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Bewerbung ab 50- jähriger, heute noch sinnvoll??

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hiwi

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#1
Hi, an alle über 50 jährigen,

die Bestimmungen Hartz IV besagen, daß man sich bewerben muss und ein schriftlicher Nachweis über die Bewerbungen geführt werden soll.

Das habe ich auch brav jahrelang getan und bin nur von Absagen überschüttet worden. Im Umkreis von ca. 100 Km habe ich bestimmt keine Firma mit meiner Bewrbung ausgelassen.

Bei der letzten Firma bei der ich mich beworben habe und vorstellig wurde, hat man mir eindeutigt klargelegt, dass Sie hier, in dieser Firma kein Altersheim eröffnen wollen unsw..

Das war vor einem Jahr und der letzte Punkt auf dem berühmten i-tüpfelchen.

Seither schreibe ich keine Bewerbungen mehr. Ich habe die Schnauze gestrichen voll.

Deshalb die Frage:

Bewerbung ab 50-jähriger heute noch sinnvoll oder nur reine Beschäftigungtherapie???

Gruß Hiwi
 

Müllemann

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#2
reine Beschäftigungstherapie, solange die Arbeitgeber ihr borniertes Denken im Bezug auf über 50-jährige nicht aufgeben
 

klaus1233

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#3
Doch sinnvoll. Man darf nur nicht immer sein eigenes Kümmerdasein in den Mittelpunkt stellen.

Du generierst damit Umsatz im Bereich Briefpost, sicherst die Existenz von Briefboten, Fotografen und Kleingewerbetreibenden für Büromaterial, die Bewerbungsmappenindustrie dankt dir sehr herzlich. Ebenfalls alle, die mit Stellenbörsen Geld verdienen oder ihren Job behalten wollen. Zeitungen müssen gekauft werden, Internetleitungen zu Stellenbörsen finanziert werden. Oder denk an die schönen Kontroll- und Bewilligungspöstchen bei ARGE und BA, wo deinen Bewerbungsbemühungen überwacht und teilfinanziert werden. Alles ÖD, beste Tarifeingruppierung, mancher Beamter muss auch noch seinen Stempel darunter machen und die psychologische Gewinnsituation kann auch ausgekostet werden.


1,3 Mio. über 50 gibt es. Schreibt jeder 4 Bewerbungen im Monat zu Kosten von 5 EUR macht das einen Max-Umsatz von 312 Mio. EUR im Jahr. Und das beste ist, diese Summe wird nur teilweise von der Bewerbungskostenpauschale der Ämter abgedeckt, da viele nicht beantragen oder nicht alle Kosten genehmigt bekommen. Sie zahlen es dann von ihrem Regelsatz oder vom Ersparten, wenn denn noch welches vorhanden ist.

Außerdem, mal ehrlich, diese regelmäßige Gewohnheit jede Woche, festigt dich doch in deiner Existenz und die wöchentlichen Dosen an Frustrationstoleranz aus den Absagenschreiben vom Briefkosten, härten dich für kommende Negativerlebnisse gut ab und bereiten dich darauf vor. Vor allem wirst du dir dadurch deiner gesellschaftlichen Wertschöpfungspotenz klar, was sich positiv auf ein Absenken deines Anspruchsniveau auswirken dürfte. Du siehst, nur Vorteile.

Deshalb, solche Renitenz kann jetzt nicht geduldet werden und muss mit Sanktion belegt werden. Wo kämen wir denn hin, wenn das alle machen würden? Die schönen Umsätze wären futsch. Du bist nur in einer Motivationskrise. Deshalb wird man dir am besten ein Bewerbungsseminar von drei Wochen verordnen, um dich einem Brainwashing zu unterziehen. Muss natürlich ein besonderes sein, wo nur solche wie du sind, damit du mit deinen Ansichten den Rest der Kundschaft nicht verdirbst. Und spezielle Dozenten, Typ Feldwebel, die keinerlei Diskussionen und Argumente zulassen, Die stören nur. Anschließend siehst du die Sache positiver. Wenn nicht, ab zum Amtsarzt oder zum psychologischen Dienst.

Nein, hoch sinnvoll. Nicht für dich, aber für andere. Hat nur Vorteile. Für andere, die davon leben.
 

RobertKS

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#5
Hallo zusammen,

also Bewerbungen machen doch schon für übere 40 jährige, wie mich, keinen Sinn mehr.Ich hab 496 Bewerbungen bis jetzt verschickt, für nix und nochmal nix.Also wie will jemand über 50 da noch ne Chance haben.
Wie schon geschrieben wurde, Arbeitgeber müßten ihr borniertes Denken etwas kultivieren, aber das ist nicht das einzige Problem:

Der globale Arbeitsmarkt hat seine eigenen Gesetze, da muss schnell und flexibel, aber vorallem kostengünstig, in vorgegebenen Zielmengen Ware produziert werden, oder Dienstleistungen möglichst kostengünstig und zeitsparend verrichtet werden.Der moderne, flexibele und mobile Arbeitnehmer von heute, muß in der Lage sein an verschiedenen Standorten, zu verschiedenen Zeiten einsetzbar zu sein, und das ist mit älteren Arbeitnehmern nicht mehr zu machen, zumal viele Unternehmen heutzutage an der Börse gehandelt werden, und da zählen eben nur Profite und Gewinne.

