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Bewerbung ohne Vermittlungsgutschein?

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Weihnachtsmann69

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Bei meiner Sitzung am Montag mit dem "Arbeitsvermittler" sprach er auch am Rande diese ominösen Vermittlungsgutscheine an.

Nun lassen wir mal die grundsätzliche Bewertung dieses echten (!!) Schmarotzertums (Firmen besorgen sich die offenen Stellen von der BA und bieten die selber an - gegen Vermittlungsgutschein) außen vor. Ich habe ein etwas kurioses Problem.

Vor zwei Jahren hab ich mal nach einem solchen Gutschein gefragt, da ich mich bei einem Privatvermittler um einen Job bewerben wollte. Aussage damals: "Bewerben Sie sich, und wenn Sie den Job bekommen, stellen wir Ihnen NACHTRÄGLICH einen Gutschein aus."

Auf so einen Deal läßt sich natürlich kein Vermittler ein. Deshalb fragte ich am Montag nochmal nach, ob sich diese unsinnige Praxis inzwischen geändert hätte. Antwort: Im Prinzip, nein.
Also nach wie vor soll ich mich auf Stellenangebote von privaten Vermittlern bewerben. Und nur wenn die die Vermittlungstätigkeit aufnehmen, kann ich den Gutschein beantragen.

Das ist doch irgendwie schiezophren, oder?
Oder ist das mittlerweile gängige Praxis, und die Firmen akzeptieren das lose Versprechen, daß man den Schein anbringt, wenn ein Job in Aussicht steht?

Das Problem ist ja auch, daß ich per EGV/VA Bewerbungsbemühungen tätigen und nachweisen muß. Schaut man sich aber die Angebote bei der Stellenbörse der BA an, so sind inzwischen fast 100% aller Stellenangebote von Privatvermittlern.
 
E

ExitUser

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OK, bewirb Dich doch dann ohne VGS u. sammle die Absagen der PAV als Nachweis Deiner Bemühungen.
 

wolfgang2

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Also nach wie vor soll ich mich auf Stellenangebote von privaten Vermittlern bewerben.
Ganz einfach.

1. Man schickt eine Mail mit einer kurzen Anfrage

Sehr geehrter ..

Ich würde mich gerne auf die Stelle x bewerben, mein Arbeitsvermitter y Amt z stellt einen Vermittlungsgutschein erst nachträglich bei Erfolg aus. Ist eine Bewerbung sinnvoll? Ja oder Nein?

Herzliche Grüße
und was weis ich alles noch usw.

feddich.

Falls die Antwort lautet "ja", dann weiß er, dass der im Fall der Vermittlung den Schein bekommt, wenn "nein" hat man was, wo man sich behördlich mit weiter tasten kann.

Herzliche Grüße
Wolfgang
 

stummelbeinchen

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Ich geh mal von ALG1-Bezug aus, solltest Du ALG2 kriegen, ignorier die Antwort.:icon_smile:

Also die Antwort, die man Dir gegeben hat ist Schwachsinn. Der Vermittlungsgutschein ist eine Pflichtleistung der Agentur. Sobald Du die Voraussetzungen erfüllst (also ALG1 beziehst und mindestens 2 Monate alo), hast Du ein Anrecht darauf. Stell den Antrag und mach gleich klar, dass Du einen schriftlichen Bescheid willst.
Aber bitte Vorsicht: die privaten Arbeitsvermittler brauchen das Original erst bei Arbeitsvertragsunterzeichnung. Vorher muss denen die Kopie reichen. Niemals das Original im Voraus hergeben.

LG
 

Weihnachtsmann69

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Ist Alg2. Und vor dem 19. bekäme ich auch keinen Schein.

Den Tip mit der Kopie hab ich schon mal gehört. Ist auch verständlich, da die privaten Vermittler den sicher gern sofort einkassieren, um sich das Geld zu sichern. Und dann kann man eine Bewerbung über einen anderen Privaten vergessen.

Aber daß man den Schein erst gar nicht bekommt, ist schon irgendwie idiotisch.
 

Zeitarbeitsbekämpfer

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also absoulter Schwachsinn hoch 10.

Wenn man 60 Tage arbeitslos ist sprich 2 Monate
hat man nen anspruch auf den Gutschein.

