Bewerbungen bei Abgabe von ALGII Erstantrag (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Stellii

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Hallo,
ich habe ein kleines Problem.
Und zwar habe ich einen ALG II Antrag gestellt, wo ich zum Termin geladen wurde um diesen abzugeben.

Dort hat man mir prompt eine Liste mit 50 Zeitarbeitsfirmen in die Hand gedrückt und mir gesagt, ich solle mich dort bewerben und die entsprechenden Nachweise zum nächsten Termin mitnehmen.

Sollte ich nichts vorlegen, so hieß es, würde ich direkt eine Sanktion für den noch nicht einmal bewilligten Antrag bekommen :doh:

Eine EGV oder ähnliches habe ich nicht unterschrieben.

Morgen habe ich dort den Termin um die restlichen, noch fehlenden Unterlagen ein zu reichen.

Ist so etwas rechtens und wie sollte ich mich am Besten verhalten?

Außerdem wollte man einen "aktuellen Nachweis" über die Heizkosten haben.

Da wir den Anbieter erst vor 3 Monaten gewechselt haben und wir noch keine Jahresrechnung bekommen haben, wollte ich fragen ob tendenziell auch ein Nachweis über die monatlich zu entrichtende Gebühr ausreichend ist.

Danke im Voraus
 

Seepferdchen 2010

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Hallo @Stellii:welcome:

Dort hat man mir prompt eine Liste mit 50 Zeitarbeitsfirmen in die Hand gedrückt und mir gesagt, ich solle mich dort bewerben und die entsprechenden Nachweise zum nächsten Termin mitnehmen.
Nun mal langsam, alles was man schriftlich hat...................

Hast du einen Antrag bekommen zur Kostenübernahme für Bewerbungen?

Außerdem wollte man einen "aktuellen Nachweis" über die Heizkosten haben.
Hier bitte in Kopie die monatliche Abschlagszahlung vom Anbieter einreichen.

Bestimmt kommt noch ein Hinweis für dich.
 

Stellii

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Hallo @Stellii:welcome:



Nun mal langsam, alles was man schriftlich hat...................

Hast du einen Antrag bekommen zur Kostenübernahme für Bewerbungen?



Hier bitte in Kopie die monatliche Abschlagszahlung vom Anbieter einreichen.

Bestimmt kommt noch ein Hinweis für dich.
Danke für deine rasche Antwort,
nein ich habe keinen Antrag auf Kostenübernahme bekommen.
Zudem hat es mich gewundert, dass der SA mir gleich mit Sanktionen droht, obwohl der Antrag nicht einmal durch ist und ich auch nichts unterschreiben musste...
 

Seepferdchen 2010

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nein ich habe keinen Antrag auf Kostenübernahme bekommen.
Und genau danach fragst du bitte beim Termin nach dem Antrag.

Hier kannst du mal lesen Rz.: 44.15 Seite 6

https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/download/documents/dok_ba014859.pdf

Daraus kannst du entnehmen wie im einzelnen Verfahren wird,
also aus den o.g. Link.

Und hier einen Aufstellung was man beantragen kann:

Du kannst einen Antrag stellen aus dem Vermittlungsbudget § 44 SGB III.

Förderung aus dem Vermittlungsbudget
Bewerbungskosten pauschal
Bewerbungskosten Nachweis
Reisekosten zum Vorstellungsgespräch
Fahrkosten für Pendelfahrten
Kosten für getrennte Haushaltsführung
Kosten für den Umzug
Fahrkosten zum Antritt einer Arbeits- oder Ausbil-dungsstelle
Kosten für Arbeitsmittel
Kosten für Nachweise
Unterstützung der Persönlichkeit ( z.B. Kleidung)
Sonstige Kosten
Anforderung Unterlagen

ist eine Kann-Leistung.