Gruß Robert ;)
 
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#6
Aus all den genannten Gründen, von klaus1233 so schön unterhaltsam dargelegt (habe mich köstlich amüsiert) schreibe ich auch keine Bewerbungen mehr. Wenn ich alleine hier die Frankfurter Rundschau betrachte, mit mageren 4-6 Seiten "offene Stellen" packt mich die geballte Motivationslosigkeit immer wieder aufs Neue. (Kaufen tue ich die sowieso nicht aber mein Nachbar überlässt mir immer den "Karriere" Teil)
Entweder wird da immer gleich der Super-Manager-Fachmann-eierlegende-Wollmilchsau- gesucht, der am Besten gleich alles beherrscht, bevor er nur einen Schritt in seinen neuen Betrieb gesetzt hat, oder es werden Tellerwäscher, Küchenhilfen, Barfrauen,"Models" Nacktbedienungen, ec gesucht oder man will die vermeintlich bescheuerten Arbeitslosen ködern mit Lockangeboten, damit sie auch noch ihre letzten paar Euronen vertelefonieren.
Und steht da wirklich mal ein Job, den ich zu 100 % locker aufgrund meiner Erfahrungen und meines Wissens ausfüllen könnte, steht da mit Sicherheit: "Abgeschlossenes Hochschulstudium und/oder Alter bis 28 J....
(Mich wundert, daß plötzlich für das, was ich jahrelang wirklich gut gemacht habe als einfache Sachbearbeiterin im Logistikbereich, ein abgeschlossenes Studiom notwendig ist, na die Bosse können jetzt aus dem Vollen schöpfen..)
Sollte ich mal wieder vorgeladen werden zwecks Gesinnungsprüfung, werde ich dem FM diese Sachen schildern und auch frei raus erklären, warum "Eigenbemühungen" bei über 55 Jährigen reine Beschäftigungstherapie sind. Zur Not habe ich jede Menge Ausdrucke, damit FM wenigstens sehen kann, wieviele Stunden ich mit der sinnlosen Suche nach einer eigenständigen Existenzerhaltung vergeude.
Habe schon viel geld gespart an Mappen Papier Toner Porto, . Wenn wirklich mal etwas in Frage kommt, rufe ich an und notiere mir dann die Absage mit Namen und Datum.
 
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#7
ich bin 55 und seit 5 Jahren wegen Insovenz Arbeitslos. nach was weiß ich wieviel hunderten von Bewerbungen bewerbe mich immer noch fleißig - warum? ich bekomme pro Bewerbung 5 Euro. insofern macht es sehr wohl Sinn !

ansonsten kann mich das Deutsche Unternehmerpack am * ...* Ihr wisst schon was
 

Arco

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#8
ansonsten kann mich das Deutsche Unternehmerpack am * ...* Ihr wisst schon was

... ich mache mich mal wieder unbeliebt ;) ;)

" ohne das Deutsche Unternehmerpack hätten wir über 20 Millionen Arbeitslose mehr - denn nicht alle können im öffentlichen Dienst ihr Geld (wenn auch sehr oft zu wenig) verdienen "
 
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#9
@ Arco

das ist schon klar und sehe ich auch so. es ist ja auch "nur" meine Einstellung mittlerweile gegenüber diesen bornierten A****
 

Arco

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#10
;) ;) ist gut :hug:

.... jeder hat so seine eigenen Ar........er :pfeiff: :pfeiff:
 
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#11
richtig, viele haben auch nur den Kopf, um das Stroh nicht unterm Arm rumtragen zu müssen
 
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#12
jimminygrille sagte :
Aus all den genannten Gründen, von klaus1233 so schön unterhaltsam dargelegt (habe mich köstlich amüsiert) schreibe ich auch keine Bewerbungen mehr. Wenn ich alleine hier die Frankfurter Rundschau betrachte, mit mageren 4-6 Seiten "offene Stellen" packt mich die geballte Motivationslosigkeit immer wieder aufs Neue. (Kaufen tue ich die sowieso nicht aber mein Nachbar überlässt mir immer den "Karriere" Teil)
Entweder wird da immer gleich der Super-Manager-Fachmann-eierlegende-Wollmilchsau- gesucht, der am Besten gleich alles beherrscht, bevor er nur einen Schritt in seinen neuen Betrieb gesetzt hat, oder es werden Tellerwäscher, Küchenhilfen, Barfrauen,"Models" Nacktbedienungen, ec gesucht oder man will die vermeintlich bescheuerten Arbeitslosen ködern mit Lockangeboten, damit sie auch noch ihre letzten paar Euronen vertelefonieren.
Und steht da wirklich mal ein Job, den ich zu 100 % locker aufgrund meiner Erfahrungen und meines Wissens ausfüllen könnte, steht da mit Sicherheit: "Abgeschlossenes Hochschulstudium und/oder Alter bis 28 J....
(Mich wundert, daß plötzlich für das, was ich jahrelang wirklich gut gemacht habe als einfache Sachbearbeiterin im Logistikbereich, ein abgeschlossenes Studiom notwendig ist, na die Bosse können jetzt aus dem Vollen schöpfen..)
Sollte ich mal wieder vorgeladen werden zwecks Gesinnungsprüfung, werde ich dem FM diese Sachen schildern und auch frei raus erklären, warum "Eigenbemühungen" bei über 55 Jährigen reine Beschäftigungstherapie sind. Zur Not habe ich jede Menge Ausdrucke, damit FM wenigstens sehen kann, wieviele Stunden ich mit der sinnlosen Suche nach einer eigenständigen Existenzerhaltung vergeude.
Habe schon viel geld gespart an Mappen Papier Toner Porto, . Wenn wirklich mal etwas in Frage kommt, rufe ich an und notiere mir dann die Absage mit Namen und Datum.
Reicht es, wenn ich hier mal mit unterschreibe?

Auch ich mache immer wieder die Erfahrung, das absolute Ende seriöser Stellenangebote (jedenfalls solcher, die so erscheinen) ist 55 Jahre.

Alle Angebote, die da lauten "Alter spielt keine Rolle" verlagern das Unternehmerrisiko auf den Arbeitnehmer: Mieses Grundgehalt und Provisionsversprechen, die nicht gehalten werden bzw. wo die Latte von vornherein so hoch gelegt wird, dass eine Bezahlung nicht erreicht werden kann.

Einen seriösen Arbeitsplatz mit über 55 Lenzen zu bekommen, ist so schwierig wie ein 5er im Lotte.

