Bewerbung auf Vermittlungsvorschlag bei Zeitarbeitsfirma und plötzlich hat diese keinen Job mehr, will aber Daten speichern

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KaffeTrinker

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Moin Gemeinde,

habe einen VV mit RFB für eine Zeitarbeitsfirma erhalten und mich gemäß RFB am 3. Tag ordnungsgemäß beworben. In meine Email fügte ich folgende Textpassage


"Die Bewerbung dient ausschließlich dem Stellenangebot mit der Kennziffer 10000-xxxxxxxxxx-S und ist nach Abschluss der Bewerberauswahl entsprechend DSGVO zu löschen. Einer Datenspeicherung außerhalb dem ausgeschriebenem Stellenangebot stimme ich nicht zu."



Die Zeitarbeitsfirma meldet sich umgehend mit folgendem Text:


"
Guten Tag Herr xxxxxx,

vielen Dank für Ihre Bewerbung bei xxx Personal & Perspektiven und dass Sie sich unser Unternehmen als Ihren Arbeitgeber vorstellen können.

Aktuell können wir Ihnen leider keinen Arbeitsplatz anbieten, der Ihren Wünschen entspricht.

Es gehen jedoch täglich neue Anfragen unserer Kunden mit den unterschiedlichsten Qualifikationsprofilen ein. Wir gleichen Ihre persönlichen Wünsche und Qualifikationen permanent mit den aktuellen Anforderungen unserer Kundenunternehmen ab.

Wir melden uns bei Ihnen, sobald wir Neuigkeiten für Sie haben.

Sollten Sie zwischenzeitlich kein Interesse mehr an einem Arbeitsplatzangebot von xxx haben, bitten wir um kurze Mitteilung per Telefon, E-Mail oder Brief an die unten genannte Kontaktadresse.

Mit freundlichen Grüßen"


Jetzt überlege ich eine entsprechende Beschwerde an den Datenschutzbeauftragten zu schicken da hier offiziell Stellen angeboten werden unter dem Vorwand Daten der Bewerber zu sammeln, und die fiktiven Stellenangebote garnicht vorhanden sind.

Was haltet ihr von den Methoden dieser "Firma"?

VG
 

Couchhartzer

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Jetzt überlege ich eine entsprechende Beschwerde an den Datenschutzbeauftragten zu schicken
Warum?
Die Firma schrieb doch deutlich gemäß deine Beschreibung nachlesbar:
Sollten Sie zwischenzeitlich kein Interesse mehr an einem Arbeitsplatzangebot von xxx haben, bitten wir um kurze Mitteilung


Dann schreib denen einfach nur ganz kurz:
"Meine Bewerbung bezog sich ausschliesslich auf die aus einem Stellenangebot ausgewiesene und darin beschriebene Stelle unter Kennziffer xxxxx.
Da diese Stelle laut Ihren eigenen Angaben nicht mehr vakant ist, sind meine Daten gemäß DSGVO nunmehr zu löschen und auch nicht anderweitig zu verwenden."

Den Datenschutzbeauftragten kannst du dir noch aufheben, falls sie deiner Willenserklärung nicht nachkommen sollten.
 

KaffeTrinker

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Naja, hier geht es um was größeres.....

Ein Inserieren von offen Stellen auf der Jobbörse welche es garnicht gibt mit dem Vorwand Daten der Bewerber für weitere Zwecke als den ursprünglichen zu verwenden und zu speichern. In der Antwort der ZAF ist doch deutlich zu erkennen das diese Stelle nicht vorhanden ist und diese nicht angeboten werden kann. Erstaunlich die Tatsache das eben diese imaginäre Stelle im Stellenangebot steht und weiter fleißig Daten gesammelt werden. Daher mein Gedankengang, dass der Datenschutzbeauftragte hier schon informiert werden sollte. Eine Bewerbung auf eine explizite Stelle stellt keine automatische Freigabe diese Daten für darüber hinausgehende Zwecke zu verarbeiten. Ich habe in meiner Email explizit der weiteren Speicherung nicht zugestimmt.

Zitat:
Eine gute Chance zur beruflichen Entwicklung! Für unseren Kunden suchen wir Verstärkung im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung, mit Übernahmeoption:

xxxxxxxxx (m/w/d)
 

Couchhartzer

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Ein Inserieren von offen Stellen auf der Jobbörse welche es garnicht gibt mit dem Vorwand Daten der Bewerber für weitere Zwecke als den ursprünglichen zu verwenden und zu speichern.
Dann kann man dieses "Fakeangebot" als nicht (mehr) vorhandene Stelle in der Jobbörse melden und fertig ist die Laube.
 