Quelle:
https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/download/documents/dok_ba014859.pdf

Zudem hat es mich gewundert, dass der SA mir gleich mit Sanktionen droht, obwohl der Antrag nicht einmal durch ist und ich auch nichts unterschreiben musste...
Taja jeder SB versteht unter Vermittlung etwas anders und solche Sätze
nun ja, darum alles was du schriftlich hast...........................

Und noch ein kleiner Hinweis hefte dir alles persönlich gut ab und jedes Schreiben plus Antrag, erstelle dir davon jeweils eine Kopie, nicht zu vergessen immer belgbar beim JC einreichen, wichtig!
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Dort hat man mir prompt eine Liste mit 50 Zeitarbeitsfirmen in die Hand gedrückt und mir gesagt, ich solle mich dort bewerben und die entsprechenden Nachweise zum nächsten Termin mitnehmen.

Sollte ich nichts vorlegen, so hieß es, würde ich direkt eine Sanktion für den noch nicht einmal bewilligten Antrag bekommen :doh:
Dann soll er mal für jede dieser 50 ZAF einen korrekten VV ausdrucken und die Übernahme der Bewerbungskosten verbindlich zusichern.
Eine Sanktion kann in diesem Fall vor Gericht keinen Bestand haben ...
... weil der Vermittlungsvorschlag und das Arbeitsangebot nur von der Behörde, nicht aber durch Dritte erfolgen dürfen (BSG, SozR 3-4100 § 119 Nr. 21). Ferner muss der Leistungsberechtigte die Möglichkeit erhalten, vor der Vorstellung beim Arbeitgeber die Zumutbarkeit des Arbeitsangebots zu überprüfen.
LSG Niedersachsen-Bremen Az. L 7 AS 1058/13 B v. 10.02.2014
zu finden hier:
Einladung zu Arbeitgebermesse oder Vorstellungsgespräch im JC ist kein Meldetermin
https://www.elo-forum.org/2025679-post9.html

Da wir den Anbieter erst vor 3 Monaten gewechselt haben und wir noch keine Jahresrechnung bekommen haben, wollte ich fragen ob tendenziell auch ein Nachweis über die monatlich zu entrichtende Gebühr ausreichend ist.
Da du nichts anderes hast, muss das ausreichen.
 

Stellii

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Hallo
Erstmal vielen Dank für die hilfreichen Antworten.

Heute war ich bei dem Amt um die restlichen Unterlagen ein zu reichen und er fragte mich auch gleich ob ich die Bewerbungen geschrieben habe, was ich verneint habe.

Jetzt meinte der SA zu mir, dass wenn ich ihn bis morgen früh 8 Uhr keine 10 Bewerbungen vorlegen, dass mein Antrag abgelehnt werden würde...

Bewerbungen bei den 10 ZAF kann ich wohl auch online einreichen.

Jemand eine Idee wie ich da am besten vorgehen kann wegen den Bewerbungen?

Komme mir auch ehrlich gesagt ziemlich vorgeführt vor weil man mir auch ständig unmissverständlich klar macht, dass ich gefälligst zu arbeiten habe.

Dass ich starke soziale Defizite habe und deshalb auch bis vor kurzem in Behandlung war hat ihn auch nicht sonderlich interessiert..

Danke schon mal
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
10 Bewerbngen über Nacht? Wieder nur mündlich, oder?

Du hättest zu dem Termin einen Beistand mitnehmen sollen.
 

Holler2008

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Kostenerstattung beantragt? Denn das schreckt die vielleicht vor solchen Forderungen ab.
 

Fabiola

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Zudem hat es mich gewundert, dass der SA mir gleich mit Sanktionen droht, obwohl der Antrag nicht einmal durch ist und ich auch nichts unterschreiben musste...
NOCH bist Du kein Leistungsbezieher (solange kein offizieller Bescheid an Dich über Deine Leistungen vom JC ergangen ist). Ergo hast Du momentan auch keinerlei Verpflichtungen gegenüber dem JC!!!