Frage, wer von euch spielt Lotto?
 

Nustel

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#13
Hallo,
ich bin nun 48 bewerbe mich seit 2 Jahren viel und oft, hatte drei Vorstellungsgespräche, und obwohl bester Zeugnisse, guter Gesundheit, und Bewerb-mappe auf neuestem Stand ---keine Arbeit. Klar spiele ich Lotto, zwei Felder die Woche(SPIELE VOM REGELSATZ!!!) in der Hoffnung das große Glück zu haben endlich diesem besch... land den Rücken zu kehren. Aber man sollte trotzdem sich nicht gehen lassen. Denn das würde den Leuten von der ARGE doch in den Kram passen. Glaube zwar auch nicht das sich in unserem Alter noch etwas gescheites an Arbeit bietet, gebe aber die Hoffnung nicht auf, weil ich trotz 48 noch Wünsche und Ziele habe. Aber ich glaube nicht an die Möglichkeit über Eurojob oder Zeitarbeit in vernünftige Arbeit zu kommen. Da sollte man trotzdem seinen eigenen Weg gehen.

Nun denn!
 

Arco

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#14
Frage, wer von euch spielt Lotto?
_________________
Gruß Barney
.... ich nicht ! ! aber

ich nehme meinen Voll-Bart demnächst ab - und dann wirke ich etwa 20 Jahre jünger und dann gibts ja wohl keine Probleme mehr :pfeiff: :pfeiff:

(Ironie ??) ;) ;)
 

Müllemann

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#15
nik sagte :
ich bin 55 und seit 5 Jahren wegen Insovenz Arbeitslos. nach was weiß ich wieviel hunderten von Bewerbungen bewerbe mich immer noch fleißig - warum? ich bekomme pro Bewerbung 5 Euro. insofern macht es sehr wohl Sinn !

ansonsten kann mich das Deutsche Unternehmerpack am * ...* Ihr wisst schon was
mich mittlerweile auch; mein VM rückt noch nicht einmal Antrag für Bewerbungskosten raus
 

vivavista

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#16
Barney sagte :
jimminygrille sagte :
Alle Angebote, die da lauten "Alter spielt keine Rolle" verlagern das Unternehmerrisiko auf den Arbeitnehmer: Mieses Grundgehalt und Provisionsversprechen, die nicht gehalten werden bzw. wo die Latte von vornherein so hoch gelegt wird, dass eine Bezahlung nicht erreicht werden kann.

Einen seriösen Arbeitsplatz mit über 55 Lenzen zu bekommen, ist so schwierig wie ein 5er im Lotte.

Frage, wer von euch spielt Lotto?
Nicht immer.

Fest steht, dass man ab 50 und z.T. bereits ab 45 nur noch Jobs im Vertrieb als freier Handelsvertreter bekommt.
Da gibt es viele Angebote, die unseriös sind oder zumindest auch bei grds. Seriösität ein halbwegs einträgliches Profisionseinkommen objektiv an den Marktgegebenheiten scheitert. Es gibt aber auch erfolgreiche und weniger erfolgreiche Handelsvertreter und die wenigsten Unternehmen bieten qualifizierte Schulungen an.

Grundsätzlich ist nach meiner Meinung eine seriöse Handelsvertretertätigkeit, auch wenn man dort ein Unternehmerrisiko trägt bzw. ein solches auf den Handelsvertreter abgewälzt wird, eine Option, wieder in Brot und Arbeit zu gelangen. Die Selbständigkeit hat auch Vorteile.
Das Hauptproblem, aus der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit als freier Handelsvertreter zu starten ist, dass dieser zunächst einmal mit den Fahraufwendungen für eine gewisse Zeit, sagen wir mal 2-3 Monate in Vorleistung gehen muss, bis die ersten Provisionen - eine einigermassen erfolgreiche Tätigkeit vorausgesetzt - eingehen. Ein eigener fahrbereiter PKW ist Voraussetzung. Aus ALG 1 heraus ist der Schritt leichter als für ALG 2 Empfänger, aber auch für letztere machbar, wenn sie sich irgendwo einen PKW besorgen können.

Eine sehr seriöse und gute Adresse für eine Handelsvertretertätigkeit ohne Vorkenntnisse und ohne Altersbeschränkungnach oben ist der Vertrieb xxxxxxxx GmbH des Hauses xxxxx. Man erhält dort eine wirklich kompetente kostenlose Intensiv-Schulung von 8 Tagen (zählt zu den besten bundesweit überhaupt) in einem Hotel wo alle Kosten übernommen werden und weitere Aufbauseminare sowie eine professionelle berufsbegleitende Betreuung + Zuschüsse für die private Vorsorge. Man ist dort nicht auf sich gestellt und übernimmt die Kundenbetreuung in interessanten Buchsekmenten, wie z.B. den Direktvertrieb von xxxxxxx. Das Haus xxxxxxx pflegt wiklich seinen Aussendienst und Geld ist dort ja auch wirklich kein Thema.

Es gibt nicht wenige Mitarbeiter, die bereits nach 3 Monaten ein regelmässiges Einkommen von 6.000,- €/Monat und mehr erzielen, ein Drittel wirft das Handtuch nach 1 Monat und das weitere Drittel braucht etwa 6 Monate, bis das Einkommen passt, dh. mindestens 3.000,- € / konstant im Monat Man kann dort mit Fleiss und entsprechenden guten Verkaufsergebnissen, die absolut realistisch sind, bis zum Landesverkaufsleiter aufsteigen. Es sind dort einige ehemalige Berufssportler dabei, die altersbedingt nicht mehr ihren Sport berufsmässig betreiben können.
Es sind ansonsten die unterschiedlichsten Berufsgruppen vertreten, vom Arzt über den Architekten, Anwalt bis zum Dachdecker, Metzger und der Frisöse. Aber welcher Ingenieur oder Anwalt verdient heute in seiner Profession schon 6.000,- € Monat ?

