden.*

Meine Meinung:
Ein (retuschiertes) Photo hat bei Bewerbung nichts zu suchen.
Wenn keine Bilder geschickt werden, vielleicht wird die Personalabteilung gezwungen, sich auf Qualifikationen zu konzentrieren?

Andere Angaben sind sehr von der bestrebter Stelle abhängig.
Altersbegrenzung bei Stellenangeboten, die nichts mit Modekatalog oder Extremsport zu tun haben, sind diskriminierend.

MfG
Isabell

*Ergänzung:
oder passt es geschmacklich der Personalabt. nicht (und der AG weisst nicht mal davon:icon_twisted:)
 
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#49
Mich - nicht. Aber die Frau auf dem Foto.

Wie viele andere stehe ich anonym, mit Bild, Lebenslauf, s.g. Profiling mit einem Nummer versehen, auf einer Seite von arge, wo potenzielle Arbeigeber sich "passenden" AN suchen darf.
Meine alle Daten, wie z.B. Geburstort und Datum, Herkunft, Muttersprache, wo und wie lange ich gearbeitet hatte, Ausbildung und alle Qualifikationen, meine letzte Arbeitsstelle usw., sogar Behinderungsgrad, ein Kind, geschieden, - sind in meiner Bewerbungsmappe enthalten.
Also: dem AG von Anfang an alles bekannt!

Er musste mich keineswegs zum Vorstellungsgespräch einladen - die arge hat mich nicht vorgeschlagen: der AG hat sich mein Nr. selbst ausgesucht. Da war doch auch klar, dass mit ev. Einstellung ein Umzug folgen müßte.
Wahrscheinlich auf Grund des Bildes hat er sich ganz falschen "Bild" von mir gemacht, ohne weiter zu lesen.

Ich war schon vorher gegen ein Bild in Bewerbungsmappe, vor allem, wenn es seitens der arge als Voraussetzung gab: ein Bild muss sein und zwar - vorteilhaft (sonst könnte man mangelnde Interresse an Arbeit unterstellen:biggrin:).

Ich kann mir auch vorstellen, dass ganz nette, sehr gut qualifizierte Menschen auf Grund eines nicht vorteilhaftes Bildes gar nicht zum ersten Gespräch eingeladen wurden.*

Meine Meinung:
Ein (retuschiertes) Photo hat bei Bewerbung nichts zu suchen.
Wenn keine Bilder geschickt werden, vielleicht wird die Personalabteilung gezwungen, sich auf Qualifikationen zu konzentrieren?

Andere Angaben sind sehr von der bestrebter Stelle abhängig.
Altersbegrenzung bei Stellenangeboten, die nichts mit Modekatalog oder Extremsport zu tun haben, sind diskriminierend.

MfG
Isabell

*Ergänzung:
oder passt es geschmacklich der Personalabt. nicht (und der AG weisst nicht mal davon:icon_twisted:)
welches Bild hast Du genommen, das von der Kandidatinnen-Seite?
 

franzi

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#51
Mich - nicht. Aber die Frau auf dem Foto.

Wie viele andere stehe ich anonym, mit Bild, Lebenslauf, s.g. Profiling mit einem Nummer versehen, auf einer Seite von arge, wo potenzielle Arbeigeber sich "passenden" AN suchen darf.
Meine alle Daten, wie z.B. Geburstort und Datum, Herkunft, Muttersprache, wo und wie lange ich gearbeitet hatte, Ausbildung und alle Qualifikationen, meine letzte Arbeitsstelle usw., sogar Behinderungsgrad, ein Kind, geschieden, - sind in meiner Bewerbungsmappe enthalten.
Also: dem AG von Anfang an alles bekannt!

Er musste mich keineswegs zum Vorstellungsgespräch einladen - die arge hat mich nicht vorgeschlagen: der AG hat sich mein Nr. selbst ausgesucht. Da war doch auch klar, dass mit ev. Einstellung ein Umzug folgen müßte.
Wahrscheinlich auf Grund des Bildes hat er sich ganz falschen "Bild" von mir gemacht, ohne weiter zu lesen.