Schmerzgrenze

Super-Moderation
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Daher mein Gedankengang, dass der Datenschutzbeauftragte hier schon informiert werden sollte.
Wem willst Du denn einen Vorwurf machen? Der ZAF (der das egal ist) oder der Jobbörse, der das Vergehen bis dato nicht bekannt war?
Diese hat zwar die entsprechende Bedingung für AG zur Nutzung des Portals festgelegt,
Jobbörse Nutzungsbedingungen § 9 - Unzulässige Angebote - Arbeitgeber
(3) Folgende Angebote bzw. Veranstaltungen dürfen durch Arbeitgeber nicht in das Portal eingestellt werden:
8. Angebote/Veranstaltungen, die ein Scheinangebot darstellen, weil sie entweder nur zum Aufbau eines Bewerberpools dienen
oder zur Partnergewinnung im Rahmen von „Schneeballsystemen" eingestellt werden, ...
aber sie ist nicht selbst Nutznießer der Veröffentlichungen, also auf Rückmeldung so Geschädigter angewiesen.
§ 9 (2) Die Bundesagentur für Arbeit überprüft die von den Nutzern eingestellten Inhalte grundsätzlich nicht.
Sie hat aber durch den Support eine verstärkte Suche nach Missbrauchsfällen und Löschung entsprechender Angebote bei Hinweisen sichergestellt
und geht Hinweisen auf rechtswidrige Angebote nach. Hinweise können über die Hotline des Portals gegeben werden.
Erst wenn die Jobbörse nach der Rückmeldung das Angebot nicht herausnimmt, gäbe es weiteren Handlungsbedarf.
Also den Vorfall mit kurzer Begründung der Jobbörse melden und hinterher über die Stellensuche nach Referenzcode nachprüfen.
Ungeachtet dessen kannst Du den Antrag auf Löschung gegenüber der ZAF durchaus bekräftigen: Unterlassungsaufforderung ZAFwerbung
 

Holler2008

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Die Firma schrieb doch deutlich gemäß deine Beschreibung nachlesbar:

Dann schreib denen einfach nur ganz kurz:
Den Datenschutzbeauftragten kannst du dir noch aufheben, falls sie deiner Willenserklärung nicht nachkommen sollten.
Das sehe ich aber komplett anders.
Die ZAF wertet hier keine Antwort als Einverständniserklärung, die Daten zu speichern. Laut DSGVO ist keine Antwort aber als Ablehnung des Einverständnises zu interpretieren.

@KaffeTrinker Bei mir gäbe das eine Beschwerde an den Landesdatenschutz, wo die ZAF sitzt, aber nicht, weil es eventuell die Stelle nie gab, sondern weil die keine Antwort von dir als Einverständnis interpretieren wollen.
An die ZAF ging bei mir gar nichts.
 

Couchhartzer

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Die ZAF wertet hier keine Antwort als Einverständniserklärung, die Daten zu speichern.
Und mit einfachstem Lesen wäre unschwer zu bemerken gewesen, dass ich auch genau deswegen zusätzlich auch folgendes sehr deutlich erkennbar schrieb:
"Meine Bewerbung bezog sich ausschliesslich auf die aus einem Stellenangebot ausgewiesene und darin beschriebene Stelle unter Kennziffer xxxxx.
Da diese Stelle laut Ihren eigenen Angaben nicht mehr vakant ist, sind meine Daten gemäß DSGVO nunmehr zu löschen und auch nicht anderweitig zu verwenden."
;)
 

KaffeTrinker

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Habe die besagte Firma angeschrieben und höfflich nachgefragt wann denn die Bewerberauswahl abgeschlossen sei, wollte diese so in eine Falle locken. Leider nur eine Lesebestätigung aber keine Antwort. Stellenangebot weiterhin online wo weiterhin Daten gesammelt werden.
 

apfelkuchen

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Ich würde an deiner Stelle gleich den DSB des Bundeslandes mit einbeziehen, damit er den Geschäftspraktiken der Firma mal auf die Finger schaut. Du kannst auch direkt die Firma davon in Kenntnis setzen. Netter Nebeneffekt: zumindest vor denen wirst du schnell Ruhe haben.
 