Die Leute mit anderweitiger Vertriebserfahrung, die ich dort auch kennengelernt habe, meinen, dass es kaum einen anderen Vertrieb gibt, der einen quasi wie einen Angestellten in sein Unternehmen einbindet und wo man mit Fleiss wirklich gutes Geld verdienen kann.

Das mal so als Tip, ohne Leute akquirieren zu wollen. Ich meine, gute seriöse Adressen sollte man hier im Forum weitergeben dürfen, ohne der unlauteren Mitarbeiterwerbung bezichtigt zu werden. Nein, ich selbst bin keine Führungskraft des Hauses xxxxx, nur dorthin mit 54 Jahren in den Direktvertrieb gewechselt, weil man dort sicherer und vor allem schneller mit überschaubarem Aufwand (max. 40 Stunden-Woche, dh. etwa 16-20 Kundengespräche/Woche) gutes Geld verdienen, leichter als in der Finanzdienstleistung, wo ich vorher war.
Man muss nur fahrbereit sein, die Spritkosten von etwa 100,- € /Woche in den ersten beiden Monaten vorfinanzieren können und ein wenig Ausdauer haben und vor allem die Empfehlungen der Vertriebsleitung, wie man seine Tätigkeit organisiert, beherzigen. Man wird aber wirklich gut ausgebildet und man bekommt die erforderlichen Fertigkeiten als Verkäufer auch mittels Begleitung beim Kunden vermittelt.
Nebenbei kann man auf Kosten des Hauses den IHK-geprüften Beruf des Medienberaters machen.
Die Mitarbeiter unseres Teams sind alle sehr zufrieden mit ihrer Tätigkeit. Es ist ein Job, den im Grunde jeder machen kann, wenn er will. Die Kundenadressen bekommt man gestellt, es sind bereits Kunden des Hauses, so dass man sich mit den Terminvereinbarungen relativ leicht tut.

Leute man kann das alles auch kritisieren, die Vertriebstätigkeit als solche verteufeln, doch sich auf eine typische Angestelltenmentalität zurückziehen , hilft uns 50 igern + auch nicht weiter. Ohne eigenes unternehmerisches Risiko finden wir keine Erwerbstätigkeit mehr, das ist so und wird sich in den nächsten 10 Jahren auch nicht ändern. Und die Selbständigkeit als freier Handelsvertreter ist von den Betriebs- und Gründungskosten mit Abstand die preiswerteste unternehmerische Existenz.

Grüsse
R. L.

Bitte keine Werbung, auch wenn es gut gemeint ist.
 
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#17
Also als Handelsvertreter bewerbe ich mich nicht obwohl aus dem Vertrieb kommend. An vernünftige ist kein rankommen, übrig bleibt fast nur der Schrott mit Direktvertrieb und Aufbauarbeit. Das ist mein Fazit.

Bewerbungen wie gesagt schreibe ich schon. Liege dieses Jahr bei 135 und hatte 17 Gespräche. Nur langsam habe ich die Faxen dick. Entweder bin ich 2ter Sieger oder es sind Angebote wo man im Schnitt 70 - 80 Std. in der Woche arbeitet, große Gebiete betreut was einen platt macht und wenn man es umrechnet bei 3 - 4€ netto Stundenlohn liegt.

Das kommt dazu.Und dann fährt man auf eigene Kosten im Schnitt 400 - 500 Km für ein Gespräch.

Man kann ja durchrechnen wie lange man das körperlich und finz. durchhält.
 
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#18
Bewerbungen schreibe ich noch immer, obwohl ich mir selbst keine Chancen ausrechne. Da ich aber gegenüber der Arbeitsagentur meine Bewerbungsbemühungen nachweisen muss, versuche ich zumindest meine Kosten so gering als möglich zu halten. Also Bewerbungen per Email oder Kurzbewerbungen, die im einfachen Briefumschlag zu 0,55 € versendet werden. Nur die Arbeitgeber, zu denen mein Profil 100% passt, bekommen von mir noch eine vollständige Mappe. Aber sobald die Mappe im Briefkasten verschwindet, ärgert es mich schon, denn ich weiß, dass die Bewerbung spätestens nach 12 Wochen ungelesen wieder bei mir ist.

Hoffnung gibt es m.E. nur, wenn zukünftig die Einstellung von 50+ massiv durch den Staat gefördert wird und entsprechende Arbeitsplätze speziell für 50+ reserviert werden. Betriebe, die einen gewissen Anteil ihrer Stammbelegschaft mit 50+ Personal abdecken, könnten im Gegenzug Vorteile bei der betrieblichen Besteuerung haben.

Gruß BlauesWunder
 
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#19
Zitat von arco:"ohne das Deutsche Unternehmerpack hätten wir über 20 Millionen Arbeitslose mehr """" Ende

Da fragt sich, was ist ein Unternehmer? ein Heiliger? Einer, der sich selbst aufopfert, nur damit er Arbeitsplätze schafft?

Ein Unternehmer gründet (oder erbt oder kauft auf) eine Firma und verspricht sich davon, seine Existenz möglichst einflussreich und mit viel Gewinn zu erhalten. Da er aber seine Arbeit nicht alleine bewältigen kann, muss er notgedrungen Arbeitskräfte einstellen, damit er überhaupt weiter expandieren kann, was dann die Einstellung noch weiterer Arbeitkräfte nach sich zieht. Und wenn er das in Deutschland tut, hat er gute Arbeitskräfte, eine sichere Infrastruktur . moderate Gewerkschaften mit wenig Streiks, und kann sich seine Villa bauen ohne hohe Mauer und Bodyguards, wie bei den Neureichen in Russland.
Auch kann er seine Luxuslimousine ungeniert fahren. Er hat hier den deutschen Rechtsstaat hinter sich und kann seinen Betrieb (zugegebenermaßen mit zuviel Bürokratie) ungestört führen und wird auch noch von Politikern hofiert. Wenn sein Unternehmen gut läuft, gehört er zum angesehenen "guten Mittelstand" er wird eingeladen zu Galas und darf in der Lokalzeitung seine Meinung kundtun.