Ich war schon vorher gegen ein Bild in Bewerbungsmappe, vor allem, wenn es seitens der arge als Voraussetzung gab: ein Bild muss sein und zwar - vorteilhaft (sonst könnte man mangelnde Interresse an Arbeit unterstellen:biggrin:).

Ich kann mir auch vorstellen, dass ganz nette, sehr gut qualifizierte Menschen auf Grund eines nicht vorteilhaftes Bildes gar nicht zum ersten Gespräch eingeladen wurden.*

Meine Meinung:
Ein (retuschiertes) Photo hat bei Bewerbung nichts zu suchen.
Wenn keine Bilder geschickt werden, vielleicht wird die Personalabteilung gezwungen, sich auf Qualifikationen zu konzentrieren?

Andere Angaben sind sehr von der bestrebter Stelle abhängig.
Altersbegrenzung bei Stellenangeboten, die nichts mit Modekatalog oder Extremsport zu tun haben, sind diskriminierend.

MfG
Isabell

*Ergänzung:
oder passt es geschmacklich der Personalabt. nicht (und der AG weisst nicht mal davon:icon_twisted:)
Liebe Isabel,

nun stellt sich die Frage: Wie definiert sich ein "vorteilhaftes Bild"?
Es ist klar, dass man ordentlich frisiert und mit sauberer Kleidung zum Fotografen geht.

Dadurch wird man aber als weniger hübscher Mensch nicht schöner.

Andererseits ist ein gutes Aussehen kein Garant für eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.

Wenn ich von mir ausgehe: bin ein klassisch-attraktiver Typ. Ein Gesicht wie aus dem Quelle-Katalog.

(Meine Fotos habe ich mir von einem sehr guten Profi-Fotografen machen lassen. Auf den Bildern sehe ich ganz natürlich aus, also so wie ich in der Realität auch aussehe.)

Nett, sympathisch, ansprechend. Und trotzdem erhöht das nicht meine Chancen bei der Bewerbung.

Es gibt halt immer tausend Gründe, warum man nicht eingestellt wird. Und den wahren Grund erfährt man ja nicht.

Ich mach mich da aber nicht verrückt. Früher hab ich mir viel Gedanken darüber gemacht, warum es wieder nicht geklappt hat. Heute sehe ich das gelassener.

Mangelndes Interesse an einer Tätigkeit zu unterstellen, nur weil das Foto vielleicht nicht ganz perfekt ist, finde ich doch ziemlich waghalsig! Entscheidet der SB über die richtige Optik?

Was machen dann jene, die entweder nicht dem Schönheits-Ideal entsprechen oder die durch eine Krankheit im Gesicht entstellt sind?

Da fällt mir als Beispiel der junge Bewerber mit starker Akne ein. Oder Narben von einem Unfall. Das kann man nicht alles wegschminken. Und spätestens beim Vorstellungsgespräch fällt es auf.
 

franzi

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#52
Wenn dann nur noch diese beiden Dinge entscheidend sind, sind die eben ein Ausschlussgrund

Wie? der heißt Otto? Nene, den nehmen wir aber nicht. Der ist mindestens 60

Und Kevin? Nene, der macht nur Scheiß.

Und Schakeline und Schantalle kommen schon mal gar nicht in Frage.

Das selbe trifft dann auf Wohnorte und speziell auf die Straße zu. Da wird dann gnadenlos aussortiert.

Und was das Auswahlkriterium Alter betrifft. Das darf ja nicht mehr im Stellenangebot stehen.