Auch reicht (nach einer möglichen positiven Bewilligung Deines Antrages) eine Liste mit 50 Angeboten von Zeitarbeitsfirmen gesetzlich nicht aus!!!
Für jedes einzelne Arbeitsangebot (hier ZAF) müsste der Sachbearbeiter Dir einen einzelnen Vermittlungsvoschlag (VV) aber erst nach Leistungsbewilligung postalisch zusenden.
Daher solltest Du keinesfalls Email-Angaben oder Telenummer (auch dem JC gegenüber) bekannt geben. Du musst lediglich postalisch täglich erreichbar sein. Genau so kannst Du auch dem JC gegenüber argumentieren. Email-Nachrichtten sind nicht gerichtsfest!
Eine EGV oder ähnliches habe ich nicht unterschrieben.
Schon mal sehr gut!
Eine EGV VOR Bescheid zum Leistungsbezug ist eh nichts wert - solange Du diese nicht unterschreibst.
Sollte Dir nach dem positiven Bescheid eine EGV ohne Verhandlung aber auch trotz Verhandlung vorgelegt werden, dann stecke diese sofort ununterschrieben ein, ("das möchte ich mir zu Hause noch mal in Ruhe durchlesen"), poste sie hier, damit die 'Experten' hier noch mal darüber schauen können. Oft wirken EGVs harmlos, sind sie aber meist nicht - insbesondere was Fahrtkosten und Bewerbungskosten angeht.
Mehr fällt mir gerade nicht ein - außer - Du musst keine Bewerbungen onliene tätigen - auch nicht an ZAFs. Nur postalisch musst Du erreichbar sein, und musst auch nur postalisch agieren.
 

hansklein

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Ich persönlich würde nicht mehr ohne Beistand hingehen und mal schauen, ob er auf seine Forderungen besteht. Dann schriftlich geben lassen, das du Bewerbungen abgeben musst, weil du sonst keine Leistung bewilligt bekommst bzw. "sofort gesperrt wirst" und nat. einen Antrag auf Erstattung der Bewerbungskosten. Die einseitigen Forderungen könnten den Tatbestand der Nötigung bedeuten. Solange du nichts bekommst, kann dich niemand zu etwas verpflichten. Da wird versucht, deine Schwäche zu nutzen, denn du benötigst Geldleistung zum Überleben.

Beschwerden zeitgleich beim Bürgermeister und beim hiesigen Cheffe des JC + Beschwerdemanagement würde ich pers. anleiern.

Je nachdem, wie es finanziell bei dir aussieht, kann es zum Problem werden, wenn dir die Leistungen durch diesen Mann verweigert werden, auch wenn das rechtswidrig sein dürfte. Es ist halt die Frage, ob du in der Lage bist, dich direkt zur Wehr zu setzen und gegebenenfalls eine Durststrecke überwinden musst, bis die Dinge geklärt sind oder genötigt einen Teil der Forderungen ( verbunden mit Antrag auf Erstattung der Kosten.) erfüllst.
 

Merse

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weil der Sa meinte, ich könne die Bewerbungen auch per Email schreiben :(
Sicher könnte man das, nur tut man es eben nicht. Dein meißtgesprochener Satz dieser Person gegenüber wird zukünftig lauten: "In welchem Gesetz steht das, können Sie mir das schriftlich geben?"
 

Badener

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Hallo,
für mich ist das Nötigung!
Ich wurde auch "gebeten" (mündlich) mich bei einigen ZAF beim Bewerbertag "vorzustellen". Habe brav ... ja gesagt ... und gut war. Wie oben geschrieben könnte es ein Problem werden wenn der SB "seinen Spleen" durchsetzt und erst mal ein Ablehnung versucht. Wenn er allerdings keinen SEHR guten Grund dafür hat ... wird er auf lange Sicht damit verlieren!
Auf jeden Fall einen Beistand mitnehmen!!!
Das nächste Mal solche "Anweisungen" schriftlich verlangen. Nur Mut ...es sind auch nur Menschen ;-)
LG
 
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