Er sitzt auch gerne in Talkshows und jammert, wie schlecht es ihm geht und wieviel er diesen unersättlichen Angestellten zahlen muss.
Damit die heiligen Lohnnebenkosten sinken und am besten wegfallen, möchte er gerne die Arbeitslosen komplett außer Landes bringen lassen.

Fazit: Es muss aufgeräumt werden mit dem Mythos: Unternehmer schafft Arbeitsplätze" Die Arbeitsplätze sind für ihn nur das notwendige Übel.
Und freut sich über jeden, den er durch Maschinen auswechseln kann.
Er macht sich auch keinen "Kopf" wenn er aus Notwendigkeit Massenentlasungen von langjährigen Mitarbeitern vornehmen muss und das schafft ihm nicht eine schlaflose Nacht.
 

vivavista

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#20
Hi,

ich fahre 4 mal die Woche jeweils 200-250 Km für jeweils 5 - 6 Gespräche.

Im Schnitt in der Woche 5-6 Abschlüsse. Dann kommt man auf einen monatlichen Nettoumsatz von ca. 6.000,- €.

Arbeitszeit incl. Fahrzeit pro Tag 7- 8 Stunden.

Der Nachteil einer selbständigen Vertriebstätigkeit ist, dass man im Krankheitsfall und während des Urlaubs nichts verdient.
Der Vorteil ist, dass einem, auch wenn man nur mittelmässige Umsätze bringt und sich sonst nichts zu Schulden kommen lässt, nicht eine Kündigung aus betriebsbedingten Gründen oder dergleichen zu fürchten hat und man seine Zeit frei einteilen kann.

Ein fester unbefristeter und sicherer Job mit 5.000,- € Bruttogehalt
wäre mir womöglich auch lieber, aber soche Jobs gibt es für Ältere schlichtweg nicht.
Die Töne, die mittlerweile seitens der Politik gegen Hartz IV Empfänger angeschlagen werden, lassen Schlimmes befürchten. Verlassene Ami-Kasernen als Hartz IV-Asyle, auch darüber wird schon nachgedacht. Da nehme ich doch lieber die Strampelei als Vertriebler in Kauf.

Güsse
R.L.
 
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#21
BlauesWunder sagte :
Bewerbungen schreibe ich noch immer, obwohl ich mir selbst keine Chancen ausrechne. Da ich aber gegenüber der Arbeitsagentur meine Bewerbungsbemühungen nachweisen muss, versuche ich zumindest meine Kosten so gering als möglich zu halten. Also Bewerbungen per Email oder Kurzbewerbungen, die im einfachen Briefumschlag zu 0,55 € versendet werden. Nur die Arbeitgeber, zu denen mein Profil 100% passt, bekommen von mir noch eine vollständige Mappe. Aber sobald die Mappe im Briefkasten verschwindet, ärgert es mich schon, denn ich weiß, dass die Bewerbung spätestens nach 12 Wochen ungelesen wieder bei mir ist.

Hoffnung gibt es m.E. nur, wenn zukünftig die Einstellung von 50+ massiv durch den Staat gefördert wird und entsprechende Arbeitsplätze speziell für 50+ reserviert werden. Betriebe, die einen gewissen Anteil ihrer Stammbelegschaft mit 50+ Personal abdecken, könnten im Gegenzug Vorteile bei der betrieblichen Besteuerung haben.

Gruß BlauesWunder
Nur was erwartet man davon. Es ist eine weitere Einführung des Billiglohnsektors und das will eigentlich dioch keiner außer den AG.

Und wenn man wie ich aus dem Vertriebsbereich kommt wo eine Stellenbesetzung von Umsatz- und Marktanteilsteigerung zusammen hängt, glaubt man das diese AG nach Förderung schielen. Die wollen gestandene Persönlichkeiten die den weiteren Erfolg des Unternehmens garantieren.

Aber solange alles inb eine Schublade gesteckt wird, sind Förderungen großteils Geschenke für AG.

Das ist eben meine Meinung hierzu. Im Bereich Facharbeiter etc. sehe ich das natürlich anders.
 

vivavista

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#22
BlauesWunder sagte :
Hoffnung gibt es m.E. nur, wenn zukünftig die Einstellung von 50+ massiv durch den Staat gefördert wird und entsprechende Arbeitsplätze speziell für 50+ reserviert werden. Betriebe, die einen gewissen Anteil ihrer Stammbelegschaft mit 50+ Personal abdecken, könnten im Gegenzug Vorteile bei der betrieblichen Besteuerung haben.

Gruß BlauesWunder
Ich glaube kaum, dass das hilft. Es wurden schon Versuche gestartet, in welchen die Arbeitsagentur 50% der Lohnkosten übernehmen wollten. Sie endeten mit negativem Erfolg.
Es ist für die Unternehmen schon fast ein Credo, dass Arbeitnehmer über 45 zu alt sind. Hinzu kommt, dass viele Unternehmer die grössere Erfahrung der Älteren fürchten. Es ist vornehmlich ein Problem der Autoritäten jüngerer Vorgesetzter in der Personalhirachie. Erfahrene gestandene Männer und Frauen lassen sich auch nicht so herumschupsen, wie junge.

Gruss
R.L.
 

Arco

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#23
@ jimminygrille


... ist ja gut das wir ALLE unsere Vorurteile haben ;) ;)

ich die MEINEN - du die DEINEN :mrgreen: :hug:
 

Kaulquappe

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#24
jimminygrille sagte :
Zitat von arco:"ohne das Deutsche Unternehmerpack hätten wir über 20 Millionen Arbeitslose mehr """" Ende

Da fragt sich, was ist ein Unternehmer? ein Heiliger? Einer, der sich selbst aufopfert, nur damit er Arbeitsplätze schafft?