Ich habe am Montag auf der zentralnummer des AA angerufen
und meine kundennummer durchgegeben.
die hat nachgeschaut ob ich die voraussetzung von 60tagen
erfülle und am Mittwoch hatte ich den Gutschein im Briefkasten.

der wird jetzt kopiert und am Montag gehts zu PAV.

Ruf einfach bei der AA an und gib deine BG nummer durch,
und schwupps 2 tage später haste den Gutschein im Briefkasten.
 

RudiRatlos

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Private Arbeitsvermittlungen kriegen von mir ne volle Breitseite. Die sind z.T. noch schlimmer als die Leihbuden. Abkassieren, abkassieren,......abk....
Ich hoffe nur, die werden mal abgeschafft. :icon_kotz:
 

Zeitarbeitsbekämpfer

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im grunde genommen haste ja recht rudi.
aber was soll ich denn jetzt im moment denn anderes machen?????
ich habe jetzt noch 3,5 Monate ALG1 anspruch und danach
ist mal wieder H4 angesagt.

Ich gehe am Montag mal zu dem PAV und erkläre ihm was ich suche
und wenn er mir irgend nen schei.. vorlegt wo ich hingehen soll
werde ich halt krank.

Vorgestern hat mich noch ein fuzzi vonner Leihbude
angerufen der stark motiviert ist mich als Arbeitskraft
auszubeuten und auszulutschen.

Bei dieser beschissenen Wirtschaftssituation ist es
fast unmöglich nen angenehemen Arbeitsplatz zu bekommen.

aber so wie es aussieht fühle ich mich jetzt schon etwas krank
und werde mal am montag zum arzt gehen:biggrin:
bin mal gespannt wie sich der penner von der Leihbude
freut falls ich krank geschrieben binn:biggrin:

er steht jetzt schon unter tierischem Druck um dem kunden
einen Prostituirten der Zeitarbeit präsentieren zu können,
da dieser dringenst nen Arbeiter brauch.
 

Rounddancer

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Vor zwei Jahren hab ich mal nach einem solchen Gutschein gefragt, da ich mich bei einem Privatvermittler um einen Job bewerben wollte. Aussage damals: "Bewerben Sie sich, und wenn Sie den Job bekommen, stellen wir Ihnen NACHTRÄGLICH einen Gutschein aus."
sowas sehe ich als pure Faulheit des AV an, denn wenn Du die einfach zu erfüllenden Kriterien zur Ausstellung eines VG erfüllst, dann sollte Dir dieser auch ausgestellt werden (>Beschwerde beim Kundenreaktionsmanagement , evtl. auch beim Bundesarbeitsminister).
Ja, gut, es ist leider klar, daß rund 98,5 % der ausgestellten Vermittlungsgutscheine nicht eingelöst werden (weil entweder der private Vermittler innert der Laufzeit des VG auch keine Stelle vermitteln kann, oder zwar ein Arbeitsverhältnis zustandekommt, aber die ersten drei, bzw. sechs Monate nicht übersteht). Aber jeder Fall ist anders,- und gerade in Deinem Fall könnte es passieren, daß der private Stellenvermittler Erfolg hätte, wenn er sich für Dich einsetzt. Wobei manche private AV auch Angebote von Arbeitgebern bekommen, sogar von solchen, die von sich aus dem AV etwas für die Vermittlung bezahlen, sei es pauschal, oder z.B. zwei Monatsgehälter. (In der XING-Gruppe "Netzwerk Arbeit und Soziales" (Zugang gratis) berichtet auch ein privater AV von seiner Arbeit, zudem werden da laufend Stellen reingestellt)

Normalerweise kriegt man als Stellensuchender, der sich bei einem privaten Arbeitsvermittler (PAV) bewirbt, in jedem Fall einen Fragebogen und einen Vermittlungs-Vertrag, wenn ein VG da ist, will der PAV eine Kopie davon (als Fax oder Anlage einer Email reicht).
Wenn kein VG da ist, oder erstellt wird, dann verpflichtet sich der Stellensuchende, im Erfolgsfall selbst die Vermittlungsgebühr zu bezahlen. PAV bieten dabei den Stellensuchenden an, im Falle einer Vermittlung (und wenn kein VG beschafft werden kann) selbst zu bezahlen, - seriöse Vermittler bieten da Ratenzahlung in kleinen Raten an, und limitieren die Zahl der Raten auf ein Jahr, bzw. lassen sie für den Fall, daß das Arbeitsverhältnis doch nicht Bestand haben sollte, entfallen.
 