Aber jeder weiß Bescheid, wenn da gesucht wird für ein junges Team oder "angeblich" noch unverfänglicher: gern Berufsanfänger

Und geschlechtsneutral sind die Stellenausschreibungen auch nicht alle, denn sonst dürfte keine Verkäuferin oder junge Frau für die Kasse gesucht werden.
Man kann ja auch im Anschreiben gleich so beginnen:

"Derzeit wohne ich noch in Hasenbergl, werde aber demnächst nach Grünwald umziehen. Bitte stören Sie sich daher nicht an meiner Wohnadresse." :icon_twisted:

Die geschlechtsneutralen Kassiererinnen sind mir auch schon aufgefallen. :icon_party:
 

isabel

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#53
Liebe Isabel,

nun stellt sich die Frage: Wie definiert sich ein "vorteilhaftes Bild"?
Viell. nach Geschmack von FM? Zumindest einfaches Passbild war zu wenig.
Es ist klar, dass man ordentlich frisiert und mit sauberer Kleidung zum Fotografen geht.

Dadurch wird man aber als weniger hübscher Mensch nicht schöner.
Nö, schöner nicht, aber retuschierter.

Andererseits ist ein gutes Aussehen kein Garant für eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.
Ausschlaggebend sollten die Qualifikationen sein und nicht das Bild.

Wenn ich von mir ausgehe: bin ein klassisch-attraktiver Typ. Ein Gesicht wie aus dem Quelle-Katalog.

(Meine Fotos habe ich mir von einem sehr guten Profi-Fotografen machen lassen. Auf den Bildern sehe ich ganz natürlich aus, also so wie ich in der Realität auch aussehe.)

Nett, sympathisch, ansprechend. Und trotzdem erhöht das nicht meine Chancen bei der Bewerbung.

Es gibt halt immer tausend Gründe, warum man nicht eingestellt wird. Und den wahren Grund erfährt man ja nicht.
Das stimmt, habe schon viele gehört und vor allem gelesen: die Stelle wurde gerade besetzt.

Ich mach mich da aber nicht verrückt. Früher hab ich mir viel Gedanken darüber gemacht, warum es wieder nicht geklappt hat. Heute sehe ich das gelassener.

Mangelndes Interesse an einer Tätigkeit zu unterstellen, nur weil das Foto vielleicht nicht ganz perfekt ist, finde ich doch ziemlich waghalsig! Entscheidet der SB über die richtige Optik?
Manchmal.


Was machen dann jene, die entweder nicht dem Schönheits-Ideal entsprechen oder die durch eine Krankheit im Gesicht entstellt sind?

Da fällt mir als Beispiel der junge Bewerber mit starker Akne ein. Oder Narben von einem Unfall. Das kann man nicht alles wegschminken. Und spätestens beim Vorstellungsgespräch fällt es auf.
Hallo, Franzi,
ich mache mich nicht verrückt.
Ich habe gerade versucht, an meinem Beispiel, zu überzeugen, dass Bewerbungsphotos nicht nur fehl am Platz sind, sondern sogar kontraproduktiv wirken können.
Die lezte Sätze habe ich fett hervorgehoben.
Selbstverständlich sind Bewerber mit Narben, Akne, Krankheitsbedingten Gesichtsveränderungen im Nachteil.

Gerade deswegen sollte man mehr Gewicht an Ausbildung, Lebenslauf und Qualifikationen legen, als auf ein Bild.
Um Chancengleichheit bei gleicher Qualis zu gewähren, sollte ein persönliches Gespräch entscheiden - nicht ein Photo.

MfG
Isabell
 

franzi

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#54
@ Isabel
Bin ganz deiner Meinung. Im persönlichen Gespräch ließe sich manches klären. :icon_daumen:
Leider wird man nur selten zu einem solchen eingeladen. :icon_sad:
 

sylmary

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#55
...also, wie wäre es damit, das gefühlte Alter anzugeben? Das hat bei mir zumindest schonmal zu einem Bewerbungsgespräch geführt...

Und das Foto kann man auch mit Photoshop und ähnlichem schönen.
 
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#56
...also, wie wäre es damit, das gefühlte Alter anzugeben? Das hat bei mir zumindest schonmal zu einem Bewerbungsgespräch geführt...

Und das Foto kann man auch mit Photoshop und ähnlichem schönen.
da hast Du Dich anscheinend noch gut gefühlt, ich hätte eher 102 hingeschrieben. :biggrin:
 
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