Ein Unternehmer gründet (oder erbt oder kauft auf) eine Firma und verspricht sich davon, seine Existenz möglichst einflussreich und mit viel Gewinn zu erhalten. Da er aber seine Arbeit nicht alleine bewältigen kann, muss er notgedrungen Arbeitskräfte einstellen, damit er überhaupt weiter expandieren kann, was dann die Einstellung noch weiterer Arbeitkräfte nach sich zieht. Und wenn er das in Deutschland tut, hat er gute Arbeitskräfte, eine sichere Infrastruktur . moderate Gewerkschaften mit wenig Streiks, und kann sich seine Villa bauen ohne hohe Mauer und Bodyguards, wie bei den Neureichen in Russland.
Auch kann er seine Luxuslimousine ungeniert fahren. Er hat hier den deutschen Rechtsstaat hinter sich und kann seinen Betrieb (zugegebenermaßen mit zuviel Bürokratie) ungestört führen und wird auch noch von Politikern hofiert. Wenn sein Unternehmen gut läuft, gehört er zum angesehenen "guten Mittelstand" er wird eingeladen zu Galas und darf in der Lokalzeitung seine Meinung kundtun.

Er sitzt auch gerne in Talkshows und jammert, wie schlecht es ihm geht und wieviel er diesen unersättlichen Angestellten zahlen muss.
Damit die heiligen Lohnnebenkosten sinken und am besten wegfallen, möchte er gerne die Arbeitslosen komplett außer Landes bringen lassen.

Fazit: Es muss aufgeräumt werden mit dem Mythos: Unternehmer schafft Arbeitsplätze" Die Arbeitsplätze sind für ihn nur das notwendige Übel.
Und freut sich über jeden, den er durch Maschinen auswechseln kann.
Er macht sich auch keinen "Kopf" wenn er aus Notwendigkeit Massenentlasungen von langjährigen Mitarbeitern vornehmen muss und das schafft ihm nicht eine schlaflose Nacht.
So ist es !
 
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#25
Arco hat geschrieben:... ist ja gut das wir ALLE unsere Vorurteile haben

ich die MEINEN - du die DEINEN Zitat ende



Natürlich kennt jeder Einen, der anders ist...
Ich halte es für legitim, der Vertändlichkeit und der Kürze willen, auch mal zu verallgemeinern.
Verallgemeinern unsere "Feinde" , wenn sie von Arbeitslosen sprechen nicht auch?

Außerdem kenne ich aus 36 Jahren Vollerwerbszeit im Angestelltenverhältinis mit allen Höhen und Tiefen die Unternehmerseele aus dem FF ! Zudem war ich Betriebsrat und habe auch die hässlichen Seiten der Führungskräfte und das Prinzip der Macht zu spüren bekommen.
Versuche doch mal ein klein wenig von unten nur an der Macht des Geldes zu kratzen - da siehst du gleich, was einem da blüht.
 

Arco

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#26
jimminygrille sagte :
Arco hat geschrieben:... ist ja gut das wir ALLE unsere Vorurteile haben

ich die MEINEN - du die DEINEN Zitat ende



Natürlich kennt jeder Einen, der anders ist...Ich halte es für legitim, der Vertändlichkeit und der Kürze willen, auch mal zu verallgemeinern.
Verallgemeinern unsere "Feinde" , wenn sie von Arbeitslosen sprechen nicht auch?

Außerdem kenne ich aus 36 Jahren Vollerwerbszeit im Angestelltenverhältinis mit allen Höhen und Tiefen die Unternehmerseele aus dem FF ! Zudem war ich Betriebsrat und habe auch die hässlichen Seiten der Führungskräfte und das Prinzip der Macht zu spüren bekommen.
Versuche doch mal ein klein wenig von unten nur an der Macht des Geldes zu kratzen - da siehst du gleich, was einem da blüht.
und wieso meinst du VERALLGEMEINERN zu müssen wenn du, wie du oben ja geschrieben hat, evtl. nur EINEN kennst... ! !

Gut, ist jetzt etwas spitzfindig - ich weiß ja wie du es gemeint hast, aber ich kenne ebend auch EINEN Unternehmer der nicht so ist :pfeiff: :pfeiff:

Also treffen wir uns doch in der Mitte ;) ;)

Übrigens, ich habe als Architekt und "leidender" Angestellter in versch. Firmen über 20 Jahre gearbeitet und in einer Firma mit etwa 100 Mitarbeiter davon 15 Jahre im Betriebsrat und innerhalb dieser Zeit 9 Jahre als Betriebsratsvorsitzender - immer wieder von der Belegschaft bestätigt.

Ich hatte in dieser Zeit "mehr" Schwierigkeiten mit der Gewerkschaft als mit meinem/unserem Chef ! ! !

Die letzten Jahre vor meinen gesundheitlichen Problemen und der anschließenden Arbeitslosigkeit war ich selbständig und hatte selber eine Firma mit teilweise 40 bis 60 Mitarbeiter - ich kenne also auch beide Seiten und deshalb habe ich was gegen VERALLGEMEINERUNGEN ;) ;)
 
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#27
Hallo Arco, ein bisschen Korinthen-kackerig das Ganze, gell?
Aber ich wusste, daß natürlich das heikle , schmerzliche Thema:
"Widerstand aus den eigenen Reihen" angesprochen werden muss.
Hatte ich weggelassen, weil ich nicht so ellenlange Beiträge schreiben möchte. Als BR habe ich natürlich auch die Feststellung machen müssen, daß die Gewerkschaften zwar hilfreich sein konnten aber genauso auch als Bremse fungieren konnten, wenns gerade nicht ins Konzept passte.
Wie oft wollte man vorpreschen und wurde durch das eigene Gremium oder den "Betriebsratsvorsitzenden!!" :hmm: selbst zurückgepfiffen.
Dazu die Feigheit der Belegschaft, die meistenteils den Schwanz einkniffen, wenn der oberste Chef sie sich mal "persönlich zur Brust nahm" (...Hr....das hätte ich nie von ihnen gedacht, daß sie da mitmachen, wären sie doch gleich zu mir gekommen...)