Weihnachtsmann69

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Private Arbeitsvermittlungen kriegen von mir ne volle Breitseite. Die sind z.T. noch schlimmer als die Leihbuden. Abkassieren, abkassieren,......abk....
Und dann noch solche tollen "Angebote" wie die von "Job-Forum 24":
Mehrarbeit, Überstunden und evtl. Reisetätigkeit je nach Bauauftrag sehen Sie als zusätzliche Motivation.

Da Sie in einem jungen dynamischen Team arbeiten werden, sind Sie hoch motiviert, flexibel und absolut leistungsorientiert.
Da möchten man mit dem Baseballschläger zum Vorstellungsgespräch kommen....
 

Rounddancer

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Die sind z.T. noch schlimmer als die Leihbuden. Abkassieren, abkassieren,......abk....
Ich hoffe nur, die werden mal abgeschafft. :icon_kotz:
Nun, wir dürfen nicht vergessen: Die kriegen nur Geld, wenn sie jemand für >drei, bzw. >sechs Monate in ne Stelle am ersten Arbeitsmarkt bringen. Aber sie kriegen -Headhunter für Führungskräfte mal abgesehen, das ist ne andere Baustelle- vom Amt nur die Arbeitslosen, die vom Amt schwerer bis gar nicht zu vermitteln sind, -
denn die vom Amt haben schon in ihrer Stellenbeschreibung drin, daß sie die Arbeitslosen, die schnell und einfach zu vermitteln sind, selbst zu vermitteln haben und den Rest dann an die PAV's weitergeben sollen.

Dabei war es eigentlich von der Politik gedacht, daß die PAV's auch schneller zu vermittelnde Arbeitslose kriegen sollten, und so quersubentioniert wirtschaftlich arbeiten können sollten.

Die, die dachten, sie kämen so klar, haben den Job längst aufgegeben, auch Kommunen, die PAV-Büros einrichteten.
Übriggeblieben sind die Einzelkämpfer, die selbst auf Hartz IV-Nveau vegetierend (oder gar real mit Hartz IV aufstocken müssend)
sich selbst ausbeuten, sich den Hintern für ihre Bewerber aufreißen, alle ihre Netzwerke nutzen, auch mal einen Bewerber im Auto auf Langstrecke zu einem Vorstellungsgespräch bei einem Arbeitgeber bringen, etc., in der Hoffnung, wenigstens zwei, drei erfolgreiche Vermittlungen im Monat abrechnen zu können,-
und die, die z.B. bewußt mit schmierigen ZAV's zusammenarbeiten und so tricksen.

Leider steht -wie z.B. auch bei Ärzten-, bei den PAV's nicht dran, ob sie gut, oder schlecht sind, ob sie fair arbeiten, oder tricksen, um zu Lasten ihrer Bewerber Reibach zu machen.

Bei Ärzten gibts ja mittlerweile Bewertungsportale, vielleicht sollte jemand sowas auch für PAV's initieren?
 

Weihnachtsmann69

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Hm, warum denn,- wenn der Lohn, die Auslösung und die Spesen stimmen?
Davon steht in dem Angebot aber nichts. Sehr viel wahrscheinlicher verbirgt sich dahinter eine westdeutsche Baufirma, die mit einer ostdeutschen "Niederlassung" (Büro mit Sekretärin) westdeutsche Mindestlöhne unterwandert, und Ostdeutsche zum Dumpinglohn im Westen arbeiten läßt.

Und Menschen, die in Mehrarbeit und Überstunden fern der Heimat per se (!!), also in Verlust ihrer Lebenszeit, dem Vernachlässigen ihrer Mitmenschen und Kinder und im Totrackern für die Steuerprogression eine "zusätzliche Motivation" sehen, sind krank und sollten behandelt werden.

Arbeitssucht ? Wikipedia

Moralisch gesehen ist angesichts der Massenarbeitslosigkeit sogar jeder, der mehr als 40 Stunden die Woche arbeitet, asozial. Denn er nimmt anderen Menschen die (Lohn-)Arbeit weg. So krass muß man das mal ausdrücken, um einen Denkprozeß in Gang zu setzen.
 
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