G

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Gast
Daher mein Gedankengang, dass der Datenschutzbeauftragte hier schon informiert werden sollte. Eine Bewerbung auf eine explizite Stelle stellt keine automatische Freigabe diese Daten für darüber hinausgehende Zwecke zu verarbeiten. Ich habe in meiner Email explizit der weiteren Speicherung nicht zugestimmt.
Seh ich auch so.
Ohne deine Einwilligung dürfen die Daten nur für die konkrete Bewerbung auf die konkrete Stelle genutzt werden, mehr gibt der § 26 BDSG nicht her.

Wem willst Du denn einen Vorwurf machen? Der ZAF (der das egal ist)
Dann sollte man dafür sorgen dass es denen künftig nicht mehr egal ist.

Bei mir gäbe das eine Beschwerde an den Landesdatenschutz, wo die ZAF sitzt
Wo die ZAF ihren Hauptsitz hat, der Standort der Niederlassung ist nebensächlich.
 

KaffeTrinker

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Guten Tag


Die besagte ZAF, welche mir auf Nachfrage zu meiner Bewerbung mitgeteilt hat, dass für mich keine passende Stelle verfügbar ist, hat sich heute bei mir per Post gemeldet und mich zum Vorstellungsgespräch am gestrigen Tag eingeladen. Da ich über kein Portal verfüge um in die Vergangenheit zu reisen konnte ich den Termin natürlich nicht wahrnehmen. Im #1 findet sich die Antwort der ZAF auf meine damalige Anfrage.

Im Anhang die anonyme Einladung, wohlgemerkt deren Posteingang heute war (Eingangsstempel). In der Einladung selbst wird nicht auf meine Bewerbung eingegangen sondern das man über die BA auf mich aufmerksam geworden ist.

Was haltet ihr von dieser Einladung insbesondere das ich der weiteren Verarbeitung meiner Daten widersprochen habe und diese lediglich zum genannten VV erlaubt habe. Mit der im #1 genannten Antwort der ZAF ist die Bewerberauswahl bereits zu meiner Person abgeschlossen.
 

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Holler2008

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Vielleicht kommt die Tage noch ein Vermittlungsvorschlag dazu.
Jedenfalls hast du dich laut #1 auf einen VV mit RFB beworben und, so wie ich es lese, eine schriftliche Absage erhalten. Damit das schon mal abgehakt.

Kommt kein neuer VV die nächsten 2-3 Werktage, sieht es für mich aus, als hätten die dich gegen die DSGV gespeichert und dir nun Werbung geschickt.
Ich würde dem Landesdatenschutz schreiben.

Kommt wirklich ein VV mit RFB dazu, bekämen die dann von mir einen Brief ohne Tel und ohne Email, dass die Einladung zu spät kam und sie mir einen neuen Termin schicken sollen, der mich rechtzeitig erreicht um mich vorbereiten zu können.
 

KaffeTrinker

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Die Formulierung " bringen Sie ihren Lebenslauf mit" macht mich etwas stutzig da dieser per Email den Bewerbungsunterlagen beigefügt war. Ich vermute auch das meine Daten nun für weitere Einladungen mißbraucht werden.
 

Kerstin_K

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Könnte es nicht sein, dass die das Profil in der Jobbörde entdeckt haben und dur die vorherige Datenlöschung schlicht nicht mehr wiessen, dass KaffeTrinker sich schonmal beworben hatte?
 

KaffeTrinker

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In der Jobbörse ist mein Profil auf "intern veröffentlicht" gesetzt, eine Änderung ist durch meine Person nicht möglich. Ich gehe davon aus das aus der Formulierung "intern" kein AG auf mein Profil zugreifen kann. Ich kann aber auch nicht sagen welche Zugriffsrechte diverse "Unternehmen" haben oder gar ein Mitarbeiter solche Datensätze verschickt.
 

Holler2008

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Könnte es nicht sein, dass die das Profil in der Jobbörde entdeckt haben und dur die vorherige Datenlöschung schlicht nicht mehr wiessen, dass KaffeTrinker sich schonmal beworben hatte?
Kann ich nicht ausschließen. In der Praxis kenne ich es nur so, dass in so einem Fall eine Nachricht an mein Jobbörse-Profil kommt.
 
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