Na gut, ist für mich Vergangenheit.
PS: Daß du mit deinem Chef i.Ü. kaum Probleme hattest, wundert mich gar nicht (meiner konnte, wenn er wollte, auch sehr nett und charmant sein) denn wenn man sich mit Firmenpsychologie und Hackordnung und menschlichen Schwächen befasst, wird einem sofort klar, daß die gröbsten Frechheiten von den alleruntersten kleinen Kapos kommen.
Der 1. Chef hat "seine Leute für die Drecksarbeiten"

Z.B. hätte der nie direkt einen einfachen Mitarbeiter angesprochen, wenn er den beim Zeitungslesen in der Ecke gesehen hätte.
Das ging dann immer über den unmittelbaren Gruppenleiter.

Schönen Sonntag noch
 

Arco

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#28
Hallo Arco, ein bisschen Korinthen-kackerig das Ganze, gell?
Hallo jimminygrille, ein bisschen (Korinthen-kackerig) Erbsenzählerei das Ganze, gell?

... oder kennst du auch meine ehemaligen Chefs ;) ;)
 

eisbaer

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#30
nik sagte :
ich bekomme pro Bewerbung 5 Euro. insofern macht es sehr wohl Sinn !
Glaube ich Dir so recht nicht. ;)
Hier gibt es keinen Cent dafür! Anträge werden gar nicht angenommen, Formblätter gar nicht ausgegeben. Begründung. Münte habe alle diesbezüglichen Rückerstattungen seit dem Januar 2006 gestoppt. Warum soll das woanders noch gehen ? Inzwischen interessiert sich aber auch kein Arbeitsvermittler mehr dafür, ob du im Quartal eine Bewerbung gemacht hast oder zehn, ob die schriftlich war oder telefonisch. Bei denen ist die Lethargie inzwischen auch eingekehrt, weil die wahrscheinlich doch nicht ganz so blöd, wie ihr oberster Dienstherr sind und die Sinnlosigkeit des Ganzen längst erkannt haben.
 
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#31
eisbaer sagte :
nik sagte :
ich bekomme pro Bewerbung 5 Euro. insofern macht es sehr wohl Sinn !
Glaube ich Dir so recht nicht. ;)
Hier gibt es keinen Cent dafür! Anträge werden gar nicht angenommen, Formblätter gar nicht ausgegeben. Begründung. Münte habe alle diesbezüglichen Rückerstattungen seit dem Januar 2006 gestoppt. Warum soll das woanders noch gehen ? Inzwischen interessiert sich aber auch kein Arbeitsvermittler mehr dafür, ob du im Quartal eine Bewerbung gemacht hast oder zehn, ob die schriftlich war oder telefonisch. Bei denen ist die Lethargie inzwischen auch eingekehrt, weil die wahrscheinlich doch nicht ganz so blöd, wie ihr oberster Dienstherr sind und die Sinnlosigkeit des Ganzen längst erkannt haben.
Ihr scheint ja da ein merkwürdiges Amt zu haben. Du hast ja schon öfter mal einen Bolzen beschrieben, den die da geschossen haben.

Stelle den Antrag nachweislich schriftlich. Dann erhältst du auch eine Antwort. Falls Ablehnung, dann Widerspruch.

Die wollen gestandene Persönlichkeiten die den weiteren Erfolg des Unternehmens garantieren.
Nicht alleine deswegen, Zumutbarkeit. Ein weiterer Grund ist die unmögliche Antragstellung und Abrechnung der erhaltenen Fördergelder.

Auch davor schrecken KMUs ab. Man braucht schon einen weiteren Mitarbeiter im Unternehmen, der sich alleine mit der Fördermittelvergabe befaßt. Und welcher Handwerksbetrieb, in dem die Ehefrau die Buchhaltung macht, kann sich das schon leisten. Auch kleinere Betriebe, die schon eine eigene Buchhaltung haben, nehmen davon lieber Abstand.
 
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#32
@ eisbaer
Glaube ich Dir so recht nicht..
das geht mir so ziemlich am A.. vorbei was Du glaubst. ich schreib das hier nicht aus Jux und Dollerei. Fakt ist - es gibt 2 Arten die Bewerbungen "abzurechnen".
1) mit Belegen - dann bekommt man logischerweise nur das erstattet, wo man auch einen Beleg vorweisen kann. ( Porto, Mappen, Papier ..)
- mit dieser Methode fährt man schlechter, weil zum Beispiel Druckerpatronen nicht erstattet werden.
2) die pauschale Erstattung von Bewerbungen, da schreibst Du in ein Formular die Firmen wo Du Dich beworben hast und legst einen Nachweis dazu. Entweder das Anschreiben oder die Stellenausschreibung oder das Ablehnungsschreiben oder was auch immer.

Hier gibt es pro Bewerbung 5 EURO. Ist ja klar das ich diese 2.te Methode verwende.

wer es nicht glaubt .. na, mir ist das sch*.. egal, und wer es nicht macht ist selber schuld
 

eisbaer

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#33
nik sagte :
@ eisbaer
Glaube ich Dir so recht nicht..
das geht mir so ziemlich am A.. vorbei was Du glaubst. ich schreib das hier nicht aus Jux und Dollerei. Fakt ist - es gibt 2 Arten die Bewerbungen "abzurechnen".

Naja nun beruhige Dich, schließlich war ein Schmunzel dabei :)
Hier jedenfalls gibt es das nicht und die Begründung ist immer die Gleiche, es gäbe das nirgendwo. Ich war heute erst wieder mit allen 189 Bewerbungsanschreiben dort (seit Januar 06, mehr als 350 für 2005 habe ich mir ans Bein geschmiert) - es wäre ja auch für mich eine schöne Summe, mit der sich mein Farblaserdrucker samt zusätzlicher Farbkartuschen bezahlen würde, den ich gekauft habe, weil mir die Abzocke mit den Tintenpatronen auf den Docht ging.
Aber wie war die Antwort: Hier gibt es das nicht! Quasi habe ich die 189 Anschreiben umsonst ausgedruckt, aber ich beabsichtige die "Abrechnung" jetzt direkt nach Nürnberg zu schicken, mal sehen, was dann passiert.
 
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#34
@ eisbaer

aber ich beabsichtige die "Abrechnung" jetzt direkt nach Nürnberg zu schicken, mal sehen, was dann passiert.
Da wirst Du nix erreichen, spar Dir das, ich weiß Das! Nürnberg ist die Bundesagentur für Arbeit und die ARGE ist kommunal, da gelten nur die Bestimmungen der jeweiligen Städte und Kreise. Die BfA ist da nicht weisungsbefugt !

Normalerweise müsstest Du die Bewerbungskosten erstattet bekommen ! Lege Einspruch ein und schreibe eine Dienstaufsichtsbeschwerde an den Leiter der ARGE. schildere den Sachverhalt und beziehe Dich auf die Aussage des SB oder FM der Dir gesagt hat es gibt nix. den Namen angeben!

ich kann nur wiederholen, hier bei uns werden die Kosten pauschal mit 5 Euro erstattet. und Deutschland ist Deutschland .. oder? auch wenn die Vorschriften und Bestimmungen bei den Städten und Gemeinden unterschiedlich sein können, in manchen Punkte - hier die Bewerbungskosten - ist die Gesetzeslage eindeutig. Schau doch auch mal im SGB II nach!
 

eisbaer

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#35
ich bin eigentlich noch ALG-1-Empfänger, ist denn da für mich die AA nicht zuständig ?
 

Arco

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#36
eisbaer sagte :
ich bin eigentlich noch ALG-1-Empfänger, ist denn da für mich die AA nicht zuständig ?
:hihi: :hihi: Alg1 - ist das nicht SGB III ;)

tscha dann ....... achsooo, der § für die Übernahme (Kannbestimmung) ist aus SGB III und wurde für SGB II Agl2 übernommen :mrgreen:
 

eisbaer

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#37
Arco sagte :
:hihi: :hihi: Alg1 - ist das nicht SGB III ;)

tscha dann ....... achsooo, der § für die Übernahme (Kannbestimmung) ist aus SGB III und wurde für SGB II Agl2 übernommen :mrgreen:
Sicher habe ich jetzt eine Ladehemmung :oops:
Was heißt das dann im Klartext ? Kriege ich oder kriege ich nicht? Schicke ich es bei Verweigerung nach Nürnberg oder schmeiße ich es in den Papierkorb und schone meine Nerven?
 
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#38
@ eisbaer

achso - sorry, das wusste ich nicht. ich ging von ALG II aus . Dann natürlich ist die BfA für Dich - noch - zuständig.

Schreibe aber Deine Beschwerde an das Kundenmanágment bei der Bfa !!
 

Arco

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#39
nik sagte :
@ eisbaer

achso - sorry, das wusste ich nicht. ich ging von ALG II aus . Dann natürlich ist die BfA für Dich - noch - zuständig.

Schreibe aber Deine Beschwerde an das Kundenmanágment bei der Bfa !!
hier die genaue Adresse:

Bundesagentur für Arbeit
BA - Service - Haus
Kundenreaktionsmanagement
Regensburger Str. 104
Fax 0911 1792123
90478 Nürnberg


@ Eisbär :hug: :hug:

wollte dich nicht durcheinanderbringen, wollte damit eigentlich nur erwähnen das du mit Alg1 da auf jeden Fall in die Bestimmungen reinfällst da diese von Alg1 - SGB III schon lange im Gesetz steht.
 

gregorc

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#40
Bewerbung über 50

ICH BIN MITTLERWEILE FAST 59 und habe mich seit fast zwei Jahren
garnicht mehr melden müssen. Habe den Eindruck meine Akte ist verschwunden. Bekomme aber regelmässig den halbjährlichen Antrag.
Bewerbungen schreiben ? Mich zum Affen machen?
Das würde mein Stolz verletzen.
Es ist auch eine Frechheit als Firmeninhaber eine Bewerbungsanfrage zu bekommen die nicht gewollt ist. Soll er etwa für ungefragte Bewerbungsanfragen noch extra Personal einstellen?
Also : Papierkorb. Von ca. 10 eingereichten Bewerbungen habe ich nur
4 mal die Unterlagen zurückbekommen.
Antwort bei Nachfrage, nicht erhalten.
Man sollte die Schnauze mal gross aufreissen bei Nachfrage zwecks
Bewerbungen von der ARGE.
Dann werden die Kleinlaut.
Z.B. Ich möchte mich doch mal bei Ihnen bewerben, Sie haben doch so viel zu tun wie immer erörtert wird.
Das war es dann. Dann hat man Ruhe.
Ich möchte auch mit 60 einen Job der mich ernährt, abaer nach über
40 Jahren Rentenbeiträge hätte mein arbeitsloser Sohn mit 28 Jahren
eine weit aus höheren Anspruch auf Arbeit.
Bis neulich
 

eisbaer

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#41
Re: Bewerbung über 50

gregorc sagte :
Man sollte die Schnauze mal gross aufreissen bei Nachfrage zwecks
Bewerbungen von der ARGE.
Dann werden die Kleinlaut.

Hier nicht, hier werden die dummlaut!! die da sitzt ist 29/30 und in deren Augen ist selbst ein Alter eine faule Sau.
 

ofra

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#42
was ist mit den Ü 30-jährigen?
hab bisher 300 bewerbungen geschrieben. erfolglos.
wer hat denn überhaupt noch eine chance am arbeitsmarkt? die säuglinge?
:x
 
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